• #1

Warum so berechnend bei der Partnerwahl?

Nach meinen 3 Beziehungen, habe ich (28) in den letzten 3 1/2 Jahren einige Beziehungsanbahnungen gehabt. Die Frauen (allesamt Anfang bis Mitte 20, attraktiv, gut gebildet) gaben mir schon früh zu verstehen dass sie mich toll fänden und eine Beziehung wollten. Tiefergehendes Interesse an mir als Mensch konnte ich aber nicht spüren. Ich meine nicht dass es ihnen nur um matierelles ging, es schien viel mehr so zu sein dass sie die Eigenschaften des anderen abstecken, die sie sich in ihren Vorstellungen listenmäßig zusammengestellt zu haben schienen. Dabei sahen sie aber nicht dass diese Eigenschaften die sie in mir erkannt zu haben glaubten, nur ein kleiner, sichtbarer Teil des gesamten Wesens sind. Mir fehlte bei ihnen der Wille die Seele des anderen gewissermaßen zu ergründen. Die Gefühle dieser Frauen schienen mir auf zu oberflächliche Weise zu entstehen, auch wenn ihnen das selbst z.t nicht wirklich bewusst war. Als es dann nach nicht allzu langer Zeit immer offensichtlicher wurde dass sie Sex wollten, habe ich sie irgendwann über meine Gedanken aufgeklärt, ihnen gesagt dass es mit uns nicht passt und habe es beendet.

Meiner Erfahrung nach gehen also viele Frauen bei der Partnerwahl wenig tiefgründig vor, allerdings können das Menschen mit wenig scharf/tiefsinn denke ich leicht übersehen. Was auch sehr schlüssig ist, wenn man sieht wieviele Beziehungen scheitern. Es wird nicht erkannt dass Beziehungen hauptsächlich auf sexueller Anziehung beruhen. Eine gewisse sexuelle Anziehung sollte natürlich vorhanden sein, keine Frage, aber für mein Empfinden sollte sie nicht über allen Dingen stehen.

Mich würden eure Gedanken zu diesem Thema interessieren.
 
  • #2
gaben mir schon früh zu verstehen dass sie mich toll fänden und eine Beziehung wollten ... Mir fehlte bei ihnen der Wille die Seele des anderen gewissermaßen zu ergründen.
Ja, dieses schnelle Bindungsinteresse weckt auch bei mir Skepsis. Wobei ich mich andererseits aber auch sehr schnell verlieben kann, wenn ich gewisse einzigartige Merkmale wahrnehme, die quasi stellvertretend den gesamten Seelenkörper repräsentieren, der mir da gegenüber steht. Antennen für die Erhabenheit der Natur zum Beispiel. Oder die geteilte Begeisterung für ganz bestimmte Orte.

Wenn die Begeisterung der Damenwelt jedoch Eigenheiten gilt, die ich mit 100 anderen Männern teile, dann fühle ich mich irgendwie austauschbar.
 
  • #3
Hallo Heiko,
auch ich war vernünftig (das trifft es besser als berechnend und ist wertneutraler) bei der Partnerwahl.
Nach mehreren, rein gefühlsgesteuerten, emotional unglaublich intensiven, Beziehungsversuchen, traf ich meinen jetzigen Mann.
Optisch erfüllte er die Grundkriterien, welche mir bei einem potentiellen Partner wichtig waren. Dazu imponierte mir sein Charakter, er war intelligent, loyal und zuverlässig, kam aus einem Elternhaus mit langjähriger glücklicher Ehe, hatte einen guten Job, ein ähnliches Welt- und Wertebild wie ich und hielt mich für die umwerfenste Frau der Welt.

Ich war nicht verliebt in ihn, wusste aber, dass ich ihn aufgrund dieser Fakten lieben lernen würde und mit ihm eine glückliche, sichere Beziehung führen werde. Also nahm ich seinen Heiratsantrag an.

Ich habe es in 20 Jahren nie bereut. Heute liebe ich ihn mehr als irgendeinen anderen Menschen, er hat mich nie verletzt, nie enttäuscht, gewährt mir alle Freiheiten, ist noch immer verliebt in mich. Das alles verwundert mich nicht, denn ich habe die Risiken, durch gezielte und umsichtige Auswahl minimiert. Ihn lieben zu lernen war aufgrund seiner Merkmale ein Leichtes. Zudem basiert Liebe für mich in erster Linie auf einer Entscheidung.
Verliebtheit hingegen ist ein psychischer Ausnahmezustand der einem den Blick auf wesentliche Merkmale des Gegenübers verwehrt.

Von daher bin ich überzeugt, die stabilsten und dauerhaft glücklichsten Beziehungen werden durch den Verstand initiiert.
 
  • #4
@Laleila

Ich denke du scheinst da etwas falsch zu interpretieren. Natürlich sollte man eine gewisse Rationalität bewahren aber das muss doch nicht ausschließen dass man Gefühle entwickeln kann. Gerade damit scheinen sich Frauen ja schwer zu tun. Entweder sie sind sehr rational, oder sehr emotional. Eine gesunde Balance dazwischen habe ich wie erwähnt stets vermisst.

wenn ich gewisse einzigartige Merkmale wahrnehme, die quasi stellvertretend den gesamten Seelenkörper repräsentieren
Das ist das was ich eben nicht teile. Einzigartige Merkmale müssen noch lange nicht stellvertretend für die gesamte Seele stehen. So schnell ergründet man den ganzen Menschen nicht.
 
A

Ares

  • #5
Meiner Erfahrung nach gehen also viele Frauen bei der Partnerwahl wenig tiefgründig vor, allerdings können das Menschen mit wenig scharf/tiefsinn denke ich leicht übersehen.
Es wird nicht erkannt dass Beziehungen hauptsächlich auf sexueller Anziehung beruhen.
Ich lese: die Frauen wollten Dich nicht, wegen aus Deiner Sicht "oberflächlichen" Kriterien.
Das ist eigentlich das Standardargument übergewichtiger Frauen, die sich beklagen, dass niemand ihren umwerfenden Charakter würdigt, sondern Männer stattdessen die attraktive Blondine um die Ecke nehmen. Die natürlich alleine schon deshalb charakterlich völlig daneben ist.
Was denn nun, Tiefgründigkeit oder sexuelle Anziehung? Warum beendest Du die Beziehungsanbahnung, sobald die Frauen Sex wollen? Ist das für Dich ein Zeichen, dass sie nicht tiefgründig sind?
Du fühlst Dein ganzes Wesen nicht gewürdigt, aber im Alter von 25 hattest Du 3 Beziehungen hinter Dir, in denen die Partnerinnen Dich sicher besser kannten und trotzdem nicht wollten. Vielleicht ist Dein Selbstbild anders als das Fremdbild Deiner Ex-Partnerinnen?
Was ist falsch daran, Eigenschaften (und ja offensichtlich gerade nicht den Inhalt der Brieftasche) "abzuklopfen", wenn man sich kennenlernt? Wie viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, braucht man, das Wesen eines Menschen vollständig zu kennen?
 
  • #6
Lieber Heiko,

Du wählst die Frauen für Deine Beziehungsversuche, nicht wahr?

Als Mensch von außerordentlichem "scharf/tiefsinn" solltest Du doch ganz schnell erspüren, welche Dame Dir diesbezüglich Paroli bieten kann.

Wenn das in Serie nicht klappt, wird es vermutlich an den überwältigenden schauspielerischen Fähigkeiten der Damenwelt liegen, denn die Option, dass Du Dir Deinen "scharf/tiefsinn" weitgehend einbildest, weisen wir sicherheitshalber ganz schnell weit von uns.

Dir viel Glück und Selbsterkenntnis - Du kannst beides brauchen.
 
  • #7
Das von Dir beschriebene Verhalten konnte ich persönlich bei Frauen noch nicht beobachten. Sicher gibt es das, aber doch wohl in Ausnahmefällen.
Wenn es Dir ständig passiert, solltest Du vielleicht mal die Perspektive wechseln und Dein Empfinden oder Deine persönlichen Verhaltensinterpretationen hinterfragen.

Die meisten Frauen und Männer legen ein ziemlich gewöhnliches Partnerwahlverfahren an den Tag. Ausnahmen bestätigen die Regel.
 
  • #8
Nach welchen Kriterien wählst du denn die Frauen für deine Beziehungsanbahnungen aus? Alle attraktiv, jung, gebildet...nun ja, das klingt recht oberflächlich...
Das was du hier beschreibst, Frauen nehmen mich gar nicht wahr, wollen schnell Sex, darüber beklagen sich doch sonst Frauen.
Vielleicht musst du dein Suchraster mal erweitern, denn du ziehst einen bestimmten Typus anscheinend an. Gebildet hat übrigens nichts mit Herzensbildung zu tun.
Also was strahlst du aus und welches Beuteschema fährst du?
Während ja vielleicht mal ein Grund, dich mit deinem eigenen Unbewussten zu beschäftigen. Zeigst du dich, wie du bist oder spielst du eine Rolle?
 
  • #9
Über welchen Zeitraum sprechen wir denn?
Ist man jünger, verknallt man sich doch erstmal. Ist als Frau vielleicht noch darauf bedacht, keinen Gigolo an der Angel zu haben.
Ein bisschen rosa Brille gehört irgendwie auch dazu!
Die Fragen und das tiefsinnige Interesse kommt im allgemeinen dann, wenn der Hormonspiegel die ersten Synapsen wieder frei legt.
Und im Allgemeinen sind es dann doch die Frauen, die mit Fragen...woran denkst Du? Wie stehst Du zu diesem Thema? den Herren eher nerven.;-))
 
  • #10
Einzigartige Merkmale müssen noch lange nicht stellvertretend für die gesamte Seele stehen. So schnell ergründet man den ganzen Menschen nicht.
Muß man auch nicht. Es geht ja nicht um eine Immobilie.

Ich stand mal mit einer neuen Bekanntschaft eine Stunde lang an einem Aussichtspunkt hoch über der Stadt, wir genossen schweigend die heraufziehende Dämmerung, das Aufflackern der Lichter, das Abendgeläut. Dann sagte sie zu mir: endlich mal jemand, der nicht nach 10 Minuten wegrennt.

Mehr brauchte ich von ihr nicht zu wissen.
 
  • #11
Aus diesem Post und auch deinen vielen anderen entsteht der Eindruck, daß du (zu) sehr intellektuell strukturiert bist und vieles zerredest und "zer"denkst. Es kommt keine Wärme, Impulsivität, Fähigkeit zur Nähe rüber. Du scheinst rein kopfgesteuert zu sein, spürst wenig Emotionalität, weshalb du dir deine Umwelt auch so krampfhaft detailliert erklären mußt und immer wieder Prämissen aufstellst, wie "die Frauen" und "die Männer" sind oder deiner Meinung nach zu sein haben.
Das läßt keinen Raum für Zwischentöne, für Buntheit, für Lebensfreude, für Heiterkeit und Leichtigkeit.
Von den 4 grundsätzlichen Persönlichkeitsstrukturen scheinst du mir der schizoide Typ (abspaltend, weniger sozial, etc.) zu sein. Lies das nach bei Riemann, Grundformen der Angst, falls dir der noch nicht untergekommen ist. Insgesamt denke ich, weil dir die Gelassenheit fehlt, du enorm hohe Ansprüche stellst an die Menschen deines Umfelds, die vermutlich nicht zu erfüllen sind, oder wenn, nur von einem so kopfgesteuerten Menschen wie du es bist. Denke Sheldon und Amy. Sowas.
 
  • #12
Und ich kann nicht erkennen, daß die Frauen berechnend sind, die du beschreibst. Ich glaube, du projezierst. Berechnend bist nach deiner Beschreibung doch nur du.
 
  • #13
Du hattest mit 24 schon drei Beziehungen hinter dir? Angesichts deiner sonstigen Beiträge bin ich davon ausgegangen, dass du nicht von Blüte zu Blüte springst ...

Mir scheint, das Problem liegt nicht in den Frauen, sondern in deinem "Beuteschema". Diese bisherige "Beziehungsgeschichte" empfinde ich nicht als normal. Aber deine Interpretation erinnert mich an "ein Geisterfahrer?! Hunderte!"
 
  • #14
Mir fehlte bei ihnen der Wille die Seele des anderen gewissermaßen zu ergründen.
Es gibt - bei der online Partnersuche wie auch real - auch einen Haufen Spinner männlich wie weiblich und da muss man schon beinahe als Selbstschutzgründen sich ein enges Feld abstecken und gedankliche Häufchen machen, uninteressant - mal schaun - möchte ich näher kennenlernen, nach einem Ausschlussprinzip vorgehen. Leider steht es auch niemandem auf die Stirn geschrieben was er für Motive hat. Die Frauen die du beschreibst scheinen sich erstmal in alle Windrichtungen zu orientieren und dann in Ruhe gucken was für sie als Bettmaterial interessant ist und machen es genauso wie die männlichen Kollegen, Interesse anmelden, abschleppen, tschüss. Da kannst du dir nur ein dickes Fell zulegen und in Ruhe weiter suchen.

Du hattest mit 24 schon drei Beziehungen hinter dir? Angesichts deiner sonstigen Beiträge bin ich davon ausgegangen, dass du nicht von Blüte zu Blüte springst ...
Bei 3 Beziehungen kann man wohl kaum davon reden von Blüte zu Blüte zu springen :)
 
  • #15
So vermessen dass ich behaupten würde Menschen sofort zu durchschauen bin ich nicht. Wo bliebe da auch der Unterschied zu den besagten Frauen? Man sollte sich schon Zeit nehmen den anderen richtig kennenzulernen, eine genaue Zeitangabe zu machen ist schwierig, da individuell.

Und falls es den Anschein macht ich wäre gefühlskalt, dann verneine ich das vehement. Im Gegenteil: Rationalität schließt Emotionalität nicht aus. Ich habe nicht die Absicht mich selbst zu beweihräuchern, aber ich denke dass ich beides in hohem Maße vereine. (was auch den Rückmeldungen der Frauen entspricht)

Ich habe aus den 3 Beziehungen gelernt wie man es vermeidet Beziehungen einzugehen die zum scheitern verurteilt sind. Damals habe ich mich auch noch von meinen Gefühlen überwältigen lassen. Als mir mit der Zeit einiges klarer wurde habe ich immer irgendwann Schluss gemacht. So habe ich beschlossen dass die Nächste die richtige sein wird. Natürlich muss ich die Frau attraktiv und charakterlich (soweit man das anfangs beurteilen kann) gut finden, aber das ist eben nicht alles. Bei den Frauen hingegen hatte ich den Eindruck dass es ihnen reicht wenn der Mann attraktiv ist, und sie von gewissen Charaktermerkmalen beeindruckt sind. (Nach dem Motto: der sieht gut aus und ist klug, gefühlvoll etc., den rest kriegen wir schon hin) Das war ja gegeben, aber mir zu oberflächlich. Berechnung ist natürlich immer bei jedem dabei, das liegt in der Natur der Sache. Je nachdem von welcher Perspektive aus wir das betrachten, kann man auch mir die Rolle des berechnenden zuweisen, von daher war der Begriff vielleicht irreführend. Es geht aber darum dass die Berechnung nicht auf einer ungesunden Ebene stattfinden sollte. Ich bin immer authentisch, offen und direkt, aber von den Frauen sehe ich einfach zu wenig Bereitschaft sich auch mal analytisch mit etwas auseinanderzusetzen, zu reflektieren und ein wenig zu hinterfragen. Ab einem gewissen Punkt kommt nichts gescheites mehr zurück, dann wird einfach dicht gemacht.
 
  • #16
Ich habe es in 20 Jahren nie bereut. Heute liebe ich ihn mehr als irgendeinen anderen Menschen, er hat mich nie verletzt, nie enttäuscht, gewährt mir alle Freiheiten, ist noch immer verliebt in mich. Das alles verwundert mich nicht, denn ich habe die Risiken, durch gezielte und umsichtige Auswahl minimiert. Ihn lieben zu lernen war aufgrund seiner Merkmale ein Leichtes. Zudem basiert Liebe für mich in erster Linie auf einer Entscheidung.
Verliebtheit hingegen ist ein psychischer Ausnahmezustand der einem den Blick auf wesentliche Merkmale des Gegenübers verwehrt.

Von daher bin ich überzeugt, die stabilsten und dauerhaft glücklichsten Beziehungen werden durch den Verstand initiiert.
Das ist für mich der seit langem beste Post überhaupt. Mit dem Schlußsatz rundest du es auf das Wesentliche ab. Du erklärst wunderbar den Unterschied von Verliebtheit und Liebe. Und das verstehen viele Menschen einfach nur falsch. Und deshalb kommt immer so oft nach Jahren das böse Erwachen.
Du sprichst mir aus der Seele. Verliebtheit ist nur die Oberfläche. Liebe ist tiefgründig und gefestigt, sowie selten bis gar nicht, durch Äußerlichkeiten angreifbar. Danke
m45
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #17
Ehrlich gesagt, dachte ich ja du bist ein Nerd, der sich mit Frauen schwer tut und sich durch die Werke Freuds wühlt, um Wesen und Funktionsweise der Frau zu ergründen ...
Jetzt hättest du aber schon drei Beziehungen und weitere Anbahnungen, wo die Frauen sich anscheinend sehr schnell für dich erwärmen können und Sex haben wollen-wenn du mit denen so sprichst, wie hier im Forum, kann ich mir das schwer vorstellen, worauf die Frauen denn so abfahren...an deinem Charme kanns ja nicht liegen....oder siehst du toll aus und bist Millionenerbe, und willst endlich mal um deiner selbst geliebt werden...
Ich stehe jetzt echt vor einem Rätsel, denn hier kommst du ja sehr trocken rüber. ..also wie schaffst du es, das junge, attraktive, gebildete Frauen sich in dich verlieben? Die du dann aber gar nicht willst, weil zu oberflächlich? Die Frage ist ernst gemeint..
Oder bist du ein Player, der Frauen mit Pickup-Methoden aufreißt, wodurch sie sich als unbrauchbar erweisen...ich blick da nicht durch....
 
  • #18
gaben mir schon früh zu verstehen dass sie mich toll fänden und eine Beziehung wollten. Tiefergehendes Interesse an mir als Mensch konnte ich aber nicht spüren.
Das kenne ich von all den Männern, die sich für mich interessierten, als ich noch jünger war. Die sehen eine Oberfläche, die ihnen gefällt, und es wird nicht mal mehr darauf geachtet, dass frau gar nicht will, sondern es wird belagert und versucht zu überreden. Ganz zu schweigen davon, dass Mann gar nichts weiß von der Frau und sich auch gar nicht dafür interessiert.

Ich finde es natürlich wichtig, dass sich der Mensch auch in die Eigenschaften verliebt und nicht nur in die Optik. Aber zuerst kommt nunmal die Optik. Nur wenn es dann nicht weiter wichtig ist, was sonst noch den Menschen ausmacht, dann hast Du recht - es bringt nix.

Meiner Erfahrung nach gehen also viele Frauen bei der Partnerwahl wenig tiefgründig vor, allerdings können das Menschen mit wenig scharf/tiefsinn denke ich leicht übersehen. Was auch sehr schlüssig ist, wenn man sieht wieviele Beziehungen scheitern
Ich denke, Du ziehst den falschen Schluss. Es machen nicht viele Menschen "eine Wissenschaft" draus, einen Partner zu finden. Es gibt Menschen, die jemand Besonderes wollen und es gibt Menschen, die sind irgendwann bereit für eine Partnerschaft, dann kommt wer, der ihnen ganz gut gefällt, und sie finden sich zusammen und bleiben das auch für Jahre. Die Beziehungen, die die Menschen eingehen, die spezieller sind, halten auch nicht besser oder schlechter. Du kannst nämlich kaum alles abchecken, indem Du den anderen in den ersten Wochen durchleuchtest. In Konflikten zeigen sich erst gewisse Eigenschaften, die Menschen entwickeln sich.

Entweder sie sind sehr rational, oder sehr emotional. Eine gesunde Balance dazwischen habe ich wie erwähnt stets vermisst.
Was ist für Dich eine "gesunde" Balance? Und wer legt das fest, was gesund ist?
Du hast ziemlich viele Vorurteile im Kopf, mit denen Du Frauen begegnest. Wenn Du wirklich meinst, dass alle Frauen entweder rational oder emotional sind, dann denk drüber nach, wie Du Dich ändern kannst, dass Du entweder mit der einen oder anderen Gruppe warm wirst, sonst kriegst Du nie eine Freundin.
 
  • #19
So habe ich beschlossen dass die Nächste die richtige sein wird.
Und genau deshalb machst du so viel Druck und gehst so krampfhaft an die Sache ran und versuchst einen Menschen sofort zu analysieren. Weil du dir ja keinen Fehler mehr erlauben darfst.
Ab einem gewissen Punkt kommt nichts gescheites mehr zurück, dann wird einfach dicht gemacht.
Kann es sein, daß du ziemlich besserwisserisch bist und die Frauen dann einfach das Interesse verlieren? Schriftlich kommst du jedenfalls so rüber. Heiko, du bist einfach zu anstrengend. Werde gelassen. Souverän. Männlich. Das wollen "die Frauen", ja in dem Fall, wirklich alle!
 
  • #20
Da kannst du dir nur ein dickes Fell zulegen und in Ruhe weiter suchen.
Aber wenn ich schon so verbissen an die Geschichte herangehen muss, ist das doch nur noch frustrierend, oder? Wenn ich nicht mehr offen sein darf oder kann, weil mein Vertrauen in die Menschen am Ar... ist, wie um Himmels Willen soll ich jemals wieder auf einen Menschen ohne Vorurteile zugehen können. Entäuschungen sind für niemanden prickelnd. Aber das Leben ist kein Zuckerschlecken, wenn man so durch die Weltgeschichte wandern muss. Ich lecke an jeder Zuckerstange die das Leben mir bereit stellt. Ja und manchmal ist die Stange halt Salzig. Bei der nächsten wird es Sicher wieder Süß. Ich bleibe trotz meiner schlechten Erfahrungen die ich machen musste dennoch Optimist. Das ist für mich Leben.
m45
 
  • #21
Du scheinst an die ganze Sache sehr konzeptionell heranzugehen, mit bestimmten Vorgaben, die die Frauen erfüllen müssen, sowohl im Hinblick auf den Charakter ihrer Gefühle, als auch in Bezug auf die Verfahrensregeln, die sie zur Auswahl des "richtigen" Partners anzuwenden haben und die bestimmte Gründlichkeitsansprüche erfüllen müssen, kann man das so formulieren?
 
  • #22
Aber wenn ich schon so verbissen an die Geschichte herangehen muss, ist das doch nur noch frustrierend, oder?
Nicht vebissen aber vorsichtig sein, sich eine gesunde Skepsis bewahren und auf sich selbst Acht geben. Ich denke jeder Mensch hat ein anderes Maß an Frustrationstoleranz. Jemand der vielleicht nicht übermäßig belastbar ist wird solche Schlappen in der Partnersuche sicher nicht so leicht weg stecken um trotzdem noch offen für neue Erfahrungen zu sein. Ein jüngere Dame aus meinem Umfeld bekam behandlungsbedürftige Depressionen "nur" aufgrund diverser Enttäuschungen von Männern. Partnersuche ist schon auch Arbeit wo man mit Enttäuschungen konfrontiert wird und mit dem eigenen Auftreten. Wer sich an der Herdplatte fünfmal die Finger verbrennt wird sich gut überlegen ob er nochmal hinfasst um zu überprüfen ob es wirklich heiß ist.
w33
 
  • #23
Tut mir leid, aber ich komme nicht mehr mit. Hier im Forum kommst du ja nun nicht so charmant rüber, dass muss draußen ja anders sein.
Mein Vorschlag : bei der nächsten Beziehungsanbahnung zeige dich doch mehr gegenüber der Frau mit deinen ganzen Meinungen und Einstellungen ... dann kann auch die Frau mitentscheiden, ob du zu ihr passt...solange du den attraktiven, klugen, gefühlvollen Mann zeigst, sage ihr auch wie du denkst....so wie du es hier auch machst, sei offen und authentisch. ...dann wird sich zeigen, ob es eine Frau gibt, die deine Einstellungen teilt, so sehe ich dich nämlich als Wolf im Schafspelz an.
 
  • #24
Wir sind fast Alle der Biologie ausgesetzt, die uns und unsere Partnersuche beeinflussen kann.

Im ersten Moment geht es um beiderseits sexuelle Attraktivität.
Die Leute verlieben sich nicht in die Persönlichkeit, sondern in die Attraktivität der Person. Also anfangs nur eine sexuelle Anziehung, mit dem Ziel mit dieser Person Sex zu haben.

Beim ersten Kennenlernen, ob in den Interessen und persönlichen Zielen zueinander passend, oder passend möglich ?
Ob man sich gegenseitig sympathisch ist, so dass man es miteinander aushalten könnte. Zumindest, bis die gemeinsamen Kinder groß sind.

Biologie: Deren Ziel: Fortpflanzung. Also Sex + Kinder groß ziehen.

Für eine Beziehung, mit Sex, heiraten, gemeinsamen Kindern etc. .... ist dafür keine Liebe nötig. Das ist auch ohne Liebe möglich.

Wenn all diese Hürden gemeistert sind - erst dann kommt vielleicht die Liebe dran. Oder auch nicht. Denn sie ist ja für die Biologie und deren Ziele nicht nötig.

Der FS hat aus seiner Sicht schon recht, wenn ER als Erstes die Liebe voran stellt. Und die Verliebtheit als Einstieg dazu. Aber er benutzt die falsche Reihenfolge. Die meisten Menschen ticken anders, s.o.

Aktuell 7,3 Mrd. Menschen auf der Erde, und deren weitere Vermehrung bestätigen die Biologie.

Den Meisten von Denen die so ticken, ist diese o.g. Reihenfolge nicht mal bewusst. Sie merken nicht, wie sie von der Biologie gesteuert werden.
Denn der ist es völlig egal, ob die Paare sich gegenseitig lieben oder nicht.
Das braucht die Biologie nicht, zur Erreichung seiner Ziele.

Wenn aber Beide die Liebe als Erstes voran stellen, weil der Sex für sie nicht diese hohe Priorität hat, wie sonst bei den Meisten.

Vorschlag: Entweder umschwenken, auf die Reihenfolge der Meisten. Oder lange nach einem Partner/in suchen, der in der gleichen Reihenfolge tickt,
wie man selber.

"Aber Alle reden und schwärmen doch von der Liebe"
Ja, aber den Meisten ist nicht bewusst, was sie damit wirklich meinen.
Tief in ihnen selbst.

Würde man Leute ansprechen mit:"Ich finde dich sexy. Also lass uns viele Kinder machen, und sie Alle groß ziehen.
Für uns Beide 20 - 30 Jahre unseres Lebens dafür viel Arbeit und kostet viel Geld."
... dann wird das auf diese direkte Art kaum auf Interesse oder gar Begeisterung stoßen. Also muß die Biologie Vernebelungs-Taktiken benutzen, damit den Betreffenden diese Ziele der Biologie nicht bewusst werden. Aber sie trotzdem machen. Soweit wie möglich.
(m,53 - Single)
 
  • #25
Du scheinst an die ganze Sache sehr konzeptionell heranzugehen, mit bestimmten Vorgaben, die die Frauen erfüllen müssen, sowohl im Hinblick auf den Charakter ihrer Gefühle, als auch in Bezug auf die Verfahrensregeln, die sie zur Auswahl des "richtigen" Partners anzuwenden haben und die bestimmte Gründlichkeitsansprüche erfüllen müssen, kann man das so formulieren?
So würde ich das nicht formulieren. Das klingt nämlich so als würde ich nach einer Art Checkliste vorgehen. Natürlich habe ich meine Ansprüche, es ist aber nicht so dass ich unflexibel bin. Worauf ich bestehe ist ein gewisses Maß an Tiefgründigkeit, Integrität, Intelligenz und Attraktivität. An den ersten beiden Eigenschaften haperte es bei den Damen leider.
 
  • #26
Und du suchst in dieser Reihenfolge? Oder fängst du mal bei der Attraktivität an und arbeitest dich dann vor? Solltest du auf eine tiefgründige Frau stoßen, die dich bis in den letzten Winkel deiner Seele ausleuchtet, dann viel Spaß. Möchte nicht wissen, was dabei zutage kommt. Und mit Integrität ist sexuelle Treue gemeint?
Deshalb möglichst eine Frau mit geringer Libido, weil so weniger Gefahr besteht?
Ja, wünschen kann man sich viel. Ob es immer nur an den Damen liegt? Vielleicht sucht der Herr falschen Ort. Oder hat die falsche Ausstrahlung, von der sich tiefgründige Damen nicht angesprochen fühlen. Oder er hat kein Auge dafür, weil andere Damen seine Aufmerksamkeit erregen...
Wie steht um deine eigene Integrität? Teilen deine Freunde deine Werte? Ist dein Lebensumfeld so, dass eine attraktive, tiefgründige Frau sich darin wohlfühlt? Oder lebst du insgesamt eher in einer hedonistischen Umgebung? Sind deine Hobbys so, dass eine tiefgründige Frau was damit anfangen kann?
Drehen wir den Spiess mal herum: was hast du einer integren ,tiefgründigen, intelligenten und attraktiven Frau zu bieten, dass sie bei dir anbeisst?
 
  • #27
Worauf ich bestehe ist ein gewisses Maß an Tiefgründigkeit, Integrität, Intelligenz und Attraktivität. An den ersten beiden Eigenschaften haperte es bei den Damen leider.
Lieber Heiko,
Eine kluge, attraktive, integre, tiefgründige Person zu finden, die nicht vergeben, sondern an dir interessiert, und zum richtigen Zeit am richtigen Ort und auch noch im richtigen Alter ist, ist nun mal nicht so einfach. Das heisst aus meiner Sicht, dass du warten und hoffen und suchen musst, wie alle Singles, die nach einem wirklich passenden Partner suchen und bislang noch nicht das Glück hatten.
Du kannst es natürlich auch so machen, dass du von den erwähnten Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts sofort auf alle anderen schliesst, deine Suche nun aufgibst und dich über die verkommene Gesellschaft aufregst. Es wird dir bestimmt nicht an Gleichgesinnten fehlen.
Mir fehlte bei ihnen der Wille die Seele des anderen gewissermaßen zu ergründen. Die Gefühle dieser Frauen schienen mir auf zu oberflächliche Weise zu entstehen, auch wenn ihnen das selbst z.t nicht wirklich bewusst war.
Es wäre hier natürlich wichtig zu erwähnen, wie ehrlich und tief dein eigenes Interesse an diesen Damen war. Manchmal ist es eine unbewusste Dynamik von beiden Seiten, dass man hofft, dass sich die Gefühle und das Interesse später noch ergeben. Und wie eine Userin hier schrieb, klappt das bei manchen Paaren sogar.
 
  • #28
Du hattest mit 24 schon drei Beziehungen hinter dir? Angesichts deiner sonstigen Beiträge bin ich davon ausgegangen, dass du nicht von Blüte zu Blüte springst ...
Ich bin auch überrascht.
Noch mehr als von den drei Beziehungen von den Damen, die jung, attraktiv und gebildet, alle mit dir ins Bett wollen.
Ich war bislang davon ausgegangen, dass du bei Frauen nicht so gut ankommst.
Dass da nun offenbar doch reges Interesse besteht, ist ein völlig neuer Aspekt und ich merke, dass ich nichts von dir weiß.
Außer, dass du irgendwann mal studieren willst.
Nicht mal, was du bist jetzt beruflich gemacht hast, sonst auch nichts.
Hast du Lust, mal ein paar kleine Eckdaten zu liefern ? Dann können wir deine Frage auch besser einordnen.

Z.B. würde mich interessieren, ob du sehr attraktiv bist, denn an deiner Art, mit Menschen umzugehen und an deinem Status und Einkommen / Vermögen liegt es wohl nicht, dass sehr attraktive Frauen mit dir eine Beziehung wollen. Das ist ja alles nicht so toll, oder ?

Und könntest du uns bitte noch sagen, woran du merkst, dass sie eine Beziehung wollen ? Das fände ich auch wichtig zu wissen, um einordnen zu können, warum sie kurz darauf kein Interesse mehr an deiner Person, sondern nur noch an deinem Körper haben.

w 48
 
  • #29
Kann es sein, daß du ziemlich besserwisserisch bist und die Frauen dann einfach das Interesse verlieren? Schriftlich kommst du jedenfalls so rüber. Heiko, du bist einfach zu anstrengend.
Das hat man mir früher als Frau auch gesagt. Inzwischen weiss ich, dass ich hochbegabt und dazu hochsensibel bin. Heiko vielleicht auch? Man tickt halt einfach anders, man wird nicht verstanden, man wird abgewertet!, man wäre anstrengend... Ganz tief drinnen, ist man ganz normal, man will nur Liebe. Man ist der bunte Vogel unter den vielen grauen Krähen ,-).

w
 
A

Ares

  • #30
So habe ich beschlossen dass die Nächste die richtige sein wird.
Berechnung ist natürlich immer bei jedem dabei, das liegt in der Natur der Sache.
Ab einem gewissen Punkt kommt nichts gescheites mehr zurück, dann wird einfach dicht gemacht.
Nun ja, einen einfachen Eindruck machst Du nicht gerade. Ich finde auch nicht, dass Berechnung bei Beziehungen dazugehört. Auf mich machst Du den Eindruck, das Du eigenartig kopfgesteuert bist, nicht intellektuell, aber irgendwie krampfhaft. Vielleicht versuchst Du einfach mal, das Ganze etwas lockerer anzugehen, weniger geplant, weniger berechnend...
Ich weiß nicht, was Du unter tiefgründig und integer verstehst, aber auch Deine Ablehnung von Sexualität kommt mir eher problematisch vor. Vielleicht solltest Du einfach mal einen ONS mitnehmen und feststellen, dass das Leben nicht nur aus Tiefgründigkeit besteht, sondern auch mal Spaß machen kann?