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Gast

  • #1

Warum soll ich als Single über höhere Abgaben fremde Familien finanzieren?!

1. hab ich nix vom dem Familienglück. Nix von den Vorteilen jener Familien. 2. Dass sich deren Kinder in meinem Alter irgendwann um mich kümmern, halte ich für ein Gerücht. Das werden sie nur wollen (und können, da sie ihren Lebensunterhalt verdienen müssen), wenn ich sie ausreichend bezahle (bezahlen kann). 3. Was schlecht gehen wird, wenn meine Sparquote JETZT in die Taschen der Familien umgelenkt wird. Wenn Menschen meinen, ihr Leben wäre lebenswerter, wenn sie sich vermehren, bitteschön. Aber wieso sollen andere dafür blechen? Wenn ich einen Hamster, Hund, Motorrad oder sonst etwas haben will, weil ich meine, mein Leben wäre dann lebenswerter, muss ich auch sehen, wie ich das selber regle und finanziere. Da greift der Staat für die Erfüllung meines Wunsches auch niemand anders in die Tasche.
 
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Gast

  • #2
Danke! Endlich wagt mal jemand, so was offen zu sagen. Bin derselben Meinung. Wahrscheinlich sind wir aber in der Minderzahl und nun wird gleich gehörig auf uns eingedroschen und sich künstlich aufgeregt :)
 
  • #3
Prinzipiell bin ich sogar Deiner Meinung -- jeder muss sein Leben selbst führen und selbst für seine Kinder verantwortlich sein. Diejenigen, die nur Kinder aufgrund finanziellen Vorteile kriegen, sind genau jene, deren Kinder höchstwahrscheinlich nicht Nettozahler in die Sozialsystem werden. Der Anreiz richtet sich also genau an die Falschen!

Andererseits lebt eine Gesellschaft natürlich davon, dass es eine ausgewogene Generationenverteilung gibt und wenn andere gesellschaftliche Umstände eine geringere Geburtenrate zur Folge haben, spricht natürlich auch nichts dagegen, mit weiteren gesellschaftlichen Umstände für eine Erhöhung der Rate zu sorgen. Nur sollte das meiner Meinung nach eher die gesetzlichen Rahmenbedingungen oder Kinderbetreuung betreffen und sich niemals finanziell auswirken -- denn Ziel muss sein, dass die ganz normalen Bürger Kinder kriegen und sich leisten können, nicht aber dass das Prekariat sich vergrößert.
 
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  • #4
@#1
Nix da, von mir bekommt Ihr vollste Unterstützung!
Obwohl ich 2 Kinder groß gezogen habe ........ jetzt aber, da beide aus dem Haus sind, wieder in die Single-Sparte gerutscht bin.
w45
 
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  • #5
Angenommen, alle Menschen würden denken wie unser Fragesteller, wäre die Konsequenz, dass es irgendwann keine Kinder mehr gibt, die aber irgendwann auch einmal erwachsen sein werden. Ich stelle mir folgende Fragen, wenn es keine Kinder mehr gäbe:

Wer verkauft unserem Fragesteller sein Motorrad? Und wer repariert es?
Wohin geht unser Fragesteller, wenn ihn im Alter ein Zipperlein plagt, es aber keinen Arzt mehr gibt?
Wer backt unserem Fragesteller seine Brötchen, die er morgens gerne zum Frühstück hätte?
Wer sagt unserem Fragesteller eigentlich, wie er sein angespartes Geld am Besten anlegt?

Die Kette ließe sich beliebig fortsetzen und animiert unseren Fragesteller vielleicht auch einmal zum Nachdenken über das Hier und Jetzt hinaus.

m, 33
 
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  • #6
Du zahlst nicht für die Kinder anderer Leute. Du zahlst nur das zurück, was der Staat (die Solidargemeinschaft) bisher für Dich ausgegeben hat. Wenn das abbezahlt ist, bist Du frei, Dich in die zweite oder dritte Welt zu verabschieden. Dort muss jeder selber sehen, wo er bleibt. Und wenn Du Glück hast, hast Du dort auch immer genug Geld, um Dir Arzt, Krankenhaus und später die Altenpfleger leisten zu können.
 
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  • #7
Was tust du als single noch gutes für die Gemeinschaft? war nur eine Frage?
Wenn ich Single wäre, würde ich mich auch nicht meckern, wenn ich diese Abgaben hätte.
Ich könnte mir alternativ Kinder zulegen. Zumindest würde ich dann aus meinen egoistischen Denklandschaften mal herausgucken, so wie der FS;))

Ansonsten sehe ich es wie 3 und 4!!!

Ach so, ich finde, wer keine Kinder hat und auch mag, kommt sowieso zu kurz.
 
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  • #8
Das nennt sich auch einfach Generationen-Vertrag?
Aber der Egoismus kennt keine Grenzen. Vielleicht "pflegt" euch später ein Computer? Oder doch eine billige Pflegekraft aus irgendeinem Entwicklungsland?

Sorry... ich bin einfach nur sprachlos.

Ich bin kinderlos und hab mit Steuerklasse 1 kein Problem.

w/32
 
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  • #9
An #4: Nein, es heißt nicht, dass es dann keine Kinder mehr gibt, sondern dass die Leute nur noch die Anzahl von Kindern bekommen, die sie sich leisten können.
Und das ist der springende Punkt. Die Eigenverantwortung hat in unserer Gesellschaft merklich nachgelassen.

Es gibt Menschen, die einfach ein Kind in die Welt setzen und sich dann erst Gedanken machen, dass sie es sich finanziell ja gar nicht leisten können. Aber, der Staat ist ja da. Versteht mich nicht falsch: Ich will keine Vorurteile schüren und ich beziehe das nicht auf die Mehrheit derjenigen, die Kinder haben oder bekommen wollen.

Meiner Meinung nach stimmt in unserem ganzen sozialen System was nicht. Wenn ein Hilfsarbeiter mit Ehefrau ab dem 3. Kind mehr Hartz4 bekommt als er je Einkommen hätte, wenn er arbeiten gehen würde, wieso sollte er dann überhaupt arbeiten gehen?
 
  • #10
Auch ich schließe mich dem Grundgedanken des Fragestellers an. Das Argument in 3. finde ich allerdings nicht sehr stichhaltig - uns geht's doch mehr als gut. Das Geld zur (Teil-) Finanzierung eines fremden Kindes ist sicherlich bei fast allen hier vorhanden.

Ich glaube, die mangelnde Akzeptanz zur Finanzierung fremder Kinder hat nicht weder finanzielle Gründe, noch ist sie auf Abneigung gegenüber Kindern zurückzuführen. Es findet auch zunehmend eine Entfremdung der Individuen in der Gesellschaft statt, während die beiden Nachkriegsgenerationen noch einen viel stärkeren Zusammenhalt untereinander hatten. Ich merke das an ganz vielen Beispielen des täglichen Lebens. Und wegen dieser Entfremdung sieht es natürlich keiner mehr ein, ein fremdes Kind mitzufinanzieren.

@#4: Nein, die Konsequenz sehe ich nicht. Es wird auch noch in 100 Jahren Menschen geben, die einfach gerne Kinder haben möchten und diese auch alleine finanzieren können. Genauso wie sich Menschen Hamster und Hunde halten und sich Motorräder kaufen werden.
 
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  • #11
Leider ist es auch heute noch so, dass Familien mit Kindern finanzielle Nachteile in Kauf nehmen müssen. Sei es dadurch, dass einer seine Arbeit zeitweilig aufgibt, um die Kinder zu betreuen, die Urlaube, so sie denn bezahlbar sind, in den teuren Zeiten stattfinden müssen, eine größere Wohnung mit mehr Zimmern gemietet werden muss und so weiter. Es ist doch statistisch nachgewiesen, dass Kinder sehr viel Geld kosten von der Erstausstattung bis zum Ende der Ausbildung. Kinder gehören zum Menschsein einfach dazu. Ich habe 2 Kinder (20 und 22 Jahre) und möchte sie auf keinen Fall missen. Die Äußerungen des Fragestellers zeigen, dass er wenig über den Tellerrand schaut.
Vielleicht freut er sich einmal im Alter über eine nette, freundliche und wahrscheinlich jüngere Pflegerin, wenn er Hilfe braucht?
 
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  • #12
@9 Und das zweite Problem ist, dass H4 viel Zeit und Langeweile haben. Jobs gibt es dann auch keine mehr. Warum also nicht auf Kosten der Allgemeinhait Karnickel spielen und 25 Kinder "machen"..
Das Problem löst sich wie immer - Kanonenfutter.

Nur hat man als Single eine Wahl das System nicht zu unterstützen - ja Vaterlandsverrat und auswandern. Oder einfach nur Sachspenden (und kein Kindergeld mehr für Zigaretten und Bier).

Ich unterstütze gerne "etwas" andere Familien, aber bitte nicht so viele (besser keine) Assis.
 
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  • #13
Es wird kein Motorrad verkauft, da es kein Motorrad gibt - von Hartz4 kauft man keine Motorräder

Es gibt keine Ärzte, da Sie als Hartz4-Kind tendenziell nicht Medizin studieren werden

Es gibt keine Bäcker, da dies den Abschluss einer Berufsausbildung bedingt. Die Ausbildung (!) muss erst einmal vermittelt werden.

Vielleicht gibt es noch Vermögensberater, aber sicherlich keine echten Banker mehr (fast schon eine philosophische Frage) Geld wird außerdem nicht mehr angelegt, da ein Kapitalmarkt aus Angebot und Nachfrage faktisch nicht mehr existiert....

Dass Familie immer mehr Staat wird, somit zum Kollektiv der Extistenz, ist einleuchtend.

m 29
 
  • #14
Naja, der Vergleich mit dem Hamsterkauf ist ein klitzekleines Bisschen übertrieben!

Trotzdem hast du gar nicht mal so unrecht. Jetzt, nachdem meine Kinder erwachsen sind und ihr eigenes Geld verdienen (... und in die Rentenkassen einzahlen), kann ich rückblickend feststellen, dass kinderlose. berufstätige Menschen ganz ordentlich Vorleistungen erbringen müssen für eine eventuelle (!) Versorgung im Alter.
Kinderfreibeträge, Steuerklassen, Familienzuschuss beim Hausbau, Kindergeld, Elternzeit, ja sogar bald "kostenlosen" Nachhilfeunterricht für Kinder von H4- Empfängern, und, und, und... , die Liste ist endlos!
Wer zahlt das alles? Wir alle, natürlich auch alle berufstätigen Eltern. Das Schlimme daran ist, dass ein Großteil des Geldes an diejenigen geht, die gar keinen Ehrgeiz entwickeln, dass ihre Kinder später mal für die Allgemeinheit ihr eigenes Geld verdienen.

Ein positiver Blick in die Zukunft gelingt mir da auch nicht!
 
  • #15
@#8, #10: Das Argument, dass die lieben kleinen Kinder von heute später die treu fürsorgenden und liebevollen Pfleger sind, hört sich melancholisch an, aber die Realität sieht heute schon anders aus.

Jedes Haarkämmen, jedes Waschen und jedes Einsalben wird nach irgendwelchen Sätzen abgerechnet. Und nebenbei bemerkt, wird dabei beschissen ohne Ende. Das Ganze ist ein Vertrag Dienstleistung gegen Geld. Diese Dienstleistung könnte man sich theoretisch auch von extern einkaufen. Dazu bräuchte man nicht jahrelang fremde Kinder in Deutschland zu finanzieren.

Das soll kein Vorschlag sein, es wirklich so zu machen.
 
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  • #16
Mal wieder so eine Nebelkerze ...

Man kann es drehen und wenden, wie man will, die Rente wird von den Kindern bezahlt.
Wer also später Rente von fremden Kindern kriegt (und das sind wohl die Meisten)
müsste heute viel mehr für fremde Kinder zahlen.

Eltern zahlen privat 75% der Kosten, die durch Ihre Kinder entstehen. Wenn die Kinder dann erwachsen sind, zahlen diese fleißig für Fremde mit oder meinen Sie das die Eltern 75% des Ertrages bekommen?

Praktisch werden Eltern enteignet, da die Früchte Ihrer Arbeit von Fremden geerntet wird.
Kinderlose gehen vielfach als Trittbrettfahrer durch die Welt. Diese Wahrheit will man doch lieber nicht hören und gebärdet sich lieber fälschlicherweise gönnerhaft.
 
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Gast

  • #17
An alle Kinderlosen:

Ihr dürft dafür jedes Wochenende ausschlafen, müsst nicht zu Elternabenden, bekommt keine Anrufe von der Schule, könnt abends vor Sorgen nicht schlafen, weil das Kind nicht krabbelt, nicht intelligent genug ist, nicht sozial, nicht hübsch ist, gehänselt wird, nicht sportlich, kein Geld für Musik da ist, ihr müsst kein Fiesta 2-Türer fahren mit mehreren Kindern, ihr dürft in den Urlaub fliegen, Kurztrips sonst wo hin, schicke Klamotten, gute Restaurants...

aber Ihr werdet auch nicht von Euren fast erwachsenen Kindern gedrückt, stolz vorgezeigt, lacht Euch schlapp über doofe Witze, mal ein Küsschen hier, eins da..habt keine Tränen in den Augen bei Schulaufführungen, Abschieden, Feiern...

Ich ziehe mal eine Bilanz:

es stimmt. Ihr dürft jammern. Ihr habt Recht. Ihr seid auf der ärmeren Seiten.
w44
 
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  • #18
Sorry, ich bin nicht freiwillig kinderlos. Habe es damals mehrmals auch mit künstlicher Befruchtung probiert - bis der Mann weg war.... Werde trotzdem vom Staat dafür bestraft. Einzelschicksal? Ich weiß nicht! Und wenn ich mir die Kinder der H4-Asseln, die ich unterrichte so angucke, bezweifle ich, dass diese je meine Pension tragen werden. Ich finanziere eher die Zigaretten und unzähligen Haustiere dieser Eltern, als dass da zum Schluss etwas Positives bei raus kommt.
 
B

Berliner30

  • #19
Ohne Kinder kein Nachwuchs und damit Bevölkerungsrückgang.

Die viel wichtigere Frage ist doch aber:
Warum sollst du mit deinem Steuergeld die Faulen und fremden ohne Motivation unterstützen? Es gibt so viele die arbeiten könnten, aber zu faul sind und lieber von H4 leben als zu arbeiten. Es gibt genügend freie Jobs (größtenteils nicht gemeldet) mit möglicher Mindestlohnbezahlung oder mehr. Ich könnte sofort mehrere Leute einstellen, wenn ich sie schneller wieder loswerden (Saisongeschäft) könnte und ich geeignete Bewerber finden würde ...

Kinder sind doch aber auch was schönes und sehr teuer. Die Förderungen sollen das Wachstum fördernt bzw. anreize schaffen und Ängste nehmen. Alleine schon Kindersachen und Spielzeug ist sehr teuer. Beispiel Schuhe: Kinder wachsen sehr schnell, so das du mehrer Schuhe im Jahr kaufen mußt und diese kosten ähnlich viel wie für Erwachsene usw.
Eigentlich ist es gar nicht sinnvoll ein Einzelkind zu bekommen sondern gleich eine ganze Reihe Kinder nach und nach zu machen, dann kann zumindest beim Thema Kleidung, Kinderwagen, Essen, ... u.a. der Anschaffungswert ausgenutzt werden und die Kosten halten sich nur so im Griff.

@17 H4 Asseln: Tja das wird leider nicht gehen dort einzugreifen. Man kann einem H4 Paar keine Vorschriften über die Kinder(anzahl) machen bzw. in deren Leben eingreifen. Auch mit dem Thema Geld wird man da nichts machen können. Da hilft wohl nur die Bildungskeule und Druck, was auch Geld kostet ...
 
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Gast

  • #20
Der Generationenvertrag wurde nach WKII geschlossen, während des Wirtschaftswunders. Dass er heute schon lange nicht mehr funktioniert, ist eigentlich bekannt.

Ich kann dem Fragesteller nur beipflichten.

Vielleicht sogar besser, wenn es künftig weniger Kinder gibt. In der Natur regeln sich Überpopulationen auch von selbst. Die die übrig bleiben haben dann aber auch genug zu fressen.

Keine Angst, die verschiedenen Berufe wird es immer geben - vielleicht mit einem kleinen Knick zwischen den Generationen (s. Naturbeispiel), dafür aber besser ausgebildet, weil vielleicht in der überüberübernächsten Generation wieder mehr Geld in die Bildung investiert werden kann.

Dann gibt es auch wieder mehr Arbeit und weniger H4ler.
 
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  • #21
W, ein Kind, selbständig, - muss mein Kind selbst finanzieren, außer das mtl. Kindergeld. Steuern werden nach Steuerklasse II gerechnet, also ebenso vgl. wie Steuerklasse I - der Vater wird nach Steuerklasse I versteuert, obwohl er vom geringen netto noch Kindsunterhalt zahlen musse. Also keine Vorteile.

Ich gebe euch Recht, was H4 betrifft - aber alle anderen haben keine Vorteile. Außer Väter in Steuerklasse III, deren Ehefrauchen zuhause sitzen und Kinder hüten. Ich muss mir mein Motorrad, meinen Urlaub - für mich und mein Kind in den extra teuren Ferienzeiten!!! - usw. auch selbst bezahlen. Wo ist da mein Vorteil? Ich sehe keinen, ich zahle genau so Steuern und garnicht wenig, wie alle anderen Singles auch, muss oder darf nebenbei mein Kind aber noch groß ziehen!
 
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  • #22
agathachristie
Der Begriff Steuergerechtigkeit setzt voraus, dass man sich über ein ideales Modell, das den politischen Überzeugungen entspricht, einig ist. Dieses ist aber nicht universal gültig, es gibt z.B. progressive Steuersysteme aber auch regressive Steuersysteme, d. h die Aliquote steigt nicht mit steigendem Einkommen, da die Steuerberechnungsgrundlage höher ist, werden ohnehin mehr Steuern gezahlt. Könnten wir uns wenigstens auf ein neutrales System einigen, wo alle den gleichen Steuersatz zahlen, und die wirklich Bedürftigen befreit werden? Dann gäbe es auch keinen Unterschied zwischen Singles und Familien. Das wäre m. E. viel gerechter. Und für alle Kinder und Jugendlichen wünsche ich mir ein Grundpaket an Leistungen, wie Schulbildung Sport etc. das vom Einkommen unabhängig für alle offen ist, bis ca. 18J. Es gibt durchaus Sparpotential im Staatshaushalt, diese Ressourcen könnten dafür verwendet werden. Dann müssten nicht die vorübergehend oder definitiv Kinderlosen mehr zahlen. Überhaupt ist Umverteilung selten gerecht und kostet enorm viel an Verwaltung.
Was haltet ihr von dem Vorschlag?
 
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  • #23
Es soll ja außerhalb der H4-Gruppe auch noch normale Menschen geben, die Kinder haben und großziehen! ;)

Ich gehöre fiskalisch nicht direkt zur Elite, sondern bin so mittendrin in der vieldiskutierten "Mitte" ohne großartige Hilfen des Staates.

Mal im Sinne der Steuergerechtigkeit kurz gefragt:
Warum muss ich als "normaler" Steuerzahler das Miss-Management (Banken, Politiker) anderer bezahlen?
Warum die Nachsicht bei Steuerbetrügern?
Warum keine ermäßigte Steuersätze auf "Kinder-Artikel"?
Warum immer erhöhte Preise in den Ferienzeiten? (Da könnte das Kartellamt mal genauer hingucken bzgl. Preisabsprachen der Reise-Veranstalter! )
usw, usw, usw.

PS:
H4-Bashing ist ja so trendy und so einfach, aber schlicht zu kurz gedacht.
 
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  • #24
[Mod: Diffamierende Bemerkung über die Frage gelöscht.]

Wer bitte zahlt denn Deine Rente, Deine Krankheiten etc., wenn Du alt bist ? Die Kinder anderer Familien.

Ich wäre eigentlich dafür, den Steuervorteil für Familien mit Kindern noch auszuweiten, da dies für die Volkswirtschaft vorteilhaft wäre.

Pat Pitt
 
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  • #25
@ 21
Ein weiteres Grundproblem ist der falsche Ansatz der sozialen Unterstützung / Förderung.
In der BRD gilt das Prinzip der Subjektförderung, anstelle der Objektförderung (staatliche Einrichtungen). Allein dieser falsche Ansatz führt zu einem überdimensionierten, überteuerten Verwaltungsapparat.
 
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  • #26
@23
Wie ich in einem andren threat schon mal geschrieben habe:
Sorry, aber dieser "wer bezahlt Deine Rente" Satz wird auch durch ständige Wiederholung nicht wahr.
Es ist nicht zu leugnen, dass die Familien mit vielen Kindern meist doch rechtbildungsfernen Schichten angehören. Diese Kinder werden später nur zu einem sehr geringen Prozentsatz am Arbeitsleben beteiligt sein und demzufolge kaum in die Rentenkasse einzahlen.

Den Steuervorteil ausweiten - o.k., aber bitte keine weiteren Barleistungen. Allerdings sollte der Staat sich hüten zur Gegenfinanzierung die Steuern für Kinderlose (noch) weiter zu erhöhen. Diesen fällt es nämlich verhältnismäßig leicht das hiesige Paradies für Nichtstuer zu verlassen, wie die Zahlen über den Wegzug gut ausgebildeter Fachkräfte immer wieder eindrucksvoll belegen.
 
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  • #27
@ # 25
Es gibt kein Paradies für Nichtstuer. Das ist Demagogie á la Guido W.
Es gibt aber unbestritten Menschen, die das jeweilige System ausnützen. Das gilt für alle gesellschaftlichen "Randgruppen", UNTEN wie OBEN. Vorallem für OBEN. Mehrere HUNDERT Milliarden Schwarzgeld liegen im Ausland gebunkert. Wo bleibt der Aufschrei der Massen?
Gemeinden mit den meisten gemeldeten "Steuer-Millionären" zählen zu den ärmsten Kommunen!
Unternehmen entziehen sich der Zahlung der Gewerbesteuern durch abenteuerliche Unternehmenskontruktionen!
Wir alle als Steuerzahlen leiden!

PS: Und was heißt viele Kinder? Ich liege mit zwei Kindern schon über dem statistischen Durchschnitt. Bin nicht bildungsfern und meine Kinder auch nicht.

Mann der Mitte
 
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  • #28
"Das Paradies für Nichtstuer" kann sich wohl nur auf die kleine Elite beziehen, die durch reine Kapitalerträge sorgenfrei leben kann.

@ # 25
Der Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften ist sicher zu bedauern. Aber kein Problem des Sozialstaates bzw. durch 4H-Bezieher verursacht.
Vielmehr ein Problem unseres Bildungssystems (Objektförderung wie unter # 24).
 
  • #29
@# 27:
Naja, die DDR wollen wir ja nicht zurück haben, oder?

Zu deiner Interpretation des "Paradieses für Nichtstuer": Da sind mir die von dir genannten weitaus lieber, denn die liegen nicht der Allgemeinheit auf der Tasche.

Trotzdem gebe ich dir zum Teil Recht: Statt weiterer Zuwendungen an (oft nur scheinbar) Bedürftige wären Bildungsangebot weit sinnvoller.
 
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  • #30
Ich sehe es genauso wie der FS.
Generationsvertrag ist eine Lüge. In Wirklichkeit wirtschaftet der Staat fett damit und verwendet die Gelder zweckentfremdet, legt sie zudem noch gut an und macht Reibach.
Abgesehen davon ist es sehr wahrscheinlich, dass gute Lebensführung eine "Pflege" im Alter überflüssig macht. Wenn aber Leute ein Leben lang rauchen, am Schreibtisch hocken, Fleisch und Käse in sich rein föhnen, Cola saufen und Bildzeitung lesen (damit der Muskel im Hirn immer schwächer wird), wird Pflege klar unabdingbar.