• #1

Warum haben manche Männer Angst vor einer starken Frau?

Ich habe in meinen Leben alles hart erarbeitet und viele Schiksalsschläge erlebt. Bin ich ein schlechterer Mensch, wenn ich zielstrebig und selbstbewusst bin?

Sobald ich einen Mann kennen lerne, bekomme ich immer wieder die gleichen Bemerkungen zu hören:
"Neben dir wirkt "man (n)" richtig klein"
Fische ich zu sehr in deren Gewässern?
Habe ich zu viele "männliche" Interessen?

Meine Söhne finden ihre Mama toll und ich musste schließlich auch den Papa ersetzten. Nun ist mein Freundeskreis 5-10 Jahre jünger und mit denen komme ich super zurecht. Und, ja, ich gehe auch gerne mal in die Disco.Nur Beziehungstechnisch möchte ich auch endlich ankommen ohne mich immer nur als einfache Büroangestellte ausgeben zu müssen und mich "blond" zu stellen. Würde gerne einen Partner finden, der mich nicht ausbremst, doch lenkt und leitet.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und Lösungen gefunden?
 
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  • #2
Ich habe in meinen Leben alles hart erarbeitet und viele Schiksalsschläge erlebt. Bin ich ein schlechterer Mensch, wenn ich zielstrebig und selbstbewusst bin?
Kommt die Frage jetzt im 3-Wochen-Rhythmus?

Nein, die meisten Männer haben keine Angst vor selbstbewussten Frauen. In Deiner "Zielgruppe" erst Recht nicht. Warum Du die einfache Büroangestellte schauspielern musst, verstehe ich nicht. Datest Du nur Handwerker?

Worauf viele Männer keine Lust haben, ist die verhärmte, durchs Leben (und ihre Negativerfahrungen mit Männern) gezeichnete Frau, die dann mit der Attitüde "Jetzt komm ich" durchs Leben schreitet und das als "selbstbewusst" bezeichnet. Die Definition "stark" ist bei Frauen etwas, was Männer abschreckt. Fast jeder Mann hat solche Frauen kennengelernt, die sich selbst als "stark" bezeichnen und damit etwas bezeichnen, was viele Männer nicht mögen. Um die mache ich auch einen großem Bogen, die ist mir zu anstrengend. Was nichts dmit zu tun hat, dass ich nur ein hilfloses Weibchen als Partnerin haben wollte. Das ist das andere Extrem.
 
  • #3
Naja Männer mögen keine Frauen, die sich wie Männer benehmen, ähnlich wie Frauen keine Männer mögen, die sich wie Frauen benehmen. Das ist doch ganz klar.
Powerfrau im Beruf und der Familie zu sein und in der Partnerschaft trotzdem fraulich zu bleiben geht, habe ich schon gesehen, erfordert aber Flexibilität und die Weisheit zu wissen, was fraulich sein eigentlich ist.
Angst hab ich an einer 40 Meter hohen Bergwanderung aber Angst vor starken Frauen bestimmt nicht. Bei Frauen, die meinen sie sind stark und deswegen laufen alle Männer davon, fühle ich mich eher unerotisiert als verängstigt.

Gruß m33
 
  • #4
Geh erstmal weg von dem Gedanken stark und schwach. Wir alle sind mal dies und das. Wenn du deinen Erfolg nicht mit Arroganz begleitest wird es auch Männer geben die damit umzugehen wissen. Der Mensch ist nun leider einmal ein Neidhammel. Lass dich nicht entmutigen.
M46
Kölle Alaaf
 
  • #5
Kennst du nicht den Song von Barbara Schöneberger "Männer muss man loben?"
Du hast doch 2 Jungs - da müsstest du doch wissen, wie es geht.
Die großen Jungs wollen auch geliebt und natürlich immer bewundert
werden. ;-)
Dass Deine Kinder dich toll finden, zählt nicht - alle Kinder finden ihre Mama toll. Ihren Papa auch.
Vielleicht solltest du nicht so herausstellen, dass du eine starke Frau bist und was du alles geschafft hast. Kein Mann will deine Schicksalsschläge so genau wissen. Wenn du stark bist, muss du das auch nicht erzählen.
Ich kann auch das Meiste besser als jeder Mann, erwähne ich aber nicht -dann lob ich ihn eben, dass er mir den Spiegel aufgehängt hat oder das Laptop einrichtet - klar hätte ich es selber machen können, aber er hat es für mich getan - ist doch süß.
Die meisten Männer haben kein Problem mit Frauen, die viel machen und können - sie sind sowieso lieber mit sich selber beschäftigt und froh, wenn frau viel kann und macht.
Sie wollen nur nicht, dass sie es ständig unter die Nase gerieben bekommen.
 
  • #6
@Lebens_Lust
Ich habe wirklich kein Problem einen Mann kennenzulernen und gemeinsam Spaß zu haben.
Es kristallisiert sich im Laufe der Zeit einfach heraus. Sollte ich mich zurücknehmen und z.B. den Mann alleine einen Schrank aufbauen lassen?
Lieber zum Schoppen gehen?

Ich war wahrscheinlich zu lange verheiratet und bin die Gemeinsamkeiten gewohnt.
 
  • #7
Wenn ich mich als stark bezeichnen würde, dann würden meine Freunde mich fragen, wieviele Kilo ich denn beim Bankdrücken schaffe...

Der Begriff "stark" ist hier wohl nicht treffend. Auch "groß" bzw. in der Negation "klein" passt nicht.

Wenn Du nach "zielstrebig" und "selbstbewußt" fragst:

Dann musst Du verstehen, dass Menschen die zielstrebig sind, zwangsläufig ihre Wahrnehmung der Wirklichkeit verengen. Leute, die weniger zielstrebig sind, sind wesentlich offener und probieren viel mehr aus. Sie laufen dabei auch in Sackgassen, sind aber bereit, immer wieder neue Wege einzuschlagen und sich immer wieder von Neuem inspirieren zu lassen.

Großes Selbstbewußtsein kann auch großes Ego bedeuten. Was die extremen Charakterzüge großer Zielstrebigkeit noch potenziert und für viele weniger zielstrebige Menschen noch weniger erstrebenswert ist.

Wahrscheinlich wirst Du einen Partner am ehesten da finden, wo jemand in ähnlicher Weise die gleichen Ziele verfolgt. Vielleicht jemand, der ebenfalls Jahre oder Jahrzehnte in seine Karriere investiert hat und daraus seinen Selbstwert schöpft.

Solche Eigenschaften mögen zwar im beruflichen Kontext Vorteile haben. Aber wer will schon seinen eigenen Vorgesetzten auch noch bei sich zuhause auf dem Sofa sitzen haben?

Die künstlerisch, kreativen Lebenskünstler sicher nicht.... Und Leute, die einfach nur weniger zielstrebig sind, werden sich nicht selten getrieben und bedroht fühlen, wenn da jemand da seine Maßstäbe durchsetzen will.

Insofern engt Deine extreme Charkterausprägung die Partnerauswahl ein. Aber die Männer, die anders strukturiert sind, sind deswegen nicht schlechter als Du und Du keineswegs besser, nur weil Du Dich auf Materielles im Leben konzentriert hast.
 
  • #8
Vielleicht sind es auch nur schwache Männer, die sich vor einer starken Frau fürchten. Des Weiteren ist es auch immer nur subjektiv, was eine starke Frau ist.

In RL habe ich immer festgestellt, dass die sogenannte starke Frau nicht so stark war. Wenn man sich, aber als Frau als Bürokauffrau sich verstellen muss, dann ist es nur ein schwacher Mann.
Mich würde eine wirklich starke Frau eher motivieren als frustrieren.
 
  • #9
Bei solchen Platitüden muss ich immer etwas kichern. Nach dem Motto, ich bin ja so stark, das hält kein Mann aus. Vor meinem inneren Auge sehe ich dann immer eine stämmige Gewichtheberin wie sie stöhnend Gewichte stemmt. Furchtbar angestrengt. So klingt das für mich.

Ich bin überzeugt, dass die meisten Männer souverän sich ruhende, lustige, kluge und das Leben meisternde Frauen sehr gern mögen und zu schätzen wissen.

Herr Lebenslust hat Dir ja bereits perfekt geantwortet und aus Männersicht ist es sicher auch hilfreicher.
 
  • #10
Es wäre schon recht hilfreich, wenn man erst einmal stark - so wie man es versteht - definiert und Beispiele für "männliche Interessen" nennt. Aber ich vermute wie meine Vorredner ebenfalls, dass "stark" hier eher synonym zu kompliziert und gefühlskalt verwendet wird, was man sich selbst dann als Selbstbewusstsein auslegt.
 
  • #11
@entropie
Es geht weniger um die Stärke, mehr darum, das ich keinen Mann brauche, um die Zündkerze am Rasenmäher zu reinigen, damit er nach dem Winter wieder läuft. Vielmehr, dass ich es könnte. Dies bedeutet nicht, dass ich es unbedingt machen möchte.
@Lebens_Lust
Diese profane Aussage finde ich recht nineaulos.
Ich bin Handwerksmeisterin und stehe kurz vor dem Bachelor. Ohne Handwerker hättest du morgens kein Brötchen auf dem Frühstücksbrett und könntest sie vermutlich auch nicht klein beißen.
Also, erstmal neurologische Reize auf sich wirken lassen, bevor man versuch elitäre Aussagen zu formulieren.
 
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  • #12
Die Frage hatten wir hier schon mal. Ich glaube, Frauen verwechseln Stärke häufig.
Viele wollen stark sind, sind aber eher männlich. Angefangen vom ganzen Auftreten über Optik, Kleiderwahl und Haare.

Man kann auch Männerhobbies haben und trotzdem eine sexy Frau sein. Als Frau sollte man seine weibliche Rolle nicht vernachlässigen. Auch wenn du mit deinen Jungs Fussball spielst und den Papa ersetzt, werde nicht zur knabenhaften Frau, pflege auch deine weiblichen Anteile, schminke dich, lackiere dir deine Nägel, benutze Parfüm oder ähnliches. Du sollst nicht zur Tussi mutieren, sondern das Prinzip verstehen. Du willst eine Partnerin sein, willst einen möglichst starken fähigen Partner, der seine Mannsrolle möglichst ordentlich neben dir erfüllen kann. Da musst auch du deine Weibsrolle spielen lassen.

Was männlich wirkt:
- beim Kennenlernen mit seinem Job prahlen. Ein Mann sieht dich da häufig als Konkurrent und stichelt auch gerne mal rum.

- Männern ist Status, Erfolg oder Geld nicht wichtig an Frauen. Du musst da nichts für den Mann erreichen, Du erreichst sowas ausschließlich für dich selber. Demzufolge würde ich mal als Frau locker lassen. Entspann dich und lass dir was vom Status des Mannes erzählen.

Warum um Himmels Willen breitest du deine ganze Story vor neuen Männern aus? Erfolg spricht normalerweise für sich oder langsam zum Vorschein, wenn der Mann fragt. So umgehst du das Problem, dass er sich minderwertig fühlt, wie auch, dass er dich danach klein macht, weil er mit deinem Erfolg nicht umgehen kann.
 
  • #13
Ich sehe das grundsätzlich positiv, viele Männer sind halt zu schwach für dich bzw. können nicht mit dir umgehen. Soviel zur guten Nachricht.

Die schlechte ist, da bleiben nicht viele Männer für dich über.

Bei Stärke kommt es sehr auf das WIE an. Vielleicht bist du eher von der unentspannten Sorte?
 
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  • #14
möchte ich auch endlich ankommen ohne mich immer nur als einfache Büroangestellte ausgeben zu müssen und mich "blond" zu stellen. Würde gerne einen Partner finden, der mich nicht ausbremst, doch lenkt und leitet.
Bei Männern, deren Idealbild die einfache blonde (und damit meine ich nicht die Haarfarbe) Büroangestellte ist, wirst Du niemals ankommen. Möchtest Du aber auch nicht, denn wie jeder normale Mensch möchtest Du als das wahrgenommen werden, was Du bist. Nun, zum Glück gibt es nicht nur solche Männer, sondern auch solche.

Woran Du sie erkennst? Indem Du sie intellektuell herausforderst. Das bringt Dir gleich noch einen weiteren Erkenntnisgewinn: kann der Mann umgekehrt auch Dir standhalten? Denn mit einem sich unterordnenden Mann würdest Du Dich ja ebenso wenig wohl fühlen.

Hab Mut! Du mußt nicht alle Frösche im Teich küssen, um den Prinzen zu finden. Nur Prinz von Frosch unterscheiden lernen mußt Du.
 
  • #15
Wie weit oben bist du denn ?
Nach dem, was du schilderst, könnte man meinen, Vorstand eines Blue Chip Unternehmens.
Ansonsten - ich kenne Ärztinnen, Apothekerinnen, Rechtsanwältinnen oder Geschäftsführerinnen - die finden alle interessante Männer.
Vielleicht einfach da suchen, wo die Männer verkehren, die selber ein gewisses Level erreicht haben.
 
  • #16
Ich als Frau empfinde Frauen, die sich als "stark" bezeichnen, meist als streitsüchtig, humorlos, egozentrisch, wenig kompromissbereit und umgänglich, auf dem (vermeintlichen) eigenen Recht beharrend, wenig sozial und fraulich, rechthaberisch, betont emanzipiert und spaßbefreit.

Alles in allem also unsympathisch und ich denke, dass es Männern ähnlich geht.

Wenn dann,wie bei dir, noch eine negative Haltung ("alles hart erarbeitet "," Schicksalsschläge ") dazukommt, macht es das wohl nicht besser.

Vielleicht solltest du einmal hier ansetzen?
 
  • #17
Guten Morgen liebe FS,

ich beobachte das so, wie Lebens_Lust.....

Dieses gigantische Dominanzverhalten einiger Frauen, lässt die Hacken zusammenschlagen und Fluchtspuren graben, wohl wahr.

Aber es gibt auch andere, sie können den Rest der Welt stemmen, ohne dass sie ihre Weiblichkeit verlieren. Das ist eine Einstellungssache und auch abhängig davon, wie labil man in den eigenen Untiefen der Seele ist, sich männliches Gebaren unbewusst abschaut und übernimmt, um kraftvoll erscheinen zu können.

Welches Selbstverständnis hast du von dir liebe FS und warum musst du dich verstellen. Warum stehst du nicht zu dir? Damit holst du dir genau diese Aussagen in dein Leben, die dein eigenes Runtermachen bestätigen? Warum passt du dein Verhalten aufgrund solcher Aussagen an. Hast du n u r solche Aussagen bekommen, oder auch andere. Sprücheklopfer wird es immer geben so oder so. Wenn du dir einer bewusst bist und du dich in Ordnung findest, wirst du solche Aussagen gar nicht an dich ranlassen.
 
  • #18
Bei Frauen, die meinen sie sind stark und deswegen laufen alle Männer davon, fühle ich mich eher unerotisiert als verängstigt.
Dem stimme ich absolut zu. "Stark" bin ich auch aber das muss ich nicht mit Vehemenz ständig zum Ausdruck bringen. Eher im Gegenteil: ich verblüffe oft meine Gesprächspartner durch offenes, freundliches und ja, auch weibliches warmes Wesen. Dabei aber doch ganz klar in der Sache. Kommt sehr gut an und gibt den Geschäftspartnern wie auch Freunden die Gelegenheit, trotzdem Gentleman zu sein, da ich nicht darauf poche, dass ich alles allein kann oder die Weisheit gepachtet zu haben.
 
  • #19
Ich habe in meinen Leben alles hart erarbeitet und viele Schiksalsschläge erlebt. Bin ich ein schlechterer Mensch, wenn ich zielstrebig und selbstbewusst bin?

Sobald ich einen Mann kennen lerne, bekomme ich immer wieder die gleichen Bemerkungen zu hören:
"Neben dir wirkt "man (n)" richtig klein"
Fische ich zu sehr in deren Gewässern?
Habe ich zu viele "männliche" Interessen?

Meine Söhne finden ihre Mama toll und ich musste schließlich auch den Papa ersetzten. Nun ist mein Freundeskreis 5-10 Jahre jünger und mit denen komme ich super zurecht. Und, ja, ich gehe auch gerne mal in die Disco.Nur Beziehungstechnisch möchte ich auch endlich ankommen ohne mich immer nur als einfache Büroangestellte ausgeben zu müssen und mich "blond" zu stellen. Würde gerne einen Partner finden, der mich nicht ausbremst, doch lenkt und leitet.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und Lösungen gefunden?
Meine Meinung dazu, die haben keine "Angst" vor starken Frauen. Das "Problem" liegt woanders.

Die meisten Männer fühlen sich der Frau gern ein Stück überlegen. Etwas schlauer, etwas selbstständiger, etwas lustiger, etwas stärker als die Frau.

Frauen hingegen schauen ja auch oft gern ein Stück zum Mann auf.

Wenn du nun neben einem Mann betonst, wie stark, selbstständig usw du doch bist, dann nimmt er dich eher als Konkurrenz wahr, nicht als Frau.
Es kann auch sein, dass er sich klein und schlecht neben dir dann fühlt.

Daher würd ich mich nicht verstellen, aber schauen, dass du deinem Umfeld nicht das Gefühl gibst, unterlegen zu sein, denn so fühlt sich ja niemand gern.
 
  • #20
Das bedeutet es für mich eine starke Frau zu sein:
Ob geschäftlich erfolgreich, noch im Studium, im Arbeitsleben oder als Mutter und Hausfrau, es ist völlig egal was sie macht. Ich persönlich finde, eine starke Frau ist dann stark, wenn sie weiß, wer sie ist und was sie möchte. Wenn sie ein gesundes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl besitzt, sich persönlich weiterentwickelt und ihre Träume und Visionen verfolgt. Auf sich und ihr Wohlbefinden achtet und ihr Leben nach eigenen Maßstäben lebt.
Sie ist voller Freude, ihr Glück und ihre Zufriedenheit teilt sie gerne, am besten mit der ganzen Welt.
Durch ihr hohes Maß an Selbstliebe und Selbstzufriedenheit sind sie emotional gestärkt und genießen es Liebe zu geben und zu empfangen. Sie lieben die Nähe und können ihren Emotionen freien Lauf lassen, was gleichzeitig bedeutet, sie zeigen sich verletzlich. Verletzlichkeit macht Ihnen keine Angst, sie wissen, es führt zu einer innigen emotionalen Verbundenheit.
Starke Frauen wissen um ihren Wert, sie sind nicht auf die Bestätigung durch andere angewiesen. Sie glauben an sich und ihre Fähigkeiten. Eine starke Frau begibt sich nicht in die Opferrolle
 
  • #21
@Lebens_Lust
. Sollte ich mich zurücknehmen und z.B. den Mann alleine einen Schrank aufbauen lassen?
Lieber zum Schoppen gehen?
Auf keinen Fall zum Shoppen gehen, sondern dem Mann bewundernd zuschauen und ihm die Dinge (Zange, Hammer, Schraubenzieher) anreichen, ihn ab und an motivieren, ihm ein Brot machen / oder Kaffee und entzückt bemerken, dass du froh bist, dass er es so toll kann ;-)
Ich kann das natürlich alles auch, aber es ist nicht schlau, alles selber zu können, weil du dann irgendwann auch alles alleine und selber machen musst.
Du müsstest doch wissen, wie das geht, wenn du verheiratet warst!? .-D
 
  • #22
Es kristallisiert sich im Laufe der Zeit einfach heraus. Sollte ich mich zurücknehmen und z.B. den Mann alleine einen Schrank aufbauen lassen?
Das verstehe ich nicht. Der Mann findet Dich nach ein paar Monaten Beziehung zu "stark" und formuliert das so?

Ich bin überzeugt, dass die meisten Männer souverän sich ruhende, lustige, kluge und das Leben meisternde Frauen sehr gern mögen und zu schätzen wissen.
kann ich nur unterstreichen. Klar unterstützte ich gerne beim Schrankaufbau. Mir ist auch völlig wurscht, ob ich "nur" anpacke. Da bewundere ich sogar, wenn Du das dann eigenständig hinbekommst. Die meisten Frauen, die ich kenne, können das nicht. Männer öfter mal auch nicht.

@Lebens_Lust
Diese profane Aussage finde ich recht nineaulos.
Ich bin Handwerksmeisterin und stehe kurz vor dem Bachelor.
Dann ist ja nachvollziehbar, warum Dich das trifft.
Die FS hat geschrieben, sie gebe sich als einfache Büroangestellte aus, da ist für mich der Handwerker das Pendant. Du wirst kaum als "Handwerkerin" unterwegs sein und vermutlich wirst Du auch kaum einen "Handwerker" als Partner suchen. Ich stamme aus einer Handwerkerfamilie und sehe die Notwendigkeit solcher Berufe vollständig, das ist hier nicht Thema.
Trotzdem ist das Bildungsniveau eben ein anderes als das eines Akademikers. Dafür habe ich genügend GWS und andere Azubis ausgebildet.

Die FS sollte sich nicht "klein machen", sondern selbstbewusst auf Augenhöhe suchen.
 
  • #23
Ich habe in meinen Leben alles hart erarbeitet und viele Schiksalsschläge erlebt.
Ich würde mal fast behaupten, das es nichts Besonderes ist, Schicksalsschläge zu erleben und sich im Leben etwas hart zu erarbeiten. Müssen wir das nicht alle irgendwie? Ich kenne nicht viele Leute, denen alles von alleine in den Schoß fällt und die lebenslang in einem Wattebausch sitzen.
Für die Reinigung von Zündkerzen (und anderen handwerklichen Tätigtkeiten) brauchen die meisten Frauen keinen Mann, das ist heutzutage irgendwie auch normal.
Selbstbewußte, zielstrebige Menschen fühlen sich in der Regel nicht als schlechte Menschen, sind es doch positive Eigenschaften und das wissen diese Menschen auch.
Ich denke nicht, dass Männer Angst vor einer wirklich starken Frau haben, eher vor Frauen, die ihre vermeintliche Stärke immer vor sich hertragen und betonen müssen.
Vielleicht, ich betone das "vielleicht", bist Du irgendwie unnatürlich im Umgang mit Deiner "Stärke"? Wenn man das immer wieder betont, dann kann der andere ja nur irgendwann sagen, dass er sich klein daneben fühlt.
ohne mich immer nur als einfache Büroangestellte ausgeben zu müssen und mich "blond" zu stellen.
Das verstehe ich nicht. Warum muß man sich "blond" stellen? Macht das eine starke Frau? Eher doch nicht. Die IST einfach stark ohne viel drüber reden und nachdenken zu müssen.
Warum gibst Du Dich als einfache Büroangestellte aus? Warum nicht als Handwerksmeisterin?
W
 
  • #24
.
Bei Stärke kommt es sehr auf das WIE an. Vielleicht bist du eher von der unentspannten Sorte?
Joa, sieht so aus. Hier eine Kostprobe
Diese profane Aussage finde ich recht nineaulos.
Ich bin Handwerksmeisterin und stehe kurz vor dem Bachelor. ....
Also, erstmal neurologische Reize auf sich wirken lassen, bevor man versuch elitäre Aussagen zu formulieren.
Ähm, du gehst aber schnell an die Decke.
Ich glaube hier zu erkennen, dass du deinen Handwerkerstatus selbst als minderwertig ansiehst, sonst würdest du dich ja nicht angegriffen fühlen, oder ?
Naja und es ist auch nicht gerade besonders angenehm, wenn Menschen dazu neigen, empfindlich zu sein, aber selbst ordentlich austeilen.
... ohne mich immer nur als einfache Büroangestellte ausgeben zu müssen und mich "blond" zu stellen.
Hier gibt es sicher auch einfache Büroangestellte, die sich über diese elitäre Aussage ärgern.
Oder auch nicht, weil sie in sich ruhen und wegen so einer Kleinigkeit nicht ausflippen.
So wie ich, die Blonde.
Mir ist es nämlich schnuppe, was du mit dieser Haarfarbe assoziierst, denn ich bin mit meiner Auffassungsgabe zufrieden.

Eine Sache hat der liebe Gott gerecht verteilt, die Klugheit, denn jeder glaubt, genug davon abbekommen zu haben.

Ich denke, dass kein Mann Angst vor starken, eigenständigen, unabhängigen Frauen hat, die selbst die Zündkerzen wechseln können. Ich denke, dass jeder Mann es super findet, wenn er das nicht tun muß, sondern auf der Terrasse sitzen bleiben kann, während sie gerne und ohne zu meckern den Rasen mäht.
Das Problem dürfte das Meckern ( oder auch der Gesichtsausdruck ) sein, nicht die Arbeit an sich.
Wie steht's denn damit bei dir ?

w 49
 
  • #25
Mal wieder so ein Beispiel dafür wie sich alles zurechtgezimmert wird, wenn es in irgendeiner Lebenslage nicht passt. Bei Männern hast du im Moment keinen Erfolg, und das liegt natürlich nur daran, dass die Kerle "Angst" vor dir haben. Sorry, da muss ich mittlerweile so lachen, die Frage kommt doch hier im Wochenrhythmus.

Nein, die Männer haben keine "Angst" vor dir, du bist schlicht und einfach nicht weiblich genug, das wird ganz einfach dein Problem sein.

Ein Mann interessiert sich erstmal nicht für deine Erfolge, deine Leistungen, deine akademischen Würden etc. Er wird sich auch nicht plötzlich in dich verlieben, weil er sieht dass du ein Regal alleine aufbauen kannst. Er wird auch nicht vor Ehrfurcht erstarren, weil du deine Kinder (eventuell) alleine große gezogen hast. Das können - mit Verlaub - die meisten Frauen, und sogar Männer schaffen das ganz gut. Das ist keine "Leistung" in dem Sinne wie du es siehst, das ist einfach das ganz normale Leben.

Wenn ein Mann sich zu dir hingezogen fühlt, dann liegt es im Kern an deiner Weiblichkeit und hat nichts mit Leistung und Erfolg zu tun. Das sind wahrscheinlich die Attribute nach denen du einen MANN aussuchst, umgekehrt gelten andere Regeln.

w(29)
 
  • #26
Frauen, die sich als "stark" bezeichnen, hinterlassen bei mir immer einen negativen Touch. Ich habe da das Bild einer verkniffenen, übergewichtigen Frau in Arbeitssachen mit Werkzeugkasten unter dem Arm vor Augen. Die kurze knappe Ansagen im Soldatenjargon macht.
Was ist denn eine starke Frau? Eine, die alles selbst bewältigt und nie Hilfe braucht? Das gelingt weder Frau noch Mann. Warum sollte es auch? Wir alle brauchen mal Hilfe und Zuspruch. Das ist nicht schwach, sondern normal und menschlich. Wenn ich mal den Kanal richtig voll habe von Tagen, die man in die Tonne kloppen könnte, lehne ich mich an die männliche Schulter und sage "Die sind alle doof". Wahlweise: "Die spinnen doch alle!" Mein Mann sagt dann ganz ruhig "Ja, mein Schatz" oder "Ich weiß". Ich bin froh, diese Schulter zu haben.
 
  • #27
Mir ist immer etwas unbehaglich bei diesen Diskussionen um stark/schwach oder männlich/weiblich. Wir sind alles Menschen, wir sind manchmal "stark" und manchmal "schwach" und haben verschiedenste Eigenschaften und sind nicht selten ziemlich widersprüchlich.

Ich habe einen Beruf, der als eher männlich und tough gilt. Ein Huscheli bin ich auch sonst nicht. Das hat noch keinen Mann erschreckt, im Gegenteil. Ich habe den Eindruck, dass mit sich selbst zufriedene Männer es gut finden, wenn eine Frau erfolgreich ist. Es würde mir allerdings nie einfallen, beim Dating mit meinen beruflichen Erfolgen zu prahlen. Ich habe nicht das geringste Bedürfnis danach, einem potenziellen Partner zu beweisen, dass ich besser bin als er, und wünsche auch nicht, dass er das macht. Wettbewerb, manchmal auch Kampf und Gewinnenwollen - ja, das macht mir Spass, aber ums Himmels willen nicht im Privatleben.
Würde gerne einen Partner finden, der mich (...) lenkt und leitet.
Grübel... wieso brauchst du Lenkung und Leitung? Bist du noch nicht volljährig?

Frau 50
 
  • #28
sondern dem Mann bewundernd zuschauen und ihm die Dinge (Zange, Hammer, Schraubenzieher) anreichen, ihn ab und an motivieren
Also dies kommt auf den Mann im Einzelfall darauf an. Meine Ex-Frau hat gerne gemalert und tapeziert und ich hatte den Teufel getan, sie daran zu hindern. Ich kann dies auch, aber wenn ich ehrlich bin, hasse ich diese typischen männlichen Tätigkeiten. Gut als dann im Haus die Holzdecke im Wohnzimmer angesagt war, musste ich wieder ran, da sie dies nicht könnte. Vielleicht war dies aber auch nur ein Trick von ihr, mir dies aufzubrummen.

Vielleicht bin ich auch nur ein Sonderfall. Der Klassiker im Kaffeehaus. Bestellt wurden 2 Kaffee und 1 Kuchen und wenn stellt die Bedienung gleich automatisch den Kuchen hin. Der Frau.
Ich musste dann immer sagen, dass der Kuchen für mich ist.:)
 
  • #29
Ich glaube, so langsam kristallisiert das Problem vielleicht heraus.
Geht es vielleicht um eine Art Machtkampf in einer Partnerschaft? Fast klingt es für mich so.
Es ist doch völlig wumpe, Wer Was in einem Haushalt tut. Vielleicht kann der Mann wundervoll backen und die Frau die Zündkerzen putzen. ;-)) Das ist doch kein Zeichen von Stärke oder Schwäche, das ist Arbeitsteilung.
Man kann auch wunderbar gemeinsam Möbel aufbauen ohne das der eine die Befehle erteilt und der andere Kekse backt und gehorcht. Aber auch das ist kein Zeichen von Stärke oder Schwäche.

Manchmal muss man in Lebenssituationen stark sein und will es gar nicht, manchmal ist man es, einfach so. Manchmal muss man sich bei seinem Partner/in anlehnen und Mut geben lassen, einfach weil es zu schwer wird und manchmal ist man selbst die Schulter und gibt dem anderen Mut, Liebe und Zuversicht.

Deine Fragestellung ist vielleicht nicht richtig, glaube ich beinahe.
Vielleicht erdrückst Du Männer mit Deinem Temperament? Manche Menschen quatschen andere tot. Da laufen viele genervt davon.
Vielleicht läßt Du dem anderen zuwenig Platz um sich auch zu entfalten.
Wir wollen ja gemeinsam ergründen, weshalb es bei Dir mit einer erst hoffnungsvoll beginnenden Partnerschaft dann doch nicht klappt.
 
  • #30
Handwerksmeisterin - das sehe ich als Mann sogar als einen Punkt an, der im Gespräch interessant sein kann. Da gibts doch was zu erzählen. Wenn du das etwas pointiert und witzig rüberbringen kannst - dann hast du die Zuhörer und die Lacher auf deiner Seite. Ich lerne lieber in dem Bereich dazu als mir stundenlange Abhandlungen über die Friseurin, die Krankheiten der Nachbarn etc anzuhören.
Vielleicht bist du einfach zu ernsthaft, kein bisschen locker. Lass den mann doch den Schrank aufbauen, egal ob er 2 Stunden länger braucht. Er braucht auch seinen Aufgabenbereich. Ohne ständige Belehrungen. Oder möchtest du dir anhören, dass er ja ITler ist und daher googelt. Du nicht, du kannst dafür Schränke aufbauen?