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Warum sind soviele Leute mit 45 +++ so verbittert und unhöflich?

Mal eine Frage,die mit der Partnersuche nichts zu tun hat: Wieso reagieren viele Leute (selbst gegenüber ehemaligen Bekannten, Kommilitonen etc.) so grätzig? Mam meldet sich nicht mehr, Mails werden nicht beantwortet (sind definitiv angekommen, da kein Mail- Delivery- Return angezeigt), Freundschaften werden mutwillig in den Sand gesetzt (Stichwort: versanden lassen). Es ist echt zum Kotzen, jeder ist sich selbst nur noch der Nächste. Wenn überhaupt, zählen die jeweiligen Lebensabschnittsgefährten etwas (für kurze Zeit). Nur in verzweifelten Phasen wird man kontaktiert. Stehe fassungslos vor dem Problem,. da selbst verheiratet und nur noch als Seelentröster in Single- Jammertal- Zeiten missbraucht. Was ist da los?
 
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Ich würde vermuten das du ganz einfach die falschen Leute kennst. Das was du beschreibst gibt es in allen Altersgruppen gleichermaßen und wenn du so etwas in letzter Zeit von allen Personen in deiner Umgebung erfährst hast du mit diesen ganz einfach nur Pech gehabt, es gibt mehr als genügen Leute mit 45 +++ die weder verbittert noch unhöflich sind.
 
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Ich kann das nicht sagen. Meine Bekannten sind auch in dieser Altersgruppe. Klar gibt es immer mal wieder etwas wie bei jeder Freundschaft, aber das kann ich auch nicht bestätigen. Wir Singles haben ähnliche Probleme, Ansichten und Interessen und halten zusammen.
Liegt vielleicht daran, dass Du verheiratet bist und sich Deine Single-Bekannten nicht verstanden fühlen. Du hast ein ganz anderes Leben.
w 49
 
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Hallo Liebe Fs,

ja das kenne ich auch, bin zwar etwas jünger aber gehe nicht blind durch die Welt....

Ich denke vieles liegt an den erfahrungen im Leben die die einzelnen gemacht haben und umso älter umso mehr davon natürlich....
Wenn jemand von grund auf nicht unbedingt eine Optimistische einstellung hat, geht das warscheinlich etwas schneller, sich die Laune verderben zu lassen...
Im Endeffekt ist es egal welches Alter, wenn man sich oft enttäuscht fühlt muss man schon stark aufpassen die persönliche Einstellung gegenüber anderen nicht komplett zum Egoismus mutieren zu lassen..
Das wiederum ist ja auch eine persönliche Sache, der eine ist stärker und der andere eben nicht...
Meine Freunde und Bekannte 40/45+ sind durchweg positiv eingestellt und man kann mit ihnen eine menge Spass haben....
Probleme gibts auch mal klar aber nicht mehr wie bei jüngeren und dafür sind Freunde schliesslich auch da....

Fazit: Wie #1 schon erwähnte zieht sich das durch alle altersgruppen und ist eher eine Charaktersache...
Schade eigentlich wie sich manche das Leben schwer machen und das tun sie oder siehst du Glück und zufriedenheit in den Augen dieser Menschen?
Glaub mir für die ist das elend viel grösser als für dich...

Nette Grüsse

W30
 
ich denke auch, mit dem Alter hat das nichts zu tun. Wenn eswirklich stimmt und die meisten deiner Freunde sich von dir abwenden und den Kontakt auslaufen lassen, dann hat das vielleicht aber auch etwas mit dir zu tun.Vielleicht hastdu die ein oder andere Eigenschaft, die eine Freundschaft mit dirschwierig macht. Es sind nicht immer nur die Anderen
 
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Also, hier kommt noch ein Beispiel dafür, dass man mit 45+ nicht verbittert oder unhöflich sein muss... Im Gegenteil, mit zunehmendem Alter wird man gelassener und man konzentriert sich mehr auf das Wesentliche im Leben. Ich überlege mir heute genauer, mit wem ich meine Zeit verbringe und habe daher auch schon den ein oder anderen Korb verteilt. Aber immer höflich:)
 
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Es geht mir leider genauso. Vielleicht haben alle Leute so viel zu tun? Ich weiß es wirklich nicht. Meine Lösung, die eigentlich keine ist: ich bemühe mich auch nicht mehr um Kontakte und lebe seit ca. 3 Jahren nur noch für Mann und Kinder, habe lediglich berufliche Kontakte, bin aber durchaus offen für neue Menschen in meinem Leben. Jetzt habe ich eine Frau kennengelernt und sie scheint sehr nett und interessiert zu sein. Mal sehen was sich entwickelt.

Es ist schon sehr mühsam, immer wieder neue Kontakte aufbauen zu müssen. Mir wäre es auch lieber, man würde seine Freundschaften viele Jahren haben können und nicht nur für Lebensabschnitte.

w 56
 
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Aus der Retrospektive sehe ich mit 50 einige "Fallen", in die man tappen kann. Dazu gehört ein Leben neben der Familie, das es zu pflegen gilt. Erziehung, Partnerschaftspflege, Haus/Garten und Beruf, da bleibt nur ein gutes Zeitmanagement.

Sind die Studentenjahre um, dann wird der Terminkalender immer wichtiger, ab 40 wird es schwieriger, mal an einem Freitagabend eine Party zu feiern und an Samstagen dominieren bei Einladungen eher leichte Weißweine oder Selter, Besuche sind nicht mehr spontan, große Feiern werden nur noch an runden Geburtstagen zum Anlass genommen, mehr als 50 Kilometer zu fahren. Dazu das Wohlstandsgejammere der Erfolgreichen, die Looserplatte der Gescheiterten und die Probleme mit pubertierenden oder berufsorientierten Kindern, die einen ja daran hindern, mal endlich sein Leben leben zu können, stattdessen Hotel Mama.

Ich suche mir Projekte, teile mein Leben mit denen die mich mögen und die ich mag und habe mich rechtzeitig von diesem Jammertal verabschiedet. Mach es genauso!
 
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Kann das Phänomen bestätigen. Im Grunde ging es schon in der Adoleszenz mit den ersten Paarbildungen los. Im Alter hängen die Menschen dann reihenweise alleine in ihren Butzen vor der Glotze. Pflichtbesuche erfolgen dann evtl. noch mal von den Kindern, sonst (gegen Geld) vom ambulanten Pflegedienst. Kann ich tagtäglich in meiner Nachbarschaft beobachten.

Ich wollte das lange nicht wahrhaben und so nicht leben und habe mich sehr um ein aktives Umfeld sehr bemühlt. Fazit: Schade um meine Energie!

Plan B: Ich erwarte diesbezüglich nichts mehr, kümmere mich vornehmlich um mich selbst, meine Tiere und Pflanzen und mache um Schwätzer möglichst einen großen Bogen. Um Paare auch, da die - und mag die Beziehung noch so verfahren und destruktiv sein - es ist offensichtlich einfach zuuuuu bequem - doch mehr oder weniger auf die Innenperspektive fixiert sind.

Dann und wann reiße ich mir zur Unterhaltung eine Affäre (hat mir sogar der Hausarzt empfohlen, ich dachte, ich höre nicht richtig!), und gut ist.

Ich weiß nicht: Ist das nun verbittert oder einfach nur realistisch?

M, 48
 
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Bin 45+ und kann aus der Retroperspektive bestätigen:

Mir ist an einem aktivem und verlässlichen Umfeld sehr gelegen. Ich habe dafür auch gerne "Opfer" gebracht.

Andere allerdings weniger. Denen gingen Karriere (Geld) und Paar- bzw. Familiengründung stets vor.

Ergebnis: Die einen (die Mehrheit) kümmerte sich von vornherein vor allem um sich. Die anderen (wie ich) stellten ihre Netzwerk-Bemühungen irgendwann gefrustet ein.

Was dabei herauskommt? Eine Gesellschaft, in der sich die "Individuen" ;-) allabendlich in Scharen - jeder für sich - von Millionen TV-Geräten zutexten bzw. via PC im großen Hoffnungsträger Internet nach Kontakten suchen lassen. ;-)

Wobei verkümmert, woran ich mich - zu meiner Kinder- und Jugendzeit - noch gut erinnern kann: Einfach mal vorbeikommen, zusammen Freude haben und auch das eine oder andere Problem gemeinsam wuppen.

Schade!

(Viele Kinder heute haben tatsächlich viele "Termine", zu denen sie von Mama geshuttelt werden, aber eben keine Freunde in der Nachbarschaft, mit denen sie mal eben was zusammen unternehmen.... ! )
 
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Ich kann das, was du erlebst nur teilweise bestätigen.

Das Phänomen, dass sich die Mitmenschen, sobald sie einen Partner haben, abwenden und sich nur um diesen kümmern, habe ich auch erlebt, allerdings genauso bei Leuten mit Mitte zwanzig wie mit Mitte vierzig. Das hat meiner Meinung nach nichts mit dem Alter zu tun, sondern ist eine schlechte Charaktereigenschaft, die es in jeder Altersgruppe gibt. Diese Leute tauchen dann erst wieder auf, wenn es Probleme in der Beziehung gibt und sie Trost brauchen oder wenn sie wieder Single sind. Kommt der nächste Partner, ist man wieder abgeschrieben. Mit solchen Leuten wollte ich irgendwann nichts mehr zu tun haben und habe knallhart selektiert. Jetzt habe ich einen Freundeskreis, der sich nicht so verhält. Das hat eine ganze Zeit gedauert.

Dass Leute ab 45 generell komisch werden, kann ich nicht bestätigen. Ich selber bin 38 (w) und habe einige Bekannte, die älter als 45 sind. Komisch verhält sich hier niemand. Je älter man wird, umso mehr selektiert man jedoch, was Bekannte und sog. Freunde angeht. Jedenfalls ist das meine Erfahrung. Je älter man wird, umso eher weiß man, wer zu einem passt und wie man seine Freizeit verbringen will. Früher war ich immer gleich bereit, Freundschaften einzugehen, wenn jemand (ich meine hier Frauen) auf mich zukam. Man wird älter, man arbeitet, die Zeit wird knapper und man hat einfach keine Lust mehr, sich mit Leuten zu treffen, mit denen es nicht nicht 100% passt. Ich habe auch in den letzten Jahren Bekanntschaften ad acta gelegt, mich nicht mehr gemeldet, als ich merkte, es ist einfach nichts.

Z.B. war mir eine Bekannte permanent nur noch neidisch, hat mir meinen beruflichen Erfolg und meine Urlaubsreisen mies geredet, das habe ich dann beendet. Eine nette Frau habe ich über einen VHS-Kurs kennengelernt, wir haben ein paar Mal telefoniert, uns getroffen, sie redete jedoch pausenlos nur von ihrem Freund, hatte überhaupt keine eigene Meinung. So jemand passt nicht zu mir, ich habe mich dann nicht mehr bei ihr gemeldet.

Ja, mag als komisch rüberkommen, aber je älter man wird, umso mehr weiß man, was man will und mit wem man seine Zeit verbringen möchte. Auch mein Rat ist: Wenn sich vermehrt Leute abwenden, mal überlegen, ob du auch was dazu beigetragen hast.
 
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Gelingende und tragende Netzwerke benötigen und bedeuten Einsatz. Wenn man so will, "Arbeit".

Wer will die schon wirklich leisten?

Das schaffen ja kaum Paare, Familien, Blutsverwandte... Ist offensichtlich nicht dringlich genug?

Nein, nein, da wird lieber eine Überstunde gemacht. Das bringt Geld oder Karrierepunkte, oder beides. Oder eben TV gucken. Ist einfacher.
 
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