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  • #1

Warum sind so viele Männer vonTrennungen traumatisiert?

Sie halten sich nicht für "gestört" ich empfinde es aber so, das Männer die trennung schwerer wegstecken Sie glauben ihre Trennung verarbeitet zu haben, jeder auf seine Weise - und leiden an den Spätfolgen. ich hoere immer wieder das die männer die trennung als ihre GROESSTE NIEDERLAGE empfinden. ich war so gluecklich nach meiner scheidung und habe mich einfach gefreut endlich mit dem fuer mich besser zu passendem partner in eine gemeinsame zukunft zu gehen. warum empfinden maenner scheidungen ,versagt zu haben???
 
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  • #2
Ich fürchte, es liegt daran, dass sie noch viel weniger reden als Frauen, sich jemandem öffnen und wirklich trauern.

Eher wird der Schmerz verdrängt, eine neue Frau gesucht... oder im Job Gas gegeben, oder ein tolles neues Hobby- aber nicht nachgedacht und durchdiskutiert und geweint.

Zudem habe ich im Laufe meines Lebens die Erfahrung gemacht, dass viele Männer viel sensibler und zartbesaiteter sind als Frauen, zwischenmenschlichen Stress viel schlechter "wegstecken" können. Die Kerle können es aber nicht zeigen, leiden eher still, spielen den tollen Hecht- und flüchten, wenn eine Frau ihnen vielleicht wieder nahe kommen könnte... es könnte ja wieder weh tun...
 
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  • #3
Die Trennung an sich ist vielleicht weniger das Problem.
Sondern das für alle wahrnehmbare Scheitern/Versagen.
Weil der Mann anders tickt als Frauen.
Verantwortung, alles am Laufen halten, alles im Griff haben, vorzeigbare Ergebnisse präsentieren. Eine Scheidung dokumentiert das Gegenteil.
Das bedeutet, ich habe meine Aufgabe nicht gemeistert.
Fazit:
Niederlage, angeschlagenes Ego.
Er war nicht fähig, das Projekt zu stemmen, am Laufen zu halten und zu einem erfolgreichen Ende zu bringen.
Für Männer hat eine Niederlage völlig andere Dimensionen als für Frauen.
 
  • #4
Ich habe eigentlich nicht den Eindruck, dass Männer nach Trennung mehr traumatisiert sind als Frauen.

Entscheidend ist aber, dass es in jedem Einzelfall auf die Trennungsgründe, Umstände, Gefühle und die Richtung ankommt.

+ Richtung: Wer sich selbst aktiv trennt, verarbeitet es meistens besser als derjenige, von dem sich getrennt wird.

+ Gründe: Warme Wechsel oder Fremdgehen sind für das Opfer zum Beispiel ganz erheblich schmerzhafter und traumatischer als Auseinanderleben.

+ Umstände: Je nach sonstiger Lage in bezug Familie, Beruf, Wohnung, Geld kann eine Trennung die aktuelle Lebenssituation nochmals verschlechtern und richtiges Leid verursachen.

+ Gefühle: Wenn man den Partner im Moment der Trennung noch richtig liebt und sich eigentlich ganz viel mit ihm vorstellt und die Trennung einen kalt erwischt, dann ist das fast immer traumatisch und extrem schmerzhaft und zu den Trennungsproblemen kommt tiefster Liebeskummer hinzu. Solche Verarbeitungsphasen sind langwierig und schmerzhaft.

Ich glaube aber nicht, dass das Geschlecht ein entscheidender Faktor ist. Es sind eher die genannten Aspekte der Trennung.

Dennoch zwei Argumente pro Deiner Hypothese: Männer sehen sich natürlicherweise oft als Versorger und Beschützer, sollen Souveränität, Maskulinität, Tapferkeit ausstrahlen, sind aber gegebenenfalls ganz genauso tief getroffen und erleben Liebeskummer und Schmerzen. Das trifft Männer daher möglicherweise durchaus tief in ihrem Selbstverständnis als Mann.

Zweitens ist es zumindest bei Scheidungen so, dass Männer da leider ganz oft den kürzeren ziehen und zu den emotionalen Problemen eben auch finanzielle Abzocke hinzukommt, die ihnen absehbar den weiteren Lebensweg ganz massiv erschwert und die Lebensqualität für lange Zeit senken wird. Dass das mental schwer zu verarbeiten ist, kann ich nachvollziehen.
 
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  • #5
Zwei Dittel aller Scheidungen werden von Frauen eingereicht! Nur ein Drittel von Männern. Also, doppelt soviele Frauen wie Männer begehren die Trennung. Nicht mehr gewollt und geliebt zu werden, entbehrlich zu sein, bedeutet für viele Menschen ein tiefes traumatisches Erlebnis. Meiner Meinung nach sind Männer viel seltener in der Lage dies mit ihrem Selbstbewusstsein zu vereinbaren. Sie sind psychisch wohl weniger belastbar. Zudem werden sie durch monatliche Unterhaltszahlungen stets daran erinnert, eine Familie gehabt zu haben die nun weggebrochen ist.
Frauen können sich ohne Mann viel besser durchwursteln, als Männer ohne Frau. Das belegten eindrücklich bereits die "Trümmerfrauen".
Scheidung bedeutet für Männer i. d. Regel auch eine Trennung von den Kindern. Diese erleben sie nur noch als Wochenendpapa. Eine verlassene Frau hat wenigstens noch die Kinder die als ihre Restfamilie fungiert. Bei einer Trennung gibt es immer Gewinner und Verlierer, wobei ich hier explizit nicht die finanziellen Aspekte meine sondern die psychischen. Derjenige der verlassen wird empfindet sich häufig als Versager. Und es sind nun einmal (statistisch) doppelt soviele Männer als Frauen die verlassen werden!
Eine soziologische Studie hat herausgefunden, dass Frauen zu Beginn der Ehe wesentlich zufriedener waren als ihre Ehemänner, während Männer mit der Dauer der Ehe immer zufriedener wurden. Umgekehrt wurden Frauen immer unzufriedener je länger die Ehe währte.
Ich glaube, der Verlust der hauswirtschaftlichen und emotionalen Versorgung durch die Frau ist für einen Mann genauso tragisch wie die Einbuße des Arbeitsplatzes. Eine Frau dagegen hat keine Probleme mit Einbußen in hauswirtschaftlicher und emotionaler Versorgung. Die hat sie nie gehabt und deshalb ist sie irgendwann mal weg!
 
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  • #6
Scheidungsfolgen belasten Männer sehr viel stärker als Frauen.

- Der Mann hat eines der ganz großen Projekte im Leben nicht auf die Reihe bekommen.
Die Frau dokumentiert mit der Scheidung eher, dass sie eine emanzipierte Powerfrau ist, dies ich die Butter nicht vom Brot nehmen lässt.

- Ganz zentral sind die Kinder, die de facto automatisch zur Mutter kommen. Der Mann weiß nicht, ob er sie noch oft sehen wird. Es mag auch sein, die Mutter wird sie ihm gezielt entfremden.

- Wer sich aktiv trennt, verarbeitet die Trennung besser als das "Trennungsopfer". Die meisten Scheidungen gehen nun mal von Frauen aus.

- Finanziell macht die Frau bei der Scheidung meist einen guten Schnitt. Umgekehrt heißt das, dass der Mann auf Jahre hinaus ein armer Schlucker ist.

- Geschiedene Frauen haben immer noch gute Chancen auf dem Partnerschaftsmarkt. Sie sind finanziell solventer als ledige Frauen, und Männer sind bei der Partnersuche ohnehin nicht auf rationale Nutzenmaximierung aus.
Geschiedene Männer mag auf dem Partnerschaftsmarkt niemand mehr. Finanziell können sie einer neuen Partnerin nichts mehr bieten.

- Wurde ein Mann einmal abgezockt, ist es auf Jahre hinaus schwierig, wieder volles Vertrauen zu einer Frau aufzubauen. Ständig kommt z. B. der Gedanke, die neue Partnerin könne die Pille "vergessen" und sich danach auf Kosten des Mannes vom Arbeitsmarkt abseilen.

Insgesamt gesehen, können Frauen die Scheidung locker angehen. Sie sind danach fast immer besser dran, als wenn sie ledig geblieben wären. Bei Männer ist das leider anders.

m und geschieden
 
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  • #7
Die Männer die traumatisiert waren, waren immer Ehemänner nach sehr langer Ehe mit Kind oder Kindern die dann die Frau beendet hat. Meistens versuchen diese Herrn sofort wieder in eine Partnerschaft zu schlüpfen und benutzen die Damen dann erst mal als Trostfrau. Wenn sie dann alles überstanden haben, die Wunden geleckt sind, dann suchen sie sich wieder eine große Liebe!
 
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  • #8
Meine Vorposter haben eigentlich schon alles gesagt: Emotional eine Niederlage, meistens die Kinder weg, Haus weg und zum 2-WE-Zahl-Papa degradiert - alles wofür es sich gelohnt hat zu arbeiten ist nun weg - inkl. dem erarbeiteten Geld. Wenn dann noch der warme Wechsel hinzu kommt, dann ist erstmal Depression angesagt. Verständlich. Eine Frau steigt in diesem Fall gestärkt aus so einer Scheidung heraus - finanziell abgesichert, die Kinder dabei, ggf. gleich den neuen Lover und nicht jede kümmert sich sofort um einen Vollzeitjob. Kein Wunder, dass es Frauen dann viel besser geht!
 
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  • #9
zu#5

Das stimmt nicht ganz, dass es geschiedenen Frauen nach der Trennung finanziell besser geht. Die Anzahl der AE-Frauen, auch die, die durch Scheidung AE wurden und von H4 leben ist größer, als der Anteil der Männer, die nach Scheidung auf/von H4 leben. Derzeit habe ich 3 Frauen in meinem beruflichen Umfeld mit 3 Kindern, wo der Mann sich eine Jüngere gesucht hat und alle Frauen, obwohl sie auch berufstätig sind, trotzdem auf H4 Niveau leben, oder kurz darüber. Ex-Mann zögert die Unterhaltszahlungen raus, obwohl in diesen 3 Fällen, alle Männer sehr gut verdienen.

Ich bitte dich von deinem FAll nicht! auf alle Frauen und alle Scheidungen etc. zu verallgemeinern, weil du damit wenig Differenzierungsvermögen zeigst.

Ich finde, ganz schlimm betroffen sind die Männer, die von ihren Frauen mit einem anderen Mann betrogen wurden und die Beziehung/Ehe dann scheiterte. Sexuell nicht attraktiv und potent zu sein, muss m.E. für die Männer das größte Trauma sein.

In meinem Fall habe ich 2 x solche Männer kennengelernt und muss leider hinterher sagen, dass sie wirklich sexuell nicht viel drauf hatten und auch nicht bemüht waren, "daran" zu arbeiten, so das ich die Ehefrau schon verstehen konnte, dass sie sich dann ihre Leckerlis woanders geholt haben.

zu#2

Anhand welcher praktischen Erfahrungen begründest du deinen Eindruck?

w 50
 
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  • #10
Ich (M45) wurde in jungen Jahren dermaßen betrogen,hintergangen.Habe es gut verarbeitet
und auch lange schon abgeschlossen.Dieses 100% Vertrauen lasse ich seitdem nicht mehr zu
dadurch waren alle folgenden Trennungen 2 x auch nicht mehr so verletzend.Mann legt sich
einfach eine dickere Haut zu.
 
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  • #11
@8
Naja, besonders viel Differenzierungsvermögen belegen sage und schreibe drei Frauen aus deinem Umfeld nun auch nicht besonders!
 
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  • #12
zu#10

Meine 3 Beispiele sollten auch nicht belegen, dass es genau anders rum ist. Es sind nur Beispiele, dass man halt genau differenzieren muss.

die #8
 
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  • #13
Dass verstärkt Männer von Trennungen stark traumatisiert sind, stimmt so nicht. Ich bin auch schon belogen und betrogen worden bzw. durch eine "Neue" ersetzt worden, habe es zwar nahezu verarbeitet, bin in einer Beziehung, aber das komplette Vertrauen und die absolute Liebe, die kann ich leider nicht mehr geben...Zu tief sitzt dieser Stachel. Narben sind auf jeden Fall zurückgeblieben. Wie 9 schon sagt, man legt sich ein dickeres Fell zu und stumpft ab.

w/39
 
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  • #14
Weil es zuviele egozentrische Frauen gibt, die stolz über männliche Leichen gehen! Und die Nachfolgefrauen haben dann das Nachgucken und Pflaster aufkleben mit Seele streicheln.
 
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  • #15
Obwohl ich der Meinung bin, dass Ehescheidungen mit Kindern im Wesentlichen die Frauen finanziell belasten und nicht die Männer, insbesondere auch im Hinblick auf die Rente und finanzielle Einbußen durch Teilzeitarbeit, möchte ich für viele Männer, die "geschieden werden", eine Lanze brechen:

Gerade Männer, die konservativ sind, sind lange Jahre gern der Versorger für Frau und Kinder gewesen. Sie haben gern dafür gesorgt, dass es allen (materiell) gut ging. Das eigene Haus, Urlaub, Ballett/Musik/Sportunterricht für die Kinder, eine entspannte Frau, die nur wenige Wochenstunden oder gar nicht arbeiten 'musste', weil er genug für alle verdiente - das war sein Selbstbild, und er hat es gern gemacht, auch (und häufig gerade) für die Kinder. Dafür hat er selbst auch zurückgesteckt, hat viel gearbeitet, die Kinder wenig gesehen, und wenn er da war, hat er das Carport gebaut, Rasen gemäht, die Kinder zu Bett gebracht, die Mathehausaufgaben kontrolliert etc. Er war der Meinung, er tut all das, was ein Mann für seine Familie tun muss. Er hat also alles richtig gemacht.

Und dann die Katastrophe: Seine Frau ist unzufrieden, sucht sich vielleicht sogar einen Liebhaber (und häufig genug ist es kein ihm ebenbürtiger Mann, sondern einer, der mehr Zeit hat).

Da bricht dann ein Weltbild zusammen: Obwohl er alles richtig gemacht hat, wird er aus seiner Familie ausgeschlossen.

Gleiches gilt m.E. für Frauen, die sich für ihre Familie und ihren Mann aufgeopfert haben und dann gegen eine Andere ausgetauscht werden.

Man hat alles getan - und es hat nicht gereicht. Das ist das Trauma.
 
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  • #16
zu#14

Gute Beschreibung, aber......... es ist allgemein bekannt, dass dieses Muster, der Selbstaufopferung, egal ob Mann oder Frau, in den seltensten Fällen zu einer langjährigen und glücklichen Ehe/Beziehung führt.

Manche wachen aber erst dann auf, wenn es zu spät ist. Leider. Vielleicht hilft dieses Forum, auf eine gesunde Art, den jungen Männern und Frauen die Augen zu öffnen, ohne in das andere Extrem von Verweigerung auf Heirat und Kinderkriegen zu verfallen.

w 47
 
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  • #17
zu#14

M.E. hat dieser Mann nicht alles richtig gemacht. Sein Selbstbild war nicht real und wer sich über Selbstaufopferung definiert, hat m.E. ein Selbstwert-Problem. Das Gleiche gilt natürlich auch für Frauen. Die Balance hat nicht gestimmt. Der Mann hat zuviel gemacht, die Frau vielleicht zuwenig, es war beiden zuviel, der Alltag?, da bleibt wenig Zeit für emotionale Nähe, Ruhe für die Weiterentwicklung der Beziehung, sich Zeit nehmen für die Zeit als Frau und Mann.

Männer definieren sich leider immer noch zu oft über zuviel Leistung, die meisten Frauen sind mit weniger Leistung auch zufrieden, aber noch mehr, wenn der Mann Zeit hat für sich, um Kräfte wieder aufzuladen, damit er dann mit voller Kraft sich seiner Ehe-Frau zuwenden kann, für gute Gespräche und guten Sex.

w 47, die nie verheiratet war, zum Glück
 
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  • #18
@ 8

Ich glaube du legst dein Augenmerk etwas zu sehr auf die sexuelle Schiene.

Auch wenn eine Frau ihren Partner betrügt, muss dieser noch lange nicht unattraktiv oder impotent sein. Gerade wo viele Frauen meinen, dass sexuelles Desinteresse in emotionalem Mangel begründet liege.

Deine zwei Männer sind kein Beweis für das Gegenteil und du weißt ja auch nicht wie attraktiv und geil sie dich fanden. Wenn es nicht harmoniert, wird das mit dem Sex auch nichts. Und viell. haben sie dabei ja auch an die Ex gedacht.

Ich denke das größte Trauma ist, wenn man tatenlos zusehen muss, wie man das verliert, was man liebt oder wofür man sein Herzblut gelassen hat. Da ist Sex doch nebensächlich. Aber das ist meine Frauensicht, hier sind die Männer gefragt. w
 
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  • #19
Nochmal #14
zu #15 und #16

Das von mir beschriebene Modell entspricht nicht meiner Lebensweise; es ist nur eine Beobachtung, die ich immer wieder mache. Ich selbst gehöre zu den 70 % der Frauen, die die Scheidung eingereicht haben. Obwohl mein Exmann untreu war und dies letztlich Auslöser für die Scheidung war, meine ich heute mit vielen Jahren Abstand, dass er glaubte, alles für die Familie getan zu haben. Diese Haltung sehe ich bei vielen erfolgreichen und konservativen Männern und ebenso bei konservativen Frauen, die ihr Leben rund um die Bedürfnisse der Familie stricken.

Wenn man glaubt, alles richtig gemacht zu haben, ist es natürlich ein Schock, sein Lebenswerk zerstört zu sehen.
 
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  • #20
#5 @ #8

Sicherlich profitiert die Frau nicht in allen Fällen finanziell von einer Scheidung. Lässt sich die Frau eines Fabrikarbeiters scheiden, wird sie dadurch schwerlich zu Reichtum kommen.

Jede Scheidung ist anders. Wenn man aber den gesamten finanziellen Gewinn betrachtet, den eine Scheidung der Frau bringt (Vermögensausgleich, Rentenanwartschaften, Unterhalt, Immobilie, Kindergeld ...), dann mag ein Betrag zwischen 200.000 und 400.000 € typisch sein. Freilich gibt es hier große Schwankungen und dies gilt auch nur, wenn der Mann Akademiker ist.

Frauen heiraten nun mal gerne nach oben. Für eine Bürokauffrau (1.400 € netto) wäre dies z. B. ein Gewinn in Höhe von ca. 10 bis 20 Jahresgehältern. Das ist schon was.

Wenn es für Frauen nach der Scheidung finanziell eng wird, liegt dies meistens daran, dass es ihnen schon vorher nicht gelungen ist, nach oben zu heiraten. Dazu kommt, dass der Gewinn aus einer Scheidung teilweise nicht sofort anfällt (Unterhalt). Teilweise fällt er zwar sofort an, ist aber nicht liquide (Immobilie, Rentenanwartschaften).

Ansonsten kannst Du zu diesem Thema gerne mal bei „siri1“ nachfragen. Die erzählt hier immer mit großem Stolz, wie sie zu ihrer Platin Card kam.
 
  • #21
#19
ach, ich erzähle "immer" und "mit großem Stolz...."
Ich dachte, ich hätte eine einfache Frage relativ diskret beantwortet.

Ich könnte noch hinzufügen, daß ich auch ohne verheiratet gewesen zu sein, eine solche Karte hätte. Frau muß nicht nach oben heiraten, sie kann kann auch aus einer guten Familie kommen und aus einer guten Ausgangsbasis heraus heiraten - sozusagen auf Augenhöhe. Allerdings sollte sie sich, wenn man sich auf die klassische Rollenverteilung einigt, vertraglich absichern. Ich möchte das, was ich von meinen Eltern habe, an meine Kinder weitergeben - und nicht davon leben müssen. Merkwürdigerweise finden das alle die die Situation kennen, auch die frühere Schwiegerfamilie, richtig. Nur bei manchen entsteht dadurch Neid (den muß man sich verdienen, Mitleid bekommt man geschenkt;-) )
 
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  • #22
zu#18

Wie kommen solche Männer und Frauen auf den Gedanken, alles richtig gemacht zu haben?

Warum denken diese Männer und Frauen nicht vorausschauend und lesen in Büchern, oder stöbern in Zeitschriften, Ratgebern etc., dass solche Lebens-und Denkweisen selten gut gehen. Das spricht sich doch rum.

Ich als ehem. Ost-Frau wusste das schon DDR-Zeiten, aufgrund meiner West-Verwandschaft, dass solche konservativen Ehe-Arrangements nicht funktinieren können. Gut, ich bin auch anders geprägt, aber selbst jetzt nach über 20 Jahren nach der Wende, hat sich meine Ost-Prägung in der Hinsicht bewährt.

w 47
 
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  • #23
Warum soll man sich als Mann einreden versagt zu haben und warum wundern sich die EXèn,daß Männer häufig relativ schnell eine neue Partnerin haben?Frauen sind doch auch geschockt,wenn aus heiterem Himmel der Mann sich trennt.Sollte dann die gleiche Zahlungsverpflichtung(wie bei den meisten Männern) auch auf sie zukommen,wankeln die Damen genauso traumatisiert durchs Leben-nur diese Tatsache und Vorstellung liegt Frauen eher fern.....genau deshalb!
Ich bin nicht traumatisiert,aber ein wenig egoistischer-das Leben ist für alle da,oder ist Mann nur der Schaffer.

m48
 
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  • #24
zu#22

Es geht doch nicht darum, sich zu sagen, versagt zu haben, sonder einfach selbst zu reflektieren, was die wahren Ursachen sind, warum die Ehe scheiterte, seinen eigenen Anteil daran zu sehen und für die Zukunft draus zu lernen, ohne in irgendwelche Extreme zu verfallen, oder Frauen/Männer zu verteufeln oder sonst was.

Sicherlich sind Mann und Frau geschockt, wenn sie plötzlich verlassen werden. Aber alle hat eine Vorgeschichte, beides sind Erwachsene und bevor! man eine so eng bindende Verpflichtung und Verantwortung wie eine Ehe eingeht, sollte man ausreichend geprüft haben, ob man selber dazu in der Lage ist, diese Verantwortung tragen zu können und sich auch im Interesse aller beidseitig absichern, wenn die Ehe dann doch scheitern sollte. Denn allgemein ist ja schon seid Jahrzehnten bekannt, dass mindestens 50% aller Ehen scheitern. Das war auch für mich ein Grund nie zu heiraten. Zum Glück habe ich auf mein Bauchgefühl gehört.

w 47
 
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  • #25
Ich wurde auch verlassen, aber weil ich bereits vorher verlassen wurde und wusste, dass es nichts bringt sich aufzuopfern oder zu verbiegen. meine ex hatte sich also ein opfer gesucht, aber ein gebrochenes herz lässt sich eh nicht zweimal brechen. ich habe ihr gesagt ich bin wie ich bin nimm mich oder geh, und das hat sie dann auch gemacht. sie wollte nicht dass ich studiere (selbst durfte sie natürlich schon studieren), sondern dass ich arbeite und eine familie aufbaue. jetzt weiss ich, das studium war der richtige weg. sie hätte mich iwann eh verlassen, denn sie hat mich nie geliebt, genauso wie meine exex. später erfuhr ich, dass sie mich nur genommen hat um nicht alleine zu sein, eigentlich wollte sie einen anderen, doch der wollte nicht sie. sie wollte mir also die opferrolle weiterschieben. ich finde deutsche frauen sind eiskalt geworden, absolut kapitalistisch veranlagt und karrieregeil. den medien sei dank. das einzige was ihnen wichtig ist, ist ihr eigener status, möglichst hoch, und das geht nur mit einem noch höheren mann (im wahrsten sinne, ihr neuer ist 2m gross und sie ist glücklich mit ihm) meistens ist das übrigens so wenn ihr aufpasst, der neue ist größer als der alte ;)
 
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  • #26
@FS
Kann ich als Mann überhaupt nicht nachvollziehen, daß TRennungen Männer angeblich traumatisieren sollen ?
So etwas mag es hin und wieder geben, aber pauschal kann man dies sicher nicht sagen.

Ich war 2x verheiratet und habe beide Male die Scheidung eingereicht - mir geht es blendend, ich leide nicht und habe nie gelitten unter Trennungen.
Diese Phasen lösche ich weitgehendst in meinen Gedanken und dann ist das Thema für mich gegessen.

Heute bin ich Single und so wird es auch bleiben - meine Unabhängigkeit tausche ich füreine feste Partnerschaft nicht mehr ein.


m, 50
 
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  • #27
Die Männer die traumatisiert waren [..] Meistens versuchen diese Herrn sofort wieder in eine Partnerschaft zu schlüpfen und benutzen die Damen dann erst mal als Trostfrau.

Das nenne ich Männer-Bashing vom Feinsten. Natürlich nagt eine gescheiterte Beziehung am Selbstbewußtsein, aber daß sich ein Betroffener wissentlich eine „Trostfrau” sucht („benutzt”, was für ein häßliches Wort!), halte ich für eine sehr gewagte Behauptung. Möglicherweise sucht er, wenn er das Gröbste weggesteckt hat, auf seiner aktuellen Augenhöhe. Und die nähert sich erst nach vielen Jahren wieder dem alten Level an. Vielleicht sollte die „Trostfrau” einfach versuchen mitzuwachsen?
 
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  • #28
ganz einfach:
Der Mann gründet eine Familie - nicht die Frau! Von einer Frau verlangt auch niemand dass sie eine Familie gründet. Wer es als Mann nicht schafft eine Familie zu gründen ist und bleibt er - zumindest in unserer westlichen Gesellschaft -ein Loser. Da hilft alles Schöngerede nichts! In einer katholischen, buddhistischen oder hinduistischen Gesellschaft ist auch der single-Mann
angesehen, sofern er Priester oder Prediger ist.
 
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  • #29
Warum ich traumatisiert bin? Weil die Gründe, die zu dieser Trennung führten, sich bei normalem partnerschaftlich-loyalem Umgang miteinander in Luft aufgelöst hätten. Ich kann nichts dafür, ich habe nichts falsch gemacht, im Gegenteil. Deshalb kann ich auch nicht „daraus lernen”.
 
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  • #30
@27
OK dann habe ich scheinbar 40 Jahre lang alles falsch verstanden...

Naja ich bleibe trotzdem bei meiner Einstellung, dass eine Familie von Mann und Frau gegründet wird. Aber jedem seine Einstellung.
 
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