• #1

Warum lebt er sein Leben als sei er Single?

Ich bin neu hier. Habe schon einiges gelesen aber nun muss ich selber mal was los werden.
Vor etwas über 4 Jahren habe ich meine Ehe (wir waren 12 Jahre verheiratet und haben 3 Kinder . Zu dem Zeitpunkt waren sie 13 ,11und 10 Jahre alt).
Ich habe mich nicht mehr als Partnerin gesehen, sondern nur noch als Putzfrau, Köchin, Kinderbetreuerin. Er hat sein Ding gemacht. War Fußballtrainer von meinem Sohn, hat selber Fußball gespielt und im TV fast alles an Fußball geguckt. Alles musste sich nach dem Sport richten.
Ich habe mich getrennt, weil er nicht bereit war kürzer zu treten.
Nun hat er nach 2 Jahren eine neue Freundin (erst war es eine fernbeziehung, jetzt wohnen sie zusammen). Die Kinder der Frau wohnen beim Vater, 300km entfernt. Um unsere Kinder kümmert er sich nur am Wochenende ( jedes Wochenende 1 Tag). Aber dann bleibt meistens mindestens 1 Kind bei mir mit fadenscheinigen Ausreden . Dann macht er zwar nichts mit Ihnen, sie spielen den ganzen Tag PS4. Somit sieht er die kinder sehr wenig, er distanziert sich Ihnen immer mehr. Ich habe das Gefühl dass seine Freundin an erster Stelle steht.
Mein ex-Mann hat sich so verändert. Er tut so als sei er Single. Er hat aber 3 Kinder. Nur wenn es sein Zeitplan zulässt ( wenn kein Fußball ist, keine Freunde Zeit haben) kümmert er sich ein wenig.
Ich habe so die Schnauze voll. Ich kann seine Art nicht mehr ertragen!
 
  • #2
Warum interessiert dich überhaupt das Leben deines Ex noch? Lass ihn doch sein wie er will. Du hast dich getrennt und gut ist.

Was deine Kinder angeht: Inzwischen sind sie in einem Alter in dem der Papa nicht mehr ganz so wichtig ist. Sie müssten daher selbst erkennen, dass der keine große Lust auf sie hat. Wenn sie ihn sehen wollen können sie eigenständig den Telefonhörer in die Hand nehmen und ein Date absprechen. Das musst du nicht mehr managen. Wenn sie nicht mit dem Fahrrad hin können musst du sie halt fahren, besser natürlich der Ex kommt seiner Pflicht nach und holt die Kids und bringt sie auch wieder nach Hause. Haben sie jedoch keine Lust auf den Versager dann unterstütze auch das.

Ganz ehrlich, ich bin eher so gepolt, dass ich favorisierend den Unwillen der Kinder auf ein Treffen unterstützen würde. Warum sollen sie sich mit ihrem Vater abgeben wenn der halbherzig diese Termine wahrnimmt??? Diese Erkenntnis und einhergehende Enttäuschung sollte man den Kids so gut es geht ersparen.

Kann es sein, dass du die Trennung selbst noch nicht komplett verarbeitet hast? Kommt mir so vor, denn anders wäre dir das Leben deines Ex völlig latte. Würdest dich eher Kopf schüttelnd darüber amüsieren statt sauer und wütend zu sein...
 
  • #3
Er tut doch nicht so als ob er Single sei.
Er kümmert sich nur nicht in der Form um die Kinder, wie Du es gerne hättest.

Schaffe verbindliche Ansprechen bzgl. Umgangszeiten, wenn es Dir wichtig ist.

Aber bedenke das Alter der Kinder, diese werden sehr bald bzw. schon jetzt entscheiden, ob, wann und wie der Kontakt sein sollte.

Also wäre die Frage, was wollt ihr alle in Bezug auf Umgang, und gibt es da Kompromisse.
Du wirst die Kinder nicht zwingen können, Umgang zu haben, genauso wie Du sie nicht davon abhalten solltest, wenn sie ihn wollen.
Ihn kann man genauso nicht zwingen.

Aber prüfe, ob Du für Dich nicht einiges vermengt.
Dass die Trennung nicht verarbeitet ist, Du gekränkt bist, dass er eine neue Partnerin hat, Du als AE mit 3 Kindern ziemlich gefordert bis überfordert bist. Und er jetzt ein aus Deiner Sicht bequemes Leben hat (Hat er nur bedingt, er zahlt Unterhalt für 3 Kinder).

Versucht bzgl. Umgang eine stabile Lösung zu finden, ggf. mit Moderation durch eine Familienberatungsstelle.

Und für Dich, versuche, Dir Dein Leben neu zu sortieren, auch Freiräume zu schaffen mit Zeit für Dich, ein tragfähiges soziales Netzwerk.
Verabschiede ihn, er ist nicht mehr Dein Partner, er ist nur noch der Vater der Kinder. Wie er aber diese Rolle ausfüllt, ist nur bedingt in Deinem Einfluss.
Sei froh, wenn er zumindest zahlt, nicht selbstverständlich, und dann würde es richtig schwierig.
 
  • #4
Du bist getrennt und regst dich immer noch so auf?! Du lässt quasi zu, dass er deine Lebensqualität beeinflusst weil er nicht so funktioniert wie du es gerne möchtest?! Du wirst ihn nicht ändern, darum hast du dich von ihm getrennt. Nach der Trennung hoffen das er sich ändert ist utopisch. Das es dir für deine Kinder Leid tut, kann ich gut verstehen. Es ist aber die Sache deiner Kinder und ihres Vaters. Sie sind in einem Alter in dem sie sich ein eigenes Bild machen. Du kannst nicht erzwingen, wenn er sich aus welchen Gründen auch immer nicht zuverlässig kümmert. Du kannst lediglich für deine Kinder da sein. Was die Kinder beim Vater machen ist ihre Sache, so lange es nicht das Kindeswohl gefährdet. Wenn du das Gefühl hast, sie sitzen nur am Computer, rede mit ihm. Du hast Mitsprache was den Medienkonsum betrifft. Legt ein Zeitfenster fest. Ich würde das aber nicht nur auf die Unlust des Vater schieben. Die meisten Kinder in der Pubertät fangen an, eigene Wege zu gehen und sind öfter am Computer als es den Eltern lieb ist. Das höre ich von vielen befreundeten Familien mit Kindern in dem Alter. Die Fragen die du dir stellst bringen dir nur Wut, Kummer und Verdruss. Du wirst darauf keine befriedigende Antwort erhalten. Er lebt so, weil er es kann und weil es für ihn so funktioniert. Du solltest dich auf dich und dein Leben konzentrieren. Sorge dafür, dass es dir gut geht. Schaffe für dich und deine Kinder ein Netzwerk das auch ohne ihn funktioniert. Lass ihm sein Leben zu seinen Bedingungen, es ist nicht deine Angelegenheit.
 
  • #5
Liebe FS,

deine Titelfrage passt nicht wirklich, da du einerseits schreibst, dass dein Ex-Mann sich verhält als wäre er Single und andererseits seine neue Freundin an erster Stelle steht.

Ich denke, du ärgerst dich darüber, dass er sich seiner neuen Partnerin gegenüber anders verhält als damals dir gegenüber.
Das ist sicher verständlich und auch nur menschlich, bringt dir aber rein gar nichts.

Was genau wünscht du dir denn von deinem Ex im Bezug auf die Kinder? Soll er sie öfter betreuen? Soll er etwas mit ihnen unternehmen?
Kinder / Jugendliche im Alter eurer Kinder haben i.d.R. nicht mehr besonders große Lust auf Ausflüge mit den Eltern und machen eher ihr eigenes Ding. Machen sie denn bei dir zu Hause in ihrer Freizeit wirklich viel anderes als vor der Konsole oder dem PC zu hocken?

Hast du diese Punkte denn schonmal (friedlich) bei ihm angesprochen und Verbesserungsvorschläge gemacht?


W, 31
 
  • #6
Ich bin sehr traurig.
Deine Geschichte liebe FS ist nur ein Beispiel von vielen. Wir Frauen sind es, die alleine verantwortlich für den Fortbestand von Frauen und Männern, also der Menschheit sind.
Mir ist es egal, wieviele Männer nun loskeifen.
 
  • #7
Zusammengefasst:
- du hast dich getrennt
- er ist/war Single
- er ist jetzt neu vergeben und lebt eine neue Familie

Wir kennen eure Beziehungsprobleme nicht, und ob es dem Mann einfach zu viel mit dir war.

Frauen trennen sich in der Hoffnung, den Mann bekehren und zu mehr verpflichten zu können. Für Männer ist das aber relativ felsenfest und sie suchen sich sofort wieder eine heile Welt mit einer neuen Frau. Das muss man sich nicht gut finden. Ich finde es auch nicht gut, wie es heute läuft und dass jeder kaum Verantwortung für das Wohlsein des anderen oder des Partners mehr trägt. Ich bin auch noch in einer Generation aufgewachsen, wo man noch nicht verantwortlich "für sein Glück alleine war", sondern, wo der Partner mitgeholfen hat für das Wohlsein des anderen und man ein Team war. Heute ist man eher ein Konkurrent und soll gefälligst selber alles alleine machen.

Ich finde, die Welt dreht sich gerade gewaltig einem Endstadium zu. Das Einzige, was du machen kannst, dir eine Scheibe diesem egoistischen Mann abschneiden, um nicht dran kaputtzugehen. Suche dir schnell einen Ersatz oder besser gleich drei Männer, falls einer wieder abspringt. Ein Mann für deine Familie/Freizeit, einer für Sex, damit du ab und zu mal Druck abbauen kannst, und einer, den du datest, um dir die Stunden zu versüßen. Klingt gemein, aber Frauen stehen heute unter enormen Psychodruck mit Männern, denn Männer sind heute keine Traumhelden mehr, sondern Nutztiere, die man für die Fortpflanzung braucht, zum Sex, oder für Freizeitgestaltung, Unterhaltung, Geld oder andere Dinge. Eine verbindliche Gemeinschaft kannst du aus einem Mann nicht mehr herauskitzeln also musst du ebenso logisch denken und schauen, wofür Männer überhaupt noch gut sind.
Die meisten Männer übernehmen eben einfach keine Verantwortung mehr. Das hat nichts mit den Männern zu tun. Deren Mütter sind daran schuld, dass sie asoziale Antihelden gezüchtet haben, die sich für Verantwortung zu fein sind.
 
  • #8
Ich habe mich nicht mehr als Partnerin gesehen, sondern nur noch als Putzfrau, Köchin, Kinderbetreuerin. Er hat sein Ding gemacht.

Und dieses Ding zieht er jetzt weiter durch. Was hast Du erwartet?
Ich habe auch so ein Exemplar von Kindesvater, der seine Tochter letztes Jahr ganze 5 mal am WE hatte. Sie ist jetzt 13 und fängt auch an, die Wochenenden mit ihrem Vater nicht mehr zu favorisieren.

Ich kann Dich sehr gut verstehen: dadurch, dass Du mit 3 Kindern alleinerziehend bist, findet Dein eigenes Leben (neuen Mann kennenlernen, mal mit ner Freundin ausgehen, Wellness, Hobbies etc.) eigentlich fast gar nicht mehr statt. Und Du bist eifersüchtig auf sein neues Leben, wahrscheinlich nicht mal auf die Neue sondern seine Unabhängigkeit.
Das alles schreibst Du in Deinem Beitrag aber nicht, sondern schiebst die Interessen Deiner Kinder vor. Die sind jetzt wirklich mit 17/15/14 Jahren nicht mehr so emotional abhängig vom Vater, der sich nicht kümmert. Also wollen wahrscheinlich gar nicht mehr so wirklich.
Schau auf Dein Leben und was da optimiert werden kann (mache ich auch gerade und emanzipiere mich von meiner Teenie-Tochter und gehe doch glatt mal abends allein ohne sie aus..)
Übrigens habe ich nie etwas von "Kindesumgangsentzug" gehalten, hatte in den ersten Jahren der Trennung auch nie Grund dazu aber es gab letztes Jahr die eine oder andere Gelegenheit, wo er mal nach 5 Monaten Abwesenheit die Tochter unbedingt das WE haben wollte (sogar mir noch gesagt hat, was sie anzuziehen hat) weil er sie mit zu einer semi-geschäftlichen Veranstaltung als Vorzeigetochter nehmen wollte. Ihr könnt sicherlich erraten was ich dazu gesagt habe:NEIN
W52
 
  • #9
Auch mein erster Gedanke:
Tut er doch und ist es nicht.

Mein Zweiter:
Du nörgelst immer noch an ihm und seinem Leben rum. Scheinbar hast Du immer noch nicht Dein eigenes gefunden.

Mein Dritter:
Eure Kinder sind nun alt genug nach eigenem Gutdünken ihre Wege zu beschreiten und brauchen immer weniger weder Mama noch Papa die ihnen da reingrätchen.

Finde Deinen Frieden mit Dir, Deinen Entscheidungen und Deinem Leben. So lange für das Kindeswohl gesorgt ist, ist es doch gut. Frage sie mal was sie wollen.
 
  • #10
Deine Geschichte liebe FS ist nur ein Beispiel von vielen

Nein, kcLydia.

Es ist ein Beispiel für Varianten nach Trennungen mit Kindern.

Es gibt Väter, die sich komplett heraus ziehen, sowohl Umgang als Unterhalt, es gibt Väter, die sich die Aufgabe Eltern teilen im Wechselmodell.
Es gibt Väter, die die Rolle des AE Parts übernehmen.
Es gibt Mütter, die sich komplett entziehen, und es gibt Mütter, die nachher alles alleine wuppen.
Es gibt Elternteile, die ihre Kinder als Waffe einsetzen.
Es gibt Elternteile, die jeglichen Kontakt verhindern, manchmal da zu sehr bösartigen Anschuldigungen gehen.
Und noch ganz viele Varianten. Es fallen nur die negativen Beispiele auf.

Es gibt alles - nur eines nicht. Die guten Frauen, und die schlechten Männer.
Es gibt schlicht Menschen mit Fehlern, positiveren Seiten, negativeren Seiten.
Der Fortbestand der Menschheit hängt von beiden ab.

Es ist für die FS traurig und schwierig. Trennungen sind schmerzhaft.
Aber es muss die Trennung des Paares von der Elternrolle getrennt werden, und hier eine gute Lösung versucht werden.
Ohne den eigenen Schmerz und die Enttäuschung hinein zu ziehen.
Wenn dies nicht gelingt, sind Familienberatungsstellen eine gute und kompetente Anlaufstelle.

Polemik hilft ihr nicht.
 
  • #11
Dein Ex-Mann hat mit eurer Beziehung abgeschlossen. Dass er sich bei seiner neuen Freundin anders verhält (wobei du das ja nicht mit Sicherheit aus der Entfernung beurteilen kannst) liegt daran, dass es einfacher ist, sich mit einem neuen Partner von einer anderen Seite zu zeigen. In eurer Beziehung gab es offensichtlich keine Möglichkeit der Veränderung, weil die Rollen festgelegt waren und keiner für einen Neuanfang über seinen Schatten springen konnte. Vielleicht passt seine neue Freundin auch einfach besser zu ihm. Und sicher ist es auch einfacher, ohne einen Alltag mit Kindern, eine gute Paarbeziehung zu pflegen.
Sei froh, dass diese Ehe, unter der du gelitten hast, beendet ist. Endlich ein fussballfreier Haushalt, in dem du nicht mehr als Putzfrau missbraucht wirst und nur noch als nörgelnde Frau wahrgenommen wirst. Du bist jetzt frei für einen Neuanfang und vielleicht begegnet dir bald auch schon jemand, der dich schätzt und glücklich macht.
 
  • #12
Ich bin sehr traurig.
Deine Geschichte liebe FS ist nur ein Beispiel von vielen. Wir Frauen sind es, die alleine verantwortlich für den Fortbestand von Frauen und Männern, also der Menschheit sind.
Mir ist es egal, wieviele Männer nun loskeifen.

Ich bin kein Mann liebe Lydia, dennoch....das ist Humbug. Wenn ich mich für Kinder entscheide, dann sollte ich dies nach meiner persönlichen Auffassung nach auch vollumfänglich tun. ICH bin nämlich der einzige Mensch auf den ICH mich wirklich verlassen kann. Wer weis denn was kommt? Der Partner kann sterben, sich trennen und weg ziehen. Er kann sich aus diversen Gründen aus der Verantwortung heraus stehlen, weil ihm ein Leben ohne Kinder bequemer erscheint. Frauen machen dies im übrigen auch. Ich kann mich beschweren, das der Partner sich nicht verhält wie ich das gerne möchte, es ändert nun aber nichts. Es macht mich nur verbittert und unglücklich. Mal davon abgesehen, was ist mit der Menge an Männern, die gerne die Verantwortung für ihr Kind tragen möchten aber nicht dürfen oder es ihnen unnötig schwer gemacht wird?! Wissen wir denn ob die FS es ihrem Mann nicht auch unnötig schwer macht? Wissen wir, wie die Trennung verlaufen ist und ob der Mann einfach keinen Kontakt zur Mutter der Kinder wünscht und darum Verständigungsprobleme für den geringen Kontakt verantwortlich sind? Warum immer sofort verallgemeinern und generalverurteilen?! Es gibt immer zwei Seiten der Medaille und Menschen die nicht bei sich selber bleiben, machen immer den anderen für alles Verantwortlich ohne mal tiefgreifend ihren Anteil anzugucken. Das lehrt mich meine Erfahrung.
 
  • #13
Ich habe mich getrennt, weil er nicht bereit war kürzer zu treten.

Mein ex-Mann hat sich so verändert. Er tut so als sei er Single. Er hat aber 3 Kinder. Nur wenn es sein Zeitplan zulässt ( wenn kein Fußball ist, keine Freunde Zeit haben) kümmert er sich ein wenig.

Eigentlich geht es Dich nichts mehr an, wie er sein Leben lebt. Mit seiner neuen Partnerin kann er eine Zweierbeziehung intensiver leben als mit 3 Kindern. Getrennt ist er sozusagen wieder Single. Solange er sich zeitlich ausreichend um die Kinder kümmert, sollte alles andere nicht mehr Dein Problem sein. Er wird Dir dankbar sein, dass er wieder die Freiheit hat, so zu leben wie er möchte.
 
  • #14
KcLdyia: es gibt genug Mneschen auf diesel Welt, nur mal zur Info.
An die FS:
Die Kinder sind alt genug um sich ein Urteil zu bilden und wann sie ihren Vater sehen wollen,
Ich seh dein Problem nicht und das du dich so viele Jahre nach der Trennung noch drüber aufregst, bedeutet nur dass du ein Problem mit dir selber hast.
Dein Ex war sicher immer schon so und daran ist wenig falsch, warum du trotzdem mit ihm 3 Kinder bekommen hast, ist eher die Frage.
Vermutlich wollte er gar nicht und du hast es einfach passieren lassen und gehofft, er ändert sich und dein Plan ist gescheitert.
Ich sehe es oft genug um mich rum!
Und pass auf dass du dir deine Kinder mit der negativen Einstellung nicht entfremdest: wenn du nur nörgelst und die Kinder Spaß mit Papa haben weil sie nun mal gerne pc Spiele machen, dann bist du der Miesepeter, nicht er...
 
  • #15
Liebe FS,

fühle dich erstmal gedrückt von mir, ich kenne deine Situation sehr gut, habe das selber so erlebt.

Es gibt sie leider, die Männer, die ihre Vaterrolle nicht ausfüllen und dann bleibt alles an der Mutter hängen. (Nicht alle sind so, ich will hier kein Männerbashing starten!) Dass er Unterhalt zahlt (hoffentlich?) ist selbstverständlich und ist ihm nicht positiv anzurechnen. Man rechnet es jemanden doch auch sonst nicht positiv an, dass er/sie seine Verbindlichkeiten bezahlt, warum man also ein Elternteil loben sollte, dass er/sie Unterhalt zahlt, erschließt sich mir nicht.
Du hast leider einen Exmann, der kein guter Vater ist und nie war und du musst das leider akzeptieren, damit es dir besser geht. Nicht im Sinne von gutheißen, sondern im Sinne von hinnehmen, weil du es leider nicht ändern kannst. Er ist so und er wird sich nicht ändern. An dir wird auch die nächsten Jahre noch alles hängen, aber dennoch gibt es einen positiven Ausblick: Die Kinder sind schon ziemlich groß und sie brauchen dich immer weniger und deine Freiräume werden immer größer werden. Und noch etwas ist positiv: Dein Exmann und sein Verhalten ist nicht mehr dein Problem! Du hast lange darunter gelitten und dich deswegen getrennt und jetzt bist du frei von ihm! Ich weiß, diese Freiheit fühlt sich erstmal nicht nach einer solchen an, weil nach einer Trennung noch mehr auf einem lastet, wenn der Expartner seine Vaterrolle auch dann nicht ausfüllt. Dennoch bist du ihn los und kannst dein Leben selbst gestalten. Wenn du akzeptierst, dass du von ihm wenig an Unterstützung bzgl der Kinder erwarten kannst und du nicht mehr darauf wartest, dass er sich doch noch irgendwann zu einem guten Vater mausert, weil ihm das einfach nicht möglich ist, warum auch immer (wahrscheinlich wegen des schlechten Vorbilds seines eigenen Vaters), dann kannst du dich allein auf dich konzentrieren, auf deine Bedürfnisse, Wünsche, Möglichkeiten und kannst dir für dich alleine einen Plan machen, wie du diese erreichen kannst und bist nicht mehr gehemmt und behindert durch deinen Exmann. Mach dich frei von ihm, denn du bist frei von ihm!

Wenn ich nach meiner Trennung traurig und überlastet als AE war, dann hat es mir immer geholfen zu relativieren: Es gibt soviel schwierigere, schlimmere Lebensumstände. Und dann schaue ich auf das, was gut ist in meinem Leben. Dass wir gesund sind, dass meine Kinder begabt und hübsch sind und einen großen Freundeskreis haben, dass ich einen guten Beruf habe und nette Freunde. Dass ich im besten Alter bin und attraktiv und sicher noch einen netten Partner finden werde, dass wir in einer schönen Wohnung in einer schönen Stadt wohnen. Eine Positivliste zu machen baut mich immer enorm auf und richtet meinen Blick weg von den negativen Dingen. Das Leben ist leider nicht fair, aber gerade deswegen ist die Chance gegeben, dass irgendwann mal alles für dich läuft, man muss nur durchhalten.

W/44
 
  • #16
Liebe FS,
ich kann überhaupt nicht verstehen, was Du an Deinem Exmann nun konkret kritisierst. Er lebt das gleiche Leben wie in eurer Ehe, nur mit einer anderen Frau, geht genauso seinen Interessen nach und ist nur selten für seine Kinder da.
Nichts hat sich geändert, ausser dass Du nicht mehr hinter ihm herputzen musst und dass er nicht mehr Dein Fernsehprogramm bestimmt.

Kann es sein, dass Du Dich irgendwelchen Illusionen hingegeben hast, dass er sich nach der Trennung zu einem engagierten Vater entwickelt? Nun, dann hast Du Dich halt geirrt und 4 Jahre nach der Trennung solltest Du allmählich in der Realität ankommen.
Wo ist eigentlich Dein Problem, dass er nicht alle 3 Kinder zeitgleich nimmt? Was stört Dich an der Anwesenheit eines Deiner Kinder in eurer Wohnung?

Stört es Dich, dass er eine neue Partnerin hat und Du immer noch solo bist? Meinst Du er wäre daran schuld, weil er die Kinder nicht nimmt und Dir keine Freiräume für Dating verschafft? Du hast Dich getrennt und bist seit 4 Jahren für Dein Leben allein verantwortlich.

Er ist an nichts schuld, was in Deinem Leben seit 4 Jahren nicht so läuft, wie Du es Dir bei der Trennung ausgemalt hast, dass Du nun aus der Ferne über ihn/sein Verhalten bestimmen kannst - kannst Du nicht. Du könntest es nicht, als ihr zusammen lebtet und jetzt erst recht nicht.

Deine Kinder waren zum Zeitpunkt der Trennung schon alt genug, dass Dir Freiräume möglich wären, ganz unabhängig von seiner Betreuung. Wenn Deine Kinder immer noch Vollzeitbetreuung durch Dich brauchen, Dich im Haushalt nicht entlasten, dann ist es Dein Erziehungsversagen und stammt auch schon aus der Zeit Deiner Ehe.

Es ist nicht schön, dass es so läuft, erimmer noch keine Vaterrolle einnimmt, aber akzeptiere endlich, dass Dein Ex so ist, wie er ist. Er war so als Du Dich für ihn entschieden hast und hat sich nie verändert.
Sei froh, dass er Deinen Altag nicht mehr bestimmt, hör auf an ihm rumzunörgeln und ihn verändern zu wollen - er ändert sich nicht mehr. Lass' nichts von ihm in Dein Leben ausser seiner Unterhaltszahlungen.
Eure Kinder sind alt genug, um den Umgang mit ihrem Vater selber zu regeln. Darum musst Du Dich nicht kümmern. Sie sind alt genug, dass Du sie mal ein paar Stunden allein lassen kannst und sie sind auch alt genug, dass Du Dich zuhausemit einem anderen Mann treffen kannst. Ihr Vater lebt ebenfalls mit einer neuen Frau zusammen. Das Thema ist ihnen vertraut.
 
  • #17
Er ist an nichts schuld, was in Deinem Leben seit 4 Jahren nicht so läuft, wie Du es Dir bei der Trennung ausgemalt hast, dass Du nun aus der Ferne über ihn/sein Verhalten bestimmen kannst - kannst Du nicht. Du könntest es nicht, als ihr zusammen lebtet und jetzt erst recht nicht.

Manche Frauen trennen sich, weil sie meinen, danach würde alles besser. Wie Du aber richtig schreibst, sie sind dann selbst und allein den Großteil der Zeit für die Kinder verantwortlich. Wenn es gleich drei sind, dann bedeutet das, dass die Frau neben der in dem Alter erwarteten Berufstätigkeit eben intensiv und im Alltag um die Kinder kümmern muss.

Der Vater kann dagegen den netten Papa geben, bei dem man am Wochenende zu Besuch fährt. Für den Mann bedeutet das ganz praktisch weitgehende Freiheit, während die Ex die Betreuung übernimmt. Neid ist da nicht angebracht. Die Frau hat sich als Köchin, Putzfrau und Kinderbetreuerin gesehen. die ist sie jetzt immer noch, nur eben ohne Partner. Dafür hat er jetzt eine Partnerin, die nicht nur das Thema Kinder und Haushalt hat und mit ihm frei alles unternehmen kann, was beide möchten. So ist schlicht die durch die Trennung geschaffene Situation. Gut, finanziell wird er wohl kräftig draufzahlen. Alles im Leben hat Vor- und Nachteile.

Das Recht, darüber zu bestimmen was er tut, hat die Ex nicht. Eine Trennung (ob sie richtig oder falsch ist, sei dahingestellt) hat eben bestimmte Folgen, die in der Regel bei der Mutter hängenbleiben. Und während der Mann, der in der Ehe nichts recht machen konnte, wenigstens dann da war, wenn die Mutter abends mal mit Freundinnen ins Kino will, geht das anschließend eben nicht mehr so einfach. Die FS hat eine Entscheidung getroffen, jetzt muss sie mit den Folgen leben. Im positiven (endlich den Mann los, der sie nicht mehr schätzte) wie im negativen.
 
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