• #31
Aber genau da liegt doch der Hase im Pfeffer!
Dass man sich anfangs nicht sicher sein kann, das ist doch (fast) jedem klar. Aber wieso beginnt man dann eine Beziehung mit der Exit - Option?

Wieso sagt man nicht einfach (wenn man das Bedürfnis danach hat), dass man sich nicht sicher ist, ob man mit der Person eine Beziehung will, deshalb eine lange Kennenlernphase vonnöten ist, und bittet um Verständnis? Kein Mensch der Welt reißt einem dafür den Kopf ab?

Aber nein, stattdessen wird die Beziehung begonnen, OBWOHL man sich noch gar nicht sicher ist, und es wird gehandelt und gelebt, als könne der andere mit einem rechnen, obwohl es jederzeit heißen kann „April, April“! Das finde ich wirklich sehr unredlich, ja regelrecht ganovenartig.

So macht man andere Menschen sehr unglücklich.

Ich hab das einmal erlebt, als Ausnahme in meiner Beziehungshistorie. Alle anderen Männer bisher waren nicht so unterwegs und haben relativ früh klar gemacht, wo die Reise hingeht.

Und natürlich ist auch klar, dass es in einer Beziehung niemals eine Garantie gibt, aber das ist ja hier nicht der Punkt.

Mein Vorschlag an die Menschheit (wenn man so will): die Kennenlernphase sollte doch einer Beziehung vorgelagert werden und nicht IN einer Beziehung stattfinden.

Ich denke, dass jedenfalls die mir bekannten Leute davon ausgehen, dass es nicht sicher ist in den ersten Monaten. Da ist für mich auch nichts gelogen; solange man verliebt ist. Und ob man das nun Beziehung nennt oder kennenlernphase ist doch im Endeffekt egal? Weh tut es dann nicht mehr oder weniger, wenn einer keine weitergehenden Gefühle entwickelt. Abgesehen davon, dass es viele gleich ganz verschrecken würde, wenn der andere mit „ich bin mir nicht sicher, ob ich dich mal heiraten will“ anfängt. Das ist doch logisch.
 
  • #32
Dann kann man zusammenfassen: Ein Mann der kein Beziehung will, der will keine Beziehung. Ein Mann der eine Beziehung will, ist sich aber seiner Gefühle nicht sicher.
Ja, und ich finde richtig, wenn Frauen das auch so handhaben und nicht nach 2 Wochen denken, es sei der Richtige. Ich glaube aber auch nicht, dass Frauen so ticken. Wir hatten hier auch schon Threads, wo Frauen die ganze Sache beenden wollten, nachdem z.B. rauskam, dass zu viel Kontakt zur Ex da ist oder der Mann Schulden hat und nicht mit Geld umgehen kann.

Man muss sich erst ein bisschen kennenlernen. Hier gibt es so viele, viele Leute im Forum, die behaupten, Liebe auf den ersten Blick gäbe es nicht. Die bräuchten doch auch erst ne Weile, um zu merken, ob sich da was bei ihnen entwickelt und die erste Verknalltheit der Auftakt zu einer Beziehung war oder nicht.
 
  • #33
Und ob man das nun Beziehung nennt oder kennenlernphase ist doch im Endeffekt egal?

Es ist eben NICHT egal, genau darum geht es doch hier. Wenn es egal wäre, würden doch nicht immer wieder solche Fragen und Probleme hier auftauchen. Es geht eben genau darum, dass es doch eine klare, definitorische Abgrenzung zwischen „Kennenlernphase“ und „Beziehung“ geben sollte, damit nicht bei Abbruch desselbigen ein so großer Herzschmerz entsteht. DAS finde ich eigentlich logisch.

Wenn ich also davon ausgehe, mit jemandem eine Beziehung zu haben, er mir das auch ausdrücklich so sagt und sich so verhält, dann fängt man doch gewöhnlich an, gemeinsam Pläne zu schmieden, gemeinsam Dinge anzuschaffen, gemeinsame Unternehmungen zu machen, die man nicht mit jedem machen würde, nicht zuletzt baut man eine ganz andere emotionale sowie intime Bindung zum anderen auf, als wenn man wüsste, dass sich der andere noch gar nicht sicher ist. Dann fährt man doch normalerweise selber einen Gang zurück und steht auf der Bremse.

Dies alles wird doch in dem Augenblick komplett abgeschnitten, in dem er mir sagt, dass er sich trennen will, weil noch nicht sicher. In dem Moment versteht man doch die Welt nicht mehr!

Wenn es so glasglar wäre, und für jeden gleich, gäbe es doch diesen riesen Schmerz der Trennung nicht mehr, dieses Gefühl, plötzlich aus heiterem Himmel ist alles zu Ende und dass man wieder am Anfang steht. Quasi dieses „Kommando-zurück“- Gefühl.
Dies könnte man verhindern, wenn man die Kennenlern-/ Anbahnungsphase sein ließe, was sie ist, und erst danach eine Beziehung beginnt.
 
  • #34
Man muss sich erst ein bisschen kennenlernen. Hier gibt es so viele, viele Leute im Forum, die behaupten, Liebe auf den ersten Blick gäbe es nicht. Die bräuchten doch auch erst ne Weile, um zu merken, ob sich da was bei ihnen entwickelt und die erste Verknalltheit der Auftakt zu einer Beziehung war oder nicht.
Das kann ich nachvollziehen.
Aber nun die elementarste Frage: Wie kann Frau das unterschieden?
1. Mann ist verliebt und entliebt sich nach ein paar Monaten.
2. Mann ist mäßig begeistert, versucht es aber trotzdem. Dennoch
reichen die Gefühle nicht.
3. Mann tut nur so als ob er verliebt wäre.

Ich würde, denke ich momentan, lieber die Nr1. vorziehen.
Hier muss ich @realwoman zustimmen. Bei DER Frau, egal ob es nun ein Schwarm, eine Ex oder eben die besondere Frau ist, wissen es Männer recht schnell.
Das sin die Frauen, für die der Mann alles stehen und liegen lässt, die Scheidung einreicht, die Familie verlässt, in ein anderes Land zieht. Die Frau muss nur ihre Bereitschaft zeigen. Mehr nicht.
 
  • #35

Ich denke das Beste was du jetzt tun kannst ist deine Aufmerksamkeit auf dich selbst zu richten. Was tut dir gut? Gibt es neue Hobbies die du anfangen könntest? Vielleicht etwas, das du schon lange mal ausprobieren wolltest? Oder Freunde, die du lange nicht mehr gesehen hast?

Auch wenn es verlockend ist, es hilft leider wenig sich den Kopf darüber zu zerbrechen, warum es so kam wie es kam. Wirklich relevant ist das auch nicht mehr. Lenke deine Aufmerksamkeit bewusst darauf, wie du dein Hier-Und-Jetzt nach deinem Geschmack gestalten kannst und es finden sich neue Dinge, die den Trennungsschmerz schwächen und bald ganz verdrängen.
 
  • #36
Aber nun die elementarste Frage: Wie kann Frau das unterschieden?
1. Mann ist verliebt und entliebt sich nach ein paar Monaten.
2. Mann ist mäßig begeistert, versucht es aber trotzdem. Dennoch
reichen die Gefühle nicht.
3. Mann tut nur so als ob er verliebt wäre.
WARUM soll sie das denn unterscheiden? Sowas habe ich bei meine Partnerinnen bisher auch nie gemacht.

Man soll einfach dem Partner die Zeit lassen, die er braucht, kann ihn danach an seinen Taten messen unnd ggf. irgendwann mal fragen (z.B. wg. Zusammenziehen od weiteres ) und nicht schon nach 2-3 Monaten anfangen zu nerven und zu klammern.
Einfach mal ein bisschen leben und die Zusammenkünfte geniessen.
 
  • #37
Aber nun die elementarste Frage: Wie kann Frau das unterschieden?
1. Mann ist verliebt und entliebt sich nach ein paar Monaten.
2. Mann ist mäßig begeistert, versucht es aber trotzdem. Dennoch
reichen die Gefühle nicht.
3. Mann tut nur so als ob er verliebt wäre.
Bei 1. würde ich hoffen, dass der Frau das ähnlich geht, also beide ein gleiches Annäherungs- und Begeisterungstempo haben. Aber das ist nicht mal eine Frage, ob einer nur so tut oder nicht. Ich denke, Menschen haben auch von Natur aus unterschiedliche Geschwindigkeiten bei "Verlieben, Begeistern, Sich-sicher-Fühlen, ...) Man kann sich total schnell verlieben oder sogar lieben, aber muss wissen, dass die Prüfung, ob man mit dem Menschen zusammensein will, eine Weile dauert. Finde ich auch gut, wenn Frauen das so tun. Vielleicht fällt es vielen schwerer, weil sie, wenn sie mit dem Mann Sex haben, sich ganz anders verbunden fühlen? Männer haben auch Bindungshormone im Blut nach dem Sex, aber trotzdem denke ich, dass es mehr Frauen sind, die dadurch Verbindlichkeit empfinden, als Männer.
2. ist Mist. Wie soll eine Frau wissen, WANN der Mann begeistert ist? Vielleicht ist er nur leidenschaftslos oder - wird auch gern genommen: Kann es nicht so zeigen.
3. Wie entlarven sich solche Typen? Weiß ich auch nicht. Es gibt welche, die sich total gut verstellen können. Wenn 2. sich nicht verstellt, merkt die Frau es vielleicht doch daran, dass er anderen Frauen hinterherguckt, Termine schon mal verschiebt, allgemein gleichgültiger wirkt, aber wenn einer so tut, als sei er verliebt? Ich denke, der 3. Fall müsste ja einen Vorteil haben, weswegen er Verliebtheit vortäuscht. Wenn es Geld ist, merkt man es ja recht bald, weil man angepumpt wird. Aber wenn er nur nicht allein sein kann und eher 2. ist, finde ich es wirklich kaum machbar, es zu erkennen.
Bei DER Frau, egal ob es nun ein Schwarm, eine Ex oder eben die besondere Frau ist, wissen es Männer recht schnell.
Ja, aber man darf nicht denken, dass jeder Mann so tickt. Sonst ist das so ein Grund, sich selbst abzuwerten, wenn man selbst die Frau nicht ist.
Es gibt Männer, die wollen keine Beziehung, egal, ob ihnen die Superfrau begegnet oder nicht. Die müssen dann erstmal in eine Lebensphase kommen, wo wieder Bez. gewünscht wird.
Es gibt auch Männer, für die jede Frau besonders ist, die sie als Partnerin wollen und gewinnen, weil sie nicht allein sein wollen und dann eben die Gesellschaft einer netten Frau schätzen. Da gibt es keine "DIE Frau".
Manchmal ist es ja so, dass die Nachfolgefrau auf einmal geheiratet wird und er Kinder mit ihr will, obwohl es vorher abgelehnt wurde. Da denke ich, dass die vorige Beziehung der Wegbereiter war für das, was aber nicht heißt, dass die Vorfrau zum Üben benutzt wurde, sondern es eher Unsicherheit und Entziehen auf der einen Seite und ungewollter Druck auf der anderen Seite im Zusammenspiel waren.
 
  • #38
Ich bin an diesem Abend am Überlegen, das etwas an der Theorie nicht stimmt. Nun glaube ich zu wissen, was den Menschen das Herz bricht.
Es ist die eigene Hoffnung.

Bsp.: Die Frau, die in den Mann verliebt ist, mit ihm schläft und sich ausgenutzt fühlt. Das Äquivalent: Der Mann, der die Frau ausführt und sich ausgenutzt fühlt, wenn nichts läuft. Oder der Mann der eine Schulter zum heulen her gibt und sich beklagt, das nichts läuft.

Ja, klar- Man sollte jeden ausführen oder mit jemanden schlafen, wenn man es für richtig hält. Tatsache ist aber, das jeder verliebte Mensch versucht seinem Partner zu zeigen wie sehr er ihn liebt und vertraut. Das bringt mich zur nächsten Schlussfolgerung: Mit Liebe kann man keinen anstecken.

Um zum Thema zurück zu kehren: Die FS ist verletzt, weil sie Verbindlichkeit gezeigt hat und er sie abgelehnt hat.
Besser wäre, sie wäre emotional distanziert. Dann würde sie jetzt nicht leiden.
 
  • #39
Frauen, die eher wie Männer sind; und Männer, die eher wie Frauen Sex erst haben, wenn sie den anderen wirklich gut finden

Vielleicht hilft ja auch die „weibliche“ Begründung: bei uns Männern ist es genetisch verankert, möglichst breit und oft Sex zu haben, damit wir unsere Gene breit streuen. Dazu kommen die Hormone, wir können uns nicht dagegen wehren.

Frauen haben dagegen von Natur aus die Aufgabe, sich die passenden Männer auszusuchen, mit denen sie sich fortpflanzen, weil sie das weniger oft können. Im Grunde haben Frauen, die sich dann einen nicht dauerhaft tauglichen Mann aussuchen, versagt, auch wenn heute Verhütung das meist folgenlos macht. Vermutlich sind sie eher über sich selbst sauer, weil sie nicht in der Lage sind, richtig auszuwählen.
(Nicht völlig ernst gemeint, aber vielleicht ist doch ein Körnchen Wahrheit daran)
 
  • #40
Das kann ich nachvollziehen.
Aber nun die elementarste Frage: Wie kann Frau das unterschieden?

Elementare Antwort: gar nicht, Du vergisst mindestens eine Nummer vier: Beziehung hält längerfristig. Unterscheiden kann das am Anfang niemand. Auch der Mann nicht. Wer zeigt denn am Anfang einer Beziehung nicht die beste Seite? Welche Frau weiß denn ernsthaft nach einer halben Stunde, dass eine Beziehung dauerhaft funktionieren wird? Gibt irgendeine Frau nach dem ersten Sex nach drei Treffen wirklich eine Garantie ab?
Was soll denn DIE Frau sein? Wie oft sind denn Beziehungen mit diesem Anfangseindruck trotzdem nach Monaten, Jahren oder Jahrzehnten gescheitert und andere halten dauerhaft?

Wer authentisch und übereinstimmend mit den eigenen Werten handelt, geht diesem Dilemma aus dem Weg. Letztlich kann man, wie oft im Leben, nur auf sich schauen, weil man letztlich auch nur selbst mit den Folgen weiter durchs Leben läuft. Und wenn eine Frau Sex „einfach weil sie Lust darauf hat“ nicht haben möchte, dann sollte sie ihn eben nicht haben, statt anschließend Foren vollzujammern. Auch nicht, wenn Sie meint, damit einen Mann manipulieren und binden zu können. Das wird nämlich nur funktionieren, wenn der nicht authentisch ist und seinen Werten entsprechend handelt. Letztlich zum Schaden beider.

Wenn Frauen keine verantwortungsvollen Entscheidungen treffen können, sollte man über das Wahlrecht nochmal nachdenken...
 
  • #41
Ich denke, dass jedenfalls die mir bekannten Leute davon ausgehen, dass es nicht sicher ist in den ersten Monaten. Da ist für mich auch nichts gelogen; solange man verliebt ist. Und ob man das nun Beziehung nennt oder kennenlernphase ist doch im Endeffekt egal?

Ich gehe da konform .
Man ist verliebt, denkt sich, dass sich etwas entwickelt, startet in ein ernsthaftes Kennenlernen, man kann es auch Beziehung nennen. Partnerschaft wäre es für mich so früh nie, dafür muss aus der Verliebtheit mehr geworden sein und dafür braucht es Zeit.
Und leider ist oft die Feststellung, dass die Gefühle nicht trugen, sich nicht so entwickelten, zuviel Hoffen dabei war, dass im Alltag zuviele Divergenzen auftauchen.
Es kann auch passieren, dass man einem tollen, sympathischen Menschen begegnet, man sich wirklich wohlfühlt, und weil es sich gut und stimmig anfühlt, man hofft, dass sich auch die tieferen Gefühle entwickeln. Das kann manchmal klappen, manchmal nicht .
Bei die beiden Männer, die ich richtig liebte, war es Liebe auf den 3. Blick, als ich weiteres ausschloss. Dann war es erwartungsfrei, entspannt...Und die Schmetterlinge rauschten an.
Ich würde also auch heute einem Mann / mir die Chance geben, es sich entwickeln zu lassen.
Natürlich nicht unbegrenzt, aber ein paar Wochen?

Genügend ignorieren dann, dass die Gefühle gar nicht mehr da sind, man streitet sich, fühlt sich unwohl - danach stellt man in einem Forum die entsprechenden Fragen - meine Traumfrau / mein Traummann, aber...

Dass man in dieser Zeit auch intim (nicht nur Sex) miteinander wird, finde ich selbstverständlich, auch hier lernt man sich kennen.
Kennenlernen umfasst alle Sinne.

Ich entscheide, ob, wann und wie - einem Mann dann etwas vorzuwerfen, fände ich billig.

Und auch für mich war schon ein paar mal ein Kennenlernen / Beziehungsstart meinerseits nach dem ersten Mal Sex beendet, oder scheiterte dann an diesem Thema nach ein paar weiteren Versuchen. Manchmal passt es nicht, und manchmal findet sich kein Weg.
Intimität hat viele Facetten - und wie bei allen Bereichen des Kennenlernens kann es eben auch da nicht passen.
Es ist eine Mär, dass es 2 immer passend machen können.

Auch wenn ich mich da wieder mal nicht als "Richtige" Frau oute...Denn es gibt nur eine richtige Denkweise, wieder mal auch in diesen Thread.
Also für mich, in meinem Namen wurde da nicht gesprochen, auch wenn da wieder mal steht "alle Frauen" und ich fühle mich mit meiner Art mit Intimität umzugehen sehr wohl und ganz bei mir. Ganz und gar und gerne Frau.

W,49
 
  • #42
WARUM soll sie das denn unterscheiden? Sowas habe ich bei meine Partnerinnen bisher auch nie gemacht.

Man soll einfach dem Partner die Zeit lassen, die er braucht, kann ihn danach an seinen Taten messen unnd ggf. irgendwann mal fragen (z.B. wg. Zusammenziehen od weiteres ) und nicht schon nach 2-3 Monaten anfangen zu nerven und zu klammern.
Einfach mal ein bisschen leben und die Zusammenkünfte geniessen.
Wir reden nicht davon, den Tag festzulegen , ab wann eine Beziehung statt findet. Wir reden davon, dass die meisten Männer ihre wahren Absichten diesbezüglich der Frau nicht offenbaren (wollen). Ob es dir gefällt oder nicht-Frauen wollen Verbindlichkeit! Es lässt sich streiten warum, aber dass es so ist, werden weder Frauen noch Männer bestreiten. Es geht nicht um die Form des Zusammenseins, sondern darum , der Frau das Gefühl zu vermitteln, der Mann bekennt sich zu ihr. Das ist leider oft nicht der Fall. Mann geht Beziehung ein und lebt weiter, als ob er Single wäre bzw. sucht weiter. Mosert rum, dass sie Druck macht, aber genauso kann man fragen, was will er mit seiner Freiheit? Hängt ehe mit seinen Kumpels ab und hurt in der Gegend rum. Er hält es für legitim, dann soll er genauso der Frau Recht einzugestehen, eine Beziehung eingehen zu wollen. Männer sind mehr auf Frauen angewiesen, als andersrum, weil SIE diejenigen sind, die unter "Druck" stehen und weil sie mehr Schwierigkeiten haben, eine Frau zu finden, als andersrum. In diesem Fall muss mann einsehen, dass Beziehung nach Regeln der Frau laufen wird, weil ihre Vorstellung sie glücklich macht. Happy wife happy life. Stattdessen versuchen zahlreiche Männer, Frauen ihre Vorstellung aufzuzwingen . Resultat - eine unglückliche Frau und ein Mann, der dauernd Stress hat und bald flüchtet. Und nu? Was ist hier verrückter - weibliche Vorstellung, bei der BEIDE glücklich sind oder männliche Vorstellungen, wo jeder in der Höhle lebt?
 
  • #43
Man soll einfach dem Partner die Zeit lassen, die er braucht, kann ihn danach an seinen Taten messen unnd ggf. irgendwann mal fragen
Wenn du bisher nur Glück hattest ist es ja schön.
Ich habe aber keine Lust meine Lebenszeit an einen Mann zu verschwenden der nur tut als ob er verliebt wäre oder sich so gnädig zeigt, es zu versuchen obwohl er nicht hin und weg ist, um sich bespaßen oder überzeugen zu lassen.
Und an Taten kann man gar nichts messen. Wir lesen hier ja oft genug, wie romantisch und toll alles ist und der Mann sich wie in einer Beziehung verhält, aber eine Beziehung strikt ablehnt, wenn er gefragt wird.
 
  • #44
Er ist dann nach ner halben Stunde wieder zurückgekommen. Da hat er dann gesagt das er für mich keine wirklichen tiefen Gefühle für mich entwickeln konnte und er keine Zukunft für uns sieht.

Hallo @Nici10,

natürlich ist es traurig für dich, wie das gelaufen ist, doch immerhin weißt du nun Bescheid und er hält sich nicht noch ewige Zeiten halbherzig hin.

Er hat sich so verhalten, wie sich das viele Frauen wünschen, die nach einer Trennung nie eine Begründung oder Aussprache bekommen haben. Er kam extra zurück, um es dir zu sagen, weil er dich nicht länger im Ungewissen lassen wollte. Du solltest seine Gründe akzeptieren. Es hat eben nicht gepasst.

Falls du darüber nachdenkst, eine Freundschaft mit ihm einzugehen.
Das funktioniert zwischen Mann und Frau nur, wenn keiner der beiden in den jeweils anderen verliebt ist.

Siehe die Angelegenheit als eine Lernphase in deinem Leben. Plane jetzt erst einmal deine berufliche Zukunft und schaue nicht zurück. Du wirst noch andere Männer kennenlernen.
 
  • #45

Weil es sich offensichtlich lohnt, genau hinzuschauen. Als Frau habe ich nämlich schon den Anspruch, meinen potentiellen Partner vom Hocker zu reißen. Mäßige Begeisterung bemerk(t)e ich im Umkehrschluss sofort, so dass solche Kontakte erst gar nicht fortgesetzt wurden. Nachdem, was man hier so liest, hat mir diese Haltung offensichtlich sehr viel Drama erspart. Wer hat schon Lust, eine Notlösung zu sein? Frei nach dem Motto "Jetzt 'nehme' ich halt die. Schluss machen kann man dann immer noch, wenn was besseres kommt."

Man soll einfach dem Partner die Zeit lassen, die er braucht, kann ihn danach an seinen Taten messen und ggf. irgendwann mal fragen (z.B. wg. Zusammenziehen od weiteres ) und nicht schon nach 2-3 Monaten anfangen zu nerven und zu klammern.
Einfach mal ein bisschen leben und die Zusammenkünfte geniessen.

Auch wieder wahr. Das nennt sich dann m.E. Kennenlernphase. :)
 
  • #46
Vielleicht hilft ja auch die „weibliche“ Begründung: bei uns Männern ist es genetisch verankert, möglichst breit und oft Sex zu haben, damit wir unsere Gene breit streuen. Dazu kommen die Hormone, wir können uns nicht dagegen wehren.

Frauen haben dagegen von Natur aus die Aufgabe, sich die passenden Männer auszusuchen, mit denen sie sich fortpflanzen, weil sie das weniger oft können. Im Grunde haben Frauen, die sich dann einen nicht dauerhaft tauglichen Mann aussuchen, versagt, auch wenn heute Verhütung das meist folgenlos macht. Vermutlich sind sie eher über sich selbst sauer, weil sie nicht in der Lage sind, richtig auszuwählen.
(Nicht völlig ernst gemeint, aber vielleicht ist doch ein Körnchen Wahrheit daran)
Ja; wahrscheinlich ist da auch was dran :) ich kenne auch wirklich mehr Frauen, die sich in einen Mann verliebt haben nach dem Sex als Männer. Aber dafür können die Männer natürlich auch nichts. Und im Fall der FS ging es ja beiden um eine Beziehung und nicht nur um Sex. Manchmal stellt ja auch die Frau nach einer Weile fest, ne, irgendwas fehlt...
 
  • #47
Wir reden davon, dass die meisten Männer ihre wahren Absichten diesbezüglich der Frau nicht offenbaren (wollen).

Ich hatte nie konkrete Absichten, sondern wolte einfach das Zusammensein mit den Frauen geniessen. Und werde bis an mein Lebensende immer dafür kämpfen, bezoiehung so unverkarmpft wie möglich zu esta

Es versteht sich von selbst, dass man nur die (sexuelle) Exklusivität bekommt, die man auch selbst zu geben bereit ist.
 
  • #48
Tatsache ist aber, das jeder verliebte Mensch versucht seinem Partner zu zeigen wie sehr er ihn liebt und vertraut. Das bringt mich zur nächsten Schlussfolgerung: Mit Liebe kann man keinen anstecken.
Das ist knackig auf den Punkt gebracht. Aber der Abschnitt beinhaltet ja auch, dass man durch sein Zeigen seiner Gefühle was erwarten könnte.
Wenn man seine Gefühle zeigt und nicht darauf achtet, was vom anderen kommt (wenn er nicht Täuscher/in oder Strohfeuermann/frau ist, sondern einfach "mitnimmt"), dann ist man mit selbst dran schuld, dass man gibt und gibt und nichts erhält. Das ist für mich Blindheit gegenüber den Signalen anderer, denn die Signale sind ja da, wenn der andere nicht täuschen will.

Wenn man seine Gefühle zeigt durch Taten wie Einladungen oder Sexhaben, obwohl man das noch gar nicht richtig will, dann will man das, was Du so treffend beschrieben hast als "mit Liebe anstecken wollen": Leistung vorschießen in der Hoffnung, es käme eine Gegenleistung.
Die Frau, die in den Mann verliebt ist, mit ihm schläft und sich ausgenutzt fühlt. ...Der Mann, der die Frau ausführt und sich ausgenutzt fühlt, wenn nichts läuft. Oder der Mann der eine Schulter zum heulen her gibt und sich beklagt, das nichts läuft.
Zwei davon haben nicht begriffen, dass sie sich Liebe nicht verdienen können durch Zugeständnisse.
Die Frau im ersten Bsp. müsste lernen, dass sie dann Sex hat, wenn sie ihn will, und ihn nicht damit in Verbindung bringt, dass daraus eine Beziehung folgt. Sie hatte hoffentlich auch ihren Spaß und muss es dann als "nur den Spaß gehabt" verbuchen. Das ist eine schwere Sache, weil vielen Frauen erstmal ein bestimmtes Frauenbild beigebracht wird und dann auch, weil Frauen vielleicht wirklich durch die biologischen Gegebenheiten, dass Sex viel weitreichendere Folgen für sie haben kann, nur dann Sex wollen könnten, wenn es für sie "was Ernstes" ist.
Sex und Liebe trennen kann auch nicht jeder, denke ich. Aber insbesondere bei Leuten in jungen Jahren glaube ich, dass da noch viel mehr Frauen schneller verbindlich eine Beziehung wollen als Männer in dieser Altersspanne.
Der Mann, der Frauen ausführt und dafür Beziehung erwartet, müsste auf andere Eigenschaften der Frau achten, damit er auf sowas nicht reinfällt. Wenn sie nur gut aussehen und ihn bewundern muss, ist es leicht, ihn an der Nase rumzuführen.
Die "Schulter zum Ausweinen" ist für mich das Grusligste. Er tut, als sei er ein Freund, aber will sich über Mitgefühl anschleichen, den Macker machen, die Frau braucht er schwach, sonst weiß er nicht, wie er sie für sich gewinnen könnte, und eigentlich will er Sex. Das ist zu unterscheiden vom guten Kumpel, der seine Gefühle entdeckt. An den glaube ich persönlich aber nicht, auch wenn sich dadurch schöne Freundschaften ergeben, solange der Kumpel für sich behält, dass er an seine Freundin bei der Selbstbefriedigung denkt.
 
  • #49
Liebe alle
Bitte lasst doch die Geschlechtertheorien in dieser Sache im Schrank, wo sie hingehören in dieser Frage.
Ich hatte letztes Jahr eine Beziehung und habe sie nach vier Monaten beendet, ziemlich genau auf dieselbe Weise und mit denselben Begründungen, wie dieser Mann, den die FS beschreibt.
Ich wollte eine Beziehung mit ihm und dachte, ich würde mich langsam in ihn verlieben. Ich konnte noch nicht "ich liebe dich" aus vollstem Herzen sagen und habe es auch nicht gesagt, aber ich dachte, das würde noch kommen.
Meine Gefühle sind dann nicht gewachsen, sondern geschrumpft. Es tat und tut mir aufrichtig leid, dass ich mich da einerseits ganz drauf eingelassen und dann aber die Bremse gezogen habe. Ich weiss, dass ich ihm sehr viel bedeutete.
Damit das Ganze etwas verständlicher wird, unbewusst habe ich vielleicht unbedingt eine Beziehung gewollt, weil ich schon so lange Single war. Und habe meine Zweifel ausgeblendet, bis sie mich einholten.
Aber es lag nicht nur daran. Meine Gefühle sind nicht einfach magisch geschrumpft, sondern weil ich erst innerhalb dieser vier Monate entdeckte, dass mein neuer Freund Charakterzüge hat, mit denen ich im Alltag nicht klar kam.
 
  • #50
Das ist der Punkt. Du hast dich selber und auch ihn belogen weil du jemanden gewählt hast, der in dich verliebt war, dessen Gefühle du aber nicht erwidern konntest. Das erzeugt natürlich Druck und vielleicht auch Schuldgefühle, weil man sich durch die Liebe des Partners "überzeugen" lassen will, aber nichts passiert.

Manche können das aber auch 20 Jahre durchziehen, weil sie es ganz angenehm finden so geliebt zu werden, können das aber nicht in der Art erwidern.

Klar lieben manche Menschen mit der Zeit, aber oft war da schon eine Verliebtheit. Fehlt diese Verliebtheit, ist die Beziehung oft eher kühl und rational, was keineswegs schlechter sein muss.
Dennoch passiert das nicht so häufig, weswegen oft geraten wird es zu beenden, wenn der potentielle Partner auf Zeit spielt. Hätte die Fs das vorher gewusst, hätte sie das alles beenden oder tatsächlich langsamer angehen können. Hier wurde ihr die Entscheidung aber abgenommen.
 
  • #51
Mann, den die FS beschreibt.
Ich wollte eine Beziehung mit ihm und dachte, ich würde mich langsam in ihn verlieben. Ich konnte noch nicht "ich liebe dich" aus vollstem Herzen sagen und habe es auch nicht gesagt, aber ich dachte, das würde noch kommen.
Meine Gefühle sind d
Das ist eben der Punkt - du warst nicht verliebt, sondern wolltest eine Beziehung. Darum geht es doch. Bei dir kam dazu, dass er sich schlecht verhalten hat. Das ist wieder was anderes, als "die Gefühle reichen nicht". Es ist eben der Punkt, Leute wollen Beziehung, aber nicht den Menschen dazu. In jedem zweiten Tread lesen wir "es passt so gut". Sorry, man sucht sich doch keinen Hund aus, den man zurechttrainieren kann, bzw. der freut sich, wenn du nur da bist. Beziehung besteht nicht so sehr aus Passung , sondern aus Gefühlen zu dem Menschen, dann kann man auch vieles zurechtbiegen bzw. drüber sehen.
 
  • #52
weil Frauen vielleicht wirklich durch die biologischen Gegebenheiten, dass Sex viel weitreichendere Folgen für sie haben kann, nur dann Sex wollen könnten, wenn es für sie "was Ernstes" ist.

Es gibt Verhütungsmittel. Und wenn es für sie „was ernstes“ ist und sie nicht wirklich ernsthaft interessiert, ob für den Mann auch, dann ist das so irrelevant wie:

Sex und Liebe trennen kann auch nicht jeder, denke ich.

Im Grunde kann man doch in den ersten Wochen beiderseits nur von hormonvernebelter Verliebtheit sprechen. Dann müsste Frau die Hormone des Mannes auch akzeptieren. Oder eben auf Sex verzichten. Sorry, aber das ist eine nicht akzeptable faule Ausrede. Erst Sex haben, dann so tun, als sei Frau irregeführt und unbeteiligt gewesen. Das ist im 21. Jahrhundert lächerlich.
 
  • #53
n den ersten Wochen beiderseits nur von hormonvernebelter Verliebtheit sprechen.
Das mag sein. Man kennt die Person ja noch nicht richtig.
Aber ich z.B. verliebe mich nicht einfach so 2-3xim Jahr.

Sorry, aber das ist eine nicht akzeptable faule Ausrede. Erst Sex haben, dann so tun, als sei Frau irregeführt und unbeteiligt gewesen. Das ist im 21. Jahrhundert lächerlich.
Du solltest mal einsehen, das du die Gefühle einer Frau nicht auf die Emanzipation oder das Jahrhundert schieben kannst.
Ich möchte Sex, mit einem Mann der in mich verliebt ist und ernste Absichten hat. Wenn er nach z.B. einem Monat und ein paar mehr Dates merkt, das es nicht reicht- Ok. Schade, aber ich akzeptiere das. Wofür ich aber kein Verständnis habe ist, das er schon vorher nicht sonderlich begeistert war und dennoch meint, er müsste mit mir schlafen. Das würde ich nämlich auch nicht machen.
 
  • #54
Ach wat. :D Darum geht es doch nicht, es geht um sowas wie ein "biologisches Grundgefühl" und auch um gesellschaftliche Prägung, was eine Frau ist, die einfach ihre Sexgelüste auslebt. Das ist doch nicht schlagartig weg. Zumal Verhütungsmittel nie 100% Sicherheitsgarantie sind.

Dann müsste Frau die Hormone des Mannes auch akzeptieren.
Klar, nur denkt eben jeder, dass der andere genauso denkt wie er selbst. Der Mann freut sich über den guten Sex und überlegt vielleicht ein bisschen, ob er auch Lust auf Beziehung hat, die Frau denkt, jetzt startet eine Beziehung und hat dadurch richtig Lust auf Sex. Keine der Sichtweisen ist richtig oder falsch, also hat keiner recht oder nicht. Die Frau sollte sich klarmachen, dass der Mann vielleicht noch nicht die Hochzeitsglocken läuten hört, der Mann könnte sich klarmachen, dass die Frau durchaus was Ernstes will und falls er sich sicher ist, es nicht zu wollen, fair sein. Er hat einen Vorteil, wenn er täuscht, weil er bekommt, was er will, die Frau aber nicht. Das ist das Blöde. Und deswegen sieht es am Ende für die Frau auch so aus, wie es hier manchmal rüberkommt: Als hätte sie Sex nur zugelassen, um eine Beziehung zu kriegen. Klar gibt es sowas, aber ich denke, viele Frauen hatten überhaupt erst Spaß am Sex, weil sie dachten, der Mann steht total auf sie und will nicht nur ein bisschen Sex. Der Realismus, dass man sich erst richtig kennen muss, um festzustellen, ob man passt, bleibt dabei schon ein wenig auf der Strecke. Aber ich denke, es ist schon so: So eine Frau hat nur Spaß am Sex, weil sie denkt, es ist was Ernstes. Wäre gleich klar, dass alles noch auf dem Prüfstand ist, könnte sie sich nicht so gut hingeben. Deswegen:

Erst Sex haben, dann so tun, als sei Frau irregeführt und unbeteiligt gewesen. Das ist im 21. Jahrhundert lächerlich.
Ist vermutlich zu kurz gedacht, auch wenn ich es bislang ähnlich sah. Man kann einem anderen numal nicht die Gefühlswelt "zensieren".
 
  • #55
aber ich denke, viele Frauen hatten überhaupt erst Spaß am Sex, weil sie dachten, der Mann steht total auf sie und will nicht nur ein bisschen Sex. Der Realismus, dass man sich erst richtig kennen muss, um festzustellen, ob man passt, bleibt dabei schon ein wenig auf der Strecke.
Absolut! Total richtig auf den Punkt gebracht!
Außerdem vergessen viele Männer, das die Frau abspringen könnte, falls sie sagen würden: "Ich kenne dich nun ja schon etwas. Ich mag dich wirklich sehr. Für eine Beziehung reicht es aber nicht. Nicht böse sein. Ich kann nichts für meine Gefühle. Dennoch bist du eine attraktive Frau und ich würde gerne mit dir, natürlich ganz unverbindlich, schlafen."
Ja. Die Frau könnte in diesem Moment entscheiden. Doch wie wahrscheinlich ist es, das sie sich darauf einlässt, wenn sie schon verliebt und nicht einfach nur geil ist?
 
  • #56
Du solltest mal einsehen, das du die Gefühle einer Frau nicht auf die Emanzipation oder das Jahrhundert schieben kannst.
Ich möchte Sex, mit einem Mann der in mich verliebt ist und ernste Absichten hat.

Ich lebe in diesem Jahrhundert und ich erwarte von einem erwachsenen Menschen, eine verantwortliche Entscheidung treffen zu können. Wenn Du Sex nur mit einem Mann möchtest, der in Dich verliebt ist und der ernste Absichten hat, dann musst Du prüfen, ob Deine Bedingung für Dich erfüllt ist. Letztlich weiß der Mann das von Dir doch umgekehrt genauso wenig sicher.
 
  • #57
Ja. Die Frau könnte in diesem Moment entscheiden. Doch wie wahrscheinlich ist es, das sie sich darauf einlässt, wenn sie schon verliebt und nicht einfach nur geil ist?

Es ist vermutlich sinnlos, das weiter zu diskutieren.

Es gibt zwei Gruppen von Frauen. Die einen wollen nur Sex haben, wenn der Mann "ernsthaft" eine langfristige Beziehung verspricht, die sie selbst natürlich zu einem frühen Zeitpunkt nicht versprechen würden. Im Zweifel schlafen sie trotzdem mit einem Mann, weil sie aus "ich habe Sex, wenn ich eine ernsthafte Beziehung will" schließen "ich will eine ernsthafte Beziehung, wenn ich Sex habe" und fallen damit immer wieder mal auf die Nase. Natürlich ist daran der Mann schuld.
Die Vorstellung, dass es auch Frauen gibt, die Spaß am Sex haben und sogar die Initiative dazu ergreifen, ist bei denen völlig außerhalb des eigenen Weltbildes.

Die anderen lernen einen Mann kennen, haben im Laufe des Kennenlernens auch entspannt Sex, genießen den selbst und betrachten das als Teil des Kennenlernens auch von ihrer Seite. Welche Frau will schon einen Mann, der im Bett nichts taugt? Sie beenden das Kennenlernen, auch wenn der Sex nicht passt, ohne sich irgendwie ausgenutzt vorzukommen, weil sie ja selbst eine Entscheidung getroffen haben und vielleicht selbst Spaß hatten.

Rein praktisch ist mir das als Mann auch völlig egal. Ich hatte, das kann ich an dieser Stelle bedenkenlos postulieren, immer nur Sex, wenn die Initiative dazu am Anfang von der Frau ausging. Bei Frauen, bei denen keinerlei Interesse daran erkannbar war, habe ich das Kennenlernen dann abgebrochen. Bei allen anderen waren es mal die Frauen, mal ich, die gemerkt haben, dass es mit einer Beziehung nichts wird, wenn es denn so war. Mit diesem Vorgehen habe ich mir vermutlich im Leben eine Reihe von Problemfällen erspart.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #58
Die einen wollen nur Sex haben, wenn der Mann "ernsthaft" eine langfristige Beziehung verspricht, die sie selbst natürlich zu einem frühen Zeitpunkt nicht versprechen würden.
Was ist denn früh? was ist denn spät?
Und ja, ab dem Zeitpunkt, ab dem ich mir sicher bin, will ich erst mit dem Mann schlafen. Das ist sicher nicht das dritte oder vierte Date. Das ist eben nicht wahllos, was einigen Frauen hier gerne unterstellt wird.
Ich lerne einen Mann kennen, bin fasziniert und ganz und gar angezogen von seiner Art. Das passiert ganz, ganz selten. Dann lerne ich ihn kennen und er tut oder sagt Dinge, die mich abstoßen oder eben nicht. Dann prüfe ich, ob wir Gemeinsamkeiten haben, wo Differenzen sind und ob diese, falls vorhanden, überbrückbar sind.
Irgendwann ist das dann so weit ... und ich schlafe mit ihm. In der Regel dauert es nicht so lange, wie es sich anhört. Jedenfalls bin ich mir sehr sicher, das es was werden könnte... auch ohne das wir gleich heiraten.
 
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Es gibt einen Zeitraum dafür, den jeder für sich individuell entscheidet. Wenn beide Entscheidungen eine Schnittmenge haben, dann passt es für eine Beziehung oder ihren Beginn oder das Fortsetzen einer Kennenlernphase. Wenn nicht, dann eben nicht.

Und ja, ab dem Zeitpunkt, ab dem ich mir sicher bin, will ich erst mit dem Mann schlafen. Das ist sicher nicht das dritte oder vierte Date.

Damit schützt Du Dich vor Verletzungen und Du machst das völlig richtig. Aber dass Du Dir sicher bist, bedeutet nicht, dass der Mann sich sicher ist. Es besteht sogar keinerlei Zusammenhang. Wenn Du also Sex hast, wenn Du Dir sicher bist (und die Folgen einfach in Kauf nimmst), hast Du ein valides Kriterium, wenn Du Sex haben möchtest, wenn er sich sicher ist, kannst Du das nicht wirklich beurteilen. Wenn ich ein Auto nur kaufe, weil ich sicher bin, dass es 200.000 km lang hält, kann ich kein Auto kaufen. Du schaffst Dir ein (negatives) Dilemma - eine "richtige" Entscheidung kannst Du eigentlich nicht treffen, wenn Du ein nicht sicher beurteilbares Kriterium heranziehst.

Bei mir rein persönlich hatte ich bisher bei den meisten Beziehungen oder Beziehungsanbahnungen irgendwann bis zum fünften Date Sex und zwar nie von mir initiiert. Es könnte sein, dass sich das auch länger hinzieht, das hängt wiederum ab davon, ob sich das Kennenlernen irgendwie "verläuft" oder nicht oder wie die "Annäherung" ansonsten so verläuft. Ich muss da aber "theoretisieren", weil ich das in der Praxis nicht kenne.
Ich könnte (tue ich nicht) aus meinen Erfahrungen auch ableiten: "Eine Frau, die wirklich Interesse hat, strebt Sex spätestens nach ca. 5 Dates an". Wir beide würden also vielleicht ein Kennenlernen zu früh beenden, aber so, dass Du nicht verletzt wirst und das finde ich wichtig. Oder doch, weil ich das Kennenlernen beende, das Du für aussichtsreich hältst?

Ich habe hier ja auch schonmal geschrieben, die Erfahrung aus dem Forum zeigt, dass es Menschen gibt, denen Sex nicht so wichtig ist und die ihn deswegen nach einer Weile Beziehung komplett meiden. Es gibt unterschiedliche Vorlieben. Oder dass es die Erfahrung gibt, dass bei einer Seite sexuelle Probleme vorliegen, die dann in Konflikte stürzen, wenn man das erst nach Monaten merkt.

Dann ist es "zu spät". Bei mir beginnt "zu spät" grob ab einer Handvoll Dates (um das etwas zu konkretisieren). Auf der anderen Seite ist es wiederum "zu früh", wenn einer der beiden nicht damit klar kommt, Sex zu haben und dann doch keine Beziehung zu bekommen. "Zu früh" gibt es bei mir wiederum gar nicht. Ich habe nie Sex, wenn ich den nicht will und kann so selbst mit einem ONS wunderbar leben, auch wenn ich vielleicht hinterher bedaure, dass nicht "mehr" daraus wird. Ich nehme das einfach als Lebenserfahrung mit und wirklich "verschleißen" tut ja nichts dabei...
 
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