• #1

Warum geht es nach den Flitterwochen bergab?

Liebe Leute

Ich möchte hier meinen Kummer etwas loswerden und vielleicht kann mir jemand erklären, was ich falsch gemacht habe.

Vor etwas über zwei Jahren lernte ich hier eine Frau kennen, nach einiger Zeit haben wir uns für eine Beziehung entschieden. Ich bin Ingenieur, 38, sie Ärztin, 36.
Ich muss dazu sagen, dass sie Türkin ist und wohl traditionell bedingt (zumindest wurde es mir so verkauft), noch bei den Eltern wohnt!
Jedenfalls entschieden wir uns, auch gerade im Hinblick auf Familienplanung, nicht mehr allzu lange zu warten und wagten den grossen Schritt, zu heiraten. Schon bereits früh in unserer Beziehung habe ich zwei Bedingungen gestellt. Erstens werden wir in gesundem Abstand zu den Eltern wohnen (also nicht Tür an Tür), und der Ort, an dem ihre Eltern leben, kommt nicht in Frage für mich, weil es ein Niedersozialquartier ist. Jeder aus Basel würde das so unterschreiben.
Wir waren und da sofort einig und prompt ging die Suche los nach Wohnungen. Wir hatten das Glück, unsere Traumwohnung zu finden und auch zu bekommen. Mit grosser Freude erfolgte das Einrichten, umziehen, etc. Ich möchte erwähnen, dass wir mit dem Auto 12min Fahrt haben zu ihrem Elternhaus!
Es kam die Hochzeit, die Flitterwochen, alles perfekt!
Nach unserer Rückkehr gings bergab. Bereits einen Tag nach der Rückkehr erwähnte sie, dass sie doch gerne ihren Ledigennamen zurücknehmen wolle. Ich möchte dazu sagen, dass sie völlig von sich aus meinen Namen annahm, mir war das nicht wichtig. Ihre Argumentation war, dass sie aufgrund ihres Berufes ihren Patientenkreis so verlieren könne. Meine Frau hat vor einem Jahr den Facharzt gemacht und fängt jetzt erst an, in einer Praxis zu arbeiten. Es überzeugte mich nicht, jedoch willigte ich enttäuscht ein.
Vier Tage später kommt sie auf mich zu und erklärt mir, dass sie sich in der Wohnung nicht wohl fühle. Ich bin aus allen Wolken gefallen, wir haben einige Wohnungen angeschaut, alle im selben Ort, und wollten diese unbedingt haben. Gerade mal nach 4 Tagen kommt sie dann mit sowas.. Die Argumente reichten von zu wenig Sonne bis zu der Tatsache, dass es zu weit zu ihren Eltern ist und sie nicht mit dem Auto einkaufen gehen mag. Diese Diskussion ging wochenlang, täglich, und sie bestand darauf, im Quartier der Eltern zu wohnen, was für mich seit sehr langer Zeit nicht in Frage kam.
Schlussendlich entfernten wir uns voneinander, ich konnte sie und ihre Haltung nicht mehr ernst nehmen. Jedenfalls packte sie nach insgesamt 7 Wochen Ehe ihre Sachen und kehrte zu den Eltern zurück. Wir werden uns scheiden lassen.
Ich weiss einfach nicht, was das ganze soll. Ich hatte sehr viel Stress beim Umzug, einrichten, Hochzeit mit 600 Gästen organisieren etc. All das, damit ich nach 7 Wochen wieder eine neue Wohnung suchen kann, da ich die jetzige alleine nicht finanzieren kann. Ansonsten würde ich liebend gerne da bleiben.
Kann jemand das Verhalten verstehen???
 
  • #2
Sie hatte Torschlusspanik, hoffte, du wärst der Richtige und jetzt stellt sie fest, dass ihre Gefühle für dich nicht ausreichen?
 
  • #3
Lieber FS,
das hört sich ja alles sehr turbulent an. Ich habe selbst zwei sehr gute türkische Freundinnen und wir haben schon recht schnell festgestellt, dass unser Beziehungsverhalten völlig unterschiedlich ist. Und Familie hat einfach einen anderen Stellenwert für die beiden.
Wie kommst du mit Ihren Eltern zurecht? Haben Sie eure Beziehung und Ehe akzeptiert? Bist du ein Teil dieser Familie geworden?
Deine Frau scheint mir überfordert zu sein. Sie verlässt zum ersten mal ihr Elternhaus, wohnt mit einem Mann zusammen. Die meisten Menschen in diesem Alter haben entweder schon mal mit jemanden zusammen gelebt, haben längere Beziehungen hinter sich oder haben zumindest seit mindestens 10 Jahre eine eigene Wohnung.
Ich bin mit 20 mit meinem heutigen Exmann zusammen gezogen. Und die ersten Wochen waren hart. Ich habe mein Elternhaus vermisst, die neue Umgebung war schwierig, die Beziehung veränderte sich natürlich auch.
Hast du dir da mal darüber Gedanken gemacht, dass es für sie nicht ganz leicht ist? Habt ihr darüber gesprochen? Was hast du dafür getan, es ihr ein bisschen leichter zu machen?
Ich kann ihr Verhalten sehr gut verstehen, auch wenn es für mich selbst undenkbar wäre so zu reagieren.
Sollte es für euch noch eine Chance geben, rede mit ihr - nehme ihr die Ängste und geh auf sie ein. Solltest du dich gut mit der Familie verstehen, rede auch mit ihnen.
 
P

proudwoman

  • #4
Nein,
das kann ich nicht verstehen? Oder vielleicht doch, denn das besagt, zwei solch unterschiedliche Kulturen passen einfach NICHT zusammen. Dafür kann man mich jetzt ruhig hier zusammenfalten, egal.
Mich wundert es auch, dass sie Ärztin ist, denn da hätte ich eine halbwegs moderne Lebenseinstellung erwartet.
Das tut mir sehr leid für Dich. Das einzige, was ich Dir zum Trost sagen kann ist, sei froh, dass es jetzt so gekommen ist und nicht noch später. Alles erdenklich gute für Dich.
 
  • #5
Puuh, das ist harter Tobak. Fühl Dich erst mal gedrückt, das muss man erst mal verdauen.
Ich kann es mir nur so erklären, dass der Einfluss Ihrer Familie doch sehr sehr groß ist und sie das jetzt erst nach der Hochzeit und den Flitterwochen gemerkt hat, wie sehr sie ihre Familie vermisst.
Das ist denke ich einfach eine andere Mentalität.

und sie nicht mit dem Auto einkaufen gehen mag.
Das Argument finde ich an den Haaren herbeigezogen. Sie ist 38, Ärztin und mag nicht mit dem Auto einkaufen?? Komisch

bis zu der Tatsache, dass es zu weit zu ihren Eltern ist
12 Minuten Fahrt zu ihrem Elternhaus ist zu weit?

Sie war 34, als Du sie kennengelernt hast und wohnte noch bei ihren Eltern. Sie hat sich dann schlussendlich bei EP angemeldet denn so konnte das ja eigentlich nicht weitergehen. Früher nannte man das "ein spätes Mädchen". Wahrscheinlich hat ihre Familie sie darin noch bestärkt, jedoch hatten die vielleicht so was im Sinn wie "türkischer Arzt oder Anwalt", der in ihr Familien-Konstrukt passt.
 
  • #6
Lieber Jigsaw
Erstmal möchte ich dir sagen, dass ich deinen Kummer total verstehe. Wirklich schade, dass es soweit gekommen ist. Ehrlich gesagt kann ich das Verhalten deiner Frau nicht billigen, andererseits kann ich ein Stück weit nachvollziehen, dass dieser neue Lebensabschnitt für sie (Auszug aus der elterlichen Wohnung mit 36!, Heirat, Einzug in die neue Wohnung usw.) neu war und sie ganz offensichtlich überfordert hat. Es geht nicht hervor, wie lange du mit deiner Frau in einer Beziehung gelebt hast, bevor ihr geheiratet habt. Aber wahrscheinlich doch ne ganze Weile. Ich kann aus dem, was du geschrieben hast, keinen Fehler entdecken, den du gemacht haben sollst. Deine Frau war ja einverstanden, aus dem Quartier der Eltern wegzuziehen, sie hat die Wohnung zusammen mit dir ausgesucht. Die Sache mit dem Namen finde ich auch komisch. Sie kann ja deinen Namen und ihren Namen behalten. Damit sie sicher keine Patienten verliert. Mich würde noch interessieren, wie du zu deinen Schwiegereltern stehst? Waren sie damit einverstanden, dass ihr in ein anderes Quartier zieht? Ich finde 12 Min. Entfernung mit dem Auto in eurer Situation eine "gesunde" Distanz. Finde ich absolut nachvollziehbar, dass ihr nicht gleich um die Ecke wohnt. Man kann sich auch so regelmässig treffen. Ich attestiere deiner Frau, dass sie eventuell sowas wie Heimweh hat und mit der Situation überfordert ist. Es ist ja logisch, dass man eine Weile braucht, um sich an alles zu gewöhnen. Dass sie mit dem Auto einkaufen muss ist ja wohl nicht wirklich ein Problem (Luxusproblem in der Schweiz), hätte sie vor Einzug in die Wohnung beanstanden können, wenn das für sie wichtig gewesen wäre. Ich finde, dass deine Frau wirklich zu schnell das Handtuch geworfen hat, man muss sich und dem Partner doch einfach Zeit lassen, am neuen Wohnort anzukommen und sich einzuleben, das geht nicht in 7 Wochen. Hier handelt es sich wieder um einen Fall, von 2 verschiedene Kulturen zusammentreffen. Ich nehme an, du bist Schweizer, sie ist Türkin. Das sind halt verschiedene Welten, selbst wenn deine Frau in der Schweiz aufgewachsen ist. Es gibt Kulturen, wo die Familie/Verwandtschaft viel mehr verbunden ist als das in der Schweiz oftmals der Fall ist. Das Individuum steht oft zurück, zu Gunsten der Gemeinschaft/Familie/Verwandtschaft. Natürlich sind Ehen zwischen Menschen verschiedener Kulturkreise möglich und können gut funktionieren, aber es können trotzdem Probleme auftreten, die es unter Partnern aus dem selben Kulturkreis / Land nicht, oder weniger gäbe. Trotzdem habe ich irgendwie Mühe zu glauben, dass sich dies nicht schon vor eurer Heirat irgendwie abgezeichnet hat. War sie immer mit allem einverstanden und änderte anschliessend ihre Meinung um 180 °? Wie sieht's jetzt aus? Ist die Scheidung beschlossene Sache? Oder besteht die Chance auf Wiederversöhnung? Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute!
 
  • #7
Nein. Ich vermute, das liegt daran, dass ich aus einem anderen Kulturkreis komme als Deine Noch-Frau. Wenn sie großen Wert auf Familie legt und anscheinend da anders denkt als Du, dann passt es irgendwie nicht. Das mit ihrem Auszug und Rückzug zu den Eltern verstehe ich allerdings auch vor diesem Hintergrund nicht. Soweit ich weiß, ist bei Moslems das mit der Trennung noch eher ein Problem für eine Frau. Ich vermute, in der Beziehung hat etwas grundsätzlich nicht gestimmt oder aber im Hintergrund laufen irgendwelche Entwicklungen ab, die wir kulturbedingt nicht verstehen. Traurig für Dich...
 
  • #8
Hallo Jigsaw,
Ich denke, dass es schwer ist über das "Warum" zu spekulieren, ohne die andere Seite zu kennen.
In deinem Text hast du bei Emotionen immer von "wir" gesprochen... mit großer Freude haben wir die neue Wohnung eingerichtet.

Bist du sicher, dass nicht nur du so empfunden hast?

Denn was nach dem Flitterwochen kam, wird wohl nicht von jetzt auf gleich passiert sein. Du hast Bedingungen gestellt und sie hat wahrscheinlich gedacht, für den Moment ok er lässt mir ja keine Wahl und wenn ich noch eine Familie gründen will... Aber nach der Hochzeit wird meine Position wahrscheinlich etwas besser und ich versuche einen anderen Kompromiss zu finden.

Ich vermute folgende Gründe:
1.) Kulturelle Hintergründe (du scheinst nicht so begeistert über die Nähe zu Ihrer Familie zu sein, aber man heiratet auch immer die Familie)
2.) wenn ihre Eltern aus einem Armenviertel kommen, dann ist sie wohl dort aufgewachsen. Deine Snobistische Einstellung wird sie wohl als Ablehnung gegen einen Teil ihrer selbst gesehen haben.
3.) Deine bestimmende Art, ohne sich auf sie und Ihre Vorstellung einzulassen. 36 Jahre bei einer Familie und dann von jetzt auf gleich so ein großer Wechsel, ohne deinen Rückhalt, dass du ihre Familie akzeptierst und ihren Wunsch diese erstmal oft zu sehen...

Kleiner Tipp lass die Ehe annullieren. Ist billiger.

Wenn du es nochmal versuchen willst und sie wirklich gern hast, arbeite an deiner Empathie, Kompromissfähigkeit und interkultureller Kompetenz.
 
  • #9
Ich vermute, dass sie sich in den Kopf gesetzt hatte endlich ohne ihre Eltern klar zu kommen und merkte dann dass sie es doch nicht kann.
Vermutlich findet sie es einfach bequem von der Mutter bekocht zu werden etc. - dass es alleine um die traditionellen Werte gehen soll glaube ich ehrlich gesagt nicht.

Prinzipiell ist es doch wirklich bescheuert jemanden zu heiraten mit dem man 1. gerade mal 2 Jahre zusammen ist und 2. man überhaupt nicht einschätzen kann wie es ist mit demjenigen zu wohnen.
Du wirst daraus gelernt haben und so eine Dummheit wohl nie wieder begehen.

Eine Sache interessiert mich noch: Musstet ihr euch wirklich scheiden lassen, reicht eine Anulierung nach so einer kurzen Ehezeit nicht aus?

L.G., w 32
 
  • #10
Ganz einfach: Du hast eine Forderung gestellt und der geht eben damit einher, dass ein anderer sein Leben ändern muss, dass er ohne dich so nie getan hätte. Ein paar Wochen geht das gut, danach wird man wieder sein eigener Mensch in der Beziehung und sieht die Tatsachen nüchterner. Wenn eine 36 jährige Frau so lange bei ihren Eltern wohnt, obwohl sie beruflich so gut gestellt ist, dann nicht, weil sie nicht anders kann, sondern weil sie sich für so ein Leben entschieden hat und glücklich ist. Punkt.

Nicht jeder braucht ein eigenes Haus und die große Freiheit. Manche sind mit wenig glücklich. Das hast du leider übersehen. Du bist arrogant. Punkt.
 
  • #11
Guten Morgen lieber FS,

anhand deiner Schilderungen kann man das Verhalten deiner Liebsten nicht interpretieren. Viel zu wenig Hintergründe sind bekannt und die Schilderungen entstanden nur aus deiner Sichtweise.

Was mir auffällt....
Schon bereits früh in unserer Beziehung habe ich zwei Bedingungen gestellt.
Vielleicht hast du, oder auch sie, zu wenig ihre eigenen Bedürfnisse überdacht. Sie hat deine Bedürfnisse vielleicht zu ihren gemacht? Das von dir erwähnte und von jedem unterschriebene Niedersozialquartier (brauchst du die Bestätigung anderer, weil du Unsicherheiten spürst?) könnte ganz gewaltig verletzt haben?
Das komplett andere Leben fühlt sich für sie nicht wohlig an und es treibt sie zurück.
Gibt, oder gab es so etwas auch wie Liebe zwischen euch beiden, oder nur Handelsabkommen?

Ihr beiden kommt aus komplett zwei verschiedenen Welten und eine Beziehung kann nur klappen, wenn der gegenseitige Respekt und die Achtung, halbwegs ausgewogen ist und jede Menge Liebe mit im Spiel ist.

Ich hatte sehr viel Stress beim Umzug, einrichten, Hochzeit mit 600 Gästen organisieren etc. All das, damit ich nach 7 Wochen wieder eine neue Wohnung suchen kann, da ich die jetzige alleine nicht finanzieren kann. Ansonsten würde ich liebend gerne da bleiben.
...den Stress hatte sie ja auch und für die Wohnung findet sich vielleicht ein Untermieter und sollte nicht mit, einer der Triebfeder sein, dass du sie willst ;-)

Alles Gute für dich!
 
T

Toi et moi

  • #12
Es ist wahrscheinlich das Beste was sie gemacht hat. Sie hat gemerkt, dass sie nicht zu dir passt. Ich habe es sehr oft erlebt, dass die Männer nach der Hochzeit irgendwie erwarten, dass die Frau ihre Identität aufgibt und jemand anderes wird. Wahrscheinlich hat sie sich auch in der Nachbarschaft gemobbt gefühlt, warum gibt es sonst Gettovierteln?
Es tut mir sehr leid für dich. Es passt einfach nicht und es ist besser ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende. Du wirst darüber hinwegkommen und wirst jemanden finden, der besser zu dir passt.
Alles Gute für dich
 
  • #13
Liebe Leute

Vielen Dank für die Feedback.
Ich hatte zur Familie ein sehr gutes Verhältnis, sie waren froh, dass ihre Tochter glücklich ist mit mir und wir auch klarkommen. Wie gesagt, es war alles bestens bis nach den Flitterwochen.
Ich verstehe, dass aller Anfang schwer ist, geht mir ja nicht anders. Aber wir haben alles zusammen entschieden und 12min zu den Eltern zu fahren sollte ja drinliegen, zumal jeder von uns ein Auto besitzt.
Ich habe von einer Ärztin eben auch etwas Menschenverstand erwartet, in dem Alter sowieso, da sie zudem Familie gründen möchte.
Ein Zurück gibt es nicht mehr, sie hat bereits ihre Sachen gepackt und ist wieder in ihr "Kinderzimmer" bei den Eltern eingezogen. Den einzig negativen Einfluss bekommt sie von ihrer Mutter, da komm ich nicht gegen an. Leider bekam ich das erst nach der Hochzeit zu spüren.
 
  • #14
Ich glaube nicht, dass ihr Verhalten einen kulturellen Hintergrund hat. Zumal da eine strikt traditionelle türkische Familie ihre Tochter nach meinem Verständnis nicht Ärztin werden lassen würde. In puncto Glaubwürdugkeit ihres Verhaltens wäre auch von Interesse, wofür sie Facharztin ist.
Ich bin der Meinung, dass sie dich entweder umfassend belogen hat und/oder psychisch nicht gesund ist.
 
  • #15
Eure Liebe muss sich im Alltag bewähren, das geht nur Schritt für Schritt. Alexa hat das toll beschrieben.

Schon bereits früh in unserer Beziehung habe ich zwei Bedingungen gestellt.
Durch Bedingungen wird nur unnötig Druck in einer ohnehin schwierigen Situation ausgeübt. Das Zusammenziehen ist ein großer Schritt und gelingt nur mit gegenseitigem Verständnis, Toleranz und Kommunikation. Da habt ihr wohl beide was falsch gemacht. Sie hat wohl so etwas wie Heimweh bekommen: Nach einer Wohnung voll Wärme, vertrauter Menschen, Lachen, Tratschen, gemeinsamem Kochen und Essen etc. In eurer neuen, schicken Wohnung hat das gefehlt, auch wenn die Lage schöner und die Einbauküche teurer war. Du beharrst auf deinen "Vertragsbedingungen", sie fühlt sich unverstanden, es gibt Streit, das verstärkt den Wunsch nach Verständnis durch geliebte, vertaute Menschen. Zudem sprichst du distanziert bis abwertend von dieser Familie.

Ich selber habe dieses "Heimweh" auch gespürt, als ich mit 26 zu meinem Mann zog. Es dauerte eine Weile, bis ich mich heimisch fühlte. Selbst meine beiden Omas haben noch im Alter erzählt, wie schwer es für sie war, "damals" aus dem Elternhaus zu gehen und mit ihren Männern eine eigene Familie zu gründen. Insbesondere bei den Großeltern mütterlicherseits gab es deswegen regelmäßig Streit. Meine Oma fuhr noch oft und sogar noch mit dem ersten Kind von Berlin nach Sachsen zu ihren Eltern, mein Opa war darüber "stinkesauer". So ungewöhnlich ist das also nicht, auch wenn es nur 12 Minuten ums Eck sind. Da fehlt etwas in eurer Beziehung.

Warum habt ihr nicht einen Kompromiss gesucht? Wo war das Problem, wenn sie regelmäßig ihre Familie besucht, dort auch mal gegessen oder übernachtet hat? Schade, dass ihr beide diese vergleichsweise kleine Bewährungsprobe nicht bestanden und durch Toleranz und Verständnis gelöst habt. Vielleicht habt ihr auch einfach nicht zusammengepasst. Das hat dann mit den Flitterwochen nichts zu tun.
 
  • #16
Ich habe von einer Ärztin eben auch etwas Menschenverstand
... sie hat eben nicht nach ihrem Menschenverstand gehandelt, sondern hat ihr Gefühl entscheiden lassen. Gott sei Dank! Natürlich ist da prompt die Schwiegermutter im Spiel, was man vorher nicht bemerkte. Ich habe das Gefühl, du verlagerst einige Dinge. Vielleicht hat deine Liebste bestimmte Dinge auch vorher nicht, sondern erst nach der Hochzeit bemerkt und ist in den Flitterwochen auf den Boden der Tatsachen gelandet. Wer so abrupt eine *Liebesehe* beendet, der hat triftige Gründe. Lass es gut sein und wachse an dieser Geschichte. Du wirst deinen Teil dazu beigetragen haben.
 
  • #17
Mit 36 noch bei den Eltern? Mit 36 ist Bergfest. Da geht es für einige schon wieder Bergab. Sie hat nie Alleine gelebt. Nur in ihrem " Kinderzimmer" Aber Ärztin, also scheinbar nicht Dumm. Aber hat dennoch kein Wirkliches eigenes Leben. Keinen Raum wo sich sich mal mit Freundinnen zurückziehen kann. Keine Party wo die Eltern nicht dabei sind. Nix Nackig mal eben vom Bad ins (Kinder) Schlafzimmer gehen.Kochen für Freunde ohne Eltern. Geschweige dann lauthals andere Dinge. Das hört sich für mich alles sehr fremd und sehr ungewöhnlich an. Sie hat sich nie selbstständig entwickeln können. War nie auf sich wirklich allein gestellt. Mit 36 noch nie eine Küche die nur sie wollte, gekauft. Nie das Gefühl, dass sind meine eigenen 4 Wände und ich mache das was mir gefällt. Das diese Frau unweigerlich Fremdgesteuert ist, liegt für mich schon sehr nahe. Aber da du von Beginn an unter anderem die Bedingung gestellt hast nicht unmittelbar in der Nähe ihrer Eltern zu wohnen, war dir insgeheim schon klar was diese für einen Einfluss auf ihre Tochter haben, oder????
Ich weiß es bringt dir keinen Trost. Aber vielleicht ist es besser jetzt so.
Wünsche dir alles Gute und Stärke
m46
 
  • #18
Wir werden uns scheiden lassen.
Ich weiss einfach nicht, was das ganze soll. Ich hatte sehr viel Stress beim Umzug, einrichten, Hochzeit mit 600 Gästen organisieren etc. All das, damit ich nach 7 Wochen wieder eine neue Wohnung suchen kann, da ich die jetzige alleine nicht finanzieren kann. Ansonsten würde ich liebend gerne da bleiben.
Kann jemand das Verhalten verstehen???
Nein, das Verhalten deiner Frau ist nicht zu verstehen, wenn sich alles so abgespielt hat, wie du es beschreibst. Es fehlte nur noch, dass Eltern und Verwandte sich ständig als Gäste bei euch in der Wohnung aufgehalten hätten ;-)

Wenn sie ihre Meinung tatsächlich nicht mehr ändert, was den Ort des Wohnens angeht und es bei der Scheidung bleibt, solltest du darauf bedacht sein Schadenbegrenzung zu betreiben, wie z.B. eine eventuelle Annullierung eurer Ehe in Betracht ziehen. Lass dich schnellstens umfassend rechtlich beraten.

Dass du dir die jetzige Wohnung alleine nicht leisten kannst, muss noch nicht das Schlimmste sein, denn falls deine Frau schwanger sein sollte, kämen zusätzlich Unterhaltszahlungen auf dich zu.

Ich denke, Ehen aus unterschiedlichen Kulturkreisen können nur funktionieren, wenn sich die Partner gegenseitig wichtiger sind, als die Verwandtschaft. Sobald Eltern, Geschwister, Cousins, Tanten etc. im Vordergrund stehen, sind permanente Schwierigkeiten oder auch das Ende der Beziehung vorprogrammiert. Ebenso kann eine unterschiedliche religiöse Ansicht trennend wirken.

Darauf sollte man im Verlauf des Kennenlernens achten, wenn man später keine böse Überraschung erleben will.
 
  • #19
Ganz einfach: Du hast eine Forderung gestellt und der geht eben damit einher, dass ein anderer sein Leben ändern muss, dass er ohne dich so nie getan hätte. Ein paar Wochen geht das gut, danach wird man wieder sein eigener Mensch in der Beziehung und sieht die Tatsachen nüchterner. Wenn eine 36 jährige Frau so lange bei ihren Eltern wohnt, obwohl sie beruflich so gut gestellt ist, dann nicht, weil sie nicht anders kann, sondern weil sie sich für so ein Leben entschieden hat und glücklich ist. Punkt.

Nicht jeder braucht ein eigenes Haus und die große Freiheit. Manche sind mit wenig glücklich. Das hast du leider übersehen. Du bist arrogant. Punkt.
Die Frau hätte ja auch nein sagen können zu der Forderung, nicht wahr? Sie ist 36 Jahre alt und Ärztin! Wird jetzt hier wie ein Opfer dargestellt, lächerlich...

Natürlich braucht nicht jede/r ein eigenes Haus, aber was ist dagegen einzuwenden, wenn man sich ein solches Haus leisten kann und Lust darauf hat? Ist doch normal, dass man als Ehepaar die eigenen 4 Wände haben will, zumindest mal in unseren Breitengraden ist es das normalste der Welt. Hat mit grosser Freiheit gar nichts zu tun, auch nicht mit Arroganz... dein Kommentar kommt mir etwas neidisch vor, sorry...
 
  • #20
Ich könnte mir vorstellen, sie wollte in ihrem tiefsten Herzen eigentlich nie wirklich aus ihrem Zuhause ausziehen.
Womöglich hat sie gedacht, es sei nun Zeit, oder sie hat zusätzlich Druck von außen bekommen. Hat sich alles einfacher vorgestellt, war aber grundsätzlich zuhause glücklich und zufrieden. Hat sich selbst vorgemacht, sie könne und müsse das nun tun.

Nach einigen Wochen stellt sich zügig heraus, dass sie es nicht kann und nicht will. Sie hat wohl Heimweh. Das große Abenteuer ist nicht mehr das, wonach ihr verlangt. Daheim war's doch schöner.

Ich weiß nicht, ob das unbedingt etwas mit dem kulturellen Unterschied zu tun hat. Nicht wenige Menschen (Männer wie Frauen) leben lange im "Hotel Mama" und haben keinen Drang, diese Bequemlichkeit und Geborgenheit aufzugeben. Möchten sich nicht von ihren Eltern abnabeln. Auszuziehen kommt für sie einer Entwurzelung gleich.

Das ist wirklich eine traurige Geschichte, aber ich denke, der Drops ist gelutscht. Du hast sie falsch eingeschätzt. Sie ist nicht die taffe Ärztin und moderne Frau, die ihr Leben meistert.
 
  • #21
Hallo Jigsaw,

mein erster Post ist aus irgendeinem Grund der Zensur zum Opfer gefallen.

Ich kann dir sagen, dass es nicht an ihrem kulturellen Hintergrund lag. Ich kenne viele gut ausgebildete Türken und Türkinnen und alle haben sich im Studium von ihren Eltern abgenabelt und wohnten spätestens mit Mitte 20 in der eigenen Wohnung. Viele von ihnen haben deutschen Partner und alles funktioniert wunderbar.

Bei deiner Frau wird das Problem woanders liegen. Vermutlich ist sie von ihrer Persönlichkeit her so und schafft den Weg in ihr eigenes Leben nicht. Da kannst du nicht viel machen.
 
  • #22
Ich kenne zwei Männer, die eine Frau geheiratet haben, die zu ihren Eltern zurückgekehrt ist. Und zwar nicht als junges Mädchen, sondern als erwachsene Frau. Du hast nichts falsch gemacht. Deine Frau hat ein tiefsitzendes psychologisches Problem. Wahrscheinlich ist sie schlicht und ergreifend von ihren Eltern abhängig. Es tut mir leid für Dich. Aber Dir wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als die Sache zu verarbeiten und eine Frau zu suchen, die besser passt. Die oben erwähnten beiden Männer waren in kurzer Zeit neu liiert, haben neu geheiratet und Kinder mit ihren neuen Frauen. Und sind glücklich!
 
  • #23
Hi Jigsaw,

Deine Frau ist eine verwöhnte Pute.Ich an deiner Stelle hätte sie übers Knie gelegt und ihr den Hintern versohlt wie ein trotziges kleines Kind (nein,ich habe noch nie ein Kind versohlt,ist nur eine Metapher,falls hier gleich jemand stänkert,aber bei dieser Frau würde ich eine Ausnahme machen...).
Wenn ich hier schon lese das die die Arme ja bestimmt ihre FMilie vermisst und so weiter Käsekuchen,mein Gtt die Frau ist studiert und eine alternde Frau mit 36. Kultur hin oder her.
Ich würde die Ehe definitiv annullieren ,keinesfalls eine Scheidung.
Hoffe das die nicht noch Ansprüche hat.
Ich würde sie nie mehr zurücknehmen.Se ist und bleibt ein Kind .Ärztin...lol
 
  • #24
Deine Frau ist dir davon gelaufen, was nicht bedeutet, dass die Ehe schon vorbei ist.
Dir war sicher vorher schon klar, dass deine Frau einen sehr engen und festen Familienzusammenhalt im Hintergrund hat. Das finde ich im Gegensatz zu vielen hier eine gute Eigenschaft und sicher nicht als krankhaft!

Versuche es mal mit dieser Einstellung: Du hast Entscheidungen durchgedrückt, die nicht mehrheitsfähig waren.
Ich kann Deine Gründe für einen bestimmten Wohnort usw. sehr gut nachvollziehen. Scheinbar habt ihr Deine Entscheidung durchgedrückt, ohne ihre Zustimmung.
Wenn es für Dich noch eine Zukunft gibt, versuche es doch mal so:
Stimmt ganz förmlich über die wichtigen Entscheidungen ab. Jeder hat eine Stimme. Und schau einfach, ob die Entscheidungen tatsächlich mehrheitsfähig (tatsächlich einstimmig) sind. Wenn es keine Mehrheit gibt, dann kannst Du nicht einfach Deine Meinung überstülpen, sondern musst solange weitersuchen und verhandeln, bis es eine Mehrheit gibt.
 
  • #25
Also, falls die Geschichte kein Fake ist - irgendwie schreibst der FS wie ein Teenager aber vielleicht täusche ich mich................

Es gibt Leute, die lieben ihre Eltern und gehen ein und aus bei denen - das ist ein lebenslanges Band und nicht nur ein Abschnitt.

Es muß nicht gleich ein psychologisches Problem sein - bei mir war es einfach die Überlegung: "wer ist im Zweifelsfall loyaler und liebevoller? Mutti oder der Mann? Da hat Mutti halt immer gewonnen denn so viel bedingungslose Liebe kann kein Mann geben.

Ich glaube hier wird das Zusammenleben mit einem Mann viel zu idealisiert - im Grunde ist das ein Fremder mit eigenen (manchmal sonderlichen) Gewohnheiten.

Wahrscheinlich hat das die Frau vom FS eingesehen und da hat die Loyalität für die Familie gesiegt über einen fast-fremden Typen den sie gerade mal einige Jahre kannte und der ihr vielleicht von Anfang an nicht so total gefiel - wer weiß?
 
  • #26
Prinzipiell ist es doch wirklich bescheuert jemanden zu heiraten mit dem man 1. gerade mal 2 Jahre zusammen ist und 2. man überhaupt nicht einschätzen kann wie es ist mit demjenigen zu wohnen.
Du wirst daraus gelernt haben und so eine Dummheit wohl nie wieder begehen.
Nach zwei Jahren zu heiraten ist schon okay, aber sicher nicht eine Frau die mit + 30 noch bei ihren Eltern wohnt und niemals mit einem Mann Beziehung gelebt hat, wie es zwei Singles normalerweise tun.

Lieber FS,
Sorry, eigentlich habe ich immer sehr viel Verständnis für Alle die hier Rat suchen oder sich etwas von der Seele schreiben wollen.
In deinem Fall aber, fällt mir das wirklich schwer. Wie in Gottes Namen kann man eine Frau aus einer fremden Kultur heiraten, die mit über 30 Jahren noch bei ihren Eltern wohnt und noch nicht mal alleine gelebt hat? Du bist ein inteligenter Mann, hast du Torschlusspanik bekommen oder ist sie so eine Granate?

Man weiß doch dass in der türkischen Kultur Familie groß geschrieben wird! Da heiratest du erstmal ihre Familie und dann erst die Frau.
Tut mir leid lieber FS, dass du diese Erfahrung machen musstest, aber wundern tut mich das nicht. Ich habe zwar für ihr Verhalten absolut kein Verständnis, aber das hilft dir leider nicht.

Man kann dir nur wünschen, dass du standhaft bleibst und sie nicht zurück nimmst (falls sie es sich anders überlegt), denn es würde ohnehin nicht funktionieren! Schau nach vorne und lerne daraus.

Das war in der Summe eine teure Erfahrung, aber sei froh dass es so schnell so gekommen ist und nicht erst wenn Kinder da sind. Ein schwacher Trost, ich weiß, aber es hilft ja nichts...

Kopf hoch und alles Liebe Dir
 
  • #27
Lieber FS,

erlaube mir, dir eine Rückmeldung zu geben: auf mich wirkt die Art und Weise, wie du euer Kennenlernen/Zusammenkommen schilderst, sehr nüchtern und kopfgesteuert. Damit meine ich Sätze wie:

nach einiger Zeit haben wir uns für eine Beziehung entschieden.
Jedenfalls entschieden wir uns, auch gerade im Hinblick auf Familienplanung, nicht mehr allzu lange zu warten und wagten den grossen Schritt, zu heiraten.
Du schreibst weiter, dass alles "perfekt" war, von großer Freude beim Einrichten der neuen Wohnung etc. Ich lese aber nichts von Freude ANEINANDER; nichts von Verliebtheit und/oder einer besonderen Verbindung. Und aus den letzten Abschnitten deines Berichts, als es um das Zerbrechen der Ehe geht, sprechen (verständliche) Enttäuschung, Unverständnis und Frust ...aber Liebeskummer? Verzweiflung? Trauer?

Gut, vielleicht bist du nicht der Typ für große Worte oder es ist für dich selbstverständlich, dass man eine Beziehung aus Liebe eingeht, weswegen du eure Gefühle füreinander nicht für erwähnenswert hieltest.

Also tue ich dir womöglich Unrecht, aber auf mich wirken deine Schilderungen, als hättest du diese Frau nicht aus Liebe gewählt, sondern weil du das Gefühl hattest, nun endlich mal "zu Potte kommen zu müssen". Als seist du v.a. darüber glücklich gewesen, eine Frau zu haben, mit der sich deine Vorstellung eines gelungenen Privatlebens (schicke Wohnung, Ehe, Nachwuchs) umsetzen lässt. M.a.W., ich habe das Gefühl, es ging nicht wirklich um SIE; als sei sie im Grunde austauschbar gewesen. Vielleicht ging es auch ihr nicht wirklich um dich, aber wir lesen hier ja nur deine Sicht.

Wie gesagt, ich möchte dir nichts unterstellen. Aber FALLS diese Ehe tatsächlich eher aus nüchternen Erwägungen heraus geschlossen wurde - von einem oder beiden - ist es kein Wunder, dass bei den ersten Schwierigkeiten alles zusammenbricht. Dann stimmt das Fundament einfach nicht.

Sicherlich kann auch eine Beziehung scheitern, die ursprünglich mal aus Liebe geschlossen wurde. Aber die Bereitschaft, Kompromisse einzugehen und Opfer zu bringen, ist in einer echten Liebesbeziehung deutlich größer als in Zweckbündnissen (manchmal sicherlich ZU groß, aber das ist wieder ein Thema für sich).
 
  • #28
Ich denke, du bist auf einen alten Trick reingefallen.
Türk. Mädchen haben entweder sehr konservative Eltern, dann werden ihre Ehen arrangiert. Oder sie haben Eltern mit einem gewissen Bildungsniveau, stammen dann aus einer Touristenregion oder dem europ. Teil, haben entsprechend westlich eingestellte Eltern und gehören entweder nur auf dem Papier oder gar nicht dem Islam an.
Deine Ex scheint aus keinem solchen Haus zu stammen. Ich frage hier auch ganz deutlich: Bist du sicher, dass sie Ärztin ist ?
In ihrem Alter sind Moslemfrauen längst verheiratet, irgendetwas stimmt da also nicht. Nun war sie verheiratet, mit einem Ungläubigen. Der sie verlassen hat. Somit kann sie unverheiratet weiter leben. Und genau das wird das Ziel des gesamten Familienclans gewesen sein. Evtl. bringt die Ehe mit einem Schweizer auch noch Vorteile bei der Aufenthaltserlaubnis.
Das Ganze ist viel zu offensichtlich, um nicht beabsichtigt zu sein. Lass das annullieren. Nicht, dass du dein Leben lang noch Ärger mit der Sache hast.
 
  • #29
Soweit ich weiß, ist bei Moslems das mit der Trennung noch eher ein Problem für eine Frau.
Ich könnte mir vorstellen, dass das nicht so problematisch ist, wenn sie mit einem deutschen Mann verheiratet ist. Dann besteht nämlich wieder die Chance sie doch noch mit einem Landsmann zusammen zu bringen. Egal wie aufgeschlossen die Eltern sind, das wäre ihnen sicher am liebsten.


Wenn du es nochmal versuchen willst und sie wirklich gern hast, arbeite an deiner Empathie, Kompromissfähigkeit und interkultureller Kompetenz.
Warum genau? Weil er einen gesunden Abstand zu den Eltern seiner Frau wollte? Sonst hatte er keine Forderung, wenn ich das richtig verstanden habe.
Das liest du wo raus? Ich glaube kaum, das er sie dazu gezwungen hat mit ihm zusammen zu ziehen und ihn zu heiraten. Im übrigen ist es eher die Ausnahme mit 34 noch bei den Eltern wohnen zu wollen, als anders herum.
Der FS war ziemlich naiv, zu glauben, dass das gut geht, aber er ist ganz sicher nicht arrogant, weil er sich ein eigenes Leben mit seiner Frau wünscht- 15 min weit entfernt von den Schwiegereltern.

Im übrigen kann die Liebe seiner Frau zu ihm nicht all zu groß gewesen sein, denn sonst hätte sie nicht so schnell aufgegeben. Sie hat sich ja nicht mal selbst richtig Zeit gegeben, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Warum jetzt sie wieder die Arme ist und er der Böse ist mir ein Rätsel!
 
  • #30
Wie gesagt, ich möchte dir nichts unterstellen. Aber FALLS diese Ehe tatsächlich eher aus nüchternen Erwägungen heraus geschlossen wurde - von einem oder beiden - ist es kein Wunder, dass bei den ersten Schwierigkeiten alles zusammenbricht. Dann stimmt das Fundament einfach nicht.
Sehe ich genau anders rum.
Schon Oma wusste: Liebe vergeht, aber Grundstück bleibt Grundstück.
Vernunftehen halten meist hervorragend, zumindest zerbrechen sie nicht, bevor sie ertragreich waren. Denn heiraten, Flitterwochen - und dann Scheidung ... es gibt doch nichts ineffektiveres. Warum sollten die nüchternen Überlegungen nach den Flitterwochen plötzlich nicht mehr gelten? Da sehe ich keinerlei Logik.
Hochzeit kostet einen Haufen Geld, die Nebenkosten wie Wohnung suchen und nun wieder auflösen auch, dazu die Kosten für die jur. Beratung zwecks Scheidung oder Annullierung - einfach so 4 Wochen Urlaub wären viel billiger gekommen. Oder ?