• #61
Wenn die Lust auf Sex so extrem nachlässt, sind entweder die Gefühle verschwunden oder es gibt ernstzunehmende Konflikte in der Partnerschaft.
Stress kann die Lust auf Sex zwar stark dämpfen, aber nicht komplett verschwinden lassen...
Ihre Prioritäten liegen jedenfalls nicht in eurer Beziehung!
Suche das Gespräch, in einem entspannten Moment und ausserhalb der Konfliktzone Bett, erhoffe dir aber keine Wunder !
 
  • #62
Hallo Manuel,
magst du was darüber erzählen, wie dein Verhältnis zu dir und ihrer Verwandschaft ist? Akzeptieren dich ihre Eltern?

Ich bin der erste, der von den Eltern akzeptiert wird. Das hatte sie mir im ersten Jahr ganz stolz erzählt. Ich interessiere mich für ihre Kultur (Russland) und unterhalte mich mit ihnen so gut es geht. Ich gehe öfter auf Familienausflüge mit uns sie bei mir/uns. Deshalb war das Thema mit der Wohnsituation niemals ein Problem.

@freelight Was du beschrieben hast klingt wirklich nach dem, was sie so äußert. Es ist so widersprüchlich, was sie teilweise von sich gibt. Wie zB wenn sie auf einmal offen ist und sagt, dass sie micht braucht und dann wiederum, dass sie nicht weiß, was wir unternehmen sollen, wenn wir uns sehen. Ich mach da viele Vorschläge und frage auch, was sie will. Sie funktioniert nur noch und kann nicht mehr in sich hinein hören. Was hast du dagegen getan?

@Tini_HH Ich koche für sie, ich arrangiere romantische Momente zu zweit und es geht mir dabei in erster Linie darum, dass sie glücklich ist. Nichts davon zielt auf Sex ab. Ich kann gut und gerne noch weitere Monate auf Sex verzichten, aber sie zeigt mir allgemein keine Zuneigung (Wie beschrieben das Kuscheln). Warum muss das nun alles an mir hängen? Ich gebe mir die größte Mühe sie zu Verführen, wobei ich weiß, dass bei der Frau die Gemütslage schon von Anfang an entscheident ist und nicht erst kurz vorher. Alleine die Tatsache, dass ich weder "auf Sex bestehe" noch an eine Trennung denke obwohl wir bereits seit fast 5 Monaten keinen hatten, zeigt, dass es mir nicht ausschließlich um Sex geht, sonst hätte ich mir den schon anderweitig geholt. Aber so bin ich nunmal nicht.
 
  • #63
Ich koche für sie, ich arrangiere romantische Momente zu zweit und es geht mir dabei in erster Linie darum, dass sie glücklich ist.

...

Warum muss das nun alles an mir hängen?

Auch das stresst sie, weil sie weiß, dass sie das würdigen müsste aber ihr im Moment dazu die Kraft fehlt. Irgendwer hatte hier geschrieben, dass sie ggf. Depressionen hat. Das kann sehr gut sein. Sie steuert eventuelle gerade in einen Burnout hinein oder ist bereits mitten drin. Auf andere Menschen wirkt dies wie Desinteresse und Dauermüdigkeit. Auch suizidale Gedankengänge sind möglich. Im Grunde kannst du ihr nur Raum zum Ausruhen anbieten, dass bedeutet aber auch, dass ihr kein gemeinsames Bespassungsprogramm fahrt, es sei denn sie fordert dies ausdrücklich ein.

Die Zwangsräumung ihrer Familie wäre eine Ende mit Schrecken aber es ist dringend notwendig, dass diese Situation endlich beendet wird. Zu hoffen ist, dass eine Zwangsräumung auch dazu führt, dass sie sich von ihrer Familie trennen muss.

Sollte es dagegen einen geordneten Umzug aller gemeinsam in ein neues Heim geben, bleibt sie weiterhin Sklave ihrer Familie und wird daran kaputt gehen. Du kannst sie aber aus dieser Situation nicht befreien. Sie muss es selbst, sie kann das aber nicht also bleibt darauf zu hoffen, dass die künftigen Umstände der Wohnungssituation ihre "Befreiung" begünstigen. Allerdings bedeutet dies nicht, dass dies Eure Beziehung rettet.
 
  • #64
Gestern habe ich mich ebenfalls mit einer Kollegin unterhalten, die Depressionen hatte und ihr die Situation geschildert. Sie ist der Meinung, dass es sich durchaus um eine Depression handeln könnte, weil es eben Vieles erklären würde.

Habe bereits angefangen ihr mehr Raum zu geben. Kommendes Wochenende sehen wir uns gar nicht, aber das Wochenende darauf möchte sie unbedingt mit mir ins Kino und davor im Diner (der im selben gebäude ist) essen, da wir das schon länger mal vor hatten.
Ich glaube ein derartigen Abstand für die jetzige Situation ist so ziemlich das einzige, was ich noch sinnvoll ändern musste.
 
  • #65
Ich interessiere mich für ihre Kultur (Russland)
Offenbar nicht.
Die Familie steht über allem, man geht füreinander durchs Feuer. Da du von der Familie akzeptiert wurdest, gehörst du nun dazu.
Russische Männer sind Macher.
Du machst leider gar nichts, und fühlst dich nun auch noch gut dabei, noch weniger zu machen.
Aber diesbezüglich bist du ja völlig beratungsresistent.
 
  • #66
Sie funktioniert nur noch und kann nicht mehr in sich hinein hören. Was hast du dagegen getan?
Depressionen haben unterschiedliche Verläufe, Symptome und Schweregrade, im Internet kannst du viele Informationen dazu bekommen. Bei mir war es so, dass ich während der ersten depressiven Episoden (in den 80ern) nichts dagegen machen konnte, da ich nicht wusste, was mit mir nicht stimmte. Ich hatte auch in dieser Zeit weiterhin körperliche Nähe und Sex mit meinem Partner, die körperliche Entspannung tat mir gut. Nach einigen Wochen normalisierte sich mein Zustand von alleine.
Später war ich beim Psychiater in Behandlung, habe einige Monate Antidepressiva eingenommen, verschiedene Mittel, wobei ich allerdings keine Wirkung und auch keine Nebenwirkungen verspürt habe. Die beiden Episoden damals waren auch wieder nach einigen Wochen vorbei. Inzwischen unterstütze ich meine Psyche mit pflanzlichen Mitteln (Johanniskraut, Passionsblume u.a.), das hatte ich von einer Heilpraktikerin austesten lassen.
Inspiriert durch altes spirituelles Wissen in Verbindung mit den neuesten Erkenntnissen der Quantenphysik (alles ist Energie, alles ist im feinstofflichen Bereich miteinander verbunden u.s.w.) und durch die "kosmischen Gesetze" (Ursache und Wirkung, Gesetz der Resonanz, Wie Innen so Aussen u.a.), mache ich in den letzten Jahren "Energiearbeit", arbeite aktiv mit dem feinstofflichen Energiesystem meines Körpers (Chakren und Auraschichten), meinen Gefühlsenergien und Gedankenenergien, was mir zu immer mehr Klarheit, Bewusstheit und Ganzheit verhilft. Die depressiven Episoden, die im Verlauf der Wechseljahre und auch nach dem plötzlichen Tod meines Vaters auftraten, waren deutlich schwächer und kürzer als früher.
Wichtig ist für mich auch, offen mit dieser Krankheit umgehen zu können, ohne sie zu dramatisieren. Ich kann zu meinen Bedürfnissen und auch Grenzen stehen, gehe bewusster und achtsamer mit mir selbst, mit meinem Freund und meinen Mitmenschen um und in der Folge auch diese mit mir. Inzwischen verspüre ich auch oft tiefe Zufriedenheit, Dankbarkeit und Lebensfreude, es war ein langer Weg bis dahin und der ist auch nie zuende.

Also spreche mit deiner Freundin über deine Vermutung, damit sie wenigstens weiss, was mit ihr los sein könnte und macht die nächsten Schritte gemeinsam. Je offener ihr über alles reden könnt, desto tiefer und inniger kann auch eure Beziehung werden.

w 54
 
  • #67
. Ich mach da viele Vorschläge und frage auch, was sie will. Sie funktioniert nur noch und kann nicht mehr in sich hinein hören. Was hast du dagegen getan?

Du hast zwar freelight gefragt, aber jede*r ist anders, und jede Depression ist anders. Sie kann Hauptursache sein, sie kann aber auch Symptom sein wie bei mir. - Dahinter können Stresssymptomatiken stehen z.B.
Mir hat immer die Antriebsschwäche gefehlt, dafür konnte / kann ich sehr gut funktionieren...weit über alle vernünftigen Grenzen.

Was mir damals geholfen hat - Tabletten nicht - die Thematik überhaupt zu begreifen, und dann erst mal mich, meine Bedürfnisse, meine Grenzen kennen zu lernen und zu akzeptieren.
Sport, raus in die Natur als Ausgleich. Laufen und genauso sitzen. Lernen, Pausen zu machen, nichts tun - müßig gehen, inne halten, draußen bewusst wahrnehmen. Von Gerüchen, Farben, Licht.

Was mir geholfen hat, Menschen, die da waren, zu hörten, mich mal gehalten haben, mich, wenn ich es wollte, in Ruhe ließen und andererseits hartnäckig genug waren und mich raus nahmen. Entscheidungen treffen war mir sehr oft zuviel, auch bei ganz banalen Dingen. Ja / Nein war mir am liebsten.
Ein Partner, der da einfach nur liebevoll präsent gewesen wäre, hätte sicher gut getan.

Inzwischen ist es nicht mehr so tief, ab und zu heult der schwarze Hund, dann tut mir sehr unterschiedliches gut.

Mein Raum für mich, die Gefühle zulassen, Ruhe. Sind dann immer nur Stunden, oder mal ein Lazy Day
Raus in die Natur, Bewegung, Berge,
Oder mich mit netten Menschen treffen.

Und ich bin sicherlich bewusster, achtsamer geworden, nicht religiös, aber gläubig. War ich zwar in Grundsatz immer, aber die letzten Jahre ein sehr wichtiger Ankerpunkt.

Bei Deiner Freundin liegt die Wurzel ganz sicher bei der familiären Situation, nicht nur das Akute, sondern auch die Verpflichtungen, das lange gewachsene Beziehungskonstrukt.
Zusätzlicher Stressfaktor darfst Du nicht sein.
Rede mit ihr, und ansonsten findest Du eines im Netz.
Nur vorsichtig, Depression ist individuell, wie auch die Ursachen, und was dem einzelnen hilft.
 
  • #68
Sie haben die frist verstreichen lassen, weil sie bisher nur Absagen bekommen haben.
Du kennst deren existenzbedrohende dramatische Lage, es ist furchtbar für die Familie, wenn sie sich bemühen und nur Absagen bekommen.
Später schreibst du, sie finden kein neues Haus, weil die Ansprüche der Eltern zu hoch sind. Das denke ich stimmt nicht, sondern ist eine Lüge vor Scham. Sie wollen vermutlich ein Stück Restwürde bewahren oder vielleicht auch der Ohnmacht entgegenzuwirken, also für sich selbst, dass ihre Existenz nicht nur um deren Ohren fliegt, sie sogar machtlos sind und trotz Anstrengungen nur Absagen ernteten.
Sie sagt mir leider nicht, wie sehr sie das Thema mitnimmt und ich musste es erst mit ihrer jetzigen Art und in der Diskussion hier im Forum realisieren.
Du bist mit ihr zwei Jahre zusammen und schreibst in einem Beitrag hier über Management, verbunden mit deinem einjährigen Asienaufenthalt, wo man denken würde, der hat eventuell was in der Birne und kommst nicht selbst auf die Idee, dass es damit zusammenhängt?
Deine Freundin muss ja an ihrem Verstand zweifeln oder an deinem, als sie merkte, du kapierst diese einfache logische Verbindung nicht.
Wie gesagt seit Februar diesen Jahres ist die Frist zum Auszug verstrichen und sie haben wenig Geld und bisher nur Absagen kassiert, deren Leben ist zurzeit die Hölle.
Da erübrigen sich doch weitere Worte deiner Freundin wie sehr sie leidet, da sie es dur bereits SAGTE, sonst könntest du uns nicht die Fakten erzählen.

In einer Zwangsräumung liegt übrigens auch eine Chance für die Beziehung und für die Selbstständigkeit der jungen Frau. Wahrscheinlich erfolgt dann eine getrennte Notunterbringung. Es liegt nahe, dass sie sich dann ihren Freund wendet um nicht in eine Notunterkunft einziehen zu müssen. Insgesamt könnte so eine Entwicklung die Klammern lösen die die Familie zur Zeit um diese Frau gelegt hat.
Manchmal möchte ich bei einigen Beiträgen weinen, aber nicht vor Freude. @-Manuel- sowas sagst du hoffentlich deiner Freundin nicht!
Hast du dich zwischenzeitlich schon bisschen mehr mit dem Thema Vermeidung von Zwangsräumung und Abwendung Eigenbedarfskündigung beschäftigt? Ist anwaltliche Hilfe möglich oder Beratung bei öffentlichen Einrichtungen oder Behördenhilfe möglich? Diese Punkte wären sehr hilfreich, wenn du dich damit beschäftigst und dich bei ihr einbringst.
 
  • #69
Bei Deiner Freundin liegt die Wurzel ganz sicher bei der familiären Situation, nicht nur das Akute, sondern auch die Verpflichtungen, das lange gewachsene Beziehungskonstrukt.
Zusätzlicher Stressfaktor darfst Du nicht sein.
Rede mit ihr, und ansonsten findest Du eines im Netz.
Nur vorsichtig, Depression ist individuell, wie auch die Ursachen, und was dem einzelnen hilft.

Ich bin der Meinung, dass zunächst das akute Problem vom Tisch muss. Ich bleibe auch dabei, dass es der Freundin helfen könnte sich aus diesen ihr gegenüber parasitären Familienstrukturen zu lösen, wenn die Familie zu Umzügen in nicht mehr gemeinsame Wohnungen gezwungen wird.

Diese Familie lastet wie ein Stein auf ihr. Die aktuelle Krise ist nun ein Sumpfloch in das dieser Stein sie immer tiefer hinein zieht.

Im übrigen ist eine Zwangsräumung in keiner Weise ungerecht oder gemein wenn diese Menschen nicht freiwillig ausziehen.


Mich wundert warum die Moderation solche kontaproduktiven Kommentare durch lässt aber jede Entgegnung nicht publiziert.

Daher nochmals an @Jana_09/15 . Der einzige russische Mann in diesem Drama ist der Vater der Freundin. Er, der seine Tochter instrumentalisiert, ist nach deiner Ansicht ein Macher?

Der einzig wirkliche Macher in diesem Drama ist der FS der nach Wegen forscht wie er seiner Freundin helfen kann.
 
  • #70
Offenbar nicht.
Die Familie steht über allem, man geht füreinander durchs Feuer. Da du von der Familie akzeptiert wurdest, gehörst du nun dazu.
Russische Männer sind Macher.
Du machst leider gar nichts, und fühlst dich nun auch noch gut dabei, noch weniger zu machen.
Aber diesbezüglich bist du ja völlig beratungsresistent.

Seit selbst kam sehr jung bereits nach Deutschland, spricht kaum russisch und ist -nach eigener Aussage- mehr Deutsche. Der eine legt es als "unsexy" aus, zu Hause zu wohnen, der andere legt es mir hier als größeres Verständnis für den Zusammenhalt der Familie aus. Wue du weißt gehe ich auch für meine Familie durchs Feuer. Habe zudem bereits erwähnt, dass es kontraproduktiv wäre sie in dieser schweren Lage herum zu kommandieren.

Was ich alles mache bzw gemacht habe, hast du anscheinend überlesen, ganz besonders wie schlecht ich mich dabei fühle, nicht gut. Kann ihr aber auch gerne die Zeit verwähren, die sie gerne mehr für sich hätte. Frauen "stehen" bekanntlicherweise auf Patriarchen.

Nach so Kommentaren sieht es ehrlich danach aus wie: Wenn du nix machst, ist scheiße; wenn du etwas machst, ist scheiße. Das bringt niemanden weiter, danke.
 
  • #71
Der einzige russische Mann ist der Vater der Freundin.
Inwiefern es kontraproduktiv ist, auf kulturelle Unterschiede hinzuweisen, sei dahingestellt. Ich bin interkulturell (russ./dt.) aufgewachsen, daher maße ich mir durchaus an, etwas tiefere Einblicke zu haben.
Diese muss man natürlich weder anhören noch annehmen. Man kann der Freundin des FS gern auch weiterhin lieber eine Depression andichten. Das ist ja einfacher.
Was ich alles mache bzw gemacht habe, hast du anscheinend überlesen, ganz besonders wie schlecht ich mich dabei fühle, nicht gut.
Nein, ich habe das nicht überlesen. Es ist auch nicht bös gemeint, leider für den durchschnittlichen deutschen Mann auch nicht leicht zu erklären, da diese halt anders sozialisiert sind.
Obgleich sie als Kind nach Deutschland kam (ich bin sogar hier geboren), wird man doch innerhalb der Kultur der Herkunftsfamilie geprägt.

Z.B.: Mein Vater und das Auto meiner Mutter: Sie musste niemals darum bitten. Er hat selbsttätig regelmäßig das Auto gewartet, sprich: die Notwendigkeit selbst erkannt, es gemacht, ein gutes Ergebnis erzielt: Öl war gewechselt, Reifen getauscht o.ä. Ohne große Worte.
Rechnungen waren zu bezahlen. Er hat sie bezahlt. Fertig.
Das ist, was ich unter "Macher" verstehe. Sehen, machen, fertig, Punkt.
So wird auch sie aufgewachsen sein.
Gott, was hat es mich genervt, wenn ich meinen Exmann zig Mal um irgendetwas bitten musste, und er es dann doch nicht gemacht hat. Dieser war kein Macher, ergo hat er meinen Respekt peu à peu verloren. Immer musste ich alles wuppen - einfach alles. Ich war die Macherin. Lust auf Sex hatte ich mit ihm übrigens auch nicht.

Verstehst du, worauf ich hinaus will? Du bist ja ganz lieb, lässt ihr Freiräume, kochst ihr Essen usw. Das sind Dinge, die eine deutsche Frau bestimmt ganz niedlich findet. Eine russisch-geprägte findet das auch lieb, aber es reicht eben nicht. Unterm Strich erzielst du keine Ergebnisse. Du löst kein Problem, du stellst nichts fertig.

Nun kann man als deutscher Mann natürlich empört aufschreien, was man denn noch alles machen soll, ob diese Frauen unersättlich sind und nie den Hals vollkriegen. Slawisch-geprägte Frauen haben da eben andere Erfahrungswerte, denn sie sehen in ihren Familien und ihrem Umfeld, dass es durchaus Männer gibt, die das hinkriegen und dabei nicht einmal murren. Weil es ihrer Definition von Mann einfach von Haus aus entspricht, sie selbst so aufgewachsen sind und geprägt wurden.
Also: entweder wirst du ein Macher, oder sie muss ihre Prägung ablegen und sich mit weniger zufrieden geben. Ich hab meine Ansprüche auch zu einem Teil aufgeben müssen. Wenn er aber gar nichts macht und nie was auf Reihe kriegt, dann klappt das mit mir einfach nicht. Bissle was muss er bringen. Sonst kann ich ihn leider nicht ernst nehmen. Da komm ich aus meiner Haut nicht raus.
 
  • #72
@Jana_09/15 Danke für die genauere Ausführung, was du damit meintest.

Ich finde hinter deinen Beispielen weder ihren Bruder rnoch ihren Vater, lediglich meine Freundin selbst. Ich persönlich habe auch alles durchgezogen, was ich angestrebt und ihr gesagt habe. Ihr Auto war zu waschen, aber ihr Bruder nicht da der ihr hilft (weil er groß genug ist). Hab das Putzzeug geshcnappt und es einfach gemacht. Sie meckert über ihren Job? Hab ihr binnen 2 Wochen ein Vorstellungsgespräch verschafft. Wenn ich ihr was koche mach ich das auch einfach so ohne großen Zögern und "Ach Schatz, isst du das überhaupt?". Könnte es machen wie ihr Vater und mich bekochen lassen bzw. mich abends besaufen und die Familie schikanieren.

Das einzige was ich eben nicht mache ist -und ich sag das jetzt mal direkt raus- wenn ich sie flachlegen will es einfach zu "machen". So gesehen bin ich in ihrem Leben der einzige Macher; eben auf rücksichtsvolle Weise. Darum frustiert mich diese Situation auch so. Wenn ich dann lese, dass all das, was ich tue nicht genug sein soll, ärgert mich das schon.

Dann soll sie halt den Mund mal auf machen und sagen, was los ist, Gedankenlesen ist das einzige, was ich leider noch nicht kann :/ Aber wenn sie dann selbst nicht weiß, was mit ihr los ist und vor dem Hintergrund dieser Belastung, muss ich vom Eingang in eine Depression ausgehen.
 
  • #73
Nun kann man als deutscher Mann natürlich empört aufschreien, was man denn noch alles machen soll, ob diese Frauen unersättlich sind und nie den Hals vollkriegen. Slawisch-geprägte Frauen haben da eben andere Erfahrungswerte, denn sie sehen in ihren Familien und ihrem Umfeld, dass es durchaus Männer gibt, die das hinkriegen und dabei nicht einmal murren. Weil es ihrer Definition von Mann einfach von Haus aus entspricht, sie selbst so aufgewachsen sind und geprägt wurden.
Was soll der ganze Quatsch ?

Liebe Jana, trittst Du ihm mit Absicht ins Kreuz, damit der FS endlich aus seinm Dilirium aufwacht ?

Was macht sie denn für ihn? Die slawische Frau ?
Doch wohl annähernd nichts, sie hat nur ein paar warme Worte für den FS, und jammert nach Bedarf noch ein bisschen herum, das war es. Ganz praktisch.

Der FS "muss" überhaupt gar nichts, eigentlch muss er sich sich nur von der Truse trennen, bevor es zuspät ist.

Und nochwas FS:
Hör bloss auf, ihr irgendwelche Krankheiten anzudichten. Wenn sie so krank ist, dass sie wirklich Leidendruck hätte, wird sie sich behandeln lassen.
Macht sie aber nicht.

Ja, die Familie hat wohl Probleme und Du hast ihr schon mehrfach versucht etwas zu helfen. Das ist löblich.

Sie aber ist nämlich nur gerade nur so krank, um Dich auf (körperlichem) Abstand zu halten.

Versuche mal von aussen auf Dichund diese "Freundin" zu schauen und dann sage, was Du siehst.
 
  • #74
Seit selbst kam sehr jung bereits nach Deutschland, spricht kaum russisch und ist -nach eigener Aussage- mehr Deutsche. Der eine legt es als "unsexy" aus, zu Hause zu wohnen, der andere legt es mir hier als größeres Verständnis für den Zusammenhalt der Familie aus

Kultur ist nicht nur Sprache. Ich denke, jeder von uns ist mit bestimmten Werten aufgewachsen, unabhängig von der geografischen Herkunft. Auch die Foristin mit adeligem Hintergrund löst bei mir immer wieder Kopfschütteln aus, weil sie ein teilweise anderes Weltbild hat.

Wenn für Dich der Zusammenhalt in der Familie der passende Wert ist, dann ist das doch wunderbar. Dann solltest Du eben Verständnis dafür aufbringen, dass Deine Freundin massiv belastet ist, weil die Familie eine neue Wohnung suchen muss. Das ist nämlich die andere Seite der Medaille. Bei mir wäre der Gedanke eher: "Prima, eine tolle Gelegenheit, mich abzunabeln oder mit meinem Freund zusammenzuziehen".

Du beschwerst Dich über Probleme, die sicher auch mit einem anderen Hintergrund zusammenhängen. Die solltest Du dann einfach akzeptieren können, wenn Du sie andererseits entschuldigst.
Deine Freundin kann nicht offen über Gefühle reden? Auch das ein Persönlichkeitsmerkmal, das sicher auch auf Kultur beruht (in dem Fall familiäre Kultur, ich sehe Kultur hier nicht als grundsätzlich mit Herkunft verknüpft).

Ich denke, nach zwei Jahren Beziehung verliert die rosarote Brille langsam ihre Färbung. Das, was dann sichtbar wird, ist das, auf das Du Dich die nächsten Jahrzehnte einstellen kannst. Und ich will deswegen weder zu Trennung raten noch Dir verschweigen, dass die nächste Frau andere "Macken" haben wird.

Und mit etwas Zeitabstand nochmal nachgefragt: immer noch kein Sex seit Dezember 17? Gespräche darüber, die den Hintergrund aufhellen?

Könnte es machen wie ihr Vater und mich bekochen lassen bzw. mich abends besaufen und die Familie schikanieren.

Dafür hätte sie vielleicht familiär bedingt vollstes Verständnis...

Das einzige was ich eben nicht mache ist -und ich sag das jetzt mal direkt raus- wenn ich sie flachlegen will es einfach zu "machen". So gesehen bin ich in ihrem Leben der einzige Macher; eben auf rücksichtsvolle Weise.

Ja, dann "mach" halt mal und Du wirst sehen, wie ihre Reaktion ist. Vermutlich ist es genau das, was ihr bei Dir fehlt. Wenn Du sonst immer "machst", dann kann sie das auch da erwarten...
 
  • #75
Nur ein Beispiel. Sie hat ein Auto mit dem sie den FS und sich rumkutschiert. Er hat laut eigener Aussage keins, würde aber sogar auf ein Auto verzichten aus Kostengründen, wenn beide zusammenziehen sollten. Noch lebt er wie sie bei den Eltern, kann sich aber beim Sparen der Miete ebenfalls noch kein Auto leisten (verstehe ich ehrlih gesagt nicht, wo da dasselbe Problem sein soll, demnach kann er sich nie ein Auto leisten).
So dürfte sie ihn die letzten zwei Jahr rumchauffiert haben, während sie die Anschaffungs-, Unterhalts- und Versicherungskosten hat.

Manuel, kaufst du eigentlich die Lebensmittel die du bei deiner Freundin für dich und sie verkochst selber oder nimmst du vom Familienvorrat?
 
  • #76
Was macht sie denn für ihn? Die slawische Frau ?
Lieber D-RAN, das kann ich dir nicht sagen, aber Manuel kann dir das sicher mitteilen.
Dann soll sie halt den Mund mal auf machen und sagen, was los ist
Ja, das hört man ganz oft. Der Mann meint, er "habe doch alles für die Frau getan". Klar, in seinen Augen. Leider das Falsche resp. nicht in den richtigen Situationen das Richtige - aus Sicht der Frau. Ja, das ist unfair - aus deiner Sicht. Und es führt zur Aussage "Frauen wissen nicht, was sie wollen". Doch, wissen sie.

Das Doofe daran ist, dass man als Frau "Machen" schlecht erbitten oder einfordern kann. Es ist wie die Parallele: Frau wünscht sich Blumen. Muss sie erst darum bitten, ist das Blumengeschenk bereits weniger "wertig".

Sie ist lustlos, etwas zu unternehmen. Du bietest div. Vorschläge. Das ist lieb, aber es ist nicht "machen".
Ich hatte kürzlich aus pers. Gründen auch eine schwere Zeit. Mein Freund sagte "Zieh dich an, wir gehen spazieren, etwas Luft und Bewegung werden dir gut tun." Hätte er mich gefragt, ob und wozu ich Lust habe, wäre von mir dasselbe gekommen wie von deiner Freundin. Als ich schwach war, war er für mich stark. Der sprichwörtliche Fels in der Brandung. Er hat in dieser Zeit an meiner Seite gestanden, mich weiter gezogen. Ohne über fehlenden Sex zu jammern, ohne Gegenforderungen zu stellen. Hat mir Kraft gegeben, als ich keine hatte. Entscheidungen getroffen, als ich es nicht konnte. Dinge in die Hand genommen. "Ruh dich aus, ich erledige das." Und hat es erledigt. Sich meinen höchsten Respekt und meine Dankbarkeit mehr als verdient. Verstehst du?

Die meisten anderen Menschen in meinem Umfeld haben mich in dieser Zeit in Ruhe gelassen. Vielleicht wollten sie nicht stören, oder wussten nicht, wie zu helfen. Ein Freund sagte "Wenn du mal raus willst, melde dich." Der Unterschied zum Verhalten meines Partners dürfte auffallen. Hat sich einer davon mit seinem Verhalten meinen Respekt verdient? Bin ich einem von ihnen dankbar, haben sie sich für mich wertvoll gemacht? Äh, nö.

Es ist der kleine aber feine Unterschied zwischen "Machen" und "Anbieten zu machen". Zwischen dem "Versuch, etwas zu machen" und dem "Erzielen eines tragfähigen Ergebnisses". Oder anders gesagt: der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Wie zufrieden bist du, ganz ehrlich, wenn du Sex haben möchtest, dir deine Freundin stattdessen anbietet(!) ins Kino zu gehen?
Es geht darum, dir aufzuzeigen: Schau und verstehe, was deine Freundin gerade braucht. Wenn du das ergründet hast, tu es. Klingt einfach, scheint schwierig. Tust du ihr gut, will sie mehr von dir, das ist doch logisch. Bist du ihr Held, kriegst du auch Sex. Auch logisch. Lässt du sie hängen, demonstrierst du keine Stärke, bist du Ballast, dichtest du ihr gar Depressionen an, wird sie dich verlassen. Nun sag nochmal einer, Frauen seien unlogisch ;)
 
  • #77
Sie ist lustlos, etwas zu unternehmen. Du bietest div. Vorschläge. Das ist lieb, aber es ist nicht "machen".
Ich kann mir sogar vorstellen, dass sie viel weniger Lust hat etwas zu unternehmen als früher, wegen Geldmangel und der Wohnungssituation. Und zwar so.
Ich sehe vor Augen wie sie ihre Familie am WE tagsüber in die Gegend fährt, um Wohnungs-/Hausbesichtigungen durchzuführen und um am Ende wieder eine Absage wie bisher immer zu bekommen.
Da passt es nicht zusammen, dass sie stattdessen am WE was mit ihrem Freund unternimmt, der sie doch nur Geld für Sprit und Unternehmungen kostet neben dem Zeit abknapsen.
Sie ist die bestverdienendste der Familie, kann mir vorstellen, dass ihr Auto das einzige der Familie ist.

Passt zum Bild, dass Manuel sich in sie wegen ihrer Macherqualitäten verliebte:
Er brauchte keinen Sex initiieren, sie machte; ihre Fürsorglichkeit - welcher passive Mann möchte nicht auch umsorgt werden; sie hat ein Auto - er nicht und er hat sich sicherlich über sie als Chaufferin gefreut.
Auf der anderen Seite hat er mit Papieren für Vater und Bruder geholfen - ich kann mir darunter nichts vorstellen und er hat in deren Haus für die Freundin (Tee?Kaffee?ein Ei?) gekocht.
Ein Freund sagte "Wenn du mal raus willst, melde dich." Der Unterschied zum Verhalten meines Partners dürfte auffallen.
Auch in der anderen Passage schön erklärt. Der Aktionismus als alleiniges oder initiierendes Element liegt wieder bei der Freundin und Manuel überspitzt gesagt wieder der passive, der eine Aktive fordert und bedarf.

Vielleicht nimmt @-Manuel- zu den letzten Beiträgen nochmal Stellung. Wäre doch hilfreich, wenn er erkennt, dass sie bisher überwiegend die Starke, die Macherin war und ein Ungleichgewicht herrschte.
Konkret wiederhole ich mich gerne, neben den tollen Macher-Erklärungen als Anregung von @Jana_09/15 , dass du dich auch in die Materie einarbeiten solltest, wie mit drohender Zwangsräumung umgehen, anwaltliche Hilfe, Behörden als Hilfe aufsuchen und informieren. Vor allem Dich als gleuchberechtigter Gesprächspartnet zeigen, damit meine ich nicht deine Krisengespräche seit März mit ihr wo du das Sexthema mehrmals ansprachst und sie anscheinend aufforderst oder sie fragst, ob sie dich boch liebt obwohl sie es dir jeden Abend schreibt. Selbst ich mit meinem Freund sage das durchschnittlich nicht mehrmals täglich, nicht mal jeden Tag.

Gleichgültig ist dir ja deine Freundin nicht!
 
  • #78
Das ist genau das was ich meine. Damit ich das richtig verstanden habe: Ich muss Alles fertig planen, damit es entscheidungsreif ist + die Entscheidung über den Kopf meiner Freundin hinweg treffen + das Geplante umsetzen + ggf. die Konsequenzen tragen?

Das ist ja wie Fliegen im Autopilot samt Start und Landung. Die "Belohnung" soll dann Sex/Kuscheln/liebe Worte sein? Etwas, woran sie ja wohl genauso viel Spaß hat wie ich. Wenn genau das mein Bild einer Beziehung wäre, wüsste ich nicht wozu ich ne Freundin bräuchte, ganz im Ernst. Und dieses Bild hat auch im entferntesten nichts mit der Beziehung zu tun, wie sie 2016+2017 noch war. Ich bin auf der Arbeit Dienstleister genug, zu Hause brauche ich das nicht -vorrausgesetzt man ist bereits zusammen gezogen.

Nein, es hat sich bishe rnoch nichts getan. Sie sucht jedoch etwas mehr Nähe, nachdem ich den Abstand suche. Näheres weiß ich erst kommendes Wochenende, da ist ja der Kinobesuch bereits (von mir) bezahlt+geplant. Vorher schön Essen gehen.

Kann es ja mal machen, dass ich einfach "loslege" in Sachen Sex, wie oben angedeutet. Aber ich bin mir sehr sicher, dass es mir als Bedrängen ausgelegt wird. #metoo und so.

Zu den vorhergehenden Fragen und Aussagen:
- Stimmt, sie kutschiert mich herum. Erkenne ich auch als solches an. Aber das will ich ja demnächst ändern mit dem Auto.
- Ich zahle das Essen bei mir, sie das Essen bei sich. Ich bin jedoch derjenige der beim Kochen das Sagen hat, weil ich einfach mehr Erfahrung habe.
- Sie kann eigentlich auch nicht viel für mich machen, da ich alles auch alleine hinbekomme. Das einzige war der Halt und jegliche Form der Zuneigung. Beides ist nun weg (und ich verstehe noch immer nicht, warum hier fast ausschließlich auf den Sex eingegangen wird)
- Ich konnte mir bislang kein Auto bzw eine Wohnung leisten, da ich erst seit September 17 arbeite (schulden durch Studium sind nun Weg, Bafög gab es nicht).
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #79
Damit ich das richtig verstanden habe: Ich muss Alles fertig planen, damit es entscheidungsreif ist + die Entscheidung über den Kopf meiner Freundin hinweg treffen + das Geplante umsetzen + ggf. die Konsequenzen tragen?
Das ist ja wie Fliegen im Autopilot samt Start und Landung. Die "Belohnung" soll dann Sex/Kuscheln/liebe Worte sein?

Mein Gott Manuel, verstehst du die Forstinnen hier nicht?

Sie wollen Dich im grunde zu einem anderen Menschen machen.
Am besten ein zupackender, narzisstische , egomaner und auch machohaftes Alpha-Tier.

Sie glauben, das Deine Freundin als gebürtige Osteuropäerin stärker patriachalisch aufgewachsen ist und eine "starke" männliche Hand bräuchte welche vieles alles (letztlich) entscheidet aber auch hingebungsvoll wirbt..

Du bist in ihren Augen ein eher zaghafter, weicher Beta-Typ.

Mein Rat an Dich ist aber:
Bleib einfach Du selbst (egal ob beta, ceta oder alpha - Typ) und konzentriere Dich für die nächste Zeit nicht auf Deine Freundin, sondern auf Dein eigenes Leben.

Sie kann Dir im Moment wenig bieten und fühlt ja auch nicht, dies überhaupt zu wollen. Das musst Du doch einsehen ! Sie spricht es sogar recht deutlich aus und verhält sich entsprechend.

Übrigens glaube ich nicht, dass Du im Moment eine bessere Reaktion von Deiner Freundin bekämst, wenn Du der von @jana gewünschte "Alpha- Machertyp" wärst.
Dann hättet ihr nur einfach nur mehr Streit und wärt wahrscheinlich schon getrennt, weil Du dann Frauen, die Dich körperlich ablehnen, sowieso (schon aus Prinzip und Erfahrung) schneller in die Wüste schicken würdest.

Also, alles Quatsch.
Bleid einfach lieb und nett zu Ihr, wenn ihr zusammen seid, aber lege im Moment Deinen Fokus auf Dich selbst und sei Du selbst.

Du kannst und sollst als aussen stehender Mensch nicht die Probleme dieser Familie lösen. Das müssen sie selbst machen. Wahrscheinlich wird sie darauf instinktiv reagieren. Bleib locker, Mann.
 
  • #81
Ich muss Alles fertig planen, damit es entscheidungsreif ist + die Entscheidung über den Kopf meiner Freundin hinweg treffen + das Geplante umsetzen + ggf. die Konsequenzen tragen?
Du meinst, wie die Führungspersönlichkeiten, die in deinem Betrieb ganz oben sitzen und täglich weitreichende Entscheidungen treffen, die Oberärzte, Top-Manager, Betriebswirte, Juristen und sonstige Leader-Typen, auf die Frauen im allgemeinen so scharf gehen? Na, Gott bewahre...
Ich bin auf der Arbeit Dienstleister genug, zu Hause brauche ich das nicht
Super Einstellung. Hatte mein Exmann auch. Ich fand ihn so nützlich wie einen Kropf. Und genau so sexy.

Manuel, du bist nicht nur passiv, kein Macher und kein Leader. Du bist auch noch passiv-aggressiv.
Sie wollen Dich im grunde zu einem anderen Menschen machen.
Nö. Der FS hat gefragt und Antworten bekommen, Wege aufgezeigt, die er gehen könnte. Wir haben hier nichts davon, wenn seine Freundin glücklicher mit ihm ist.

Aber ich stimme dir zu. Er sollte so bleiben, wie er ist und das tun, was er für richtig hält. Es ist nicht jeder zum Leader geboren, genauso wenig wie für's Gymnasium oder ein großer Geigenvirtuose zu werden.
Ich zitiere mal aus Lionne's derzeitigem Parallelthread über passive Männer:
Das Gegenteil vom passiven, unsicheren Mann ist nicht der dominante Mann sondern der aktive, selbstsichere Mann.
Mit dem aktiven, sicheren Mann gibt es eine lebendige, kampflose Beziehung mit flexiblem Rollenwechsel in Sachen Leadership in der Partnerschaft.
und verabschiede mich damit. Manuel, dir alles Gute.
 
  • #82
Manche Ratschläge sind ja echt gruselig.

Manuel, bleib bei dir. Mach es so, wie du es für richtig hältst. Die Konsequenzen wirst schließlich auch du tragen. Im besten Fall lernst du etwas draus.

Ich hatte kürzlich aus pers. Gründen auch eine schwere Zeit. Mein Freund sagte "Zieh dich an, wir gehen spazieren, etwas Luft und Bewegung werden dir gut tun." Hätte er mich gefragt, ob und wozu ich Lust habe, wäre von mir dasselbe gekommen wie von deiner Freundin. Als ich schwach war, war er für mich stark. Der sprichwörtliche Fels in der Brandung. Er hat in dieser Zeit an meiner Seite gestanden, mich weiter gezogen. Ohne über fehlenden Sex zu jammern, ohne Gegenforderungen zu stellen. Hat mir Kraft gegeben, als ich keine hatte. Entscheidungen getroffen, als ich es nicht konnte. Dinge in die Hand genommen. "Ruh dich aus, ich erledige das." Und hat es erledigt. Sich meinen höchsten Respekt und meine Dankbarkeit mehr als verdient. Verstehst du?

Mädchen und die Sehnsucht nach dem beschützenden Papa ...
 
  • #83
Ich würde den Ratschlägen von @Laubsk und @D-RAN folgen und auf die Posts von @Jana_09/15 oder @kcLydia nicht weiter reagieren. Deren Ideen passen überhaupt nicht auf euer Problem.

Es waren überwiegend weibliche Kommentatoren die darauf hingewiesen haben, dass deine Freundin möglicherweise Depressionen hat oder kurz vor einem Burnout steht. Angesichts ihrer Last ist dies wirklich nicht unwahrscheinlich. Daher übe nicht durch Pseudo-Machertum zusätzlich Druck auf sie aus. Stell insbesondere sexuelle Wünsche zurück. Also bedränge sie nicht entsprechend.

Kann sie im Fall einer Zwangsräumung bei dir einziehen? Es wäre schön wenn du ihr dies bieten könntest. Sprech mit deinen Eltern darüber.
 
  • #84
Ich würde den Ratschlägen von @Laubsk und @D-RAN folgen und auf die Posts von @Jana_09/15 oder @kcLydia nicht weiter reagieren. Deren Ideen passen überhaupt nicht auf euer Problem.
Ein Mann hat ein Problem mit einer Frau.Deswegen ist es ein recht seltsamer Vorschlag,die Ratschläge von Frauen zu ignorieren,die versuchen zu erklären,was eine Frau braucht.Wenn ich kochen lernen will,frage ich einen Koch und keine Spülfrau.Mich wundert jetzt gar nicht ,dass die Freundin depressiv ist.So wie FS hier schreibt,vermute ich stark, dass seine Freundin sich unverstanden fühlt und ihn als Balast empfindet.
Mädchen und die Sehnsucht nach dem beschützenden Papa ...
Ja und,wo ist Problem?Die meisten "Mädchen"hatten keine starken Vater in ihrer Familie.Ihr seid echte Kerle,stark und uns Frauen überlegen?Dann verhält euch auch so!Eure Verausgabung bei dem Job,so dass ihr danach für nix zu haben seid,brauchen wir nicht.Ihr macht das für euch,nicht für uns.Wollt ihr alles geteilt und "partnerschaftlich",dann jammert hinterher nicht ,dass wir keine Zeit und auch keine Lust für Sex haben,wenn uns nicht danach ist.Wie hat Manuel geschrieben
bin auf der Arbeit Dienstleister genug, zu Hause brauche ich das nicht
Nun,fürs Sex muss Frau frau sein.Richtig,dafür braucht sie einen Mann an ihrer Seite.Hat sie nur einen "Partner",dann ist Sex fur sie nur ein "Job".Und auf Job hat keine Frau zuhause Lust.
 
  • #85
Vielen Dank für die weiteren Beiträge.

Manche davon (wurde aber auch angesprochen) halte ich ebenfalls für den Zwang in eine Paparolle zu schlüpfen. Das ist auch nicht das, was sie will. Das steht auch stark im Kontrast zu dem, was mir einige Userinnen hier raten. Vielen Dank -und das meine ich ehrlich-, wenn diese Tipps wohlwollend und ernst gemeint sind, aber, wenn ich so wäre wie mir hier zT geraten wurde, hätte sie mich trotz der Gefühle für mich verlassen.

Hatte letztes Wochenende einen schönen Tag und Abend mit ihr (Essen und Kino). Leider war der darauffolgende Morgen wieder richtig beschissen. Sie wurde um 05:00 geweckt und durfte die Mutter zur Arbeit fahren, da der Vater wieder getrunken hatte. Er hat sie noch den halben Tag genervt (es wurde sehr laut), habe sie in Schutz genommen und sie hat sich bei mir ausgeheult. In dem passenden Gespräch, was dann folgt hat sie mir anvertraut, dass viele ihrer Hobbies einfach nur eine Flucht aus diesem Alltag darstellen. Den lebt sie so nur noch wegen ihrer Mutter, die sich ihrerseits hilflos fühlt.

Ich bin und werde für sie da sein, auch wenn die Zeit jetzt erstmal schwerer sein wird. Meine Wünsche stelle ich dabei natürlich erstmal zurück, soweit es natürlich zumutbar ist. Es ist ihr bewusst, dass sie diese Umstände in einer neuen Wohnung beibehält und die künftige Miete wird auch so berechnet, dass sie ohne sie zu tragen ist.

Kann sie im Fall einer Zwangsräumung bei dir einziehen? Es wäre schön wenn du ihr dies bieten könntest. Sprech mit deinen Eltern darüber.
Das weiß sie. Ich würde auch direkt auf Wohnungssuche mit ihr gehen. Sie weiß, dass sie auf mich zählen kann.
 
  • #86
Du meinst, wie die Führungspersönlichkeiten, die in deinem Betrieb ganz oben sitzen und täglich weitreichende Entscheidungen treffen, die Oberärzte, Top-Manager, Betriebswirte, Juristen und sonstige Leader-Typen, auf die Frauen im allgemeinen so scharf gehen? Na, Gott bewahre...

Manuel, du bist nicht nur passiv, kein Macher und kein Leader. Du bist auch noch passiv-aggressiv.

Es ist nicht jeder zum Leader geboren, genauso wenig wie für's Gymnasium oder ein großer Geigenvirtuose zu werden.

Entschuldigung, aber was hast du für eine Ahnung von der Führungsrolle? Ich bin seit über einem Jahrzehnt Leiter der Global Supply Chain eines international agierenden Unternehmens. Weitreichende Entscheidungen werden hier mit strategischem Verständnis getroffen und auch groß und breit besprochen. Hier wird nicht einfach gemacht. Als Macher wird in der Unternehmensführung jemand bezeichnet, der nicht nur selbst Hand anlegt statt zu prädigen sondern auch einen bereits gfassten Entschluss auch durchzieht. Ich Zitiere hier Helmuth Graf von Moltke: "Unsicherheit im Befehlen erzeugt Unsicherheit im Gehorsam."

Der FS zeigt nicht nur, dass er bereit ist unangenehme, weitreichende Entscheidungen zu Treffen; Er zeigt auch, dass er ohne großes Herumheulen vor seiner Freundin die Beziehung vorantreibt. Darüber hinaus führt er das, was als Leader ebenfalls von extremer Wichtigkeit ist: Mitarbeitergespräche. Er ist der einzige Anker, den seine Freundin wohl noch hat und du putzt ihn herunter, weil er nicht das vertritt, was du von einem Mann verlangst?! Entweder ließt du nicht, was er schreibt, oder hast dich selbst in eine Sache verrannt. Das muss ich klipp und klar sagen.

Weshalb der Leader-Typ vergleich im eigentlichen Sinne innerhalb einer Beziehung hinkt ist, dass BEIDE die Beziehung führen müssen. Nicht nur einer.

Es ist eine unfaire Situation @-Manuel- . Aber mit derartigen Situationen, wirst du oft konfrontiert werden. Im Beruf musst du deine persönlichen Gefühle aus dem Spiel nehmen; Bei dieser Angelegenheit geht es jedoch gerade um deine persönlichen Gefühle. Deine Verunsicherung kann ich daher gut verstehen. Wenn du für dich die Entscheidung getroffen hast, sie nicht zu verlassen, dann musst du da nun durch. Und das macht du soweit gut und hast einen langen Atem. Die Tatsache, dass du hier über all das schreibst, zeigt mir aber mehr, dass du jemanden zum Reden brauchst.
 
  • #87
Ein Mann hat ein Problem mit einer Frau.Deswegen ist es ein recht seltsamer Vorschlag,die Ratschläge von Frauen zu ignorieren,die versuchen zu erklären,was eine Frau braucht.

Ich habe auf die weiblichen Kommentatoren hingewiesen die vermuten, dass die Freundin des FS depressiv ist oder dahin steuert. Auszuschließen ist dies bei den Lasten die auf dieser jungen Frau ruhen jedenfalls nicht. Daher, ich folge dem Rat von Frauen.

Die von mir kritisierten Kommentare enthalten keine konkret umsetzbaren Vorschläge. Stattdessen wird dominantes Machertum eingefordert. Letzteres ist bei einer Depression absolut kontraproduktiv.

Ihr seid echte Kerle,stark und uns Frauen überlegen?Dann verhält euch auch so!Eure Verausgabung bei dem Job,so dass ihr danach für nix zu haben seid,brauchen wir nicht.

Stärke demonstriert der FS indem er zu seiner Freundin hält obwohl sie ihm im Moment nur wenig zurück geben kann. Er könnte alternativ die Beziehung beenden und nach einer weniger problembelasteten Frau Ausschau halten. Er geht aber diesen einfachen Weg nicht sondern bleibt bei ihr.

Niemand kann das Problem dieser Familie lösen so wie es diese Familie gerne hätte. Das wesentliche Problem ist tatsächlich die mangelnde Einsichtsfähigkeit dieser Leute. Offenbar wird diese Haltung von einem Alkoholiker dominiert. Die anderen sind mehr oder weniger koabhängig. Ich bin daher der Meinung, dass eine Zwangsräumung heilend wirken könnte indem sie dieses ungesunde Konstrukt (insbesondere die Macht des Vaters über die Tochter) zerschlägt. Viele Alkoholiker und ihre Angehörigen finden den Weg ins Helle erst wenn sie so richtig am Boden liegen. Ähnlich verhält es sich hier.
 
  • #88

Das einzig und alleine zählt. Auch weil gerade das ernsthaft selten ist.
Lass dir nicht erzählen was du für ein Windei bist.
Du erkennst Ursache und Wirkung. Das schaffen die meisten erst gar nicht und hauen erst mal drauf.
Eine Garantie hast du oder wir sowieso nie. Aber jeder Versuch sollte es dir Wert sein, denn du möchtest diese Frau einfach nicht verlieren.

m47
 
  • #89
Moin,

wahrscheinlich darf man das ganz banale Materielle nicht kleinreden. Sie bräuchte jetzt jemanden, der ihr in ihrer Situation wirklich helfen kann, nicht nur jemanden für eine nette Zeit zu zweit. Das ist keine eiskalte Berechnung, beeinflusst aber unbewusst ihre Gefühle.

manchmal
 
  • #90
Ich bin seit über einem Jahrzehnt Leiter der Global Supply Chain eines international agierenden Unternehmens.
Applaus, lieber Micha, jetzt fühle ich mich richtig popelig.
In welchem Jahrhundert lebst du eigentlich, ohne weitere Kenntnis zu behaupten, eine Frau könnte nicht ebenfalls eine leitende Position innehaben?

"Machen" hat überdies sehr wenig mit Befehlen, Überdominanz oder Gängelei zu tun. Mir drängt sich das Gefühl auf, dass diejenigen, die selbst nicht so gern machen, den wirklichen "Macher" gern schlechtreden und die Definition verdrehen, im Sinne von Selbsterhöhung durch Fremderniedrigung.
In einer Beziehung sieht ein Macher eigenständig und ohne Aufforderung, was getan werden muss, und tut es ohne große Worte darüber zu verlieren. Weil Beziehung und Partnerin ihm wichtig sind.

@manchmal bringt es schön auf den Punkt:
Sie bräuchte jetzt jemanden, der ihr in ihrer Situation wirklich helfen kann, nicht nur jemanden für eine nette Zeit zu zweit.
Ich als Frau freue mich über eine nette Zeit zu zweit sehr. Wenn ich selbst entspannt bin, keinen Stress habe. Prima.
Hab ich Stress, brauche ich Unterstützung. Banales Beispiel: Wir hatten am Wochenende Besuch, und zwar von Freunden von mir. Ich war erkältet und abgekämpft und die Vorbereitungen machten mir Mühe.
Hat mein Freund mir ein Bad eingelassen, einen Kuschel-Vormittag auf der Couch vorgeschlagen oder meine psychische Verfassung diskutiert? Hat er sich zurückgelehnt, weil es ja meine Freunde sind? Nein, er hat mit angepackt, den Grill geschrubbt, Zeugs geschleppt, den Sonnenschirm aufgestellt (weil ich Angst vor Spinnen habe, die drin leben könnten) usw.

Hat Manuel die Mutter um 5 Uhr zur Arbeit gefahren und zur Freundin gesagt "Schatz, bleib liegen, ich erledige das"? Nein, Manuel hat kein Auto und ist offenbar nicht mal auf die Idee gekommen, dies zu tun. Es ist ja auch ihre Mutter, nicht seine. Manuel ist selbst im warmen Bettchen liegen geblieben.
Manuel hätte es sogar auf die Spitze treiben und Brötchen für's Frühstück mitbringen können.
Nun kann eine Diskussion entbrennen, ob Manuel verpflichtet sei, so etwas zu tun. Nein, ist er nicht. Aber gefreut hätte sich die Freundin mit Sicherheit sehr über diese sehr praktische Unterstützung und die Sorge um ihr Wohlergehen.
Aber Manuel ist in seiner Freizeit ja kein Dienstleister...

Lieber Manuel, es geht nicht darum, dich abzukanzeln. Sondern darum, dir Wege aufzuzeigen, die du gehen könntest, wenn du wolltest.
Und ja, so was ist anstrengend und du wirst Opfer bringen müssen. Ja, sie wird solche Angebote anfangs abwehren, weil sie Russin ist und das nicht von dir gewöhnt ist. Du darfst sie sanft dazu zwingen, deine Hilfe anzunehmen. Ich kann dir nur vorschlagen, es einmal auszuprobieren und danach ihre Reaktion zu beobachten. Vielleicht sagen ihre Taten ja mehr als tausend Worte in einem Forum.
 
Top