• #1

Warum schaffe ich es nicht?

Hallo zusammen!
Ich bräuchte bitte ein paar Antworten, warum ich es nicht schaffe meinen Partner zu verlassen?
Wir sind über 10 J. zusammen, haben einen Sohn (9), nicht verheiratet und bewirtschaften einen Hof seit dem Tod seines Vaters.
Unsere Beziehung läuft schon seit Jahren nicht mehr. Sexuell läuft überhaupt nichts mehr und zwischenmenschlich gibt es auch nix mehr zu sagen (wir haben uns schon Monate lang nicht mehr geküsst)
Er arbeitet Vollzeit und ich teilzeit. Kümmere mich eigentlich ausschließlich alleine um meinen Sohn und mache Haushalt und die gesamte Stall Mo-Fr. Wochenende hilft er nur bedingt im Stall.. Finanziell leben wir getrennt, er hat sein Geld und ich meines mit dem ich Lebensmittel, Kleidung, alle hygienemittel usw. Kaufen muss (dafür brauch ich nichts zahlen für Miete, Strom usw. sagt er) Er zahlt keinen Unterhalt.
Wenn ich bei meiner Mama zu Besuch bin, ist er beleidigt, weil ich “unterwegs“ ,bin. Wenn ich mal zu einer Feier oder Besprechung der Firma muss/ will ist das immmer elendslaaannggee Dissk. für was ich dort hin muss.
Ich fühle mich total ausgelaugt und müde. Bemühe mich leider auch nicht mehr um die Beziehung.
Ich möchte nur noch raus mit meinem Sohn, bringe es aber nicht über mich die Trennung auszusprechen...
Gedanklich stelle ich mir schon vor, wie es ist alleinerziehend zu sein...frei sein, mit meinem Sohn Unternehmungen zu machen, Besuche so lange ich möchte...
Warum schaffe ich es nicht?

Liebe Grüße
Simone
 
  • #2
Du fühlst dich ausgelaugt und müde. In deinen Tagträumen scheint das Leben ohne ihn wunderbar zu sein. Du hast also schon Vorstellungen für die Zukunft. Aber den Weg dorthin musst du wagen - damit der Traum Wirklichkeit wird.

Weiß deine Mutter von deinen Plänen? Hast du Verwandte, Freunde, die dich unterstützen können, wenn du es allein nicht schaffst? Hast du vielleicht Angst vor ihm? Vor seiner Reaktion?
 
  • #3
Wenn man irgendetwas nicht schafft, ist der Leidensdruck nicht hoch genug. Der Ausstieg aus der Komfortzone scheint dir eine große Hürde, neue Wohnung suchen, Finanzen sortieren, vor den Bekannten als AE dastehen und es erklären zu müssen. Ich kenne es zwar nicht selbst, höre aber oft im Forum, dass die Frauen es im Nachhinein als weniger schlimm empfanden und sich fragten, warum sie es nicht früher gemacht haben.
Ich denke, du bräuchtest einen konkreten Anlass, um die Komfortzone zu verlassen. Du allein entscheidest über dein Leben.
 
  • #4
Hast Du Angst in einer eigenen Wohnung mit Deinem Sohn? Hast Du Angst vor Behörden oder Ämtern? Hast Du Angst in der Gesellschaft als Alleinerziehende Single-Frau zu gelten?

WAS macht Dir Angst?
 
  • #5
Ich möchte nur noch raus mit meinem Sohn, bringe es aber nicht über mich die Trennung auszusprechen...
Gedanklich stelle ich mir schon vor, wie es ist alleinerziehend zu sein...frei sein, mit meinem Sohn Unternehmungen zu machen, Besuche so lange ich möchte...
Warum schaffe ich es nicht?
Die Trennung ist längst überfällig, du redest dir die ganze Zeit ein, dass du es nicht kannst, der Hauptgrund ist die wirtschaftliche Abhängigkeit und dass du den Stall machst und dass du alles machst für ihn. Suche dir eine Wohnung ziehe aus und gehe aus diesem Teufelskreis raus!
er hat sein Geld und ich meines mit dem ich Lebensmittel, Kleidung, alle hygienemittel usw. Kaufen muss (dafür brauch ich nichts zahlen für Miete, Strom usw. sagt er) Er zahlt keinen Unterhalt.
Glaube mir diese Einsparungen sind teurer als es dir wert sein muss!
 
  • #6
In diesem Fall verstehe ich nicht, warum du deinen Mann verlassen willst. In der nächsten Beziehung würdest du dich wieder eingschränkt fühlen, weil du keinen Plan zur Freiheitsgestaltung für dich entwickelt hast.

Für deinen Mann ist es komisch, dass du 1x im Jahr ausgehst, da du sonst kein Bedürfnis zu hast, sonst würdest du es einfach machen. Ich fände es auch komisch, wenn man Partner nach 10 Jahren plötzlich was anderes machen will, nachdem er so lange passiv war.
Bei mir ist es so, dass Männer mich kennenlernen und wissen, dass ich 1-2 mal jede Woche feste ausgehe, und das ist nicht abänderbar. Ich gehe in die Natur, ich mache Städetouren, ich gehe auf Konzerte, auf Festivals, auf Märkte. Das ist doch Lebensqualität. Ich hänge nicht an meinen Wochenenden daheim herum, wenn ich draußen was von der Welt sehen und mich inspirieren lassen kann!
Du nimmst dir selbst deine Freiheit!
Ändere deinen Ablauf und mache deinem Mann klar, dass es für dich ab sofort dazu gehört, jede Woche etwas zu unternehmen. Höre dir drei Mal sein Gejammere an, danach lässt es nach. Egal wie viel er jammert oder bettelt, du gehst einfach. Egal, wie unangenehm es ist. Die ersten fünf Mal wird es komisch sein, danach gehört es für dich zum festen Ritual dazu. Auch dein Mann wird sich daran gewöhnen.

Wenn er dich fragt, warum du das machst, dann sagst du, dass du ab jetzt jede Woche 3 Mal was unternehmen wirst, weil du neue Inspiration brauchst. Er kann mitkommen, wenn nicht, gehst du alleine.

Letztendlich, wir können nichts für dich tun. Arbeite an dir, dass du mehr Mut im Leben für eigene Entscheidungen hast. Manche Leute ziehen die Sachen in wenigen Wochen durch, andere brauchen dafür viele Jahre, bis sie sich den Mut angeeignet haben, um ein neues Leben zu leben. Es geht von deiner Zeit ab, fang am besten dieses Wochenende an und unternimm etwas, dann wird es dir sofort besser gehen. Und eine Scheidung bleibt dir vielleicht sogar erspart.
 
  • #7
Hammel? Netter Name. Wenn man 10 Jahre zusammen war, einen gemeinsamen Sohn hat und einen Hof bewirtschaftet, spielt Komfortzone absolut 0% eine Rolle, glaub' mir. .

Die Antwort ist trotzdem leider sehr klar...Es ist Schluss, ihr wisst es Beide nur noch nicht. Sorry ;-(
 
  • #8
Weiß deine Mutter von deinen Plänen?

Ja, meine Eltern wissen Bescheid. Sollte es soweit kommen, unterstützen sie mich wo es geht. Wir hätten sogar die Möglichkeit den oberen Stock meines Elternhauses zu nutzen. Mein Arbeitsplatz wäre dann im selben Ort!

Hast du vielleicht Angst vor ihm? Vor seiner Reaktion?
Angst habe ich keine. Aber wenn ich gehe, wird er bestimmt begreifen das er etwas machen muss und ich schätze ihn so ein, dass er alle Mittel nutzen wird um mich umzustimmen!
 
  • #9
Najaaa ... den Tieren wird ja auch abverlangt, sie sollen ihre Gefangenschaft ertragen, im Käfig, auf flatex oder angebunden oder in zu großen Gruppen, regelmäßig neue Kinderchen gebären und abtreten zum Blutopfer, im besten Lebensalter zum Fleisch-Spenden gefahren werden unter Umständen wo das Zerlegen schneller geht, als das Sterben, beinahe noch harmlos dagegen dass sie ihre eigene Milch gratis hergeben müssen, ... und die Bauern jammern SIE wären unterbezahlt & würden hintergangen & betrogen (mal eine ehrliche christliche demokratische Frage: WER nutzt hier eigentlich wen aus?)
Könnte es sein, dass du dich ebenso gefangen hast, in einem Beruf, den deine Seele nie wirklich wollte?

Hat ER dir eingeredet, dass du den Stall führen sollst, als wäre es dein eigener? Im Grundbuch stehst du sicherlich nicht ...
Dein Sohn und du ... ihr schaut dann ziemlich alt aus, wenn er das ganze mal verkaufen würde ... oder eine andere Frau einheiraten würde. Es kann schnell gehen - Bauern sind nicht arm - der Hof ist 7-10x soviel wert, wie als Einheitswert in den Unterlagen steht. Viele Osteuropäerinnen schätzen das sehr ...

Diese Vereinnahmung - du praktizierst sie gegenüber den 'niedrigen' Wesen - und du bist Opfer ... eines Systems in dem du nicht wirklich der Chef bist.
Höfe haben eine starke Bindungskraft, die über viele Generationen entstanden ist - alle müssen Opfer bringen.
Zugleich hast du nicht den Titel der geheirateten Bäuerin.
Eher wie eine Vor-Arbeiterin oder höher gestellte Magd.
Es ist NICHT typisch!!

Tipp:
Was wolltest du eigentlich leben, BEVOR du diesen Mann kennengelernt hast, und er dich in SEIN Sysem strategisch gewinnbringend eingebunden hat?
Es gab ein Leben vorher - dort musst du deine eigenen Wurzeln wieder finden. Der Hof wird dir nicht die Kraft geben, um zu 'gehen' ... weil ein Hof wird dir nur soviel Kraft lassen, um dort zu dienen.
 
  • #11
Warum du es nicht schaffst?

Ganz einfach, du hast bist nicht verheiratet und hast folglich kein Anteil an seinem Haus/Hof/Vermögen ect...

Was willst du denn machen?
Willst du etwa mit einer Halbtagsstelle und einen Sohn in eine 3 Raumwohung ziehen. Allein deine Festkosten (Miete/Auto/Lebensmittel) werden über deinen Einkommen liegen. Du wirst von einen auf den anderen Moment nicht mehr zur Mittelschicht gehören.

Dein Mann ist da viel besser aufgestellt. Er muss dir keinerlei Geld zahlen weil er halt nicht verheiratet ist. Er zahlt Kindesunterhalt und gut is.

Du wärst auf einmal Alleinerziehende die sich wohnlich/finanziell/gesellschaftlich verschlechtern würde. Glaubst du mit einen Kind fliegen dir neue Männer zu?

Das ist leider die harte Realität.
 
  • #12
Du schaffst es nicht, weil du denkst, du müsstest es SAGEN.
Musst du aber nicht. Du solltest einfach in einer geplanten "Geheimoperation" gehen und ihm sofort von Anwalt/Anwältin neue Adresse zukommen lassen, da es sonst (strafbar!) "Kindesentziehung" sein könnte.
Und dann kannste ja gucken, was von ihm kommt.
 
  • #13
Man schafft etwas dann nicht, wenn man es entweder
- nicht kann
oder
- nicht wirklich will.
Was bei dir der Fall ist ? Müsstest du wissen.
Unterhalt wird meist dann nicht bezahlt, wenn beide Eltern zusammen wohnen. Und somit gemeinsam das Kind betreuen und versorgen. Das würde sich ändern, wenn du weg gezogen bist.
Sexuell scheint bei euch so ziemlich alles eingeschlafen zu sein.
Was du aber nicht schreibst: Wen stört das? Dich? Ihn? Oder beide?
Der Hof ist sein elterlicher Hof? Und Hof besteht nicht nur aus Stall. Feld Wald und Wiese können dazu kommen. Oder auch Weinberg, wie eine Foristin hier berichtet hat. Insofern sagt es noch gar nichts über den Arbeitsanteil aus, wenn du den Stall machst. Wobei es auch noch auf Art und Anzahl der Tiere ankommt .....
Wie ist das Verhältnis Vater und Sohn? Und hängt euer Sohn vielleicht sehr am Hof ?
Mir fällt auf, dass du sehr vage beschreibst, wie eure Situation ist. Unvollständig. Ist das allgemein deine Art?
 
  • #14
Als traditioneller Hoferbe ist er nicht bereit, Dich zu heiraten? Wie kommt das?

Warum soll er Unterhalt für seinen Sohn zahlen? Wenn ihr zusammen wohnt, sollte er doch laufend für die Lebenshaltungskosten des Sohnes aufkommen

Warum lassen sich Frauen heute noch als kostenlose oder billige Arbeitskräfte im Betrieb des Mannes einspannen? Wenn ihr keine Wirtschaftsgemeinschaft seid, gibt's keinen Grund, kostenlos oder billig für seinen Betrieb zu arbeiten.

Schaue Dir genauer an, wovor Du bei der Trennung Angst hast.

Dieses aneinander Klammern hört sich krank an. Auch im ländlichen, traditionellen Bereich gehen Eheleute normalerweise regelmäßig getrennt abends aus, nämlich die Männer zur Feuerwehr und die Frauen zum Frauenbund. Dieses ausschließlich aufeinander sitzen, ist ungewöhnlich.

Hast Du schon mal versucht, Dich zu trennen?
 
  • #16
Hallo @Simone K

Ich frage mich was es da noch zu überlegen gibt?

- Du hast die Möglichkeit bei deinen Eltern unterzukommen.
- Du hast die Möglichkeit näher an deinen Arbeitsplatz zu ziehen.
- Du würdest dir die Möglichkeit schaffen Vollzeit arbeiten zu gehen, aufgrund der Unterstützung deiner Familie bei der Kinderbetreuung(?).
- Du hast die Möglichkeit endlich eine lieblosen Beziehung zu beenden.
- Trotz einer Vollzeitstelle hättest du mehr Freizeit/Freiheiten (Hof und Tierversorgung fällt weg).
- Du musst kein Trennungsjahr einhalten und keine Scheidung einreichen.

Für deine persönliche oder berufliche Entwicklung könnte die Trennung eine Win-Win-Situation werden!

Also worauf wartest du noch?

Angst habe ich keine. Aber wenn ich gehe, wird er bestimmt begreifen das er etwas machen muss und ich schätze ihn so ein, dass er alle Mittel nutzen wird um mich umzustimmen!
Er kann dich nicht zwingen bei ihm zu bleiben!

Was für Mittel möchte er nutzen?
Er kann dir das Sorgerecht für euren Sohn nicht wegnehmen (falls ihr überhaupt gemeinsames Sorgerecht habt). Bei Interesse an seinen Kind, könnte auch nach eurer Trennung ein guter Vater sein. Durch die Unterstützung deiner Eltern würdest du auch nicht finanziell schlechter dastehen .... oder hast du Angst keinen anderen Partner mehr zu finden? Du könntest dich eher glücklich schätzen, wenn du nie wieder so ein Mann kennenlernst!
Er hat kein Mittel, außer deine Angst und deine Unsicherheit. Sei mutig, lasse dich bloß nicht von ihm bequatschen und bleibe bei deinen Entschluss.
Sorry, du hast nun wirklich nichts zu verlieren.
 
  • #17
Du steckst in einer uralten entsetzlichen Rolle fest.
Auch fällt mir auf, daß bei einer eventuellen Flucht Deinerseits Du wieder mit Sohn bei Deinen Eltern aufschlagen willst.

Hattest Du noch nie im Leben eine eigene Wohnung? Hattest Du noch nie ein eigenes Leben?
 
  • #18
Hattest Du noch nie im Leben eine eigene Wohnung? Hattest Du noch nie ein eigenes Leben?
Das ist mir auch sofort aufgefallen. Die Fragstellerin sieht mit einer Selbstverständlichkeit einfach wieder bei Mutti ein, nach so langer Zeit mit einem 9 Jährigen Kind. Sowas wird ja oft zum Dauerzustand da kostengünstig und bequem. Was ist los?

@ Fragestellerin
Sag mal willst du nicht irgendwann mal eine eigene Wohnung haben, mal auf eigenen Füßen stehen? Deine Situation ist halt so wie sie ist und daraus würde ich das Beste machen. Wieder bei Mutti einzuziehen wie ein Kind ist mit Sicherheit nicht die beste Lösung.

Bei dir selber was auf, lebe deine Leben und hänge dich nicht am Rockzipfel anderer Menschen.
 
  • #19
Hattest Du noch nie im Leben eine eigene Wohnung? Hattest Du noch nie ein eigenes Leben?
Zum Glück hängt nicht jede Frau solch verschrobenen Ansichten nach.
Erstens hat nicht jeder zig Immobilien, die leer stehen und nur darauf warten, dass jemand mal vorbei kommt.
Zweitens - wieso kann jemand im Haus der Eltern kein eigenes Leben haben?
Man kann seine Ressourcen auch intelligent nutzen - wie auch einen Fernseher.
Simone, bevor du handelst zu prüfen, welche Möglichkeiten du hast ist vollkommen richtig. Dazu sollte meiner Meinung nach kommen, dass du überlegst, was du willst. Und nicht nur, was du vermeiden möchtest.
 
  • #20
Liebe FS,
Du trennst Dich nicht, weil Du Angst davor hast, auf eigenen Beinen zu stehen und für Dein Glück selberverantwortlich sein zu müssen. Es ist viel leichter im Ist-Zustand verhaftet zu bleiben und rumzumeckern.
Natürlich ist das für euer Kind eine Zumutung so eine destruktive Beziehung zwischen den Eltern zu erleben, aber darauf nimmst Du keine Rücksicht.

Ebenso versemmelst Du Deine Altersversorgung. Ihr seid nicht verheiratet, d.h. Null Absicherung für Dich, die Dein Teilzeiteinkommen abpuffert. Stattdessen arbeitest Du in Deiner "Freizeit" zum Nulltarif in seinem Stall.
Der Hof gehört ihm, nicht Dir, Du erwirbst keinen Besitz daran durch Deine Arbeit. Dass er Dir die Arbeit vergütet lese ich auch nicht.
Er schafft sich durch eine Vollzeitstelle seine Altersversorgung. Du erhältst ihm seinen Besitz ohne irgendeinen Nutzen zu haben und verschaffst ihm durch Deine Hofarbeit ein landwirtschaftliches Nebeneinkommen.
Den Familienunterhalt bestreitest Du allein aus Deinem Teilzeiteinkommen, kannst daraus keine Rücklagen bilden und keine auskoemmliche Altersversorgung.


Zieh' zu Deiner Mutter, stock' Deine Arbeitsstunden auf, arbeite statt umsonst im Stall für Deinen eigenen Kontostand, damit Du später Deinem Sohn nicht auf der Tasche liegen musst. Übergib' ihm die alleinige Verantwortung für seinen Hof - ihr seid keine Wirtschaftsgemeinschaft in der man gemeinsam Eigentum schafft und erhält.

Du bist die billige, schlecht behandelte Arbeitssklavin. Es ist Zeit, das zu ändern, Verantwortung für Deine wirtschaftliche Basis zu übernehmen und Deinem Kind ein anderes Bild von Deinem Wert als Mensch zu vermitteln.

Um eine Beziehung, wie Du sie beschreibst würde ich mich auch nicht mehr bemühen.
 
  • #21
Sag mal willst du nicht irgendwann mal eine eigene Wohnung haben, mal auf eigenen Füßen stehen? Deine Situation ist halt so wie sie ist und daraus würde ich das Beste machen. Wieder bei Mutti einzuziehen wie ein Kind ist mit Sicherheit nicht die beste Lösung.
Ach Mensch - jetzt zerredet doch nicht gleich wieder alles. Noch ist die FS beim lieblosen Mann. Für den Übergang ist es natürlich wunderbar, dass sie erst mal bei den Eltern unterkommen kann. Verdammt - es ist GUT, dass sie bei den Eltern Unterstützung erfährt. Dass sie raus kommt vom Hof. Dann kann man ja immer noch weitersehen. Es geht doch auch darum, in eine liebevolle Umgebung zu kommen. Erst mal wieder Kraft tanken. Und SCHUTZ zu suchen. Denn sie hat Angst vor den Konsequenzen. Wie der Mann reagiert, wenn er erfährt, dass sie weg will. Was soll das denn immer mit: Willst du nicht selbständig werden und das allein regeln ...
Manchmal brauchen wir Menschen auch mal HILFE. Und dann sollten wir nicht zu stolz sein, diese anzunehmen, wenn man sie uns gewährt.
 
  • #23
Deine Abhängigkeit ist wohl das Hauptproblem. Nimm die Hilfe Deiner Eltern an, nimm Dir so lange Zeit, wieder auf die Beine zu kommen und Energie zu tanken und starte dann in Dein eigenes Leben. Du schaffst das, auch wenn es sicher erstmal schwer ist.
 
  • #24
Hallo Simone,
die Tiere halten Dich, weil Du weißt, dass Du sie nicht ihm überlassen kannst, weil er sich nicht gescheit kümmert. Es stimmt, was @Samtina schreibt, dass Höfe die Menschen binden und ihnen nicht die Kraft geben, um zu gehen, sondern die, um zu dienen.
Du weißt, dass Du Dich nie wieder so frei fühlen wirst wie auf dem Hof, selbst wenn Du dann tatsächlich um viele Verpflichtungen freier wärst.
Sprich mit ihm: Er soll Dich heiraten oder Dir den Verdienst zahlen oder Dich am Gewinn beteiligen oder Dich ins Grundbuch eintragen. Bei diesem Gespräch wird alles in Bewegung kommen, sodass Du klarer wirst. An den genannten drei Punkten werden sich im Gespräch die meisten Energien freisetzen. Danach weißt Du den Weg, den Du gehen willst.
Herzliche Grüße, w, 37