• #31
Hallo Void, danke für deine ausführliche Antwort zu meinen Fragen. Ich denke ich hätte besser definieren sollen, in welchen Bereichen ich mich überlegen fühle. Es sind keinesfalls gewisse Fähigkeiten, was jemanden besonders gut oder nicht kann. Es war immer so, dass ich als Frau Tipps zu schwierigen Situationen im Leben geben konnte, oder Dinge herausspürte, was ein Mensch in seinen Leben wirklich glücklich machen kann. Ich weiss das ganze klingt ziemlich abgehoben, aber ich habe es immer wieder so in meinem. Leben erlebt. Und es war immer ziemlich einseitig in dieser Hinsicht. Das meinte ich damit.

Also ich kann das gut verstehen. es ist auch so, bei mir war es auch so, wenn du einen Mann hast der dir allgemein an Weisheit und Charakterstärke und Problemlösungsfähigkeit und selbstvertrauen unterlegen ist, dann wird die Beziehung so enden das du die ganze Verantwortung am Hals hast.

Du wirst anfangen euer Schiff zu steuern, verdeckt oder offensichtlich. Im schlimmsten Fall kaust du einem eher unreifen Kerl alle möglichen Entscheidungen vor während der gar nichtrichtig in der Lage ist sich ordentlich in die Hineinzuversetzen geschweige denn soweit denken was du in deinem Leben bräuchtest um glücklich zu werden. So jemand wäre mit einer schwächeren Partnerin tatsächlich weit besser dran, weil er nicht in Gefahr wäre immer denkfauler zu werden..

Ich denke du brauchst eine Partner der gezeigt hat wie man sich selbst gut aufstellt, eine moralische Leitfigur und Stütze in seinem Freundeskreis darstellt und auch für dich eine echte Verbesserung was deine eigene Zukunft betrifft ... ansonsten kann er höchstens ein Samenspender sein und wird dich irgendwann anfangen zu Nerven wie ein Parasit und du fühlst dich immer irgendwie allein in der Beziehung.
 
  • #32
Dagegen habe ich schon studierte Männer kennen gelernt, meistens waren es Ingenieure, mit denen sich einfach kein gemeinsames Thema fand. Die hörten im Radio Mainstream Musik, lasen nie ein Buch und redeten ständig über ihren Job.

haben das Ingenieure an sich? Komischerweise habe ich identisch die gleichen Erfahrungen gemacht und ab Stand heute bin ich da kritisch was diese Berufsgruppe angeht. Da gibt es zu wenig Spielraum bei den Gesprächen. Generell die Techniker sind so...ich glaube das was ich vermisse ist die fehlende Offenheit/Neugierde.
 
  • #33
Auch lässt sich nicht sagen, alle akademischen Männer sind weich und feminin und Arbeiter maskulin - das wäre mir zu stereotypisch.

Nö. Das wollte ich nicht sagen. Akademiker sind für mich nicht automatisch intellektuell und besitzen auch nicht automatisch eine gute allgemein Bildung. Gerade Ingenieure, Ärzte oder Naturwissenschaftler sind nicht selten einseitig orientierte Spezialitäten die nicht zögern ihr Desinteresse an Themen außerhalb ihres Fachgebiets zu zeigen.

Weich und feminin würde ich Akademiker auch nicht pauschal bezeichnen. Aber eben nicht so speziell wie dein Ex oder andere Männer die dich weniger gelangweilt haben. Aber es gibt sicher auch sehr spezielle Akademiker in diesem Sinn. Soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit sind doch nicht wirklich Eigenschaften die du bei einem Mann suchst oder?

Das lässt sich nicht verallgemeinern.
Mein Ex, der einen Hauptschulabschluss hat, kann umfangreiche Kenntnisse in einem von uns beiden geliebten Musikgenre vorweisen.

Selbstverständlich können auch Nichtakademiker einem intellektuellen Diskurs folgen, mit überlegenen Allgemein- aber auch Fachwissen glänzen und stellen sich nicht selten schlauer als ein Akademiker an. Z.B. kenne ich mehr wirtschaftlich erfolgreiche Handwerksmeister als Akademiker. Joschka Fischer ist z.B. auch kein Akademiker.

Zur Künstlerszene habe ich inzwischen gefestigt die folgende Meinung: Es dominieren hier sehr viele Menschen die ihre inneren Probleme mit Kunst verarbeiten oder ausdrücken. Mit einem Partner aus dieser Szene kann man viel entsprechenden "Spaß" haben.

Schwarze Bekleidung als Ausdruck einer bestimmten Haltung ist mir durchaus bekannt. Ich messe dieser Kleidung aber weniger Bedeutung als der damit ausgedrückten Haltung zu. Die ist oft unangemessen elitär. Pseudointellektuelle die ihrerseits nur beschränkt kommunikationsfähige Spezialisten sind und dies auch gern demonstrieren. Auch nur Leute die sich durch Aus- und Abgrenzung selbst erheben wollen, weil sie es durch Leistung nicht schaffen.
 
  • #34
Ich glaub das nicht. man könnte es obverflächlich so sehen ABER :

Von meinen etwa 5-10 Exfreunden und Affären waren auch sehr viele dabei wo ich die gleichen Gefühle hatte.

Ich glaube es auch nicht - immerhin hat die FS aber inzwischen erklärt inwiefern sie sich überlegen fühlt.

Mit 5 - 10 Beziehungen kann ich nicht mithalten. Ich würde alles was unter 2 Jahren läuft als Beziehungsanbahnung/-versuche ansehen. Damit biete ich eine Beziehung plus 3 Versuche unter einem 1/2 Jahr und eine Anbahnung über einem Jahr aber keine Affären und ONS. Diverse Angebote habe ich aber abgelehnt. Damit ist auch die Zahl meiner sexuellen Kontakte klar.

Muss ich mich jetzt unterlegen fühlen?


Nicht alle. Aber sehr viele. Wenn diese dann ein Thema außerhalb ihres Fachgebiets entdecken gehen sie genauso einseitig heran. Z.B. kannte ich einen Ingenieur der hatte drei Interessen (sein Ingineurs-Fachgebiet was ihm irgendwann zu wenig und zu rational war, Schamanismus und der nahe Zusammenbruch der Umwelt). Alles andere war ihm zu banal. Seine liebste Ausdrucksform war der Monolog.
 
  • #35
Gegenseitiger Respekt in einer Partnerschaft ist doch etwas vollkommen normales.Ich gehe sogar davon aus das diese automatisch vorhanden ist wenn man zusammen bleibt. Aber mir erschließt sich trotzdem nicht warum davon ausgegangen wird wenn man als Frau besonders weiblich sich verhält und der Mann sein Mann sein auslebt,das es mit Unterdrückung,unterbutternd und Respektlosigkeit zu tun hat. HÄ ? Kapier ich nicht. Aber ich bin natürlich auch nicht so intelligent wie die meisten Fauen hier die natürlich jeden Tag "ihren Mann stehen " ...lol
 
  • #36
Mir ist noch was eingefallen, weil ich geschrieben habe, dass eher die Leute, die Sicherheit in ihren Lebenswegen ein Partner wären, der Ratschläge auch mal Dir geben könnte. Aber das ist so zu einseitig. Auch Leute mit Problemen, die sie aber selbst lösen und nicht eine Partnerin möchten, die ihnen Lebenstipps gibt, wären gute Partner. Die haben nämlich sogar Verständnis dafür, dass einer krumme Wege im Leben gehen muss, und wissen, wie schwierig es manchmal sein kann, die Richtung zu finden. Und die wissen, dass man dem anderen überlassen muss, was er tut, auch wenn man Ratschläge gibt. Also sie wollen keinen folgsamen Jünger, für den sie die Verantwortung übernehmen müssen.

Ich denke zwar, dass sich oft Partner gegenseitig "heilen" können, aber nicht einer nur den anderen und schon gar nicht, wenn einer mit dieser Grundhaltung in eine Beziehung geht, beim anderen Lebenshilfe geben zu können und das als Fürsorge und Liebe mitzubringen.
Wenn ich richtig liege, ziehst Du eine Menge Energie daraus, gebraucht zu werden in dieser Hinsicht. Zum einen brennt man schnell aus, weil meist nicht geguckt wird, ob was zurückkommt. Man meint, man würde was Gutes geben und gibt und gibt, aber dahinter steht das Bedürfnis, dasselbe auch zurückzukriegen. Nur ist der andere dazu gar nicht geeignet, weil er "geködert" wurde durch "hier ist jemand, der sich um dich kümmern wird, der besser als du weiß, was gut für dich ist". Und da muss ich auch sagen, dass das Letztere sehr unattraktiv ist für Menschen, die selbst denken und sich als autonom wahrnehmen, als Erwachsene sehen. Nur Menschen, die Führung suchen, fühlen sich damit wohl. Und das sind aber die, die keine Verantwortung übernehmen wollen und versagen, wenn es mal darum geht, dass sie den anderen auch führen sollen. In dem Fall ist es kein Wunder, wenn sich die Führungsperson irgendwann überlegen fühlt.

Interessant ist dann immer, die Familie zu betrachten. Manchmal musste sich der Mensch um jüngere Geschwister kümmern, manchmal war ein Elternteil schwach und wollte vom Kind Stütze, statt dass es dem Kind eine gewesen wäre, manchmal ist ein Elternteil sehr "gutmenschig", gibt dem Kind immer das Gefühl, überlegen zu sein, tadellos zu sein, allwissend zu sein, und zieht Liebe aus der Bewunderung durch das Kind. Wenn es Vater und Tochter sind und die Tochter zur Mutter kein so enges Verhältnis hat, prägt der Vater die Art des Liebe-Gebens und dann will die Tochter Liebe irgendwann genauso geben, wie sie sie vom Vater erhalten hat - die überlegene Person sein, die gütige, die dafür bewundert wird. Eigentlich sucht sie - mit dem durch den Vater entstandenen Männerbild - einen ebenso "guten Mann" wie der Vater ist, aber gibt auch selbst wie er damals und das funktioniert dann nicht, weil der Partner ja wie ein Kind behandelt wird, obwohl er eine Vaterrolle einnehmen soll.
 
  • #37
Auf einen Mann aufzuschauen möchte ich nicht. Ich möchte natürlich Stoltz auf ihn sein und möchte, dass er etwas aus seinem Leben macht aber ich möchte nicht auf ihn aufschauen. Ich schaute als Kind auf meinen Vater auf oder auf meinen Onkel, der Uni Professor war. Ich denke, dass es auch nicht mehr üblich ist eine Vater Tochter Beziehung als Erwachsene Frau zu führen. Man möchte doch mit dem Partner auf Augenhöhe sein und sich vielleicht auch auf eine Weise in dem Partner gespiegelt sehen.

Ich frage ab und zu meine Familie nach Rat. Auch frage ich manchmal meine Kinder, wie sie es sehen, weil es in meinen Augen zu vielen Themen auch nicht nur eine einzige Antwort gibt. Es bedeutet aber nicht, dass meine Kinder mir überlegen sind.

Ich hatte als Kind und Jugendliche sehr viel gelesen und so fand ich immer Männer toll, die sich auch für Bücher interessierten und mit ihnen konnte ich mich austauschen.
In der Uni war ich umgeben von vielen Anderen hochintelligenten Menschen und da habe ich mich nie überlegen gefühlt. Eher umgekehrt. Ich fühlte mich immer nicht gut genug und wollte immer besser werden und mehr erreichen und weiterkommen und die Anderen waren ähnlich. Im Gegensatz zu oft propagierte Meinung über 5-S-Theorie finde ich eine gewisse Selbstkritik und Selbstzweifel nicht schlecht. Es gibt sehr viele Gedichte und Weltliteratur über Menschen, die am Ende ihres Lebens festgestellt haben, dass sie nicht viel wissen.
Meine Ehrliche Meinung ist, dass Menschen, die sich immer und überall überlegen fühlen in ihrer Entwicklung zurückgeblieben sind. Es ist eher eine kindische Eigenschaft, die ich von meinen Kindern kenne. Fakt ist, dass niemand allwissend ist und kann nicht überall überlegen sein. Ich denke, dass du entweder eine Diktatorin bist oder eben noch sehr jung.
 
  • #38
Ich habe oft das Gefühl, dass ich mich den Männern, welche ich bis jetzt getroffen habe, mit der Zeit überlegen fühle.
Das täuscht. Diese Männer haben nur keine Lust auf tägliche Auseinandersetzungen mit einer Frau, die sich überlegen fühlt, obwohl sie einfach nur ein unverbesserlicher Dickkopf ist.

Ich hatte auch mal so eine: wendete ich mich an der Wegbiegung nach links, wollte sie rechts. Nachgeben kam für sie nicht in Frage, denn wo kämen wir hin, wenn die Frau tut, was der Mann sagt. Also nach rechts, am Sackgassenschild vorbei. Ich zeige darauf, sage: „schau mal!” Das ist nur für Autos, meint sie schnippisch und geht weiter. Kurze Zeit später kommt sie zurück und blafft mich an, warum ich ihr nicht gesagt hätte, daß es hinten nicht weitergeht, wenn ich es schon weiß, und sie nicht. Moralisch fühlte sie sich mir sicher wieder überlegen. But shit happens, hihi.
 
  • #39
Aber mir erschließt sich trotzdem nicht warum davon ausgegangen wird wenn man als Frau besonders weiblich sich verhält und der Mann sein Mann sein auslebt,das es mit Unterdrückung,unterbutternd und Respektlosigkeit zu tun hat

nein ich denke man muss diffrenzieren. Viele Frauen in Dt sind schon eher (auch wegen dem Beruf) männlicher im Auftreten. Gewisse weibliche Anteile (Sensibilität, Herzlichkeit, Empathie) werden hier eher unterdrückt und das sieht man auch im Alltag. Frauen (auch ich) wirken dann souverän und taff, sind es im inneren aber nicht immer. Schwäche wird selten gezeigt, weil es angreifbar macht. Ich denke auch ich sollte meine weiblichen und mütterlichen Anteile mehr ausleben. Dann hätten die Männer weniger Angst vor mir *g*

Es gibt aber auch Frauen, die machen absichtlich auf "Dummlein" und spielen sich richtig kindisch auf. Ja und wenn Frau auf schwach macht und andauernd, dann macht sie sich ja auch abhängig und zieht solche Typen an, die sie auch dominieren.

Ich denke die Mitte zu finden, wäre das beste. Beide Anteile zu vereinen und auch zu zeigen.
 
  • #40
Augenhöhe ist doch Quatsch. Politisch korrektes Wunschdenken.
Natürlich gibt es Dinge, die ich besser kann als meine V. Und selbstverständlich gibt es Situationen, in denen ich sie bewundere, weil sie etwas löst, was bei mir zu einem erbitterten Rechtsstreit führen würde. Oder für ihr menschliches Verständnis. Dafür bin ich ein starker alter Bär, der nicht freiwillig nachgibt. Sondern aus dem Weg geräumt werden muss.
So haben beide ihre besonderen Stärken. Und beide bringen auf ihre Art und Weise immer wieder Topleistungen zustande, für die sie bewundert werden. @frei kann sich vielleicht noch auf die Podest Diskussion entsinnen.
Wir haben beide voneinander gelernt, ohne unsere Stärken und unsere Persönlichkeit zu verlieren.

Schwierig wird es allerdings, wenn einer von beiden der Ansicht ist, nichts vom anderen lernen zu können. Was dann aber nicht die eigene Perfektion aufzeigt, sondern Anfängerfehler bei der Auswahl.
 
  • #41
Ich hatte auch mal so eine: wendete ich mich an der Wegbiegung nach links, wollte sie rechts.

Solche Frauen haben ein übersteigertes Bedürfnis souverän und taff zu wirken. Es geht ihnen um Autonomie um jeden Preis. Auch hier liegt der Schlüssel in der Regel in ihrer Kindheit.

Frauen (auch ich) wirken dann souverän und taff, sind es im inneren aber nicht immer. Schwäche wird selten gezeigt, weil es angreifbar macht. ... Dann hätten die Männer weniger Angst vor mir *g*

Zunächst ein kleiner Exkurs zu deinem Sternzeichen

Die Widderfrau
Sie ist schwer zu ergründen. Sie wirkt kühl, entrückt, unzugänglich, und man könnte manchmal den Eindruck gewinnen, sie habe etwas gegen Männer.

Manchmal passt die astrologische Einschätzung wunderbar.

Aber vom folgenden bist du wahrscheinlich auch nicht ganz frei:

Es gibt aber auch Frauen, die machen absichtlich auf "Dummlein" und spielen sich richtig kindisch auf.

Du machst sicher nicht auf Dummlein. Eventuell versuchst du dich aber beim "richtigen" Mann mädchenhafter als im Alltag zu geben (?).

Der "richtige" Mann war und ist (?) für dich ein oberflächlich starker Mann (Testosteronmacker). Im Gegensatz zum Softie ein Mann zum anlehnen (theoretisch).

Leider bieten die meisten dieser Männer in ihrer harten Schale keinen weichen sondern einen instabil ambivalenten Kern. Damit das niemand entdeckt können sie sich nicht einlassen und wechseln lieber. Also doch nichts zum anlehnen.

Wenn eine Frau dies entdeckt ist sie enttäuscht aber fühlt sich ggf. In gewisserweise auch überlegen.

Ich denke auch ich sollte meine ... mütterlichen Anteile mehr ausleben.

Das würde weniger bewirken, dass Männer keine Angst mehr vor dir haben, als, dass du ggf. keine äußerlich "harten Jungs" mehr bevorzugst.

Wo ist jetzt der Bezug zur überlegenen Frau? Sie sucht jemanden zum Anlehnen. Sie findet aber niemanden.
 
  • #43
Es war immer so, dass ich als Frau Tipps zu schwierigen Situationen im Leben geben konnte, oder Dinge herausspürte, was ein Mensch in seinen Leben wirklich glücklich machen kann.

Na wenn das der Grund ist...
Außenstehende können das oft sehr gut. Aus neutraler Position oder von der Metaebene heraus beratend ist nun wirklich keine Kunst. Nur vielen machen es nicht, weil sie sich nicht einmischen möchten. Insgesamt finde ich Dein Menschenbild, Dein Mannesbild seltsam.
 
  • #44
Man sieht ja schon an den Antworten, wie unterschiedlich die Menschen sind und vor allem die vermeintliche Überlegenheit definieren. Ich bin inzwischen sehr viel demütiger geworden, weiß ich doch, dass sogar der Dorfdepp noch irgendwas beherrscht, um in diesem Gebiet mir überlegen zu sein. Was mir an deiner Frage auffällt ist, dass Du es versäumt hast genau zu schreiben, wo Du überlegen ggü. den Männern bist, mit denen Du dich triffst. Weiter unten schreibst Du dann, dass Du ein vermeintlich guter Ratgeber in Krisensituationen anderer Menschen wärst. Eine sehr gewagte These, da jeder Mensch ganz andere Bedürfnisse und Verhaltensweisen hat um mit seinen Problemen umzugehen. Da gibt es dann die fitten Männer wie Frauen, die das ganz gut schaffen und andere, die sich damit schwerer tun.

Ich selber bin (leider) immer ein bisschen nerdig unterwegs. Es gibt viele Sachen, wo man sich sehr gut mit mir unterhalten kann und andere, wo ich eine absolute Niete bin. Ich mag zwar sehr belesen sein, aber natürlich kenne ich nur einen kleinen Teil der Literatur. Das Leben ist zu kurz, um alles zu kennen. Du kannst dich mit mir über Musik unterhalten, aber bei Jazz wirst Du ganz schnell an meine Grenzen kommen, weil ich das einfach nicht mag. Ich mag zwar klassische Musik, aber in eine Oper wirst Du mich nicht bekommen, weil ich mich nicht dafür interessiere. Wenn man sich selber ganz objektiv betrachtet, wird man feststellen, dass man viel mehr nicht kann, als einem lieb ist. Vieles ist ganz bedeutungslos, also Mut zur Lücke.

Die Frage, die ich mir gerade stelle, ob ich in meinem Leben einen weiblichen Erklärbär benötige oder eine Frau, die glaubt zu mir aufsehen zu müssen. Ich denke eher nicht, mein Leben ist OK und Krisen gehören nunmal dazu. Eine aufschauende Frau finde ich ziemlich anstrengend. Ich möchte eine, die aktiv ist, selber interessante Vorschläge macht und mit der man zwanglos gern zusammen ist. Das ist gar nicht so einfach zu finden, aber ich habe inzwischen Glück gehabt. Im Gegensatz zu dir bin ich allerdings auch nicht so unterwegs, meine weiblichen Mitmenschen als niederwertige Würmer zu betrachten, denen ich haushoch überlegen bin. Selbst wenn es so bei einzelnen Frauen wäre, würde ich es sie nie spüren lassen. Das nennt man Toleranz.
 
  • #45
Zunächst ein kleiner Exkurs zu deinem Sternzeichen

Die Widderfrau
Sie ist schwer zu ergründen. Sie wirkt kühl, entrückt, unzugänglich, und man könnte manchmal den Eindruck gewinnen, sie habe etwas gegen Männer.

Ein anderes zur Widderfrau:

Widder-Frauen sind optimistisch und Unternehmungslustig. Widder-Frauen waren wahrscheinlich immer schon emanzipiert, selbst lange, bevor dieser Begriff überhaupt entstand. Sie entsprechen dem Typus der kämpferischen Amazone. Sie ist eine Frau, die weiß, was sie will und sich das auch nimmt, einfach weil es ihr zusteht – soweit zumindest ihrer eigenen Meinung nach.

Die Sterne, meine Güte.
Later, Laterne, Sonne, Mond und Sterne

m48
 
  • #46
nein ich denke man muss diffrenzieren. Viele Frauen in Dt sind schon eher (auch wegen dem Beruf) männlicher im Auftreten. Gewisse weibliche Anteile (Sensibilität, Herzlichkeit, Empathie) werden hier eher unterdrückt und das sieht man auch im Alltag. Frauen (auch ich) wirken dann souverän und taff, sind es im inneren aber nicht immer. Schwäche wird selten gezeigt, weil es angreifbar macht. Ich denke auch ich sollte meine weiblichen und mütterlichen Anteile mehr ausleben. Dann hätten die Männer weniger Angst vor mir *g*

Es gibt aber auch Frauen, die machen absichtlich auf "Dummlein" und spielen sich richtig kindisch auf. Ja und wenn Frau auf schwach macht und andauernd, dann macht sie sich ja auch abhängig und zieht solche Typen an, die sie auch dominieren.

Ich denke die Mitte zu finden, wäre das beste. Beide Anteile zu vereinen und auch zu zeigen.

Das trifft me auch auf viele Männer zu: dass sie ne taffe oder harte Maske tragen um nicht unterzugehen, und darunter weich und verletzlich sind. Und das ist doch schoen. Menschlich halt...
 
  • #47
Augenhöhe ist doch Quatsch. Politisch korrektes Wunschdenken.
Augenhöhe ist genau das, was Du selbst in dem Beitrag weiter unten geschrieben hast und nicht, dass beide alle genau gleich gut können. Der eine kann dies, der andere das und keiner hat das Gefühl, er könne was Wichtigeres oder wäre mit seinem Können "höher" als der Partner.

Nur die Frau, die aufschauen will, die möchte ja gern, dass in bestimmten Bereichen der Mann über jeden Zweifel erhaben ist. Wenn sie aber selbst schon firm darin ist, vergleicht sie vermutlich immer wieder, ob er es wirklich besser drauf hat als sie, ob er wirklich "weiser" oder intelligenter ist. Und irgendwann macht er was falsch und ist vom Sockel gefallen.
 
  • #48
Ein herauf- oder herabblicken würde vollendete Analysen eines Gegenübers implizieren. Ist das möglich? Nein. Im Grunde darf ein etwaiges Unter- bzw. Überlegenheitsgefühl als Ausdruck individuellen Mangels verstanden werden. Was ist mit der (metaphorisierten) Augenhöhe?
 
  • #49
Es war immer so, dass ich als Frau Tipps zu schwierigen Situationen im Leben geben konnte, oder Dinge herausspürte, was ein Mensch in seinen Leben wirklich glücklich machen kann. Ich weiss das ganze klingt ziemlich abgehoben, aber ich habe es immer wieder so in meinem. Leben erlebt. Und es war immer ziemlich einseitig in dieser Hinsicht. Das meinte ich damit.

Nun, wo ist das Problem? Das ist ein Bereich, in dem die meisten Frauen "besser" sind als viele Männer. Es ist doch häufig so, dass Frauen sich mehr mit Selbstfindung und ihrer emotionalen Seite beschäftigen, während Männer sich eher um ihre Karriere und Sport kümmern. Und es ist nicht ungewöhnlich, dass Männer bei persönlichen oder emotionalen Problemen gern den Rat ihrer Partnerin einholen, weil sie mit Freunden solche Themen nicht besprechen.

Die Frage ist für mich, warum du daraus eine generelle Überlegenheit ableitest. Willst du die Stärken nicht sehen? Oder bist du eher der devote Typ und möchtest in allen Bereichen des Lebens dominiert werden?
Aber - ehrlich gesagt - jeder hat seine Schwächen oder schwache Momente. Mir wäre es zu anstrengend, immer und durchgehend die harte Schale ggü. meiner Partnerin zeigen zu müssen.
 
  • #50
Ein herauf- oder herabblicken würde vollendete Analysen eines Gegenübers implizieren.
Dem will ich widersprechen. Der, der herab- oder heraufblicken "will", hat das "naturgegeben" als eigene innere Haltung zu anderen und testet die, die ihn interessieren.
Wenn er keinen "über sich" sucht, sondern nur "nach unten" sieht, muss er nicht mal testen, er weiß um seine "Überlegenheit". Mir sind Pfarrer, Lehrer und Männer begegnet, die ohne Prüfen der Person dachten, sie seien "höher". Alle Menschen waren "Schäfchen", Schüler, und im Fall der Männer waren alle Frauen kindgebliebene Ausgewachsene, während die Männer, die richtigen Erwachsenen waren, die was zu sagen haben und wissen, wo es langzugehen hat. Ist nicht nur Schuld der Männer, sehr viele Frauen wollen sowas auch, einen Mann, der ihnen Halt gibt, die richtigen Entscheidungen trifft. Je nachdem, in welcher Hinsicht die Frau den Mann im Speziellen braucht, wird es kompliziert, so einen zu finden. Der wird ja getestet, ob er das, was die Frau essentiell zum Haltgeben braucht, auch bringt. Bei Intelligenz lässt sich da vielleicht noch wer finden, aber bei Empathie? Ich denke, das wird schwer, weil mein Eindruck ist, dass die sichtbar empathischen Männer entweder durch ihre langjährig vorhandene Beziehungspartnerin dahingehend was gelernt haben, oder aber sie sind nicht besonders "männlich" im Auftreten und vielleicht auch Aussehen, so dass die Männersucherin hier wieder was auszusetzen hat. Einer, zu dem man aufblicken will, soll meist auch groß und stark sein und so rüberkommen.

Es ist das, was man meint, dass es einen ausmacht und heraushebt über andere. Z.B., wenn man denkt, man sei einfühlsamer und könnte supergut aus Menschen herausspüren, was sie glücklich macht und was sie tun müssten. Das kann durchaus in den Fällen stimmen, wenn Leute verwirrt sind und Zuspruch brauchen, um ihren Weg zu finden oder um mal ne Idee zu bekommen, was sie tun könnten.
Irgendein Kabarettist, ich weiß nicht mehr, wer, brachte neulich einen Vergleich: Mit der Bahn fahren und daher denken, alle Menschen seien Bahnfahrer. Soll hier heißen, wenn jemand ein Sammler verwirrter Menschen ist, glaubt er vielleicht, dass ALLE so sind, dabei sieht er die anderen nur nie. Und weil es ihm die wichtigste Eigenschaft an Menschen ist, braucht er zum Aufschauen einen, der das noch besser kann, und als Partner einen, der diese Eigenschaft sehr braucht und schätzt.
Aber wenn man unbewusst ein "Therapiepatienten" sucht, wird das nicht plötzlich ein "Therapeut", weil man das gerade braucht.

Dem, dass es Ausdruck eines Mangels ist, stimme ich zu. Selbstwertgefühl fehlt, wenn man meint, man müsse mit seiner Überlegenheit bei anderen beeindrucken und werben.
 
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