• #31
Vielen Dank an alle für die netten Anregungen. Ich werde sie für mich abwägen.
 
  • #32
FS, wenn jemand Handwerker verurteilt, fährst du ihm recht wirsch über den Mund, stempelst aber 2 Sätze vorher blonde Frauen als dumm und hilflos ab - wenn du so nach Aussen kommunizierst, dann wunder dich nicht, dass dich keiner will.
Das hat nichts mit stark zu tun sondern ist herrisch - und das mag niemand....
 
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  • #33
Hallo FS,

ich habe keine Angst vor starken Frauen, meide sie nur, weil ich das was Du unter stark subsummierst entweder einfach nur als anstrengend oder selbstverständlich, nicht erwähnenswert, finde.

Bei Deinen Ausführungen frage ich mich warum soll(te) es denn dann eine Frau sein, da könnte ich mir genauso gut einen Mann nehmen. Nur weil Frauen ihren "Mann" stehen (können), müssen sie nicht gleich einer sein.

Ich persönlich muss auch nicht den Mann raushängen lassen und stehe (auch/gerne) meine "Frau". Um bei mir diese zu stehen, müsstest Du wiederum stark sein.

Schlußendlich finde ich gut und wichtig was Männer und Frauen ausmacht. Die/den eine/n mehr oder weniger.
 
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  • #34
Ich persönlich für mich würde sagen, dass du die Beiträge von lebenslust, lili200 und TiniHH miteinander in Beziehung setzt und mal darüber nachdenkst, ob hier nicht vielleicht ein Knackpunkt liegen könnte. Ich selbst fühle mich in vielen Aspekten als "starker" Mensch, in einigen anderen Bereichen sehe ich meine Schwächen. Ich kann viel, aber genauso kann ich vieles nicht. Grundsätzlich bin ich mit mir und meinem Leben im Reinen, weiß, dass ich mich auf mich selbst verlassen kann und habe kein Problem damit, mich in einigen Bereichen auf ausgewählte Menschen zu verlassen. Und anzuerkennen, das nicht nur mein Weg der richtige ist, sondern das auch ein anderer Weg ein zielführender sein kann. Wenn ich mir dich und dein Auftreten vorstelle(!), dann kommt bei mir das Bild einer Frau, die sich ständig und überall beweisen will/muss, das raushängen lässt und sich sehr viel über ihre übermäßige Selbständigkeit/das Erreichte/ihren Erfolg definiert. Mir begegnen immer wieder solche Frauen - aber auch solche Männer und ganz ehrlich: ich kann die nicht wirklich ernst nehmen, ich finde es unsymphatisch und irgendwie "unmenschlich". Wirkliche Stärke hat für mich auch viel mit Demut, Dankbarkeit, Gelassenheit und der Fähigkeit, meinem Gegenüber Raum zu geben zu tun.
 
  • #35
Würde gerne einen Partner finden, der mich nicht ausbremst, doch lenkt und leitet.
Echt, Du willst gelenkt und geleitet werden? Nee, oder? Dann bürdest Du dem Mann ja auf, dass er noch besser weiß als Du, was Du willst, statt dass er wie ein normaler Mensch seine eigenen Interessen verfolgt, Du Deine verfolgst und ihr einen Kompromiss findet.
Ich kann zwar verstehen, dass jemand, der immer nur Verantwortung tragen muss, sich freut, wenn er sich endlich mal fallenlassen kann und der andere automatisch die richtigen Entscheidungen trifft und die Verantwortung dafür übernimmt. Aber ich bin der Meinung, dass es sowas nicht geben kann. Der andere wird immer in erster Linie die Sachen so drehen und entscheiden, dass er sie richtig findet, sobald sie ihn betreffen, was ja bei einer Partnerschaft nunmal so ist.
Sobald ich einen Mann kennen lerne, bekomme ich immer wieder die gleichen Bemerkungen zu hören:
"Neben dir wirkt "man (n)" richtig klein"
Fische ich zu sehr in deren Gewässern?
Wenn Du den Mann gerade erst kennengelernt hast, wird es VIELLEICHT eher sein, dass Du zuviel von Deinen Heldentaten erzählst in einer Weise, die Beeindruckung erfordert. Muss nicht sein, manche werfen sich ja auch von selbst in den Staub und erhöhen den anderen, aber es liegt auch viel daran, WIE man was von sich erzählt.
Worauf bist Du besonders stolz? Akademischen Titel? Männerstudium? Erzähl es einfach nicht mehr, als wäre es was Besonderes. (FALLS Du das tust. Ich weiß, dass viele Menschen dazu neigen, insbesondere Frauen, die sich selbst als "stark" bezeichnen, dann auch dem Zuhörer beweisen zu wollen, warum sie sich so sehen)
Meine Söhne finden ihre Mama toll und ich musste schließlich auch den Papa ersetzten
Ich denke mal, weil Du so viel Verantwortung tragen musstest, fällt es Dir sowieso schwer, sie abzugeben, obwohl Du Dich danach sehnst. Aber genau mit dieser Unfähigkeit, mal NICHT die Mutter, die Chefin und Entscheiderin. zu sein, verschreckt man gerade die, die eine gewisse Stärke haben, aber merken, sie müssten sich mit Dir in einer Beziehung erstmal auf einen Machtkampf einlassen. Eine "starke" Frau zieht einen Mann an, der so eine sucht, bei der er sich anlehnen kann. Eine neue Mutti, die die Verantwortung für ihn mit übernimmt.
 
  • #36
Das hat nichts mit stark zu tun sondern ist herrisch - und das mag niemand....

Vor allen Dingen mag es niemand wenn dieses "habe ich mir hart erarbeitet" oder dass man Schicksalsschläge hatte vor sich her trägt, als wäre man der einzige und hätte Copyright darauf. Die meisten Menschen haben auch schwere Zeiten hinter sich, das Leben hat ihnen nichts geschenkt, sondern es brauchte viel Mut und Durchhaltewillen, um alles gemeistert zu bekommen. Und dann kommen welche, die ihre eigenen Sachen einem dauernd an die Nase binden, um zu zeigen, wie stark sie vermeintlich sind und transportieren damit, dass man an sie nicht heranreicht. Das ist nicht stark, das ist die Erhöhung über alle anderen denn man hat ja schon alles erlebt und braucht niemanden, kann alles besser bzw. die eigene Art, Dinge anzupacken und zu klären, ist die einzige richtige. Solche Menschen sind nicht dafür offen, andere auch etwas gelten zu lassen. Ich weiß, dass man im Leben oft sehr stark sein muss weil man manchmal wirklich alleine da steht und gar keine andere Wahl hat. Das hinterlässt Spuren, die man sehr schwer ablegen kann. Oft handelt man auch unbewusst aus der Angst heraus, wieder in die schlechte Zeiten zurück zu fallen, man will alles unter Kontrolle haben. Aber das muss überwunden werden wenn eine Partnerschaft funktionieren soll denn man macht damit dem anderen sehr wohl Angst, die Angst, dass man selbst und die eigenen Erfahrungen und eigenen Ängsten, Wünschen und Sehnsüchten überrollt werden. Sich hinstellen und einfach dem anderen, also den Männern, den schwarzen Peter zuschieben, bringt dich keinen Schritt weiter, im Gegenteil.
 
  • #37
Mich wollen viele, nur um das mal eben klar zu stellen.
Es ist nur nicht der Richtige dabei gewesen und den, den ich hatte, ist vor kurzem verstorben.
Aber urteilt weiter über mich, dafür habe ich es in dieses Forum gestellt.
Ich finde einige Argumente überaus interessant und bin überrascht, wieviele reagieren, obwohl sich die Frage alle drei Wochen wiederholt.
 
  • #38
Liebe FS, was soll das denn mit deiner letzten Reaktion? Du erweckst den Eindruck, weder kritikfähig zu sein noch die gut gemeinten Hinweise annehmen zu wollen. Genau das, was ich geschrieben habe. Du weißt eh schon alles, Bereitschaft zu neuen Erkenntnissen und Reflexion ist Fehlanzeige. Damit bestätigst du doch nur die Mutmaßung einiger Foristen hier darüber, was sich hinter "stark" verbirgt. Zickig, patzig, guftig, sobald man nicht die Bestätigung bekommt.

Du kennst die Antwort also schon, Viele wollen dich aber es war noch nicht der Richtige dabei. Dann ist alles klar und wir brauchen unsere Zeit nicht weiter verschwenden. Und du brauchst nur auf den Richtigen warten.

Um das Ganze abzumildern - sicher gibt es genug Männer, die mit einer Frau, die weiß, was sie will und sich nicht zum Spielball männlicher Launen machen lässt, nichts zu tun haben wollen. Und bevor jemand diesen Satz wie so oft aus dem Zusammenhang reißt und eine Fehlinterpretation ableitet - umgekehrt natürlich auch, launische Frauen gibt es auch mehr als einem lieb ist. Es gibt viele Gründe, warum sich jemand nach dem Kennenlernen dann doch gegen eine tiefergehende Beziehung mit jemand anderem entscheidet. Die dabei gelieferte Begründung enspricht oft nicht der Wahrheit, sondern ist nur vorgeschoben. Deshalb würde ich Vieles nicht für bare Münze nehmen. Wenn man selbst sehr lange in einer glücklichen Partnerschaft war bekommt man einen regelrechten Schock, wie sich die Welt verändert hat, was die Partner-Findung angeht. Die rein menschliche Enttäuschung, die man oft erlebt soll man aber dafür nutzen, für sich selbst nochmal zu reflektieren, was man selbst will und was nicht und vor allem dazu, um die eigene Menschenkenntnis weiter zu entwickeln, um frühzeitig zu erkennen, was von vorne herein schon nicht passt. Dann kannst du ganz du selbst seun und musst du auch niemandem etwas vormachen, sondern lässt dich gar nicht mehr auf aussichtslose Konstellationen ein. Du willst doch nicht ernsthaft einen Partner, bei dem du dich nicht zeigen darfst, wie du bist, damit er mit dir zusammen ist. Es ist aber ein Unterschied, als kluge und fest auf dem Boden stehende Frau zu sein oder eine immer den Ton angebende Frau, die nichts duldet, was nicht auf ihrem Mist gewachsen ist. Ehrlicherweise musste ich das auch lernen bis ich begriffen war, dass ich so gehandelt habe aus Angst, die Kontrolle zu verlieren und in einer Lage zu geraten, in der ich verletzt werden könnte. Es hat was von "Monk-Effekt" nur eben unbewusst und in anderer Form. Inwiefern das auf dich zutrifft, das kannst nur du selbst wissen.
 
  • #39
FS, die Fragen wiederholen sich alle 3 Wochen und zwar in folgenden Rubriken:
- wird er seine Frau für mich verlassen, er hat es versprochen, kann aber gerade nicht da Kind krank, Hund krank, Familienfest...???
- bin ich zu stark für schwache Männer?
- warum will niemand dicke Frauen?
- bin getrennt lebend und keine will mich - ich will doch nur vielleicht wieder zu meiner Frau zurück
- meine Frau hat sich überraschend von mir getrennt, nach 25 Jahren
- Geschichten mit Partnern aus dem Ausland die immer gleich geheiratet werden müssen
- vegan/vegetarisch und/oder Haustierhaltung
- wieviel Geld kann ich meinem Mann abzocken weil ich keinen Job habe (da immer Rücken frei gehalten)
Es stimmt, viele Sachen überschneiden sich, da hilft die Suchfunktion. Warum die Fragen immer neu gestellt werden:
"Ich weiss, kein Mann verlässt seine Familie wegen seiner Geliebten aber bei uns ist alles anders" usw usw usw - jeder meint, seine Situation wäre etwas ganz anderes!
Was auch dasselbe ist: Fragesteller reagieren patzig wenn sie nicht das zu hören bekommen was sie wollen - du bist also nur eine von vielen, vielleicht ist dir das ein Trost - und auch eine weitere Erklärung....
 
  • #41
Ich bin Handwerksmeisterin und stehe kurz vor dem Bachelor. Ohne Handwerker hättest du morgens kein Brötchen auf dem Frühstücksbrett und könntest sie vermutlich auch nicht klein beißen.

Welches Handwerk denn genau, wenn ich fragen darf?

Ich weiß, dass ich mich jetzt unbeliebt machen werde, aber ich möchte ganz ehrlich sein: Mit einer erfolgreichen Rechtsanwältin, einer Schulleiterin oder einer Abteilungsleiterin im Großkonzern hätte ich überhaupt kein Problem. Mit einer Friseurmeisterin oder Konditormeisterin vielleicht ebenfalls nicht.

Aber bei einer Meisterin im Baugewerbe oder Metallgewerbe hätte ich vermutlich ebenfalls erhebliche Vorbehalte. Allein schon die vorherrschenden Umgangsformen in diesen Branchen empfinde ich als extrem unweiblich. Und ich weiß zumindest ansatzweise wovon ich spreche, weil ich fürs Studium mal ein längeres Praktikum im Metallgewerbe machen musste.

Unser Bild von bürgerlicher Weiblichkeit ist halt immer noch sehr stark von den höheren Töchterschulen des 19. Jhdts. geprägt. Von Frauen wird vor allem geistige Bildung und eine Betätigung mit sozialem und/oder künstlerischem Bezug erwartet. Klassische Blue-Collar-Arbeit ist so ziemlich das Gegenteil von dem was die meisten Menschen als weiblich empfinden. Und das empfinden übrigens nicht nur Männer so, sondern auch viele Frauen.

Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass das Schubladendenken ist, aber eine Frau, die Klavier spielen kann, wirkt auf mich zehnmal anziehender als eine Frau, die Zündkerzen wechseln kann. Wenn sie beides kann, ist es auch in Ordnung. Aber wenn ihre Fähigkeiten mehrheitlich außerhalb des geistigen/sozialen/künstlerischen Bereichs liegen, dann empfinde ich das definitiv nicht als anziehend.
 
  • #42
Ich finde einige Argumente überaus interessant und bin überrascht, wieviele reagieren, obwohl sich die Frage alle drei Wochen wiederholt.

Es ist ja so eine Art Hobby, in diesem Forum Fragen zu beantworten, auch wenn sie sich inhaltlich ähneln und zu Großen Teilen, die gleichen Leute antworten.

Allerdings antworten die einzelnen Schreiber nicht immer das Selbe, sondern reagieren wohl mit Tagesform oder auf bestimmte Trigger im Text der FS...

Dein Ausgangsposting kam für mich arrogant und ein bisschen sehr holzschnitzartig rüber.

Wer defensiver fragt, bekommt möglicherweise auch einpaar Streicheleinheiten in den Antworten.

Kannst ja mal vergleichen, was andere zu dem Thema für Antworten bekommen haben... Ich jedenfalls wünsche viel Erfolg bei der Erfüllung Deiner Wünsche. (Dat Kost mich nix ) Und wünsche weise, denn so ein Wunsch könnte in Erfüllung gehen...
 
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  • #43
Mich wollen viele, nur um das mal eben klar zu stellen.
Es ist nur nicht der Richtige dabei gewesen
Hm, achso, na dann hast du ja eigentlich gar kein Problem damit, einen Mann zu finden. Du kannst frei wählen, nur war eben noch nicht der wirklich richtig Gute dabei.
Ok, ich hatte da wohl anfangs etwas falsch verstanden
Sobald ich einen Mann kennen lerne, bekomme ich immer wieder die gleichen Bemerkungen zu hören:
"Neben dir wirkt "man (n)" richtig klein"
Ich hatte gedacht, sie wollen dich nicht, aber nun sagst du ja, dass sie gerne klein sind neben dir, gerne zu dir aufschauen und dich alle wollen.
Boah, du hast es gut...

Hm...ich fürchte, die anderen Foristen haben sich dann alle genauso geirrt wie ich, denn sonst hätten sie ja nicht alle versucht, dir aufzuzeigen, woran es liegen könnte, dass dich keiner haben will.
Ok, manche nicht so wirklich charmant ( ich sicher auch nicht, sorry ), aber du hast es provoziert, meinst du nicht ?

Schau mal, wir sind doch hier, um uns gegenseitig zu helfen. Ok, manche sind aus anderen Gründen hier, aber die kannst du ja einfach querlesen. Mache ich auch bei einigen.
Und es wird auch immer einige ( andere ) geben, die du antriggerst ( dieses Wort habe ich hier gelernt ). Du machst, sagst, formulierst etwas und sie gehen unverzüglich und sehr zuverlässig an die Decke und treten dir ans Bein.
Und du verstehst nicht, was du ihnen angetan hast.
Nichts. Nicht du. Aber jemand, der vielleicht die eine gleiche Formulierung gebraucht wie du.
Auch diese Beiträge kannst du rausfiltern, weil sie nicht zweckdienlich sind. Es geht ja nicht um Inhalte, sondern darum, so lange im Gebüsch zu lauern, bis du etwas sagst, auf das sie hervorgeschossen kommen.
Bei mir sind das zwei Frauen, die auf mich in dieser Weise reagieren und ich nehme das hin. Ich denke, ich bin ein Stellvertreter, also nicht mein Problem.
Ich gehe darauf nie ein, um sie nicht weiter zu provozieren und weil sie mich nicht provozieren.

Auch bei dir haben einige in dieser Art reagiert.
Laß die halt weg.
Aber verschließe dich nicht allen, die etwas sagen, was dir nicht gefällt.
Nur diese Leute bringen dich weiter, nicht die, die dir nach dem Mund reden.
...nur für den Fall, dass du doch Hilfe suchst und dich evtl. vielleicht doch nicht viele wollen, so wie es sich anfangs darstellte.

Ich drücke dir die Daumen.

w 49
 
  • #44
Es gibt schon Männer, die das mögen, meist jene, die selbst ihr Leben nicht geregelt kriegen, unsicher sind, pleite oder devot.
Ob Dir so einer liegt, musst Du wissen.
Ich kenne allerdings beruflich sehr harte Frauen, Mütter, die alles organisieren für ihre Kinder, die zuhause absolute Nichtsnutze als Partner haben, von denen sie sich auch noch unterdrücken lassen. Das fand ich immer schon erstaunlich. Gibt's allerdings auch in umgekehrter Konstellation.
 
  • #45
Liebe FS,
sie haben keine Angst, sie fühlen sich unwohl. Wer sich in deiner Gegenwart unwohl fühlt, verliebt sich nicht in dich.

Ganz viele Männer möchten sich gern als Mann fühlen und für männliche Prädikate gewertschätzt werden. Sie möchten nicht mit ihrer Frau in Konkurrenz treten müssen. Folgende Beispiele dazu aus dem Leben meiner "starken" Freundinnen:

Frau hat Pferde, Zaunbau steht an, Mann hat noch nie ein Zaunloch ausgehoben. Frau zeigt es ihm, dann schaufelt sie 5 Löcher, während er noch mit dem ersten kämpft.
Abends steht Grillen im Stall an, Mann kriegt den Grill nicht an. Frau muss übernehmen. Allgemeines Gekicher der vorwiegend weiblichen Stallbevölkerung.
Ausfahrt mit dem Moped, vor dem gewählten Restaurant fällt es um. Anderer Mann hilft beim Aufrichten und kritisiert den mickrigen Auspuff. Mann stammelt hilflos, er habe derzeit nicht genug Geld. Frau springt für Mann in die Bresche und vertreibt den Aggressor mit zwei Halbsätzen.
Gemeinsamer Urlaub steht an, aber Mann hat zuvor zuviel Geld für sein Hobby ausgegeben und muss sich Geld von Frau leihen.

Wenn diese Beispiele auf dich zutreffen, bist du nicht zu stark. Sie sind zu schwach. Als zielstrebige, alleinerziehende Mutter, die auch die Vaterrolle zum Teil ausfüllen muss, könnte ich es mir glatt vorstellen. Eine Frau kann sich gar nicht so tief bücken, um einem schwachen Mann noch sein Wohlgefühl zu verleihen.

Schule dein Bauchgefühl. Von Männern, die dich bei deiner Berufsbekundung schon ansehen wie ein Auto, lass gleich die Finger. Konzentriere dich auf diejenigen, die dabei nicht mit der Wimper zucken, weil sie selbst gut im Leben stehen. Es gibt durchaus Männer, die können mit Professorinnen, Managerinnen und Handwerksmeisterinnen umgehen.

Diese Aussagen, "starke" Frauen hätten sich selbst so benannt und seien allesamt unfrauliche Mannsweiber, ist übrigens völlig eindimensional. Natürlich gibt es solche Frauen auch. Aber eben auch Studien darüber, dass die neuzeitliche, beruflich erfolgreiche, im Leben stehende Frau zunehmend Schwierigkeiten hat, einen Mann zu finden. Und dass es Männer gibt, die ihre Frauen gern zwei Stufen unter sich stehen haben oder das klassische Rollenbild leben, wissen wir alle.
 
  • #46
@Jana_09/15
@frei
Ich nehme viel von euren Worten heute mit.
Vor zwei Jahren war ich hier mit vielen Freunden sehr aktiv, aus denen wundervolle Freundschaften hervorgingen, die heute noch Bestand haben.
Es hat sich nur die Art der Kommunikation geändert. Ein Weg, den ich lernen musste.

Danke an ALLE
 
  • #47
Aber eben auch Studien darüber, dass die neuzeitliche, beruflich erfolgreiche, im Leben stehende Frau zunehmend Schwierigkeiten hat, einen Mann zu finden.
Ich denke, das zweifelt keiner an, aber ich frage mich, ob diese Frauen von sich denken, sie seien "starke" Frauen, also ob die sich in so eine Kategorie einordnen. Weiß ich nicht, aber ich könnte mir selber gar kein Label verpassen, egal, ob nun stark oder loser oder wie auch immer. Ich glaube, mich stört daran, dass man sich hierbei unter einem Begriff zusammenfasst und seine anderen Facetten gar nicht mehr zu sehen scheint. Als wäre diese "Eigenschaft" die einzige, die einen beschreiben könnte und dann packt man da alle möglichen Eigenheiten und Verhaltensweisen rein, mit denen man sich identifiziert und die man an sich positiv findet (oder negativ) und an denen man alles, was einem in einem Bereich passiert festmacht.

Du hast geschrieben, dass es zu eindimensional gesehen wird, und ich stimme Dir zu. Aber der Begriff "starke Frau" kann ja so oder so gedeutet werden, und einer Frau, die sich selbst so bezeichnet, scheint das gar nicht bewusst zu sein, dass sie Missverständnisse beim Gegenüber hervorruft. Sie teilt ihm nicht mit, dass sie eine vielschichtige Person ist, sondern übt sich in Selbstdarstellung mit diesem eindimensionalen Begriff, hofft aber darauf, dass der andere es wie sie deutet. Mir ist bewusst, dass hier beim Schreiben damit immer dieses eine Problem gemeint ist, dass Frau meint, sie sei zu selbständig und mag sich nicht doof stellen. Also hier im Forum finde ich es okay, es so zu beschreiben. Aber mein Eindruck ist, dass die Frauen dann meist auch mit diesem Bild von sich rumlaufen und jedem anderen das zeigen, und das finde ich kontraproduktiv. Man fordert ja immer eine Reaktion ein auf das, was man bewusst zeigt. Man kriegt aber die Reaktion auch auf den Subtext.

Manchmal sehe ich hinter solchen Beiträgen den Wunsch nach Anerkennung der Leistung, weil die Person sich sehr drüber identifiziert, aber niemand das mal richtig wertschätzt. Wenn man dann sieht, wie die Frauen, die mehr charmant, hilflos, weibchenmäßig oder manipulierend daherkommen, scheinbar schneller einen Mann finden, erscheint einem das vielleicht ungerecht. Aber Männer, die auf diese Masche stehen, sind ja auch nur mit einem eindimensionalen Frauenbild unterwegs.

Und dass es Männer gibt, die ihre Frauen gern zwei Stufen unter sich stehen haben oder das klassische Rollenbild leben, wissen wir alle.
Klar, aber das sind ja genausowenig wirkliche Partner auf Augenhöhe wie die "starke" Frau. Es ist nur ein anderes Rollenspiel in der Partnerschaft.
 
  • #48
Mich wollen viele, nur um das mal eben klar zu stellen.
Es ist nur nicht der Richtige dabei gewesen ...

Dann verstehe ich Deine Ausgangsfrage nicht. Wenn Dich viele wollen, dann scheint doch Deine "Stärke" kein Problem zu sein. Schön, wenn Du so viele Interessenten hast. Dann ist es doch eher Deine zu enge Auswahl, oder?

Ich vermute, Du hast reichlich Auswahl in einem Bereich, in dem Dir die Herren nicht gut genug sind (Handwerk), während die im kaufmännischen Bereich keine Handwerkerin wollen und Akademiker mit einer Handwerksmeisterin erst Recht nicht so richtig was anfangen können. Es mag "Schubladendenken" sein, aber ich vermute, dass da bei einigen Männern (und Frauen) unsichtbare "Schranken" verlaufen. An Deiner Stelle würde ich im Bereich Deiner Berufskollegen suchen. Handwerkerin + Kaufmann ist eher die umgekehrte Konstellation als üblich.

Ich hätte eher vermutet, dass Du mit "starkem" Auftreten, klaren Ansagen wie hier im Forum etc. kein so großes Interesse bei Männern auslöst. Mir persönlich hat da das "Handwerksmeistergepolter" schon gereicht, um Dich in die Schublade "starke Frau" zu stecken. Das ist bei mir die, wo ich keine Lust auf weitere Auseinandersetzungen habe.

Es gibt durchaus Männer, die können mit Professorinnen, Managerinnen und Handwerksmeisterinnen umgehen.

Drei völlig unterschiedliche Welten. Mal ganz abgesehen davon, dass auch die Handwerksmeisterin auf dem Bau vor völlig anderen Herausforderungen steht als die im Friseursalon.

Diese Aussagen, "starke" Frauen hätten sich selbst so benannt und seien allesamt unfrauliche Mannsweiber, ist übrigens völlig eindimensional.

Klar ist die eindimensional. Sie ist aber hier auch nur selten so formuliert. Die Aussage ist doch meist andersherum, dass die Frauen, die sich selbst so benennen (nix mit "hätten", sondern "haben", und im Forum kommt das ja nicht nur in diesem Thread vor) meist von Männern eher als dominant und besserwissend empfunden werden. und da gebe ich als Mann nur wieder, wie das bei mir ankommt und welche Erfahrungen ich mache. Und einige Mitforisten bestätigen das ja auch.

Lies Dir doch einfach mal durch, wie die FS hier antwortet und lasse das auf Dich wirken. Für mich ist das abschreckend und daran wird auch der Abschluss als Bachelorette nichts ändern. Da kann ich schon verstehen, dass die "einfache Büroangestellte" zunächst besser ankommt (ich hatte in dem Zusammenhang angenommen, die FS sei im gehobenen Management tätig und wolle ihre Bildung tiefer hängen, sie möchte aber eher den "rauhen Baustellenton" verbergen). Wundert ernsthaft jemanden, dass das nur ein Freundeskreis mitmacht, der deutlich jünger ist?
 
  • #49
Für mich ist das abschreckend und daran wird auch der Abschluss als Bachelorette nichts ändern. Da kann ich schon verstehen, dass die "einfache Büroangestellte" zunächst besser ankommt (ich hatte in dem Zusammenhang angenommen, die FS sei im gehobenen Management tätig und wolle ihre Bildung tiefer hängen, sie möchte aber eher den "rauhen Baustellenton" verbergen)
Als Mann überlege ich gerade:
Eine Frau, die in ihrer Lehrzeit als Handwerkerin gelernt hat, wie Männer ticken, dass Männer nicht sterben, wenn sie mal 12 Bier und ne Flasche Whiskey trinken, die nicht zur Kirche rennt, wenn ich mal nen herzhaften Fluch raushaue, die virtuos mit Wekzeug umgehen kann anstatt mehr oder weniger am Klavier rumzudilettieren, bei der nicht jedes Wort auf die Goldwaage muss und die weder beleidigt ist noch die Nationalgarde verständigt, wenn die Frisur mal 2 Regentropfen und der Parka sogar 5 davon abbekommen haben, die vielleicht sogar was von Motoren, Autos und Moppeds versteht .... doch, ich würde das ausprobieren. Allerdings muss man dazu sagen, dass ich eigentlich sowieso besser mit Frauen auskomme, die sich in einer Männerwelt behaupten und feminin auftreten können. Eine klavierspielende Barbie, die ständig Migräne hat und keinerlei Ahnung, wie man heutzutage Geld verdient ... nö, die kann und will ich mir nicht leisten.
 
  • #50
Liebe Fragestellerin. Weißt Du was: vielen Männern gefallen wir einfach nicht. Und dann ist das eben so. Und wenn der Eine kommt, den wir gefallen, dann ist alles ganz einfach.

Schließlich gefällt uns auch nicht jeder Mann. Und wenn uns einer nicht gefällt, dann könnte der einen Kopfstand machen und mit den Füßen wackeln, er würde uns einfach nicht gefallen.

Daher habe ich mich dazu entschieden, mich niemals in Frage zu stellen, nur wenn ich einem Mann nicht gefalle. Dann konzentriere ich mich lieber auf mich oder dann auf einen Mann, dem ich gefalle.

Mit dem Wunsch zu gefallen stellen wir uns allzuoft selbst ein Bein. Wir verausgaben uns an Stellen, wo es völlig unnötig und sinnlos ist und hadern auch noch. Dabei ist es ganz normal, dass man nicht jedem gefällt. Wie denn auch?

Der Passus: "ich gefalle den Männern nicht, weil ich zu stark bin" ist vielleicht ein trauriger Erklärungsversuch, um sich das männliche Desinteresse schönzureden.

Wie schön und frei ist doch das Leben, wenn man mal auf den Trichter kommt, dass man nicht deshalb lebt, weil man anderen Menschen gefallen muß. Ich sehe es inzwischen anders: der Mann muß auch mir gefallen:)
 
  • #51
Lies Dir doch einfach mal durch, wie die FS hier antwortet und lasse das auf Dich wirken. Für mich ist das abschreckend
Hab ich getan. Offenbar ist in mir ein anderes Bild entstanden als in dir. Ich lese eine Frau, die sich in ihrer Not an ein Forum gewandt hat, von dem dann reflexartig Unterstellungen wie "unweiblich, grob, polterig, herrisch" usw. kamen. Kaum einer hat mal ihre Aussagen hinterfragt, sich für sie interessiert. Sie wurde abgeurteilt wie ein Lästling und mit Vorurteilen überschüttet. Dass sie da patzig reagiert, ist nur menschlich.
ich frage mich, ob diese Frauen von sich denken, sie seien "starke" Frauen, also ob die sich in so eine Kategorie einordnen.
Ich kenne diese Kategorie Frauen auch, meist Lehrerinnen oder Beamtinnen, in denen ich nichts Frauliches erkenne und die sehr laut, besserwisserisch und für mich völlig abstoßend rüberkommen.
Für mich sind das einfach nur unerträgliche Charaktere.

Ein starker Mensch (Äquivalent zum Alpha-Thread) strahlt eine ruhige Souveränität aus. Eine starke Frau ist für mich das Gegenteil der Lolita oder dem Prinzesschen. Sie hat schon viel im Leben mitgemacht, ist daran gewachsen, aber nicht innerlich verhärtet. Sie lässt sich nicht für dumm verkaufen und kennt ihre Fähigkeiten, hat sich aber ihre Liebenswürdigkeit und Herzlichkeit bewahrt.

Solche Frauen suchen m.E. einen Mann, der ihnen eine Schulter bietet. Sie können sich allein durchbeißen, sehnen sich aber danach, auch mal schwach sein zu dürfen und aufgefangen zu werden. Dazu bedarf es aber eines entsprechenden Mannes. Das dumme Naivchen kann jeder stützen, leiten und auffangen und sich dabei stark und männlich fühlen. Bei einer eigenständigen Frau ist das bedeutend schwieriger, und der Mann muss dafür entsprechende Fähigkeiten mitbringen. Die hat nunmal nicht jeder.
 
  • #52
In meinem Arbeitsbereich habe ich ja viel mit Frauen in den Naturwissenschaften zu tun. Das sind ja nach dem alten Rollenverständnis auch eher Männerdomänen (Physik, Mathematik, Informatik). Diese Frauen dürften ja nach diesem Rollenverständnis keine Partner finden, weil sie sich allesamt in einer scheinbaren "Männerwelt" durchgesetzt haben. Die Realität ist aber eine ganz andere. Das sind ganz normale Frauen, die selbstbewußt ganz normale glückliche Partnerschaften auf Augenhöhe führen. Ihre Männer sind auf ihre großartigen Frauen oft sehr stolz. Da habe ich noch nie gehört, dass ein Mann Angst vor einer Physikerin hat.

Das Bild, das die FS hier von sich selbst in ihren Antworten zeichnet, wirkt eher unsympathisch und sehr angestrengt. Jemand der sich ständig beweisen muss, ständig andere nervt wie toll man doch ist und wieviele Männer einen doch umschwärmen und was man doch alles erreicht hat. Da kann ich mir schon vorstellen, dass so ein Mann nach einer Stunde beim Date sagt, dass er ganz dringend noch etwas zu erledigen hätte. Sie wäre toll und er beneide jetzt schon den Mann, der sie mal bekommt - und läuft ganz schnell weg.

Liebe FS, ich weiß leider nicht genau was ich Dir raten sollte. Bei Dir sehe ich die Gefahr, dass Du Dir möglicherweise so einen loser an die Backe holst, der eine Art Mutti Ersatz sucht. Ich glaube auch nicht, dass Du wirklich so bist, wie Du hier erstmal wirkst. Vielleicht bist Du eine von den etwas burschikoseren Frauen, auf die man sich aber immer 100% verlassen kann. Die sehr loyal sind. Solche Menschen sind eine große Bereicherung im Leben. Vielleicht solltest Du den Fokus in der Kennenlernphase mehr dorthin legen.
Ich finde, dass Du sehr viele wunderbare und ehrliche Antworten bekommen hast. Lies sie heute und lies sie Dir in einigen Tagen noch einmal in Ruhe durch und lass' sie auf Dich wirken und denke offen über alles nach.
Du willst ja nicht viele Partner, Du willst ja nur einen, den tollen Mann der zu Dir paßt. Deshalb ist doch nicht die Quantität wichtig, sondern die Quälität.
Da helfen Dir die Tipps vielleicht Deinen Profiltext so anzupassen, dass Du leichter den richtigen Partner findest.
 
  • #53
Die Männer haben keine Angst vor einer "starken" Frau. Viele Männer haben massive Probleme, in Sachen Partnerschaft in der Neuzeit anzukommen. Sie sind verhaftet in alten Rollenbildern, wollen sich daraus Rosinen picken (Frau ist partnerschaftlich pflegeleicht, übernimmt alle Familienarbeit und ist Vollzeit berufstätig) und treffen auf immer mehr Frauen, die ein Leben führen, welches das nicht zulässt.

Darüber hinaus gibt es sehr viele Frauen, die ein ganz normales, zeitgemäßes Leben führen: in einem gewissen Alter ein paar ganz normale Probleme gelöst haben, eine Ausbildung absolviert, berufstätig sind und Kinder haben. Die eine hatte etwas mehr Pech im Leben, die andere weniger. Daraus haben sich Kompetenzen gebildet.
Diese Frauen stilisieren sich zu starken Frauen hoch, wollen für diese Lebensleistung von Männern bewundert werden, die nichts damit zu tun haben.

Ich finde das alles nicht stark, sondern total normal für die heutige Zeit, was viele Frauen an sich als "stark" bewerten. Frauen und Männer brauchen in komplizierten Zeiten eben länger, bis sich die passenden Exemplare für ein gemeinsam abgestimmtes Lebensmodell finden.
 
  • #54
Allerdings muss man dazu sagen, dass ich eigentlich sowieso besser mit Frauen auskomme, die sich in einer Männerwelt behaupten und feminin auftreten können.
Das ist es ja gerade. Das feminine Auftreten fehlt, wie auch immer der jeweilige Mann es definiert. Die Def. geht ja von Bewundern und dem Mann das Gefühl geben, heldenhaft zu sein, bis zum neutralen menschlichen Auftreten ohne besondere Attitüde.
Und nicht jede Frau, die weibliche Hobbys hat, schreit, wenn ein Regentropfen ihre Frisur trifft, und ist eine Barbie.

Ein starker Mensch (Äquivalent zum Alpha-Thread) strahlt eine ruhige Souveränität aus.
Das ist genau der Punkt, dass das eine Frau, die sich als ein Klischee darstellt, diese Souveränität nicht ausstrahlt. Klischee kann zwar Weibchen, Verführerin oder Dummchen sein, aber eben auch "starke Frau", die sofort dem anderen über den Mund fährt und austeilt, um ihre Toughness oder Dominanz zu vermitteln. Nur haben die Verführerinnen Verehrer und die "starken Frauen" siehen Männer an, die eine weibliche starke Schulter suchen.
Eine starke Frau ist für mich das Gegenteil der Lolita oder dem Prinzesschen.
Für mich auch, aber als Klischee, nicht als facettenreiche Persönlichkeit.
Solche Frauen suchen m.E. einen Mann, der ihnen eine Schulter bietet
Genau DAS ist für mich ein Zeichen, dass die Frau eben doch nicht stark im Nicht-Klischee-Sinne ist. Wäre sie es, wüsste sie, dass ein Mensch sowas nicht für sie sein kann und dass auch sie das nicht sein will für einen Partner. Sie sucht Augenhöhe und keine dominantere Ausgabe von sich selbst.
Es ist auch auffällig, dass "starke Frauen" nie einen Partner finden mit dieser Schulter. Die, die sie sich aussuchen, müssten sich erstmal beweisen, und weil die "starke Frau" ihre eigenen Regeln hat für IHR Leben, müsste der Mann erst mal seine Regeln, die er als starker Mann hat, umschmeißen und sich ihren anpassen. Wenn er das tut, ist er aber a) ein Untergeordneter und kann b) Dinge nie so gut tun wie die Frau. Waren ja nicht seine Regeln, er hat also keine Erfahrung damit. Er wird kritisiert oder muss seine Regeln durchboxen, um SO Stärke zu zeigen. Darauf hat kaum Mann mit einer inneren Stärke Lust.
Ich meine damit nicht, dass eine Frau mit den von Dir geschriebenen Eigenschaften (Souveräniät, Reife, Humor, sich selbst zurücknehmen können) nicht einen Partner auf Augenhöhe finden kann. Aber das ist für mich auch keine Frau, die sich selbst als "stark" beschreiben würde und so handelt und reden würde, wie es manche sich selbst als "stark" bezeichnenden Frauen tun. Die Letztere nämlich schafft es gar nicht, einen wirklich starken Menschen auf Augenhöhe zu sehen. Er muss entweder stärker als sie sein im dominanten Sinne ("die Schulter") oder er wird als schwächer eingeordnet.
 
P

Papillon

  • #55
Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass das Schubladendenken ist, aber eine Frau, die Klavier spielen kann, wirkt auf mich zehnmal anziehender als eine Frau, die Zündkerzen wechseln kann. Wenn sie beides kann, ist es auch in Ordnung. Aber wenn ihre Fähigkeiten mehrheitlich außerhalb des geistigen/sozialen/künstlerischen Bereichs liegen, dann empfinde ich das definitiv nicht als anziehend.

Hoffentlich tragen manche Frauen bei mit diesen Bildern in den Köpfen aufzuräumen. Bei mir vertut sich so ziemlich jeder.
Ich bin zufällig im Anlagenbau/ Metallgewerbe tätig. Mir gehören Anteile am Unternehmen und habe dort eine Führungsposition inne. Ich bin aber schon äußerlich so zierlich, dass mir das nicht zugetraut wird.
Durch diese Zierlichkeit, sagt wirklich niemand "du bist zu stark".
Genauso glauben mir nicht die Leute, wo ich her komme, weil hier die Mundart extrem ist.
Sicherlich ist eine Ursache meine Oma. Sie besuchte eine von dir beschriebene höhere Mädchenschule und sie hat strickt darauf geachtet, dass wir Enkel eine "entsprechende" Erziehung erhalten. So
spiele ich Klavier, besuche gern Museen, die Oper oder das Balett. Aber genauso habe ich meinen Oldtimer restauriert, tauche und bin in meiner Vergangenheit Motorradrennen gefahren. Ich wüsste jetzt nicht was überwiegt. Jedenfalls habe ich keine Probleme mit der Männerwelt.
Ich finde das Leben großartig, weil ich hier als Frau tun darf was ich möchte, dank der Emanzipation. Ich durfte studieren und das in einer Männerdomäne, lerne Dinge kennen, die eigentlich "Männersachen" sind und darf für mich (und beruflich für andere) entscheiden.
Aber was die FS vielleicht lernen muss, sich nicht gleich in die Karten schauen lassen und nicht hausieren.
Man weiss doch was man kann und zubieten hat...ich finde auch, es ist es nicht mehr besonders studiert zu haben oder seinen Meisterbrief zu bekommen. Das haben doch zig andere Menschen auch geschafft. Wichtig ist sein Leben zu meistern und selbst mit sich im Reinen zu sein, dann klappt es auch mit dem Mann.
 
  • #56
Hi Papillon,

sorry, aber ich habe nur versucht, ehrlich zu sein. Normalerweise würde ich das nicht so offen ausprechen, aber es geht hier ja auch gerade darum, mal ein paar verborgene Ansichten zu offenbaren, mit denen man sonst nicht hausieren geht.

Sicherlich ist eine Ursache meine Oma. Sie besuchte eine von dir beschriebene höhere Mädchenschule und sie hat strickt darauf geachtet, dass wir Enkel eine "entsprechende" Erziehung erhalten. So spiele ich Klavier, besuche gern Museen, die Oper oder das Balett. Aber genauso habe ich meinen Oldtimer restauriert, tauche und bin in meiner Vergangenheit Motorradrennen gefahren. Ich wüsste jetzt nicht was überwiegt. Jedenfalls habe ich keine Probleme mit der Männerwelt.

Aber damit bestätigst Du doch im Grunde was ich schrieb: Du spielst Klavier und besuchst gern Museen, und selbst Oldtimer haben noch irgendwie etwas sinnliches. Deshalb wirkst Du weiblich und hast keinerlei Probleme mit der Männerwelt. Ohne diese als weiblich assoziierte Aspekte sähe es vermutlich anders aus.

Ich habe ja explizit geschrieben, dass es kein Problem darstellt, wenn eine Frau Zündkerzen wechseln kann. Aber sie muss eben auch Interessen haben, die mit Weiblichkeit assoziiert werden, um weiblich zu wirken.

Und ja, das ist wirklich Schubladendenken, aber ob man jemanden anziehend findet oder nicht, hat wenig mit rationalen Überlegungen zu tun. Mir ist irgendwann mal aufgefallen, dass von den Frauen, die ich extrem anziehend fand, überproportional viele aus Lehrerfamilien stammten. Dabei stehe ich jetzt eigentlich nicht so sehr auf Lehrer. Aber offenbar sorgen Lehrer dafür, dass ihre Töchter eine gewisse schöngeistige Bildung erhalten, und das wirkt dann halt anziehend auf mich.
 
  • #57
... So
spiele ich Klavier, besuche gern Museen, die Oper oder das Balett. Aber genauso habe ich meinen Oldtimer restauriert, tauche und bin in meiner Vergangenheit Motorradrennen gefahren...

Ich schließe mich "Tiefblick" an. Wenige Männer werden Dich attraktiv finden, weil Du Motorradrennen fährst. Sie finden Deinen "weiblichen" Anteil interessant. Den solltest Du haben, um die "männlichen" Anteile auszugleichen. Wenn Du nur im Anlagenbau arbeitest, Motorradrennen fährst und im Regelfall im (textilen oder mentalen) Blaumann herumläufst, dann hättest auch Du das Problem der FS. Ich gratuliere zur weisen Oma!
Wie "sexy" (= anziehend als Mann) ist denn ein Mann, der als Pfleger im Krankenhaus arbeitet, seine Freizeit mit Yoga und Esoterik verbringt, seine Socken selbst strickt und seine Hosen selbst näht, wirklich? Wie viele Frauen finden das attraktiv?
 
  • #58
Mal wieder so ein Beispiel dafür wie sich alles zurechtgezimmert wird, wenn es in irgendeiner Lebenslage nicht passt. Bei Männern hast du im Moment keinen Erfolg, und das liegt natürlich nur daran, dass die Kerle "Angst" vor dir haben. Sorry, da muss ich mittlerweile so lachen, die Frage kommt doch hier im Wochenrhythmus.
Oh, doch ich glaube ich habe die Frage der FS sehr gut verstanden und was sie mit stark und schwach meint. Damit ist nicht die physische, sondern die psychische mentale Kraft gemeint.

Ich hatte auch einen Freund, der sich neben mir klein und schäbig fühlte und Alkohol quartalmässig trank und mir gesagt hätte: "meine Probleme sind verglichen mit deinen ganz klein und nichtig und du mit deiner chronischen Krankheit und im Rollstuhl bist so stark, dass ich mich neben dir für meine Schwäche schämen muss." Verglichen mit ihm hätte ich 1000 mal mehr Gründe mich zu besaufen und mir die Gesundheit zusätzlich zu ruinieren und ich sah keinen Grund, weshalb er getrunken hatte, weshalb er so ein Schwächling war. Wenn Menschen von meiner Biografie erfahren und von allem was ich erlebte, bewundern sie mich und fragen, woher ich überhaupt die Kraft genommen hätte, das alles zu überstehen? Es weckt Ehrfurcht in ihnen und sie fragen sich womöglich, ob sie die gleiche Kraft hätten und die Stärke das gleiche wie ich durch zu stehen.

Stark und schwach bezieht sich darauf wie man psychisch mit schweren Schicksalsschlägen im Leben umgeht.

Ein anderer Mann den ich sehr liebte und mit ihm eine Beziehung begann verlor seinen Vater als er Kleinkind war, die Mutter wurde Alkoholikerin, sein Stiefvater verprügelt ihn regelmässig brutal und später als Lokführer musste er jemanden überfahren und dann als Feuerwehrkommandant ca. 50 Leichen sehen.

Woher dieser Mann die mentale und seelische Stärke genommen hat, um nicht zusammen zu brechen oder suchtabhängig zu werden oder in die Psychatrie zu landen frage ich mich bis heute. Darum hatte er selbst keine Mühe mit mir und meiner seelischen Stärke und meinem starken Lebenswillen. Seelisch passen wir gut zusammen! Beide willensstark!

Ich bin sicher es ist das, was die FS meint aber dennoch ein seelisch stärker (ressilenter) Mensch ist nicht immer stark, er ist auch schwach und braucht eine starke Schulter zum Anlehnen.

Ich vermute die Fragestellerin meint mit Stärke Wiederstandskraft. In der Fachsprache Ressilenz genannt, die Fähigkeit nach schlimmen und mehreren Schicksalsschlägen gestärkt hervor zu gehen und statt wie erwartet daran zu zerbrechen.
 
P

Papillon

  • #59
@tiefblick77 alles gut. Bis dieses Schubladendenken sich ändert, dauert es noch ein paar Generationen. Ich gehe sogar soweit zubehaupten, dass können nur die Mütter. Ich finde eine Mutter verkörpert die Weiblichkeit pur. Die Fähigkeit Kinder zubekommen unterscheidet uns Frauen stark von den Männern und ist unveränderbar. Jede Mutter erzieht und prägt ihr Kind. Auch die Frauen mit Berufen in Männerdomänen bekommen und haben Kinder.
Ich denke die FS hat sicher auch weitere "weibliche" assoziierte Attribute und Facettten, vielleicht in Form einer Mutter. Diese sollte sie sich bewusst machen.
 
  • #60
Mich wollen viele, nur um das mal eben klar zu stellen.
Es ist nur nicht der Richtige dabei gewesen und den, den ich hatte, ist vor kurzem verstorben.

Liebe FS,
den Richtigen zu finden, oder ihm zu begegnen, das Problem haben auch andere, ob männlich oder weiblich.
Es wäre vielleicht besser dich nicht daran festzubeißen, dass es daran liegen könnte, dass du stark sein musstest und bist und einige Kandidaten ein paar Sprüche abgelassen haben. Vor Sprüchen ist niemand gefeit, man sollte sich den Menschen anschauen, der sie von sich lässt und dann bedarf es keiner weiteren Aufmerksamkeit und auch nicht das Ergründenmüssen, warum und wieso. Der Richtige, wird dich erkennen, so oder so und dir entsprechend respektvoll begegnen.

Der Begriff *stark* ist für den einen der Hammer, für den anderen nichts, weil er vielleicht aufgrund der Lebensumstände auch musste oder nicht. Jeder Mensch kann stark sein, wenn er muss und über sich hinauswachsen. Einigen Menschen fehlt diese Erfahrung und allein aus diesem Grunde fühlen sie sich oft schon klein und es fehlt ihnen das Einfühlungsvermögen und Verständnis.
Du brauchst einen Mann, der gewachsen ist und reif.

Du hattest ja schon so einen Mann, der erst vor kurzem gestorben ist. Vielleicht ist die Zeit einfach noch nicht da, für eine neue Begegnung. Dieser Verlust beinhaltet ja auch wieder, dass du stark sein musst, um diesen verarbeiten zu können. Vielleicht bist du einfach vom Starksein auch nur so erschöpft, dass dir deshalb Menschen begegnen, die dich so empfinden und es äußern. Nehme es als Signal der Natur, besser auf dich zu achten und dich auch mal fallen zu lassen.

Ich mag die Begriffe stark und schwach nicht, weil jeder Mensch seine Stärken und Schwächen hat, sie sollten nur miteinander versöhnlich und ausgewogen sein. Sei auch mal schwach, damit ein anderer stark sein darf, deine Freunde, Kinder oder so.

Ich schreibe hier wieder ein Gedöns zusammen, dabei müsste ich mir selber an meine aktuelle Blumenkohlnase fassen. Stark sein hat oft auch damit zu tun, zu signalisieren, dass man schwer etwas annehmen kann und dem Schicksal eigentlich in den Hintern treten möchte, weil man musste. Ich will dennoch versöhnlich sein, es war mir alles dienlich und ich kann ja dazulernen.....

Liebe FS, es lohnt sich, in die eigenen Untiefen zu steigen und zu ergründen, wo der Hammer hängt, aber nicht um zigtausend Nägel einschlagen zu können ;-)
 
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