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Mooseba

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  • #31
Ich werde auch ein Langzeitsingle bleiben, falls das Glück nicht vom Himmel fällt. Ich pflege mich, habe einen anspruchsvollen Beruf, treibe regelmäßig Sport, bin gebildet und höflich. Aber das war's auch schon und das wird den meisten Frauen zu wenig sein. Ich rede wenig, man muss mir quasi alle Informationen aus der Nase ziehen, ich grüble viel über Probleme, ich habe nur zwei echte Freunde, unterhalte mich nicht gern mit unbekannten Menschen, ich werde zwar oft für meinen Humor gelobt, bin aber dennoch ein sehr ernster und wenig gelassener Mensch. Und ich werde mich nicht verstellen, denn so bin ich nun einmal. Auch die berühmte Arbeit-an-sich-selbst wird mich nicht im Grundsatz ändern.

(m,32)
 
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  • #32
...bin aber dennoch ein sehr ernster und wenig gelassener Mensch.

(m,32)

An dem zu ernst sein und zu wenig gelassen kann man doch arbeiten. Es gibt ja Gründe, warum man so ist, oder nicht? Oft liegen die im familären Umfeld.

Ein wirklich kluger Mann kann seine destruktiven Muster erkennen und will sie auch bearbeiten. Denn das ist auch ein Zeichen von Männlichkeit, sich seinen Problemen zu stellen.

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  • #33
Viele Männer haben eine Beziehung noch nicht verarbeitet.
Es gibt ein Lied von Ina Müller mit dem Text "Ich rechne immer noch in Mark um" - wobei Mark Mr. Superman ist, mit dem sie eine angeblich tolle Beziehung hatte.

ich hab einige Freunde, denen geht es ähnlich, sie hatten mal eine Granate an Freundin und nun muss jede Frau, die sie kennenlernen, dieselben Eigenschaften haben, z.B. rote Haare, sehr schlank, unter 30, Studentin sein... und wenn diese Eigenschaften nicht erfüllt sind, wird nur unterscheiden in
Miss-Super-Ex - und Nicht-Miss-Super-Ex.

Dann sind viele so an ihr Singleleben gewöhnt, dass sie sich gar nicht mehr umstellen wollen auf Beziehung und Gemeinsamkeiten.
Diese vor allem Männer, aber auch Frauen sind genervt, wenn der andere Zeit mit ihnen verbringen will und sie nicht ihr gewohntes Singleleben weiterleben können.
Viele wollen gar keine Veränderungen, nur eben gerne ein bisschen kuscheln und Sex, aber keinen gemeinsamen Alltag.

Die sind so ausgefüllt mit ihrem durchorganisierten Single-Leben, dass kein Platz mehr für eine Beziehung ist. Also tingelt man eben von Affäre zu Affäre - oder Beziehungsversuch zu Beziehungsversuch und sagt dann, es habe nicht gepasst oder der andere hätte gestresst.

Andererseits ist es nunmal so, dass man sich nicht jedes Jahr aufs Neue verliebt.
Meines Erachtens ist es völlig normal, mal 2 oder 3 Jahre Single zu sein.
Wenn aber manche meinen, sie müssten alle 5 Monate was aufreißen, dann ist ja gar kein Platz für eine echte Liebe.
Man muss manchmal eben erst wieder zu sich selbst finden, vor allem nach einer großen Liebe - das kann 2-3 Jahre dauern.

Wer dauernd in einer Beziehung ist, der verliert doch irgendwie das echte große Gefühl.

Also ich verliebe mich nicht oft.
Manche werfen mir auch zu hohe Ansprüche vor, aber mein eigener Standard ist eben auch einigermaßen hoch. Ich brauche einen Mann, den ich bewundern kann, der erfolgreich und aktiv ist und keinen, der eine Frau sucht, die sein trostloses leeres Leben bereichert.

w,40
 
  • #34
[..] Und ich werde mich nicht verstellen, denn so bin ich nun einmal. Auch die berühmte Arbeit-an-sich-selbst wird mich nicht im Grundsatz ändern.

(m,32)


... Und das ist so ziemlich die Quintessenz dessen warum Menschen die nicht grade Aussehen wie der Glöckner alleine bleiben.. dieses Sture. "ich bin aber nunmal so".. ich kann auch nicht durch die Massen gehen und jedem eine auf die nase geben und mich dann wundern warum die mich nicht mögen und darauf beharren "ich bin nunmal so"..

weil:

a.) es ist gelogen: DU hast dich so GEMACHT .. du bist nicht so auf die Welt gekommen, du hast dich dahin verändert , es war deine Freie Wahl und aus irgendwelchen Gründen hast du diesen Weg gewählt, also erzähle nicht das sei unveränderlich, die meisten haben einfach nur Panik davor auf einmal vor neue Herausforderungen gestellt zu werden.

b.) es ist absichtlich: jeder der Misantroph ist tut es damit er Misantroph ist...ich hab einen Kumpel der ist super sanft, super verletzlich und super weich.. aber er ist wohl das grösste Machoar*%¤&ch bei gleichzeitig furchtbar vernachlässigtem Äussseren..(sieht auch wie eine Jugendversion von Westernhagen mit sehr dicker Brille) Trotzdem hat er Sex, weil er im entscheidenen Moment sich selbst blicken lässt und sich nicht komplett hinter der Mauer verschanzt..

c.) es ist kein "verstellen" wenn man sich weiterentwickelt.. Und ich tue es mit 40 immer noch im rasanten Tempo.. und ich geniesse es ..
 
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  • #35
Als ich bis Mitte 20 Single geblieben war, hatte ich einfach mal bei den Frauen nachgefragt. "Warum bin ich eigentlich so unattraktiv?" Das rate ich wirklich jedem Mann. Die Antworten haben mir die Augen geöffnet, ich kommuniziere seitdem mit einheimischen Frauen nur noch das allernötigste und habe seither Umgang mit gebildeten Damen jenseits von Europa.

An mir wurden unter anderem als völlig inakzeptabel moniert: Körpergröße und Höflichkeit / Bildung.

Mittlerweile wendet sich das Blatt und immer mehr Frauen, die vollkommen gescheitert sind, belästigen mich.

Was sich in Mitteleuropa sehr schlecht auf die Partnersuche auswirkt: völlig falsche und unrealistische Ansprüche, gepaart mit einer unglaublichen Naivität, ein oft inhumanes Verhalten und einer Prägung, die seit frühester Jugend mit vielen schnell wechselnden Partnern kaum mehr reversibel ist.

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  • #36
Meine Beobachtung bei der Zielgruppe 30 bis 40:

- gewollt gelebte Misanthrophie
- zunehmender Geschlechterhass aus Stolzeskränkung
- unverarbeitete Traumatas (von Kindheit bis ins Erwachsenenalter)
- sie hängen in ihrem Leben fest / null Veränderungen akzeptieren wollen / handlungsunfähig sein
- allgemein sinkende Reife mit dem Alter / allgemein immer spätere Abnabelung von zu Hause
- uns geht's zu gut: wir entschuldigen unser Verhalten durch unsere selbst eingeredeten psychischen Krankheiten, damit wir unsere Ruhe haben und wieder da weiter machen können, wo wir stehen geblieben sind.
 
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  • #37
Was gibt es noch außer:
- Alkohol?
- Kind als sog. Altlast?
- Stubenhocker?
- kein Geld oder berufliche Vorurteile?
- Streit mit Ex?
- erhebliches Übergewicht?

- rauchen
- ungepflegt
- aggressiv
- unangenehmes Auftreten (extrem Vorlaut, überheblich, Selbstdarsteller der sich gerne reden hört, Wichtigtuer, Angeber)
- Vorleben als "Lebemann" (Affairen, ONS)
- geizig und gleichzeitig Schmarotzer
- unordentlich und faul (Wohnung/Haushalt)
- unflexibel/eingefahren/keine Spontanität
- Unverbindlichkeit
- Glatze und/oder Bart (nur meine persönliche Vorliebe, für andere Frauen kann gerade das Attraktivitätsmerkmal sein)

w, 45
 
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  • #38
Oft scheitert es an nicht abgeschlossenen Beziehungen. Alte Erfahrungen werden mit in die neue Partnerschaft genommen und auf den neuen Partner umgeschlüsselt.
Viele lassen sich nicht wirklich auf neue Partnerschaften ein ... dadurch ist es etwas mit doppelten Boden.
Man macht sich nicht mehr die Mühe am Ball zu bleiben ...(es hält ja eh nicht).

Mutlosigkeit ... Hoffnungslosigkeit ... Deppression

Zuviele Hobbies ... Freunde ... die die Position des Partners einnehmen und dadurch dafür sorgen das Partnerschaften garnicht mehr richtig entstehen können. Dates alle 2-3 Wochen tragen nicht dazu bei das man sich verliebt und mehr will.

W/ 40
 
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  • #39
An dem zu ernst sein und zu wenig gelassen kann man doch arbeiten. Es gibt ja Gründe, warum man so ist, oder nicht? Oft liegen die im familären Umfeld.

Ein wirklich kluger Mann kann seine destruktiven Muster erkennen und will sie auch bearbeiten. Denn das ist auch ein Zeichen von Männlichkeit, sich seinen Problemen zu stellen.

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Oha, ja, man kann daran arbeiten, aber kein Mensch kann sich vom ernsten-verantwortungsbewussten Menschen in einen "Ach, was solls" Menschen umwandeln, auch kein Therapeut. Woran man etwas ändern kann sind "Grübelschübe" und das geht so:
Ich habe ein Problem! Kann ich jetzt in diesem Moment daran was ändern? Wenn ja, dann gehe ich es aktiv an ( z.B. Diät starten, mich weiterbilden, versuchen mehr zu reden) Wenn nein, weil ich keinen Einfluss auf das Problem habe ( Krankheit, Verlust eines Menschen, Nettigkeit der Mitmenschen usw.), dann versuche ich es zu akzeptieren und weigere mich darüber weiter nachzudenken.

W ( auch sehr nachdenklich, aber schon sehr viele Fortschritte gemacht)
+ Bei Erfolgen, auch kleinen!, belohne ich mich! Wie die Belohnung aussieht, muss man dann selber herausfinden!
 
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