• #31
Guten Abend... :)

ich finde seine Denkweise nicht in Ordnung. Er möchte mehr Geld für sich haben? Dann soll er seine Karriere überdenken, aufsteigen, sich befördern lassen oder einfach mal eine Immobilie weniger kaufen. Er denkt mit seinen Immobilien doch auch seine Altersvorsorge und du sollst es wiederum reduzieren? Nein, finde ich nicht fair.
Klar, du verdienst im Moment mehr, aber schreibst auch, dass es jeder Zeit wegfallen kann. Wenn es soweit ist (ich wünsche es dir nicht!), ist er dann auch bereit aufzustocken oder darf dann die 50:50 Regelung bestehen bleiben?
Ich finde eure Regelung sehr gut.
Was anderes ist es, wenn einer der beiden wirklich überproportional viel verdient und der andere Teilzeit arbeitet und nicht viel einbringen kann. Dann ist 50:50 nicht machbar.

Manche Kommentsre sind unglaublich. Deine Denkweise bezüglich der Unabhängigkeit finde ich auch in Ordnung. Man weiß nie, wie es ausgeht. Das bedeutet nicht, dass du ihn weniger liebst oder verlassen möchtest. Altersarmut ist nun mal nicht wirklich erstrebenswert...

Alles Liebe!
 
  • #32
Ich kann die FS voll und ganz verstehen. Seine Existenz ist gesichert. Deine nicht. Ihr seid nicht verheiratet. Somit würdest du im Falle seines Ablebens es gar nichts bekommen. Ich würde dir anraten, es so zu lassen, wie es ist. Jeder zahlt die Hälfte ein und jeder kann mit dem Rest des Geldes machen, was er möchte. Wenn du jetzt mehr Geld bei steuerst, kauft er sich davon nur noch die nächste Immobilie, von der du quasi gar nichts hast. Sieh schön zu, dass du deine Schäfchen ins Trockene bekommst. Den Vorschlag mit dem nächsten gemeinsamen Urlaub fand ich recht gut. Den könntest du dann ja mal kulanterweise übernehmen. Wenn du denn magst.
 
  • #33
Ja, ich dachte schon beim Lesen des EP dass es um was anderes geht, als Geld.
Welche Bausteine habt ihr, dass dieses 'Geldproblem' im Vordergrund steht? Wieso möchte er plötzlich weniger zahlen, wieso bereitest du dich schon auf das Ende der Beziehung vor? Ist Heirat nie ein Thema gewesen, ist das ein Problem für dich, oder wolltest du es nicht? (Nicht falsch verstehen, ist alles legitim.)

Was ich denke: jeder schafft seine eigenen kleinen Sicherheiten, baut schon das bequeme Nest für sich, damit wenn die Beziehung vorbei ist, beide weich fallen.
 
  • #34
Dankeschön wieder für Eure Antworten!

Ich muss auch sagen, dass ich um nichts in der Welt meinen Job gegen seinen eintauschen wollen würde. Da geht es mir, wie #27. Mein Job tut mir gut, ich bin stolz auf das, was ich geschafft habe und vor allem macht er mir (überwiegend) großen Spaß. Ich habe eine kleine Firma mit Angestellten und zeitweise anderen Freiberuflern.

Mein Freund nimmt mich nicht aus, wie eine Weinachtsgans, denn das 50:50-Modell fand ich eigentlich fair. Dass ich den größeren Anteil an Hausarbeit und Kinderbetreuung übernehme, liegt an meiner Selbstständigkeit. Ich käme mir blöd vor, mehr Zeit zur Verfügung zu haben, während er von morgens bis Abends unterwegs ist und ihm dann noch mit Hausarbeit zu kommen, die ich mal eben zwischendurch erledigen kann. Eine Putzfee haben wir. Die wird vom Familienkonto bezahlt. So gesehen unterstütze ich ihn die ganzen Jahre zwar nicht unbedingt finanziell, aber mit meinem Einsatz zu Hause schon. Manchmal bin ich etwas grummelig, wenn ich überlege, dass ich finanziell schon den gleichen Beitrag leiste und dann aber auch noch das Familienleben manage, aber andererseits fehlen ihm auch tatsächlich oft die Möglichkeiten oder er ist einfach zu kaputt von der Arbeit. Grummelig bin ich immer dann, wenn ich mal richtig richtig richtig viel zu tun habe (das schwankt bei mir sehr) und dann alles im Dauerlauf erledigen muss. Da er nicht zu Hause ist, bekommt er das ja gar nicht mit.

Meine Schäfchen habe ich im Trockenen. Durch die sinnvolle Anlage meines Verdienstes, habe ich heute schon mehr "Rente", als er später einmal Pension - KV und alles andere mit einberechnet. Er hat es auch verstanden, dass mir das unheimlich wichtig war, erst einmal für mein Alter vorzusorgen und sich jahrelang über das 50:50-System nicht beschwert. Er sagte auch bei unserem Gespräch neulich ganz klar, dass alles so bleiben kann, wie es ist und ist nicht sauer.

Ich habe auch gesagt, dass wir im Alter unser Geld gerne zusammenschmeißen und unseren Ruhestand genießen können. Ist doch blöd, wenn im Ruhestand einer bedeutend mehr hat, als der andere, wenn man ihn zusammen verbringt.

Vorerst werde ich einfach mehr in die Familienkasse einzahlen, weil ich es mir einfach leisten kann und es uns zugute kommt und ich dabei ein gutes Gefühl habe. Es wird ihn entlasten, aber nicht, indem er weniger einzahlt und sich stattdessen Immobilien kauft, sondern einfach, dass wir mehr haben. Psychologisch ist es schon anders, ob wir die neue Einrichtung oder den Familienurlaub von meinem Konto oder vom gemeinsamen Konto bezahlen. Wenn ich es kaufe, ist es meins, wenn wir es kaufen, egal ob mehr Geld von mir beigesteuert wurde oder nicht, ist es unseres und sowas finde ich persönlich in einer Beziehung wichtig. So gesehen belassen wir es bei 50:50, weil es ja auch keinen Grund gibt, etwas zu ändern und ich steuere einfach nach Gutdünken und Gefühl mehr bei. Das ist auch für mich angenehmer: Ich gebe gerne und nicht, weil es gefordert wird.
 
  • #35
Nun du hast deine Entscheidung offensichtlich schon gefällt. Du bist eine sehr verantwortungsbewusste Frau und ich hoffe du behälst dich dabei auch selbst im Auge. Gib acht auf dich und deine Gesundheit. Es ist schön, dass dir die Arbeit leichter von der Hand geht und du gerne täglich mehr leistest, vergiss dich dabei nicht.
 
  • #36
Liebe FS,
der Wunsch nach der (vermeintlich) gerechteren Aufteilung bewegt sich bei Euch ja auf deutlich hohem Niveau.
Wenn es knapp ist - bei einem oder beiden - kann ich die Rechnerei ja verstehen, aber so kommt bei mir Unbehagen auf.
Ihr habt beide einiges übrig für Immobilen und noch so allerlei. Wenn Dein Freund anteilig weniger bezahlte, bliebe ihm also mehr für die Anhäufung solcher Sicherheiten.

Im Eingangspost schreibst Du, Haushalt und Kind wären zu 80% Dein Job. Ist nicht das schon Dein geleisteter Mehranteil?
Mehr Zeit für das gemeinsame Leben (ist ja auch Arbeitsleistung, so Haushalt), das ist doch schon Dein höherer Anteil. Wenn er denn schon so genau rechnet, möge man Deine Hausarbeit monetär einkalkulieren, allein das ist ja umgerechnet in Lohn ein deutlicher Anteil, den Du investierst.

Insgesamt kommt bei mir das Gefühl auf, es spiele ein wenig Neid seinerseits mit hinein. Du verdienst mit weniger Zeitaufwand und erheblich höherem Risiko deutlich mehr und machst noch das Meiste zu Hause. Klingt nach Powerfrau, das kann nicht jeder Partner gut vertragen, wohlmöglich fühlt er sich "kleiner" neben Dir.

Insgesamt also wegen Deines höheren "Arbeitseinsatzes" für den Alltag von meiner Seite das Votum, es bei 50:50 zu belassen.
Ansonsten könntest Du ja auch weniger arbeiten, damit Du gleich viel verdienst wie er - das kann ja nun auch nicht sein Ziel sein.
 
  • #37
Warum seid ihr nicht verheiratet? Willsz du nicht, weild u schon an der Beziehung zweifelst? Will er nicht, weil er keine Verpflichtung mag? Wollt ihr beide nicht, weil ihr eben keine Wirtschaftsgemeinschaft sein wollt?

Da muss ich dann einwerfen (weil das bei einem Mann in der Lage sofort kommen würde): Liebt die FS ihren Partner nicht richtig? Möchte sie sich nicht wirklich in die Beziehung einbringen?

Dein Freund hätte gern den Vorteil einer Ehe (=gemeinsames Wirtschaften) ohne die Risiken.

Wir wissen doch gar nicht, wer hier nicht heiraten will. Nach Antworten zur Heiratsfrage von einer Reihe Frauen ist die Sachlage doch klar: verdiene ich mehr, heirate ich doch nicht...
 
  • #38
Na ja, wir sollten die Kirche mal im Dorf lassen. Die FS hat sich entschieden, selbstständig zu arbeiten, ihr Partner eben nicht. Wie würde hier wohl geantwortet, wenn die Geschlechterrollen vertauscht wären? Und wenn sie 80% des Haushaltes macht, scheint ihr Job deutlich gemütlicher zu sein als seiner. Schreibt sie ja auch.

- Altersversorgung in Höhe seiner Pension, wenn er mit 67 in Rente geht. Er hat ja Null Risiko, während Dir in jedem Jahr bis 67 die Existenz wegbrechen kann

Eine freie Entscheidung, die erstmal mit erheblich höherem Einkommen belohnt wird. "Null Risiko" ist Neid pur. Natürlich ist völlig logisch, dass sich die FS auch eine passende Altersvorsorge aufbaut, so wie das jede Selbstständige tun sollte. Wieso da irgendwelche Verpflichtungen entstehen sollten, nur weil man ein gemeinsames Kind hat, ist mir schleierhaft.

- Krankenversicherung bis an Dein Lebensende mit Rücklagen, sodass Du nur 20% des Risikos versichern musst. Den Rest leistet seine Beihilfe. Du glaubst nicht, wie unfassbar viel Geld das ist.

Für Krankenversicherung ist in Deutschland jeder arbeitende Mensch selbst verantwortlich, sofern nicht pflichtversichert. Er ist zur Hälfte pflichtversichert, nämlich mit der Beihilfe (=weniger Brutto), die die Hälfte seiner Krankheitskosten trägt. Die andere Hälfte kann er privat absichern, wenn er möchte. Sie hat die Wahl, ob sie in der gesetzlichen Krankenkasse bleibt (wenn einmal drin) oder sich eben komplett privat versichert. Ein Kind ist üblicherweise beim Besserverdienenden mitversichert, hier vermutlich privat bei ihr. Dass sie das nicht alleine zahlt, sollte logisch sein.

- selbst wenn Du keine BU-Rente auf Basis Deines Einkommens abgeschlossen hast (weil unbezahlbar), musst Du die fiktiven Versicherungsbeitraege von Deinem Einkommen abziehen.

Niemand schließt eine BU-Rente auf Basis des aktuellen Einkommens ab. Dass sie eine abschließen sollte und dass sie die Kosten natürlich von ihrem Brutto abzieht, sollte logisch sein.

Und insgesamt scheint die FS ja gut zu wirtschaften und auch vorzusorgen. Nochmal: wie wären die Erwartungen hier, wenn ein Mann das Doppelte der Frau verdient und weniger arbeitet?
 
  • #39
Da muss ich dann einwerfen (weil das bei einem Mann in der Lage sofort kommen würde): Liebt die FS ihren Partner nicht richtig? Möchte sie sich nicht wirklich in die Beziehung einbringen?



Wir wissen doch gar nicht, wer hier nicht heiraten will. Nach Antworten zur Heiratsfrage von einer Reihe Frauen ist die Sachlage doch klar: verdiene ich mehr, heirate ich doch nicht...
Ach @Lebens_Lust , ist dir dein Männer gegen Frauen ausspielen nicht selber manchmal zu dumm? Dein ewiges "Aber bei einem Mann hätten die ganzen Frauen xy gesagt"?
Ich habe sie explizit gefragt, ob sie mit der Beziehung nicht glücklich ist, also auf der emotionalen Ebene etwas nicht (mehr?) stimmt. Und nachgefragt, warum sie nicht verheiratet sind - der Rest ist reines Hirngespinst deinerseits, mit dem du eine FS (wieder einmal!) in eine Ecke drängst, in die sie nicht gehört.
 
  • #40
50:50 ist dann in Ordnung, wenn es prozentual für beide gleich ist.
Wenn einer 100€ Taschengeld danach hat und der andere 2000€ ist es nicht fair.
Ob Mann oder Frau, es sollte fair gerechnet werden.
Wenn Du jetzt Deine Absicherung in gleicher Höhe hast wie er, solltet ihr euer Nettogehalt vergleichen.
Und dann frage ihn, was passiert wenn Du weniger verdienst.
Denn dann wäre es ja fair, wenn er mehr zahlt als Du...
Vielleicht kommen beide automatisch zu der Einigung, dass ein notpolster gut ist.
 
  • #41
Da ich freiberuflich arbeite, kann ich mir meine Zeit einteilen. Haushalt und Kind sind zu 80% mein Job.
Ich spare mein Geld und lege es fürs Alter an.

Ich hatte, bevor ich ihn kennengelernt habe, sehr wenig Geld (Studium, Fuß fassen im Job) und habe z.T. von der Hand in den Mund gelebt und hatte keinen Euro über. Als ich ihn getroffen habe, ging es auch zeitgleich (aber nicht wegen ihm) jobmäßig steil bergauf. Erst da konnte ich, mit Ende 30 / Anfang 40, erste Rücklagen für mein Alter bilden. Mein Rentenanspruch lag und liegt bei 150€.

Mittlerweile habe ich das getan und fürs Alter genug, wobei ich auch nichts dagegen habe, noch mehr an- und zurückzulegen.

Ich habe eine kleine Firma mit Angestellten und zeitweise anderen Freiberuflern.
Dass ich den größeren Anteil an Hausarbeit und Kinderbetreuung übernehme, liegt an meiner Selbstständigkeit. Ich käme mir blöd vor, mehr Zeit zur Verfügung zu haben, während er von morgens bis Abends unterwegs ist und ihm dann noch mit Hausarbeit zu kommen, die ich mal eben zwischendurch erledigen kann.

Bewundernswert. Kleine Firma mit Angestellten, trotzdem entspannt Zeit für Kinderbetreuung und den Haushalt. Viel mehr Zeit als ein eingespannter Beamter!

Wenn 70 Dein Geburtsjahr ist, verdienst Du seit etwa 9 Jahren Geld. Davor hattest Du kein Geld. Jetzt hast Du ein abbezahltes Haus (50:50). Du hast einen Rentenanspruch von 150 EUR, aber soviel vorgesorgt, dass es einer Pension von 2.000-3000 EUR monatlich entspricht. Das alles verdient in weniger als 9 Jahren. Alles legal und ganz entspannt. Kaum zu glauben.
 
  • #42
Vielen Dank für den Input. Natürlich habe ich legal und speziell an #41 absolut überhaupt gar nicht entspannt (!!!) gearbeitet! Einmal war ich wegen Überlastung (Burnout) in Behandlung, habe das aber alles überstanden. Danach hatte ich einen massiven Einkommenseinbruch und seitdem passe ich auf mich auf. Oft genug habe ich meinen Freund beneidet, um seinen sicheren Job, bezahlten Urlaub und Krankseindürfen ohne gleich Existenzängste haben zu müssen. Aber ich wollte es so und würde auch heute noch nicht tauschen wollen, fertig.

KV bin ich gesetzlich geblieben, auch wenn mein Beitrag gerade sehr hoch ist. Aber im Hinblick auf meine unsichere Auftragslage (kann und wird ganz sicher irgendwann demnächst vorbei sein, nur wann weiß ich noch nicht), habe ich mich gegen die PKV entschieden und bin darüber auch ganz froh. Kind ist also frei bei mir mitversichert. KV zahle ich natürlich komplett alleine.

So vom Gefühl her dachte ich immer, dass es fair ist, wenn beide nach Abzug der "Pflichtkosten" genug Geld für sich zur Verfügung haben und das ist bei uns so. Auf dem Konto habe ich erst mal mehr, wobei es eben bei mir auch Monate gibt, wo gar nichts reinkommt. Da meine Auftragslage so unsicher ist, wirtschafte ich völlig anders. Ich nehme keine Kredite auf, sondern spare und wenn ich zusammen habe, was ich brauche, investiere ich.

Da hier mehrmals die Frage nach Heirat kam: Ist kein Thema bei uns. Über die Gründe kann man nun fachsimpeln, aber es gibt halt tatsächlich Menschen, denen Heirat nicht wichtig ist :).

Auf jeden Fall habe ich ein gutes Gefühl, jetzt nach Gefühl mehr für die Familie beizusteuern. Ich bin mir sicher, dass sowohl mein Freund, als auch ich damit zufrieden sein werden. Wäre es andersherum, würde ich mich auch darüber freuen. Ich habe mir halt vorher nie Gedanken drum gemacht, weil es gar keinen Grund gab.

Vielen Dank Euch!
 
  • #43
Das alles verdient in weniger als 9 Jahren. Alles legal und ganz entspannt. Kaum zu glauben.
Ach komm @Tomyi , wir wollen doch der Fs nicht so einen Unsinn unterstellen. Natürlich ist das möglich. Ich habe da weniger als 5 Jahre für benötigt. Natürlich ist das nicht die Reihe. Aber wenn Menschen ranklotzen und etwas riskieren "kann" das durchaus gehen. Ich finde die FS hat das schon gut im Griff und verhält sich sehr schön. Als ich Immobilien kaufen wollte, musste ich ranklotzen. Und etwas riskieren. Hätte auch genauso gut in die Hose gehen können.
m46
 
  • #44
Ich finde eure Regelung mit der 50:50 Familienkasse sehr fair.
Und ich kann nur hoffen, dass ihr - auch wenn keiner daran denkt und auch keiner damit rechnet - einen Ehevertrag gemacht habt.
Ich hatte keinen und habe es verdammt teuer bezahlt.

Jeder muss an die Zukunft denken. So lange alles gut geht und die Beziehung intakt ist kann man zwar gemeinsam planen; aber leider kommt es manchmal anders.
Bei eurem Einkommen dürfte es kein Problem sein, dass beide gerecht hälftig für den Lebensunterhalt aufkommen. Also warum solltest du mehr einbringen, wenn es nicht wirklich lebensnotwendig ist? Komischerweise kommen solche Vorschläge immer von der Seite, die ein geringeres Einkommen hat und sich benachteiligt fühlt.
Würde dein Partner denn genauso handeln, wenn er derjenige wäre, der weniger hat? Außerdem kann sich das Blatt, wie du schreibst, auch mal drehen.

Mein Rat: hinterfrage mal, wie er jetzt plötzlich auf so eine Idee kommt. Was steckt dahinter?
 
  • #45
Und wenn sie 80% des Haushaltes macht, scheint ihr Job deutlich gemütlicher zu sein als seiner.

Genauso dreist könnte ich fragen, wovon er sich denn so ausgelaugt fühlt, wenn sich sein Einsatz im Job im Verdienst nicht widerspiegelt?

Dass die FS bei dieser Arbeitsbelastung nahe dem Burnout ist, habe ich weiter oben schon vermutet. Ich habe immer noch das Gefühl, dass sie hier in einem für sie ungesunden Konstrukt feststeckt. Aber des Menschen Wille ist sein Himmelreich.
 
M

Michael_123

Gast
  • #46
Jeder zahlt einen bestimmten Betrag X aufs Familienkonto (50:50) und kann mit dem Rest tun und lassen was er will. Er sagte gestern (wir leben seit vielen Jahren zusammen), dass er es fairer fände, wenn ich mehr aufs gemeinsame Konto einzahlen würde. Ich denke jetzt nach. Ich spare mein Geld und lege es fürs Alter an. Es ist ja auch nicht so, dass ihm sein Geld nicht reicht. Er kauft Immobilien, zahlt Kredite ab.

Meine Meinung: Er kann nicht genug bekommen. Dass Du Dich beruflich durchgesetzt hast, ist Deine Leistung. Da das Geld auf dem Familienkonto offensichtlich ausreicht, besteht i.Ü. keine Notwendigkeit, es aufzustocken.
 
  • #47
Genauso dreist könnte ich fragen, wovon er sich denn so ausgelaugt fühlt, wenn sich sein Einsatz im Job im Verdienst nicht widerspiegelt?

Na, da muss man fairerweise sagen, dass das bei Beamten nicht so einfach ist und er würde wirklich sehr sehr gerne mehr verdienen. Er hat es in meinen Augen auch zu 1.000% verdient, mehr zu bekommen, aber es liegt nicht in seiner Macht, da etwas dran zu ändern.

Und ich kann nur hoffen, dass ihr - auch wenn keiner daran denkt und auch keiner damit rechnet - einen Ehevertrag gemacht habt.

Wir sind ja nicht verheiratet ;-)

Würde dein Partner denn genauso handeln, wenn er derjenige wäre, der weniger hat? Außerdem kann sich das Blatt, wie du schreibst, auch mal drehen.

Das weiß ich nicht, aber ich kann ja mit gutem Beispiel voran gehen.

Das mit der extremen Arbeitsbelastung und dem Burnout ist vorbei - das kommt nur noch ab und an vor und damit kann ich umgehen. Ich passe auf mich auf und gönne mir Auszeiten. Er mir übrigens auch!
 
  • #48
Das alles verdient in weniger als 9 Jahren. Alles legal und ganz entspannt. Kaum zu glauben.
Wer das richtige macht, kann noch mehr Geld verdienen. Und das ist auch gut und richtig so. Ein wenig Neid - ok. Aber die Einsicht, selbst etwas falsch zu machen sollte auch dazu kommen.
Dich oder mich oder den Freund der FS oder neverever hindert niemand, viel Geld zu verdienen. Ob wir es tun oder nicht - unser Ding. Wer natürlich als Beamter gerne eine ruhige Kugel schiebt, der hat eben etwas weniger, dafür Sicherheit. Wer was will und macht, entscheidet jeder selber. Und wenn die FS schlau und clever genug ist, in einer Stunde pro Monat so viel zu verdienen wie andere in 10 Jahren Vollzeit nicht - so ist das nur ein Zeichen, dass alle anderen zu blöd dazu sind.
 
  • #49
Naja, während Dein Einkommen eingebrochen ist, als Du den Burnout hattest, habt ihr beide ja sicherlich eine Regelung getroffen, wie ihr in der Zeit die anteiligen Zahlungen in die Familienkasse regelt. Habt ihr da zusammen gewirtschaftet und hat Dein Lebensgefährte für Dich eingestanden, hat dich an seinem höheren Einkommen teilhaben lassen?

Natürlich ist das möglich. Ich habe da weniger als 5 Jahre für benötigt. Natürlich ist das nicht die Reihe. Aber wenn Menschen ranklotzen und etwas riskieren "kann" das durchaus gehen.

Also in weniger als 10 Jahren mit rund 4.700 EUR netto, sogar weniger Einkommen zu Anfangs- und Krankheitszeiten, rund 500.000 EUR für die Altersvorsorge ansparen und sicher anlegen und zusätzlich noch eine Immobilie finanzieren... Rechne das mal nach, neverever.

Deshalb wäre es interessant, wie ich in Post #8 schon geschrieben habe, was die FS bei der Angabe ihres Einkommens tatsächlich berücksichtigt hat.


Ich habe immer noch das Gefühl, dass sie hier in einem für sie ungesunden Konstrukt feststeckt. Aber des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

Sehe ich auch so.
 
  • #50
So gesehen unterstütze ich ihn die ganzen Jahre zwar nicht unbedingt finanziell, aber mit meinem Einsatz zu Hause schon. Manchmal bin ich etwas grummelig, wenn ich überlege, dass ich finanziell schon den gleichen Beitrag leiste und dann aber auch noch das Familienleben manage,
Das tun 90 % der Frauen! Es ist fast immer so, dass wir (mit)arbeiten und den größeren Teil im Haushalt erledigen. Viele Frauen haben keine Putzfee, die ihr zur Hand geht.

Sorry liebe FS. Ich Frage mich langsam, was überhaupt dein Problem ist?
Du schreibst es ist kein richtiges Thema bei euch und dein Freund hat es nur mal anklingen lassen und du hörst etwas heraus, was dich zum Nachdenken bringt.
Es liest sich für mich so, als läge das Problem woanders, wenn es überhaupt ein Problem gibt. Keine Ahnung um was es wirklich geht, (Unzufriedenheit in der Beziehung, Langeweile), aber nach den ganzen zusätzlichen Infos die du geliefert hast, frage ich mich schon, warum du diesen Thread eigentlich eröffnet hast? Typisch Mensch! Selbst wenn er rundum zufrieden sein könnte, findet er Gründe zum jammern.
 
  • #51
Also in weniger als 10 Jahren mit rund 4.700 EUR netto, sogar weniger Einkommen zu Anfangs- und Krankheitszeiten, rund 500.000 EUR für die Altersvorsorge ansparen und sicher anlegen und zusätzlich noch eine Immobilie finanzieren... Rechne das mal nach, neverever.
Ja sehe ich ein mit diesen Zahlen. Gebe ich dir Recht. Dafür braucht es andere Zahlen um ein Gleichgewicht so herzustellen. Das Rad welches gedreht werden muss, sollte dann um einiges größer sein.
m46
 
  • #53
Guten Morgen und Danke für die ganzen Anregungen :),

ich glaube, wieso, weshalb, warum und seit wann mein Einkommen so ist, wie es ist, ist völlig unwichtig. Mein Eingangbeitrag beschreibt das "Jetzt". Ich war auch etwas hin- und hergerissen zwischen "Er kann nicht genug bekommen." und "Ich bin geizig.". Letzteres weise ich von mir oder möchte es doch unbedingt von mir weisen, weil ich Geiz wirklich ganz ätzend finde, und um das zu unterstreichen, würde ich ab sofort gerne mehr beisteuern - weil ich es kann und in einer Höhe, die ICH möchte. Es geht ja auch nicht um Unsummen, nur ums gute Gefühl für Beide. Wäre es umgekehrt, würde ich mich auch freuen, auch wenn es nicht Not tut.

Gestern ist mir noch ein Punkt eingefallen. Mit meiner Firma habe ich auch immer wieder Durststrecken zu überwinden. Wer selbstständig ist und eine Frma mit Angestellten hat, kennt das: Erst bekommen die Leute ihr Geld und die Firma wird bezahlt (Miete, Versicherungen, KFZ und v.a. laufende Kosten) und wenn dann was über bleibt, bekomme ich das. Nun kann man ja nicht gleich das ganze Geschäft abwickeln, wenn es mal nicht so gut läuft, also brauche ich auch dafür immer Rücklagen. Ich habe mir gesagt, dass ich mir ein, maximal zwei (wenn es finanziell klappt) schlechte Jahre erlaube, bevor ich komplett zumachen und beschließe, dass es keinen Sinn mehr macht. Dann gibt es auch kein Zurück, dann ist Ende. Dafür brauche ich einfach auch genug, wenn ich in schlechten Monaten nicht meine Leute verlieren und meine Altersvorsorge verjuxen will.

Man kann das alles einfach nicht mit den normalen Nettoeinkünften eines Angestellten vergleichen.
 
  • #55
Liebe Anne. Ja, ich kann verstehen, dass dieses Gespräch ums Geld bei Dir einen schalen Beigeschmack hinterlassen hat. Meine erste Reaktion wäre, mich zu meinen Einkünften nicht mehr so deutlich zu äussern.

Was ich mich ebenso frage ist, wie er es denn handhaben würde, wenn Dein Einkommen vollständig wegbrechen würde. Keine Aufträge mehr, Krankheit oder sonst was? Wäre er auch bereit, für Dich zu sorgen, wenn es nötig wäre?

Und dann würde ich meine private Absicherung noch gewissenhafter vorantreiben und meine Rücklagenbildung noch ein wenig intensiver im Auge behalten. Viel Glück.
 
  • #56
Wer selbstständig ist und eine Frma mit Angestellten hat, kennt das:

SEHR wohl.

Mein Ex ließ eine OP machen, von der ich ihm lebhaft abgeraten hatte, es ging etwas schief und er wäre fast dabei geblieben, fiel für ein halbes Jahr vollständig aus. Er war und ist Freiberufler und wenn ich nicht schlagartig zusammen mit seinem Kollegen den Laden übernommen hätte, wohlgemerkt ohne Vollmacht, aber ich trat so souverän auf, dass nicht danach gefragt wurde, wäre der Laden Geschichte gewesen.

Ich habe die Kinder, die mich kaum noch sahen, und fast alle Rücklagen verheizt, ich hätte nur noch drei oder vier Monate durchhalten können. Aber die Rücklagen waren da, weil ich trotz Trennung noch die Finanzen verwaltet hatte und eine hartgesottene Strategin bin.

Liebe FS, gönne Dir gerne auch ein bisschen Luxus, aber Deine betrieblichen Rücklagen taste nicht an bzw. stocke sie eher auf, wenn Du die Chance dazu hast.

Ich hoffe gerade im Interesse eueres Kindes, dass ihr die Beziehung hin bekommt. Erkläre Deinem Partner doch noch einmal ganz ruhig, dass bei Dir der Laden eben ganz anders läuft. Ihr profitiert doch alle davon, wenn Dein kleines Unternehmen auch durch Turbulenzen gebracht werden kann, oder?
 
  • #57
Meine erste Reaktion wäre, mich zu meinen Einkünften nicht mehr so deutlich zu äussern.

Eine gute Grundlage für eine Beziehung. Wie läuft das so mit Deinem Partner?

Was ich mich ebenso frage ist, wie er es denn handhaben würde, wenn Dein Einkommen vollständig wegbrechen würde. Keine Aufträge mehr, Krankheit oder sonst was? Wäre er auch bereit, für Dich zu sorgen, wenn es nötig wäre?

Ist aber hier nicht die Frage. Aus meiner Sicht gibt es grundsätzlich zwei Wege: entweder man wirtschaftet in gewissem Umfang zusammen. Dann trägt üblicherweise derjenige etwas mehr, der mehr tragen kann. Jetzt also die FS, im Falle ihrer Zahlungsunfähigkeit ihr Partner. Oder man lässt das bleiben und zahlt jeder 50/50 (wobei diese Aufteilung natürlich dann auch für Haushalt etc. gilt), so wie das ja auch eine Reihe Foristen vorschlagen. Dann ist irgendwie selbstverständlich, dass jeder für sich selbst wirtschaftet und 50% der gemeinsamen Kosten trägt. Auch in dem Fall, dass einer von beiden einen finanziellen Engpass hat.

Wie man das gestaltet, muss jeder selbst wissen. Wer in eigenen guten Zeiten 50/50 haben möchte, kann in eigenen schlechten Zeiten nicht die Verteilung ändern...
 
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