• #61
Dir @Tom26 hatte ich inzwischen geglaubt, dass du dies nicht nötig hast und klar sagst was Sache ist. Aus dem zitierten Kommentar entnehme ist jetzt, dass du im Zweifel aber auch eher für ein taktisches Vorgehen bist.
Du vergleichst Äpfel mit Birnen.
ICH weiss, dass mir wahrscheinlich oder vielleicht irgendwann etwas fehlen könnte. Das kann und will ich vorab ansprechen. Und mache dies auch. Selbst ich alter Mann kann mich allerdings irren - in meinem Falle kein Problem. Ich habe mir meine Freiheit einräumen lassen - bin aber keine Verpflichtung, mit anderen Frauen ins Bett zu gehen eingegangen.
Die FS hat in ihrer Beziehung bemerkt, dass ihr etwas fehlt. Sie hätte dies ansprechen sollen, bevor sie sich auf eine Affaire eingelassen hat. Aber - Fakt ist, dass sie diesen Zeitpunkt verpasst hat. Wir können nun kübelweise Moral, Schuld und was auch immer über sie auskippen - naja, ich nicht. Oder wir können ihr Vorschläge machen, die Situation zu bereinigen. Schwierig, wenn man die handelnden Personen nicht kennt. Auch ich plädiere für Gespräche - ausnahmsweise aber für Diplomatie.
Dass auch ich nicht als alter Mann auf die Welt gekommen bin, meine Erfahrungen gemacht habe und mein Weg nicht immer und für alle der Beste ist ..... wirst du wohl auch mir zugestehen müssen. Unfehlbar bin auch ich nicht. Ich sehe keinen Sinn darin, ein Gespräch mit einer Beichte zu beginnen. Vielleicht rennt die FS ja offene Türen ein. Und er freut sich, die ganze Beziehung öffnen zu können. Möglich ist es, denn immerhin bemerkt er keinerlei Verhaltensänderung an ihr. Oder spricht das nicht an.
Nicht immer ist der Tatzenhieb die beste Vorgehensweise. Manchmal kommt man mit einem Löffel Honig besser und problemloser durch.
 
  • #62
Du findest zu Dir selbst. Du brauchst keine Schuldgefühle zu haben. Tatsächlich nimmst Du Deinem langfristigen Partner auch nichts weg.

Du musst den Fehler da sehen, wo er ist: in der falschen Vorstellung langfristiger Ausschließlichkeit. Die gesellschaftliche Norm ist falsch, nicht Du. Du befreist Dich gerade von ihr.

Schlage Deinem Freund eine offene Beziehung vor. Die Chancen stehen nicht gering, dass er das mit Erleichterung aufnimmt.

Ach, soooo ?
Was ist mit vertrauen? Ehrlichkeit? Gar Aufrichtigkeit?
Alles alte gesellschaftliche Normen?
Alles über Bord weil es einem so gefällt?
Was ist von solchen Menschen zu erwarten?
Trag- und belastungsfähige Beziehungen auch über ONS hinaus?
Oder bloß Spaß und Rausch solange es einem taugt und gut tut.

Ja ja, die gesellschaftlichen Normen haben schon immer blockiert, die ... eh, die Selbstverwirklichung. Natürlich zu Lasten und auf Kosten von anderen Menschen.
 
  • #63
Meine Zweifel an dieser Offenheit kamen daher, dass ich kaum Frauen kenne die sich ohne mindestens der Illusion einer Beziehungoption auf Sex einlassen. Daher um unverbindlichen Sex zu bekommen ist nicht selten manipulatives Verhalten notwendig.
Du hast nicht viel Erfahrung mit Frauen. Oder ich sehe einfach zu gut aus (Scherz).
Zumindest bin ich ein Typ (blonder Hans von der Waterkant). Ich habe meinen Gespielinnen nie verheimlich das ich in einer festen Beziehung bin. Übrigens waren die meisten Frauen verheiratet oder in einer festenBeziehung.
Ich habe es schon mehrfach hier etläutert und nun nochmal:
Ich wurde jahrelang von meiner Firma als IT-Consult in Süddeutschland eingesetzt. Also ich war meist von Montag bis Freitag nicht in meiner Stadt. Dabei ergab sich immer mal wieder engerer Kontakt zu Mitarbeiterinnen der Kundenfirma oder auch anderen Beraterinnen vor Ort.
Da ich nett bin und wohl auch Charme habe endete dies häufiger mal in meinem Hotelbett.
Also nix mit Anlügen.
Mit meiner damaligen festen Fteundin hatte ich durch aus Verbindlichkeiten. So haben wir viele aktive Urlaube zusammen geplant und durchgeführt. Wanderung durch Lappland, auch waren wir kurz nachdem es möglich war in den baltischen Staaten. Ich habe sie unterstützt als ihr Bruder psychisch erkrankte und einigen Mist baute. Sie hat mich und auch meine Mutter unterstützt als mein Vater im Sterben lag (das hat sich über 3 Jahre hingezogen).
Des weiteren hat es mich nie gestört wenn sie während ihrer monatelangen Exkussionen mal was mit anderen Biologen hatte.
Allerdings waren wir damals noch nicht reif genug über das Thema zu sprechen.
Was habe ich ihr genommen?
Was hat sie mir genommen?
Ich bezeichne mich weiterhin als größtenteils monogam und stecke nur mal gerne auch woanders rein.
Eigentlich möchte ich gar nicht in einer deiner Schubladen abgelegt werden.
Was mir das gebracht hat, eine lange Liebe die nicht auf Besitxanspruchen und Zwang basiert hat. Und nun bin ich mal mit AfD - @Tom26 einer Meinung:
Die Liebe ist ein Kind der Freiheit
Aber das werden so engstirnige Menschen wie du nir verstehen.
 
  • #64
Dabei ergab sich immer mal wieder engerer Kontakt zu Mitarbeiterinnen der Kundenfirma oder auch anderen Beraterinnen vor Ort.
Da ich nett bin und wohl auch Charme habe endete dies häufiger mal in meinem Hotelbett.
...
Und nun bin ich mal mit AfD - @Tom26 einer Meinung:
Die Liebe ist ein Kind der Freiheit
Aber das werden so engstirnige Menschen wie du nir verstehen.

"Meine Zweifel an dieser Offenheit kamen daher, dass ich kaum Frauen kenne die sich ohne mindestens der Illusion einer Beziehungoption auf Sex einlassen. Daher um unverbindlichen Sex zu bekommen ist nicht selten manipulatives Verhalten notwendig."

Das habe ich im Thread zum Fremdgehen bereits relativiert. In ihrer Beziehung unzufriedene Frauen neigen teilweise zu Affären oder ONS. Auch Frauen die gerade eine entsexualisierte Beziehung hinter sich gelassen haben wollen mal nur herum vögeln. Wirklich dauerhaft ideologisch polyamore oder polygame bzw. offene Frauen sind vergleichsweise selten.

Ich bin am Rande ebenfalls im IT bzw. Management-Consulting-Bereich tätig. Mitarbeiter die von Mo - Do/Fr abseits ihres Wohnortes tätig sind. Ich habe einiges beobachtet darunter auch Abmahnungen und Kündigungen wegen sexueller Aktivitäten aber auch arbeitsrechtlich irrelevante Verhältnisse. Ich hätte selbst schon Möglichkeiten gehabt.

Es hat mir schon geschmeichelt aber mich nicht wirklich interessiert. Vielleicht weil man Vater gegenteilig unterwegs war.

Interessanter war wahrscheinlich deswegen das Leiden welches einseitiges Verhalten anrichtet.

Die Liebe ist ein Kind der Freiheit? Du verwechselst Freiheit mit Verantwortungslosigkeit und Liebe mit Sex-Konsum. Eigentlich solltest du es besser wissen wenn du schon wirklich Beziehungsverantwortung übernommen hast.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #65
Die Liebe ist ein Kind der Freiheit
Aber das werden so engstirnige Menschen wie du nir verstehen.
Ein absolut richtiger Satz, der leider sehr oft missverstanden wird. Der bedeutet nur eins- Liebe kann man nicht erzwingen. Man kann nicht willentlich entscheiden, wen(n) man liebt. Es bedeutet keineswegs ein Freibrief für Fremdgehen. Ferner bedeutet es - Liebe die anderen wie dich selbst. Godot, du hast recht auf deine Weltanschauung, auch wenn ich sie persönlich für recht egoistisch und zynisch halte. Wenn du dem Eisscheff seine nicht eingestehst, dann bist du genauso so engstirnig. Im übrigen leben die meisten Menschen monogam, weil sie das Bedürfnis haben, monogam bleiben zu WOLLEN, nicht weil sie moralisch verwerflich finden, fremdzugehen. Siehe die Wandlung von Tom26.
 
  • #66
Größtenteils monogam ist doch genauso sinnfrei wie ein bisschen schwanger. Denn monogam bedeutet Ehe -im Sinne von sexueller Exklusivität- mit nur einer Frau.

Monogamieablehner werden heute in Deutschland weder gesellschaftlich geächtet, noch sanktioniert. Sicher gibt es die von einigen als Monogamiespießer bzw. Moralapostel betitelten bürgerlichen Kreise. Mit genau diesen musst du dich doch gar nicht befassen, ihr Wertesystem kann dir egal sein. Auch die Frauen, die sich trotz Kenntnis deiner angeblich festen Beziehung, mit dir auf eine Affäre einließen, akzeptierten dein Wertesystem. Sie erlagen ja offenbar deinem unwiderstehlichen Charme. Die einzige, die du getäuscht oder belogen hast, ist oder war deine angeblich feste Freundin.

Da schreibst du auch schon wieder so Halbgares. Was denn nun- war es für sie okay, dass du fremdgingst und hatte sie selbst eine Affären oder war es für sie nicht okay und der Vertrauensmissbrauch tat deiner Partnerin weh? Für den zweiten Fall wunder dich bitte nicht, wenn der getäuschte oder belogene Partner dich so richtig ablehnt. Das gilt auch für die FSin.

Ich finde so ein Geschreibsel einfach nur scheinheilig. Vor allem von denen, die nach außen die bürgerliche Fassade mimen oder das Vertrauen nahestehender Menschen missbrauchen. All denen, die also um des eigenen Vorteils willen täuschen, lügen und betrügen, sich hier als Freigeister oder Charmebolzen darstellen, wünsche ein bisschen mehr Arsch in der Hose. Bekennt euch einfach offen zu euren Bedürfnissen und tragt die Konsequenzen, die der Partner dann zieht. Versucht es mal mit Ehrlichkeit.
 
  • #67
Größtenteils monogam ist doch genauso sinnfrei wie ein bisschen schwanger. Denn monogam bedeutet Ehe -im Sinne von sexueller Exklusivität- mit nur einer Frau.

Ich denke wenn man niemanden verletzten will der für einen wichtig ist man überwiegend monogam und nur ein bisschen polygam. Daher man schweigt und informiert nicht unnötig.

Monogamieablehner werden heute in Deutschland weder gesellschaftlich geächtet, noch sanktioniert. Sicher gibt es die von einigen als Monogamiespießer bzw. Moralapostel betitelten bürgerlichen Kreise.

In Teilen der (Jugend)presse wie (Jetzt, ZETT, Bento), ZEIT, SZ, Deutschlandfunk werden Alternativen zur Monogamie sogar regelmäßig als positiv und modern dargestellt.

Bekennt euch einfach offen zu euren Bedürfnissen und tragt die Konsequenzen, die der Partner dann zieht. Versucht es mal mit Ehrlichkeit.

Tja. Man will niemanden der einem wichtig ist verletzten. Z.B. sich selbst. Genau dies passiert wenn ich generell ehrlich und offen bin. Dann gibt es möglicherweise Unruhe in meiner Primärbeziehung. Die hilft doch keinen.

Und die sexuelle Beute? Nicht alle interessanten Menschen sind sexuell offen und nicht an einer Beziehung interessiert. Oft erfährt man genaueres erst später. Warum soll man es sich zu schwer mit Ehrlichkeit und Offenheit machen. Pure Selbstverletzung. Das geht nach dem Akt immer noch.

Ich mag ja eine Spaßbremse und ein Moralapostel sein. Aber ich will auch nicht getäuscht werden. Diese Erwartung ist nur legitim wenn ich es selbst so halte. Außerdem geht es hier oft um die Folgen von Tauschung
 
  • #68
Aber ich will auch nicht getäuscht werden. Diese Erwartung ist nur legitim wenn ich es selbst so halte.
Dann schau halt genau hin.
Du willst doch immer aus Pflichtgefühl Verantwortung übernehmen - auf Ressourcen achten - Lebensfreude als Nebensache betrachten. Dann übernimm die Verantwortung für dich selber. Täusche dich nicht selbst und mache es den anderen Menschen schwierig, dich zu täuschen.
Dir wird hier täglich vor Augen geführt, was passiert, wenn man nur erwartet. Wenigstens das hättest du lernen müssen: Erwartungen darf jeder haben - ist aber selbst dafür verantwortlich, dass diese erfüllt werden.
Glaubst du eigentlich noch an Versprechen von Politikern, dass Ariel weisser als weiss wäscht und Frauen sich nicht schminken ?
 
  • #69
Dann schau halt genau hin.
Du willst doch immer aus Pflichtgefühl Verantwortung übernehmen - auf Ressourcen achten - Lebensfreude als Nebensache betrachten. Dann übernimm die Verantwortung für dich selber. Täusche dich nicht selbst und mache es den anderen Menschen schwierig, dich zu täuschen.
Dir wird hier täglich vor Augen geführt, was passiert, wenn man nur erwartet. Wenigstens das hättest du lernen müssen: Erwartungen darf jeder haben - ist aber selbst dafür verantwortlich, dass diese erfüllt werden.
Glaubst du eigentlich noch an Versprechen von Politikern, dass Ariel weisser als weiss wäscht und Frauen sich nicht schminken ?

Naja. Ich bin ja auch noch nie wirklich betrogen wurden. Weder monetär, sexuell oder emotional. Insoweit waren meine Augen auf. Die einzige Ausnahme (emotional) war die kurze Episode mit der Borderlinerin.

Wenn ich jetzt auf dir oder @PfefferundSalz oder @godot herum prügele liegt das an meiner persönlich negativen Erfahrung mit einem polyaktiven Patriarchen als Vater.

Wenn du dann das patriarchalische Familienleben verherrlichst oder @godot schreibt, dass er eigentlich monogam und nur gelegentlich polygam also unehrlich ist, ist das wie ein Angebot für eine Breitseite.

Beruflich beschäftige ich mich u.a. mit Reisekostenbetrug. Interessanterweise sind tendenziell jene mit einem größeren Einkommen die größeren Betrüger. Da steckt auch dahinter, dass diese Leute denken, dass sie am meisten leisten und sich deswegen was gönnen können. Es besteht keinerlei Unrechtsbewusstsein.
 
  • #70
... Alternativen zur Monogamie sogar regelmäßig als positiv und modern...

Ja warum auch nicht, wir leben zum Glück in einem freien Land, jeder muss selbst herausfinden, wie er leben will.

Ich glaube nicht an naturgegebene, lebenslange Monogamie, sondern eher an serielle. Auch wenn ich es toll finde, wenn ein Paar es schafft, eine lebenslange, schöne Liebesbeziehung zu führen.

Entscheidend sind bei den positiv publizierten Monogamiealternativen Vertrauen, achtsame Kommunikation und gegenseitiges Einverständnis. Als sehr gelungenen und interessanten Beitrag dazu finde ich die ZDF-Doku "Neue Wege in der Liebe"
 
  • #71
Ja warum auch nicht, wir leben zum Glück in einem freien Land, jeder muss selbst herausfinden, wie er leben will.

Ich glaube nicht an naturgegebene, lebenslange Monogamie, sondern eher an serielle. Auch wenn ich es toll finde, wenn ein Paar es schafft, eine lebenslange, schöne Liebesbeziehung zu führen.

Entscheidend sind bei den positiv publizierten Monogamiealternativen Vertrauen, achtsame Kommunikation und gegenseitiges Einverständnis. Als sehr gelungenen und interessanten Beitrag dazu finde ich die ZDF-Doku "Neue Wege in der Liebe"

Genau. @godot hatte allerdings die These aufgestellt, dass Verfechter alternativer Wege in DE gesellschaftlich diskriminiert werden.

Dies war für ihn eine Legitimation beim Ausleben seiner Interessen mit verschweigen o.ä. zwecks Zielerreichung zu manipulieren.

Du positionierst dich völlig anders als @godot und die FS in dem du auf offene Kommunikation und gegenseitiges Einvernehmen setzt. Da gibt es nichts zu meckern.
 
  • #72
Wenn du dann das patriarchalische Familienleben verherrlichst
Tja, wir als Familie und als jeder Einzelne sind sehr gut mit meinem Vater gefahren. Es mag sein, dass manche Ansichten nicht modern sind - falsch sind sie dennoch nicht. Genau das reklamierst du ja auch für dich und deine Ansichten.
Ich wollte übrigens deshalb keine Familie weil meine Hobbies und auch meine Arbeit darunter gelitten hätten.
Ich kann mir vorstellen, was Godot mit seinem "teilweise monogam " meint - er hat wohl eine ähnliche, vielleicht unausgesprochene Vereinbarung wie ich.
Mit meinem Freiheitsdrang können wohl so einige Frauen umgehen - mit deiner "Pflichtverherrlichung" eher weniger. Ich bin mir wirklich sicher - im Grunde hättest du ganz gerne eine Prise Godot. Oder auch eine Prise deines Vaters. Du traust dir nur selbst nicht zu, in für dich akzeptablen Rahmen so etwas zu leben. Im Grunde schade - denn du beschränkst dich selbst auf diese Art und Weise.
 
  • #73
im Grunde hättest du ganz gerne eine Prise Godot. Oder auch eine Prise deines Vaters. Du traust dir nur selbst nicht zu, in für dich akzeptablen Rahmen so etwas zu leben. Im Grunde schade - denn du beschränkst dich selbst auf diese Art und Weise.

@godot verschweigt seine Polyaktivitäten weil er gesellschaftliche Diskriminierung fürchtet und um niemanden unnötig zu kränken. Das ist nicht meins. Sollte ich doch polyaktiv werden, halte mich daran was du hier ursprünglich erzählt hast. Ich stehe dazu und sag es den Objekten meiner Begierde ;) Am ehesten bist du dann mein Vorbild.

Was ich von patriarchalischen Familien halte, habe ich schon an anderer Stelle ausführlich geschrieben. Insoweit ist mir mein Vater mit seinen diversen Eigenheiten nur sehr eingeschränkt ein Vorbild.

Da er 1943 mit 17 in den Krieg ging und 1950 aus diesem zurück kehrte sehe ich sein Verhalten rückblickend als Folgen eines Kriegstraumas. Traumafolgen sind für mich auf keinen Fall vorbildlich. Ich bin aber auch nicht nachtragend (auch zum Thema Gewalt und Alkohol). Nicht verzeihen können macht übrigens krank.

Im Gegensatz zu dir habe ich unter dem Eindruck meiner Kindheit nicht einen lebenslangen Jungensstatus gewählt und verherrliche auch nicht eventuell toxische Familienstrukturen sondern habe mir eine Art heile Familienwelt konstruiert und auch wieder beendet um mich dann selbst noch einmal als allerdings monogamer großer Junge auszuprobieren. Dabei habe ich dann einiges auf die Fresse bekommen und auch dadurch viel gelernt.

Ich weiß ebend gern warum ich wie ticke und finde es sehr spannend wie und warum andere Menschen programmiert sind.
 
  • #74
Tja, wir als Familie und als jeder Einzelne sind sehr gut mit meinem Vater gefahren. Es mag sein, dass manche Ansichten nicht modern sind - falsch sind sie dennoch nicht
Wenn man ne Glaskugel hätte zum Alternativengucken, hätte mich mal interessiert, wie es einem Mädchen in eurer Familie ergangen wäre, also einer Schwester von Dir. Ob sie die Rolle Deiner Mutter auch für sich gut gefunden hätte? Wenn sie Deinen Beruf hätte ergreifen wollen und die Unterstützung gebraucht hätte, die Du bekommen hast, hätte sie die bekommen und auch dieselbe Anerkennung? Sag nicht einfach schnell "ja klar", stell Dir das plastisch vor, wie eine Tochter in eurer Familie geprägt worden wäre, was man erwartet hätte und wie man reagiert hätte, wenn sie sich den gängigen Erwartungen widersetzt.
 
  • #75
Im Gegensatz zu dir habe ich unter dem Eindruck meiner Kindheit nicht einen lebenslangen Jungensstatus gewählt und verherrliche auch nicht eventuell toxische Familienstrukturen sondern habe mir eine Art heile Familienwelt konstruiert und auch wieder beendet
Hier ist der Trugschluss, dem du immer aufsitzt:
Im Gegensatz zu Schlangengiften, die ihre Wirkung immer entfalten sind Familienstrukturen, die du als toxisch ansiehst nicht für alle Menschen Gift. Und deine "heile Welt" ist nicht für alle Menschen heil. Verantwortung kann man auch in anderen Bereichen tragen - nicht nur in der Familie. Und man trägt unter Umständen mehr Verantwortung, wenn man weiss, dass man ein schlechter Vater wäre und mit diesem Wissen eben keine Familiengründung anstrebt.
Du verurteilst all die Dinge, die du selbst nicht kennst. Nicht in deine heile Welt passen. Darum kannst du auch nicht verstehen, warum man in ein Dilemma geraten kann, wie es der FS passiert ist. Vielleicht liegt es auch am beruflichen Umfeld - du und ich, wir müssen beide die Fehler finden. Du "bestrafst" die Sünder - ich muss das Beste im Sinne des Mandanten machen. Du hast richtig oder falsch - ich suche den Weg des kleinsten Übels. Oder des bestmöglichen Erfolges, je nach dem. Du hast klare Regeln - ich ab und zu Bauchweh, ob der Ritt auf der Rasierklinge auch heute wieder gut geht. Ich muss wechseln - mal Angriff, mal Verteidigung. Mal mit, mal gegen die Regelhüter. Du verteidigst immer die Regeln. Ich muss flexibler sein - du sicher stehen.
Und genau so leben wir jeweils auch. Du verteidigst deine Regeln - ich spiele die Vorzüge meiner Freiheit aus.
Ich kann dir nur wünschen, dass du im Endeffekt so glücklich und zufrieden werden kannst wie ich es bin. Dann wirst du auch verstehen, warum Menschen nach einem "Fehltritt" nicht aufgrund von Regeln ihr gesamtes Leben wegwerfen wollen und Lösungen suchen. Dann kannst du den anderen auch ihre Freiheit gönnen. Und ihre Lösungen als für diese Menschen richtig akzeptieren.
 
  • #76
Im Gegensatz zu Schlangengiften, die ihre Wirkung immer entfalten sind Familienstrukturen, die du als toxisch ansiehst nicht für alle Menschen Gift. Und deine "heile Welt" ist nicht für alle Menschen heil.

Familie ist die historische Keimzelle von Gesellschaft und Staat auch wenn unsere gesellschaftliche Arbeitsteilung und unser Sozialsystem Familie heute an weiten Stellen überflüssig gemacht hat und damit ein unabhängiges Single Leben erst ermöglicht.

Patriarchalische Familien stehen in diesem Zusammenhang für Gewalt, Unfreiheit, Frohndienst und Diktatur. Das ist kein Wunder weil patriarchalische Familien Menschen traumatisieren und das Patriarchat von traumatisierten Menschen getragen wird.

Das antipatriarchalische Modell ermöglicht übrigens erst ein unabhängiges Singleleben.

Und man trägt unter Umständen mehr Verantwortung, wenn man weiss, dass man ein schlechter Vater wäre und mit diesem Wissen eben keine Familiengründung anstrebt.
Du verurteilst all die Dinge, die du selbst nicht kennst.

Darum kannst du auch nicht verstehen, warum man in ein Dilemma geraten kann.

Ich kenne das patriarchalische Modell. Als Kind und als Beobachter anderer Familien. Ich verstehe dieses Modell und seine Befürworter. Aber Verständnis bedeutet nicht Zustimmung.

Du hast richtig oder falsch - ich suche den Weg des kleinsten Übels. Oder des bestmöglichen Erfolges, je nach dem. Du hast klare Regeln - ich ab und zu Bauchweh, ob der Ritt auf der Rasierklinge auch heute wieder gut geht.

Mich bewusst bei einer Familiengründung gegen die als Kind erlernten Muster zu entscheiden und etwas anderes zu gestalten zeigt hohe Beweglichkeit und Flexibilität.

Genau dies zeigt auch meine Entscheidung meine Ehe an einem Punkt zu beenden an dem ihre Fortführung keinen Sinn mehr gemacht hätte statt in dem zu Verharren was man kennt.

Die FS befindet sich in einen irrationalen Rausch ihrer Hormone.

Schön, dass ihr Körper ihr gehört. Wenn sie Sex mit beiden Männern hat greift sie durch die damit verbundene Gesundheitsgefährdung in das Recht ihres Mannes am eigenen Körper ein.

Wenn sie ihm zu seinem Schutz Sex verweigert, schränkt sie sein Recht auf Glück ein. Er hat zwar kein Recht auf Sex aber hat Recht darauf zu hören warum ihm dieser verweigert wird.

Ggf. entsagt er sich aus Rücksicht auf seine Frau Möglichkeiten auf Fremdsex wahrzunehmen und würde es anders handhaben wenn er wüsste was seine Frau treibt.
 
  • #77
Wenn man ne Glaskugel hätte zum Alternativengucken, hätte mich mal interessiert, wie es einem Mädchen in eurer Familie ergangen wäre, also einer Schwester von Dir.
Was ein nicht existenter Mensch vielleicht empfunden hätte .... ich möchte da nicht spekulieren. Grundsätzlich ist beides möglicch - und ganz viel zwischendrin.
Eine Schwester hätte andere Freiheiten gehabt. Andere Pflichten. Und hätte sehr wahrscheinlich auch andere Unterstützung erfahren. Was im Detail passiert wäre ? Kann ich nicht sagen, habe mich nie damit beschäftigt, da ich keine Schwester habe.
 
  • #78
Hallo ich lese weiterhin mit und fühle mich mittlerweile als der "Böse" richtig wohl beim Mitlesen. Werde mich zu gegebener Zeit wieder inhaltlich melden oder auch nicht.
 
  • #79
Meine Frage, die ich mir - und gleichzeitig hier an Euch - stelle, lautet daher - sollte ich besser keine festere Beziehung mehr eingehen?

Zumindest keine feste Beziehung mit jemandem, der Wert auf Exklusivität legt, @Ich_weiblich, sondern mit einem Mann, der ebenfalls eine offene Beziehung favorisiert.

Zur Zeit gibt es jedenfalls ein Ungleichgewicht und einen Betrug.
Vielleicht würde dein jetziger Partner sich von dir trennen, wenn du ihn offen über die aktuelle Situation informierst, vielleicht auch nicht. Er sollte jedoch darüber selber entscheiden können.
 
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