• #31
Ich denke er hat Dich so viel Energie gekostet und Dich so klein gemacht, dass Dir im Moment nicht die Größe und Kraft zur Verfügung steht Dich zu trennen.
Aber wie bei Momos Peppo dem Straßenkehrer: denke immer nur an die nächste Platte, sonst schaffst Du die Straße nicht!
Erster Schritt: Kind zum Papa und Du alleine ein paar Tage oder zu Menschen, die Dich von Herzen mögen.
Du hast ihm Deinen Wert übergeben und davon brauchst du ersteinmal einiges zurück. Ist am Boden aber nicht so leicht das allein zu schaffen. Deshalb zu jemandem der dich liebt lobt und aufbaut ...Beste Freundin!?
Re-empowerment googlen und lesen....Du wirst viel wiedererkennen.
Dann überlegen: wo zieh ich mit der kleinen hin?! Teurer als mit diesem Mann wird dein Leben kaum werden.
Dann denk ich, hol deinen Exmann ins Boot, mit dem Argument dass es der Tochter mit diesem Mann nicht gut geht.
Damit wird er nicht " klein" von Dir denken, sondern eher als Vater reagieren.
Zumindest dir die kleine in wichtigen Momenten abnehmen.
Wohnung suchen, mit bisherigem Vermieter sprechen um aus dem Vertrag rauszukommen.
Damit gehst Du a) gerade nach vorne und überlistest Dich b) selbst...denn es erschwert Dir die Möglichkeit bei ihm zu bleiben wenn andere im Boot sind.
Irgendwann wirst Du erkennen...Nur kleine Geister versuchen andere klein zu machen.
Er macht Dich klein und versucht Dich abhängig zu machen, weil er ein Krieger ist und zwar ein nichts-auf-die-Reihe-Krieger....und abhängig von Dir!
Viel viel Glück!

Herzlichen Dank! Dein Post hilft mir im besonderen Maße!
 
  • #32
Liebe Claudia,
Ich verurteile dich nicht, auch wenn mein Posting #21 zugegebenermaßen auch ziemlich streng war. Und viele andere auch. So eine geballte Ladung Kritik ist sicher heftig.

Aber du hast deutliche Worte gebraucht. Und anscheinend hat's ja auch geholfen und das freut mich sehr.

Alles Gute und verbring erstmal eine unbeschwerte Zeit mit deiner Tochter. Ist Urlaub geplant?


Vielen, vielen Dank für eure ehrlichen Antworten und Ratschläge. Es ist, als ob ich gerade aus einem Albtraum aufwache. Ich bin selbst so fassungslos, wie es dazu kommen konnte. Bitte verurteilt mich nicht. Ich bin nun wach.

Vielen Dank, ihr habt mir sehr geholfen!
 
  • #33
Liebe FS

Ich hoffe sehr, Du bist nun erwacht aus diesem Alptraum und hast bereits Konsequenzen gezogen.

Dein Verhalten beim "Streiten" (ein emotional gewalttätiger Mensch kann ganz allein "mit sich selber" streiten!) erinnert mich sehr an meines damals.

Er nahm auch nie nur die geringste Rücksicht auf die Anwesenheit unserer Kleinen.

Schon von daher wusste ich, dass ich nicht nur mir, sondern vor allem auch ihr das nicht mehr länger zumuten durfte.

Als ich dann noch realisierte, dass mein bis anhin eigentlich sehr gesundes Selbstbewusstsein auf dem Nullpunkt angekommen war, zog ich die Konsequenzen.

Handle darum JETZT. Sei stark - und sei überrascht, wie befreit Du Dich danach fühlen wirst.

P.S. google mal nach emotionaler oder verbaler oder psychischer Gewalt.
 
  • #34
Hallo liebe Rat- Gebende,
es ist vollbracht. Ich habe mich kurz nach meinem letzten Beitrag auf Auto- und Wohnungssuche gemacht. Es war nicht leicht aber schlussendlich habe ich ein bezahlbares Auto sowie eine gemütliche kleine Wohnung für meine Tochter und mich gefunden. Am Montag habe ich die Zusage für die Wohnung erhalten - im Oktober können wir einziehen. Das waren Schritt 1 und 2.

Gestern habe ich mich dann von meinem Freund getrennt. Eigentlich war es einvernehmlich. Ich hatte diesen Schritt ursprünglich fürs kommende Wochenende geplant, da meine Tochter dann bei Ihrem Papa ist. Es hat sich jedoch gestern einfach so ergeben. Ein Wort ergab das nächste und eine halbe Stunde später waren wir uns einig - wir müssen uns trennen. Wir waren weder laut noch vorwurfsvoll.

Die Kündigung für die Wohnung habe ich schon geschrieben. Die müssen wir noch beide unterzeichnen und dann ab die Post.

Ich fühle mich seltsam. Wir haben gestern das erste mal seit Monaten vernünftig und respektvoll miteinander geredet. Ich bin sehr erleichtert und mein Freund scheint dies zu teilen. Ausgezogen ist er noch nicht. Ich müsste froh sein über diesen Ausgang. Bin ich einerseits auch. Andererseits... freuen kann ich mich nicht. Ich habe auch immer wieder geweint seit gestern. Ich fühle mich so leer.

Ist das richtig so? Warum trauere ich jetzt? Ich weiß, dass alles richtig und gut so ist. Und ohne Streit auseinander zu gehen ist doch etwas gutes. Ich will auf gar keinen Fall diese Beziehung zurück bzw. einen Rückzieher machen. Aber warum ist mein Herz so schwer?

Viele Grüße
 
  • #35
Zum ersten Mal seit langem habt ihr ein ruhiges Gespräch geführt - da sind sich zwei erwachsene Menschen gegenübergetreten. Vielleicht ruft sein aktuelles Verhalten Erinnerungen an die guten Anfänge eurer Beziehung wach, du trauerst sicherlich auch über das Scheitern einer schönen Idee von Partnerschaft.
Lange 1,5 Jahre hast du versucht, eine Beziehung zu retten, die von außen gesehen unglücklich ist, was dich jedoch an ihn gebunden hat und jetzt mit Trauer erfüllt, kann in seiner psychologischen Komplexität wahrscheinlich niemand richtig erfassen. Wenn du die Texte auf der Webseite "re-empowerment" gelesen haben solltest, weißt du allerdings um die Notwendigkeit, dich aus den emotionalen Verstrickungen zu lösen. Dein Ex würde bei Wiederaufnahme der Beziehung - und damit in der Nähe zu dir - höchstwahscheinlich wieder zu diesem explosiven Gemisch mutieren, das dir deinen Seelenfrieden und dein Selbstwertgefühl raubt. Leider habe ich ähnliches wie du erfahren und ahne ein wenig, wie viel Kraft du aufbringen musstest. In all dem Schmerz und der Leere wird sich bald wieder Lebensfreude zeigen, nämlich dann, wenn der Absprung geschafft ist. Und: Ja, du schaffst das - Glückwunsch! Versuch auch - mit genügend Abstand - ansatzweise zu verstehen - warum du dich auf diesen Mann eingelassen hattest.
 
  • #36

Liebe Claudia,

ich denke, Du trauerst nicht direkt ihm hinterher, sondern einer (fiktiv) schönen Zeit. Einem Traum, den Du völlig zu Recht träumen darfst!

Lenke Deine Trauer-Energie gezielt in Richtung Hoffnung! Hoffnung, dass es ab heute jeden Tag leichter werden wird für Dich! Hoffnung, dass Du einen liebevollen Partner für Dich finden wirst! Hoffnung, dass auch Dein Lebens- und Liebes-Traum wahr werden kann!

Und durch eine Trauer eine Zeit lang direkt hindurch zu gehen und zu erleben, dass man irgendwann gestärkt daraus hervor tritt, ist auch etwas Schönes!

Viel Kraft Dir! : - )
 
  • #37
Liebe Claudia,

Trauer ist menschlich.
Verurteile Dich nicht dafür, lass sie zu.

Es gab gute Zeiten, es gab schöne Momente, und vor allem, es ist ein Traum, der geplatzt ist.
Schließlich sollte es sich ganz anders werden?
Die Realität, das Ende, selbst wenn einvernehmlich, ist nicht das, was Du beabsichtigt hattest, dass macht auch traurig.
Lass alle Gefühle zu, von Trauer, Wut, etc.
Und sei auch stolz auf Dich.

Konsequenzen ziehen kann nicht jede/r. Einsicht zeigen, Reflektion auch nicht.

Dir weiterhin viel Kraft, und eine gute Zeit.
 
  • #38
@yelllow bee & Lionne69 vielen Dank für eure lieben Worte. Sie helfen zu verstehen... Ich dachte vor der Trennung immer, wie schön es sein muss, wenn ich diese kraftraubende Beziehung beendet habe. Ich fieberte sogar diesem Tag entgegen, an dem ich es beenden wollte. Da er mir soviel Geld schuldete wollte ich mich nicht sofort nach meinem Anfangs Post trennen. Dann, nach Wochen hat er mir endlich mein Geld zurück gezahlt. Check, Wohnung und Auto Check.

Bahnfrei für die Trennung! Die erhoffte Freude darüber blieb aus.
Ich werde mir eure Ratschläge mit der Trauer umzugehen zu Herzen nehmen. Heute Morgen kommt es mir auch irgendwie makaber vor, sich über das Ende einer Partnerschaft zu freuen.

Er für seinen Teil wohnt noch mit mir zusammen. Es dauert noch ein paar Tage bis er wieder in sein Elternhaus zurück kann. Wir gehen ganz normal miteinander um. Mit dem Unterschied, dass wir kein Paar mehr sind.
Mir kommen ab und zu die tränen hoch aber vor ihm weine ich nicht. Er für seinen Teil wirkt unheimlich fröhlich und unbeschwert. Er ist glaub ich nicht traurig.
Es wird hoffentlich besser, wenn er ausgezogen ist.

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  • #39
Ich müsste froh sein über diesen Ausgang. Bin ich einerseits auch. Andererseits... freuen kann ich mich nicht. Ich habe auch immer wieder geweint seit gestern. Ich fühle mich so leer.
Liebe FS, ich habe seit deinem ersten Beitrag still mitgelesen. Nun möchte ich dir auch noch etwas Trost mitgeben. Das du nun keine Freudentänze aufführst ist völlig normal. Schließlich hat euch ja irgendwann auch etwas verbunden. Und so eine Trennung ist nunmal auch kein Grund zur Freude. Man läßt alles nochmal Revue passieren, und da waren sicherlich auch schöne Zeiten dabei. Meistens tritt dann die Trauer in den Vordergrund und man vergisst dabei, warum man sich eigentlich getrennt hat. Ich denke das ist ein ganz normaler Prozess.
Ich wünsch dir alles Gute.
 
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