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Warum lassen sich so viele Menschen scheiden?

Illusion oder wirkliche reale Chance auf das zweisame Glück auf Dauer??? Ziemlich doof klingende Frage, jeder kann natürlich nur aus seiner Sicht sprechen... Sollte man den Nachkömmlingen das Ideal der Ehe und dauerhaften Partnerschaft nicht vermitteln? A la brave new world???
 
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Ganz einfach...
Beziehungen sind unter den heutigen Lebens-bzw. Rahmenbedingungen so frei gestaltbar, dass kein Zwang mehr auf ewiges Zusammensein besteht.
Menschen verändern sich im Lauf des Lebens, wirtschaftliche Sachzwänge nicht mehr entscheidend, etc., etc...
Das alles trägt zu einem hohen Scheidungsrisiko bei!
Und wer noch gern an das Märchen der wahren großen und unendlichen Liebe glauben möchte, der soll das tun!
 
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Ich möchte an die Realität der wahren , großen Liebe glauben - auch wenn ich nicht das Glück hatte sie zu bekommen.
 
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@1
Ich glaube an das Märchen, denn ich lebe und erlebe es.
Und die Eltern einer Freundin: Sie sind seit 60 (!) Jahren glücklich zusammen.
Was nicht heisst, dass sie sich nie streiten - im Gegenteil ...!

Und ein befreundetes Ehepaar - sie sind seit 30 Jahren in Liebe vereint.

Seltsam, dass diejenigen, die das selbst erleben, auch andere kennen, bei denen Partnerschaft gelingt. Und dass diejenigen, die nicht das Glück hatten und haben, zynisch sind.
 
wenn man KInder hat, muss man sich über die lebenslange Bindung zu dem Vater bewust sein und seine Verantwortung gegenüber dem Kind klar<sein und dieser nachkommen. Dies bedeutet eben auch seine eigenen Gefühle dem Vater gegenüber im Griff haben um einen optimalen Kontakt zwischen Kind und Vater zu gewährleisten. Das ist bei verletzten Gefühlen eine große Herausforderung, dass kannst du glauben. Auch sind viele Kompromisse nötig. Auch wenn man möglicher weise kein lebenslagens Ehepaar sein wird, lebenslages Elternpaar ist man auf alle Fälle. ALso sollte man sich den Vater vorher gut angucken, denn man ist ewig an ihn gebunden und muss auchn nach Trennungen noch an einem Tisch sitzen können und zusammen Geburtstage feiern und alles gemeinsam fürs Kind entscheiden. Da gehört viel dazu und die wenigsten bekommen das leider hin.
 
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Da die Scheidung nicht mehr gesellschaftlich geächtet ist, kann man sich trennen, ohne von der Umwelt schief angeschaut zu werden. Das ist einerseits angenehm, andererseits führt dies dazu, dass man nicht mehr um die Partnerschaft kämpft, sondern sich anderweitig umsieht. Ich finde das ehrlich gesagt sehr, sehr schade.
 
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Vor noch 30 Jahren, wäre es z. B. möglich gewesen, einen geschiedenen Bundeskanzler zu wählen oder zu haben!
#5 bringt es sehr gut auf den Punkt!
Trennung/Scheidung ist inzwischen als ganz "normal" zu sehen, also nichts Schlimmes!
Für mich nehme ich folgende Erkenntnis aus erlebter Erfahrung zu Grunde:
Wenn bestimmte emotionale und rationale Rahmenbedingungen in gegenseitiger Kompatibilität positiv zusammen passen und positiv zusammen wirken, dann sieht es gut aus. Und genau das fängt ausschließlich bei der Auswahl des Partners an.
Folgende Werte sind für mich auf Gegenseitigkeit ausschlaggebend:

Herzberührung
emotionale Intelligenz
Intelligenz
Aufrichtigkeit
Authentizität
Attraktivität
Gemeinsamkeit,
gemeinsame Hobbys entdecken und aktiv umsetzen
gemeinsame Freunde/Bekannten entdecken und aktiv pflegen
das "WIR" Gefühl in Partnerschaft leben und ausleben
Kommunikation, gute Gespräche führen
dem Partner zuhören
aktiv sein
an sich arbeiten, sich weiterentwickeln
füreinander dasein
miteinander das Leben leben
die Frau weiblich sein
der Mann männlich sein
Achtsamkeit
Zärtlichkeit
Erotik
Sex

ein liebevoller und respektvoller Umgang...LIEBE sollte stets von Herzen gelebt und gespürt werden...
das ist alles, nicht unbedingt viel, wenn man ernsthaft in einer harmonischen, einzigartigen und langlebigen Partnerschaft leben möchte, die Kunst, dem richtigen und passenden Partner dafür zu begegnen...
hier schreibt ein Realist m/42, der noch träumen kann und an die unendlich große Liebe glaubt!
 
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Eine Scheidung ist schnell über die Bühne, einfach, gesellschaftlich akzeptiert und vor allem für Frauen finanziell unheimlich attraktiv.

Warum sollte man sich da Mühe geben, wenn die erste Verliebtheit weg ist. Es gibt keinen gesellschaftlichen Zwang mehr zusammenzubleiben und durch das Arbeiten gehen kämen die meisten Frauen nie so schnell zu so viel Geld wie bei einer Scheidung.

Ich denke, man sollte der jungen Generation das Ideal von Ehe und lebenslanger Partnerschaft auf alle Fälle vermitteln. Der momentane Stand der gesellschaftlichen Entwicklung ist sehr unbefriedigend.
Dem männlichen Teil der jungen Generation sollte man aber zwei Dinge einimpfen. Zum einen, dass sich ein Mann so wie so um seine Kinder kümmern muss. Zum anderen dass ohne Ehevertrag gar nichts läuft.

m
 
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Hm... einerseits so eine gute Frage, andererseits sofort abwerten als "doofe Frage" durch Dich selbst. Keine Angst, ich werde Dich hier nicht abschiessen!

Weiss Du, ich (w 49) bin generell für die Vermittlung und das Leben des zweisamen Glücks auf Dauer. Natürlich kann auch bei diesem Modell schief gehen (auch bei der Generation unserer Eltern gab es Scheidungen). Aber wenn ich das zweisame Glück auf Dauer als Ziel setze ", versuche ich es mindestens. Die Generation unserer Eltern haben nicht schlimmer gehabt, als wir, trotz Abhängigkeiten, Ängste.... Sie haben Geduld gehabt, sie kannten den Wert "Verantwortung", sie praktizierten die "Zusammengehörigkeit", sie kannten den "Respekt", sie haben "Wertgelegt" auf was sie zusammen gebaut hatten......Das sind Werte, die mittlerweile am aussterben sind. Heutzutage sind die Ehepaare unabhängig von einander finanziell und sexuell. Dank der Sexindustrie sind die sexuelle Werte viel gewichtiger als die innere und zwischen menschliche Werte geworden.

Die Scheidung ist auch gesellschaftlich anerkannt. Der Mensch lebt irgendwie in einer Illusion, woanders geht es einfacher und besser. Weiss Du, die Menschen leben oberflächlicher und neigen dazu, zwischen dem Schlechter und dem Schlecht, das "Schlecht" zu wählen, weil sie das "Gute" nicht kennen, oder es nicht viele davon gibt.

Ich denke, dass die Spielregel des Zusammenlebens sind schwerer/komplizierter geworden. Und das erfordert eine hohe emotionale Intelligenz.

Wir sollten doch unseren Kindern das zweisame Glück auf Dauer vermitteln, was auch für uns eine Herausforderung ist bzw. wird. Ich glaube nicht, dass wir genau wie unsere Eltern leben werden. Wir haben Bewegungen/Revolutionen erlebt. Wir haben uns entwickelt gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich. Wenn wir uns bewusst machen und ein Ausgleich zwischen den sexuellen und inneren Werte finden, können etwas schönes und glückliches erleben. Weiss Du, etwas alt und neu (alte Werte mit neue Möglichkeiten). Es wird vielleicht schwer sein, aber nicht unmöglich.
 
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@ 8.
vielen Dank für Deinen Beitrag, er hat mir sehr gefallen. Was mich interessieren würde, wie dieses Leben zwischen Mann und Frau als Kombi von alten Werten und neuen Möglichkeiten aussehen könnte, Deiner Meinung nach?
 
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Hallo #9, bin #8

vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit. Also uns stehen zum Glück viele Möglichkeiten, die unserer Eltern nicht zur Verfügung standen z.B. Bildung, freies und unabhängiges Denken, über unsere Wünsche sprechen, unabhängiges Entscheidungstreffen, finanzielle Unabhängigkeit..... Aber ich habe den Eindruck, dass die Generation unserer Eltern mutiger durch das Leben gegangen sind, trotz viele Mängel und Probleme ihrer Zeit. Die haben bescheidener als wir gelebt (auch in sexueller Hinsicht), waren aber zufriedener und dankbarer als der moderne Mensch.

Uns ist durch Bildung gelungen, die Macht der Sprache zu entdecken. Wir sprechen über unsere Wünsche (auch sexuelle Vorlieben), diskutieren über unsere Rechte, haben mittlerweile viele wissenschaftlich, empirisch belegte Fachrichtungen und Einrichtungen (z.B. Erziehungs- und Eheberatungsstellen, Paartherapeuten...). Kurzum: WIR STEHEN NICHT ALLEIN DA. Der moderne Mensch hat aber trotzdem Angst vor "das Leben". Das Selbstbewusstsein (was angeblich unsere Eltern nicht hatten) geht heutzutage bis zur Selbstverar....(Entschuldige bitte für den Ausdruck). Heutzutage hört man meistens das "Neeh, nicht mit mir. oder "mein Gott, das ist mein Leben, er/sie muss damit klar kommen..." Also die Paare der alten Generation haben sich aufeinander eingestellt gelebt. Sie haben nach "Wirgefühl" gedacht und gelebt. Sie waren vielleicht nicht unglücklicher als wir, aber wir sind nicht glücklicher als sie!

Mit dem Kombi von alten Werte und neuen Möglichkeiten meine ich, dass wir mutiger leben sollten. Ich sehe wie der moderne Mensch verkrampft nach 100%igem passenden Partner sucht, spricht von Verliebtheit (Gemeinsamkeiten), aber hat Angst vor den Gegensätze. Noch nicht angefangen zieht sich zurück, und meldet sein Anziehungsgefühl als Ungültig, sucht und sucht und sucht, und letzendlich schnappt die Notlösung (Affaire, TAP....). Weiss Du, was der alte Mann gemacht hätte? Der hätte sich und seine geliebte Frau "Nachhilfe" gegeben. Weiss Du wie? So: Der Mann spürte die Anziehungskraft in seinem Herzen, aber dachte vielleicht "nein, das passt nicht, sie hat andere Vorstellungen, ich kann ihr nicht geben, was sie gern möchte". Weiss Du dann, was er gemacht hätte? Er hätte auf die Vorstellungen der Frau gearbeitet, und wäre dabei geblieben und hätte versucht, mit Hilfe seines Herzens sie zu überzeugen. Er hätte mit ihr verhandelt. Der moderne Mensch geht aufgrund zu viele Infos und sexuelle Experimente, Enttäuschungen und Verletzungen den einfacheren Weg, nämlich wenn nicht dies, dann die/der Nächste. Ich meine aber, dass wir den Jacobsweg des Glücks zusammen, Hand in Hand, mit in Anspruchnahme von Möglichkeiten (Falls Nötig) gehen sollen! Wir werden es vielleicht besser haben, als Gestern und Heute!
 
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