G

Gast

  • #61
Warum ich Single bin? Nach drei Beziehungen habe ich lange gedacht der richtige taucht einfach auf, wenn ich mich genug unter Leute begebe. Dann habe ich gemerkt, es passiert nicht. In meinem Umfeld gab es keinen interessanten Mann für mich.
Inzwischen weiss ich, mich hat auch keiner wirklich sexuell interessiert. Neulich ist ein Mann aufgetaucht, denn ich sexuell interessant finde, was für ein Unterschied. Ich muss ihn mir nicht zurecht reden, Begehren ist einfach da. Manchmal verlasse ich den Raum, damit ich ihn nicht anfasse.
Warum mir das Sexuelle so wichtig erscheint? Ich hatte nette Partner, die im Bett schnell langweilig wurden bzw. kein Interesse mehr hatten, das hat sich auf meinen weiblichen Selbstwert ausgewirkt und meine Libido tendierte gegen Null. Interessant wie sich das ändern kann.
Eine zeitlang habe ich mir die 0815 Nummer gewünscht mit Mann, Haus, Kind und wollte mich in so ein Nest setzen, aber ich glaube 0815 brauche ich nicht. Mein Ziel ist es bewusst zu leben und nicht einer äußeren Anforderung zu genügen.
Wenn ich die Unbewusstheit meiner Eltern sehe und die geistige Lähmung erfahre, die mich in deren Umfeld erfasst, dann ist mir Bewusstsein sehr wichtig. Wichtiger als ein Partner.
Was nicht heisst, dass da nicht einer kommen darf.
w44
 
  • #62
Ist das Ziel des Lebens unbedingt und unbedingt in einer Partnerschaft zu leben, oder ist es schöner mit der Person zusammen zu kommen und mit ihr eine erfüllte Beziehung erleben zu können, die man begehrt?

Für mich gilt definitiv das Zweite!

Wenn Partnerschaft die Aufgabe des Lebens ist, habe ich es noch nicht kapiert irgendwie....

Ich sehe es so:
Wenn ich im Laufe des Lebens verliebt bin oder einen Mann liebe, erst dann überlege ich es mir, warum ich noch single bin:)) Ansonsten weiß ich immer, warum...;)
 
G

Gast

  • #63
Hallo

Single sein ist keine Erkrankung. Der Umstand dass ich Single bin hat keinen so riesigen Einfluss auf die Art wie ich lebe und welche Werte ich habe. Ich denke mit oder ohne Partner: ich würde immer in diese Richtung tendieren, mit ausfüllendem Beruf und gastfreundlichem Haushalt und freundlichem Hund. Das bin ich ! Der Leidensdruck besteht jetzt nicht existentiell oder sozial. Für mich persönlich ist der Leidensdruck eher im Gefühlsmäßigen. Der andere fehlt auf den ich mich beziehe. Dieser Wunsch lässt aber nicht zu dass ich mich gedankenlos in Affären stürze oder alles ausprobiere, bloss um nicht allein zu leben. Ich suche schon sehr bewusst den einen, den besonderen, der ohne grosse Worte versteht und akzeptiert was mir etwas bedeutet. Es kann aber auch sein dass es diesen Mann gar nicht gibt.
 
G

Gast

  • #64
Ich will anscheinend zu viel: guten Sex, gute Gespräche, kein Morgenmuffel und introvertierten Mann, gutes Leben, schlank-sportliche Körper, keine böse Ex, keine Schulden und andere Probleme. "Biete" alles selber.

w 50
 
G

Gast

  • #66
Das dürfte auch das größte Problem vieler Dauersingle sein. Total überzogene Vorstellungen. Ein bekannter von mir ist auch so einer. Lebt von seiner Invaliden Rente, muß zur Tafel weil es hinten und vorne nicht reicht. Ist 45 und sucht von 18-30. Frauen in seinem alter sind ihm natürlich viel zu alt. Der sucht auch eine Püppi als Couchdeko. Für irgendwelche Unternehmungen fehlt nämlich das Geld. Und welche Frau will schon nur Zuhause sitzen und auf den Tod warten.
Hast Du das deinem Bekannten schon mal behutsam gesagt? Vielleicht hat er sich auch solche Kriterien zugelegt, weil er in Wahrheit gar keine Frau finden will!?
 
G

Gast

  • #67
Ich (m, 32) habe einfach noch nicht die grosse Liebe gefunden, ich hatte bis jetzt eine kürzere Beziehung, die grosse Liebe war es aber nicht. Und das hat nicht damit zu tun, dass ich zu anspruchsvoll bin, sondern einfach, weil ich meiner grossen Liebe noch nicht begnenet bin. Für mich ist das irgenwie auch eine Glückssache, ob und wann man der grossen Liebe begegnet.
 
G

Gast

  • #68
Bei mir läuft es in den letzten Jahren immer nach dem selben Schema ab: Empfinde ich etwas für jemanden, dann wird dies nicht erwidert - ist jemand an mir interessiert, dann sind meinerseits keine oder nur unzureichende Gefühle da.

Wenn ich abends mal fortgehe, dann betrachte ich sehr wohl die Menschen in meinem Umfeld genauer, was aber nicht heißt, dass ich andauernd nach einem passenden Mann Ausschau halte. Ich (w) bin jetzt bald 31 Jahre, meistens werde ich vom Aussehen her ca. 5-6 Jahre jünger geschätzt, und langsam aber sicher beginne ich daran zu zweifeln, dass doch irgendwann der "Richtige" dastehen wird. Oft bekomme ich Komplimente für meine Ausstrahlung und an meinem generellen Aussehen kann es auch nicht liegen. Natürlich bin ich nicht perfekt und Schönheit liegt ja immer noch im Auge des/der Betrachters/Betrachterin aber dass es so gar nicht funktioniert mit der "Beziehungskiste", versteh ich einfach nicht...
 
G

Gast

  • #69
Ich bin Single, weil mein Selbstbewusstsein, das ich problemlos beim Tanzen gehen ausstrahle und dabei eine Vielzahl eindeutiger Angebote nach sich zieht (leider alles uninteressante ONS und Frauen bis bestenfalls 23), beim Dating einfach wie weggeblasen ist. Tanzen gehen als erstes Date ist ja leider unpassend, da man sich nur schwer unterhalten kann.

M/30
 
M

Mooseba

  • #70
Warum ich Single bin? Nach drei Beziehungen habe ich lange gedacht der richtige taucht einfach auf, wenn ich mich genug unter Leute begebe. Dann habe ich gemerkt, es passiert nicht. In meinem Umfeld gab es keinen interessanten Mann für mich.
Inzwischen weiss ich, mich hat auch keiner wirklich sexuell interessiert. Neulich ist ein Mann aufgetaucht, denn ich sexuell interessant finde, was für ein Unterschied. Ich muss ihn mir nicht zurecht reden, Begehren ist einfach da. Manchmal verlasse ich den Raum, damit ich ihn nicht anfasse.
Warum mir das Sexuelle so wichtig erscheint? Ich hatte nette Partner, die im Bett schnell langweilig wurden bzw. kein Interesse mehr hatten, das hat sich auf meinen weiblichen Selbstwert ausgewirkt und meine Libido tendierte gegen Null. Interessant wie sich das ändern kann.
Eine zeitlang habe ich mir die 0815 Nummer gewünscht mit Mann, Haus, Kind und wollte mich in so ein Nest setzen, aber ich glaube 0815 brauche ich nicht. Mein Ziel ist es bewusst zu leben und nicht einer äußeren Anforderung zu genügen.
Wenn ich die Unbewusstheit meiner Eltern sehe und die geistige Lähmung erfahre, die mich in deren Umfeld erfasst, dann ist mir Bewusstsein sehr wichtig. Wichtiger als ein Partner.
Was nicht heisst, dass da nicht einer kommen darf.
w44
Also wer mit 44 noch nicht begriffen hat, dass Mann, Haus, Kind alles andere als eine 0815-Nummer ist, sollte sich nicht für erwachsen halten. Genau deswegen geht vieles auch zu Bruch, weil die jungen Eheleute nicht schnallen, dass die Vergnügungsphase irgendwann mal vorbei ist und die Aufgabenerfüllungsphase angebrochen ist. Aber wenn Vögeln und vermeintlich hochgeistiges Geplapper wichtiger sind im Leben...
 
G

Gast

  • #71
ich geh zu wenig unter Leute, ich bin zu viel allein. Ich such den wirklich passenden und den scheint es nicht zu geben. In meinem Alter sind viele schon liiert, die ich gut finden würde. Bin 35 seit gestern.
 
G

Gast

  • #72
Oh, gute Frage,
Manchmal muss man abwarten und geduldig bleiben.
Auch Singlezeiten gehen vorüber.
 
  • #73
Wie wär's mit einfach mal Erfahrungen sammeln, statt Voruteile aus dritter Hand anzuhäufen?
Die sammelte ich bereits reichlich. Gerade weil ich ohne Vorurteile in die Beziehungen ging. Obwohl tlw. anfangs große Vorurteile möglich gewesen wären.
auch weil keiner zeigte, dass er einen echten Bindungswillen hat.
Wie schnell / wie früh muß das ein Mann deutlich zeigen ? Bereits am ersten Date ?
Du hast eine furchtbar destruktive und "die anderen sind doof, nur ich nicht"-Sicht.
Ja, diesen Eindruck kann es machen. Aber es ist viel einfacher: Jede/r hat seine Vorstellungen von seiner Partner/in, Beziehung, Partnerschaft, Ehe, usw.

Es gibt also kein "richtig" oder "verkehrt". Denn dies wäre in der Partnersuche i.d.R. nicht objektiv, sondern durch die eigenen Maßstäbe bestimmt.
Was Jemand persönlich als gut + richtig findet, muß noch längst nicht Jedem gefallen.
Sondern nur: Es passt - oder passt nicht.

Meine Vorstellungen halte ich für angemessen und praxistauglich. Aber sie sind zu meinem großen Erstaunen nicht massenkompatibel. Also muß ich länger suchen. Oder Single bleiben. Beides nervt.

Jedoch scheine ich damit nicht der Einzige zu sein. Die Ursachen dazu sind sehr unterschiedlich.
Dieses gesellschaftliche Phänomen wird immer zahlreicher.
 
G

Gast

  • #74
Ich gehöre eigentlich gar nicht hier dazu ...ich meine zu dem Singlemarkt
Bei mir hat es natürlich auch einen Grund: Sie war hübsch, sie war intelligent ...und sie ist vor ein paar Jahren gestorben. So einfach ist es!
....
Es wird mir immer vorgeworfen, dass ich es einer möglichen Kandidatin unmöglich machen würde, aus M.'s Schatten überhaupt herauszukommen. Aber das bin nicht ich, der es unmöglich macht, sondern nackte, brutale, ernüchternde Zahlen ...z.B. BMI<=20, IQ>=140 und weniger als eine Hand voll Intimpartner im Leben.
....
Ich versuche es trotzdem weiter ....warum? ...keine Ahnung ...warum versuche ich immer wieder eine Münze in meine 3m entfernte leere Kaffetasse zu werfen?... m43
Vielleicht weil sich unter den potentiellen Kandidaten so widersprüchliche Leute zu finden sind.
Natürlich tut es mir sehr leid dass deine Frau gestorben ist aber was du hier schreibst zeigt doch auf dass es einem die "Gegenseite" nicht wirklich einfach macht.
Du gehörst nicht dazu nur weil du unter 40 bist - aber natürlich gehörst du dazu, bist single, über 30, warst schon mal verheiratet, und suchst.
Du behauptest sämtliche Trennungen sind "eigeninduziert", diese singles haben "abgeschossen" oder wurden - zwischen den Zeilen lese ich: mit gutem Grund - "abgeschossen". Diese verächtliche Ausdrucksweise macht klar, du hast zu getrennten Menschen nur eine Haltung: Selber schuld, beziehungsunfähig, keine Kandidatin für dich. Nur du als Witwer bist darüber erhaben?
Du bist nicht bereit Kompromisse zu machen, die Zukünftige hat genau das gleiche zu bieten wie deine verstorbene Frau, du behauptest gleichzeitig dem sei nicht so und dass die Frauen schuld sind wenn du keine findest da sie diejenigen sind die die Segel streichen.
Warum ich dich hier als Beispiel nehme: Weil ich behaupte diese Haltung findet sich bei der Mehrzahl der "Abgeschossenen" genauso und ist eine ziemlich gute Antwort auf die Eingangsfrage.
 
G

Gast

  • #75
Bei mir (m, 30) liegt es wohl an einer Mischung aus unpassendem Umfeld und eigenen "Defiziten".

In meinem Umfeld ist es so, dass die meisten meiner Freunde (oftmals seit Jahren) fest verpartnert sind und mittlerweile geht das große Heiraten los (letztes Jahr 2 Hochzeiten, dieses Jahr bereits weitere 2 angekündigt). Gemeinsames auf die Piste gehen wird so relativ selten. Kontakt zu unbekannten weiblichen Personen hab ich somit darüber kaum.

Was mich persönlich angeht: Ich war (und bin in Teilen durchaus noch) seit Ewigkeiten quasi der Prototyp des männlichen Nerds. Deutlich übergewichtig, Musikgeschmack deutlich abseits des Mainstreams, Filmgeschmack oftmals abseits des Mainstreams, Hobbys die in der Frauenwelt so garnicht ankommen (Videospiele) und ziemlich schüchtern noch dazu. Wenn ich mit Fremden ins Gespräch komme schlage ich mich zwar gut, aber das Eröffnen eines Gesprächs mit mir unbekannten Personen geht eigentlich nie von mir aus, alleine in ne Kneipe gehen oder so tu ich dementsprechend nicht, da ich quasi nur in der Ecke herumstehen würde. Auf der Arbeit (bin Programmierer) laufen auch eher wenige interessante Frauen herum.

Seit einiger Zeit versuche ich da zumindest an von mir gewünschten Änderungen zu arbeiten. Ich habe ~25kg abgenommen und bin nur noch knapp über normalem BMI, habe angefangen Sport zu treiben aber meine Schüchternheit kriege ich noch nicht so recht überwunden, auch wenn man mir diese wahrscheinlich auf den ersten Blick eher nicht ansieht (1,85, relativ breites Kreuz, lange Haare, Bart, Metaller halt ;)).
 
G

Gast

  • #76
Seit einiger Zeit versuche ich da zumindest an von mir gewünschten Änderungen zu arbeiten. Ich habe ~25kg abgenommen und bin nur noch knapp über normalem BMI, habe angefangen Sport zu treiben aber meine Schüchternheit kriege ich noch nicht so recht überwunden, auch wenn man mir diese wahrscheinlich auf den ersten Blick eher nicht ansieht (1,85, relativ breites Kreuz, lange Haare, Bart, Metaller halt ;)).
Lieber junger Mann, Hut ab, weiter so. Deine Denkstruktuturen des früheren Nerds abzulegen braucht seine Zeit. Ich war früher ein graues Mäuschen und habe wirklich jahrelang darunter gelitten. Andererseits hat es mich dazu gebracht großen Ehrgeiz zu entwickeln, der mich beruflich gut durch alle Wende- und Umstrukturierungswirren in Firmen durchzubrachte. Geheiratet habe ich auch nie, früher war ich sehr unglücklich, heute stehe ich ohne finan. und emotinale Trümmerhaufen da und schaue zufrieden auf die, die früher das hatten, was ich nicht hatte. Ich habe habe hart an mir gearbeitet und bin heute froh, dass es so gekommen ist.

Ich kann empfehlen viele Bücher zum Thema Selbstbewusstsein zu lesen. Über eine gute Selbstreflexion verfügst du ja, wie ich aus deinen Zeilen entnehmen kann. Denke dir eine Vision aus, wie du mal sein willst, guter Charakter gehöhrt dazu. An den Äußerlichkeiten kann man gut arbeiten und ein Metaller kann auch ein super Mann sein. Gibt ja auch Metallerinnen, die solche Männer super finden.

w 50
 
G

Gast

  • #77
Bin kein Mädchenjäger-auch zu wenig Gelegenheiten. Mich lernt man "zufällig" kennen. Man trifft mich im Büro am Kopierer, oder man hat die gleichen Hobbys.

Ein Kneipentyp bin ich nicht. Wohne auch schon etwas abseits von interessanten Lokalen. Hier werden abends die Bürgersteige hochgeklappt. Halbe Stunde Autofahrt muss man rechnen, wenn man was erleben will.

Wenn ich Feierabend hab, bin ich aber auch gern zuhause und pflege ein paar Freundschaften per social media. Dabei gibt es nur wenige Frauen und die wohnen noch nichtmal in Deutschland.

Die Zwangsgemeinschaften aus Schul- und Ausbildungsjahren haben sich zerstreut. Keine Kontakte mehr. Wo ich wohne, steht auch nur mein Bett. Keine weiteren Verbindungen zu den Einheimschen. Das ist auch alles ziemlich inzestös.

Habe wieder angefangen zu joggen. Meist am Wochenende und an Feiertagen. Die einem da begegnen, die auch sportlich ambitioniert unterwegs sind, sind meist sehr freundlich. Das fühlt sich gut an. Den Rest kann man vergessen.
 
M

Mooseba

  • #78
Lieber junger Mann, Hut ab, weiter so. Deine Denkstruktuturen des früheren Nerds abzulegen braucht seine Zeit. Ich war früher ein graues Mäuschen und habe wirklich jahrelang darunter gelitten. Andererseits hat es mich dazu gebracht großen Ehrgeiz zu entwickeln, der mich beruflich gut durch alle Wende- und Umstrukturierungswirren in Firmen durchzubrachte. Geheiratet habe ich auch nie, früher war ich sehr unglücklich, heute stehe ich ohne finan. und emotinale Trümmerhaufen da und schaue zufrieden auf die, die früher das hatten, was ich nicht hatte. Ich habe habe hart an mir gearbeitet und bin heute froh, dass es so gekommen ist.

Ich kann empfehlen viele Bücher zum Thema Selbstbewusstsein zu lesen. Über eine gute Selbstreflexion verfügst du ja, wie ich aus deinen Zeilen entnehmen kann. Denke dir eine Vision aus, wie du mal sein willst, guter Charakter gehöhrt dazu. An den Äußerlichkeiten kann man gut arbeiten und ein Metaller kann auch ein super Mann sein. Gibt ja auch Metallerinnen, die solche Männer super finden.

w 50
Ich habe Zweifel, dass das ehrliche Selbstreflexion ist. Hier geht es um Uniformierung, jeder Mann soll möglichst gleich perfekt sein, also die Riesenbasis an unzählig vielen, sich oft widersprechenden Eigenschaften haben. Ein Nerd darf niemand sein, ein bisschen Bauch darf niemand haben, keine merkwürdige Brille tragen, abends statt morgens duschen ist falsch, Halbglatze geht überhaupt nicht und unter 179 bzw. 16 cm sowieso nicht. Ins Fitnessstudio sollte sowieso jeder gehen und reichlich semi-esoterische Ratgeberliteratur verschlingen statt sich mal so gnadenlos hedonistisch mit einem Horrorthriller im Schoß in den Lieblingssessel zu flacken. Ordentlich tanzen und kochen muss er sowieso können und im Bett die Frau zum richtigen Zeitpunkt genau am richtigen Quadratzentimeter Haut mit genau dem richtigen Finger berühren. Ach so: Dass er sich gern mal einen Horrorfilm oder gar einen Western (das sind diese Cowboyfilme, Ladys) anschaut - noch in dem Alter, also wirklich - ist ja nun wirklich unerwachsen.
Aber wehe, er versucht, mit der so wahnsinnig anspruchsvollen Angebeten ein Gespräch über Heideggers Seinsbegriff zu führen. Dann ist der Mann plötzlich weltfremd.
Hier wird nicht nur ein einseitiges Männerbild vorgegeben. Es wird damit unausgesprochen auch ein sehr einseitiges Frauenbild gezeigt: Ein Mann muss aus diesem kompletten Eigenschaftenbaukasten bestehen, damit sich eine Frau in ihn verlieben kann. Gottseidank ist es in der Realität anders --- ganz anders.
Es gibt wirklich sehr viele Möglichkeiten, um allein zu bleiben. Wie sagte doch der frühere Fußballtorhüter Richard Golz mal nach einem Spiel: "Ich habe nie an unserer Chancenlosigkeit gezweifelt."

(m,31)
 
G

Gast

  • #79
Hier geht es um Uniformierung, jeder Mann soll möglichst gleich perfekt sein, also die Riesenbasis an unzählig vielen, sich oft widersprechenden Eigenschaften haben. Ein Nerd darf niemand sein, ein bisschen Bauch darf niemand haben, keine merkwürdige Brille tragen...
Nein, Mooseba, all das darf Mann, bei der Frau, die es mag. Und wenn sie es nicht ertragen kann, dann kann er sich anpassen oder gehen. Beziehungen beruhen auf Freiwilligkeit.

Was du machst, ist, alle Frauen zusammenzufassen und ihnen indirekt zu unterstellen, sie seien "von der Gesellschaft" indoktriniert, alle wollten das Gleiche. Das stimmt nicht.

Aber wenn ein Mann eine einzelne Frau trifft, und sie hat ein Problem mit seiner Brille, dann ist das so. Dann kann er sich überlegen, ob er die Frau will oder die Brille. Und die Frau, die die Brille nicht ertragen kann, ist nicht schlecht oder eine Männerunterdrückerin, wenn sie dann den mit der schöneren Brille wählt. Sie trifft ganz einfach eine freie Wahl nach ihrem Empfinden. Es hilft dir überhaupt nicht weiter, daraufhin einen Vorwurf zu machen.

Man muss sich immer so weit anpassen, dass man dem anderen gefällt, der einen interessiert, oder alleine bleiben. Ich teile nicht mit jemandem das Bett, den ich nicht ausstehen kann und hässlich finde. Ganz einfach. Wenn er mehr aus sich macht, sieht es vielleicht anders aus, vielleicht auch nicht. In der Liebe gibt es kein Gesetz, jedem eine Chance zu geben.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gast

  • #80
Ganz einfach: Ich bin nur 176cm gross. Es hat sich noch keine Frauen gefunden, die sie vorstellen könnte mit mir Sex haben zu wollen.

Ich habe keine Ahnung woran das liegt. Mich gibt es nur Topp-gepflegt und ich habe Geld wie Heu. Ich bin sehr charmant und hoch-intelligent. Wahrscheinlich alles Anleitungen, wie man eben nicht an Frauen kommt.

Ich habe sehr viel zu bieten, bin aber mittlerweile sehr anspruchslos. Du musst einfach nur mit mir schlafen wollen.

Was auch ein Problem ist, ist dass ich zu jung aussehe. Ich freue mich schon auf meinen 50izgen Geburtstag, dann sehe ich wie 40 aus und bin für Frauen ab 30 interessant;
 
G

Gast

  • #81
Studienzeit: Gleich am Anfang hatte eine Kommilitonin kennengelernt, die es hätte sein können, es aber letztlich nicht wurde, nicht zuletzt, weil ich ein Studienfach gewählt hatte, von dem ich früh wusste, dass ich nach dem Examen beruflich neu anfangen würde.

Alter 30 - 40 J.: beruflich erfolgreich umgesattelt. Die Zeit war hinsichtlich des Ziels Partnerschaft mit Ehe und Kindern ein Reinfall. Hauptgründe: - Berufliche Dauerreisetätigkeit. - Online-Dating funktionierte bei mir nicht, weil dabei Vorstellungen und Ansprüche von mir auf der einen Seite und mich interessierende Frauen auf der anderen Seite auseinander gingen und gar nicht erst miteinander in einen Austausch kamen. - Die geforderte berufliche Flexibilität führte mich in eine Stadt, von der ich weg wollte, in der ich keine Leben mit Familie starten wollte. Mit 43 J. bin ich erst in einer Stadt angekommen, in der ich bleiben wollte.

Ab 40 J. und vorher: Das Thema "eigene Kinder" war für mich schon erledigt, da ich das Alter nicht mehr passend fand. Wenn Kinder im Alter 30 J. aufwärts, dann aber bald nach 30 J., was aus meiner Sicht schon eher spät ist. Notgedrungen hätte ich auch mit 37 J. oder so mit Frau und Kindern gestartet.

Letztes Jahr: eine Frau kennengelernt. Wie das war, schreibe ich jetzt nicht, da ich nicht auch noch die Forumsleser/innen mit Negativgeschichten belasten möchte.

M 48
 
G

Gast

  • #82
Ich (M, 46) bin Single aus Überzeugung, weil ich ein Stück weitergedacht habe. Unsere Arbeitswelt ist brutal; selbst als Leitungskraft (bin leitender Beamter in einem Ministerium [B4]) wird man tagtäglich verarscht. Mein Ziel ist es, so schnell wie möglich in die Frühpensionierung zu gelangen. Das funktioniert nicht, wenn man Frau, Kinder, Immobilienfinanzierung, Krankenversicherungsverpflichtungen für die Familie etc. am Bein hat. Ich kenne viele Kollegen, die würden den Job lieber heute als morgen hinschmeißen, doch es geht nicht - wegen vorgenannter Verpflichtungen. Ich verzichte auf eine Beziehung und bin überzeugter Single, denn im Gegenzug reicht das Ersparte inzwischen aus, dass ich für den Rest meines Lebens allein über die Runden komme. Großen Luxus brauche ich nicht, für die Ansprüche einer Frau würde das Geld dann aber nicht reichen. Ich bin heute froh, dass ich in jungen Jahren keine Beziehung / Familiengründung eingegangen bin, denn dadurch hätte ich mir mein eigenes Gefängnis gebaut.
 
G

Gast

  • #83
Wieso noch Single?

Ich bin beruflich in Zeitjobs, muss sehr flexibel sein,
oft den Wohnort wechseln. Manchmal habe ich eine
nette Dienstwohnung mit Balkon. Manchmal lebe ich wegen
der Monstermieten in Grossstädten auch in einer
WG und stelle nur ein paar persönliche Sachen auf.
Bei mir ist die Beziehungspause ganz klar erst mit
dieser Beschäftigungsart eingetreten. Ich wünsche
mir bald genug Geld zusammen zu haben um etwas
anderes anzufangen, in einer von mir selbst gewählten
Stadt. Dort möchte ich mich dann auch fest binden.
Den Bericht von #81 finde ich sehr beunruhigend.
 
G

Gast

  • #84
Ich (M, 46) bin Single aus Überzeugung, weil ich ein Stück weitergedacht habe. Unsere Arbeitswelt ist brutal; selbst als Leitungskraft (bin leitender Beamter in einem Ministerium [B4]) wird man tagtäglich verarscht. Mein Ziel ist es, so schnell wie möglich in die Frühpensionierung zu gelangen. Das funktioniert nicht, wenn man Frau, Kinder, Immobilienfinanzierung, Krankenversicherungsverpflichtungen für die Familie etc. am Bein hat.
Ich bin eine Fraue die selber arbeiten geht und daher deine KV nicht bräuchte. Ein Haus bzw. Imobilie brauche ich auch nicht, Luxus und 3 Urlaub auch nicht. Ich habe schon immer für mich und mein fast erwachsenens Kind alleine gesorgt. 1 x im Jahr reicht auch. Klug bzw. studiert bin ich auch, aussehen tue ich auch nicht schlecht, so wie heute die Männer mich beim Ausflug angeschaut haben.

Kann es sein, dass du früher ein zu falsches Frauenbild im Kopf hattest und daher nur Geldgeile Weiber kennengelernt hast? Es gibt auch andere Frauen, die auf andere Werte Wert legen.

w 49
 
G

Gast

  • #85
Zu #81 und #82:
Selbst bin ich in 54-jähriger Mann und möchte vor allem den Kommentar zu #81 absolut bestätigen. Wenn man zwischen 25 und 30 heiratet, sieht die Welt rosa aus. Die Ansprüche der Frauen in Deutschland sich aber hoch: teure Immobilie mit allem Komfort im Grünen, teures Auto + Zeitwagen, mehrere Urlaube im Jahr, regelmäßiges teures Shopping etc. sind für fast alle gutaussehenden Frauen eine Selbstverständlichkeit, die sie von ihrem Partner erwarten. Dieses Forum ist die absolute Ausnahme, denn hier sind überproportional Frauen vertreten, die zu der absoluten Minderheiten der gutverdienenden Frauen gehören.
In der weit überwiegenden Praxis ist es aber so, dass der Mann das Geld heranschleppen muss. Unsere Arbeitswelt wird zunehmend unmenschlicher. Ich teile absolut die Auffassung von #81, dass das Leben zu schade ist, um über 30 Jahre eine Immobilienfinanzierung abzustottern, alle 10 Jahre ein Auto der gehobenen Mittelklasse zu kaufen und etwaigen Kindern das Studium zu finanzieren.
Ich selbst habe vor einigen Jahren wegen eines akuten burn out (war bis dahin Krankenhausarzt) die Reißleine gezogen. Ich arbeite seit dem nicht mehr und lebe von etwas erspartem, gelegentlichen Kursen in erster Hilfe und einer mageren Berufsunfähigkeitsrente. Meine Partnerin war binnen Wochen über alle Berge, als der Geldfluss versiegte und das Haus in die Zwangsvollstreckung kam.
Ich lebe inzwischen völlig zurückgezogen, habe mir einen Rauhaardackel zugelegt, gehe täglich im Wald spazieren und sitze bei schönem Wetter irgendwo stundenlang am See. Ich bin heute so glücklich wie ich lebe. Eine Beziehung brauche ich nicht und will ich nicht mehr. Die Menschen, die den Irrsinn im Hamsterrad weitermachen, tun mir leid.
 
G

Gast

  • #86
Ich bin mein ganzes Leben lang schon Single.

Ich habe mich allerdings nie gezielt auf die Suche nach einem Partner begeben. Ich dachte früher immer: Wenn, dann muss sich das irgendwie von selbst ergeben. Hinzu kommt, dass ich leider sehr schüchtern bin.

Ich war einige Male verliebt, aber es war jedes Mal unerfüllte unerwiderte Liebe.

Vor einigen Monaten wurde ich sehr offensiv von einem Mann angeflirtet, in den ich heimlich verliebt war und von dem ich glaubte, dass er mich auch mag. Vermutlich wollte er aber nur seinen Marktwert testen. Vielleicht war ich ihm auch zu ernsthaft und zu ruhig. Oder eben beides. Jetzt geht er mir jedenfalls aus dem Weg. Das ist wirklich schlimm für mich. Aber ich werde schon irgendwann darüber hinwegkommen und wieder ein glücklicher Single sein.

Fazit: Ich bin Single, weil ich offenbar zu schüchtern für Flirtereien, Freundschaften oder gar Beziehung bin. Dabei würde ich schnell auftauen, wenn ich merke, es könnte passen. Ich muss die Menschen nur etwas besser kennen. Aber wenn ich keine Chance bekomme zu zeigen, wie ich wirklich bin, weil das Interesse des Mannes schon nach wenigen Sätzen erloschen ist ... was soll man da machen.
 
G

Gast

  • #87
Ich habe Zweifel, dass das ehrliche Selbstreflexion ist. Hier geht es um Uniformierung, jeder Mann soll möglichst gleich perfekt sein, also die Riesenbasis an unzählig vielen, sich oft widersprechenden Eigenschaften haben.
Das hab ich mir (w,31) auch so ähnlich gedacht. Ich zum Beispiel finde Nerds gerade toll und eher diesen Einheitsbrei schrecklich.

Allerdings bin ich ebenfalls Single. :-(
 
G

Gast

  • #88
Mein Ziel ist es, so schnell wie möglich in die Frühpensionierung zu gelangen. Das funktioniert nicht, wenn man Frau, Kinder,....
Ich verzichte auf eine Beziehung und bin überzeugter Single, denn im Gegenzug reicht das Ersparte inzwischen aus, dass ich für den Rest meines Lebens allein über die Runden komme.
.....Ich bin heute froh, dass ich in jungen Jahren keine Beziehung / Familiengründung eingegangen bin, denn dadurch hätte ich mir mein eigenes Gefängnis gebaut.
Das ist aber eine erstaunliche Begründung, für den Singlestand - nur Geld leitet das Verhalten, der emotionale Zustand ist garkein Thema - schrecklich.

Frauen sind heutzutage sehr gut in der Lage, ihr Geld selber zu verdienen und ich verstehe garnicht, warum Männer nur aus Angst, ausgeplündert zu werden, sich gegen eine Beziehung entscheiden.
ch bewege mich selber in der >80.000€-Klasse und um mich herum 7 Single-Freundinnen, d.h. wir brauche keinen Mann, der uns finanziert. Wir würden auch keinem vertrauen, uns auf keinen verlassen und daher immer selber arbeiten. Was wir aber auch nicht wollen, sind so kleingeistige Männer. Wir glauben an die Selbstwirksamkeit, dass wir was rocken können und das machen wir auch. Uns vera... im Job und im Leben keiner und unserer Ansagen verhallen nicht ungehört. Insofern arbeiten wir mit Leidenschaft bis ins normale Rentenalter und rechnen nicht, wann wir uns finanziell leisten können, aufzuhören.

Wir haben allesamt keine Männer gefunden, die solche Frauen wollen, wie wir es sind. Manche hatten in Ehen downgesized, aber alle mussten es wegen unglücklich sein aufgeben. Alle hätten wir gern Männer, die uns nicht nur aushalten können, sondern mit uns Spass im Leben haben wollen. Aber jetzt im Alter 48-55 haben wir es aufgegeben. Der Markt ist abgegrast und wir können unserer Zeit besser verbringen. Wir sind allesamt unfreiwillig und ungern Single, aber lieber sind wir Single, als mit den falschen Männern verbandelt, die uns ersticken.
 
G

Gast

  • #89
In jedem Fall ist es meine bewusste, kluge Entscheidung gegen faule Kompromisse.
Der letzte Mann den ich kürzlich traf (Diplom-Ökonom, wirklich netter Mensch ansonsten) amüsierte mich mit dem Satz er wolle keine zu selbständige Frau mit ausfüllendem Berufsleben haben.
Der Witz: er hatte mich in meiner beruflichen Position überhaupt erst kennenlernen können, wusste also genau auf wen er da zukam. Er erklärte mir ich müsste schon unter seinem Rang arbeiten, dann wäre es okay für ihn gewesen. Ich bin aber in einer vergleichbaren mittleren Führungsebene wie er selbst.
Und ich wage zu prophezeihen dass die kommende Generation von Frauen (jetzt noch im Studium) noch viel selbstverständlicher gleich gute Positionen einnehmen wird. Sollen die dann etwa alle Dauersingles bleiben nur weil die Männer immer noch mental im 20. Jh. hängen ?
 
G

Gast

  • #90
ich bin Single, da die Männer in die ich mich verliebt habe nichts festes wollten. In die die was festes wollten habe ich mich einfach nicht verliebt.

So warte ich halt weiterhin auf jegenseitige Verliebtheit. Beziehungen ohne Verliebtheit habe ich auch schon versucht, das macht aber mehr unglücklich als glücklich.

W 29