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  • #1

Warum geht man eine "Mussehe" ein?

Von einigen Anwälten im Bekanntenkreis weiß ich, dass die Geburtsurkunden der Kinder sehr oft nur vier bis fünf Monate jünger sind als die Heiratsurkunden, die Männer also durch Schwangerschaft von der Ehe überzeugt werden mussten während Ehen, in denen der Heiratsentschluss vom Mann ausging und die Kinder erst später kamen, aber wohl seltener beim Scheidungsrichter landen. Außerdem lassen sich Männer durch Kinder in der Ehe oft an die Kandare nehmen und nehmen von einer Trennung Abstand, zahlen mehr, als sie müssen, etc. während Frauen die Kinder im Zweifel einpacken oder - häufiger - den Mann vor die Tür setzen. Da meine Exfrau auch sofort von mir schwanger war und ich sie ohne diesen "Hinweis" nie geheiratet, sondern mich zu diesem Zeitpunkt getrennt hätte - aber das waren andere Zeiten - wüsste ich gern, was Frauen dazu bewegt, so zu handeln - ist es die Angst "sitzen zu bleiben", der Wunsch, ausgehalten zu werden oder der Egoismus, ein Kind zu wollen, egal, ob der Mann es auch will? Warum lassen sich heutzutage noch Männer unter diesen Voraussetzungen auf eine Ehe ein?
 
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  • #2
1. Da meine Exfrau auch sofort von mir schwanger war und ich sie ohne diesen "Hinweis" nie geheiratet, sondern mich zu diesem Zeitpunkt getrennt hätte ............
2. wüsste ich gern, was Frauen dazu bewegt, so zu handeln - ist es die Angst "sitzen zu bleiben", der Wunsch, ausgehalten zu werden oder der Egoismus, ein Kind zu wollen ...........
3. Warum lassen sich heutzutage noch Männer unter diesen Voraussetzungen auf eine Ehe ein?
Lieber FS,
1. ein kluger Mann, der an Trennung denkt, sollte auch die Verhütung selber in die Hand nehmen, sonst kann es unerfreulich enden, wie bei Dir.
2. alle von Dir genannten Gründe können zutreffen, manchmal auch kombiniert. Bei Partnern, die im Dialog stehen und die gemeinsam ihre Beziehung entwickeln, kommt das nicht vor. Wo das passiert, stimmt in der Partnerschaft was nicht und auch da nicht, wo die Männer sich für Verhütung mitverantwortlich fühlen.
3. Weil die Männer zu feige sind, offen zu sagen, dass sie das vermeintlich miese Spiel nicht mitmachen. Sie wollen sich nicht offen in Familie und Freundeskreis outen, dass sie das Geschehen nicht in der Hand haben, sondern dass sie von der Frau übertölpelt würden. Das passt nicht so gut zum Ego oder was was bei Dir der Grund?

Ich stimme Dir zu, dass Beziehungen, die unter solchen Bedingungen geschlossen wurden, fragiler sind und öfter scheitern. Und ja, es ist so, dass zunehmend Frauen die Scheidung einreichen, wenn sie mit der Qualität der Beziehung unzufrieden sind. Sie legen mehr Wert auf well-being, als Männer, die eher an ihr Portemonnaie denken, besonders, wenn sie auch berufstätig und somit ein Stück finanziell unabhängig sind.
 
  • #3
Von einigen Anwälten im Bekanntenkreis weiß ich, dass die Geburtsurkunden der Kinder sehr oft nur vier bis fünf Monate jünger sind als die Heiratsurkunden, die Männer also durch Schwangerschaft von der Ehe überzeugt werden mussten
Das ist Deine Schlussfolgerung. Woher nimmst Du die Gewissheit, dass nicht die Männer bis zuletzt darum gekämpft haben, geheiratet zu werden?
 
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  • #4
Da haben auch viel die Eltern/Schiegereltern und die Gesellschaft das Händchen mit im Spiel. Wie steht ein Mann da, der eine schwangere Frau mit seinem Kind zurück lässt? Sowas kann man doch keinem unter die Nase binden! Noch nichtmal deinem Chef kannst du das erklären! Zudem reden die Eltern einem ein, dass man heiraten sollte, des Kindes Willen zuliebe. Hab das im Bekanntenkreis selbst erlebt. Ein Kumpel von mir hat sich mit einer Italienerin eingelassen, wo Familie hoch im Kurs steht. Ist klar, dass er da nicht mehr raus kommt und alle Eltern wollten, dass geheiratet wird. Heute 13 Jahre später hat er seine Frau natürlich genauso viele Jahre schon betrogen und die Ehe existiert sowieso nur auf dem Papier.
Zudem müsste der Mann Unterhalt zahlen, wenn er die Frau verläßt! Äußerst dumm, besonders dumm, wenn man sowieso kein Geld hat. Kinder und Familie bedeuten dagegen mehr Geld und Zuschüsse für einen Familienvater. Und Frauen? Ja Frauen wollen einen Mann eben immer noch in letzter Not mit einem Kind an sich binden. Geht heute so einfach wie nie. Da jeder auf schnellen Sex steht und Männer immer belangloser mit Vehrütung umgehen.


w
 
  • #5
Ich war immer der Ansicht, die Zeiten, wo eine "Mussehe" eingegangen wird, sind wenigstens fünfzig Jahre vorbei...?
Nein, heutzutage muß niemand heiraten, auch nicht wegen eines Kindes. Wer es dennoch tut, dem fehlt das Rückgrat, offen seine Meinung zu sagen und er tut das Falsche aus falsch verstandenem Stolz.

Als Frau ist mir das Verhalten der Frauen wie der Männer schleierhaft -- nicht nachvollziehbar, nicht einmal ansatzweise. Man kann sein Leben sehenden Auges ruinieren auf diese Weise. Ich habe auch ein uneheliches Kind und der Vater meinte sofort mich heiraten zu wollen. Ich hatte damals abgelehnt und bin heute froh drüber.
 
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  • #6
VDa meine Exfrau auch sofort von mir schwanger war und ich sie ohne diesen "Hinweis" nie geheiratet, sondern mich zu diesem Zeitpunkt getrennt hätte - aber das waren andere Zeiten....
Ich frage mich wie eine Frau, die du offensichtlich nicht mehr liebst noch von dir schwanger werden kann. Warum hast du selbst dich zur Ehe nötigen lassen?!
Auch die Zeiten können nicht so anders gewesen sein, denn Verhütungsmittel und den freien Willen zu ungeschütztem Sex muss es damals auch schon gegeben haben. Bitte hört auf den Frauen böswillige Ränke anzudichten. Ein Kind zu zeugen - dazu gehören immer zwei Freiwillige.

Ebenso geht nicht jeder eine Muss-Ehe ein nur weil ein Kind unterwegs ist. Viele finden es einfach schön doch noch rasch die Familie auf althergebrachte Beine zu stellen. Da siegt dann die Romantik und evt. auch die Vernunft in rechtlicher Hinsicht. Gezwungen wird niemand.
 
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  • #7
Lieber M

ich verstehe dann nicht wie du - wenn du ohnehin vorhattest die BZ zu beenden statt zu heiraten - a) weiter mit ihr schlafen wolltest und ihr b) noch die Verantwortung für schwanger oder nicht schwanger 100% überlassen konntest. Hallo ?
 
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  • #8
Lieber Fragesteller, auch Männer können eigenverantwortlich und ganz alleine die Verhütung übernehmen. Damit ist Dein Problem ein-für-allemal gelöst.
Also 1) Vasekomie 2) C.I. 3) Kondom - drei Möglichkeiten - und zwei davon sind bombensicher!!
Dein selbstmitleidiges Gejammere kotzt mich an. Sorry an die Moderatoren für die Wortwahl - aber so ist es.

Übrigens - Muss-Ehen gab es zu den Zeiten, als ein uneheliches Kind eine Schande war, dieses Kind gravierende soziale Nachteile hatte- z.b. kein zünftiger Handwerker werden durfte, kein Erbrecht nach seinem Vater hatte - also noch zu Zeiten des bürgerlichen Gesetzbuches. Was nur am Rande dazugehört- es gab auch in den prüden Viktorianischen Zeiten viele völlig gesunde 4-Monats-Kinder. Muss-Ehen bei Bauernfamilien waren ein Muss -geheiratet wurde erst, wenn klar war, dass die beiden fähig waren einen Hoferben zu produzieren! W
 
  • #9
Warum hast Du damals nicht die Trennung (wie geplant) vollzogen? Oder zumindest nicht geheiratet? Was war Dir so wichtig, dass Du trotz Deines Widerwillens die Ehe eingegangen bist?
Vielleicht sind das die gleichen bzw. ähnliche Gründe, aus denen das auch heute noch einige Männer tun.

Was die Gründe der Frauen angeht... ich könnte mir Torschlusspanik vorstellen. Aber da ich selbst keine Kinder will, sind diese Gedanken mir ziemlich fremd.

Übrigens: Wer kein Kind zeugen will, sollte selbst verhüten oder gar keinen Sex haben.
 
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  • #10
Lieber Fragesteller,

ja ja also wieder mal die böse Frau, die sich vom Mann aushalten lässt ;-) ich muss mich da meiner Vorrednerin anschliessen:

1. Wenn Du kein Kind möchtest, musst auch Du für eine angemessene Verhütung sorgen.
2. Das Du Dich verpflichtet gefühlt hast, die Frau zu heiraten, bleibt trotzdem nur deine Entscheidung. Du hättest auch ein sehr präsenter, engagierter Vater ohne Ehe sein können!
3. Mir als Frau würde es nicht darum gehen "ausgehalten" zu werden, sondern eine Aufgabenteilung zu haben d.h wenn ich mit meinem Partner kleine Kinder habe, die noch ihre Mutter brauchen, dann wird wohl zunächst der Mann nur arbeiten. Dafür hat er aber keine Betreuungssorgen bei seinen Kindern. In einer Ehe ist man doch ein Team und mit Kindern eine Familie- da nutzt niemand den anderen aus, sondern Mann und Frau ergänzen sich um gemeinsam größeres zu schaffen!
4. Ja das gibt es in einzelnen Fällen, dass eine Frau mit Kalkül an die Kinderplanung herangeht. Die Triebe der Natur können da wohl sehr mächtig sein.

Ich habe (w30) 2007 den Antrag bekommen und 2010 kam unser 1. Wunschkind, 2012 unser 2. Es ist auch in einer Wunschehe alles mit Kindern viel anstrengender aber mein Mann steht wie eine 1 zu uns, weil er mich wollte und die Kinder!!! Das ist mein Glück aber auch meine Absicht! Er hat einen guten Job, so dass ich noch nicht arbeiten muss aber jetzt sind beide Kinder in der Kita untergebracht und ganz ehrlich: ich will arbeiten!

Es tut mir sehr leid für Dich, dass Du eine Mussehe eingegangen bist und letztendlich seid ihr alle unglücklich geworden aber vielleicht hast du noch das Glück im Leben in Zukunft ganz positive Erfahrungen zu machen.
 
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  • #11
Lieber FS,

ich habe auch einen Monat vor der Geburt geheiratet, aber meinen Mann ganz sicher nicht gezwungen. Wir haben uns irgendwann entschlossen, dass wir ein Kind wollen, kurz darauf hat mir mein Mann einen Antrag gemacht und zwei Wochen später haben wir dann erfahren, dass ich schon schwanger bin.
Mein Mann wollte dann, dass wir noch in der Schwangerschaft heiraten, damit unser Kind gleich seinen Namen hat und weil er damit auch gleich das geteilte Sorgerecht hat.
Der Zeitpunkt der Hochzeit sagt ganz sicher nichts darüber aus, ob der Mann zur Ehe gezwungen wurde.
Ich bin dann nach der Geburt übrigens gleich wieder Teilzeit arbeiten gegangen. Unser Sohn ist jetzt ein Jahr alt und ich gehe weiterhin nur Teilzeit arbeiten, damit er nicht den ganzen Tag in die Krippe muss. Und mein Mann findet das gut, er will gar nicht, dass ich mehr arbeite und hat nicht das Gefühl, ich hätte einen Versorger gesucht.

w, 32
 
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  • #12
Lieber Fragesteller,

ja ja also wieder mal die böse Frau, die sich vom Mann aushalten lässt ;-) ich muss mich da meiner Vorrednerin anschliessen:
nein, ich kann mich da nicht 100%ig anschließen. Er schreibt, dass seine Frau sehr schnell schwanger war. Zu diesem Zeitpunkt wusste er möglicherweise noch nicht, dass er sich eigentlich trennen wollte. Der FS schreibt nur, dass er, ohne die Schwangerschaft vermutlich nicht geheiratet hätte, weil er sich ansonsten bis zum Zeitpunkt der Hochzeit (!) getrennt hätte. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied.
Wir wissen auch nicht, wie es mit der Verhütung der Frau ausgesehen hat. Vielleicht hat sie ihm gesagt, dass sie die Pille nimmt. Sicherlich, ein Mann sollte nicht unbedingt auf ein Kondom verzichten, solange er sich nicht sicher ist, dass er sich ein Kind mit der Frau vorstellen kann, aber das ist noch lange kein Grund, die Frau von jeglichem Vorwurf freizusprechen. Es ist und bleibt eine miese Nummer!

2. Das Du Dich verpflichtet gefühlt hast, die Frau zu heiraten, bleibt trotzdem nur deine Entscheidung. Du hättest auch ein sehr präsenter, engagierter Vater ohne Ehe sein können!
Auch diesen Punkt würde ich nur eingeschränkt gelten lassen, wie folgendes Zitat zeigt:

Mein Mann wollte dann, dass wir noch in der Schwangerschaft heiraten, damit unser Kind gleich seinen Namen hat und weil er damit auch gleich das geteilte Sorgerecht hat.
Ja, eventuell kann ein Mann ein präsenter und engagierter Vater sein. Es hängt aber ohne Trauschein sehr viel vom Goodwill der Frau ab. Auf alle Fälle kann ohne Zustimmung der Mutter ein unverheirateter Vater nicht im selben Umfang Elternteil sein, wie es der Mutter ganz selbstverständlich ohne irgendwelche Vorbehalte zugestanden wird.
Das bedeutet nicht, dass ein Mann unbedingt zur Ehe gezwungen ist, und auch die Verantwortung für die Schwangerschaft kann man ihm nicht absprechen (zumindest im selben Maße wie der Frau. Die Feststellung, dass zu einer Schwangerschaft im Regelfall zwei gehören, ist schon oft genug bemüht worden). Aber man muss schon ein wenig differenzieren, es gibt nicht zu vernachlässigende geselschaftliche und auch rechtliche Unterschiede zwischen Mann und Frau und der Druck, im Falle der Schwangerschaft eine Ehe einzugehen ist für Männer sicherlich größer als für Frauen, die ja sogar noch bewundert werden, wenn sie schwanger sind, und den Vater in die Wüste schicken.
 
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  • #13
Die Frauen wollen halt ein Kind und haben bei Männern, die sich nicht um die Verhütung kümmern möchten, natürlich die besten Aussichten. Bindungsbereite Frauen sind über eine Ehe selbstverständlich auch - mittlerweile nur noch geringfügig - besser abgesichert als wenn sie unverheiratet ein Kind bekämen.

Die Männer gehen aus meiner Sicht den Weg des geringsten Widerstands und denken, es wird schon gut gehen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sie davon ausgehen, dass es vielleicht doch "billiger" wird die Frau zu heiraten, in der Hoffnung, dass die Ehe bestehenbleibt, als an die unverheiratete Mutter Geld zu bezahlen. Ausserdem haben sie mit der Eheschließung das Kind häufiger um sich und wissen es versorgt.

w/51
 
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  • #14
Na da machen es sich ja wiedermal einige sehr einfach er hätte ja verhütten können. Das ist ja auch richtig aber in einer festen Beziehung einigt man sich ja über die Verhütungsmethode. Wenn dann die Frau Dreimonatsspritze, Spirale oder die Pille nimmt und einfach so entscheidet (ohne den Mann darüber zu informieren) auf die Verhütung zu verzichten(lässt sich ja nicht so leicht überprüfen) weil sie gerne ein Kind möchte. Das machen Frauen ja nicht ausversehen das ist mit voller Absicht, da kann man dann schon von untergeschoben sprechen. Das man sich nicht sofort trennt nur weil man mal den Gedanken hat oder mal so aus einer Laune heraus, da will man dann natürlich auf Nummer sicher gehen ob das auch die richtige Entscheidung ist. Es besteht ja auch die Möglichkeit dass der Partner sein Verhalten zum positiven ändert, aber das geht meistens ja nicht von heut auf morgen da muss man dem anderen schon Zeit geben. Im Falle einer Trennung kommt dann ja auch einiges auf beide zu, einer Vieleicht beide müssen aus-/umziehen usw. Wegen der Mussehe man kann ja auch ohne Trauschein zusammenleben wenn dann die ganze Familie, Freunde usw. auf einen einreden und sie das dann ja auch will fällt es schon schwer nein zu sagen. Oder sich dann doch zu trennen so wie man es ja auch vorhatte ist dann ja kaum möglich für alle ist man ja der der die arme schwangere Frau im Stich gelassen hat. Macht sich nicht gut im gesamten Umfeld egal ob Freunde, Familie oder im Beruf. Ich hab meine ex nicht geheiratet bin dann so mit ihr zusammen geblieben, sie hat sich nicht geändert deswegen hab mich dann etwas später getrennt. Kenne aber welche die dann geheiratet haben halt wegen der Kinder und weil die Familien Druck gemacht haben. Führen alle nicht wirklich gut Ehen oder sind geschieden.

M/35
 
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  • #15
Ich kann diese lächerliche Standardausrede der Damenwelt zum Thema Verhütung innerhalb der Beziehung nicht mehr hören. In festen Beziehungen (nicht Affairen, nicht ONS, etc.) einigen sich Mann und Frau gemeinschaftlich auf die Verhütungsmethode.

Wenn sich einvernehmlich auf die Pille geeinigt wurde - was wohl häufig der Fall ist, weil sich Frauen i.d.R. um das Lustempfinden des Mannes sorgen - und diese dann ohne Kenntnis des Mannes wieder abgesetzt wird, dann ist das ein klarer Vertrauensmissbrauch. Wären die Rollen vertauscht (Einigung auf Kondom, Mann manipuliert Kondom ohne Kenntnis der Frau) würden sich Frauen mit Sicherheit auch beschweren.

Was Frauen zu diesem Vorgehen bewegt? Vermutlich ein starker Kinderwunsch und die Angst, diesen ab einem gewissen Alter nicht mehr erfüllt zu bekommen. Ein paar naive Exemplare hoffen vielleicht, eine bereits zerbröckelnde Beziehung auf diese Weise retten zu können. Wieder andere wollen einen bestimmten Mann an sich binden.

Wenn die Frau dann erst einmal schwanger ist, liegt natürlich ein gesellschaftlicher Druck auf dem Mann, welcher, möglicherweise gepaart mit dem Aufkeimen väterlicher Instinkte, letztlich zur Heirat oder zumindest zum (vorübergehenden) Weiterführen der Beziehung führt.

Ich selbst habe keine Kinder und war auch noch nie verheiratet. Aber ich finde diesen und andere Threads in welchen das Thema "versehentliche Schwangerschaft" behandelt wird und die darauf folgenden Rechtfertigungsversuche der Frauenwelt äußerst aufschlussreich. Wenn es um den Kinderwunsch geht, darf man keiner Frau - nicht einmal der eigenen Freundin - blind trauen!

Nebenbei: 100% meiner Freundinnen (die mir mit Sicherheit kein Kind unterjubeln wollten) haben sich gegen das Kondom ausgesprochen weil es sich "komisch anfühle"! Ich hätte eines benutzt.
 
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  • #17
Sehr interessant finde ich, dass hier davon ausgegangen wird, dass die Frau absichtlich die Pille abgesetzt hätte. Gibt es heute wirklich noch Männer, die glauben, dass die Pille eine 100%ige Verhütungsmethode ist? Selbst bei korrekter Anwendung? Dann wundert mich natürlich nichts mehr!
Und eine solange als Sexübergangslösung zu benutzen, bis vermeintlich eine bessere auftaucht, hat eben seine Risiken! Frauen, die man so indiskutabel findet, sollte man auch nicht in einem Überlegungszeitraum in sein Bett lassen. Wer es trotzdem tut, pokert - und da kann man eben auch verlieren.
 
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  • #18
@14

Wenn die Frau dann erst einmal schwanger ist, liegt natürlich ein gesellschaftlicher Druck auf dem Mann, welcher, möglicherweise gepaart mit dem Aufkeimen väterlicher Instinkte, letztlich zur Heirat oder zumindest zum (vorübergehenden) Weiterführen der Beziehung führt.

Ja, mag sein. Ich kenne mehrere, die sind durch ihre Eltern zur Eheschliessung überredet worden. In einem Fall hätte die Frau auch sonst kaum damit rechnen dürfen geheiratet zu werden. Sie kam aus ganz schlimmen Kreisen und hatte nicht mal eine Berufsausbildung. Sie passte einfach nicht.
Aber Männer fühlen sich ja gern durch neugeborene Kinder in ihrer Männlichkeit und in ihrem Selbstbild aufgewertet. So heiratete er diese Person und würde sehr unglücklich. Die Scheidung hat ihm dann die Augen geöffnet über den Charakter und die Antriebsgründe überhaupt schwanger zu werden. Die Kinder sind jetzt 2 und 4 und können einem nur leid tun. Der Vater hat wenig Zeit als Selbständiger und ein chronisch schlechtes Gewissen. Die Mutter raucht, spricht dem Alkohol zu und hat wechselnde Herrenbekanntschaften. Sie hat absolut kein Interesse sich um ihre eigenen Kinder zu kümmern. Schliesslich waren die Mittel zum Zweck gewesen. Die Großeltern fangen alles auf und helfen auch finanziell über die Runden.
 
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  • #19
"Warum geht man eine "Mussehe" ein?"

Aus Verantwortung dem Kind gegenüber und weil man an die Entwicklungsfähigkeit der Beziehung glaubt und letztendlich, das muss ich, der das auch gemacht hat, selbstkritisch sagen: aus Naivität.

Andererseits habe ich nun einmal auch hohe moralische Ansprüche und finde es feige, eine schwangere Frau sitzen zu lassen und wenn schon denn schon kann man dann ja auch heiraten.

Als das Kind alt genug war und sich die Beziehung auch nicht positiv entwickelt hatte, habe ich mich getrennt und die Scheidung eingereicht.

Was habe ich daraus gelernt? Meine Menschenkenntnis ist besser geworden. Im Rückblick ist es so klar, dass meine ex-Frau es darauf angelegt hatte. Die Konklusio nie wieder einer Frau vertrauen bzw. nie wieder Sex ohne Kondom kommt für mich nicht in Frage. Meine Tochter entwickelt sich prächtig, ist viel häufiger bei mir als eigentlich vereinbart und ich liebe sie sehr.

Nein, heutzutage muß niemand heiraten, auch nicht wegen eines Kindes. Wer es dennoch tut, dem fehlt das Rückgrat, offen seine Meinung zu sagen und er tut das Falsche aus falsch verstandenem Stolz.
Ich denke, du solltest nicht so hart urteilen. Wir machen alle mal Fehler. Ich bin tatsächlich stolzer Vater und glaube, man braucht einiges an Rückgrat, mit so einer "Entwicklung" umzugehen.

m
 
  • #20
Wenn die Frau "ungewollt" schwanger wird, oder sogar eine Schwangerschaft vortäuscht, dann sollte man sehr kritisch und mißtrauisch sein. Erst recht, wenn sie dabei aufs heiraten drängt.
Das Alles spricht gegen eine Heirat mit ihr.

Eine "Mussehe" = der Mann ist zu schwach, um sich dagegen zu stellen.

Eine Frau täuschte eine Schwangerschaft vor, und wollte dann wirklich vom Partner schwanger werden, um ihn dann zur Heirat zu zwingen. Ihr Partner blickte den Trick sofort durch = klappte nicht -> Trennung.
Dann fand sie einen "Schwächling" -> Heirat -> fünf Kinder.
 
  • #21
FS, du scheinst ein ganz schön gefrusteter Mann zu sein. Zum Schwanger werden gehören immer noch zwei. Ich kenne keine einzige Frau, die durch Schwangerschaft den Mann zur Heirat getrieben hat. In welchen Kreisen verkehrst Du, wenn das da anscheinend üblich ist?
Schwangerschaft ist doch auch wirklich kein Grund zur Heirat. w52
 
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  • #22
Der Fragesteller: Um einige Spekulationen zu beenden. Meine Exfrau hat bis jetzt nie richtig gearbeitet, unsere Beziehung war noch sehr jung und ich begann zu zweifeln. Sie hatte mir auf Nachfrage versichert, dass sie die Pille nimmt und ein Kondom nicht verträgt und außerdem als Misstrauen ihr gegenüber wertet. Während der sofort eingetretenen Schwangerschaft habe ich dann (zu ihrem Leidwesen) beim Arzt zufällig erfahren, dass sie nie die Pille genommen hatte, also auch nicht in vorherigen Beziehungen, statt dessen gab es mindestens zwei Abtreibungen, weil die Wunschheiratsmänner nicht mitgespielt hatten. In welchen Kreisen ich mich bewegt habe? Ich war zweiter Mann in einem großen Unternehmen.
 
  • #23
@FS: Du hast aber noch immer nicht erklärt, warum Du angesichts Deiner Zweifel sie geheiratet hast. Du hattest mehrere Optionen: (1) Trennung, (2) Beziehung (vorerst) aufrecht erhalten ohne Trauschein, (3) Hochzeit. Warum hast Du Dich ausgerechnet für die dritte Möglichkeit entschieden?

Unter heutigen Bedingungen kann ich mir nämlich nicht erklären, warum ein Mann in einer solchen Situation ausgerechnet diese Möglichkeit wählt. Auch für die letzten (mindestens) 20 Jahren kann ich mir das nicht vorstellen. Selbst mein Vater hat Mitte der 1970er seine schwangere Freundin verlassen, weil er die Beziehung nicht mehr wollte. Das hat zwar meine Großmutter geärgert, aber echten Druck von außen hatte er wohl nicht zu erleiden. Mein Onkel hatte in den 1980ern seine damalige Freundin geschwängert. Die Beziehung hielt noch ca. 10 Jahre, allerdings ohne Trauschein. Insofern verstehe ich das Konzept "Mussehe" nicht im geringsten. Männer werden schon sehr lange nicht mehr mit vorgehaltener Schrotflinte (oder Mistgabel) zur Eheschließung gezwungen.
 
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Gast

  • #24
@22: Heutzutage haben Männer viel mehr Möglichkeiten, für das Wohl des Kindes zu sorgen, auch wenn sie nicht mit der Mutter verheiratet sind, zum Beispiel die gemeinsame Sorge ohne Trauschein. Vor zwanzig Jahren war das nicht so. Wenn die Frau mehr Niveau gehabt hätte und ich ihr zugetraut hätte, mich bei der Erziehung auch ohne eigene Vollversorgung nicht außen vor zu lassen und das Kind selbst gut zu erziehen, hätte ich sie nicht geheiratet (so blöd das klingt). Ich wollte weder, dass meine Exfrau das Kind abtreibt - wie sie angedroht hatte - noch, dass sie allein Einfluss auf das Kind nehmen konnte.