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  • #1

Warum haben es Lehrer hier so schwer?

Ich lese immer wieder negative Einstellungen gegenüber Lehrer. Ich verstehe nicht, wo da das Problem ist. Ich selbst oute mich als Lehrerin, das steht auch in meinem Profil. Allerdings habe ich mir schon oft überlegt, doch lieber "Beamte" zu schreiben. Ich habe hier in einigen Forenbeiträgen aber auch in einigen Profilen schon soviel Vorurteile gelesen. Da stand in einem Profil "Lehrerinnen bleibt mir vom Leibe und schreibt mich nicht an". Was soll das? Wo leben wir denn? Ich unterrichten die ganze Woche, muss in meiner Freizeit nicht auch noch einen Mann belehren, ich bin eine ganz normale Frau. Ich bin auch nicht faul (wie es oft heißt), ich arbeite nicht mehr oder weniger als andere Menschen auch, ich kann mir meine Zeit nur besser einteilen. Was ist es, was euch an Lehrern stört. Und ihr Lehrer - geht es euch genauso? w/54
 
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  • #2
Liebe Fragestellerin,

ich habe selber auch einen Ex, der Lehrer war, und ich bin froh, dass ich ihn los bin. Wenn man hier im Forum die Erfahrung anderer Frauen mit Lehrern lese, denke ich immer "oha... das ist ja wie mit meinem Ex".

Jeder Beruf bringt ein paar Eigenheiten mit, die sich auch in das Privatleben ziehen. Das ist völlig normal. Aber diese Eigenheiten sind nicht mit allen anderen Jobs kompatibel.

Kopf hoch. Du kriegst das schon hin zu überzeugen, dass Du anders bist, wenn Du da nicht in dieses Muster rein passt. Aber sei vorsichtig, dass Du dabei nicht belehrend bist... oder so furchtbar bequem und unentschlossen.

Lg w/31
 
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  • #3
Ich kenne es eigentlich aus meiner Schulzeit ( liegt 10 Jahre zurück) so, dass fast alle Lehrer mit anderen Lehrern verheiratet waren oder deren Partner auch Lehrer waren. Das muss doch seinen Grund haben ;-)
 
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  • #4
Ich kann auch nicht verstehen, was so schlimm an Lehrern sein soll. Ich hatte schon einen Lehrer und einen Prof als Partner und hatte den Eindruck, dass sowieso jeder Mensch anders ist, so war der Lehrer ganz besonders "maulfaul".
Aber vielleicht hätte so ein "richtiger" Lehrer Probleme mit MIR. Ich weiß nämlich auch immer alles besser, bin sonst aber unbelehrbar. ;-)
 
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  • #5
Hier im Forum gibt es vor allem deshalb so viel Negatives über Lehrerinnen, weil sie sehr zuverlässig hochgehen wie das HB-Männchen, wenn sie sich auf den (beruflichen) Schlips getreten fühlen. Andere Berufsgruppen sehen das anscheinend lockerer.
Da macht das Provozieren doch viel mehr Spass... ;-)
Fragestellerin: Trenne mal beim Lesen die Threads ab, die explizit als Klischee-Treads gekennzeichnet sind. Innerhalb dieser Threads würde ich nicht alles so bierernst nehmen. Dann sieht das Bild schon wesentlich freundlicher aus.

Ausserdem hat jeder hier viele Jahre seines Lebens mit Lehrern verbracht, meint also (ich denke, nicht völlig zu Unrecht) einen besseren Einblick in das Berufsbild und den damit einhergehenden Menschentypus zu haben, als das bei den meisten anderen Berufen der Fall ist.

Vor kurzem hatte ich hier einen sehr netten Kontakt mit einer Lehrerin, es wurde dann zwar nichts daraus, aber die Frau ist mir sehr sympathisch. Was die Klischees (völlig wertungslos) angeht konnte ich dabei feststellen, dass sie nicht völlig aus der Luft gegriffen sind. Wie auch bei jedem anderen Beruf. Sonst wäre es auch wohl kaum möglich, den Beruf eines Menschen zu erraten.
Aber hey - auch mein Beruf prägt mich. Auch deshalb habe ich ihn gewählt. Und für Ingenieure schwirren weiss Gott nicht nur positive Klischees durch die Gegend. So what? Ein paar davon treffen mehr zu, ein paar weniger, manche garnicht.
 
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  • #6
Leher/innen: "Vormittags haben Sie recht, nachmittags haben Sie frei."

Diese Einstellung wird u U. auch bei der Partnersuche impliziert.
 
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  • #7
Lehrer sind Menschen, die qua ihrer Ausbildung in das System Schule zurückkehren, das sie schon kennen. Da schließt sich schon der Kreis. Und getoppt wird das noch, wenn untereinander Partnerschaften geschlossen werden.
Ich selbst habe viele Lehrerinnen-Freundinnen, habe beruflich gute und weniger gute Erfahrungen im Umgang mit Lehrern gemacht und bemühe mich von daher, meine Eindrücke nicht als Vorurteile durchschlagen zu lassen.
Dass aber Lehrer diese Vorurteile auch immer wieder bestätigen, mag ein Beispiel aus den letzten Wochen EP-Mitgliedschaft belegen: ein Lehrer schickt mir in seiner allerersten mail eine Buchempfehlung. Ich frage zurück, was denn diese Buchempfehlung mit mir / meinem Profil zu tun hat (es gab keinen erkennbaren inhaltlichen Anknüpfungspunkt). Antwort: "In deinem Profil steht doch, du liest gern". Nun ja...ich habe selbst einen Bücherberuf....Aber das ist eben dann der Unterschied: ein Gesprächseinstieg mit "ich habe XY gelesen, hat mich sehr beeindruckt, kennst du das auch?" - wunderbar. Aber "ich empfehle dir" hat mich sofort in die Schülerrolle versetzt.
 
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  • #8
Liebe Fragestellerin,

ich selbst bin Lehrerin - und zwar auch keine typisch klischeebeladene - man glaubt es kaum ;-)
Weißt du was? Wenn du den Richtigen gefunden hast, dann ist es ihm ganz egal, ob du eine Lehrerin bist oder nicht... oder er belächelt gar diese spießigen Vorurteile...
Was kümmert es dich also, was andere von unserem Beruf denken? Sag` dir einfach, dass du sowieso keinen Partner haben willst, der solch` ein negatives Bild von Lehrern hat. Denn sein wir mal ehrlich - wir beide wissen: selbst wenn es unter Lehrern (wie bei allen anderen Berufen auch) einige scharze Schafe gibt, so bleiben doch noch viele nette, engagierte, normale Menschen übrig, die tagtäglich einen Job machen, den viele gar nicht machen wollen/ können ;-)

Also, keep cool, das wird schon alles...

w, 34
 
  • #9
Hier bei EP habe ich noch keine nette erfahrung gesammelt mit lehrerinnen, obwohl sie massig bei den Profilen auftauchen, selbst wenn sie antworten ist es total schwer sich mit ihnen zu unterhalten, da die kommunikation total einseitig ist. Wenn man schreibt und einem irgendetwas einfällt, dann bekommt man brav antwort aber fragen stellen oder von selbst etwas über sich erzählen ist nicht ihre stärke.

Persönlich hatte ich privat nur mit 3 lehrer/innen zu tun mit einem habe ich trainiert und es war eigentlich ganz normal zwei musste ich unterrichten ( chikung ), die waren ein sache für sich selbt, selten so etwas unaufmerksames erlebt und ständig getrascht.. die aufforderung das tratschen bittw zu unterlassen haben sie mir über ein jahr übel genommen.

Da aber zu meiner hauptschulzeit fast alle meine lehrerinnen schwanger wurden, scheint es aber doch ganz gut zu klappen.
 
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  • #10
Ich denke einfach nur, daß bei Lehrerinnen der Kinderwunsch im Durchschnitt deutlich größer ist als bei den übrigen Berufsgruppen.
 
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  • #11
Hi All. Meine Erfahrungen mit Lehrerinnen aus einer vergangenen Beziehung sowie im Freundeskreis, außerdem aus meiner früheren Tätigkeit als Rechtsanwalt mit ein paar Lehrern als Mandanten sind ebenfalls nicht ohne.
Lehrer sind, wie oben schon jemand gesagt hat, nie wirklich aus der Schule rausgekommen. Schule-Uni-Schule. Sie haben die Lebensrealität in Bezug auf Eigenverantwortung und Risiken nicht mitbekommen. Und das in Kombination mit einem Beruf, der ähnlich wie der von Ärzten und Anwälten zum Rechthaben verführt, ist ziemlich nervig.
Fast jede Diskussion führt zu Theoretisierei, denn praktische Lebenserfahrung ist in der Regel nicht da. Statt dessen ein großes Sicherheitsdenken sowie ein Perfektionismus.
Ich gehe Lehrerinnen privat aus dem Weg, ganz klar. Was ich aber ebenfalls deutlich sagen muss: Lehrer sind sehr fleissig und haben keinen leichten Job. Sie beklagen sich etwas zu viel. Das liegt aber sicher an der vielfach völlig überzogenen Kritik an ihrem angeblich so laschen Job. Zwingt die Lehrer zu praktischer Erfahrung im Berufsleben. Dann sind sie bestimmt bessere Vorbilder für ihre Schüler und angenehmere Partner.
m/40
 
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  • #12
ich würde von mir aus keinen lehrer anschreiben. ich habe da vorbehalte.
mein mann soll sich nicht über andeer leute kinder ärgern,
er soll nicht 3 monate im jahr urlaub haben und ich buckel mich ab,
er soll nicht belehrend und bevormundend sein...
sind vorurteile, ich weiß.
so what...
 
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  • #13
Nach 20 Jahren Beziehung mit einer Lehrerin, die nicht unterscheiden konnte zwischen Schule und Zuhause kommt mir keine Lehrerin an meine Seite, ohne vorher alle Eventualitäten geprüpft und geprüft und geprüft zu haben. Ständig kam ich mir vor wie einer ihrer Schüler. Alle Hinweise und bitten darauf wurde ignoriert und die zum Schluss kam dann nur noch alsAntwort: "Dann benimm nicht so . . ." Als ich dann meinen Schulranzen packte und den Untericht auf meine Weise beendete, kam das große Jammern.
 
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  • #14
Bin die Fragestellerin
Danke für die Antworten, auch wenn sie teilweise wirklich nur aus Vorurteilen bestehen. Ich möchte aber wirklich wissen, was die Leute so über uns denken.
Berufsbedingt kenne ich viele Lehrer/innen. Ich kann nur sagen "es gibt keinen typischen Lehrer". Wie in anderen Berufsgruppen auch, beeinflusst natürlich der Beruf das Privatleben. Aber vergleicht mal eine Grundschullehrerin mit einer Berufschullehrerin - da ist ein himmelweiter Unterschied.
Wenn ich eure Antworten so lese, stelle ich fest, dass ich da überhaupt nicht rein passe. Ich bin Berufsschullehrerin und unterrichte Fachpraxis. Ich hatte eine Berufsausbildung und weiß, was es bedeutet körperlich zu arbeiten, auch die Angst vor Jobverlust und das Verhandeln um Lohnerhöhung ist mir nicht fremd. Ich arbeite mir (fast) erwachsenen und da kommt man mit Belehrungen nicht weiter, da wird gearbeitet.
Aber trotzdem muss ich eben mit dem Klischee leben. Trotzdem werde ich erst gar nicht angeschrieben, weil da im Profil einfach "Lehrer" steht und weil jeder sich an seine frühere Lehrerin erinnert fühlt, die ihm eine schlechte Note gegeben hat. Ich krieg ja nichtmal eine Chance.
Ich verstehe, warum so manche Lehrerin den Beruf verheimlicht. Ich find es aber sch.....
 
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  • #15
An die Fragestellerin (#13): Dann nimm einfach einen kleinen Euphemismus und schreib zB "Berufscoach", "Lebensstarterin" oder "Lebensausbilderin", mach Dich so interessant und spannend wie Du bist und löse das kleine Spiel mit Humor und klärenden selbstbewussten Worten auf. Spiele mit dem Bild, dass Dein Gegenüber von Dir hat. Das ist der Vorteil eines solchen Forums. Mit Worten kannst Du viel erreichen. Eigentlich alles.

VG m/40
 
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  • #16
Hallo Fragestellerin,

nimm deinen ganzen Mut zusammen und schreibe die Männer an die ein für dich Interessantes Profil haben. Was willst du auf den richtigen warten, wenn er doch schon morgen weg sein kann. Hier darüber zu fragen oder zu jammern was andere über die Berufsgruppe Lehrer denken, ist völlig zweitrangig. Du musst du selbst sein. Entweder passt es, oder es passt nicht. Dann ist es vollkommen egal ob dort Lehrer oder Hilfsarbeiter steht. Diejenigen die einer Lehrerin nicht schreiben wollen, sind sowieso nicht aufgeschlossen genug sich auf etwas einzulassen.

bleib so wie du bist, schreibe interessante Profile an und hole immer ein Lächeln in dein herzen, dann wirst du nicht nur hier, sondern auch im echten leben den richtigen Partner finden.

Ich drücke dir auf jeden Fall beide Daumen.
 
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  • #17
Liebe Fragestellerin, nochmals #12
es gibt natürlich bei Lehrern - wie in jeder Berufsgruppe - Unterschiede. Aber meine Lehrern, über die ich berichtete, hatte eine Berufsausbildunf, hat gearbeitet, bevor sie sich zum Pädogogik-Studium entschied. Unser Bekannten- und Freudneskreis bestand aus vielen Lehrern. Kluge, gebildete Menschen, die aber alle ihren Lehrerberuf mit nach Hause genommen haben. Gut, es waren Gymnasiallehrer, keine Berufsschullehrer. Aber die Jammerei über den harten Job wär ständig präsent. Ich habe versucht, meiner Frau einiges davon abzunehmen, aber es war nie genug. Die Hausaufgaben wurden immer mehr und der Ärger, der letztlich bis zum Zorn ging, wenn die Hausaufgaben nocht vollständig oder zu ihrer Zufriedenheit erledigt worden waren, immer größer. Dazu kam eine permanente Rechthaberei, die gipfelte in einer Oberlehrerhaftigkeit. Das stellte ich auch bei Lehrern fest, die nach der Scheidung neu in meinen Bekanntenkreis kamen.
Sicher muss man diffenzieren, aber wenn das Kind einmal in den Brunnen gefallen war, macht einen Deckel auf den Brunnen, damit das Unglück sich nicht wiederholt.
Ich verweigere mich nicht grundsätzlich Lehrerinnen als Partner, aber die Messlatte für diese Berufsgruppe wird zumindest bei mir sehr hoch aufgelegt.
dorn_ohne_rose
 
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  • #18
Also Lehrer muss auch für mich nicht unbedingt sein. Baue nur für Lehrer wenn es nicht mehr anders geht, sagte mein Chef mir schon während meiner Lehre. Na ja, als ich dann in den Semesterferien nebenbei mal für einen Lehrer "aushelfen" durfte, war mir klar, was er meinte.... Lehrer können oft die Realität nicht richtig einschätzen, das Leben ist halt nicht nur Theorie. Sorge um Arbeitsplätze z.B. wegen Konjunkturschwäche, Anschiss vom Chef abholen, Termindruck, beruflicher Umgang und Diskussionen mit anderen Menschen außer Kollegen etc. kennen Lehrer nur sehr bedingt. Tagsüber widerspricht ihnen keiner, sie belehren und bekommen (fast) immer Recht.
Eine gute Freundin von mir ist Lehrerin und ich mag sie auch sehr gerne, aber wenn ich dann höre, dass sie von den 6 Wochen Sommerferien nur max 3 für sich hat, da der Rest ja für die Vorbereitung draufgeht, sollte schnellstens das Thema gewechselt werden... ;-)
Wenn die Lehrer einfach mal sagen würden: ja wir haben einen super Job mit viel Freizeit, aber auch viel Verantwortung, dann ist es ehrlich und kommt auch bei der "arbeitenden" Bevölkerung viel besser an :)
 
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  • #19
Wenn man als Kind im Fach X nicht so gut steht, wie man gerne möchte, dann ist die Ursache völlig klar: Nicht mangelndes Lernen oder die eigene Mitarbeit ist schuld, und schon gar nicht das eigene Talent, sondern vor allem der jeweilige Lehrer. Der ist nämlich d**f und hat keine Ahnung. Schon allein zur Schonung des eigenen Selbstbewusstseins.

Lehrer sind also im großen und ganzen und im Allgemeinen insgesamt vor allem d**f. Wir alle, die wir in der Schule gewesen sind, sind uns darüber einig (ein paar Streber, die ihrerseits d**f sind, vielleicht ausgenommen).

Diese besondere Sozialisation schlägt nicht nur bei EP durch, sondern überall im Leben. Wenn beispielsweise die neue 12-jährige Gymnasiallaufbahn stressig geworden ist, dann liegt das nicht an den Politikern, die sie vereinbart haben, nicht an den Kultusministern die sie umsetzten, nicht an den Behörden, die die Lehrpläne erstellen und Schulbücher genehmigen, sondern - an den Lehrern, die die ihnen vorgegebene Suppe auslöffeln. Sagt die Kultusministerin, und alle, die ihr zuhören, applaudieren wie wild.

m/44, und NICHT Lehrer
 
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  • #20
Das mit der geänderten Berufsangabe solltest du nochmal überlegen.
Also ich (w) würde lieber einen Lehrer nehmen als einen Beamten, da sind doch die Vorurteile noch größer ;)
In meinem Bekanntenkreis habe ich mehrere Lehrerinnen, die weder belehrend noch langweilig sind, sondern einfach nur tolle Menschen.
Wer dich ausschließt, weil bei dir Lehrerin steht, der hat dich nicht verdient. Sieh es doch mal so.

Alles Gute!
 
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  • #21
Lehrerinnen wären auch nichts für mich. Bisher kannte ich diese Berufsgruppe immer als ein "gewisser" Menschenschlag, denn man mal richtig "Dampf machen" müßte. Und hier meine ich nicht das Dutzend herumliegender "Bild-Zeitungen" im Lehrerzimmer.
Fernab von der realen Welt "blubbern" sie einen immer belehrend voll und sind nicht kritikfähig.
Ausserdem das Weltbild wirkte auf mich immer etwas infantil - sorry.
Die "Abschüsse" waren auch die monotonen Gesprächsthemen bei jeder Gelegenheit: Nur "ihre Welt" oder nach 10 Minuten der Bezug zu ihrer Welt ... .
Nein Danke - wirklich nicht, dann lieber eine spitzfindige Juristin oder etwas einfältige Ingenieurin. M38
 
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  • #22
Also in meinem Skikurs waren sowohl die Begleitlehrerin als auch unser Chemielehrer verheiratet, hat die beiden aber überhaupt nicht gestört.... und in der Neunten waren wir ja schließlich nicht mehr so "dumm" um nichts zu merken. Ist aber in anderen Berufen auf Geschäftsreise nicht anders, also nicht "Lehrerspezifisch"und dass sich am Arbeitsplatz häufig Ehen und Beziehungen anbahnen, ist auch allgemeingültig und nicht Lehrertypisch.

Es tut schon sehr weh, wie subjektiv hier Klischees unreflektiert durch die sogenannte Elite verbreitet werden, wie sehr sich gebildete Menschen an negative Erlebnisse in ihrer eigenen Schulzeit oder der Schulzeit ihrer Kinder erinnern und sich davon wider alle Vernunft ein Leben lang prägen lassen. So betrachtet müsste ich eigentlich Lehrer hassen, da ich wirklich keine schöne und konfliktfreie Schulzeit hatte, ich tu es aber nicht.

Ich unterrichte selbst mehrmals im Jahr an der Berufsschule und bin Ausbilder am Arbeitsplatz und dabei sicherlich auch oft "Oberlehrerhaft".... übrigens Recht zu haben ist mein Beruf ;-)
Auch Lehrer haben Chefs und Termindruck, keine 13 Wochen Urlaub und in vielen anderen Berufen wird auch zu Hause kräftig weitergearbeitet oder sich über dies und das geärgert.

Ich denke es muss schon passen, wenn Frau Lehrer am WE Klausuren korrigiert, in den Ferien Untericht vorbereitet oder Weiterbildungsseminare besucht, während Göttergatte etwas unternehmen will, wenn sie mehrere Wochen im Jahr mit ihren Schülern wegfährt und er allein zuhause ist, wenn sie von den Gören mal wieder fix und fertig gemacht nach Hause kommt und dringend Trost braucht mit dem er dann überfordert ist...

Ich habe höchsten Respekt vor dem Lehrerberuf und könnte mir sehr wohl eine Lehrerin als Partnerin vorstellen. Die ganzen Klischees gibt es auch in anderen Berufsgruppen.
Lehrerinnen zählen ja auch zu den soganannten Sozialberufen und von denen findet man hier massenweise. Beziehungen dieser Berufsgruppen scheinen häufig zum Scheitern verurteilt zu sein, liegt aber meistens an der Intoleranz der Partner. Jeder weiß, worauf er sich einlässt.

Also Lehrerin, Kopf hoch es gibt sicher den passenden Mann für Dich.

M/45
 
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  • #23
Sehr gut #21, gefällt mir und finde ich zu diesem Thema sehr angenehm zu lesen. (mein Schwiegervater war Lehrer, ein toller Mensch und sehr engagiert!)

Habe insgesamt Probleme mit Vorurteilen, gerade wenn sie Berufe betreffen

@ Fragestellerin: den Vorschlag mit der Berufsbezeichnung "Berufscouch" (weiß nicht mehr, wer das vorgeschlagen hat) finde ich gar nicht mal so schlecht, da so manche/r Schreiber/in hier ja deine Ängste/Befürchtungen bestätigt.

Egänzung von Schreiberin der #19
 
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  • #24
MadMax

irgendwie finde ich es eigenartig, dass die lehrer hier so schlecht wegkommen.
nachvollziehen kann ich es nicht.
ich bin selbst mit einer lehrerin liiert und habe im bekanntenkreis viele lehrer.
auf keinen von diesen trifft auch nur eines dieser hier geschilderten klischees zu.

...doch eines gibt es...das gejammer wenn die ferien zu ende gehen und die laaange zeit bis zu den nächsten ferien...mitunter sind das volle 3 monate...3 monate am stück arbeiten...unmenschlich;-)

das ist aber auch das einzige! ich kenne keinen notorischen besserwisser unter den lehrern, oder welches klischee auch immer, was zutreffen könnte.
ich kenne lehrer vom grundschullehrer, bis zum gymnasiallehrer, sonderschullehrer oder berufsschullehrer.
alles wirklich liebe, nette menschen!

auch das sie immer recht haben wollen, kann ich nicht bestätigen. ganz im gegenteil!
lehrer haben kein problem damit, in einer diskussion auch mal zuzugeben, von einem thema keine ahnung zu haben...und sich selbst "belehren" zu lassen.
eigentlich empfinde ich sie als sehr aufgeschlossen.,vor allem können sie konstruktiv diskutieren,
da habe ich unter den typischen "bildzeitungsleser" und auch hier im forum unter den "nichtlehrern" schon ganz anderen oberlehrer und rechthaber kennengelernt!

einen kleinen unterschied gibt es zwischen den unterschiedlichen gruppen schon: ein sonderschullehrer oder ein berufsschullehrer ist irgendwie anders, als ein grundschul-bis gymnasialllehrer.
irgendwie sind die beiden lehrergruppen entspannter, offener...ist schwer zu beschreiben.

auf jeden fall halte ich die klischees, die hier im forum immer geklopft werden, für völlig überzogen.
 
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  • #25
Liebe Unbekannte,
das Lehrerproblem ist leider weniger ein persönliches, sondern ein gesellschaftliches. Ich bin
selbst ein Lehrerkind und wir waren 5 Lehrerkinder mit dem gleichen Geburtsjahr. Wir wurden im
Interesse der Eltern wie Rennpferde auf Leistung getrimmt,weil jedes Kind das bessere sein sollte was das ganze Leben prägt. Die Realität lernte ich zwar mit 18 auf der Offiziershochschule (Ich war drei Jahre Offizier auf Zeit),als man dem verwöhnten Einzelkind mit summa cum laude Abitur 20mal das Bett einriß, weil es nicht auf Kante war, 6 x über die Kampfbahn schickte, weil die Stiefel nicht glänzten und ihm zur Toilettensäuberung eine handliche Zahnbürste in die Hand drückte.
Es nützte nichts die Prägung der Beste zu sein blieb bis heute. Ich meldeten mich als Fallschirmjägeroffizier freiwiillig nach Angola (Kamikazejob), bekam viel Auszeichnungen und wurde nach 6 Monaten nach meiner Rückkehr hochdekoriert Hauptmann und nach drei Jahren
als Stabsoffizier Major mit ordensgeschmückter Brust i.R. geschichkt. Ich bin in Angola 8x gerdaso mit dem Leben knapp davongekommen, aber der Leistungswille noch eins draufzusetzen war stärker. Inzwischen habe ich drei Hochschukabschlüsse (davon 2 extern
and HUB und TUD), bin seit 18 Jahren Vertriebsvorstand o.ä. in verschiedenen Firmen, war
in 6 Ländern 15 Jahre Expat um Marktaufbau mit Bravour zu betreiben, arbeite im Urlaub und bin 24 Stunden erreichbar. Mein Freund Internist und Psychiater sagte, Lehrer ist kein Beruf, sondern eine Diagnose. Doch das ist meine persönliche Geschichte und ich arbeite hart daran mein Verhalten zu ändern. ich glaube heute nach 20 Jahren ist die Situation anders. Man hat mit dem 68iger Blödsinn und er antiautoritären Erziehungsmethode den Lehrern einfach die
Achtung und die Disziplin, die Schüler vor dem Lehrer haben müßten genommen. Ich aus dem Osten war eben dem krassen Gegenteil unterworfen. Einmal generell und dann durch Mutter, Staat und Gesellschaft. Es herrschte Disziplin, Anwesenheit, Achtung, Respekt und wer Probleme hatte dem wurde geholfen. Und kein Lehrer brauchte wie in Neukölln in Berlin wenn möglich mit Kugelweste und Pistole antreten. Sicher bin ich etwas konservativ, als die Mauer fiel war ich 29, aber was dann mit dem Bildungssystem passierte war katastrophal. Der Lehrer als Kasper, Krümelkacker, Vollidiot etc. Meine Mutter hat es nich lange verkraftet und ist vorzeitig in Ruhestand. Man hat in der Gesellschaft die WICHTIGE Funktion eines Lehrers degradiert. Sicher haben Lehrer Eigenheiten, wie jeder andere Beruf auch, etwas penibel, korrekt etc. Aber ist das den falsch für die Zukunft eines Menschen? In der heutigen "demokratischen " Schule spreche ich mich eindeutig für die Rückkehr zum preußiscvhen Gymnasium mit aller Härte, aber ohne Prügelstrafe, aus. Im Interesse der verblödeten Bewerber bei DSDS und den Lehrern. Verständnis ja, aber Disziplin und Respekt und Hacken zusammen, wenn der Lehrer das Zimmer betritt. IN einer Gesellschaft, die
sukzessive IHre Bildunge abbaut und die Verblödung als Bildungsprogramm nimmt, ist eine Kehrtwende schwer. Leider hilft , das es an den Unis nicht besser ist, nur eine gesamte gesellschaftliche radikale Wertewenundung und eine neue Regierungsform die hart durchgreift, aber nicht solche Blödmänner wie Koch mi seinen menschenunwürdigen Hartz IV Vorschlägen. Ich bin Deutscher, der in derSchweiz (Basel) lebt und da ist die Katastrophe genauso groß nur das derfalsch verstandene Liberalimsus derTell-Demokraten nicht mal einer was sagt, wenn vor dem Unterricht noch zwei Joints rein gezogen werden, denn wie heißt es so schön:
Morgens ein Joint und der Tag ist Dein Freund. Ungeachtet des bedeutungslosen Altersunterschiedes würde ich Sie sehr gern persönlich kennen lernen und würde mich über eine Antwort freuen. Ich bin wie gesagt erst seit heute hier und finde das man eine freie offene Diskussion führen kann. Außerdem muß man auch sagen, Lehrer ist nicht gleich Lehrer. Wie in jedem Beruf wehreich mich gegen Pauschalisierungen. Das ist bei uns Juristen ja ähnlich. Also beste Grüsse an die Fragestellerin. Ein persönlicher Kontakt würde mich sehr freuen. Allerdings bin ich jetzterts einmal drei Wichen in meine Büro in Singapur und besuch noch Nordkorea und dann bin ich wiederfrei verfügbar und, falls Interesse besteht, zu einem Treffen bereit.
 
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  • #26
@#24: Es ehrt mich zwar irgendwie, dass es anscheinend doch Männer gibt, die keine Angst vor Leherinnen haben. Allerdings gehöre ich (die Fragestellerin) wohl doch eher zur liberalen Sorte ;-) Ich habe kein Problem damit, mit meinen 20jährigen Schülern mal bei Klassenfahrten die nächste Disko unsicher zu machen oder im Schulhof eine Schneeballschlacht anzuzetteln. Ich nehme meine Mädels in den Arm wenn sie Liebeskummer haben und werde trotzdem (oder gerade deswegen) akzeptiert. Ich bin für Disziplin, für das Aufzeigen von Grenzen aber nicht für Strenge sondern für gegenseitigen Respekt und Einsicht.
Ich lese in ihren Zeilen da doch einen erheblichen Altersunterschied. Als die Mauer fiel war ich zwar auch erst 33 - aber sie erscheinen mir trotzdem um 30 Jahre zu alt. Das zeigt wieder, dass das Geburtsdatum nichts über das Alter aussagt.
 
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  • #27
Oha! Vielleicht sollte hier mal etwas besser differenziert werden, was für eine Art von LehrerInnen gemeint ist ;-) Ich bin zum Beispiel in erster Ausbildung Krankenschwester, Weiterbildung zur Stationsleitung - war 13 Jahre in dem Job insgesamt. Danach erst Studium und nun Berufsschullehererin - also nix mit "Schule - Uni - Schule" und das Leben nicht gesehen? ... ;-)
 
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  • #28
Wenn Lehrerinnen von sich sich selbst behaupten, sie wären g a n z anders als alle anderen, dann sind es, meiner Ansicht nach, genau die von der peinlichen Sorte. Welcher 20- jährige Schüler will mit der Lehrerin in die Disco gehen? Schneeballschlachten machen?
Schüler wollen keine ältliche Lehrerin, die auf jung und verständnisvoll macht, sondern eine Respektsperson, die den notwendigen Abstand hält.
Ich behaupte einfach, dass Lehrer und Lehrerinnen ein bisschen kritischer mit sich selbst sein sollten, dann wäre ihr Image auch besser.
 
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  • #29
Ein weiterer unproduktiver Beitrag:
Ich freue mich immer wieder, wenn ich derartige Diskussionen sehe. Ich hoffe, ihr seht, um welche Uhrzeit ich schreibe, also schon zu Hause bin, frei habe, den Tag genießen kann! Aber ihr seid ja selbst Schuld. Warum habt ihr auch den falschen Job gewählt?! Ewig lange Ferien, Halbtagsjob - besser kann das Leben nicht sein. Ich hoffe, ihr ärgert euch jetzt ordentlich, weil ich schon quietschfidel zu Hause bin und vor Freude eine Runde wie ein Flummi durch die Wohnung hüpfe, während ihr noch studenlang euren Bürostuhl besitzen müsst :) Jaaaa, ich genieße euren Neid.
Lebensfrohe Hauptschullehrerin
 
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  • #30
@#27
Was sind denn das für Töne in einem Forum, in dem es um die ewige Jugend geht mit Haarefärben, jugendlicher Schlankheit, supersportlich, sowieso jünger aussehend und der ganzen Selbstverleugnung?;-)
@#24
Nah, dann sei mal froh, dass Du hier solche "volksverhetzende" Reden führen darfst, die der freiheitlich demokratischen Grundordnung so zuwider laufen. ;-)
Kleine Rede eines Kutschers (und Naturführers) vom Darß: "Früher, wenn Schulklassen kamen, saße sie brav und schweigsam, hörten sich brav und schweigsam meine Reden an und fuhren dann brav und schweigsam wieder zurück. Heute schreien sie alle gleichzeitig und am lautesten schreit der Lehrer, aber die Fragen, die die haben ..., da merkt man richtig, dass sie mitdenken."
@#14 und Fragestellerin:
In einem Profil habe ich mal die Berufsbezeichnung "Zickendompteur" gelesen. Ich glaube, das war ein Gymnasiallehrer.
 
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