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  • #31
Einen obligatorischen Test, für den die Kosten aber selbst zu tragen sind, wird man denke ich kaum durchsetzen können.

Auch sehe ich es wie @Valmont - nach Auffliegen einer "Kuckucksvaterschaft" wird in vielen Fällen Vater Staat für das Kind mit aufkommen müssen, da die Ehe zerbricht und der biologische Erzeuger nicht bekannt/auffindbar/zahlungsfähig ist. Schon deshalb dürfte sich aufseiten des Gesetzgebers das Interesse an verpflichtenden Vaterschaftstests in Grenzen halten. "Das Kindeswohl steht im Vordergrund", oder mit anderen Worten: Hauptsache, irgendwer zahlt; nach Möglichkeit nicht der Staat. Anders kann ich mir SOLCHE Gesetze wirklich nicht erklären:
Wenn es sich nicht geändert hat, ist der gesetzliche Vater der Ehemann zb auch dann, wenn man noch nicht geschieden ist und von einem neuen Partner bekanntermassen ein Kind bekommt.

Ich glaube also nicht daran, dass verpflichtende Tests jemals kommen werden. Theoretisch wäre es aber eine gute Sache, finde ich. "Nur" 2 oder 3% aller Kinder - hochgerechnet wären das in Deutschland immerhin 1.6 Mio. bzw. 2.4 Mio., denen das Wissen um die eigene Abstammung vorenthalten wird, plus jeweils (falls noch am Leben) ein "Vater"/Erzeuger-Paar als Geschädigte bzw. zu Unrecht aus der Verantwortung entlassene.

Es mag sein, dass im fortgeschrittenen Lebensalter das Aufdecken solcher Lebenslügen oftmals mehr schadet als nützt. Da ist es dann vielleicht wirklich besser, die Mutter nimmt das Geheimnis mit ins Grab. Aber die älteren Generationen beträfe es ja auch nicht. Und durch Tests gleich nach der Geburt könnten solche Konstellationen gar nicht erst entstehen.

Ideologische Einwände in Sachen Frauenbild kann ich nicht recht nachvollziehen. Es ist nunmal Fakt, dass die Vaterschaft ohne Test nicht eindeutig ist. Warum muss das so emotional aufgeladen und von "Generalverdacht gegen Frauen" gesprochen werden? Wenn der Schuh nicht passt, muss ich ihn mir nicht anziehen. Wer ein reines Gewissen hat, könnte so einen Test einfach als Formsache behandeln, statt sich von der Annahme, dass manche(!) Frauen fremdgehen, persönlich angegriffen zu fühlen.

Viele Frauen scheinen aber a) grundsätzlich alles auf sich zu beziehen und b) überall Diskriminierung zu wittern.

Und dann gibt es wohl auch manche Exemplare, die es genießen, beim Thema "Vaterschaft" mal am längeren Hebel zu sitzen. Es gab hier vor Jahren schon einen Thread zu dem Thema. Bei manchen Aussagen von Geschlechtsgenossinnen fiel mir da echt die Kinnlade runter. Eine Foristin argumentierte z.B. in etwa so: "Also WIR haben ja die Schmerzen bei der Geburt, ruinieren uns die Figur und müssen stillen; da ist es nur fair, dass IHR keine Gewissheit habt, ob es wirklich euer Kind ist!" Damals gab es die schicken Smileys noch nicht; die höhnisch rausgestreckte Zunge musste man sich dazudenken.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #32
Und durch Tests gleich nach der Geburt könnten solche Konstellationen gar nicht erst entstehen.
Naja dann muss eben ein potentieller Vater so einen Test gleich nach der Geburt machen lassen. Diese Möglichkeit besteht doch.
Wo ist eigentlich das Problem?
Er muss halt den offiziellen Weg beschreiten und das beantragen, anstatt dass er heimlich die DNA des Kindes und der Mutter klaut, um es heimlich analysieren zu lassen. Das ist eben nun mal nach dem Gendiagnostikgesetz verboten. Ich würde sagen zu Recht.
Wenn die Mutter die Einverständnis nicht geben will, dann kann ein Gericht das anordnen.

Ich sehe jetzt nicht, wo der Vorteil sein soll, dass der Test gleich nach der Geburt automatisch gemacht würde, gegenüber einer Anfechtung der Vaterschaft des potentiellen Vaters gleich nach der Geburt. Wozu er übrigens zwei Jahre nach Kenntnisnahme der potentiellen Vaterschaft Zeit hat.
Wäre halt bequemer für die notorischen Anzweifler, die es sicher auch zu Hauf gibt, obwohl sie die tatsächlichen Väter sind.
 
  • #33
Korrekt, das recht des Kindes. Du kannst ja mal versuchen überprüfen zu lasse, ob Dein Vater Dein Vater ist. Da werden Deine Eltern aber begeistert sein.
Die gesetzlichen Vertreter des Kindes sind die Eltern.
Mangels Geschäftsfähigkeit des Kindes sind Eltern in der Pflicht, alles dafür zu tun, daß das Kind die eigene wirkliche biologische Abstammung kennen kann.

Warum nur wird Müttern hier ein gesondertes Widerspruchsrecht eingeräumt.? Wenn die Mutter dem Test widerspricht, bleibt dem zum Vater erklärten Mann nur der Weg zum Gericht, und dort ist man ja - wie es so schön heißt - in Gottes Hand - Ausgang ungewiß.

Bin schon wieder ratlos - wieso soll diese Widerspruchsmöglichkeit für die Erlangung der Kenntnis der biologischen Abstammung für die Kinder gut sein?

mMenschÜ50 (der
1. geschieden mit seinen beiden Kindern zusammen lebt und
2, keinerlei
sozialer Feigling, der den Konflikt mit der Partnerin nicht selber führen
ist und
3. @Vikky für ihre seherische, jedoch fehlleitende Gabe bezüglich meiner Person bewundert)
 
  • #34
Hmmmm , vielleicht wird das Ganze ja demnächst geklärt - vom Europ. Gerichtshof.
Eigentlich sind 2 Personen betroffen - Vater und Kind.
Da ja der Vater ebenfalls ein Sorgerecht haben würde, könnte er eigentlich für das Kind zustimmen. Die Mutter ist gar nicht involviert. Ihre DNA ist nicht nötig für den Vaterschaftstest. Sie wird also keine Probe abgeben müssen und wird daher - eigentlich - auch nicht gefragt.

Wie immer geht es hier ums Geld. Wobei ich als Steuerzahler auch keine Lust habe, für Kinder zu bezahlen, die maximal eine fragwürdige Zukunft haben. Schade, dass nicht immer so aufs Geld geachtet wird. Viele unnütze und bescheuerte, aber megateure "Projekte", Beratungsaufträge und Ähnliches müssten nicht bezahlt werden. Und ganz einfach - da Frau von der Leyen ein Beratungsunternehmen benötigt um herauszufinden, dass ein Gewehr schiessen können muss, sollte sie ohne Pension wegen erwiesener Unfähigkeit auf dem Gut ihres Mannes Schweine füttern .....vielleicht kann sie das nach Einweisung.
 
  • #35
Ich finde es ehrlich keine Frage für dieses Forum

Vielleicht bin ich noch nie damit konfrontiert worden, ich kenne niemanden der in der Situation war.
Und deshalb bin ich da gesetzlich nicht bewandert

Klar wäre es ein Automatismus, Test bei jeder Geburt, dann wäre es so.
Dann wäre es auch kein Misstrauensvotum etc

Nur warum das nicht gesetzlich ist, kann ein Forum ohne Juristen kaum beantworten
 
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