Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
G

Gast

  • #1

Warum Fremdgehen?

Was ist für Euch der primäre Grund für’s Fremdgehen:

Ist es fehlender Sex oder unbefriedigender Sex in der Beziehung, ist es einfach die Lust auf ein prickelndes Abenteuer mit Schmetterlingen im Bauch, wenn man jahre / jahrzehntelang mit einem Partner zusammen ist?

Oder ist es – ganz lapidar – das vermisste Gefühl mal wieder absolut begehrt zu werden?
 
G

Gast

  • #2
Als Frau jahrelanger Nichtbeachtung vom Mann, jahrelanger Sexentzug, keine Zärtlichkeiten, keine Küsse, keine Romantik und nicht genügend Aufmerksamkeit, keine Zeit vom Mann. Ich denke, bei Männern ist es das Gleiche.
Routinierter, regelmäßiger Sex oder überhaupt Spaß am Sex hätte mir schon gereicht, um zufrieden zu sein, ab und zu inspirierende, prickelnde Gespräche, hin und wieder ein Candlelight Dinner mit Wein, wo man sich tief in die Augen blicken kann und eine gemeinsame gute Zeit. Das hatte ich nie in Beziehungen. Komischerweise sind die Männer aufgrund dieser Tatsache schon stinktig und wütend mit mir gewesen, weil sie eben nicht so ticken wollten...

Ein anderer: zwar tolle Affäre (wenn man denn mal eine Affäre hatte bei alle 8 Wochen mal sehen), aber niemals Küsse oder Zärtlichkeiten, keine Gespräche, immer das gleiche Programm, selten Zeit, viel Abstumpfung, tonlose Kommunikation, also musste auch wieder ein Zweitmann her, der meine Defizite füllt.

Begehren naja..., wenn ich ausgehe, werde ich von vielen Männer begehrt. Es geht doch primär darum, ob der eigene Partner Lust hat, sich mir zu widmen, mir Lebenszeit zu schenken, Verständnis mitbringt, meinem Geist folgen kann und mich ohne Worte versteht, oder mich ablehnt und desinteressiert für meine Bedürfnisse zeigt, meist mit lächerlichen Gründen, die klar dafür sprechen, dass der Partner mit einem nur Machtspielchen treiben will und einen auf Distanz und Abstand halten will.

Sexentzug ist für viele Partner nämlich auch ein Machtmittel, seinen Partner zu dirigieren und schickanieren, wohin man ihn haben will... nur klappt das nicht ewig.
 
G

Gast

  • #3
ich hab eine ganz eigene Theorie dazu.

Fremdgehen tun diese Menschen die beim falschen Partner sind. Viele können nicht allein sein und bleiben mit ihren Partner zusammen nur, damit man zusammen ist. Mit Liebe usw. hat das sehr oft nicht zu tun.

Da man dann zwangsläufig nicht die Partnerschaft hat, was auch den Namen verdient, wird bei einer Möglichkeit diese auch wahrgenommen.

Erschwerend kommt hinzu, dass heute sehr viele Menschen nur noch ICH ICH ICH sehen und es ihnen schlicht egal ist, was sie anderen Menschen antun.

Es gibt KEINEN Grund zum fremdgehen !

m37
 
  • #4
Ich frage mich warum einer überhaupt Fremdgehen muss?
Warum trennt er sich nicht und lebt ein sexbetontes ungebundenes Singleleben?

Fremdgänger sind und bleiben für mich Psychos, sie wollen bewusst einen festen Partner hintergehen, sie reizt das Spiel zwischen Liebhaber und gelackmeiertem Partner, zweigleisig fahren scheint diese kaputten Leute anzufeuern.

Ein Mensch mit Charakter trennt sich, wenn er in einer Bindung nicht die Erfüllung seiner Bedürfnisse findet ganz klar und eindeutig. Dann kann er sich immer noch austoben, ohne verbranntes Land zu hinterlassen, er hat ein reines Gewissen.

Menschen, die das nicht tun haben erst gar keinen Charakter, sie haben nichts was sie für einen anderen wertvoll macht - das sind die Fremdgänger.
 
G

Gast

  • #5
Die ersten beiden Gründe.

Eine Frau, die beim Sex nur da liegt und bedient werden will und sämtliches Experimentieren ablehnt.

Kein Kribbeln mehr, wenn man sie berührt, selbst wenn sie nackt ist, obwohl sie eine gute Figur hat.

Gegen ersteres könnte sie theoretisch etwas tun. Gegen letzteres... hm, wird schwer. Was Liebe und Sexualität angeht, sind wir eben nicht nur vom Verstand beeinflusst. Natürlich könnte man sich ganz diszipliniert in sein Schicksal ergeben, wer will schon eine gut funktionierende Beziehung wegen des langweiligen Sex aufgeben? Ich sehe dann schon wieder die Forenthemen hier: "Mein Mann will nicht mehr mit mir schlafen..."
 
G

Gast

  • #6
Kommt auf das Geschlecht an.

Bei Männern ist es wohl vorwiegend eine Kombination aus den von dir genannten Gründen, wobei die Lust auf Abwechslung, sowohl was die Partnerin als auch die Spielarten anbelangt, vermutlich im Vordergrund steht.

Bei Frauen vermute ich noch vor besagten Gründen einen geplanten Warmwechsel als Hauptmotivation für das Fremdgehen.
 
M

Mooseba

  • #7
Manchmal wird der Partner unattraktiv mit der Zeit, z.B. aufgrund von Nachlässigkeit und Übergewicht. Man ist zu feige, einen echten Schnitt zu machen und geht dann fremd. Das muss mit Abenteuer und Spannung nichts zu tun haben.
 
G

Gast

  • #8
Eigentlich ein Thread, der nur von Fremdgängern kommentiert werden dürfte.
Also bitte Moralkeulenschwinger: Es geht nicht um EURE Befindlichkeiten und Traumen, haltet euch zurück. Dann könnte es durchaus interessant werden.

Ich, w, 47, treffe immer mal wieder attraktive, erotisch reizvolle Männer. Etwa jedes oder jedes 2. Jahr ergibt sich eine Affaire über einige Monate.
Abseits dessen habe ich eine ausgesprochen liebevolle, intellektuell und sozial anregende Beziehung zu meinem langjährigen Partner und mit ihm mehrmals wöchentlich immer noch guten Sex. Fremdheit ist da nicht mehr, genau das reizt mich aber an anderen Männern. Also gebe ich mich meinem Verlangen immer wieder mal hin, danach reicht es wieder für einige Zeit. Mein Partner ist für mich danach unglaublich attraktiv, jede Affaire belebt de facto die Beziehung.
 
G

Gast

  • #9
Naja, jetzt überleg doch mal bitte: Hauptgrund ist, keine Frau und kein Mann füllt das komplette Sex- oder Romantikprogramm. Keine Frau, kein Mann macht alles im Bett, was man sich vorstellt. Irgendwo sind immer Abstriche, Defizite und Enttäuschungen. Nicht schwerwiegend, um dafür eine 15 Jahre lange Ehe zu beenden, aber doch genug, um sich den fehlenden Teil woanders zu holen.

Ein Großteil der Frauen lehnt z.B. Oralverkehr komplett ab oder macht es nicht gut, oder ein anderer Mann möchte auch nochmal in seinem Leben Analverkehr probieren, aber mit seiner Frau kann er das nicht, also tut er es dort, wo es nicht weh tut. Ein anderer möchte vielleicht einen krassen Fetisch ausprobieren (z.b. Sektspiele oder Unterwerfung), möchte aber nicht seine Beziehung damit schädigen und versauen und alles verkomplizieren.
Frauen gehen genauso fremd, nur fehlt Frauen mehr die Gelegenheit. Wenn sie nicht gerade Partygängerinnen sind, wird es schwierig für Frauen, jede Woche einen heißen Stecher aufzureißen. Frauen widmen sich dafür häufiger dem Internet und knüpfen gerne mysteriöse Kontakte zu mysteriösen Lovern, die vielversprechend klingen, wenn sie daheim eine dauermüde, resignierte Flasche haben. Männer sind ja besonders gut im missachten. Das würde mich auch aufregen, so dass fremdgehen zu einem Ansporn wird, sein Leben wieder neu zu definieren.
 
G

Gast

  • #10
Psychopathie?

Neben bewusstem Lügen und Charme,dem Vortäuschen von Gefühlen, ist ein unstetes Sexleben das Hauptkriterium für Psychopathen.

Die Interkorrelation zu Narzissmus ist dabei sehr hoch.

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass eine Ärztin hier mal meinte, dass die meisten männlichen Ärzte Narzissten seien.
Man kann sich den Rest wohl gut denken.
 
G

Gast

  • #11
Ich bin nie fremdgegangen, war aber mit einem Fremdgaenger verheiratet.

Der erste Grund, warum er fremdging war, dass die Frauen ihn begehrten, glaubte er. Er war in seiner Kndheit unbeliebt und sozial ausgegrenzt, hat sich dann hochgearbeitet, aber niemals das nötige Selbstbewusstsein für das neue Leben aufgebaut. Es waren Frauen aus eher ärmlichen Verhaeltnissen, die weder Wohlstand noch Großzügigkeit kannten. Damit könnte er punkten, auch wenn er dafür das Konto leerraeumte und Schulden machte.

Das letzte Mal ging er fremd, um mich zu bestrafen, weil ich es gewagt hatte, ihn zu kritisieren. Da zeigte ich ihm, was eine Harke ist und reichte die Scheidung ein. Nach ueber 20 Jahren Ehe und diversen Fremdgehaktionen seinerseits hatte er damit nicht gerechnet. So wurde aus der groß gedachten Bestrafungsaktion eine Selbstbestrafung - nun hat er kein Geld mehr für andere Frauen.
Es sollte eine Machtdemonstration sein und wurde ein Rohrkrepierer.
Während ich die anderen Aktionen immer Nachsehen/verstehen konnte, änderte genau diese Motivation bei mir etwas. Ich war nicht bereit, mich von ihm dafür abstrafen zu lassen, dass ich meine berechtigte Meinung sagte. Andere Gegenargumente als Fremdgehen hatte er nicht und das Schwert habe ich ihm aus der Hand geschlagen.
 
G

Gast

  • #12
Wenn das mal so einfach zu erklären wäre. Sag niemals nie. Es kann passieren, auch wenn du total treu bist. Die Leidenschaft kann dich überkommen, wenn du einen Mann triffst und du alles andere vergisst, alle Pflichten und den Alltag, das kann man mit Worten nicht erklären.
Zumindest dann nicht, wenn man es nicht darauf anlegt, sondern wenn es unverhofft passiert, wenn man es nie für möglich gehalten hätte.
 
  • #13
Ich bin noch nicht in die Verlegenheit geraten, fremdzugehen. Nichtodestotrotz sind für mir die Gründe nachvollziehbar.

- Frau verweigert sich ständig
- man hat sich auseinandergelebt
- Frau wird zu untattraktiv
- Frau nervt nur noch
- unterschiedliche Vorstellungen von Erotik
 
G

Gast

  • #14
Warum beginnt man eine Beziehung? Komische Frage. Weil man sich verliebt, der andere Mensch einen fasziniert und man nicht mehr allein sein will. Das sind aber viele in ihrer Ehe, vermutlich weil so viele Ehen mit so viel Verstand und so wenig Gefühl geschlossen werden. Dass man sich dann nicht sofort von dem Ehegatten zuhause trennt, hat viele Gründe. Es ist in keiner Weise gesellschaftlich erwünscht, dass man sich aus einer unglücklichen Ehe löst. Wer das tut (gerade als Mann) soll wenigstens sozial und finanziell fertig sein. Dafür versuchen dann die vielen beunruhigten anderen Ehefrauen (wie die eigene) zu sorgen, die Gesetze und die Rechtsprechung erledigen den Rest.
 
G

Gast

  • #15
Fremdgänger sind und bleiben für mich Psychos, sie wollen bewusst einen festen Partner hintergehen, sie reizt das Spiel zwischen Liebhaber und gelackmeiertem Partner, zweigleisig fahren scheint diese kaputten Leute anzufeuern.

Das ist aber sehr einfach gedacht. Lt. div. Statistiken ist die Mehrheit unserer Bevölkerung schon einmal "Fremd" gegangen und demzufolge nach deiner Theorie sind wir nur ein Volk von Psychos.
Am Ende ist es nur die Frage nach Angebot oder Möglichkeiten. Diejenigen die dann dies aus Prinzip ausschlagen, gehören eher zur Minderheit. Wie heißt es so schön: Gelegenheit macht Diebe.
Ich bin zwar noch nie "Fremd" gegangen, aber was heißt das schon. Entweder ich hatte keine passende Gelegenheit dazu oder mein Charakter hat dies nicht zugelassen. Dies kann dann jeder für sich selber entscheiden. Höchstwahrscheinlich ist aber bei dieser Frage die passende Möglichkeit der entscheidende Faktor. Wer diese Gelegenheit nie hatte, der brauchte auch nicht seinen Charakter unter Beweis stellen.
M,44
 
G

Gast

  • #16
Weil viele (nicht "alle"!) Frauen die Sexualität als ein Instrument ihrer Erziehungsmaßnahmen missbrauchen, wenn sie glauben die Beziehung wäre "im Sack".

Wird in der Beziehungsanbahnung noch heißer Sex als Lockmittel geboten, ändert sich dies dann schlagartig zum Bestrafungs- und Belohnungsmittel. "Glaubst Du wirklich, ich könnte mit einem Mann schlafen, der verpennt rechtzeitig den Müll runterzubringen"? Keine Ironie, selbst erlebt, Freunde berichten ähnliches.

M, kein Fremdgänger
 
G

Gast

  • #17
Für mich gibt es explizit nur einen einzigen Grund zum entschuldbaren Fremdgehen:

Nämlich, dass ich grundsätzlich keine Lust auf den Partner habe, weil dieser mich sexuell nicht mehr reizt. Solange Gefühle für den Partner vorhanden sind und mir Sex mit ihm Spaß macht, muss ich nicht ausserhäusig "tätig" sein. "Lust auf fremde Haut" ist für mich persönlich eine völlig schwachsinnige Aussage, denn Sex mit dem festen Partner bildet das Fundament einer funktionierenden Beziehung. Gibt es in diesem Punkt oder auch in anderen innerhalb der Beziehung Defizite, ist eine Trennung unausweichlich und dem Partner gegenüber ehrlich. Heimliches Fremdvögeln ist in meinen Augen sowieso das Allerletzte.

w50
 
G

Gast

  • #18
Für mich ist Fremdgehen vergleichbar mit, sagen wir, einem Ladendiebstahl. Das passiert doch meist nicht, weil ein Dieb sich die Ware nicht leisten könnte sondern weil es einen gewissen Reiz ausmacht sich etwas zu erschleichen, sich quasi einen Vorteil zu erspielen, auf Kosten anderer.

Vom Prinzip her ähnlich wie in einer Beziehung, ich möchte das Gesamtprogramm, die Sicherheit nicht aufgeben, halte mich aber nicht an die Spielregeln und ergauner mir ein wenig Spaß, nebenher.


Typische Fremdgeher täten meines Erachtens besser daran, max. eine offene Beziehung einzugehen oder gleich bei einer Affäre zu bleiben, alles andere ist Betrug am Partner und letztendlich an sich selbst.

Wer nicht ehrlich ist, wird auch nie den Wert absoluten, unerschütterlichen Vertrauens zwischen zwei Menschen erfahren.
 
G

Gast

  • #19
Ich kann dazu eigentlich eigentlich nur die Bücher vom Hans Jellouschek empfehlen. Der schreibt, über das Phantom Fremdgehen, sehr deutlich, detailliert und verständnisvoll, und jeder kommt zu seiner Zeit auf seine Kosten (Frau, Fremdgeher und Affärefrau).

Zwei Bücher die man gelesen haben sollte, egal ob man Single ist oder Mann oder Frau: "Die Rolle der Geliebten in einer Dreiecksbeziehung" und "Warum hast du mir das angetan?"
 
G

Gast

  • #20
Am Ende ist es nur die Frage nach Angebot oder Möglichkeiten.M,44

Das ist aber super einfach gedacht: Sexueller Reiz ist nun mal komplizierter als Ware, um durch bloße Angebot und Nachfrage bestimmt werden zu können.

Man geht nicht fremd, wenn man in einer glücklichen Beziehung ist.
Man geht nicht fremd, wenn man geistige Anziehung mit sexueller Anziehung gleichbedeutend wahrnimmt.
Man geht nicht fremd, wenn man erst durch geistiges Band jemandem auch körperlich wirklich attraktiv findet. Die geistige Nähe sehnt sich nach körperlicher Vollendung...

PS: Hatte Glück gehabt, einen solchen Partner zu haben, der hohe Ansprüche an Frauen hat.
W, 35+
 
G

Gast

  • #21
, jede Affaire belebt de facto die Beziehung.


Warum zerbrechen denn dann so viele Beziehungen am Fremdgehen? Das kann eine Chance sein eine Beziehung wieder zu beleben, aber in den meisten Fällen führt Fremdgehen doch zum Exitus.

Weiß dein Partner davon dass du fremdgehst? Dann wäre das ja eine offene Beziehung und kein Fremdgehen im eigentlichen Sinne. Wenn er es nicht weiß wie würde er darauf reagieren?

Hier gibt es nicht so viele Moralkeulenschwinger, aber vielleicht Menschen denen Fremdgehen nichts sagt oder nichts gibt. Ich kann es z.B. mit meinem Gewissen nicht vereinbaren einen geliebten Menschen zu hintergehen. Ich bin aber auch nicht empfänglich für Reize von außen wenn die Beziehung gut ist. ´

Wenn sie schlecht ist bin ich so stark damit beschäftigt Lösungen zu suchen dass sich die Beziehung in die ein oder andere Richtung kehrt. Aber es ist trotzdem interessant die Beweggründe von Fremdgängern zu kennen und das ganz ohne Wertung und Moralkeule.

w45
 
G

Gast

  • #22
. Diejenigen die dann dies aus Prinzip ausschlagen, gehören eher zur Minderheit. Wie heißt es so schön: Gelegenheit macht Diebe.
Ich bin zwar noch nie "Fremd" gegangen, aber was heißt das schon. Entweder ich hatte keine passende Gelegenheit dazu oder mein Charakter hat dies nicht zugelassen. M,44

Kann ich nicht ganz unterschreiben. Ich denke denen die Fremdgehen für sich prinzipiell ausschließen könnte jede Gelegenheit geboten werden, sie würden sie nicht nutzen. Also letztlich ist das zu einfach gedacht mit "Gelegenheit macht Diebe".

Wenn Fremdgehen nicht in mein Wertesystem passt kannst du mir einen nackten Mann vor die Haustüre legen und ich würde trotzdem nicht zugreifen. Und nur weil es die Mehrheit tut muss das ja für mich nicht auch passen. Ich kann ja auch meinen Charakter schon so gefestigt haben dass er durch die passende Gelegenheit nicht noch auf die Probe gestellt werden muss.

Und über Mangel an Gelegenheit muss man sich heutzutage nicht mehr beklagen. Per Internet kannst du dir auf Seitensprungseiten bequem von zu Hause aus einfach was aus dem Katalog raussuchen. Und wenn du nicht gerade aussiehst wie Rumpel aus der Tonne dürfte da immer was gehen. Also so viel Einsatz muss man heutzutage gar nicht mehr bringen. Du musst nur da suchen wo sich Gleichgesinnte treffen. Und ich finde das gut, weil die dann unter sich bleiben.


w45
 
  • #23
Gast 14

Als Moralistin weiß ich ganz genau was ich schreibe und es gibt für mich keine einzigen nachvollziehbaren Grund, warum jemand in einer Bindung seinen Partner hintergehen muss, wenn er sich auch trennen kann und dann erst seinen "Gelüsten" oder sonst was nachgeht, aber erst dann.

Ich habe und werde somit niemals Verständnis für Leute aufbringen oder diesen gar Ratschläge erteilen wie sie weiterhin ihren Partner legal und ohne schlechtes Gewissen weiterhin verar......
sorry, hintergehen können.

Gerade hier im Forum wird das Thema Treue und Ehrlichkeit ganz lustig wohl als Nonsens umgangen und hurtig fremdgegangen, Werteverlust non stop.

Und ich kann und werde es nicht verstehen, mal so in Versuchung zu kommen, auch wenn ich jemand anders liebe, was ein Schwachsinn hoch drei, sorry. Wenn ich liebe, bin ich zum fremdgehen erst recht nicht fähig und wer es ist liebt nicht wirklich - fertig.

Ein Fremdgänger ist und bleibt für mich ein Charakterschwein, niemand muss mit jemand anders ins Bett steigen um sich von seinen Beziehungsproblemen abzulenken, er kann sich auch trennen dann ist er sie ohnehin los inkl. Freiheit, sexueller Vielfalt und betrügt seinen Partner nicht, er hat ihm ja reinen Wein eingeschenkt und ich wiederhole mich, Hut ab vor Menschen, die "vorher" Farbe bekennen und sich trennen.

Besser ein Ende mit Schrecken, als beim "fremdgehen" ein Schrecken ohne Ende.
 
G

Gast

  • #24
Verbotene Früchte können manchmal unwiderstehlich sein.

Manchmal kann man sich nicht dagegen werden. Am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, mit der richtigen Person, ist es schwer solche Versuchungen nicht nachzugeben.

Es kommt auch immer darauf an wie sehr man seine Freundin liebt oder wie gering die Wahrscheinlichkeit ist, dass das jemals rauskommt.

Dann spielen noch andere Faktoren eine Rolle.

Ist es wirklich so schwer all das zu verstehen?
 
G

Gast

  • #25
Ist es wirklich so schwer all das zu verstehen?

Schwer zu verstehen ist, dass man seinem Partner danach noch in die Augen sehen kann und so begegnen kann wie immer. Ich war auch mal in der Situation, dass ich während meiner Beziehung einen Mann kennengelernt habe, der wirklich aufregend war. Das Sexualleben in meiner Beziehung war auf dem Nullpunkt für mich (mein Freund hatte da keine Probleme, jedenfalls zu dieser Zeit noch nicht, als ich mir Mühe gab, die sexuelle Spannung aufrecht zu erhalten).

Ich bin den Begegnungen mit dem aufregenden Mann aus dem Weg gegangen, obwohl ich dachte, dass es der aufregendste Sex meines Lebens sein könnte. Zwar denke ich heute noch manchmal dran, dass ich das gern mal erfahren hätte, aber ich weiß, wie das meinen Partner zerstört hätte, wenn er es erfahren hätte. Deswegen habe ich verzichtet. Ich hätte ihm auch nicht vorspielen können, dass alles so ist wie immer.

Die Versuchung kann ich schon verstehen, ich glaube, das wäre nicht mal das Schlimmste. Das Übelste dabei wäre, wenn ich entdecken würde, dass ich die ganze Zeit so belogen wurde und nichts gemerkt habe. Das Vertrauen ist halt total erschüttert, weil man denkt, man kriegt überhaupt nicht mit, was in der Beziehung nicht stimmt und mit wem man da zusammen ist (bzgl. "Lügner", nicht bzgl. "konnte Versuchung nicht widerstehen") Wie soll man denn je wieder die Sicherheit haben, dass man erkennt, dass des anderen Bedürfnisse nicht erfüllt werden? Zumal, wenn er lieber seiner eigenen Wege geht, statt was zu sagen?
Ich mag Menschen nicht, die aus Angst vor Stress in solchen grundsätzlichen Beziehungsdingen nicht die Wahrheit sagen, ich finde es feige, zumal ich auch nicht der Typ Mensch bin, der dann ausflippen würde oder sowas.
 
G

Gast

  • #26
Ich kann dazu eigentlich eigentlich nur die Bücher vom Hans Jellouschek empfehlen. Der schreibt, über das Phantom Fremdgehen, sehr deutlich, detailliert und verständnisvoll, und jeder kommt zu seiner Zeit auf seine Kosten (Frau, Fremdgeher und Affärefrau).

?"

Die Frage ist nur, wer da letztendlich am meisten draufzahlt. Ich finde es grenzwertig etwas als positiv zu verkaufen wenn es letztlich mehr Leid bringt als Freunde. Da ist auch Jellouschek ab ud an auf dem Holzweg. Fremdgehen ist für manche heute schon so ähnlich wie Unterwäsche wechseln.

Also ein Phänomen dass mittlerweile so oft vorkommt dass man es schon als völlig normal verkauft. Ist es aber nicht, egal was Jellouschek dazu schreibt.
Das eigene Wertesystem ist der Master, nicht irgendein blöder Ratgeber der von Benefit faselt und alles noch versucht ins rechte Licht zu rücken wenn man einen anderen Menschen belügt und betrügt.

w46
 
  • #27
Ich gehe nicht fremd, daher kann ich die Frage nicht verstehen.

Vorstellen könnte ich mir, dass Sex mit nur einer Person für manche Menschen problematisch ist. Was ich dabei nicht verstehen kann ist, warum man mit seinem Partner nicht darüber spricht, es kommt so oder so raus.

Mir persönlich genügt ein Sexualpartner - unter gewissen Bedingungen hätte ich allerdings nichts dagegen wenn es meiner Partnerin anders geht, solange ihr ein Lebenspartner genügt UND sie mit offenen Karten spielt.

Das schlimme daran wenn meine Partnerin fremd geht ist für mich eigentlich nicht, dass sie Sex mit einem anderen hatte sondern viel mehr, dass sie mein Vertrauen missbraucht hat.
 
G

Gast

  • #28
Ich frage mich warum einer überhaupt Fremdgehen muss?
Warum trennt er sich nicht und lebt ein sexbetontes ungebundenes Singleleben?

Erstens gehen nicht nur Männer fremd sondern auch Frauen.

Zweitens ist eine Trennung und Scheidung sehr teuer, sowohl emotional als auch finanziell und erst recht, wenn Kinder im Spiel sind.

Drittens können sich Menschen in einer Ehe bzw. im Laufe der Zeit so entwickeln, wie man es nie für möglich gehalten hätte und die Attraktivität geht verloren. In Kombination mit zweitens ziemlich unangenehm.

Viertens kann sich jeder heutzutage im Internet mit ein paar Klicks darüber informieren, was sexuell und beziehungsmäßig so möglich ist.

Fünftens weiß man in einer Affaire gar nicht, ob eine feste Beziehung dauerhaft besser als die alte, bestehende wäre.

Für mich kommt Fremdgehen prinzipiell nicht in Frage. Ich habe aber auch keine Verständnis dafür, wenn Partner sich gehen lassen und in Kauf nehmen, dass die Attraktivität verloren geht. Und damit meine ich nicht Gewichtszunahme in der Schwangerschaft oder Mann macht so viele Überstunden um das Eigenheim abzubezahlen o.ä. was sich nicht vermeiden lässt sondern die gesamte Persönlichkeit.
Da finde ich das Gegenteil genauso schlimm: Dass Partner denken, sie hätten einen im Ehe-Gefängnis fest gebunden und bräuchten sich keine Mühe mehr geben.

Notorische Fremdgänger, die mehrere "Beziehungen" parallel laufen haben und Polygamie für sich als Lifestyle ansehen, lasse ich mal außen vor. Da gibt es allerdings genügend Frauen, die auf so jemanden hereinfallen.

m
 
G

Gast

  • #29
Vorstellen könnte ich mir, dass Sex mit nur einer Person für manche Menschen problematisch ist. Was ich dabei nicht verstehen kann ist, warum man mit seinem Partner nicht darüber spricht, es kommt so oder so raus.

Weil Partner in der Regel mit Unverständnis, Ablehnung, Vorwürfen, Selbstvorwürfen, Hysterie, Gewalt, Selbstmord- oder Trennungsdrohungen usw. reagieren. Selbst dann, wenn sie selber genauso unter dem Sexdefizit in der Beziehung leiden! Aber der "Böse" ist immer der, der die Eier hat und es anspricht und etwas ändern will.

Zu einer offenen Beziehung gehören allerdings enorm viel Beziehungsarbeit, Toleranz, Selbstreflexion und Kompromissfähigkeit (es sollen ja alle damit zufrieden sein). Die große Freiheit, wie die meisten die es nicht praktizieren sich das so vorstellen, ist es nämlich nicht.
 
G

Gast

  • #30
Ich war mal mit einem notorischen Fremdgänger bekannt - er hat mir gesagt warum er es macht:
1. Weil es funktioniert
2. Weil seine on/off Partnerin seit 12 Jahren im "untenrum zu weit sei" (entschuldigung, das hat er wirklich gesagt)
3. Weil ihm alle Menschen egal seien.

Dabei zu bemerken ist, dass er ein alkoholabhängiger Uniformträger war der sich standing selbst bestätigen musste und ein Schmusetuch (wirklich !!) in der Tasche trug.

Meine Meinung dazu war, dass er äusserlich aussah wie ein muskelbepackter Adonis innerlich jedoch ein kleiner Junge war, der zitternd vor Angst in der Ecke saß.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Top