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Gast

  • #1

Warum gibt es keine Sicherheit für eine langlebige Beziehung?

Warum wird es heutzutage immer schwieriger eine langlebige Beziehung zu führen bzw. an welchen Gründen liegt es eurer Meinung nach??

Scheidungsraten schießen in die Höhe, Beziehungen dauern meistens um die 2 Jahre wenn überhaupt.
 
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Gast

  • #2
Der Gründe sind viele:

Der Partner kann überraschend sterben.
Die meisten Menschen wissen nicht mehr zu lieben. Und mit "Lieben" schließe ich mich der Definition von Erich Fromm an.
Die Optimierung des Spaßes führt zur einem egoistischen Verhalten (sofortige Trennung bei geringen Problemen, Fremdgehen ...).
Die Gesellschaft hierzulande legt übermäßigen Wert auf konsumierbare Sexualität.
Ich vermisse sehr ein erwachsenes Verhalten bei deutschen Frauen, d.h. ein verantwortliches Verhalten im Umgang mit anderen und mit sich selbst. Ich habe mehr gesehen und mitbekommen als mir lieb ist. Manchmal graust es mich. Selbst wenn eine Frau ihr Verhalten ändern will, heißt es noch nicht, daß sie dann dazu auch imstande ist.

M Ende 30
 
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Gast

  • #3
Die einfache Onlinesuche macht es möglich, das aktuelle Modell bei geringfügigen Mängeln auszutauschen. Wer investiert da noch Energie in Beziehungsarbeit, wenn es so einfach ist.

Niemand lässt mehr etwas reparieren, pflegt irgendwas, ist sorgfältig im Umgang mit den Dingen. Es gibt im schnellen Zyklus was Neues, besseres .... für relativ wenig Geld. Dieses Verhaltensmuster wird auf Partnerschaften übertragen, jedenfalls auf diejenigen, die unter einer Zweck-Mittel-Rationalität zustande kommen, die sachlich mit Selbstpräsentation, Checklisten, NoGos etc. starten. Denen fehlt einfach die Magie des ersten Augenblicks, das langsame wachsen, die normale Annäherung.

Wir alle leben in großem Wohlstand und Komfort und wollen, dass das so bleibt, stehen aber gleichzeitig unter hohen Anspannungen, Reizüberflutung, Leistungsanforderungen, in Konkurrenzsituationen, erleben Unsicherheiten. Da will man sich im Privatleben nicht noch mehr aufladen. Wenn eine Partnerschaft mehr Stress macht, als zur Entspannung und zum Auftanken beizutragen, wird sie aufgegeben.

Gerade Frauen verändern persönlich sich mit zunehmender Berufstätigkeit und auch beruflicher Qualifikation. Von ihnen werden im Job Männereigenschaften verlangt, die sie nach Feierabend nicht ablegen wie den Businesslook. Sie sind finanziell unabhängig und lassen sich nicht mehr viel gefallen. Die Männer wollen diese sich selbst finanzierenden Frauen zwar haben, aber nicht deren Eigenschaften - da soll es noch zugehen, wie in den 50ern. Das lässt sich natürlich nicht miteinander vereinbaren und so geht es in den Beziehungen ausgesprochen ungemütlich zu, zumal die Partnerer überwiegend Wunsch- und Einzelkinder waren, die rundum gepampert wurden, der Nabel der Welt waren, frei von allen Verpflichtungen bis ins junge Erwachsenenalter. Das ist natürlich schwierig, wenn 2 solche Typen aufeinander treffen und die Bedingungen für eine Beziehung aushandeln sollen. Statt rundum versorgender Mutti, kommt eine erfolgreiche Frau nach Hause und denkt nicht daran, ihm alles abzunehmen. Umgekehrt läuft es genauso - die Frauen sind auch daran gewöhnt, der Nabel der Welt zu sein und denken nicht daran, jemand anderen zu versorgen, wollen selber Empfänger von Komfortleistungen sein. Macht es keinen Spass mehr miteinander - Modellwechsel.

Wenn man in diesen Kurzbeziehungen sich 15-20 Jahre gedreht hat, gibt man den Beziehungswunsch auf - ist hier ja zunehmend nachzulesen, dass gerade Frauen ü50 einfach keine Lust mehr auf das Theater haben und sich lieber mit Freundinnen zusammentun, um sich ein schöneres Leben zu machen.
 
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Gast

  • #4
Liebe(r) Fragesteller(in)

Solange du lebst : keine Garantien, nur Abstufungen des Risikos, wie bei Investments.

Beziehungstypen könnte man danach in solche Klassen einteilen...
Nach Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Sozialverträglichkeit usw. könntest du sie auch listen.
Man könnte auch fragen ob IKEA, die Deutsche Bahn oder der Wohnungsmarkt profitierten.

Die Ehen werden im Himmel geschlossen. Deshalb schlagen sie ja dann hart auf. Die Fallhöhe ist beträchtlich, Fallschirme knapp. Der beste Fallschirm ist, sich mit dem Ehepartner anzufreunden. Meist hält diese Freundschaft besser als die Sexbeziehung und die Elternbeziehung. Menschen mir nur 2jährigen Beziehungen werden viele Höhepunkte nie erleben weil ihre Beziehungen schon ausgelaufen sind.

Ich glaube nicht dass die Menschen schlechter sind als früher. Es wird aber schwieriger diesen Durchhaltewillen zu haben. Erstens bist du nicht mit deinem Schatz allein auf einer Insel, sondern den Einflüssen und Ablenkungen ausgesetzt. Die Ansprüche und Vergleiche sind gestiegen. Ausserdem stellt sich die Sinnfrage heute anders.
 
  • #5
Naja die Antwort ist ganz einfach, eine Trennung hat nicht mehr so große Konsequenzen. Eine Frau verhungert nicht mehr, wenn sie der Mann verlässt oder sie ihn, die Kinder sind Finanziell auch bei einer Trennung versorgt. Sex wird auch außerhalb der Ehe toleriert. Selbstverwirklichung steht über einer Beziehung.

Die Vorstellung der romantischen Liebe ist relativ neu, die ist sicher noch keine 200 Jahre alt oder wird praktiziert. Früher waren es fast nur Zweckbeziehungen, der Mann hatte seine Essen auf dem Tisch, ab und zu Sex, die Frau wurde mit Geld versorgt und ihre Kinder auch (mit etwas Glück wurde sie nicht geschlagen). Ist den so eine Beziehung erstrebenswert´?
 
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Gast

  • #6
Diese Frage ist für mich sehr einfach zu beantworten: An die Ehe werden heutzutage veränderte Erwartungen gestellt. Früher musste die Existenzsicherung und die Familiengründung innerhalb einer Ehe herhalten. Heute im Zeitalter berufstätiger Frauen, alleinerziehender Väter und Patchworkfamilien ist sie dafür aber nicht mehr nötig. Von einer Partnerschaft erhoffen sich viele Menschen inzwischen ganz andere Dinge: „Die Liebe hat heute eine andere Definition bekommen, sie soll das Leben bereichern, aufregender machen, die Einsamkeit vertreiben." Erfüllt eine Beziehung diese Hoffnung nicht mehr, gibt es für die meisten Paare keinen Grund zusammenzubleiben. „Ist die Beziehung nicht mehr lebendig genug, und stimmt die Bilanz nicht, geht man auseinander“, so einfach ist das, ohne Bedenken haben zu müssen, was die Existenzsicherung betrifft. Vor allem Frauen sind nicht bereit, in einer stumpf gewordenen Partnerschaft zu verharren: Ein guter Ehemann war früher einer, der nicht trinkt und Geld nach Hause bringt - das genügt heute nicht mehr, das wäre auch für die meisten Frauen langweilig und uninteressant. Überwiegend sind es die Frauen, die die Scheidungen einreichen. Bei nicht ehelichen Beziehungen sind es meist die Männer, die die Beziehung beenden. Andererseits gibt es aber eine ganze Reihe von vermeidbaren Grundproblemen, die die Liebe unnötig zugrunde richten. Vor allem, wenn eine Liebesbeziehung nach der anderen zerbricht, liegt der Verdacht nahe, dass hier ein grundlegendes zwischenmenschliches Problem besteht. m
 
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Gast

  • #7
Früher waren es fast nur Zweckbeziehungen, der Mann hatte seine Essen auf dem Tisch, ab und zu Sex, die Frau wurde mit Geld versorgt und ihre Kinder auch (mit etwas Glück wurde sie nicht geschlagen).

Ja, liebe BellaDonna,

so erging es meiner jüngsten Tante noch, die letztes Jahr gestorben ist.
Hauptsache man bleibt zusammen hiess die Devise.
Er hat sie nicht mal im Krankenhaus besucht als sie im Sterben lag, der Göttergatte.

Ich finde es gut dass Frauen heute nicht mehr unterwürfig sein müssen so sie nicht wollen.
Das andere Extrem, massloser Ego-Wahn ist doch bei Männern Frauen und ihren Kindern im Steigen. Ich sehe aber nicht wieso die Frauen wieder niedlich, süss, harmlos, schwach, abhängig und selbstaufopfernd sein sollten. Männer sollten sich über die Entlastung freuen die eine selbständige Frau bietet anstatt darüber zu sinnieren was sie sonst noch alles anstellen könnte (ohne ihn).
 
  • #8
Die meisten der bisher genannten Argumente sagen nur warum es jetzt mehr Scheidungen gibt aber der Grund warum viele Beziehungen so schnell zerbrechen ist wie ich vermute ganz einfach die Biologie.
Der Mensch ist aus biologischer Sicht überhaupt nicht dafür gemacht bis ins hohe Alter den gleichen Partner zu haben. Männer in ganz extremen Maße denn Männer sind von Natur aus darauf programmiert mit möglichst vielen verschiedenen Frauen möglichst viele Kinder zu haben.
Der Mensch ist zumindest Teilweise immer noch darauf ausgelegt in Verbänden durch den Urwald zu ziehen und damals war das soziale Gefüge ein komplett anderes.
 
  • #9
Hier schon geschaut?
https://www.elitepartner.ch/forum/die-grosse-luege-nicht-untreue-zerstoert-unser-beziehungsleben-40927.html
 
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Gast

  • #10
Die Beziehungen von heute haben nur dann eine Chance wenn eine echte und tiefe Liebe beide verbindet. Mit echter Liebe meine ich nicht Liebe welche sich bei einigen schon während des ersten Dates entwickelt sondern eine gewachsene Liebe die beide auch in schweren Zeiten zueinander hält.
Ich glaube viele Menschen lieben sich nur oberflächlich, weil beide Suchenden auf einen anderen Menschen trift der auch Liebe sucht, ist es meistens keine echte,wahre Liebe die beide Menschen verbindet und zusammenschweisst.
 
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Gast

  • #11
Naja die Antwort ist ganz einfach, eine Trennung hat nicht mehr so große Konsequenzen. Eine Frau verhungert nicht mehr, wenn sie der Mann verlässt oder sie ihn, die Kinder sind Finanziell auch bei einer Trennung versorgt. Sex wird auch außerhalb der Ehe toleriert. Selbstverwirklichung steht über einer Beziehung.
Insbesondere durch deinen Hinweis auf die finanzielle Absicherung müsste dein Eingangssatz eigentlich korrekt lauten: "Naja die Antwort ist ganz einfach, eine Trennung hat nicht mehr so große Konsequenzen ... FÜR DIE FRAU."

Denn durch das in den 70ern abgeänderte Prinzip der Zerrüttung (statt Schuldprinzip) in einer Ehe kann sich jeder heute viel einfacher scheiden lassen, jedoch fallen Frauen imho sanfter da Männer meist noch die finanzielle Versorgung für diese aufrechterhalten müssen.
 
  • #12
Na ja, liebe(r) fs

ein bischen viel vermengt hier. Dabei ist es doch ganz einfach: Früher musste Frau in einer unglücklichen Ehe verharren, Sie wäre sonst verhungert und gesellschaftlich geschnitten worden. Sie musste sich wirklich alles gefallen lassen, ist Sie auch noch katholisch gläubig kommt noch die ewige Verdammnis dazu.
Auf Männerseite mussten auch Sie die Damen weiter im Leben belassen auch wenn Sie rechte Kratzbürsten waren, Scheidung war ja nicht.

Findet das irgendwer bedauerlich? Also ich nicht!

Gerade Frauen verändern persönlich sich mit zunehmender Berufstätigkeit und auch beruflicher Qualifikation.
Männer auch, bei Ihnen ist man es nur gewohnt. KLar doch gibt Qualifikation Freiheit- auch die Freiheit zum Beispiel durch Wissen um andere Kulturen Seine Kinder nicht mehr in den Krieg zu schicken (oder wieso steigt die Friedensrate mit der Bildung?)
Von ihnen werden im Job Männereigenschaften verlangt, die sie nach Feierabend nicht ablegen wie den Businesslook
. Sorry, das ist Unsinn! Weibliche Führung ist bewusst nicht die männliche Art. Also ich kann mich über meine Liebste nicht beschweren, trotz Führungsposition ist Sie ganz Frau.
Sie sind finanziell unabhängig und lassen sich nicht mehr viel gefallen.
Eben, siehe oben find ich das durchaus gut.

Klar doch, Garantien gibt es nie. Aber mit guter Pflege und einem bewussten Umgang mit dem Partner und der Beziehung (nicht zu vegessen mit sich selbst) kann man die Wahrscheinlichkeiten ungemein erhöhen. Da ich doch etliche Paare in meinem Freundeskreis habe die sich nach 25 und mehr Jahren immer noch wie verknallte Teenies anschauen weiss ich dass es geht- und gar nicht soooo selten ist.

Die Vorstellung der romantischen Liebe ist relativ neu
Das stimmt nicht ganz so- nur in dem was wir so überliefert bekommen. Und da geht's fast ausschliesslich um die höhere Gesellschaft. Dort wurde natürlich strategisch geheiratet (Hektar zu Hektar) und fleissig mit anderen Fremdgegangen. Beim Personal jedoch hat man durchaus romantisch geehelicht. Diese romantische Vorstellung hat ja einen Biologischen Hintergrund (z.B. der Geruch der passende Gene signalisiert). Wäre diese Geschichte gerademal 200 Jahre alt wären wir längst ausgestorben (und der Minnegesang im 16Jahrhundert nie erfunden worden). Man muss nur alte Märchen, Sagen oder Lieder genauer anschauen, da ist die romantische Liebe das vorherrschende Thema.
 
  • #13
Beziehungen werden immer mehr zur "Freizeit-Unterhaltung" und der Partner/in zum "Animator"
Macht es mit dem Aktuellen keinen Spass mehr - sucht man sich einen anderen "Animator"

Die Leute wollen nicht mehr soviel Zeit und Kraft in eine Beziehung investieren, wie früher.
Alles soll "mundgerecht serviert" werden. Sonst wird das "Personal" gewechselt.

Oder man wirft sich "dem letzten Dreck" an den Hals - aber hält diese/s egoistische Charakterschwein auf Dauer nicht durch.

Trennung = "Urlaub" von Beziehungen. Ist man dann erholt, stürzt man sich in die nächste Beziehung.
Oft wieder mit dem selben Beuteschema = man lernt nicht dazu.

Wo früher die Partner (meist die Frau) über 20 Jahre und mehr darunter litten, ist man heute selbstbewußter und trennt sich früher.

75 % aller Ehen in Dtl. scheitern - 50 % lassen sich scheiden - 25 % bleiben notgedrungen zusammen.
Wenn die Scheidungsquote auf 75 % steigt - ist das eigentlich gut. Weil dann die Notgedrungenen sich mehr wehren, anstatt unter einer schlechten Ehe weiter zu leiden.

Wenn ich Hochzeitsglocken höre = "Wieder Welche, die auf die Scheidung sparen müssen"
Die Chance dazu liegt bei bis zu 75 %.
Gerade in der Trauschein-Ehe ist das Risiko am größten. Jede/r kann jederzeit via Anwalt die Scheidung einreichen. Der Ehepartner ist völlig machtlos dagegen, und muß kräftig zahlen.

Inzwischen schätze ich Beziehungen im Durchschnitt nur noch drei Jahre lang, dann muß man wieder auf Partnersuche. Auch die meisten Scheidungen werden zwischen dem 3. - 4. Ehejahr eingereicht.

Durch die Internet-Singlebörsen sehe ich das Ganze unterstützt: Ständig neue Angebote, nur einem Mausklick entfernt. Der Partner/in wird austauschbar wie ein Kleidungsstück.

Und wo bleibt die Liebe ? Der schmachten die Meisten romantisch hinterher. Sei es im Kino, oder im Fernsehen. Von "Titanic" bis zu den endlosen TV-Serien.

Während es bei den Dates immer mehr nicht um Liebe geht, sondern um den "Job" als Beziehungspartner. Wer da nicht "die Schmetterlinge im Bauch" zum fliegen bringt, ist ein schlechter "Animator" = Absage.
 
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  • #14
Weil man als Mann nie weiss wann man der Frau langweilig wird und Sie dich durch einen anderen austauscht. Deswegen sind viele Männer von Anfang an nicht treu. Das Resultat ist ja bekannt, wie man aus der Frage rauslesen kann.
 
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  • #15
Im groben will ich mich meinen Vorrednern anschließen. Die Teamfähigkeit ist verloren gegangen. Es rennen nur noch Egoist/innen durch die Gegend die es nicht mehr gewohnt sind für eine Sache zu kämpfen. Und was ich noch schlimmer finde: die Kinder von heute werden auch schon zu kleinen Egoisten erzogen. Sie bekommen oft alles (Fernseher,Handy,Klamotten) weil es soll ihnen ja gut gehen. Das dafür jemand etwas leisten muss, wird ihnen aber in den wenigsten Fällen auch erklärt. Kein Wunder, dass die Kleinen wenn sie groß sind nicht wissen, dass man sich für "eine Sache" auch anstrengen muss.
 
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Gast

  • #16
Ich finde es gut dass Frauen heute nicht mehr unterwürfig sein müssen so sie nicht wollen.
Das andere Extrem, massloser Ego-Wahn ist doch bei Männern Frauen und ihren Kindern im Steigen. Ich sehe aber nicht wieso die Frauen wieder niedlich, süss, harmlos, schwach, abhängig und selbstaufopfernd sein sollten. Männer sollten sich über die Entlastung freuen die eine selbständige Frau bietet anstatt darüber zu sinnieren was sie sonst noch alles anstellen könnte (ohne ihn).
ich habe jetzt mehrfach die Erfahrung gemacht, dass es oft die Frauen sind, die von den Männer einen nicht darstellbaren Spagat verlangen. Sie sollen familiär zärtlich und emphatisch sein , aber auch die bestimmend sein und die Beziehung / Frau in vielen Situationen führen und zusätzlich auch alle Rollen der Frauen einnehmen können.

Es ist völlig richtig, dass im Gegenzug auch die Männer oft die Erwartungshaltung haben, dass Frau finanziell (und auch sonst unabhängig) sein sollen.

Diese Männer wollen auch so emphatisch wie möglich ihre Partnerinnen zufriedenstellen, doch die Natur hat sie da nur mit begrenzten Eigenschaften ausgestattet, genau wie auch die Frauen die oftmals ziemlich eher geradlinige Denkstruktur der Männer wohl wahrnehmen aber nicht verstehen können oder wollen.

Wir sind biologisch immer noch Männer und Frauen mit allen äußeren und inneren Merkmalen. In Beziehungen wird aber so getan, als müssen beide alle Rollen spielen können. Das geht nicht so einfach.
Es bleiben folgende Möglichkeiten für Beziehungen zwischen Männern und Frauen.
Entweder man lebt das ältere Rollenbild und nimmt auch einige der (z.T heute nur noch gefühlten, ist eine Frau im Haushalt im Jahre 2013 denn tatsächlich ein Hausmütterchen oder "unterwürfig"?) Nachteile Inkauf oder man lebt ein komplett neues Rollenbild, in dem die Frauen eine gleichberechtigte Rolle in Beziehung und Beruf einnehmen und dann im Endeffekt auch mal dem Mann die Tür aufhalten müssen, (wie aber auch weiter umgekehrt). Diese Symbole müssen sich genauso anpassen.

Die Ehe wird zur Ausnahme werden, das ist auch nicht schlimm... ihre Daseinsberechtigung erhält sie hauptsächlich dann noch durch Paare, die in ihren Persönlichkeiten zueinander eine größere Harmonie haben und deshalb auch für Jahrzehnte planen wollen.

Alle anderen werden sich in normalen Beziehungen tummeln und lernen müssen, die Sprache des anderen besser zu verstehen. Vielleicht dauern diese Beziehungen dann auch länger.
 
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Gast

  • #17
Beziehungen dauern meistens um die 2 Jahre wenn überhaupt.
Dies hat auch etwas mit dem Zeitgeist zu tun. Es ist einfacher Probleme aus dem Weg zu gehen als die Probleme abzuarbeiten. Warum auch abarbeiten wie vor 20 oder 30 J., wenn man es einfach mit einer neuen Beziehung probiert bis man sich wieder langweilt und das Spiel von vorne beginnt.

Es lebe die Konsumgesellschaft mit ihrer Geiz ist Geil Menalität.
 
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LilaLaunebär

  • #18
Ich schließe mich im Bezug auf die gesellschaftlichen Veränderungen meinen Vorrednern an.

Es ist heute so, dass es auch in längeren Beziehungen niemald die Garantie gibt, dass es immer funktioniert. Ich war mit meinem Ex fast 9 Jahre zusammen, bis ihm einfiel, dass wir irgendwie doch nicht richtig zusammen passen. Wir kamen recht jung zusammen (Anfang 20) und da weiß man heute einfach noch nicht, wo man hinwill. Ist man dann Ende 20, dann hat man meist einen Plan vom Leben. Und wenn diese Pläne dann nicht mehr kongruent sind, dann hat eine Beziehung auch keinen Sinn mehr.

Früher gab es das Problem nicht, denn für die Frau gab es in der Regel nur den Weg "Heiraten, Kinder, Mann versorgen".
 
  • #19
Kompromisse werden nicht mehr geschlossen, weil es wirtschaftlich nicht mehr notwendig ist. Ist das gut oder schlecht? Vielleicht jammern wir auf einem sehr hohen Niveau, weil wir es uns leisten können. Wir sind so gut versorgt, dass wir dem Glück auf anderen Wegen nachjagen können als die Altvordern. Ob am Schluss mehr oder weniger Glück dabei herauskommt? Vielleicht einfach ein anderes.