• #31
Ich vermute, damit ist gemeint, dass wenn es Dir schlecht geht, Dein Partner nicht sagt "ja, aber ich lebe ja auch noch für mich" und dann weiter sein Ding durchzieht, sondern zurücktritt zu Deinen Gunsten.

Und selbst da mag ich differenzieren - die Debatte führen wir beide gelegentlich.
Ich lebe AUCH noch für mich.
Exakt.

Wenn es einem Teil schlecht geht, unterstützt der Andere, selbstverständlich.
Aber diese Unterstützung hat immer Grenzen, worauf der Unterstützer zu achten hat.
Es darf dann nicht für diesen zur Be-Last-ung werden.
Er/sie hat auch noch ein eigenes Leben, eigene Bedürfnisse, eigene Grenzen.

W, 50
 
  • #32
Du projizierst jetzt Entmündigen auf Verantwortung übernehmen. Darum geht es überhaupt nicht


Nein, als Entmündigen sehe ich es nicht.

Aber ich kann und will nicht hinein fühlen, hineininterpretieren, ob meinem Partner mit mir alles passt.
ER muss es mir sagen, so wie ich mich äußere.
Ich mag diesen Zwang zum Interpretieren nicht - der Andere hätte wissen, denken, fühlen müssen. Warum???

Und wenn es zuviel Unwohlgefühl gibt, ich es geäußert habe, es keine Veränderungen gibt, dann ziehe ich die Konsequenzen.

Wenn ihn etwas stört, soll er es sagen.
Dann kann ich für mich prüfen, will ich es ändern?
Wenn Nein, ist es schwierig. Ich kann Nein sagen - ihn stört es weiterhin, dann ist es seins die Konsequenz zu ziehen.
Wenn ich Ja sage, schaue ich, ob ich die Änderung alleine hinbekomme, ggf. brauche ich Unterstützung, die ich mir dann suche...

So sind entsprechend die Verantwortlichkeiten.

Dein Beispiel - ich würde diesen IT Bekannten ansprechen - und ihm die tiefrote Karte zeigen.
Für ihn passt es so.. Aber für sie? Sie macht es mit. Ihre Verantwortung, wenn es ihr nicht passt, Stopp zu sagen.

W, 50
 
  • #33
Ich übernehme Verantwortung für mich. Ich möchte nicht, dass jemand sich für mich verantwortlich fühlt - Teil meines Erwachsenseins.

Also übernehme ich keine Verantwortung für meinen Partner. Ich möchte, dass er zufrieden ist, es ihm gut geht mit mir, aber er ist dafür verantwortlich, für sich selbst zu sorgen.
Das unterschreibe ich - sofort.
Klar, man kann 1000 Ausnahmesituationen konstruieren .... aber die sind nicht geplant. Und meist unvorhersehbar.

Manche Dinge müssen sich auch einfach entwickeln - Vertrauen, Vertrautheit, Erkennen gewisser Gefühlslagen beim Anderen, ... und damit entwickeln sich auch die Gespräche. Und die Themen.

Natürlich kann man alles planen ... alles abfragen ... Checklisten abhaken ... Erwartungen und Ziele formulieren. .....
Allerdings sind die besten Pläne die, die Flexibilität ermöglichen. Warum können grosse Brücken etwas schwingen ? Ja, um Belastungen nicht statisch auffangen zu müssen. Mit einer gewissen Beweglichkeit dem Sturm zu trotzen - das ist die Aufgabe.

Diesbezügliche Offenheit reduziert die Aquise-Chancen insbesondere von Männern ganz erheblich.
Eben nicht !!! Den Mut zu haben und zu formulieren, was man möchte - durchaus wirkt das auf einige Frauen männlich attraktiv. Klar, mit deiner Regel bekommst du theoretisch mehr Frauen ab ... aber die Crux dabei ist, dass es weder die Frauen sind, die du willst noch die Frauen dich wollen, weil sie Angst riechen können.
Regeln und "Moral" bewirken nur, dass man in einem Korsett steckt und jemand anderen findet, dessen Korsett sehr ähnlich ist. Gemeinsam kann man dann langweilig und ereignisarm ein fremdbestimmtes Leben "abwohnen". Und irgendwann merkt einer der beiden, dass Sonntag nicht unbedingt zur Kirche gehen heisst ... sondern auch Ausschlafen, Brunchen, Skifahren oder Baden gehen heissen kann ..... Liest man hier oft. Nach 15 Jahren ist er oder sie einfach gegangen .....
 
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