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  • #1

Warum sind so viele gegen Fernbeziehungen?

Ich (w) lebe in einer Gegend, in der die Leute einen wirklich heftigen Dialekt sprechen, der mir absolut nicht gefällt. Von daher kann ich mir auch keinen Mann mit sehr breitem Dialekt als Partner vorstellen. Leider lerne ich hier in der Nähe nur vergebene Männer ohne Dialekt kennen, und Männer aus anderen Regionen bemühen sich zwar immer wieder um mich, ziehen sich aber zurück wenn es konkret wird. Dann kommt meistens die Begründung, dass ihnen die räumliche Entfernung zu groß ist.

Ich weiß, dass es sich in vielen Fällen um eine Ausrede handelt. Aber ich habe es tatsächlich schon häufig erlebt, dass viele Männer einfach sehr bequem sind und alles am liebsten vor der Haustür haben möchten. Natürlich wäre mir ein Partner aus meiner Nähe auch lieber (sofern er den Dialekt nicht spricht), und ich habe auch nie nach Männern geschaut, die am anderen Ende des Deutschlands gewohnt haben. Aber manche halten selbst 50-100 km für total lang und umständlich, was ich nicht verstehen kann. Ich fahre täglich 60 km in eine Richtung zur Arbeit. Ein Umzug kommt noch nicht in Frage, weil ich einen befristeten Vertrag habe.

Wenn irgendwelche Männer ein Date mit mir wollen, sollen die Treffen grundsätzlich in ihrer Nähe stattfinden. Das mache ich aber nicht mit. In meinen letzten beiden Partnerschaften bin ich die ersten 2-3x zu ihnen gefahren, und dann wurde das für die Männer zur Selbstverständlichkeit. Sie waren total genervt, wenn ich Besuche ihrerseits erwartete. Was kann eine Frau machen, damit der Mann dermaßen von ihr überzeugt ist und genauso gerne eine etwas längere Strecke für sie in Kauf nimmt wie umgekehrt?
 
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  • #2
Ich glaube das es in deinen Fall nicht so sehr ist, ob die Partner "gegen" eine Fernbeziehung, sondern sie wollen einfach nicht in die Verbindung "investieren".
Wenn jemand wirklich Interessiert ist, macht man schon so einiges.

Ich selber (m) habe eine Fernebeziehung ca. 150 km es ist allerdings auch noch recht frisch, aber meine Freundin kennt meine Meinung dazu, dass es "nett" ist als einstieg aber für mich kein Dauerzustand.

Von mir ein klares Jein...
 
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  • #3
Ich als m28 hätte derzeit keine Lust auf eine Fernbeziehung, weil ich kein Auto und auch keine Lust auf längere Fahren habe und alle 2 Wochen mal sehen und den Rest via SMS zu kommunizieren mir zu wenig ist... Vielleicht sehe ich das mit mitte 30 anders, aber ich bin ein "Nähe-Mensch"
 
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  • #4
Aus Erfahrung habe ich gemerkt, dass man auf grosse Distanz sich kaum richtig kennenlernen möchte. Ich hatte auch schon den Beginn zweier Fernbeziehungen (700km Distanz) und merkte dass dies nicht ideal ist für mich. Ich möchte nicht nur gemeinsame Gespräche . Sondern auch viel Zeit miteinander geniessen

w35
 
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  • #5
Warum ziehst du nicht um? Hab ich auch gemacht, um einen vernünftigen Mann zu finden.
 
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  • #6
Man kann sich das Leben auch künstlich schwer machen.

Frage zuerst, warum lebst du dann selbst in einer Gegend mit Menschen und Dialekten, die du nicht leiden kannst? Wäre mir zu dumm. Das ist ja dann eine tagtägliche Qual, ob privat Menschen kennen zu lernen, oder beruflich mit ihnen zusammen zu arbeiten.

Und die Männer, die du kennen lernst ohne gewünschten Dialekt, sind dann verheiratet. Also ich finde, deine Ansprüche sind schon leicht dekadent!

Ich weiß nicht woher du ursprünglich kommst, aber in jedem deutschem Bundesland gibt es spezielle Treffs und Stammtische für Leute aus ihrer Heimat, wo sie sich zusammen tun können. Am Besten mal über ein Forum informieren, ob du Gleichgesinnte findest.


Auf Flirtportalen werden die Ansprüche sehr hoch gesteckt. Es ist normal, dass man seine Existenz (Beruf, Hobby, Freunde, Leben, Kinder, Eltern), die man sich 30 oder 40 Jahre aufgebaut und gepflegt hat, nicht einfach so für den nächstbesten Menschen aus dem Internet über den Haufen wirft, um 200 oder 700 km weg zu fahren, um was komplett neues anzufangen. Das macht keiner einfach so.

Nebenbei wissen die Männer in den meisten Fällen, dass die Erfolgsrate in Singlebörsen sehr gering ist, den perfekten Partner zu finden. Also ist es schon kein Ansporn für die meisten Männer mal so kurzerhand übers Wochenende sehr sehr weit zu fahren um Kaffee zu trinken (außer das Treffen ist praktischerweise mit anschließender Aussicht auf versauten Sex verbunden, wofür es sich lohnen könnte. Du verstehst also hoffentlich die Problematik.)

Mal ehrlich, wenn ich die ganze Woche hart arbeite oder gestresst bin, hab ich am Wochenende nicht auch noch Lust, weit wohin zu fahren. Man sein, dass man verwöhnt und bequemlich geworden ist, aber hätte man die Lust raus zugehen, dann könnte man auch in die nächstbeste Disko gehen um jemanden kennen zu lernen, das wäre einfacher.

Ich sehe die Lösung des Problems nur so: schließe Fernbeziehungen konkret aus und schaue auch keine Minute länger Männer von weiter weg an. Du schürst Hoffnungen, die für beide Seiten zu kompliziert werden können und insbesondere dich arg quälen werden. Du kannst jedenfalls nicht befehlen, dass der Mann immerzu zu dir fahren soll, du kannst es noch nichtmal erwarten. Ich finde das Leben in heutiger Zeit stressig genug. Außerdem ist das Leben (Sprit, Benzin, Bahngeld) zu teuer, um sich Fernbeziehungen leisten zu können. (Also nix gegen Fernbeziehungen, wenn man sich liebt geht alles, aber hier gehts ja erstmal nicht um Liebe bis ans Lebensende, sondern gewöhnliches Kennenlernen).
 
  • #7
Na, aus dem gleichen Grund wie viele Damen auch: Och Nööö, Beziehung ja schon gerne aber dafür ein bisschen was zu investieren? Wär doch viel zu aufwändig. Man müsste sich doch hinterfragen obs dn Aufwand Wert ist, so ein büschen nebenher zu lieben geht halt in einer FB nicht. Ist was für Menschen mit Leidenschaft und Engagement.

Wer also dazu nicht bereit ist machts nicht- also ein ziemlich guter Filter für Ernsthaftigkeit.

Aaaber- sehr befremdlich finde ich Deine Argumentation wieso Du unbedingt jemanden aus der Ferne haben möchtest. Also ehrlich, jemand der sich nur einen Partner vorstellen kann der seine Herkunft verleugnet und keinen Dialekt spricht- da würd ich auch so ziemlich jede Begründung nehmen um nicht weiter in Kontakt beiben zu müssen. Glaube mir, beim richtigen findest Du jeden Dialekt toll.
 
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  • #8
Du erwartest vom Mann, dass er zu dir fährst, weil du den Dialekt anderer Leute in deiner Gegend nicht leiden kannst. Das ist ungefähr so, als lassen sich die reichen Leute die Erdbeeren im Winter von Honolulu einfliegen.

Kurz und einfach: Ansprüche zurück schrauben oder umziehen, wenn dir der Dialekt hier nicht passt. Männern aus der anderen Ecke von Deutschland kümmern sich wohl nicht um den Dialekt einer Frau, sondern möchten einfach nur ein nettes Mädchen an ihrer Seite haben. Ich denke, du hast bei dem Mann schon einen reichlich komischen Eindruck hinterlassen, wegen deinem Dialektproblem. Außedem erweckt es den Eindruck, du hast an dem Mann selbst nicht wirklich Interesse, sondern nur an seiner Sprache. Mir wäre das als Mann auch zu doof. Ich würde dich vermutlich noch einige Male anreisen lassen, um zu wissen, ob du wirklich an mir als Person Interesse hast oder nur an dem Dialekt.
 
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  • #9
1. Also bitte - wo wohnst du denn, wenn 50 km weiter kein Dialekt mehr gesprochen wird?
Ich selbst wohne in der Oberpfalz, da wird wirklich ein heftiger Dialekt gesprochen, aber selbst wenn ich 100 km fahre, dann bin ich höchstenfalls in Nürnberg, München oder Passau - und auch da wird dialekt gesprochen, der auch nicht wirklich besser ist. Also wenn du dem Dialekt ausweichen möchtest, dann musst du schon weiter fahren.
2. Du beklagst dich, dass Männer nicht bereit zu einer Fernbeziehung sind. DU aber bist nicht bereit, zu akzeptieren, dass ein Mann anders spricht als du. Ich finde das etwas oberflächlich. DU möchtest, dass alles nach DEINEN Vorstellungen geht.
Ein Dialekt entsteht durch die Umgebung, daran kann man nur bedingt etwas ändern. Je nach Bildungsgrad wird ein Mensch lernen, den Dialekt etwas zu mildern um sich in der ganzen Welt verständlich zu machen. Aber eine Einfärbung wird bleiben und das ist für mich auch ganz in Ordnung. Wenn du diesen Dialekt nicht magst, bleibt nichts übrig als umzuziehen.

Ich persönlich würde eine Fernbeziehung auch ablehnen, weil man nicht spontan die Möglichkeit hat, sich zu treffen und weil man nie genau wieß, was der Andere die ganze Woche über macht.
Für mich wären 100 km das absolute Maximum und auch nur, wenn es eine schnelle Verbindung gibt.
 
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  • #10
Hallo,
weil große körperliche Nähe in Verbindung mit räumlicher Distanz sich zumindest nur erschwert umsetzen lassen.
Die Treffen bei einer Fernbeziehung besitzen oft Eventcharakter, was für eine gewisse Zeit vielleicht sogar als spannend empfunden wird, weil das Alltägliche und z.b. das Verbindliche eines gemeinsamen Wohnsitzes fehlt.
Aber genau daran scheitern wohl die meisten Fernbeziehungen. Die fehlende Perspektive für ein echtes Zusammenleben. Wie will ich helfen, wenn der andere krank ist oder den anderen einfach mal nur spontan sehen will? Klar kann man alles organisieren...
Und wenn schon Fernbeziehung, sollte schon ein gerechter Ausgleich stattfinden, dass man sich z.B. auf halber Strecke trifft oder eben Treffen im gleichen Wechsel am jeweiligen Ort des Partners passieren.
Aber all das kostet eben u.U. viel Zeit, Kraft und Energie. Ein, zwei Treffen in der Woche - evt. kein Problem. Oder nur das Wochenende. o.K. Aber jeden Tag? Wenn man davon ausgeht, dass der Wunsch bei sich Liebenden sich täglich zu sehen stark ausgeprägt sein sollte, kann jeder km mehr auf Dauer schon zur echten Belastungsprobe werden.
Menschen, die so schon viel unterwegs und/ oder beruflich stark beansprucht sind, wünschen sich möglicherweise gerade in ihrer Freizeit Ruhe und Beständigkeit und dass der Partner eben einfach da ist. Ich glaube, dass viele Menschen so traditionell denken.
Ich bin nicht gegen Fernbeziehungen, glaube aufgrund eigener Erfahrungen aber einfach nicht daran, dass sie langfristig halten können...
Wenn man also sieht, dass sich Menschen nicht annähern können und wollen, warum dann in etwas investieren, unter dem man später womöglich leidet...
 
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  • #11
Ich bin bequem, habe alle meine Männer im Umkreis von 10km gehabt. Muss meinen Freund nicht jeden Tag sehen, aber schön zu wissen, dass ich es könnte. Man wächst leichter zusammen, ist nicht dazu verdonnert seine Zeit so gut wie möglich zusammen zu verplanen, wenn man 200km auseinader wohnt und sich mal am WE sieht. Ich liege einfach mal wochenlang nur mit meinem Freund im Bett und schmuse. Wir haben ja für den anderen alltäglichen Kram noch genug Zeit.
Aber warum sich Stress mit Fahrerei machen? W45
 
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  • #12
FB ... Ist was für Menschen mit Leidenschaft und Engagement.

[...]also ein ziemlich guter Filter für Ernsthaftigkeit.
Das ist eine sehr eigenartige Ansicht. Ich würde genau, aber auch ganz genau, das Gegenteil sagen.

Dass es bei dir klappt, Kalle, freut uns alle. Aber das ist die AUSNAHME, nicht die REGEL.

Ich hatte 5 Jahre lang eine anstrengende Fernbeziehung zwischen Berlin und Bonn, und ich kann nur sagen: nie wieder!

Wir sind sicher nicht nur an der Entfernung gescheitert, aber doch auch daran.
Leidenschaft, Engagement und Ensthaftigkeit kann ich mir auf Dauer (!) nur in räumlicher Nähe vorstellen.
 
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  • #13
Ich würde für die Männer nirgendwo hinfahren.Meine große Liebe kam geflogen, von Freiburg nach Hamburg.War für ihn klar, dass das der Mann macht.Wenn die Liebe trifft, dann kriegt man auch eine Distanz Beziehung hin.Aber vielleicht sucht manch einer gar nicht die Liebe, sondern ein bequemes Sofakissen.Bleib bei Deiner Einstellung, sie ist richtig.Teste die Männer, ob sie zu kommen bereit sind, wenn nicht, dann abhaken.w43
 
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  • #14
Das Thema ist hier vielfach diskutiert worden. Auf Dauer ist eine Fernbeziehung zermürbend. Ganz abgesehen von den Kosten und dem ökologischen Irrsinn. Wenn Dir die Männer in Deiner Gegend nicht passen musst Du halt umziehen. Ich würde mich niemals auf eine Fernbeziehung einlassen.
 
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  • #15
Hallo,

ich persönlich habe nur schlechte Erfahrungen mit Fernbeziehungen gemacht, sodass ich auch keine mehr haben möchte. Telefonate können nicht die persönliche Nähe ersetzen. Ausserdem merkt man laut meiner Meinung auch gar nicht, ob man richtig zusammenpasst oder nicht, denn in die wenigen gemeinsamen Stunden wird alles an Nähe gepackt, was während der Woche entbehrt werden musste. Die Ansprüche an die gemeinsame Zeit steigen, wobei diese Ansprüche irgendwie nicht befriedigen sind. Deswegen möchte ich nur noch eine Partnerschaft eingehen, die höchstens 1 Stunde Autofahrt beansprucht, um den Partner auch sehen zu können. Alles andere - so denke ich auf jeden Fall - ist zum Scheitern verurteilt.
 
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  • #16
Ich habe Fernbeziehungen als auch eine Wochenendeehe gelebt und schließe für die Zukunft beides aus.

Meine Gründe:

- Ich verkrafte es emotional nicht. Ich bin kein Klammeraffe und finde es in Ordnung, wenn ich meinen Partner außer am Wochenende unter der Woche 1x, kann auch gerne 2x sein sehe, aber das zumindest muss möglich sein.

- Es findet meiner Meinung nach zu wenig "gemeinsames Leben" statt. Beispielsweise die Geburtstagseinladung zu einem Freund oder einer Freundin "unter der Woche". Da heißt es dann alleine hingehen. Oder auch eine interessante Vorstellung im Theater.

- Ich möchte zumindest das Gefühl haben, wenn er und ich wollte, dann könnte ich jetzt husch, husch zu ihm kommen/übernachten oder er zu mir.

- Meine als berufstätige Frau knappe Freizeit möchte ich nicht im Zug oder auf der Autobahn verbringen.

- Ich neige ein wenig zum "fremdeln". Wenn ich jemanden die ganze Woche nicht gesehen habe, benötige ich ein wenig Zeit um "warm" zu werden ... und wenn ich dann "warm" geworden bin und es vertraut, schön und wohlig finde, dann muss ich wieder abreisen.

- Finanzielle Aspekte. Mehrere Hundert Euro pro Monat nur für Fahrten mit dem Auto oder dem Zug auszugeben, finde ich schwierig.

Ich handhabe es so, dass ich Männern die zu weit weg wohnen mit echtem Bedauern eine freundliche Absage sende. Ich bedauere es wirklich in fast jedem Fall, aber eine Fernbeziehung bzw. eine Beziehung mit einem Mann der sehr weit weg wohnt, kann ich mir erst als Rentnerin erlauben.

w/50

w/50
 
  • #17
Ich halte das überhaupt nicht für eine Ausrede, sondern einen Hauptgrund. Ich würde auch keine Fernbeziehung wollen, da ich mit meinem Partner einen Alltag leben will und die Möglichkeit sich immer treffen zu können, wenn man will. Eben auch in der Woche und vom Partner aus auch zur Arbeit fahren zu können. Daher muss die Begeisterung für den Mann schon enorm groß sein um dieses entfernungsdefizit zu übersehen. Ich verstehe eher nicht, warum du eine FB so erstrebenswert findest und nicht verstehen kannst, warum jemand das nicht will.
 
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  • #18
@12 - sorry, aber das ist doch Quatsch. Beziehung ist Geben und Nehmen. Muss es sogar sein. Und wenn nur einer "fliegt", dann läuft da gehörig etwas schief und da hilft es als Frau auch nicht, sich auf den Prizessinnenstatus zurück zu ziehen und zu schmollen. Kalle hat Recht, auch ich gehöre zu diesen Ausnahmen, die per Fernbeziehung eine wunderbare Partnerschaft aufgebaut haben. Heute verbringen wir sogar mehr Zeit miteinander, als normal, verheiratete Paare, da wir auch zusammen arbeiten. Und ja, die Entscheidung FÜR genau diesen Partner - gerade in einer Fernbeziehung - ist ein Garant für Ernsthaftigkeit, Vertrauen und gelebte Werte! w/42
 
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Gast

  • #19
Sicher sind Fernbeziehungen problematischer, besonders, wenn man in einem "jungen" Lebensabschnitt ist und etwas gemeinsames aufbauen möchte.
Ich bin "älter" (50plus) , mein Partner 60 und seit 5 Jahren führen wir eine wunderbare WE und Schulferienbeziehung. Ausgefüllt im Wochenalltag durch Beruf (Ortswechsel nicht möglich) und noch schulpflichtige Kinder, Ende der Schulzeit aber absehbar. Und so genießen wir unsere zeitweilige patchwork familie mit allen 5 Kindern (was für ein Geschenk, plötzlich 2 größere Brüder zu haben, umgekehrt: eine fast gleichaltrige kleine Schwester, bzw. zwei "Brüder" im genau gleichen Pubertätsstadium, die sich endlich verstanden fühlen . . . und die große "Schwester" die schon auswärts studiert . . .). Wir erleben Familienbereicherung ohne Erziehungsauftrag, haben genügend Zeit für uns allein oder mit Freunden und vor allem: freuen uns auf die Zukunft! Freuen uns, wenn die Kinder zunehmend ihre eigenen Wege gehen, fühlen uns nicht verlassen (wie viele andere Mütter in meinem Bekanntenkreis) -
freuen uns auf ein intensiveres Zusammenleben bei Arbeitszeitreduktion oder Ruhestand, d.h. gute Aussichten! Und so können wir immer den Moment leben!
Wenn man den Menschen findet, mit dem die Seele im Gleichklang schwingt, dann ist sicher alles möglich, auch wenn er 200 km entfernt lebt!
 
  • #20
@11

Das ist eine sehr eigenartige Ansicht. Ich würde genau, aber auch ganz genau, das Gegenteil sagen.
wieso eigenartig? Hier wird ständig betont welch grosser Aufwand das ist- den machst Du einfach nicht für eine "so-lala"-Beziehung

Dass es bei dir klappt, Kalle, freut uns alle. Aber das ist die AUSNAHME, nicht die REGEL.
Was für ein Käse, es ist keineswegs die Ausnahme. Manche triffts am Anfang einer Beziehung, andere dazwischen. Die moderne Arbeitswelt ist nunmal global. Ich kann Dir aus dem Stand 10 Beziehungen im Freundeskreis nennen bei denen das genausogut funktioniert hat. Auch in jüngerem Alter. Da lernt man sich kennen und 2 Monate später muss einer für zwei Jahre nach China... wer danach noch zusammen ist hat gute Aussichten...

Ich hatte 5 Jahre lang eine anstrengende Fernbeziehung zwischen Berlin und Bonn, und ich kann nur sagen: nie wieder!
Aha, und deshalb kann das für andere gar nicht gehen... verstanden.

Wir sind sicher nicht nur an der Entfernung gescheitert, aber doch auch daran.
Leidenschaft, Engagement und Ensthaftigkeit kann ich mir auf Dauer (!) nur in räumlicher Nähe vorstellen.
Tscha, dann wars eben nicht der "richtige". Ihr seids auch daran gescheitert- also ist der Umkehrschluss dass es auch andere Probleme gab und die Entfernung nur die Begründung war (nicht zu verwechseln mit dem Grund)
Und wer hat gasagt dass es auf Ewigkeit eine FB bleiben muss? Ist ja auch meine Rede: Es muss die Aussicht geben mittelfristig zusammen zu leben.

und liebe #15
Wir habens ja begriffen- es kostet Geld, Zeit und Bedarf eines gewissen Engagements das Du bei nebenan gar nicht zwingend mitbringen musst. Merkste was? Du versuchst die Liebe rationell aufzubauen- Du hast mein volles Mitleid.
Wie macht Ihr das eigentlich bei den ganzen Herren mit Studium und gutem Job? Wer davon kann mal so eben unter der Woche ins Theater oder zu `nem Geburtstag gehen? In der Firma in der ich arbeite sind ALLE Führungs-und Fachkräfte ständig unterwegs. Mo-Do. Abends irgendwas zu planen kannste Dir eigentlich sparen.

Zuerst kommt für mich die Liebe- und dann finden wir Wege zusammen zu sein.
 
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Gast

  • #21
@#19: Als ersten Punkt habe ich genannt "Ich verkrafte es emotional nicht." und das ist auch der Hauptgrund (die anderen Gründe habe ich genannt, damit die Argumentationsbasis nicht so dünn ist, aber in der Hauptsache geht es um mein Gefühl für den Mann). Noch nach Jahren saß ich beim Abschied von meinem Ehemann/Freund - obwohl für nur eine Woche - auf der Heimfahrt weinend im Zug, jedes Wochenende, immer wieder. Des Weiteren habe ich von "fremdeln", "Wärme" etc. geschrieben; das hat alles mehr mit Emotion als mit Ratio zu tun.

Allerdings hast Du nicht ganz unrecht, dass ich versuche, auf der Suche nach einem Partner auch meinen Verstand eingeschaltet zu lassen.

w/50
 
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Gast

  • #22
@19
Kalle, ich bin die 11, und ich frage mich, warum du gleich so giftig wirst.

Mir ist klar, dass es FB gibt, die funktionieren. Deine zum Beispiel, und das freut mich wirklich, ganz ohne Ironie.

In diesem Forum geht es aber, glaube ich, darum, seine Meinung zu äußern. Ganz subjektiv.
Und das habe ich getan. FÜR MICH kommt eine FB auf gar keinen Fall in Frage. Das hat sich auch erledigt, weil ich vor Jahren jemanden gefunden habe, der in meiner (Groß-)Stadt gelebt hat. Inzwischen sind wir unter einem Dach.

Dass meine FB damals nach 5 Jahren gescheitert ist, lag nicht nur an der Entfernung, das habe ich auch mit keiner Silbe behauptet, sondern es gab andere Probleme, die mit der relativ großen Entfernung zusammenhingen. Wir haben uns nur 2x im Monat für gut einen Tag gesehen - am Freitag abend kam einer ganz erschossen von der arbeitsreichen Woche und der Reise beim anderen an. Dann hatten wir den Samstag, und am Sonntag nach einem späten Frühstück ging's an die Rückreise. Als ich einmal schwer und beängstigend krank geworden bin, war mein damaliger Freund viele, viele Tage lang nicht an meiner Seite. Und das ist nur eins von etlichen traurigen Beipielen.

Für mich, ich wiederhole, FÜR MICH, war diese Erfahrung und nicht nur diese so schmerzlich, dass ich ganz sicher war, sowas nicht mehr zu wollen. Das ist meine eigene Erfahrung, die ich mitteile; bei anderen mag das ganz anders sein.
 
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Gast

  • #23
hallo ihr Fernbeziehungs-Fraktion,

ich denke einfach Menschen sind verschieden. Und so wie man eine Fernbeziehung per se nicht als zum Scheitern verurteilt sehen sollte ist räumliche Nähe zum Partner natürlich auch kein Garant für Bestand.
Aber gerade was die Kalle`schen Argumente bzgl. Führungskräfte, die ausschließlich in der Welt unterwegs sind angeht - ein solches Leben muss ja, nur weil es so stattfindet nicht für jeden richtig sein...:) Da geht es nicht nur um Mo. - Do., sondern oft um ein paar Monate im Ausland, Arbeiten am WE usw... Und genauso wenig deren zusätzlich zum Familienleben in D geführten Doppelleben mit Geliebter oder gar Familie im Ausland. Solche Dinge gibt es leider öfter als man denkt.
Insofern stimme ich zu, wenn eine Fernbeziehung dann verbindlich und treu besteht, ist es wohl etwas Ernstes....-)
Aber darum ging es in der Frage gar nicht.
Ich persönlich finde nun 50 - 100km auch nicht sehr viel. Ich bin auch schon 200 km gefahren. Dann gab es eben weniger, aber intensivere Treffen. Trotzdem kam es nach 2 Jahren zur Trennung, weil einfach die Freizeitpotenziale zu verschieden waren, wir beide längerfristig räumlich gebunden waren oder uns diesbezgl. nicht verändern wollten oder konnten... Da nutzte die ganze Liebe, Kraft und Engagement nichts. Ja, die rationalen Gegebenheiten waren eben ungünstig und wir merkten, dass wir das so die nächsten 10 Jahre nicht weitermachen wollten...

Es kommt eben darauf an, wie das Leben und der Tagesablauf sonst organisiert ist oder abläuft, welches Freizeitpotenzial der jeweilige Partner zur Verfügung hat, wie viel gemeinsame Zeit und welche gemeinsamen Aktivitäten mit dem Partner einem wichtig sind. Wenn da in etwa Deckungsgleichheit besteht, sind zumindest gute Voraussetzungen gegeben.

Ich persönlich möchte lieber die Zeit mit dem Partner verbringen, als auch noch meine Beziehung vorwiegend den Gesetzmäßigkeiten der globalen Arbeitswelt zu unterwerfen, wenn ich das vermeiden kann...
 
  • #24
Hui, da hab ich aber Staub aufgewirbelt.

Klar, eine FB ist nicht für jeden was, genausowenig wie die Beziehung mit einem beruflich häufig Reisenden.
Klar, wer wie #20 nach einigenTagen Trennung fremdelt und auf der Heimfahrt flennend in der Bahn sitzt sollte sich das ersparen. DAS lass ich gelten, den Rest von wegen Zeit, Geld etc. dagegen nicht. Ich fürchte nur dass das vielen Männern zuviel Nähebedürfnis ist.

Und was ich eben ganz und gar nicht gelten lasse ist die Aussage dass meine als FB angefangne Beziehung die groooose Ausnahme sein soll- dafür kenn ich vielzuviele bei denen das funktioniert (ich lebe nunmal in einer Gegend mit vielen Internationalen Firmen). Und das quer durch alle Altersschichten und die ganze Palette von langjährigen Ehepaaren bis hin zu frisch verliebten.

Zudem gelten natürlich für eine funktionierende FB einige Regeln: Das heisst natürlich JEDES verfügbare Wochenende, Reisebelastung etwa 50/50, die Perpektive mittelfristig zusammenzuziehen, täglicher Kontakt per Telefon. Volle Unterstützung wenn einer Hilfe braucht und/oder krank wird. Aber das gilt für JEDE Ernsthafte Beziehung.
Mal ehrlich, wenn der Partner zwei Strassen weiter wohnt, wie oft gehts dann tatsächlich unter der Woche irgendwohin?

Und nochmals die Frage: Hier wird doch gerade von den Damen soviel darauf gelegt keinen Looser zu bekommen, einen Akademiker der einen guten Job hat. Aber gleichzeitig soll der jeden Abend auf der Matte stehen können? Leute, aufwachen- das gibts Heute nicht mehr! Wer nicht bereit ist öfter mal seinen Koffer zu packen bekommt solche Jobs nicht. Hier beisst sich die Katze einfach in den Schwanz.

Aber nochmal zurück zum Problem der FS- die hat nämlich m.e. ein völlig anderes Problem: Wer nur anhand seines fehlenden Dialekts in Frage kommt hat einen verdammt guten Grund an der Ernsthaftigkeit der Dame zu zweifeln. Und dafür dann eine FB mit allem Aufwand einzugehen würd ich mir auch 2x überlegen.
 
  • #25
Es liegt entweder an der mangelnden Begeisterung Deiner bisherigen Männer oder daran, daß Du sie verwöhnt hast. Erwarte spätestens beim zweiten Treffen, daß er Dich besucht!

Entfernung ist ja relativ. Ich war schon mal nach Rumänien verliebt. Da hab' ich mir einfach gesagt: 'Is' doch noch EU. Besser als Australien!' ;-)

Viel Glück!
 
G

Gast

  • #26
Hallo

Ich persönlich bin auch in einer Art Fernbeziehung. Aller paar Wochen oder auch Monate sieht man sich persönlich. Sonst nur am Telefon oder PC. Vieles was mir wichtig ist in einer Beziehung geht da verloren. (nicht nur das eine)
Ich will nicht umziehen, und Sie nicht von ihrem Sohn weck ziehen.
Daher ist es eigentlich aussichtslos!
Gibt zwar Pläne, dass es in 5 Jahren dann gehen würde. Mann wird jedoch auch nicht Jünger.
Zum Schluss muss jeder selbst entscheiden. Hauptsächliche nichts übers Knie brechen.

Wie lang sollte eine Fernbeziehung maximal dauern, bis man sie aufgibt?

L.G.
 
G

Gast

  • #27
Also, ich gehöre zu der Fraktion, die seit 7 Monaten eine Fernbeziehung über 260 km führt. Und zwar funktionierend, weil jeder bereit ist, auf den anderen zuzugehen. Da kommt es tatsächlich auch vor, dass er sich Urlaub nimmt, weil ICH jemanden brauche, der nach einer ärztlichen Untersuchung bei mir übernachtet (sollte aber wohl auch bei einer Nicht-Fernbeziehung üblich sein, oder?). Wobei auch eine Perspektive zum Zusammenleben gegeben sein sollte.
Ich kann mich eigentlich voll Kalles Argumentation anschließen. Nur das Argument von wegen Ablehnung des Dialekts kann ich nicht dulden, denn jeder hat bestimmte No-Gos und dann geht eben auch nix. Bei mir ist es beispielsweise so, dass ein Mann tatsächlich verloren hat, wenn er mit einer "Micky-Mouse-Stimme" 'gesegnet' ist. Und von daher bitte die FS wegen ihrer Dialektabneigung nicht verurteilen - sich selber fragen, was denn bei einem Selbst No-Gos sind ^^
w/46
 
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Gast

  • #28
Eine Fernbeziehung auf Dauer ist was für Leute denen die mentale Nähe reicht. Ich kann mal eine Zeitlang die Entfernung überbrücken aber auf Dauer ist mir das zu zeitraubend.

Sprich bei einer Fernbeziehung sollte die Perspektive des sich Näherkommens gegeben sein sonst läuft sie irgendwann einfach ins Leere.

w46
 
G

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  • #29
Ich spreche mich absolut für eine Fernbeziehung aus, da ich beruflich stark eingebunden und auch Zeit für mich benötige. Die Wochenenden stellen immer ein kleines Highlight da und ermöglichen mir mal komplett von der Arbeitswelt auf Erholung umzuschalten. Ich benötige keinen Partner der meinen Alltag strukturiert. Für mich ist es wichtig, dass jeder selbständig bleibt. Natürlich gibt es Momente, wo man den Partner stark vermisst und sich nach ihn sehnt, aber das multipliziert für mich die Leidenschaft um das Vielfache.
w29
 
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  • #30
Ich spreche mich absolut für eine Fernbeziehung aus, da ich beruflich stark eingebunden und auch Zeit für mich benötige. Die Wochenenden stellen immer ein kleines Highlight da und ermöglichen mir mal komplett von der Arbeitswelt auf Erholung umzuschalten. Ich benötige keinen Partner der meinen Alltag strukturiert. Für mich ist es wichtig, dass jeder selbständig bleibt. Natürlich gibt es Momente, wo man den Partner stark vermisst und sich nach ihn sehnt, aber das multipliziert für mich die Leidenschaft um das Vielfache.
w29


das ist ein Phänomen unserer Zeit. Die Beziehung kann nur lebendig gehalten werden wenn man den anderen möglichst aus seinem Alltag heraushält.

Der Partner wird dann als eine Art Wochenend-Event eingeplant, Probleme werden außen vorgelassen, weil jetzt ist ja Erholung angesagt. Leidenschaft ist nur möglich wenn der Pegel der Sehnsucht systematisch nach oben getrieben wird.

Ich benötige auch keinen Partner der meinen Alltag strukturiert aber dafür einen der meine kalten Füße und mein Herz wärmt und das möglichst oft, also auch unter der Woche:))

w46