G

Gast

  • #1

Warum gehen Männer und Frauen oft nicht gleichlang arbeiten ?

Warum gehen Männer und Frauen üblicher Weise nicht gleich lang arbeiten ?

Wäre es nicht besser für eine Beziehung ?

Wäre es nicht besser wenn nicht einer von beiden Partnern typischer Weise 40 bis 48 h und der andere Partner 0 bis 40 h pro Woche arbeiten geht ?

Wenn beide Partner etwa gleich lang arbeiten gehen würden. Sagen wir mal 30 bis 37,5 h lang. Am besten 35 h lang.

Ich sehe eigentlich nur Nachteile bei einer stark voneinander abweichenden Wochenarbeitszeit.

Beziehung mit stark unterschiedlich langer Wochenarbeitszeit:
- Kaum gemeinsame Zeit für die Beziehung
- Teilung der Hausarbeit nicht praktikabel
- der gestresstere Partner lebt statistisch gesehen nicht so lange
- der jenige der zuhause sitzt fällt die Decke auf den Kopf und sieht sich wohlmöglich Stunden lang sinnfreie TV Sendungen an
- evtl. Fremd gehen aus Langeweile (mit Handwerker oder Briefträger) bzw. im Büro mit den Leuten mit dem der länger arbeiten gehende 9 bis 12 Stunden umgeben ist)
- beide können etwa gleich viel Weiterbildungen besuchen
- gleiche Entwicklungschancen
- stark voneinander abweichendes Einkommen
- stark voneinander abweichende Rentenanwartschaften
- Möglichkeit, dass "Beziehung" die auf wirtschaftlicher Abhängigkeit basiert

ähnlich lange Wochenarbeitszeit:
- mehr gemeinsame Zeit für die Beziehung
- Teilung der Hiausarbeit praktikabel
- gleichmäßige Verteilung des Stresses und daraus ergebene Lebenserwartung
- keiner "muss" sich aus langer Weile sinnfreie RTL Sendungen an sehen
- Ursachen für evtl. Fremd gehen aus Langeweile (mit Handwerker oder Briefträger) bzw. im Büro mit den Leuten mit dem der länger arbeiten gehende 9 bis 12 Stunden umgeben ist) entfallen oder minimieren sich
- gleiche Entwicklungschancen
- beide gleich viel Weiterbildungen besuchen
- gleiches Einkommen
- gleiche Rentenanwartschaften
- Möglichkeit, dass "Beziehung" auf wirtschaftlicher Abhängigkeit besteht existiert nicht

Gruß
m45+
 
G

Gast

  • #2
Sehr bezeichnend für den FS, dass in seinen Überlegungen Kinder und ihre Bedürfnisse gar nicht vorkommen!
 
G

Gast

  • #3
Dann sag das doch den Chef dieser Welt und nicht uns! Geh an die Politik, setz dich für Frauenrechte ein! Frauen verdienen ohnehin schon weniger als Männer, bei gleicher Leistung! Chefs sehen es nicht ein, Frauen mehr zu bezahlen. Zudem kommt bei Frauen das Risiko von Schwangerschaften, so werden Frauen bei Einstellung selbstverständlich über das Sexleben ausgefragt und wann man vor hat, Kinder in die Welt zu setzen! Man wird schamlos aussortiert und minderwertig behandelt als Frau!
Viele würden ja gerne mehr Leistung zeigen wollen, aber sie dürfen nicht!

Heutzutage kann man froh sein, überhaupt noch einen Job zu haben und sorry, du bist ein komischer Vogel... die meisten Männern verbieten Frauen regelrecht, einem guten Job nachzugehen. Es heißt: "bleib daheim, mach den Haushalt, ein Teilzeitjob reicht für dich". Männer haben doch Angst, dass Frau mehr verdienen könnte!!! Männer wollen keine Ärztinnen oder Richterinnen.

Mein Partner arbeitet in der Lederei und hat jeden Tag um 16:30 Uhr Feierabend, ich dagegen erst um 20 Uhr und ja logisch - ich verdiene weniger als er! Es ist doch abhängig, ob du im Büro, auf dem Bau oder sonstwo arbeitest, wie lange deine Arbeitszeiten sind. Aber scheinbar gehörst du zu den begriffstutzigen Schwarz-Weiß-Denkern.
So einfach ist es halt nicht. Es heißt ja nicht, dass 48 Stunden Arbeit mehr Geld einbringen! Viele Vollzeitjobs lohnen sich gar nicht mehr, wenn ich mir damit kaum noch eine Existenz halten kann und gleichzeitig eine normale Beziehung führen will und eine Familie gründen. Soll man das alles mit Hosenknöpfen bezahlen?

Und komm nicht mit sinnfreien Argumenten wie RTL gucken. Das hat doch gar nichts mit dem Thema zu tun, wie jemand seine Freizeit verbringen möchte. Scheinbar kennst du dich mit RTL ja besser aus als wir, wenn du so genau weißt, was da läuft.
 
G

Gast

  • #4
Lieber FS,
ich weiß nicht woher Du Dein Bild der Arbeitswelt hast? Arbeitest Du nicht?
Alle Singlefrauen, die ich kennen arbeiten Vollzeit und keine würde das ändern, wenn sie in einer Beziehung ist. Und Frauen, die beruflich gut gebildet sind sowie interessante Jobs haben, kaufen eher Dienstleistungen ein und gehen arbeiten, statt zuhause den Feudel zu schwingen - selbst wenn sie Kinder haben.

Ich kenne nur zwei Arten von Frauen, die Teilzeit arbeiten:
1. Frauen, die Kinder unter 15 haben und einen Job, der nicht viel einbringt.
Die müssen, weil sich jemand um die Kinder kümmern muss und Männer dazu selten Lust haben. Täglich Pampers wechseln, kranke oder schlecht gestimmte Kinder bespaßen, langweiliege Hausarbeit zu machen ist einfach langweiliger als jeden Tag im Job Anerkennung und Gehalt zu bekommen.
2. Frauen, die mindestens 2 Kinder haben und bei denen an der familiär tradierten Rollenverteilung festgehalten wird, auch wenn die Kinder groß/aus dem Haus sind sind.
Deren Männer müssten zuhause mit Hand anlegen und haben darauf Null Bock. Die fluchen erst auf die selbstgewählte Rollenverteilung, wenn es zur Trennung kommt und sie den Preis für ihre Bequemlichkeit zahlen müssen.

Viele dieser Frauen der älteren Generation haben garkeine richtigen Teilzeitjobs, sondern versicherunsgfreie 450 €-Jobs, weil Milchmädchenrechnung: "richtig arbeiten lohnt sich wegen Steuern- und Sozialversicherungsbeiträgen nicht". Solche Entscheidungen trifft man als Paar und da sind die Männer gern führend, weil die Abhängigkeit der Frau aus ihrer Sicht komfortabel ist, solange es funktioniert.

Ich war, als ich verheiratet war eine Ausnahme, habe 80% gearbeitet, mein Exmann Vollzeit. Ich habe im Teilzeitjob mehr verdient, als er bei Vollzeitarbeit. Insofern hat meine Rentenanwartschaft nicht gelitten, weil ohnehin über der Beitragsbemessungsgrenze. An meinem freien Tag habe ich den Garten gemacht - machte ich gern. Mein Ex wollte zwar einen Riesengarten, weil er wegen seiner sozialen Unverträglichkeit Abstand zu anderen brauchte, aber selber nichts getan hat.
Ich kenne sehr viele Männer, die im beruflichen Druck sehr fleißig sind, aber zuhause, wenn es auf die Eigenmotivation ankommt, keinen Handschlag tun und mit der Partnerin ein zermürbender Kleinkrieg geführt wird. Sie anders als im Job nölig, unmotiviert, machen ihre Aufgabe extra schlampig, damit sie davon befreit werden - das Lernschema, was bei Mama schon hervorragend funktionierte.

Ich kenne einige Männer, die wenn die Kinder 16plus sind, gern hätten, dass die Frau wieder Vollzeit arbeiten geht, um bessere Lebensqualität zu haben und weil sie bei den anderen Frauen die Rentenbebatten mitbekommen. Keiner von ihnen wäre wirklich bereit, zuhause mehr Hand anzulegen, in eine kleinere Wohnung zu ziehen etc. Und erst Recht will zuhause keiner diese Debatte überhaupt anstoßen - die Feigheit der Männer also und die Bequemlichkeit/Unbedarftheit der Frau müssen zusammentreffen.
w, 50.
 
G

Gast

  • #5
Du bist der Brüller für heute, fragst du mal die Frau mit Kindern, warum sie kürzer als der Mann arbeitet. Und die Schichtdienstler erst, na da wird dann aber bunt.
 
G

Gast

  • #6
Meine Erfahrung ist, das gerade Paare, die keine Kinder mehr im Haus haben (oder Kinder die nicht mehr ständig betreut werden müssen) gleichlang arbeiten. In der Regel hat jeder eine 38 - 40 Stunden-Woche. Die Konstellation, das Mann viel arbeitet und Frau zu Hause hockt und HarzIV-TV schaut, hast Du nur noch bei wenigen Paaren.

Allerdings bezweifle ich, das die Paare, bei gleichlanger Arbeitszeit, auf Dauer mehr Freizeit miteinander verbringen. In der ersten Zeit bestimmt, aber auf Dauer kaum. Irgendwann ist es wie Urlaub und jeder hofft, dass er endlich wieder mehr Zeit für sich hat. Genau das sieht man, wenn man sich Rentneranschaut. Sie glucken aufeinander und es harmonisiert nicht mehr. Bei geringerer gemeinsamer Freizeit, freut man sich auf einander, man verlebt die kurze Zeit intensiver, geht mehr aufeinander ein. Wie bei Kindererziehung auch.

Aber Du hast Recht, ich hätte nichts dagegen wenn ich nicht mehr 50-55 Wochenstunden + 7 Stunden Fahrzeit hätte. Ich könnte mehr mit meinen Hobbies beschäftigen. Jetzt bin ich so ausgepowert, das ich mich abends auf meine Couch freue und nur die kurzen Wochenenden habe.

w, 50
 
G

Gast

  • #7
Sehr gute Frage …
Wäre es nicht besser für eine Beziehung ?
...
Wenn beide Partner etwa gleich lang arbeiten gehen würden. Sagen wir mal 30 bis 37,5 h lang. Am besten 35 h lang.

...ähnlich lange Wochenarbeitszeit:
- mehr gemeinsame Zeit für die Beziehung
- Teilung der Hiausarbeit praktikabel
- gleichmäßige Verteilung des Stresses und daraus ergebene Lebenserwartung
..

Gruß
m45+
Nach einer erkrankung musste ich deutlich Tempo aus meinem Arbeitsleben nehmen. Vorher war ich attraktiv für Frauen. Mit meiner 35 Stunden woche dann nicht mehr. Viel dachten dann wohl an meine schrumpfende geldbörse.

Dann traf ich eine kluge Frau, meine heutige Partnerin ;), die auch etwas beruflich kürzer getreten war (unabhängig von mir). Sie konnte es sich eben auch finaziell leisten. Ich habe mich noch nie so „pudelwohl“ in meiner Haut gefühlt. Meine gesundheitlichen Probleme sind wirklich minimal geworden. Jeder von uns geht seinen eigene Interessen und Hobby nach. Aber wir haben eben auch viel Zeit für uns und können alle Arbeiten in ruhe erledigen. Ziemlich stressfrei. M56
 
G

Gast

  • #8
M 45? Wo lebst du denn? Schon mal was von Kindern gehört?
Unglaublich, wie man in dem fortgeschrittenen Alter so eine Frage stellen kann und die Überlegungen dazu sind doch mehr als weltfremd.

w 49
 
G

Gast

  • #9
Lieber FS.
Ich sage nur: work-life-balance. Das geht auch mit Kindern. Warum tot schuften. Optimal ist eine 4 Tage Woche oder 5 Arbeitsstunden am Tag. Für eine Beziehung ist es doch besser wenn es ausgewogen ist. Leider spricht das klassische Familienbild dagegen. Frau kriegt Kinder und bleibt zuhause. Mann arbeitet mind. 40 Stunden und bringt das Geld nach Hause.
Was steckt hinter deiner Frage. Sitzt deine Frau zuhause rum und du hast angst sie geht fremd?
W/32
 
G

Gast

  • #10
Ich kenne nur Paare, die gleich lang arbeiten. Die Frauen "arbeiten" sogar länger, weil sie nach dem Job noch Aufräumen, putzen und unsere Wäsche machen. Meine Kumpels und ich verbringen diese Zeit meistens mit Video- oder Onlinegames. Schande.

37 m
 
G

Gast

  • #11
die Menschen sind aber nicht alle gleich! Nicht gleich in ihrer Leistungsfähigkeit, zum Beispiel.
Bei mir ist es so, dass ich im Laufe der Jahrzehnte feststellte, dass ich nun einmal schneller ermüde als einige andere Menschen. Ich brauche eine ausreichend lange Regenerationsphase pro Tag. Nachdem ich jahrelang mit Tinnitus und anderen stressinduzierten Beschwerden kämpfte, sah ich ein: Es ist nicht das Wichtigste, das maximal mögliche Einkommen zu erwirtschaften. Sondern das Wichtigste ist:

- Bis zur Rente durchhalten können;
- dabei gesund bleiben;
- dabei trotz Arbeiten eine gute Work-Life-Balance haben;
- bestmögliche Lebensqualität bei gleichzeitiger kontinuierlicher Erwerbstätigkeit

Im Übrigen hat mein Lebenspartner Null Bock auf Hausarbeit und ich muss daher pro Woche immer erheblich mehr Zeit in Haushaltstätigkeiten investieren als er, denn ich lebe nicht gerne im Dreck.
Dafür zahlt er einen höheren Miet-Anteil.

Daher arbeite ich Teilzeit und mein Lebenspartner "dürfte" das von mir aus auch gerne tun, aber er will es nicht! Original-Zitat von ihm: "Kommt für mich als Mann nicht in Frage, das ist was für Weicheier!". - Er versteht aber meine Gründe, weshalb ich es tue. Er weiß auch, dass ich ihn nicht "ausnehmen" will - ich lebe sehr, sehr bescheiden.

W44
 
G

Gast

  • #12
neben ggf. Kinderaufziehen und / oder Haushalt, können diverse gesundheitliche Gründe für eine reduzierte Arbeitszeit sprechen. Das dürfen heutzutage sowohl Frauen als auch Männer so machen. Aber ich glaube, viele Männer brauchen Vollzeit-Arbeit für ihr Selbstbild als Mann. Mir ist meine Gesundheit und meine Lebenszeit wichtiger als Geld oder Image!! - Deshalb arbeite ich Teilzeit und lebe entsprechend sparsam.
Man muss schon selbst auf sich aufpassen - sonst tut es nämlich keiner!
Leistungsgrenzen sind durchaus sehr unterschiedlich bei verschiedenen Personen, auch innerhalb von Paarbeziehungen.
w
 
G

Gast

  • #13
Ich habe mal ein Paar kennen gelernt das genau dieses praktiziert hat. Das Ehepaar hatte 4 Kinder im Alter von 0 bis 10 Jahre. Sie Gymnasiallehrerin er wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Forschungsinstitut. Beide haben in einer halben Stelle gearbeitet und sich finanzielle Verantwortung, Hausarbeit und Kindererziehung geteilt.

Bei evangelischen Pfarrerehepaaren ist die Konstellation dass sich beide eine Pfarrstelle teilen solange die Kinder viel Fursorge brauchen auch nicht so selten.

Es geht also wenn man will. Aber oft ist dier Versuchung sich auf althergebrachten Vorwänden auszuruhen zu stark.

W47
 
G

Gast

  • #14
Dein Modell wird in Frankreich gelebt. Meist arbeiten beide 35 Std., Kinderbetreuung gut organisiert und die Rente winkt auch früher.
Scheint mit Lebensqualität einherzugehen. Zeit für gutes Essen und die Liebe, allerdings auch gern außer Haus. Beneidenswert.
w
 
G

Gast

  • #15
Ein ganz wesentliches Problem fehlt noch: der länger arbeitende Partner ist NIE allein. Ihm fehlen die Zeiten, die man braucht, um ein eigenständiger Mensch zu bleiben. Auf Dauer rächt sich das, denn es zerstört die Beziehung. Für noch wichtiger als die Dauer der Arbeitszeit halte ich daher einen gewissen zeitlichen Versatz.
 
G

Gast

  • #16
... und wieder mal ein Thread mit haufenweise Vorurteilen und was alles (nicht) geht auf eine einfache Frage ...

Ich bin alleinerziehend mit einer 15-jährigen Tochter und habe einen 40h-Job ohne eine Minute Überstunden (Aha, ich merke gerade: Schönes Wortspiel).

Warum?

Weil ich zweimal studiert, zwischendurch eine Lehre abgeschlossen und bewusst von einem sehr lukrativen, zumindest finanziell, 60h-Job gewechselt habe. Das nennt man(n) Zukunftsinvestionen, was frau übrigens auch ohne weiteres könnte, und hat in der Vergangenheit funktioniert, weil meine geschiedene Frau und ich uns alles im Haus(halt), in der Kinderbetreuung und auch sonst, einschließlich der langen Arbeitszeiten, geteilt haben.

Nun haben sich die Zeiten geändert und ich mich sowie mein Umfeld auch.

Lieber FS,

nun lehne ich auch eine neue Partnerin ab, die nicht das gleiche Lebens- und (Arbeits)Zeitmodell möchte wie ich. Ich genieße in vollen Zügen meine zahlreichen Hobbies sowie die Stille zu fühlen und freue ich darauf, das ein oder andere, nicht alles, teilen zu dürfen, und da gäbe es vieles, auch eventuell vorhandene Kinder einer neuen Partnerin.

m, 46
 
G

Gast

  • #17
Wo lebst du denn? Schon mal was von Kindern gehört?
Unglaublich, wie man in dem fortgeschrittenen Alter so eine Frage stellen kann und die Überlegungen dazu sind doch mehr als weltfremd.
Die Überlegungen des FS sind in vielen europäischen Ländern ganz normal. Nicht überall sind berufstätige bzw. beruflich erfolgreiche Mütter automatisch herzlose Rabenmütter!
Außerdem: Schon mal was von KEINEM Kinderwunsch gehört? Unglaublich, wie sofort davon ausgegangen wird, dass die Person Kinder haben sollte! Die Geburtenrate ist hierzulande sehr niedrig, viele Leute haben offensichtlich NICHT das Bedürfnis, Bälger in die Welt zu setzen!
 
G

Gast

  • #18
Es funktioniert nur in Partnerschaften, in denen keine Kinder vorhanden sind. Viele Frauen werden, sofern sie Mutter sind, faul und orientieren sich gerne an alten Rollenmodellen.

Und genau dann funktioniert es nicht mehr. Und ganz ehrlich, wenn ich als Mann eine faule Frau zuhause habe, dir mir erzählen will, dass ein Teenagerkind noch 100 % Betreuung benötigt - nur damit Weibchen nicht arbeiten gehen kann, dann bin ich als Mann zu 100 % verpflichtet, dieses Weibchen durchzufüttern und zu finanzieren. Warum bitteschön, sollte Mann dann auch nur einen Finger zuhause krümmen? Schließlich bezahlt er die Zeche, auch wenn er sie nicht bestellt hat.

Frauen, die hingegen trotz Kind(er) weiter arbeiten und spätestens ab der Grundschule nahe an die Vollzeit kommen, können von ihren Männer auch Respekt und Mitarbeit erwarten - und sie erhalten sie auch.

Also FS, du liegst durchaus richtig in deiner These, musst dir nur die richtige Frau dazu aussuchen.
Das dürfte das größte Problem sein!

w/45, ein Kind, schon IMMER Vollzeit beschäftigt!
 
G

Gast

  • #19
Warum gehen Männer und Frauen üblicher Weise nicht gleich lang arbeiten?

Wäre es nicht besser für eine Beziehung ?

Ich sehe eigentlich nur Nachteile bei einer stark voneinander abweichenden Wochenarbeitszeit.
Deine Aussage ist sehr pauschal. Die meisten Frauen arbeiten heute Vollzeit, abgesehen von denen die Kinder haben, aber die hast Du wohl mit Deiner Aussage kaum gemeint.

Bei u40-Partnerschaften passt das nur, solange noch keine Kinder da oder wenn keine geplant sind. Dann sehe ich es auch als passender, wenn beide eine ähnliche Einstellung zu Arbeit haben und damit Bildungsgrad und damit Arbeitszeiten und Verdienste zueinander passen. Danach (=mit Kindern) wird sich das automatisch verschieben, bei Ähnlichkeit sicher auch eher gleichmäßig verteilt.

Bei ü40-Beziehungen ohne Familienplanung stimmt Deine Aussage auch aus meiner Sicht so einigermaßen. Allerdings reduzierst Du das auf die reine Arbeitszeit und der Verdienst oder die Arbeitsbelastung bzs. Arbeitseinstellung spielen sicher genauso eine Rolle.
Meine Noch-nicht-ganz-ex-Frau hat immer nur maximal 15 Stunden gearbeitet, nie eine qualifizierte Ausbildung abgeschlossen, ich bin eher das Gegenteil und die Ehe ist daran gescheitert. In unserem Fall ist Deine Aussage richtig.

Frauen sind aber generell nach meiner Erfahrung auch schlauer, was die Work-Life-Balance anbelangt. Bei qualifizierten Akademikerinnen, die dann ihre Arbeitsbelastung so reduzieren, dass das Einkommen ausreichend und die Freizeit auch noch vorhanden ist, passt es dann wieder. Bei Frauen, die aufgrund mangelnder Ausbildung sowieso schon wenig verdienen, ist es dann eher ein Balancieren auf der Armutsgrenze, das macht dann für den Partner keinen Spaß mehr. Egal ob Kinder geplant sind (dann wird es sehr teuer, wenn es schief geht) oder aber ü40 (dann macht es gleich keinen Spaß).

m, 46
 
G

Gast

  • #20
Bist du so naiv oder tust du nur so?
[mod]

Dass es Kinder gibt, muss man dir eigentlich nicht sagen, aber dass es dadurch auch zu unterschiedlichem Arbeitsaufwand kommt, dürfte auch klar sein. Mama kann nicht einfach das Baby fallen lassen, weil die 8 Std. Arbeit vorbei sind.

Aber mal davon ausgehend, dass du deine Kinder hast und auch nie haben wirst. Trotzdem leben wir nicht in einer Welt der Gleichheit - zum Glück. Nicht alle Menschen haben den gleichen Job und die gleiche Arbeitszeit. Selbst wenn ein Paar identische Arbeitsdauer haben sollte, nützt es nichts, wenn er z.B. Bäcker ist und sie im Kaufhaus arbeitet.
Es soll auch Menschen geben, denen ist ihre Arbeit im Beruf wichtiger als Hausarbeit, andere machen ganz gerne zu Hause die Putz- und Kocharbeit und gehen dafür ein paar Stunden weniger in die Firma.

Das Leben und die Menschen sind vielfältig und so ist es auch gut. 2 Menschen können nie gleich sein und ihr Leben wird sich immer voneinander unterscheiden.
Für mich klingt dein Vorschlag einfach nur naiv und dumm.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gast

  • #21
Viele Leute haben offensichtlich nicht das Bedürfnis, Kinder wie Gegenstände an die Seite zu packen - sie wollen, wie unverschämt in deinen Augen (@16), ihre Entwicklung auch begleiten und das nicht ausschließlich fremden Leuten überlassen.

Menschen wie dir (@16) und dem FS, sage ich mal ganz kurz, dass keiner der Leute, die ich auf ihrem letzten Weg begleitet hat, bedauert hat, nicht mehr gearbeitet zu haben. Anders herum wird ein Schuh daraus: es wird immer bedauert, sich keine Zeit für Kinder und Familie genommen zu haben!!
Was bedauert wird, ist, über Vollzeitarbeit Kinder zur Nebensache degradiert zu haben.
 
G

Gast

  • #22
Verstehe nicht, wieso hier so viele auf dem FS rumhacken.
Er ist 45+, er wird also keine Partnerschaft mit kleinen Kindern vor Augen haben.

Natürlich ist es normal, WENN KEINE KLEINEN KINDER ZU BETREUEN SIND, dass beide Partner Vollzeit arbeiten. Und wohnen sie zusammen teilen sie sich natürlich auch die Hausarbeiten, auch das halte ich inzwischen für normal.
Die Paare OHNE KLEINE KINDER, wo die Frau nur ein paar Stunden arbeitet und dann den Nebenjob "Hausfrau" ausführt, die sind nach meiner Beobachtung am aussterben.

Einige gibt es aber noch - habe ich nie verstanden, dass es für diese Frauen die Erfüllung ist seine Putzfrau zu spielen und dafür von ihm durchgefüttert zu werden.

w, 45, 40-45 Stunden Woche - ich liebe meinen Job!! Das bißchen Haushalt halte ich nicht für erwähnenswert, das läuft so nebenbei mit, und bei mir ist es IMMER ordentlich und sauber (ABER auch keine Kinder)!
 
  • #24
Dein Modell wird in Frankreich gelebt. Meist arbeiten beide 35 Std., Kinderbetreuung gut organisiert und die Rente winkt auch früher.
Scheint mit Lebensqualität einherzugehen. Zeit für gutes Essen und die Liebe, allerdings auch gern außer Haus. Beneidenswert.w
So beneidenswert ist das nicht.

Wenn man in Frankreich lebt, und Kinder hat, dann müssen i.d.R. beide Elternteile arbeiten gehen.
Damit genug Geld für die Familie da ist.

Eine 35- oder gar nur 32-Stunden Woche = weniger Einkommen.
Aber dadurch mehr Arbeitsplätze. Also eine erzwungene Solidarität mit den Arbeitssuchenden.

Der Arbeitstag kann trotzdem lang werden. Wenn der Betrieb z.B. zwei Stunden Mittagspause macht.
In Frankreich m.W. weit verbreitet. Selbst Supermärkte schließen mittags v. 12 - 14 Uhr.

Frankreich hat geringere Steuern und Sozialabgaben auf den Lohn, als Deutschland.
Aber z.B. bei 32 Stunden-.Woche nur 950,- Euro/Monat netto verdienen - ist in Frankreich recht knapp, selbst als Single.

Die Preise können dagegen tlw. teurer sein, als in Deutschland.
So Manches 20 % teurer, als in Deutschland.
Selbst Haushaltsartikel und Toilettenpapier kauft man besser und günstiger in Deutschland.

Ein Paar in der Normandie stöhnte schwer, nach ihrem Einkauf im Supermarkt.
Und rechnete ihren Kassenzettel lange nach, warum das Alles soviel Geld kostete.
Quelle: TV-Reportage

Es gibt tlw. Supermärkte in Frankreich, da kaufe selbst ich nicht ein, weil mir zu teuer.
Noch schlimmer: Baumärkte. Sehr teuer: Autos und Autoreifen.
Fernseher und Computer sind in Frankreich deutlich teurer als bei uns.

Die Kinderbetreuung ist in Frankreich besser. Dort gibt es Tagesmütter und -einrichtungen, die ggf. bis 20 Uhr die Kinder betreuen. Und notfalls auch etwas länger bleiben, bis die Kinder abgeholt werden (Aber nicht gerne)

Das Rentenalter wollen sie m.W. anheben. Denn von was will man das finanzieren, wenn man früher in Rente geht ? Und bei relativ wenig Einkommen = Beiträge ?
Frankreich hat aktuell neue Rekordverschuldung.

Ich sah ein französ. Rentnerpaar im Supermarkt.
An der Kasse eine Viertelstunde Dauer, um ihre (staatlichen ?) Lebensmittelgutscheine einzulösen, und damit ihren Einkauf bezahlen. Beneidenswert ???

Für den Franzosen ist Lebensqualität trotzdem sehr wichtig.
Er gibt viel Geld aus für gute Lebensmittel = gutes Essen.
(Er spart eher am Auto, als am Essen)

Aber in der Gastronomie sehe ich ihn relativ selten. Eher mittags, und wo es billig ist.
Genau hin schauen: Welche Gäste sind Touristen ?

Ähnliches auch in Schweden. Familie mit Kindern: Gehen beide Eltern arbeiten, möglichst Beide in Vollzeit. Ganz normal dort.
Aber auch andere Modelle, damit sich Beide in der Kinderbetreuung und Hausarbeit abwechseln.

(Ich wohne in der Nähe Frankreichs, habe dort Kontakte, und bin jeden Monat dort.)
 
G

Gast

  • #25
Was soll denn das Gegifte gegenüber dem Fragesteller, dass er keine Kinder berücksichtige?
Das Modell, dass beide Partner gleich viel Zeit in Beruf und Familie investieren, kommt im Gegenteil dem Familienleben sehr entgegen.
Wer in traditionellen Rollenvorstellungen verhaftet ist, bei denen ein männlicher Mann bis zum Umfallen arbeitet und eine weibliche Frau rund um die Uhr zum Kind gehört, muss doch nicht Menschen, die sich auch andere Lebensmodelle vorstellen können, als weltfremde Ignoranten desavouieren.
 
G

Gast

  • #26
Es wäre sowohl für das Individuum als auch für die Gesellschaft in vielerlei Hinsicht von Vorteil, wenn JedeR und Jede die Möglichkeit hätte, mindestens die Hälfte seiner Tage jeweils frei über seine Zeit verfügen zu dürfen/ können. Leider stehen meist wirtschaftliche Zwänge und festgefahrene Geschlechterrollen/ -klischees dem entgegen.
w
 
G

Gast

  • #27
... Geh an die Politik, setz dich für Frauenrechte ein!...
Je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, scheint mir die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ein Thema zu sein welches nkch nicht vollends verwirklicht ist. Es scheint da Auswüchse in beide Richtungen zu geben die nicht meinem Gerechtigkeitsempfinden entsprechen.

... Frauen verdienen ohnehin schon weniger als Männer, bei gleicher Leistung! Chefs sehen es nicht ein, Frauen mehr zu bezahlen.
Das wiederspricht sich aber. Du meinst sicher, das Frauen bei gleicher Leistung weniger bekommen als Männer. Wenn es beii dir so sein sollte, kannst du ja mal mit de Artikel 3 GG bewaffnet in deine Personalabteilung gehen und um Korrektur deines Arbeitsvertrages bitten. Sollte das nicht fruchten gehst du zum Betriebsrat. Und wenn das nix bringt verklagst du die Firma wegen Verstoß gegen Artikel 3 GG.

Das ist natürlich nur gerechtfertigt wenn du auch die selbe Leistung wie deine anders geschlechtige Vergleichsperson erbringst.

Allerdings denke ich das wenn die Frauen statistisch gesehnen für die selbe Leistung weniger Geld verlangen, würden die Arbeitgeber ja soweit es geht nur noch Frauen einstellen. Da das meines erachtens nicht so ist, bin ich nicht ganz überzeugt von dieser Thheorie.

Gruß
m45+
FS
 
G

Gast

  • #28
?!
Ich arbeite 45 Std die Woche um so um die Runden zu kommen. ( Physiotherapeutin)
Mein Partner hat einen 35 Std Job ( ig Metal))
Und verdient mehr als doppelt so viel.
Haushalt- 60/40 sie/er... Dafür läd er mich öfters ein.
Ich bin zufrieden.
Wenn wir Kinder bekommen sollten, lohnt es sich für uns nicht 50/50 zu machen.
Da er besser verdient, die Kinderbetreuung hier superteuer ist und arbeiten bei mir mit reduzierten Stunden die Kosten gerade decken würde, würde ich gerne bis zum Kindergarten zu Hause bleiben, danach auf 75 % und dann wieder 100% wenn es geht.
Hängt ja auch von der eigenen Fitness, der Hilfe durchs Umfeld und dem Partner ab.
Abwarten
Du kannst dein Leben planen wie du willst, wenn Gesundheit, finanzielle Möglichkeiten, Umfeld und
Deine neue Partnerin da mitspielen
Viel Glück ;)
 
G

Gast

  • #29
Nun ja, es kommt ein wenig gestelzt daher, aber so ganz unrecht hat der FS nicht. Was Beziehungen anbelangt ist das sicher dienlicher, wenn das angeglichen werden könnte. Er macht sich zumindest schon vorher Gedanken, wie Probleme gar nicht erst aufkommen können.

Er weiß aber sicher, dass das kaum möglich ist, zu viele andere Kriterien fließen da mit ein. Sind ja hier schon alle benannt.

Offenbar ist er ein gebranntes Kind des Feuers, so er an alles etwaige schon vorher denkt, der FS 45plus.

Wenn der FS sich unsterblich in die Karrieristin oder die OP-Schwester verliebt, dann interessiert in das nicht mehr so sehr und seine Philosophien finden dann im Alltag Raum. Er will es halt richtig machen oder ausschließen und die lebenslange Garantie, na, habe ich Recht FS?

Aber denkt nicht so lange, auch deine besten Jahre sind absehbar bald vorbei.
 
  • #30
@FS: Frage mal Frauen, die auf Arbeitssuche sind - was die dabei erleben.

Immer mehr Arbeitssuchende können ggf. nur noch einen Teilzeit- oder gar nur Minijob bekommen.
Besonders bei "typisch weiblichen" Jobs, oder weiblichen Bewerbern.

Selbst Bürostellen, die sonst typisch Vollzeit besetzt sind - werden ggf. auf Teilzeit aufgeteilt.
In einer Stellenanzeige suchte man sogar zwei qualif. Teilzeitkräfte, für die gleiche Arbeit.

Selbst Akademiker/innen können in ihrem Fach auf Teilzeit reduziert werden.
z.B. mit dem Spruch:"Wir haben nicht mehr Geld, um sie Vollzeit zu beschäftigen"

Oft werden solche Teiilzeitkräfte ihrer Rechte als Arbeitnehmer beraubt.
"Für Sie gilt das nicht. Sie sind nur Teilzeitkraft"
Obwohl sie gesetzlich die gleichen Rechte haben.

"Na, dann macht man halt mehrere Teilzeit-Jobs"
Aber oft nicht möglich, weil gleiche oder überschneidende Arbeitszeiten.
Oder die Arbeitszeiten werden jede Woche neu festgelegt.
Also ist man nicht frei, für einen weiteren Job.

Eine qualif. Bürostelle (vgl. Sekretärin) wurde von Vollzeit auf Teilzeit reduziert.
Die Angestellte kostet nur noch die Hälfte Gehalt.
Für die zweite Hälfte des Arbeitstages beschäftigt man dort Arbeitslose, als sog. Ein-Euro-Jobber.
Denn der Ein-Euro-Jobber kostet Denen gar kein Geld. Für den zahlt das Amt sogar noch was, damit er dort kostenlos arbeiten darf.
(Ich kannte einen Mann, der 2,5 Jahre lang in dieser Stelle kostenlos arbeitete)

Ich habe aber auch von qualif. Vollzeitstellen erfahren, die so wenig Gehalt einbringen, daß man fürs gleiche Geld auch Teilzeit arbeiten kann.

Besonders Frauen sind von sowas betroffen.
Weil viele solcher Arbeitgeber es nicht wagen, solche Jobs auch Männern anzubieten.
Aber Frauen gelten als "billiger und williger"

Selbst wenn Beide Vollzeit arbeiten würden - würden sie sich auch die Hausarbeit gerecht aufteilen ?
Was wäre, wenn Beide denken: Ich habe den ganzen Tag gearbeitet - und jetzt keine Lust auf Hausarbeit.
Und am Wochenende: Endlich frei - also Freizeit genießen.
Wer macht dann was im Haushalt ??? - Oder bestellt das fertige Essen telefonisch.

Der neue Trend: Feste Beziehung - aber getrennte Wohnungen.
So kann Jeder über seinen Haushalt bestimmen.
Und trifft den Partner nur, wenn er will.
Wäre das ein Modell für den FS ?

Ich kenne sogar Frauen mit eigenen Wohnungen, die gar nichts für ihren Lebensunterhalt arbeiten.
z.B. als freiwilligen Unterhalt vom Ehemann bekommen. Der dieses Geld aber gerne zahlt, weil er noch mehr Geld bei der Steuer spart ?
Oder als Rente/Pension vom verstorbenen ex-Ehemann beziehen.
Wozu dann noch arbeiten gehen ? Nur, damit Andere beruhigt und zufrieden sind ?

Und wer nicht (voll) arbeitet, muß deswegen nicht untreu werden, oder "Hartz-4 TV" anschauen.
Der kann auch Besseres mit sich anfangen.
Das ist keine Frage der freien Zeit - sondern eine Charaktereinstellung.