• #31
Klappe halten und geniesen.
Deinen Mann auch nichts von der Affaire erzählen wenn es vorbei ist.
Also noch mal: Eine Lady geniest und schweigt. Nicht alles muss ans Tageslicht.
 
  • #32
Guten Morgen

Was du beschreibst, ist der Prozess deiner inneren Entwicklung in deiner Partnerschaft.
Du trägst augenscheinlich ein bislang unbefriedigtes Bedürfnis mit dir herum, das nach aussen drängt und das du nun in der Affäre mit einem anderen Mann kompensierst, denn so wie du formulierst und dich in der Situation darstellst, ist dir entweder nicht bewusst, was das eigentliche Bedürfnis ist oder du hast es nicht hier beschrieben.
Daher rührt auch, dass du beschreibst, dass es sich einerseits gut anfühlt, du andererseits aber Schwierigkeiten mit deinem Partner hast im Umgang mit deinem Erleben.

Der erste Schritt ist, ehrlich zu dir selbst zu sein und dir bewusst zu werden, was du wirklich möchtest.

Erst dann kannst du damit überhaupt deine Partner konfrontieren.

Die weitere Entwicklung deiner Partner wirst du in Verantwortung für dich selbst annehmen müssen. Das hindert keine weitere Entwicklung deinerseits.

Zusammenfassend und bezogen auf die Partnerschaften:

Du bist in einer noch sehr unbewussten Trennungsphase. Was du erlebst, wird dir ggf. in anderer Kompensation wieder geschehen, wenn dein Bedürfnis unbefriedigt bleibt.
Die Lösung hierfür liegt in dir und ist von Partnerschaft unabhängig.

Ich wünsche dir den Mut und die Offenheit, genau hinzusehen.

freiraum
 
  • #33
Liebe FS,
es fühlt sich für Dich nicht unrichtig an, weil es Deinem Wertesystem entspricht, egoistisch zu sein, zu tun was Du willst und auf dem Weg dahin Deinen Partner aus Feigheit zu belügen und zu betrügen.

Ich habe kurioserweise auch noch das idiotische entschuldigende Gefühl, dass ich meinem Partner damit ja nichts wegnehme. Ich liebe beide Männer auf sehr verschiedene Art. Nur - mein Partner weiß eben nicht, dass da noch ein anderer Mann ist. Und ich kann es ihm nicht sagen, es würde ihn zu sehr verletzen

Doch, Du nimmst Deinem Partner etwas weg, nämlich die Entscheidungsfreiheit, ob er
- mit einer promisken Frau zusammenssein will. Du belügst ihn und zwingst ihm das daher auf.
- gesundheitliche Risiken eingehen will und sich bei Dir mit sexuelle üübertragbaren Krnakheiten infizieren will
- ob er mit einer Frau zusammen sein will, die ihn belügt und betrügt
- ob er mit einer feigen Frau in einer Partnerschaft sein will, denn das ist eine weiterreichende Charaktereigenschaft, die sich nicht nur auf das Sexuelle bezieht sondern auf jede Art von Konflikt.

Es wird ihn noch viel mehr verletzten, wenn er selber dahinter kommt - weiß icch aus eigener Erfahrung und auch, dass das für den betrügenden Partner dann nicht gut ausgeht, wenn die Wut darüber sich frei entfaltet.
 
  • #34
Uff, ganz ehrlich Ich_weiblich?!
Ich versuche freundlich zu bleiben!

Wenn du keine monogame Beziehung möchtest, sondern poliamor leben möchtest, dann suche dir doch Jemanden der darauf Lust hat! Die gibts zu Hauf! Aber, wenn du dich auf eine monogame Beziehung einlässt, die Vereinbarung brichst in dem du heimlich Sex mit Jemand anders hast, hast du deinen Partner betrogen. So und nicht anders! Es geht, wie du ja selbst heraus gefunden hast um reine Selbsterfahrung bei einem Seitensprung!

Ich sage dir wie es mir dabei gehen würde: Ich würde mich belogen, betrogen, getäuscht und für Dumm verkauft vorkommen! Ich wär furchtbar traurig, desillusioniert und wütend gleichzeitig. Da würde es mir den Boden unter den Füßen weg ziehen!
Vielleicht hilft das deine Empathie wieder zu finden und was du folgend damit machen willst ist deine Sache.
 
  • #35
Er verliert dadurch nichts, im Gegenteil, ich bin gelöster und entspannter. Für mich bedeutet Sex nicht gleich Liebe, ich kann das sehr wohl trennen.

Heisst du jetzt Eulodia?! Naja, deine letzte Aussage stimmt nicht mit deiner Ausgangsposition überein:
"Ich liebe beide Männer auf sehr unterschiedliche Art..."

Du bist gegen Mauern gerannt und wolltest dich dagegen wehren.................... Und jetzt soll dein Partner selber Schuld sein, dass er sich das Schlamassel mit dir eingebrockt hat?! Hat er dich in einen Sack gepackt und gesagt: Du lebst jetzt eine monogame Beziehung mit mir! Und du konntest dich dagegen nicht wehren? Brauchst du Hilfe, sollen wir Amnesty International anrufen?
Ich finds tapfer, dass du den shitstorm ausbadest, aber werd jetzt nicht trotzig und überheblich, das ist ganz schön demütigend deinem Partner gegenüber!

Du bist nicht hergekommen weil du an deiner Situation etwas ändern willst, du wolltest dich auspeitschen lassen, weil du dachtest du kannst so etwas Buße tun. (nein ich bin kein Christ...)
Nimms hin wie ein großes Mädchen!
 
  • #36
Ich bin überzeugt - wir alle lügen täglich und basteln uns die Wahrheit nach Belieben zusammen.

Hm. Das ist vielleicht in deiner Welt so.
Lustig ist dabei, dass du genau das, was du inhaltlich sagst, in diesem Satz auch noch praktisch tust. Du bastelst dir eine eigene Wahrheit zusammen: "ich bin überzeugt, wir alle lügen täglich". Ja, das ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass wir auf die Höflichkeitslüge in der Gesellschaft nicht verzichten können, es ist die Grundlage aller Diplomatie. Damit ist aber nicht gemeint, andere absichtlich und bösartig zu hintergehen. Du hast da was falsch verstanden!
Ich glaube, du hast einfach noch keine Ahnung, was eine ernsthafte Partnerschaft ausmacht. Und ja sicher, du kannst selbst entscheiden, ob du mit ein, zwei, drei oder 15 Männern gleichzeitig schlafen willst, wenn dir das so wichtig ist. Du hast recht, Liebe ist nicht gleich Sex.
Wenn er aber ausdrücklich monogam leben will und du in eine Beziehung eingewilligt hast, dann ist alles, was du gerade tust, ihn bösartig, wissentlich zu Hintergehen. As simple as that. Ihn zu quälen hat nichts mit Liebe zu tun. Dies würde nun aber passieren, wenn du es ihm sagen würdest. Welchen Fehler hast du denn nun gemacht?
Der einzige Fehler ist, dass du deinen Hauptfreund unbedingt als Partner haben wolltest, obwohl von vornherein klar war, dass eure Wertvorstellungen nicht zusammen passen. Dann müsstest du ihn jetzt nicht hintergehen. Du kannst nicht eine Beziehung führen, die nicht passt, und gleichzeitig total entgegengesetzt leben. Das wird auch dich zerstören, wie das richtige Leben im Falschen.
Ich denke, die Zeit wird es für dich richten.
Auch du wirst merken, dass sowas eben das Gegenteil von zuverlässiger Partnerschaft ist. Dinge heimlich hinter dem Rücken tun. Wir unterschätzen das gelegentlich, wie wichtig Zuverlässigkeit in der Partnerschaft für unser "Seelenheil" ist. Wichtiger noch als Liebe. Jemand der hintergeht, ist nicht zuverlässig. Nun willst du das vielleicht auch gar nicht sein, weil du das für einen spießigen Wert hälst und außerdem lässt du dich auch nicht in ein Schema pressen (herrje, diesen pubertären Spruch haben schon so viele gebracht, dass die Leute alle in dieses Schema passen), aber dein Partner verlässt sich auf dich, und du missbrauchst sein Vertrauen. Weil er es eben nicht weiß.

Jede Situation im Leben soll uns etwas zeigen, damit wir reifen. Ich glaube, du bist genau in diesem Prozess und musst deine Erfahrungen da noch machen. Du hast übrigens in der Hand, was für ein Mensch du sein willst.
 
  • #37
. Dann wären wir wohl alle drei unglücklich.

Moin,

liebe FS,
in dieser Dreierkonstellation haben alle ein Recht auf Wahrhaftigkeit und auch du. Wenn du deinem Mann deine Gefühle verschweigst, dann belügst du dich und auch ihn. Unbewusst wird er über kurz oder lang Disharmonien spüren und eure Ehe wird ins Wanken geraten. Dann, zu einem späteren Zeitpunkt die Wahrheit zu erfahren, ist viel schmerzlicher und hinterlässt eine ganze Menge verbrannte Erde. Zudem klaust du deinem Mann Lebenszeit.

Wenn du frei sein möchtest, dann befreie dich auf dem richtigen und geraden Weg.
Du konstruierst dir deine Freiheiten, um dich aus der Verantwortung zu stehlen. Bedenke, dass dein Mann auch ein Recht auf seine Freiheit hat. Die Freiheit, zu entscheiden, ob er dich mit einem anderen teilen möchte, die Freiheit, seine Vorstellung von Liebe leben zu können.
Ihr hattet doch sicher zu Beginn eurer Beziehung eine Abmachung über die Höhe der Teilnehmerzahl in eurer Gemeinschaft?! Nun hast du dich geändert, andere Erfahrungen gemacht und die Basis, die ihr einvernehmlich erschaffen hat, ist nicht mehr vorhanden. Du bist aus dem Zweierteam ausgestiegen. Da versteht sich von selbst, dass du deinen Mann darüber informierst.
Ich wünsche dir Mut für den richtigen Weg.
 
  • #38
Ich weiß aber, dass es die Mehrheit der Menschen in unserer Gesellschaft anders sieht - da ist eben dieser Besitzanspruch....

Die Frage ist doch, wie Dein Partner das sieht, wie Du das siehst und wie ihr beide das für eure Beziehung seht. Der Rest der Gesellschaft ist unerheblich. Du kannst hier im Forum lesen, dass auch die Foristen dazu unterschiedliche Sichtweisen haben.

Letztlich ist es doch so, als würde Dein Partner monatlich einen Betrag von Deinem Konto abheben, weil er weiß, Du schaust nicht regelmäßig in Deine Auszüge und merkst es nicht sofort, aber vielleicht irgend wann einmal.

Ich persönlich finde diesen "Besitzanspruch" auch fraglich, weil ja im Grunde kein "Eigentum" verloren geht oder beschädigt wird. Aber es ist eben doch eine "Nutzung", die man mit den Beteiligten absprechen sollte...
 
  • #39
2. Ich habe lange überlegt, was die größere Verletzung für ihn wäre - es zu wissen oder es nicht zu wissen.
Also falls der Betrüger dann trotzdem in der Partnerschaft bleibt, statt - weil er seinen ahnunglosen Partner nicht verletzen will - einfach zu gehen, ohne von der Affäre zu erzählen, will ich mal fragen:
Sollte ein erwachsener, autonomer Mensch das nicht selbst entscheiden dürfen, ob ihn was verletzt oder nicht? Und sollte er die Verletzung dann nicht aushalten können?
Man ist doch nicht mehr Kind, wo Mutter und Vater entscheiden, was gut für einen ist und einen bewahren müssen vor Leid, das nunmal passieren kann im Leben. Ich möchte keinen Partner, der mir nicht zutraut, die Kraft zu haben, mit sowas umgehen zu können, und selbst meine Entscheidungen zu treffen, wenn sich die Beziehung grundlegend ändert.

Es ist doch die größte Lüge, dass man seinen Partner nicht verletzen will. Man will keinen Stress, man will nicht, dass man ihn verliert, deswegen entscheidet man für ihn, was er wissen darf und was nicht, und macht ihn damit zum Kleinkind, dem man den Weihnachtsmann nicht wegnehmen darf. Einfach nur aus ganz egoistischen Gründen. Wenn das wenigstens mal zugegeben würde, aber nee, es kommt IMMER dieses scheinheilige "es würde dich verletzen, deswegen bin ich so weitsichtig und lieb, dass ich dir das nicht erzähle". Ok, wenn man denjenigen nicht verletzen will, MUSS man das auch wirklich nicht erzählen. Man kann sich einfach so trennen, ohne es zu erwähnen. Wie wäre das?
Ich bin überzeugt - wir alle lügen täglich und basteln uns die Wahrheit nach Belieben zusammen.
Das hat @NormaJean schon geschrieben: Damit ist aber nicht gemeint, andere absichtlich und bösartig zu hintergehen.

Ginge es um Materielles, würde man verklagt. Ist das so schwer, es auf die emotionale Eben zu bringen, dass auch hier der Betrug verwerflich ist? Auf Vertrauen wird in unserer Gesellschaft sehr geschi ... gepfiffen. Überall, Wahlversprechen, Geldgeschäfte, Autoabgase, Lasagne, Gammelfleisch .... Daher kommt es einem wohl richtig vor, dass man sich ohne Bedenken Vorteile verschafft, indem man andere übers Ohr haut.
Wo man die Grenze setzen sollte, dafür gibt es keine Regeln.
Doch, natürlich. Versuch es auf anderer Ebene, z.B. beim Verkauf von irgendwas, jemanden zu verarschen, und Du landest vor Gericht, wenn Du die Regeln dabei nicht beachtest.
Ich finde nichts wirklich Schlimmes dabei, MEINE Sexualität nicht auf meinen Partner zu beschränken.
Daran ist auch überhaupt nichts Schlimmes. Darum geht es auch nicht. Es geht nicht darum, dass Du Sex mit anderen hast, sondern dass Du das Vertrauen eines anderen Menschen missbrauchst. Das sind zwei völlig verschiedene Themen.
 
  • #40
Liebe Erstellerin,

wie Dir bereits von mehreren Seiten mitgeteilt wurde, nimmst Du Deinem Partner sehr wohl etwas weg:

Die Entscheidung, ob er mit jemandem mit Deiner Lebenseinstellung zusammen sein möchte oder nicht. Ich persönlich halte die Tatsache, dass Du ihm Zeit stiehlst die er mit der Suche nach einer womöglich geeigneteren Partnerin verbringen könnte für ein durchaus gewichtiges Vergehen.

Deinen festen Partner zu entmündigen, indem Du ihm seine Entscheidungsfreiheit (oh Wunder, zu Deinen Gunsten) nimmst, ist gewiss kein Anzeichen von Liebe.

Selbstverständlich gehört Dein Körper Dir, die Lebenszeit Deines Partners ist allerdings die seine. Bitte räume ihm doch ebenfalls die Möglichkeit ein, darüber frei zu entscheiden. Gleich wie man über Monogamie denken mag, wünscht sich Unehrlichkeit doch keiner.
 
  • #41
Liebe FS,
ich glaube Du machst einen grundsätzlichen Denkfehler.
Dein Körper gehört Dir, ja. Absolut richtig. Aber bedeutet das nicht, dass Du für Dich frei entscheiden willst, was Du mit deinem Körper machst?
Genau diese Entscheidung nimmst Du deinem Partner ab, weil er nicht alle Informationen (auf rationaler und emotionaler Ebene) hat, somit er für sich eine Entscheidung treffen und für sich Verantwortung übernehmen kann um so seine eigene Freiheit für sich auszuüben.
Wenn Du eine offene Beziehung führen willst, dann kein Problem, mache es, aber informiere deinen Partner. Also bitte gleiches Recht für alle. Sein Körper gehört ihm und er hat das Recht informiert zu werden, in welchen Rahmen er ihn einsetzt.
Dir alles Gute
W 49 (nicht Muttersprachlerin)
 
  • #42
Liebe FS, "Fremdbeziehung haben" erzeugt hier harte Allergien. Wahrscheinlich ist das auch gut und richtig. Ich stand schon mal auf beiden Seiten einer solchen Geschichte. Beide Seiten haben zerstörerisches Potential. Aber betrogen werden ist schlimmer. Paß auf, was Du tust. Wer mit dem Teufel ißt, braucht einen langen Löffel.
 
  • #43
Wir können niemanden so sehr belügen, wie uns selbst. Es ist OK für dich, mir mehreren Männern zu schlafen und dennoch erzählst du es nicht deinem Freund. Nicht, weil du ihn nicht verletzen willst, sondern weil er aufhören würde, dich zu lieben. In Wirklichkeit liebt er eine andere Frau, Frau, die nicht mit mehreren Männern schläft. Das spürst du, deswegen versuchst du dir eine Philosophie zurechtzubasteln, die deine tatsächliche Gefühlslage erträglicher macht. Du betrügst nicht ihn, du betrügst dich selber, weil du nicht zu dir und deinen Bedürfnissen stehst.
 
  • #44
Ich finde jede,r kann polygam, monogam, homosexuell, singlistisch oder mit Katze zusammen leben.
Alles OK in einem freien Land.
Wenn Du mehrere Männer gleichzeitig willst, bietet Dir das Internet alle Möglichkeiten...

Mir gehts hier um was anderes:
Du verraetst Deinen Freund.
Du missbrauchst sein Vertrauen.
Gerade, da Du ja weisst, dass ihm Monogamie wichtig ist und er die leben will, beluegst Du ihn in einem für ihn sehr wichtigen Punkt.
Das ist schäbig.
Oder weisst Du nicht,cdass Du ihn damit heftig schädigen kannst, wenn er es erfährt. Es wird seine zukünftigen Beziehungen alle mit Misstrauen belasten. Vielleicht wird er sogar beziehungsaengstlich dadurch.

Ehrlich waere gewesen, ihm vor einem Betrug reinen Wein einzuschränken wie Du tickst, was Du brauchst und dass er Konkurrenz hat. Dann hätte er reagieren können.
Du demuetigst ihn.

Warum es sich "nicht falsch" anfühlt? Du bist in der up Position. Hast zwei Optionen. Kannst spielen.
Was Du nicht hast ist Empathie und den altmodischen "Anstand".
Ich wünsche Deinem Freund, dass er ne loyale, ehrliche Frau kennenlernt.
Ob Du dann noch soviel Spass mit Deinem lover hast oder der Dich dann noch will, bezweifle ich...
 
  • #45
Mir würde Dein Ansatz "es fühlt sich nicht unrichtig an" für mich und mein Wohlbefinden selbst NICHT genügen! Ich brauche für mich IMMER das Gefühl: "Ja, das fühlt sich richtig an! Zu 100 % richtig an!"

Drei massive Gedankenfehler hast Du:

1. Zu glauben, dass Ihr nach Offenlegung Deiner Affaire "alle drei unglücklich" wärd. Nein, Dein Partner wäre erleichtert und froh, Dich "Schl…" (Entschuldigung, aber so wird er Dich bezeichnen) endlich los zu sein!
2. Du redest Dir schön, dass Du niemandem dabei schadest: Hallo?!?! Schon mal an Geschlechtskrankheiten gedacht. Woher willst Du wissen, dass Deine Affaire nicht noch zwanzig andere Frauen hat(te) die letzten Jahre?
3. Du redest von "Besitzanspruch" in Bezug auf Treue: Die allermeisten Menschen empfinden es wundervoll und schön, seinem geliebten Partner treu zu sein! Man macht dies sozusagen gerne dem anderen als "Geschenk"! Es als Verkaufen oder Vermieten seines Körpers zu bezeichnen geht schon deutlich in die psychopathische Richtung.
 
  • #46
Ganz einfach. Es fühlt sich nicht unrichtig an, weil du ein charakterschwacher Mensch bist. Eine andere Erklärung gibt es für dein Verhalten nicht.
 
  • #47
Du nimmst Deine Zeit, Aufmerksamkeit etc. von Deiner Hauptbeziehung teilweise weg und verwendest das für die Affäre.


Von Vertrauensmissbrauch, Unmündigkeit, Selbstbetrug, mgl. Geschlechtskrankheiten, Schwangerschaft trotz Verhütung, finde ich den Post #10 @Tomyi sehr gut, weil sie Dir aufzeigt, dass es noch vielmehr ist, als was Du scheinbar einschätzt. Du teilst (halbierst) Deine Zeit, Gedanken, Gefühle, Aufmerksamkeit auf zwei Menschen, die eigentlich deinem Partner zu 100 % gehören sollten.
Du nimmst deinem Partner auch indirekt Sex weg, wenn Du schon lustvoll befriedigt heimkommst und er gerne mit Dir Sex möchte, Du aber dann entscheidest, ob Du dann Sex für diesen Tag nochmal brauchst und noch wollten würdest.
Allg. Konflikte, Probleme und Stimmungen in der Beziehung werden durch die Affäre nicht mehr so intensiv angegangen und geklärt, weil man sich bequem wegducken kann und in die Affäre ausweichen.
Dein Partner wird durch die Affäre zunehmend Erfüllungsgehilfe im Alltag, funktioniert er mal nicht so wie Du es Dir wünschst, bist Du reell und gedanklich bei deiner Affäre.
Damit baust Du mit der Zeit eine Mauer zu deinem Partner auf, auch durch die Lügen.
Mit der Zeit wird daraus zunehmend ein Nebeneinander, wo ein Miteinander sein sollte.
Da Du den Anderen Mann auch liebst, badet dein Gefühlschaos und Unausglichenheit dein Partner aus, wenn deine Affäre Dich mal verletzt, sich mal nicht meldet, zurück weist und mal auf Abstand hält.
Du meinst (vermutest) nur, dass dein Partner glücklich ist, es nicht merkt das ein anderer in deinem Herzen und Kopf rumgeistert. Du mit der Konstellation Euch 3 zufrieden stellst, ich denke, dass ist ein Trugschluss und Illusion.
Wenn dein Partner hinter die Affäre kommt, wird er sehr leiden und schwer wieder Vertrauen zu Dir oder einer anderen Frau fassen können.

Das sind für mich schon genug Gründe, warum eine Affäre sich nicht richtig anfühlen sollte.
Du merkst selbst, Du kompensiert Defizite in deiner Beziehung, die Du für Euch klären solltest. Vermeidest damit Klarheit & Geradlinigkeit.

Zur Selbstfindung (und als Erfahrung), wenn man es mag, kann eine Affäre ganz nett sein, doch sie zerstört ungewollt und vergiftet unbewusst mehr als Du denkst.
 
  • #48
Warum will der Freund der FS Monogamie, warum will er der 'Einzige' sein?
Hat er mal wirklich darüber nachgedacht?
Wir wissen es nicht.
Wahrscheinlich will er dies nicht weil er sie so abgöttisch liebt, sondern weil Monogamie das hier herrschende gesellschaftliche Konstrukt ist. Oder er hat einfach Angst von seiner Familie und seinen Freunden als Gehörnter dazustehen.
Wir haben nicht wirklich die Freiheit uns zwischen Monogamie und Monogamie mit Affaire zu entscheiden.
Die Entscheidung offen nicht monogam zu leben erfordert immer noch viel Rückrad.
Daher ist auch die Forderung nach Offenlegung der Affaire nur ein Trick der Moralisten. Ein durchschaubarer Trick um Menschen die nicht den Gott der Monotonie (absichtlicher Verschreiber) anbeten wieder in die Spur zubekommen.

Das eine Affaire immer ein Zeichen einer Krise in einer Beziehung sein muss wie hier einige Foristen behaupten ist ebenso großer Quatsch. Menschen haben auch Affairen wenn die Hauptbeziehung gut läuft. Eine gute Beziehung gibt viel Kraft. Kraft die man / frau dann für anderes einsetzen kann. Dann wird eine schöne Beziehung gelebt und die restliche Kraft in die Affaire investiert. Die FS strotzt nur so vor weiblicher Kraft, sie könnte wenn sie genug Zeit hat noch mehr Männer glücklich machen.
Also mir wäre eine glückliche, zufriedene Frau mit Affaire lieber als eine Monogamistin die damit beschäftigt ist mich zu überwachen ob ich auch mal wo anders reinstecke.
Nach meiner Erfahrung sind alle Monogamisten auch Kontrollettis.

Natürlich wäre es besser wenn man dies offen ausleben könnte oder wenn der Götze der Monogamie endlich von seinem Sockel fällt.
 
  • #49
Irgendwann kommt es heraus. In 99%.
Für Dich dann das Pech, dass Du die Partnerschaft verlierst. Das Risiko kennst Du, lebst Du. Next please, so what.

Für ihn bleibt die tief verletzende Erfahrung betrogen zu werden.
Ich hoffe, dass es dann nicht die nachfolgende Partnerin ausbadet.
Im Stadium des Nichtwissenden ist er glücklich. Wenn er erfährt, bricht ihm die Welt zusammen. Das übersteht keiner unbeschadet.

FS. Es geht hier um Moral, nicht wegen der Doppelbeziehung, sondern wegen des Betruges.
Belogen und betrogen will man nicht werden.

M, 54
 
  • #50
Du betrügst nicht ihn, du betrügst dich selber, weil du nicht zu dir und deinen Bedürfnissen stehst.
Für mich wäre das ein großes Problem, wenn ich wüsste, dass wenn ich mich so zeigte, wie ich bin, mein Partner mich ablehnen könnte (ich hatte dieses Problem sogar in meiner Exbez., weil ich immer meine Energie, was Eigenständiges aufzubauen, unterdrückt habe). Das passiert ja vielen, die sich für ihre Beziehung verbiegen: Sie tun es, weil sie wissen, wenn sie das nicht machen, sind sie wieder allein.
Wenn man nicht man selbst sein kann in einer Beziehung, kann man sich nicht als Persönlichkeit gemeint und geliebt fühlen, was die Beziehung mE unsinnig macht.
 
  • #51
..
Nach meiner Erfahrung sind alle Monogamisten auch Kontrollettis.

Natürlich wäre es besser wenn man dies offen ausleben könnte oder wenn der Götze der Monogamie endlich von seinem Sockel fällt.

Ich habe genau die umgekehrte Erfahrung gemacht.
Ich hatte einmal einen sehr untreuen, luegenden Freund. Keiner war so eifersüchtig und misstrauisch wie er.
Er ist wohl davon ausgegangen, dass alle so unterwegs sind wie er.
Neulich hat mir das ein Bekannter bestätigt, der hatte eine kontrollsuechtige Exfrau. Wer ist letztlich fremd gegangen? Sie!

Ich habe umgekehrt die Erfahrung gemacht, wenn ich vertrauen kann..bei einem ExFreund war ich irgendwie sicher, dass er sowas nicht tun wird...kann man sich Freiheit lassen. Dann kann auch einer mal allein in Urlaub fahren, gegengeschlechtliche Freunde treffen, alleine n Paartanzkurs machen, sich mal in stressigen Zeiten weniger melden etc...
Und man wird nicht unruhig dadurch, weil man weiss diese Freiheit wird nicht missbraucht.
Da ich eine sehr autonome, vielseitig interessierte Frau bin, ist Beziehung für mich nur auf der Basis möglich.
Das hat nichts mit gesellschaftlichen Normen oder Moral zu tun.
Es ist gesunder Menschenverstand.

Und ehrlich: wer will gerne angelogen werden? Ich nicht.
Und ich kenne auch keine solche Leute.
 
  • #52
Die Entscheidung offen nicht monogam zu leben erfordert immer noch viel Rückrad.
Genau das ist der Punkt, den ich den Fremdgängern ankreide. Sie haben kein Rückgrat, dazu zu stehen und erhalten lieber das "gesellschaftlich konforme Bild" von sich aufrecht, damit sie nicht anecken oder vielleicht länger einen Partner suchen müssen.

Die Leute, die nicht monogam leben, denken auch meist, sie wüssten es besser. Die menschliche Natur sei so usw.. Möglich, dass sie recht haben. Aber: Wann immer ein Mensch für den Fortschritt kämpfte, war er allein. Als Vegetarier vor 25 Jahren war man ALLEIN. Und ich hab trotzdem nicht gesagt, ich hätte eine Fleischallergie oder was Gesundheitliches, deswegen könnte ich es nicht essen.

Es ist ein Trick der Fremdgänger zu sagen, sie könnten sich ja nicht offenbaren, weil die Gesellschaft sie ja dann ausschlösse und sie Single sein müssten. Sie wollen nicht für ihre Ansichten kämpfen, sie wollen nicht dazu stehen. Diese Selbstverleugnung für "bitte nimm mich als Partner" und für gesellschaftliches Nichtauffallen, das Anbiedern an das, was man eigentlich ablehnt, sind es, die das ganze so eklig machen.

Was die rückschrittlichen Beweggründe sind, dass einer von der Partnerin Monogamie will: Es ist doch jedem überlassen, was er mag und welche rückschrittlichen Macken er hat. Die Entscheidung muss er autonom treffen dürfen, dass er danach leben kann.
Wir haben nicht wirklich die Freiheit uns zwischen Monogamie und Monogamie mit Affaire zu entscheiden.
Doch natürlich. Es liegt doch in der eigenen Entscheidung, ein ehrlicher Mensch zu sein, dem Vertrauen was bedeutet, oder nicht.

Die FS strotzt nur so vor weiblicher Kraft, sie könnte wenn sie genug Zeit hat noch mehr Männer glücklich machen
Das ist ihr doch unbenommen. Sie sollte halt nur die loslassen, die sie nicht glücklich macht. Ihren Partner z.B.. Sonst ist es respektlos, weil sie nicht respektiert, dass er sowas nicht will. Er will ja nicht eine scheinbar treue Frau, von der er nur nicht weiß, dass sie mit anderen Männern Sex hat, sondern eine wirklich treue Frau.

Natürlich wäre es besser wenn man dies offen ausleben könnte oder wenn der Götze der Monogamie endlich von seinem Sockel fällt.
Ja - wer wenn nicht die Nicht-Monogamisten könnten das bewirken, indem sie OFFEN zu ihrer Haltung und Lebensweise stehen, so dass sich das einbürgert, dass Liebe und Sex nicht zusammenhängen müssen? Denkst Du, die Monogamiemonotonie wird von denen wegrevolutioniert, die mit ängstlichem Krampf daran festhalten, weil sie den Partner besetzen und besitzen wollen?
(Und dass es auch noch Leute gibt, die Monogamie nicht mit Krampf, Entbehrung und unmenschlichem Bettleben verbinden, sollte man auch noch zugestehen, ohne sie gleich in eine Schublade zu kicken.)
 
  • #53
Ich habe kurioserweise auch noch das idiotische entschuldigende Gefühl, dass ich meinem Partner damit ja nichts wegnehme. ....Und ich kann es ihm nicht sagen, es würde ihn zu sehr verletzen, weil er mich sehr mag und seine Sicht auf Beziehung und Sexualität eine andere ist als meine.

Für mich stellte sich die Frage des Besitzes nie, ich war schon immer der Meinung, dass mein Körper mir gehört, und dass ich niemandem Rechenschaft darüber ablegen muss, was ich in dieser Beziehung tue.
Wieso schreibst du so verquer mit "nicht unrichtig" und legst hier Rechenschaft ab? Willst du unsere Erlaubnis dafür, dass du deinen Freund betrügst? "Nicht unrichtig" heißt also, dass es sich für Dich richtig so anfühlt und du auch kein wirkliches Problem damit hast, deinen Freund zu belügen und zu betrügen, willst es dir aber schön reden, indem du einen auf passiv machst und dich machtlos gibst gegen deine Gefühle.
Sag doch einfach wie es ist: Ja, ich betrüge meinen Freund und finde es okay so. Einen Thread musst du dafür auch nicht aufmachen. Und ja - es ist gesellschaftlich nicht anerkannt, aber du legst dir deine eigene Wahrheit zurecht und versuchst, dir das Ganze schönzureden, weil du eben doch ein schlechtes Gewissen hast.
Du widersprichst dir, wenn du sagst, du nimmst deinem Freund nichts weg - aber weißt, dass es ihn unglaublich verletzen würde.

Dann schreibst du, dass du kein Besitz bist und du deinen Körper teilen kannst, mit wem du willst (wers mag....).
Ich frage mich aber, wie du es finden würdest, wenn Du KEINE AFFÄRE hättest und dein Freund abends fremdvögeln würde und sagen würde, dass sein Körper nur ihm gehört und er Dir ja nichts wegnimmt.
Das Schlimmste am Fremdgehen ist ja nicht der Körpertausch, sondern die Lüge und der damit entstehende Vertrauensverlust.
Meines Erachtens ist eine Beziehung zerstört, sobald die Lüge einzieht.
Nimm einfach Verantwortung an für das, was du da tust und gibt dich nicht so passiv!
Es war deine bewusste Entscheidung, deinen Freund zu betrügen. Und deine Pseudo-scheinheilig-Versuche, deine Affäre auf die "Lass uns Freunde-sein"-Schiene zu ziehen ist doch eine Lüge an Dich selber. Wie du es drehst und wendest: Es wird nicht besser.

DU betrügst Deinen Freund. Du belügst ihn. Es geht Dir ganz gut damit, aber du hast ein schlechtes Gewissen und willst hier Absolution von uns nach dem Motto: Man kann doch Liebe und Sex trennen und alle, die es anders sehen, sind verklemmte Moralapostel.
Ja - man kann den einen lieben und mit einem anderen schlafen.
Aber wenn ich jemanden liebe, dann will ich ihn nicht verletzen und dann verkneif ich mir eben auch mal was oder rede mit meinem Freund, dass mir was fehlt oder ich etwas ändern will.
Hab Spaß, aber kommt hier niemanden damit, dass die Gesellschaft es ja nur falsch sieht.
 
  • #54
Die Entscheidung offen nicht monogam zu leben erfordert immer noch viel Rückrad.
Daher ist auch die Forderung nach Offenlegung der Affaire nur ein Trick der Moralisten

Natürlich braucht es Rückgrat und Mut, sich den Vorstellungen der Mehrheit entgegenzustellen. Wobei ich mich frage, was Monogamieablehnern hier und heute droht- Steinigung, Gefängnis, Armut oder Berufsverbot? Wohl eher nicht.

Tricksende Moralisten hin oder her- Um den eigenen Partner zu täuschen, zu belügen und sich selbst was passend zu drehen, braucht es vor allem das Gegenteil von Rückgrat und Mut.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #55
Hallo an alle, mit dem Shitstorm habe ich gerechnet. Freue mich aber, dass es auch Verständnis gibt. Um es kurz zu machen:
1. Ja, ich würde meinem Partner das Gleiche zugestehen, warum nicht.
2. Ich habe lange überlegt, was die größere Verletzung für ihn wäre - es zu wissen oder es nicht zu wissen. Ich bin überzeugt - wir alle lügen täglich und basteln uns die Wahrheit nach Belieben zusammen.
Keiner kann sich hiervon ausnehmen. Wo man die Grenze setzen sollte, dafür gibt es keine Regeln. Und die sog. Moral ist genauso Ansichtssache. Ich lasse mich in kein Schema pressen.
3. "Ihr hattet eine (vielleicht unausgesprochene) Übereinkunft, was Treue angeht und du hast das einseitig aufgelöst, ohne mit ihm darüber zu reden."
Jein. Mein Partner weiß, dass ich dazu von Anfang an nicht wirklich bereit war, dass er mich etwas überrumpelt hat damit, bzw. dass ich mich nach dem ersten Zusammensein mit ihm nicht gleich automatisch verpflichtet gefühlt habe, nun nur noch ausschließlich mit ihm zusammensein zu dürfen. Er hat es wohl aber erwartet.
Und letztlich: Ich finde nichts wirklich Schlimmes dabei, MEINE Sexualität nicht auf meinen Partner zu beschränken. Er verliert dadurch nichts, im Gegenteil, ich bin gelöster und entspannter. Für mich bedeutet Sex nicht gleich Liebe, ich kann das sehr wohl trennen.
Und selbstverständlich schütze ich mich, wenn ich mit meinem Liebhaber zusammen bin.
Möglicherweise entwickelt sich meine Beziehung eines Tages dahingehend, dass wir das Thema offen ansprechen können. Momentan wäre das eher schwierig. Das Besitzdenken ist in Beziehungen, so wohl auch in meiner, doch sehr vordergründig vorhanden.
Hm, und was ist nun genau deine Frage?
Du hast doch deine Entscheidung schon getroffen. Machst so weiter wie bisher und irgendwann....
Ich würde weder dein Liebhaber, noch dein Partner sein wollen, denn lügen und betrügen sind echt miese Charakterzüge.
 
  • #56
Moin,

irgendwie soll Moral ja wohl das Zusammenleben erleichtern, indem schädigende Verhaltensweisen (Mord, Raub, Diebstahl, Betrug, Lüge) möglichst zurückgedrängt werden.
Sexueller Betrug kann Menschen ungemein verletzen, fast schon ihr Leben ruinieren, sie dauerhaft traumatisieren etc. Deswegen gilt er als unmoralisch. Es ist sicher sehr gut, dass er heute nicht mehr strafbar ist... das regiert einfach viel zu sehr ins Privatleben der Menschen hinein, die Situationen der Beziehungspartner sind zu verschieden, niemand kann das seriös beurteilen usw.
Deswegen werden Betrug und Lüge aber überhaupt nicht moralischer... Die Form, die hier geschildert wurde, ist haarscharf die Reinkultur der Amoralität, die man früher per Gesetz ausschalten wollte. Diese Zielsetzung war sicher nicht schlecht... Aber nicht seriös umsetzbar.

manchmal
 
  • #57
Wieso schreibst du so verquer mit "nicht unrichtig"
Ging mir am Anfang auch so. Schreib doch gleich, dass es sich für dich, fs, richtig anfühlt. Ansonsten volle Zustimmung @Tini_HH . Und, Liebe fs, bilde dir mal nicht so viel auf deinen Körper ein, logisch gehört er dir aber deiner ist nicht der einzige auf dieser Welt. Dein amtierender Partner ist vielleicht der gleichen Meinung, wer weiß?
 
  • #58
Moral ist was man dafür hält .
Mag provozierend klingen, ist aber Alltag.
Beispiele gebe ich gerne, den Gewerkschaftsführer, der sich ungeniert die Taschen vollstopft, aber die Unternehmer dafür kritisiert. Die Grünen, die fette Dienstwagen fahren, dem Bürger den Verzicht aufs Auto vorschreiben wollen - mit der Begründung, sie hätten ja gar kein (eigenes) Auto. Die Kirchenfürsten, die Keuschheit predigen, selbst aber kleine Buben ficken ......
Ich kann dein Dilemma verstehen. Dir hat etwas gefehlt - nun hast du das Geschenk bekommen, diesen Mangel abzustellen. Schwierige Situation - ich hatte von vorneherein gedacht, mir könnte monogam lebend etwas fehlen.... und habe mein Mädel gefunden, die wirklich all meine Erwartungen mehr als übertrifft. Ich bewundere heute ihre Klugheit, mir den Druck der Monogamie zu nehmen. Das war natürlich einfach zu kommunizieren - und ich habe ein glückliches Lächeln geerntet. Dennoch besteht unsere Vereinbarung weiter. Ich brauche dieses Gefühl der Freiheit. Nun kommt der für dich wichtige Punkt - wir haben Diskretion vereinbart. Es tut manchen Menschen gut, alles essen zu dürfen - aber nicht alles zu wissen.
Will er einfach nicht teilen ? Oder aus gesellschaftlichen Gründen keine offene Beziehung ? Dann mach diskret weiter, du nimmst ihm wirklich nichts. Auch nicht die Illusion.
Ist ihm die Monogamie ein inneres Bedürfnis ? Dann musst du dich entscheiden .... mit ihm monogam oder ohne ihn frei.
Ein Gespräch mit deinem Mann würde ich an deiner Stelle ohne Beichte beginnen, sondern allgemein Einstellungen abklopfen.
Ich bin zwar prinzipiell für Offenheit, weiss aber genau deshalb, dass diese manchmal mehr schaden als nützen kann.
Darum mein Rat: Vermeide das Unrichtige - bezogen auf die beteiligten Personen. Das ist viel Verantwortung - ich wünsche viel Erfolg.
 
  • #59
Sexueller Betrug kann Menschen ungemein verletzen, fast schon ihr Leben ruinieren, sie dauerhaft traumatisieren etc. Deswegen gilt er als unmoralisch.
Ich würde das gar nicht nur moralisch betrachten. Wenn ich behaupte, jemanden zu lieben, kann ich ihn dann belügen, nur um meinen Vorteil weiter zu haben, dass er nicht geht? Ich finde, dann hat das Wort "Liebe" keinen Wert, weil für mich damit auch immer Vertrauen verbunden ist. Das wird oft mit irgendeiner Angst in Verbindung gebracht und "bist wohl nicht stark genug für die Wahrheit über das Leben und die Menschen" und "am Ende ist sich jeder selbst der nächste, und wo das Ende ist, bestimme ich" (und da betrüge ich lieber, als dass ich mir Verzicht auferlege und am Ende vielleicht entdecken muss, dass ich betrogen wurde, aber meine Chance dazu verstreichen lassen habe), aber solche Leute halten "Vertrauen" ja für was, das es nicht gibt *). Und da sind sie die Armen, weil sie es nie erlebt haben, und nicht die, die wissen, dass es sowas gibt mit anderen Menschen.

*) Ich meine damit nicht, dass man in einer Beziehung bleiben muss, in der man was Wichtiges entbehren muss. Diese Beziehung passt aber dann nicht, wenn ich dafür, mir das Wichtige zu verschaffen, andere hintergehen muss. Wenn man auf ehrlichem Wege nur eins haben kann, ist mE "Arsch in der Hose haben", dann auf das andere zu verzichten, statt sich sein Wohlfühlnest mit allem drum und dran "auf den Knochen anderer" zu errichten, weil man es nicht aushalten könnte, wenn man irgendwas davon nicht mehr hätte. Ich glaube auch nicht, dass das folgenlos bleibt für einen selbst. Man kann dem betrogenen Partner ja gar nicht mehr glauben, dass er einen liebt, denn er weiß ja die Wahrheit nicht. Auch hier stellt sich die Frage: Welchen Wert kann so eine Liebe haben?
 
  • #60
Ein Gespräch mit deinem Mann würde ich an deiner Stelle ohne Beichte beginnen, sondern allgemein Einstellungen abklopfen.
Ich bin zwar prinzipiell für Offenheit, weiss aber genau deshalb, dass diese manchmal mehr schaden als nützen kann.
Darum mein Rat: Vermeide das Unrichtige - bezogen auf die beteiligten Personen. Das ist viel Verantwortung - ich wünsche viel Erfolg.

Jetzt bin ich enttäuscht aber auch bestätigt. Erst habe ich es dir nicht abgenommen, dann aber dir geglaubt, dass du anders als z.B. @godot offen dazu stehst, auch wenn du gerade Frauen "klar machst", dass du polygam und unverbindlich bist.

Meine Zweifel an dieser Offenheit kamen daher, dass ich kaum Frauen kenne die sich ohne mindestens der Illusion einer Beziehungoption auf Sex einlassen. Daher um unverbindlichen Sex zu bekommen ist nicht selten manipulatives Verhalten notwendig.

Dir @Tom26 hatte ich inzwischen geglaubt, dass du dies nicht nötig hast und klar sagst was Sache ist. Aus dem zitierten Kommentar entnehme ist jetzt, dass du im Zweifel aber auch eher für ein taktisches Vorgehen bist.

Genau das ist der Punkt der mich am polygamen Verhalten stört. Es wird gelogen und betrogen. Es wird behauptet, dass soetwas irrelevant für denjenigen ist der reingelegt wird. Nein das ist es nicht. Ihm wird Zeit aber auch Geld gestohlen die er in eine im Grunde kaputte Beziehung steckt. Ggf. wird er dafür noch mit einer Krankheit angesteckt oder bekommt das Kind welches ein Dritter gezeugt hat untergeschoben.
 
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