• #91
Ich verstehe nicht, warum ich Urlaub nehmen müsste, wenn ich eine Lehrerin als Freundin hätte und diese Schulausflug oder Elternsprechtag hat. Warum soll ich da nicht arbeiten können / sollen / dürfen?
Dass Lehrer jeden Abend fürchterlich viel arbeiten - ist mir auch nicht bekannt.
2 Wochen Sommerferien - ähm - hallo ???
Mein Eindruck ist, dass Lehrer gerne überall Nachteile wittern. Für sich und ihren Berufstand. Andere kämpfen am Anfang ihres Berufslebens auch mit Zeitverträgen. Und sind nicht verbeamtet. Und sollen arbeiten. Und haben weniger Urlaub und nicht meist nachmittags frei. Manche bekommen dazu noch weniger Gehalt.
Aus der Rede meines Tutors zum Abi " manche von euch werden Kollegen werden - ganz einfach, weil sie die langen Ferien zu schätzen gelernt haben"
 
  • #92
@Tom26 Hm, trifft auf manche Lehrer bestimmt zu, aber ich sehe es so: Der Lehrerjob hat, wie jeder andere auch, Vorteile und Nachteile.
Was ich häufig erlebe und was mich...naja, nicht direkt ärgert, aber doch nervt:
Leute, die sich aufgrund der Nachteile ganz bewusst gegen diesen Beruf entschieden haben ("zu langweilig", "keine Lust, mich dauernd mit fremden Kindern und deren Eltern rumzuärgern", "zu niedriges Gehalt"), neiden einige Jahre später dann trotzdem den Lehrern die Vorteile des Berufs (viele Ferien, sicheres Gehalt, sicherer Arbeitsplatz).
Und diese Leute muss man schon mal daran erinnern, dass Lehrer all die Nachteile in Kauf nehmen, derentwegen sie selbst diesen Beruf abgelehnt haben, und dass sie ihnen nun schon auch die Vorteile gönnen sollten.

Dasselbe, wenn jemand, der in der Wirtschaft in zehn Tagen so viel verdient wie ich im ganzen Monat, spitze Bemerkungen über meine viele Freizeit macht: Ich rege mich nicht drüber auf, aber die Augenbrauen ziehe ich schon hoch.
 
  • #93
@Tom26 Hm, trifft auf manche Lehrer bestimmt zu, aber ich sehe es so: Der Lehrerjob hat, wie jeder andere auch, Vorteile und Nachteile.
Was ich häufig erlebe und was mich...naja, nicht direkt ärgert, aber doch nervt:
Was ich allerdings kritisiert habe, ist die Tatsache, dass auch andere Berufsgruppen am Anfang ihrer Arbeitsjahre mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Ich sehe eben nicht, dass Zeitverträge nur für Lehrer üblich wären, wie oben genannt, dass nicht auch andere Beamte eine Anwärterzeit hätten etc. Solche Dinge treffen viele Menschen - nicht alle davon sind Lehrer.
Fast jeder ergreift einen Beruf, weil er gewisse Vorstellungen hat. Fast keiner hat aufgrund seiner Berufswahl sofort das Schlaraffenland. Schulausflüge und Elternsprechtage gehören eben zum Berufsbild - wie die vielen Ferien auch. Und auch die Dotierung ist ziemlich transparent. Und Schüler gehören nunmal auch zum Berufsbild des Lehrers.
Aber von nur 2 Wochen Sommerferien für Lehrer habe zumindest ich noch nie gehört.
Der Spruch des Tutors war sicherlich launig gemeint und zielte auch eher auf die Lacher ab. Allerdings - ein Körnchen Wahrheit steckt auch drin - oder ??
 
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