• #1

Warum soll aus Freundschaft keine Liebe werden?

Im Gegenzug zu dem Thread Angst vor der Friendzone möchte ich gerne eine Debatte anstoßen, warum so viele, vor allem Männer, immer noch glauben auf Dauer in einer Freundschaft zu landen, ohne Aussicht auf "mehr".

Ich glaube die meisten von uns kennen sehr langjährige Paare, bei welchen es gerade nicht auf den ersten Blick gefunkt hat, die sich schon länger kannten, bevor es "peng" machte.

Wenn eine Freundschaft von Anfang an schon kategorisch ausgeschlossen wird, dürfte es obige
Paare erst garnicht geben und ich kenne vor allem Ehepaare, die sich erst als "Freunde" begegneten und die sich im Laufe der Zeit "näher kamen". Die sogenannte Liebe auf den 2. oder gar 3. Blick.

Warum sehen das gerade Männer so negativ?
Was glaubt ihr?
 
G

Gast

  • #2
War mir nicht bewusst, dass Männer es so sehen.
Hatte soetwas bereits zweimal- i.S.v. tausendmal berührt...-naja, o.k., nicht ganz so, aber den einen kannte ich bereits 4 Jahre, bevor wir zusammen kamen und den anderen 6 Jahre und habe beide als Freunde bezeichnet, bevor wir zusammen kamen.
Das Gute ist, man/frau kennt den anderen bereits sehr gut ;-)
Muss aber dazu sagen, dass ich beide stets als attraktiv wahr genommen habe- auch- als wir noch/nur Freunde waren.
Ist aber beides mehr als 20 Jahre her. Seufz ;-)

W 44
 
  • #3
Ich bin eine Frau (Mitte 40) und lehne solche Freundschaften ab. Ich biete nicht an und nehme sie auch nicht an. Warum? Weil das reine Zeitverschwendung ist. Ich suche keine Freunde, ich habe gute und enge und auch viele Bekannte. Ich kann mit meinen Freunden über alles reden und sie sind mir mindestens so nah wie meine Familie. Mit meinen Bekannten unternehme ich vieles zusammen. Da ist für jeden Anlass einer dabei. Es sind aber keine Freunde, sondern Bekannte, ein erheblicher Unterschied.

Innerhalb der ersten Sekunden entscheidet sich, ob wir jemanden attraktiv genug finden, dass wir uns mehr vorstellen können. Das ist wohl die Voraussetzung dafür, überhaupt jemanden zu daten. Wenn es da nicht funkt, sondern bei Sympathie bleibt, dann ist der Zug schon abgefahren. Wenn man sich erst umständlich aneinander gewöhnen muss bis sich da etwas entwickelt, dann ist der Zauber raus, die Schmetterlinge haben sich längst verzogen oder sie werden niemals fliegen.

Diese Friendzone ist eine Erfindung derer, die nicht wissen was sie wollen, oder andere warm halten, oder schlicht so einsam sind, dass sie sich jeden zum Freund machen wollen, der ihnen vor die Flinte läuft, oftmals, so meine Erfahrung, immer einen Nutzen im Hinterkopf habend, Mann sollte sich ein Bein ausreißen und z. B. handwerkliche Dinge für die Frau bewältigen oder auch ihr seelischer Mülleimer sein, Frau ebenfalls der seelische Mülleimer.

Wobei Freundschaft wieder etwas anderes ist als Friendzone, sie muss ebenso wachsen wie eine Beziehung. Man sollte die Definitionen also nicht vermischen.
 
G

Gast

  • #4
Woher weißt Du, dass Männer das im Schnitt anders sehen als Frauen? Auch Frauen hatten in jenem Thread geschrieben, dass sie nicht Deine Herangehensweise haben. Auf die letzte Frage gibt es also keine Antwort, da ich die Annahme nicht teile, der Du selbst widersprichst, wenn Du schreibst, dass viele Paare über Freundschaft zusammengekommen seien.
Die einen haben diese, die anderen jene Herangehensweise. Warum, wurde schon ausdehnend erläutert. Dann soll man es auch akzeptieren und sich entsprechend einstellen.
 
G

Gast

  • #5
Warum sehen das gerade Männer so negativ?
Was glaubt ihr?
Zum einen: es macht einen sehr großen Unterschied, ob man einander im Freundeskreis kennenlernt oder auf einem Partnerportal. Letztere besucht man nicht, um Freunde zu finden.

Zum anderen: eine Frau ist in einer freundschaftlichen Beziehung der körperlich schwächere Teil, d.h. der Mann muß bei allem, was mit Anstrengung zu tun hat, Rücksicht nehmen. Wenn ich es mir also aussuchen kann, habe ich lieber einen Mann zum Freund als eine Frau.

Aus beidem zusammen folgt: was in einem Partnerportal beginnt, kann entweder in eine Beziehung münden oder eben nicht. Den Umweg über die Freundschaft gibt es hier nicht.
 
G

Gast

  • #6
M42
Wenn einer mehr als Freundschaft empfindet und der andere nicht, dann geht es nicht lange gut.
Wenn beide auf Freundschaft aus sind, ist das kein Problem.
 
  • #7
ich hab solche "Anfragen" (die zum Glück sehr selten waren) immer freundlich abgelehnt.. weil ich keine Lust habe mir ihr über ihre Beziehungsprobleme zu reden wenn ich nicht Teil davon bin... ausserdem wöllte ich ja mehr von ihr.. und wenn sie das nicht will, was ihr gutes Recht ist, dann ist es auch meines mir auszusuchen mit wem ich meine Zeit verbringe.. Wenn die Frau als Freund in mein Leben eintritt oder schon vergeben ist, dann ist das was anderes.. da will ich ja nix von ihr.
 
G

Gast

  • #8
Weil es in der Regel so ist.

Ich bin oft in dieser Zone gelandet und auch nach Jahren da verblieben, während die Damen zwischenzeitlich mehrmals neue Partner hatten.

Natürlich habe ich in den partnerlosen Zeiten der Damen versucht, die Freundschaft mit gemeinsamen Unternehmungen auszubauen.

Keine Chance.

Auch eine Briefbekanntschaft hatte über Jahre gemeinsame (harmlose) Unternehmungen geblockt und mir so ein weiteres kennenlernen verwehrt.
Mittlerweile hat sie mit dem zweiten Freund Schluß gemacht.
Ihre Haltung mir gegenüber ist unverändert.
Sie mag mich- aber mehr auch nicht und ich habe mir wirklich einiges einfallen lassen, was ich offeriert habe. Angefangen von einem netten Treffen bis zur Einladung zum Konzertbesuch.
Dafür hat sie mir dann gesagt, das sie schon im Internet einen neuen "richtigen" Freund sucht und mir auch die Anzeige gezeigt.
Kurzum- das Gesuch umfasste Kontaktwünsche für Freundschaft, Freizeit und Sex.
Da ist mir natürlich schon die Kinnlade nach unten geklappt.
Darauf angesprochen meinte sie nur- man kann nichts erzwingen.
Leider richtig.
Bei mir reicht es nichtmal zum Kaffe-Besuch.
Sie ist sehr gebildet und sehr attraktiv, vielleicht schämt sie sich auch nur insgeheim, mit mir gesehen zu werden- keine Ahnung.
Ich hab es dann einfach aufgegeben.
 
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Gast

  • #9
Für mich macht es einen RIESENunterschied, ob ich schon Gefühle für die Frau habe/in die Frau verliebt bin oder nicht. Habe ich Gefühle und es beruht meiner Meinung nach. nicht auf Gegenseitigkeit, habe ich wirklich keinerlei Interesse an einer Freundschaft mit der Frau, denn das schreit ansonsten doch nur nach Schmerz. In so einer Situation nach dem Prinzip Hoffnung eine Freundschaft einzugehen, halte ich daher für wenig sinnvoll.

Wenn bei beiden keine Gefühle vorhanden sind, hätte ich allerdings kein Problem damit, und natürlich ist es möglich, daß sich später (bei beiden) Gefühle entwickeln können.

m, 33
 
G

Gast

  • #10
Lieber FS

doch, natürlich.

1.Beispiel: mein Schulfreund wurde mein erster richtiger Freund. Wir kannten uns vorher 10 Jahre.
Eines Tages kam der besondere Moment. Plötzlich waren wir ein Paar.

2. Beispiel: alter Studienfreund, ledig, trifft mich nach über 12 Jahren auf einer Auslandskonferenz wieder.
Rate was passiert ist ? Genau... Wir haben nachgeholt was damals nicht ging (er hatte damals eine Freundin, sie war wie er im selben Studienfach und ich war schüchtern und anständig).

3. Aktuell ist der Freund meines Bruders mein Lebenspartner. Er ist fünf Jahre jünger als ich aber wir kennen uns über meinen Bruder schon seit Jahren durch zahlreiche Unternehmungen, Fahrten, Parties usw.

4. Meine Cousine hat ihren Nachbar, der zunächst bloss auf ihren Hund aufpassen sollte, letztes Jahr geheiratet. Vorher machte er sich nützlich. Irgendwann beim Werkeln am Haus haben sie sich verliebt.
 
  • #11
FS

Sorry, aber wo ist bei Freundschaft und Friendzone eigentlich der Unterschied ??
Ich sehe da keinen.
Es geht bei beiden darum, dass man sich ab und an trifft, sich sympathisch findet aber -noch nicht- mehr.

Auch finde ich es recht seltsam, wenn manch gereifte Personen hier schreiben, es müsste gleich klick machen oder nicht, das kenne ich nur aus Teenagerzeiten.
Oder man sollte nach ein paar Dates schon wissen was läuft.

Da frage ich glatt, was denn??
Eine Beziehung entwickelt sich meist nicht nach ein paar Dates, da muss schon wesentlich mehr dahinterstecken, schneller Sex oder Affäre geht schon flotter.

Ich spreche aber expliziet hier die ernsthaft Suchenden an, nicht die erotischen Überflieger, da weiß man ja, dass Zeit Geld ist.

Somit komme ich eben zu dem Entschluß, was lange währt, währt endlich gut.
Schnellsprinter und Coffee to go haben nunmal schlechte Karten auch in der Liebe - meine Meinung.
 
  • #12
Für mich macht es einen RIESENunterschied, ob ich schon Gefühle für die Frau habe/in die Frau verliebt bin oder nicht. Habe ich Gefühle und es beruht meiner Meinung nach. nicht auf Gegenseitigkeit, habe ich wirklich keinerlei Interesse an einer Freundschaft mit der Frau, denn das schreit ansonsten doch nur nach Schmerz. In so einer Situation nach dem Prinzip Hoffnung eine Freundschaft einzugehen, halte ich daher für wenig sinnvoll.

Wenn bei beiden keine Gefühle vorhanden sind, hätte ich allerdings kein Problem damit, und natürlich ist es möglich, daß sich später (bei beiden) Gefühle entwickeln können.

m, 33
Kurzfristig gedacht.
Woher willst Du denn von Anfang an wissen, dass sie nicht doch noch Gefühle für Dich entwickeln könnte?

Warum suchen Männer sofort das Weite, wenn eine Frau erstmal "nur" eine Freundschaft will.
Nicht jede Frau fällt einem Mann gleich um den Hals, weil er ein starkes Interesse hat.

Es gibt eine Menge Frauen, vor allem die skeptischen oder in der Vergangenheit enttäuschten, die erst mal auf Tuchfühlung verzichten und den Mann als Freund sehen wollen.
Wie gibt er sich als Freund, als Vertrauter, als Gesprächspartner?
Oder ist er wie die meisten und will gleich angrapschen??

Ich finde einen Mann, der den Mut hat auch eine Freundschaft zu einer Frau, die er sehr mag aufzubauen charakterlich ganz großartig. Er ist nicht feige, er hat Zeit, ihm läuft nichts davon und er weiß Druck aufbauen ist der falsche Weg. Das heisst nicht, dass er jetzt in ein Kloster muss, er lebt sein Leben einfach weiter, aber bedrängt diese Frau auch nicht, er ist ihr vertraut und Vertrauen kann der Schlüssel zu "mehr" sein.

Und ja es gibt Frauen, die das erkennen können und von sich aus eine Freundschaft in ein Liebesverhältnis umwandeln. Es ist also nicht unmöglich.
 
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Gast

  • #13
Sorry, aber wo ist bei Freundschaft und Friendzone eigentlich der Unterschied ??
Ich sehe da keinen.
Liebe aus der Freundschaft heraus bedeutet, daß zwei Menschen ihre Gefühle füreinander erst sehr spät entdecken. Friendzone bedeutet, daß einer liebt und der andere das zu seinem Vorteil ausnutzt.

Es kommt wohl auf die Art des Kennenlernes an, ob das erste überhaupt möglich ist. Wenn mich eine Frau interessiert, will ich keine Freundschaft mit ihr. Interessiert sie mich nicht, treffe ich mich erst gar nicht mit ihr. Wo ist da noch Raum für Liebe, die aus einer langjährigen Freundschaft heraus entsteht? Freunde (auch weibliche) lerne ich auf andere Weise kennen. (m)
 
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Gast

  • #14
Ich sehe das wie Herakles: Le coup de foudre ist zwar aufregend und oft auch schön … doch eher selten (und von Dauer).

Als erwachsene Frau, eine die schon einiges erlebt hat, weiß ich, dass eine (manchmal auch über längere Zeit laufende) Freundschaft zu einem Mann wundervoller Wegbereiter für eine glückliche Beziehung werden kann. Beide hatten die Chance, sich in den unterschiedlichen Situationen zu erleben, wissen, was dem anderen wichtig ist und was er/sie nicht ausstehen kann. Nicht selten wird dann aus einem zufälligen Moment mehr ...

Sicher lässt sich eine Freundschaft schwierig an, wenn dahinter der Wunsch steht, es müsse unbedingt (irgendwann) mehr werden. Aber warum soll ich mit einem Mann, bei dem es nicht sofort klickt, der mir sonst aber gut gefällt, auf eine Freundschaft verzichten?
 
G

Gast

  • #15
Das funktioniert nur, wenn beide sich einig sind, dass sie Freundschaft empfinden und befreundet sein wollen.
Ich bin immer daran interessiert, Menschen näher kennenzulernen, habe keine Lust, jahrzehntelang in dem gleichen Sumpf zu schmoren.
Vielleicht bin ich für den Mann nicht die Partnerin, sondern meine Freundin, die er dann kennenlernen würde. Ich schüttele immer den Kopf über diese Friendzone-Geschichte. M.E. sind diejenigen, die gezielt hinter Partnerschaft herhetzen diejenigen, die darin erfolglos bleiben, weil sie sich nicht genug Zeit nehmen, den Menschen kennenzulernen. Die anderen sind auf das schnelle Sexabenteuer aus.

In meinem Bekanntenkreis haben sich nahezu alle Ehen aus dem Cliquenumfeld gebildet. Teilweise kamen die Paare erst zusammen, nachdem sie schon jahrelang zusammen in einem Freundeskreis waren, unterschiedliche Partner und Enttäuschungen hatten. Dann lernt man andere Eigenschaften schätzen und der "Freund" wird interessant, weil man da den anderen mit allen seinen Fähigkeiten und Eigenschaften erlebt hat, nicht nur ein Blitzlicht. Man sieht den Menschen mit anderen Augen und übersieht die Hüftpolster, weil seine Eigenschaften ihn anziehend und für die eigenen Lebenswünsche kompatibel machen. Beim ersten Blick bekommt man diese nicht mit und orientiert sich an den Hüftpolstern.
 
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Gast

  • #16
Kurzfristig gedacht.
Woher willst Du denn von Anfang an wissen, dass sie nicht doch noch Gefühle für Dich entwickeln könnte?
Das ist überhaupt nicht kurzfristig gedacht. Woher willst ich denn von Anfang an wissen, daß sie doch noch Gefühle entwickelt? Entwickeln sich keine, sieht es langfristig doch so aus: Man quält sich durch reinen freundschaftlichen Kontakt (mir geht's da nicht mal um Sex), man verplempert seine Zeit in Bezug auf die Partnersuche, die eigenen Gefühle werden wahrscheinlich nur noch stärker und ein späterer Kontaktabbruch tut entsprechend nur noch mehr weh.

Es steht der Frau ja frei, außerhalb einer Freundschaft Gefühle zu entwickeln. Aber kein Mann, der einseitig verliebt ist, wird den guten Freund mimen (wollen), der wahrscheinlich vergebens darauf wartet, daß Frau es sich evtl. doch noch anders "überlegt".

Was Du mutig nennst, nenne ich hinterherlaufen.

m, 33
 
G

Gast

  • #17
Ich finde einen Mann, der den Mut hat auch eine Freundschaft zu einer Frau, die er sehr mag aufzubauen charakterlich ganz großartig. Er ist nicht feige, er hat Zeit, ihm läuft nichts davon und er weiß Druck aufbauen ist der falsche Weg. Das heisst nicht, dass er jetzt in ein Kloster muss, er lebt sein Leben einfach weiter, aber bedrängt diese Frau auch nicht, er ist ihr vertraut und Vertrauen kann der Schlüssel zu "mehr" sein.
M40
Je länger das so geht, umso unwahrscheinlicher wird was ernsthaftes draus.
Warum vor allem Frauen diesen Weg mit der Freundschaft bevorzugen, liegt auf der Hand. Der Mann ist ja meist derjenige der in die Offensive geht, sie kann sich passiv zurücklehnen und abwarten und allen die Freundschaft anbieten. Das ist natürlich praktisch, immer schön unverbindlich bleiben.
Wenn man jemanden sehr mag und es über Freundschaft hinausgeht, wird das nicht klappen mit der Freundschaft. Scheinbar ist es der FS noch nie passiert, dass sie in einen Mann verliebt war und er nur die Freundschaft angeboten hat.
 
  • #18
Weil es so gut wie immer so ist.
Sicher gibt es das manchmal, aber wie oft?
Man kann auch im Lotto einen 6er haben..gibt es auch... die Wahrscheinlichkeit ist hierbei 1:1400000.
Meine Erfahrung: wenn man in der "Friendzone" landet ist es so gut wie aus!
 
G

Gast

  • #19
Für mich hat das nichts damit zu tun, dass Männer etwas negativ sehen.

Bei mir (m,33) ist einfach so, dass bei mir Gefühle relativ schnell kommen, oder dann eben gar nicht.

Das heisst für mich aber nicht, dass ich Freundschaften zu Frauen grundsätrzlich ablehne. Ich pflege gerade mit zwei Frauen schon seit Jahren Freundschaften.

Eine Freundschaft lehne ich nur dann ab, wenn ich mehr will, sie aber nicht. Denn eine Freundschaft kann einfach nicht funktionieren, wenn der eine mehr will. Der Schmerz wäre für mich da einfach zu gross.
 
G

Gast

  • #20
Weil es nie klappt.

Ich habe meinen Partner zwar auch unkonventionell kennengelernt bzw. man kannte sich sehr viel länger, aber befreundet waren wir nicht. Darin liegt der Unterschied. Das hätte auch einiges an erotischem Reiz für mich als Frau genommen.

Ein Mann ist für mich sexuell nur attraktiv und interessant, wenn er immer ein wenig distanziert bleibt und sich nicht an mich rankriecht. Ich mag keine Männer, die mir guter Freund sein wollen. Es wirkt schnell langweilig oder auch nervig, wenn ich nichts für den Mann sofort empfinde. Dafür habe ich beste Freundinnen, mit denen ich mich austauschen kann.

Der Mann sollte sich fragen, ob er eine erotische Beziehung mit der Frau wünscht oder eben nur ein freundschaftliches Verhältnis. Kann natürlich auch schön sein, aber für mich als sexuell aktive Frau ist das nichts mehr.
 
G

Gast

  • #21
Wenn man nach dem Prinzip, dass hier einige erwähnen, vorgehen würde, hätte man innerhalb von ein paar Jahren vermutlich mehr weibliche als männliche Freunde und überall ist die Freundschaft aus einem Anlauf zur Partnerschaft resultiert. Für manche hier mag das ja super sein, aber ich als Mann finde das mehr als seltsam und nicht selten hatte ich in der Vergangenheit bei solchen "Freundschaften" das Gefühl von der Frau nur ausgenutzt und bewusst auf Distanz gehalten worden zu sein. Klar das baut Frauen auf, wenn es zumindest eine Person im Umfeld gibt, von der man weiß, dass sie Interesse hat, allerdings zahlt der Mann, sollte er das von seiner Seite auch aufrecht erhalten, dafür dann den entsprechenden Preis. Das wurde hier auch schon ganz treffend geschrieben, da wird man dann schnell zum seelischen Mülleimer für die Frau und das ist dann auch schon alles was gewiss ist.

Davon mal ganz abgesehen, was ist denn, wenn man dann tatsächlich mal eine Frau kennenlernt, die auch an mehr interessiert ist? Die muss dann früher oder später erstmal erfahren, dass man mehrere weibliche Freundinnen hat und zudem dann auch noch regelmäßig in Kontakt zu den Frauen steht. Wollt ihr Frauen sowas wirklich, erstmal fünf anderen Frauen den Rang ablaufen zu müssen? Ich kann es mir kaum vorstellen.

Freundschaft zwischen Mann und Frau funktioniert für mich genau in einem Fall und das ist der, in dem beide absolut und hundertprozentig keinerlei tieferes Interesse für den jeweils anderen hegen.

Wenn hier manche Frauen davon schreiben, dass sie Freundschaft als guten Indikator für die Beziehungstauglichkeit ansehen, dann fällt mir dazu als Mann nicht viel ein. Klar ist man vorsichtig, wenn man negative Erfahrungen gemacht hat, das sollte aber niemals soweit gehen, dass es zu Egoismus führt, ganz nach dem Motto, solange sichergestellt ist, dass ich nicht wieder verletzt werde, ist mir alles andere egal, der Mann weiß ja schließlich worauf er sich einlässt...
 
G

Gast

  • #22
Ich M35 habe in diesem Bereich jahrelange Erfahrungen was Friendzone/Freundschaft mit Frau betrifft.

Es ist immer situationsabhängig - habe einen sehr großen Freundeskreis, wo auch die Damen in der Mehrzahl sind. In die Dame in der ich mich verliebt hatte/(war), schreibe ich nicht mehr SMS oder rede sie nie an. Antworte ihr jedoch freundlich und suche dann sehr bald das Gespräch mit jemand anderen, wenn andere Freunde sich in Nähe befinden.
Warum das so ist? Habe mindestens 1 Jahr und mehrere Monate versucht mit ihr über Freundschaft in eine Beziehung zu kommen.... Ihre Signale waren: "Hallöchen....! Text....., Bussi".
Was soll das??? Das weckt jeden Mann (wenn er nicht schwul ist) Hoffnung und Jagdinstinkte.
So jetzt kommt's, war immer authentisch und bin humorvoll, kreativ und mich mögen viele Damen usw. Habe sie mal zu einem DVD-Abend zu mir eingeladen und ihr per SMS angedeutet, dass sie die Traumfrau ist und ich sie vorm bösen Drachen befreien würde... Sie erwiderte drauf scherzhaft und kam zu mir. Habe dann bei mir eskalieren lassen (meine Hand beim DVD Abend ihre Hüfte berührt und ihr dann beim Abschied einen Kuss geben wollen- denn sie eher auswich).
Die meinte, sie ist mit ihrem Singleleben glücklich.

So was jetzt liebe Damen? Fühle mich sehr sehr ausgenutzt. Sie hätte mich niemals meine Einladung annehmen dürfen, in der ich ihr schrieb, dass sie meine "Traumfrau" wäre und hätte niemals solche verliebte Nachrichten schreiben dürfen "Hallöchen.... Bussi" usw.

Meine Lehren habe ich draus gezogen, mich gibt es nur ganz und nicht halb und lasse mich nicht mehr auf ein Abstellgleis stellen. Wenn Freunde, nur dann mit Männer und Frauen, von denen ich absolut keinen Sex will. So erspart Mann Kummer und lebt weitaus glücklicher. Mein guter Rat: stelle niemals eine Frau aufs Podest und denk dran, dass DU der Preis bist.

Auf eine Freundschaft mit einer Frau, die man will kann man sich nur einlassen, wenn Frau "definitiv" schon am Anfang die Richtung in Beziehung andeutet. (Ganz wichtig ist innerlich ein Ultimatum zu stellen z.B. Wenn es nah 3Monate keine Besserung, dann lass sie). Alles andere ist purer Schwachsinn, der nur Zeitverschwendung ist
 
  • #23
FS

Schwachsinn finde ich immer einen radikalen Cut zu machen, nur weil Frau nicht gleich an- oder aufspringt wie der Herr es gerne möchte, egoistisches denken ist es ohnehin.

Will sie nicht so wie ich, hak ich sie ab.

Eine Frau allerdings, die einem Mann viel bedeutet könnte sofern der Mann Reife und Weitblick hat, leider haben das viele Männer nunmal nicht, eben kurzfristig denken, muss keinen Cut vollziehen, er kann eine "lockere" Freundschaft weiterhin mit dieser Person pflegen - ohne sich aufgeben zu müssen oder ohne andere Frauen außer Acht zu lassen.

Was mich an manchen Männer-Contra-Absichten hier nervt ist dieses rigorose, nein dann will sie eben nicht und wenn sie keine Beziehung will, will sie wohl nie eine Beziehung. So denken eben nur Männer, die nie wirklich eine Freundschaft mit einer Frau, die sie mögen aufgebaut haben.

Sie haben zu schnell aufgegeben in allem.
Freundschaft heisst nicht ständige Treffs, Mails und hoffnungsloses Dauerschwärmen.
Freundschaft heisst einfach keinen Cut machen, wie lange man sich mal nicht sieht oder nicht simst oder keine Mails sendet ist unerheblich.

Mann kann sich auch als lockerer Freund nach Monaten wieder melden und fragen, na, wie geht's?
Es gibt Frauen die in längerer Zwischenzeit eben keinen "Prinzen" gefunden haben, sondern auf einmal merkten, mit diesem Mann könnte es doch noch "mehr" werden.

Das Problem ist nicht eine Freundschaft, sondern das Männer zu früh zu schnell aufgeben und das hat mit hinterlaufen nichts zu tun, sondern eben einen Kontakt nie ganz versanden zu lassen.
 
  • #24
FS

Ich kenne es eben umgekehrt.
Eine Bekannte von mir war schon immer an einem Mann interessiert, der außer einer Freundschaft nie mehr wollte.

Sie hielt den Kontakt aufrecht - über Jahre.
Beide waren auch mal, logisch, in Beziehungen, welche scheiterten.

Im Laufe der Zeit wurde auch ihm klar, dass diese Frau, die immer im Kontakt zu ihm stand, viel mit ihm über alles geredet hatte und für ihn irgendwie "da" war, sprich erreichbar war, die Richtige für ihn gewesen ist. Natürlich war es auch umgekehrt, sie waren ja "Freunde".

Heute sind sie glücklich seit 25 Jahren verheiratet.
Sie sagt heute noch, ich habe nie aufgegeben ihn zu lieben, es hat gedauert, aber wenn ich ihn damals frühzeitig aufgegeben hätte, wären wie wohl nie zusammen gekommen.
 
  • #25
FS

Schwachsinn finde ich immer einen radikalen Cut zu machen, nur weil Frau nicht gleich an- oder aufspringt wie der Herr es gerne möchte, egoistisches denken ist es ohnehin.

Will sie nicht so wie ich, hak ich sie ab.

Eine Frau allerdings, die einem Mann viel bedeutet könnte sofern der Mann Reife und Weitblick hat, leider haben das viele Männer nunmal nicht, eben kurzfristig denken, muss keinen Cut vollziehen, er kann eine "lockere" Freundschaft weiterhin mit dieser Person pflegen - ohne sich aufgeben zu müssen oder ohne andere Frauen außer Acht zu lassen.

Was mich an manchen Männer-Contra-Absichten hier nervt ist dieses rigorose, nein dann will sie eben nicht und wenn sie keine Beziehung will, will sie wohl nie eine Beziehung. So denken eben nur Männer, die nie wirklich eine Freundschaft mit einer Frau, die sie mögen aufgebaut haben.

Sie haben zu schnell aufgegeben in allem.
Freundschaft heisst nicht ständige Treffs, Mails und hoffnungsloses Dauerschwärmen.
Freundschaft heisst einfach keinen Cut machen, wie lange man sich mal nicht sieht oder nicht simst oder keine Mails sendet ist unerheblich.

Mann kann sich auch als lockerer Freund nach Monaten wieder melden und fragen, na, wie geht's?
Es gibt Frauen die in längerer Zwischenzeit eben keinen "Prinzen" gefunden haben, sondern auf einmal merkten, mit diesem Mann könnte es doch noch "mehr" werden.

Das Problem ist nicht eine Freundschaft, sondern das Männer zu früh zu schnell aufgeben und das hat mit hinterlaufen nichts zu tun, sondern eben einen Kontakt nie ganz versanden zu lassen.
Wie sich dann wohl die Damen, die von dem Mann, der im Grunde immer nur auf die eine hofft und daher Freundschaft hält mit dem Bedürfnis auf mehr, fühlen mögen, wenn sie herausfinden, dass sie nur die 2. Wahl waren?
 
G

Gast

  • #26
FS

Ich kenne es eben umgekehrt.
Eine Bekannte von mir war schon immer an einem Mann interessiert, der außer einer Freundschaft nie mehr wollte.

Sie hielt den Kontakt aufrecht - über Jahre.
Beide waren auch mal, logisch, in Beziehungen, welche scheiterten.

Im Laufe der Zeit wurde auch ihm klar, dass diese Frau, die immer im Kontakt zu ihm stand, viel mit ihm über alles geredet hatte und für ihn irgendwie "da" war, sprich erreichbar war, die Richtige für ihn gewesen ist. Natürlich war es auch umgekehrt, sie waren ja "Freunde".

Heute sind sie glücklich seit 25 Jahren verheiratet.
Sie sagt heute noch, ich habe nie aufgegeben ihn zu lieben, es hat gedauert, aber wenn ich ihn damals frühzeitig aufgegeben hätte, wären wie wohl nie zusammen gekommen.
Was wäre gewesen, deine Bekannte erfährt eines Tages von ihm, indem er ihr freudestrahlend mitteilte: "Ich habe kürzlich eine tolle Frau kennengelernt und habe mich sehr in sie verliebt". Dann wird ihr bewusst, dass jahrelanges Hoffen und intensiver Kontaktpflege völlig umsonst war.
Nach einiger Zeit geht der Kontakt zwischen den beiden Freunden aufgrund der gesunden Anbahnung zwischen den beiden Frischverliebten zurück. Frau steht nun alleine da. Tolle Geschichte!!

Dann heißt es wieder im Kummer der Frau: "Er ist ja so ein A****, der hätte doch früher KLARTEXT reden sollen"

Nein, so geht das nicht liebe Damen! Man kann nicht bis zum St.Nimmerleinstag warten. Die Zeit rinnt durch die Finger und das Leben besteht nämlich aus vielen Entscheidungen, die klug und "eher" in absehbarer Zeit getroffen werden müssen. Eiertänze und das Fähnchen im Wind ist das Letzte was Männer brauchen.

Weitere Frage: Wie ist es nämlich aus Sicht der Frau zu sehen, wenn der freundschaftliche männliche Freund nebenbei genüsslichen Sex mit anderen Frauen macht? Dann käme aus ihrer Sicht ja zu 99,99% der freundschaftliche Freund niemals als zukünftiger Partner in Frage. Stimmts? Dann müsste ja der Mann zusätzlich auch auf Sex verzichten, damit "VIELLEICHT" überhaupt zu einer Beziehung mit einer guten Freundin kommt.
 
G

Gast

  • #27
FS

Sie haben zu schnell aufgegeben in allem.
Freundschaft heisst nicht ständige Treffs, Mails und hoffnungsloses Dauerschwärmen.
Freundschaft heisst einfach keinen Cut machen, wie lange man sich mal nicht sieht oder nicht simst oder keine Mails sendet ist unerheblich.

Mann kann sich auch als lockerer Freund nach Monaten wieder melden und fragen, na, wie geht's?
Es gibt Frauen die in längerer Zwischenzeit eben keinen "Prinzen" gefunden haben, sondern auf einmal merkten, mit diesem Mann könnte es doch noch "mehr" werden.

Das Problem ist nicht eine Freundschaft, sondern das Männer zu früh zu schnell aufgeben und das hat mit hinterlaufen nichts zu tun, sondern eben einen Kontakt nie ganz versanden zu lassen.
M40
Also lose Freundschaft ist keine Freundschaft, das ist eine Bekanntschaft. Mit wirklichen Freunden hat man öfters Kontakt. Was will ich mit einer Freundin, wenn man sich längere Zeit nicht sieht und kommuniziert. Freunde sind was besonderes, weiß nicht, wie das mit dem Vorgehen der FS zusammenpassen soll.
 
G

Gast

  • #28
Ich glaube wir hätten grundsätzlich weniger Singles in Deutschland wenn man nicht gleich am Anfang ausschliessen oder festlegen würde..

Tatsächlich gibt es bei jedem Mensch noch sehr viel gutes und positives zu entdecken wenn man sich mehr darauf einlassen könnte und nicht sofort festlegen was es werden könnte und was nicht.

Sehr viele Beziehungen entstehen so aus einer Tiefe heraus die man am Anfang nicht wahrgenommen hat..

Das blöde daran ist wir verlangen Tiefe, Herzensbildung , Respekt, Vertrauen usw sind aber gar nicht diese Zeit in jemand zu inverstieren der uns nicht gleich anspricht oder wir gleich ein "No go" finden,.

Die schnelllebige und kosumorientierte Zeit ist halt in "jeder " hinsicht so geworden.

Hormone brauchen keine Zeit zum Anspringen , Tiefgang und Herzensbildung schon..

M47
 
G

Gast

  • #29
@Lovelyn


Innerhalb der ersten Sekunden entscheidet sich, ob wir jemanden attraktiv genug finden, dass wir uns mehr vorstellen können. Das ist wohl die Voraussetzung dafür, überhaupt jemanden zu daten. Wenn es da nicht funkt, sondern bei Sympathie bleibt, dann ist der Zug schon abgefahren.

Genauso solche und andere Sprüche tragen verantwort dafür das es kaum noch Paarbildungen gibt.


Diese ersten Sekunden haben etwas mit unserer sexuallität und unseren Hormonen zu tun..nicht unsere Herzensbildung für den passenden Partner..

Solche sprüche reichen allenfalls aus ob man früher oder später in der Kiste landet..sonst nichts.

Es gibt jede menge gute Ehen auf der Welt wo es nicht gleich gefunkt hat und der Zug nicht gleich abgefahren ist..

m
 
G

Gast

  • #30
FS

Ich kenne es eben umgekehrt.
Eine Bekannte von mir war schon immer an einem Mann interessiert, der außer einer Freundschaft nie mehr wollte.

Sie hielt den Kontakt aufrecht - über Jahre.
Beide waren auch mal, logisch, in Beziehungen, welche scheiterten.

Im Laufe der Zeit wurde auch ihm klar, dass diese Frau, die immer im Kontakt zu ihm stand, viel mit ihm über alles geredet hatte und für ihn irgendwie "da" war, sprich erreichbar war, die Richtige für ihn gewesen ist. Natürlich war es auch umgekehrt, sie waren ja "Freunde".

Heute sind sie glücklich seit 25 Jahren verheiratet.
Sie sagt heute noch, ich habe nie aufgegeben ihn zu lieben, es hat gedauert, aber wenn ich ihn damals frühzeitig aufgegeben hätte, wären wie wohl nie zusammen gekommen.
Den Mann kenne ich auch. Er hatte über Jahre die tollsten Frauen, bei denen er aber, mangels Selbstvertrauen stets der Meinung war, dass er nicht gut genug für diese sei. Durch schlechtes Behandeln, - um künstlich (da nur von seiner Seite aus missgedeutet) eine Augenhöhe herzustellen, hat er die Frauen, welche alle ausnahmslos sehr an ihm interessiert waren und ihn als Mensch mochten, sehr verletzt und vergrault.
Es blieb ihm letztendlich nichts anderes übrig, als eine Dame zu wählen, bei der er das Gefühl hat, dass er ihr das Wasser reichen kann. Sie hat ihm jahrelang die freundschaftliche Treue gehalten, erduldet wie er sehr viel tollere Frauen als sie es ist, verschliss, bis er schließlich realisierte, dass sie wohl die einzig Wahre für ihn sein kann, da er die anderen Frauen aufgrund seiner tief verwurzelten Komplexe und krankhaften Egoprobleme nicht gehandelt bekommt.
Er hat nun seine zweite Wahl die ihn glücklich machen darf. Ihrer kann er sicher sein. Ihr 14 Jahre langes warten hat sich gelohnt. Und er, der gerne eine andere gehabt hätte, hat einfach mit den Jahren erkannt, dass er nur eine Frau wie sie dauerhaft halten kann.
Traurige Geschichte die trotzdem irgendwie happy macht und Hoffnung für Mauerblümchen schürt.;)