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  • #1

Warum sollte man bei Geschiedenen als Partner besonders kritisch sein?

Hallo, ich würde mal gerne wissen, wieso man immer wieder liest, dass man bei Geschiedenen (nicht getrennt lebend) kritischer sein sollte. Läuft da irgendetwas anders als bei ledigen? (Mal abgesehen vom juristisch-finanziellen Brimborium) Oder muss man da anders ran gehen? Oder muss man da bei Männern speziell was beachten? Wo liegen die "Gefahren", wenn man das so nennen kann? Ich persönlich kenne manche Paare in Zweitehe, die dennoch recht glücklich zu sein scheinen. Und ich wüßte jetzt nicht wo der große Unterschied von Geschiedenen (ohne Kind) zu ledigen Singles in vorangegangenen langjährigen Beziehungen (mit ursprünglicher Absicht aber dann doch nicht geklappt) sein soll.
 
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  • #2
Ich sehe durchaus EINEN großen Unterschied von Geschiedenen zu ledigen Singles in vorangegangenen langjährigen Beziehungen: das JA
Dieses Ja würde ich gerne von jemandem hören, der es zum ersten mal verspricht, und nicht zum 2.,3... Mal denn das ist doch der Sinn des Heiratens, ein Bund für immer. Und das sollte man sich eben vorher gut überlegen, z.b. indem man es in langjährigen Beziehungen testet.
Wenn auch noch Kinder aus der ersten Ehe (oder Beziehung) da sind, dann wird es ja noch richtig kompliziert, also darauf habe ich wirklich keine Lust. Ist doch wohl verständlich aus meiner Lage heraus. Ich kann ja genauso gut einen Mann ohne Altlasten bekommen.
Es ist hier schon öfter herausgekommen und ich denke die Geschiedenen müssen sich einfach damit abfinden, dass die meisten Ledigen sie nicht unbedingt haben wollen. Und wenn ihr ehrlich seid, ihr hättet es doch bei der ersten Hochzeit auch so romantisch haben wollen oder?
Es ist wie Raucher und Nichtraucher, Hundebesitzer und Allergiker, kleine Männer und große Frauen - man wählt so dass es passt. Solange dies die Anzahl möglicher Partner nicht zu sehr einschränkt, ist das ja nur eine sinnvolle Selektion um sich Zeit zu sparen.
 
  • #3
+ finanzielle Verpflichtungen können immer wieder auftauchen, eine echte Scheidung gibt es in diesem Sinne ja nicht. Unterhaltszahlungen gehen für mich sowieso gar nicht.

+ jemanden zu heiraten, ist schon eine sehr weitreichende Entscheidung, d.h. es muss schon die große Liebe sein -- und möchte man Zweitfrau nach der großen Liebe sein?
 
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  • #4
Ich kann mir das auch nicht erklären. Vor allem ein Mann ohne Kind hat keine finanziellen Verpflichtungen mehr, es sei denn vielleicht etwas weniger Rente, je nach unterschiedlichem Einkommen der Ehegatten und langjähriger Ehe.

Klar war es eine große Liebe, aber wieso sollte man nicht noch einmal eine große oder vielleicht noch eine größere Liebe kennen lernen bzw. eigentlich liegt die Betonung ja auf "war" eine große Liebe. Sie ist es nicht mehr und wieso sollte man sich danach als "Zweitfrau" vorkommen. Es gibt gewisse Lebensabschnitte und in verschiedenen Lebensabschnitten kommen schonmal Leute hinzu, sowie man vielleicht auch manche verliert.

Auch bei "ledigen" Singles, die lange in einer Beziehung waren, kann es doch die große Liebe gewesen sein. Man muss doch nicht immer heiraten, also ist das Argrument völlig aus der Luft gegriffen. Es gibt einfach Menschen, die nicht heiraten wollen, egal ob Sie Ihre große Liebe gefunden haben oder nicht. Für mich macht das keinen Unterschied.
 
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  • #5
Ich kann nur alle Ledige davor warnen, sich einen Partner zu suchen, der geschieden ist und noch mehr davor abraten, so jemanden zu heiraten.

Diesen Fehler habe ich mit 23 Jahren damals gemacht................und nach 20 Jahren Kampf gegen das Ausgenutztwerden und Psychoterror im Hintergrund die Scheidung eingereicht. Diese Ehe hat mich krank gemacht ! Mein Leben ist dadurch verpfuscht, finanziell bin ich ausgeblutet, weil mein Ex seinen Unterhaltsverpflichtungen gegenüber seiner damaligen Ex und den Kindern nicht nachgekommen ist und ich mit meinem Verdienst ihn quasi mit durchgefüttert habe.........

Wenn zwei Geschiedene eine Partnerschaft eingehen, dann ist das etwas völlig anderes. Jeder weiß, was er an Päckchen mitbringt und keiner kann dem anderen etwas in dieser Hinsicht vormachen.

Also, suche dir auch einen Ledigen!

w49
 
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  • #6
@ Frederika,

das mit den Unterhaltszahlungen ist klar, aber was käme dann noch dazu wenn keine Kinder da wären an Verpflichtungen? (leider konnte ich zu dem Thema noch keinen befragen und geschieden bin ich auch nicht, dass ich da Erfahrung hätte)


Ja, das stimmt, es ist eine weitreichende Entscheidung jemanden zu heiraten.
Mir ist das ja selber schon fast passiert, hat dann aber kurzfristig nicht geklappt (bin auch froh drum), genauso gut hätte die Trennung terminlich aber auch zeitlich versetzt zwei Jahre nach dem Standesamt sein können, dann hätte ich jetzt auch den Status "geschieden".
Dasselbe hätte mir aber auch mit seinem Vorgänger passieren können, für den ich auch die große Liebe war (was mich schon fast erschreckt hat wenn sich da jemand so reinsteigert und dann auch noch soüberzeugt davon ist). Ich hätte nur "Ja" sagen zu brauchen.
Ich mache mir da aber auch nichts vor, dass ich da "die große Liebe ever" erwarte, die ich für denjenigen hinterher auch noch übertrumpfen muss, sondern gehe da eher rational dran. Es muss passen und im Alltag harmonieren und dass man nicht die nächsten 50 Jahre jeden Tag mehr Schmetterlinge im Bauch hat ist auch klar. Außerdem hat es seinen Grund gehabt, warum es mir der Letzten Endes nicht geklappt hat und aus den Fehlern kann man ja wohl lernen.

Der Begriff "Zweitfrau" ist mir mittlerweile zwar auch ein Begriff, aber so rein von der Logik her -
Wenn die Erstfrau mehr geliebt werden würde als die Zweitfrau (die dann nur 2. Wahl/Restposten ist), dann müßte ich ja auch sagen, dass ich grundsätzlich nie eine 2. ernsthafte Beziehung eingehen bräuchte, weil nach der ersten wird es nur noch schlimmer. Oder sehe ich das falsch?
Bei mir ist das (zumindest aus meiner Sichtweise) eher eine Frage dessen, "wer zeitlich gerade frei ist" und gepasst hat. Es ist mir schon klar, dass die wenigen Superguten nicht so leicht wieder freigegeben werden wie diejenigen, wo es Probleme gab, aber vielleicht lags bei den Männern auch einfach nur an überzogenen Erwartungen der Partnerin, oder an deren "spontanem" Sinneswandel? Beispiele gibt es hier im Forum genügend, wo man hier die Ursachen ausmachen kann.

Und was mir gerade noch zu dem Thema einfällt - ich habe auch nicht zum ersten Mal gelesen, dass sich viele Frauen gerne an verheiratete Männer ranschmeißen würden. Nicht nur wegen der Selbstbestätigung, dass sie in der Lage wären einer anderen Frau den Mann auszuspannen, sondern angeblich auch weil man denen mehr Bindungswilligkeit zuschreibt - immerhin haben die geheiratet. Dass die sich dann im Erfolgsfalle einen angeln, der fremdgeht
scheint da wohl eher Nebensache zu sein (falls das in der Realität überhaupt zutrifft, was mich aber auch nicht wundern täte).
Ein Geschiedener wäre hier zumindest nicht fremdgegangen.
 
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  • #7
Menschen die vor der Scheidung den klassischen Rosenkrieg durchlebt haben, haben oft einen Knacks weg für den Rest Ihres Beziehungslebens. Wenn die Gründe für das Scheitern der Ehe nicht analysiert und verstanden wurden, wiederholen sich dieselben Fehler. Es gibt Verhaltensweisen die mit dem System Ehe nicht kompatibel sind. Oft verlaufen aber 2.- oder 3.Ehen bessser als die erste weil nur die Dummen dieselben Fehler machen.
w
 
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  • #8
Geschiedene haben schon den Makel des Loosers und sollten mit höchster Skepsis beurteilt werden. dies zeigt mir die Lebenserfahrung und die rationale Erschließung.
Der Vergleich mit einem Single hinkt, da dieser sehr wohl beurteilen konnte ob das Risiko einer Ehe sinnvoll ist oder nicht (Beurteilungsfähigkeit).
Leider hat sich gezeigt, dass Geschiedene - hier Männer - oft eine erhebliche "Macke" haben, die sich Frauen erst im Ehealltag zu erschließen scheint. Ich kann die FSin nur höflichst warnen, wenn es mir auch nichts "bringen" mag.
Meine zigfache Beobachtung:
Neben massiver Faulheit, skurillen Weltanschauungen kommt oft noch die weltfremde Denk- und Handlungsweise in trivialen Alltagsdingen auf. Von diesem Personenkreis lebt natürlich eine ganze Branche (die für die Unbedarften und Weltfremden :) ).

Widerspruch sinnlos, da ich bisher keine (!) Ausnahme kenne (leider ?).
m40, Nicht infantil und Single.
 
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  • #9
Nein, man muss bei "Geschiedenen" nicht kritischer sein, als bei nicht Geschiedenen. Ab einem bestimmten Lebensalter werden dir auf dem Weg der Partnersuche ohnehin überwiegend Geschiedene oder getrennt-Lebende begegnen.

Ich würde eher den Mittdreißigern gegenüber kritisch sein, die noch keine längeren Beziehungserfahrungen haben oder hatten. Gerade Geschiedene verhalten sich in einer neuen Beziehung sehr viel reifer, als in der ersten - weil sie einfach aus ihren Fehlern gelernt. haben.
 
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  • #10
Ich denke, es ist eine Frage des Alters.....als junge Frau, welche nie Kinder hatte würde ich mir auch nicht unbedingt einen Geschiedenen suchen....somit würde ich in diesem Fall die Meinung der Nr. 1 unterstützen.

Je älter, desto mehr sind natürlich die Partner geschieden oder haben in längeren Partnerschaften gelebt. Ob man da Frau Nr. 2 ist....denke ich nicht ! Jede Liebe ist verschieden ! Und in diesem Fall teile ich die Meinung von Nr. 3

Ist also alles eine Frage des Alters !

Ich wiederum möchte lieber einen geschiedenen Partner, der schon mal Kinder hatte....es gibt ihm die nötige Gelassenheit, in mein Leben und ich in sein Leben einzutreten :)
 
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  • #11
Für mich als Mann ist die Frau an meiner Seite immer die erst Frau-alles andere ist Vergangenheit.Keine Ahnung,woher #1 diese These hat!Ist immer die erste Frau,die große Liebe?ME Schwachsinn...
Es ist oftmals,die mit einer verplichtenden Vergangenheit einhergehenden Verbundenheit zum EX Partner-sexuelle nachvollziehbare Vorgeschichte durch daraus resultierenden Kinder,Unterhalt,Vorstellung einstiger Harmonie des Partners.Einschränkungen und akzeptieren des vorherigen Lebensabschnittes eines neuen Partners,ist heutzutage nicht mehr die große Stärke vieler!Das ...alles MEINE denken und alles HABEN wollen bestimmt und nicht mehr der Mensch und dessen LIEBE.
Die eigene Wahl hat jeder,aber eben vielleicht einmal auch die Qual.
#1 Unterhaltsempfänger gehen für mich garnicht,aber dahin kannst auch du irgendwann kommen-AE-das Leben prägt,läßt Reifen, bringt positive+negative Erfahrung zum tragen-es ist keine Agenda!
Hochmut kommt vor dem Fall und Egoisten bleiben auf lange Sicht allein!
Wenn die Liebe und das Vertrauen stimmen,man selbst nicht nur Nehmer(Egoist) sein möchte-braucht man auch keine Scheu vor Geschiedenen haben.
Ehrlich,AE für mich kein Hindernis-Höhen und Tiefen gibts nun einmal im Leben-es muß aber passen...

m48 o.K.,gesch.aber eben nicht nur GEBER
 
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  • #12
Nein, mich würde das nicht stören, solange keine Altlasten vorhanden sind bzw. Unterhaltszahlungen zu leisten, wäre mir dieser Status egal und ich würde mich auch nicht als Zweitfrau fühlen. Ein nichtverheirateter Mann, der eine langjährige Beziehung hatte, das ist doch genau derselbe Fall.

Ich selbst hatte zwei lange Partnerschaften, noch nie verheiratet gewesen und mein Partner, ebenfalls eine sehr lange Beziehung, war auch noch nicht verheiratet - aber das war damals, als ich in der Singlebörse unterwegs war, kein Kriterium.

w/39
 
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  • #13
FS (bin auch #6)

Nur zur Info, falls das jemand falsch verstehen sollte - ich habe nicht vor, mich in meinem Alter (w/31) jetzt auf Geschiedene zu konzentrieren,
aber ich würde trotzdem gerne eruieren, wo man da einen Fehler machen könnte oder möglicherweise zu blauäugig sein könnte, falls sich das zufällig mal ergeben sollte.
Mir stellt sich dabei auch die Frage, ob die Gründe dann wirkliche handfeste Probleme sind oder mehr oder weniger nur Vorurteile.

Über den "Makel des Loosers" bin ich auch schon mal gestolpert (immerhin war man sich schon mal sicher und man geht man ja davon aus, dass man für die Aufrechterhaltung umso mehr kämpft und das hat dann auch nicht geklappt). Da gehören aber auch immer zwei dazu, eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied und soweit ich informiert bin ist es in den allermeisten Fällen doch die Frau, die die Scheidung einreicht, oder?
Wenn ich mir die Begründungen aber hier im Forum durchlese, warum sich die Frauen oder Männer scheiden lassen - zum einen Teil natürlich verständliche Gründe und damit sicher auch richtig, zum anderen Teil der blanke Irrsinn und Nichtigkeiten, die man genauso gut beheben oder denen man vorbeugen könnte wenn man früh genug den Mund aufmacht. Solche Konstellationen habe ich aber auch ohne verheiratet gewesen zu sein bzw. die können sich im Laufe der Zeit auch nach einer Heirat noch ergeben wenn es zu irgendwelchen persönlichen oder exogenen Veränderungen kommt (ist ja immer Krisenzeit)

Wenn jemand ganz schlimme Macke mitbringt und weltfremd ist, dann sollte man da natürlich gleich die Finger davon lassen. Genau das war der Grund, wieso es mit meinem letzten Ex nicht geklappt hat (von meiner Seite aus). Das Schlimme dabei - die hatte der nicht von Anfang an, die sind erst im Laufe der Zeit immer schlimmer geworden (und dann vom Erträglichen bis Unerträglichen) und der war noch nicht mal geschieden ;)
Hätte der mich 3 Jahre vorher gefragt und hätte der von den äußeren Umständen dieselbe Situation gehabt wie heute, hätte ich wohl noch gesagt "perfekt" (bis auf die halbwegs normalen Kleinigkeiten, dei man ja wohl irgendwo auchakzeptieren muss) und wir kannten uns damals eigentlich schon lange genug.
Bei seiner Nächsten wird er sich wohl anfangs wieder lange genug zusammenreißen (und hoffentlich auch draus gelernt haben), die Äußerlichkeiten stimmen auch - ich kann mir gut vorstellen, was dabei rauskommt - in dem Alter geht das wohl sicher schneller wenn er zumindest weiß was er will.
 
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  • #14
Also, mich stört das nicht generell. Man muss halt etwas differenzieren. Ab einem gewissen Alter hat jeder ein Vorleben. Wichtig ist nur, dass man es so gut es eben geht, verarbeitet haben.
Dann kann man als Zweitfrau auch sehr glücklich sein. Und das Menschen heiraten, weil es die große eine Liebe ist...? Ich habe schon von anderen Beweggründen gehört.

Jeder Mensch ist anders. Schubladendenken hilft niemandem.
 
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  • #15
Das sind in meinen Augen Diskussionen die nicht zielführend sind.

Es gibt Menschen die suchen als 50er einen PartnerIn und haben in Ihrem ganzen Leben keine Paarerfahrung gesammelt - es gibt Geschiedene, die bisher nur eine Beziehung in ihrem Leben kannten.

Wichtig ist, dass sich Menschen finden, feststellen, das sie zusammen passen könnten und es versuchen. Das ganze Leben besteht aus "try and error". Beschreite einen Weg und wenn er nicht zum Ziel führt, nimm den nächsten Weg. Du weißt nie wo Du landest. Es geht "immer" vorwärts.

Außerdem, woher kommen die Einstellungen, dass immer die Männer die sog. Schuldigen sind ? In einer Partnerschaft gibt es immer zwei Parteien die am Resultat beteiligt sind. Da gibt es in der Regel keine Schuld - sindern nur eine Beteiligung an einem Mißstand, der beseitigt werden sollte. Im Extremfall ist das eine Scheidung.
Es kann auch für einen Menschen sprechen, geschieden zu sein, da dieser vielleicht gemerkt hat, dass die Partnerschaft krank und evtl. nicht mehr zu retten ist.

Ich empfehle Allen ein tolles Buch: Giftige Beziehungen von Harriet Braiker !

Danach erkennt Euich selbst, ggf. Euren Partner und urteilt entsprechend über Beziehungen.

Liebe Mitsucher, seit offen und lebt was Euch gut tut. Geht wie ein Kind offen und vertrauensvoll auf Eure Mitmenschen zu, sonst wird das eh nichts.
 
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  • #16
Ich muss mich als Geschiedener schon sehr wundern. Ich halte erst einmal nichts von Verallgemeinerungen, jede(r) hat eine andere Geschichte oder Lebenserfahrung.
Wenn ich mich also einmal auf diese gedankliche Ebene gegebe, dann bin ich mir nicht sicher,
wer ab einem gewissen Alter - sagen wir ab 40 Jahren - die größere Macke hat :
Die Person, die schon mal verheiratet war oder die Person, die bis dato ledig oder in Kurzbeziehungen gelebt hat.

m/43 (13 Jahre Ehe und nach drei Jahren Abstand wieder fest liiert mit einer ebenfalls Geschiedenen)
 
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  • #17
Oje, was ist denn das hier für eine Sammlung von Vorurteilen? Grau ist alle Theorie...
Das Leben ist zum Glück immer konkret!
Es kommt nur auf die zwei Menschen an, wie sie heute miteinander harmonieren.
"Vorsicht" bzw. Misstrauen, Vorurteile, schematische Regeln im Kopf verhindern garantiert jede erfolgreiche Partnerschaft.
Liebe ist ohne Risiko nicht zu haben! Sie braucht Vertrauen und Sich-Aufeinander-Einlassen...
 
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  • #18
@ 15

Zielführend finde ich das schon.
Entweder habe ich einen Denkfehler, den andere nicht haben und sehe das dank unzureichender Lebenserfahrung in der Konstellation möglicherweise zu unkritisch (wovor ich mich gerne bewahren wollte),
oder es haben eben andere Vorutreile, mit denen sie sich ganz neue "Branchen" von vorne herein verschließen.

Wie ein Kind gehe ich da lieber nicht vertrauensvoll auf alles und jeden zu - ich bin auch ohne vorangengangene Scheidung mit langjähriger Beziehungserfahrung schon gebrannt genug aber eben auch noch recht offen.
Insofern hätte ich das schon gerne diskutiert. Ob da nun Pro oder Contra dabei rauskommt ist mir egal und es können gerne auch private Erfahrungsgeschichten beigesteuert werden um das zu veranschaulichen.
Insofern bin ich für jede Meinung dankbar, die beigesteuert wird (egal wie die aussieht oder in welcher Form)

FS
 
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  • #19
Ich möchte an dieser Stelle einfach nur mal anmerken, dass der Begriff der Zweitfrau unheimlich verblendet ist. So ziemlich jeder Mann hat selbst vor der ersten Ehe schon n Mädchen und Frauen "gehabt". So wie auch fast jede normal entwickelte Frau in ihrem Leben etwa ab der Pubertät Partnerschaften mehr oder weniger erfolgreich probiert. Die einen gehen halt nicht über Händchen halten hinaus, die nächsten vielleicht bis zum Kuss oder ins Bett, manche werden rechtsverbindlich und nennen sich dann Ehe. Doch das ist dann selten Frau oder Mann Nummer 1. Ich möchte behaupten, die Anzahl der Erstpartnerehelichungen ist statistisch irrelevant. (Sich dann auf "dann eben die erste große Liebe" zu berufen halte ich im Übrigen für pseudoromantischen Unfug)
 
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  • #20
Eine sehr gute Frage! Ich selber habe darüber nachgedacht, ob man gegenüber geschiedenen Männern vorsichtig sein soll? Ich unterscheide PERSÖNLICH 3 Fälle:

1) Die Frau reicht die Scheidung oder bei langjährigen Partnerschaften die Trennung ein,
2) Der Mann reicht die Scheidung oder die Trennung ein,
3) Der Mann hat im Alter zw. 30 und 50 Jahren, weder eine mehrjährige Partnerschaft noch eine Ehe geführt

1) Ja die Frau sollte erst dann kritisch sein, wenn sie erfährt, dass die Ex-Frau die Scheidung eigereicht hat und nicht der Mann. Es ist doch so: hat die Frau einen liebevollen, zärtlichen, unterstützenden, verantwortungsvollen Partner kennengelernt mit welchem sie ähnliche Wertvorstellungen, Interessen, Charaktereigenschaften und Freizeitgestaltung verbindet; also einen Partner auf Augenhöhe kennengelernt, dann wird sie möglicherweise nicht so schnell von ihm trennen. Meistens sind es die Frauen, welche sich um die Qualität der Partnerschaft bemühen d.h. um das Wohlergehen beider. Wenn die Frau die Scheidung eigereicht hat, dann wirft das ein schlechtes Licht auf den Mann! Dann würde ich mich fragen, wie respekt- und liebevoll er mit seiner Partnerin umgegangen ist.

2) Hat aber der Ehemann die Scheidung in die Wege geleitet oder sich von seiner Partnerin getrennt hat, dann ist für ihn etwas sehr Gravierendes vorgefallen, dass er diesen endgültigen Schnitt machen musste.

3) Ein Mann der weder langjährige Partnerschaften noch eine Ehe in einem bestimmten Alter (zw. 30 - 50 Jahre) hatte, würde bei mir eventuell die Vermutung und das Gefühl auslösen, dass er Angst vor Nähe, Bindung, Verantwortung hat und deswegen unfähig wäre eine langjährige, vertrauensvolle Partnerschaft/Ehe einzugehen.

Ich würde aus diesen 3 Fällen einen Mann aus Punkt 2 bevorzugen, danach aus Punkt 1. Denn ein verlassener Mann (ob durch Scheidung oder Trennung) hat zumindest bewiesen, dass er bindungswillig und -fähig ist/war und dass er hoffentlich bereit wäre aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und es das nächste Mal es besser zu machen. Ein Mann aus Punkt 3. konnte/hat das nicht bewiesen.

Auch ich kenne Ehepaare, welche in zweiter Ehe viel glücklicher sind!
 
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  • #21
Ich stimme #9 zu. Außerdem bringen ab einem gewissen Alter auch Ledige ihr Päckchen mit in eine Partnerschaft. Viele Männer müssen dann nämlich Unterhalt zahlen, weil sie - ohne verheiratet zu sein - mindestens ein Kind haben.

Der Partner, der sein Leben lang nur auf EUCH gewartet hat, ist eine schöne Wunschvorstellung, die mit der Realität nichts zu tun hat. Einige hier sollten sich ein Stück Knetmasse kaufen und sich ihren Traumpartner basteln. Dieses ganze NoGo-Getue, das hier zelebriert wird, ist einfach affig.
 
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  • #22
Es kommt doch auf den einzelnen Menschen an. Pauschal zu sagen, Geschiedene wären schlechtere Lebenspartner, finde ich viel zu allgemein. Man verwehrt sich damit einer großen Anzahl von Menschen. Immerhin werden 50% der Ehen in Deutschland geschieden.

Es gibt unter den Geschiedenen sicherlich Menschen, die es aufgrund ihrer Lage schwer haben, jemanden neuen zu finden. Ein paar Gründe wurden hier bereits genannt. Klar, ich würde es mir auch überlegen, mit einer alleinerziehenden Mutter etwas anzufangen. Wenn es aber passt, so würde ich es versuchen. Wenn sie dann tatsächlich drei oder mehr Kinder hat, dann würde ich sehr stark überlegen. Auch begleitet so eine Scheidung beide, die es betrifft, über Jahre. Es gibt Menschen, die damit nicht vernünftig zurecht kommen oder daran zerbrechen. Da wird es ganz schwer und ich denke, da würde ich mich zurückziehen. Aber bei allen anderen sehe ich keine Probleme.

Was dieses Versprechen "bis der Tot euch scheidet" betrifft, würde ich nicht ganz so streng sehen wie einige vor mir. Das Leben hat sich geändert und wenn man diesen Spruch zu 100% auslegen würde, dürfte man gar nicht mehr heiraten. Auch die Argumente von wegen Zweitfrau finde ich absurd. Fast jeder Mensch hat mehr als einen Partner in seinem Leben, darunter auch mehr als einen Partner, mit dem er sich vorstellen kann, bis zum Ende zusammen zu bleiben. Trotzdem klappts nicht, obwohl es die große Liebe ist. Die goße Liebe finde ich persönlich sowieso romantisch verklärt. Entweder liebt man jemanden, mit dem man zusammen ist oder eben nicht. Warum immer alles so kompliziert machen?
 
  • #23
Es kommt auf die eigenen Lebensumstände und auf das Alter an.
Wer mit 50+ nochmals auf Partnersuche geht, kommt am besten mit einem Partner klar, der mit den selben Freuden und Nöten zu tun hat, wie man selbst.

Das betrifft das familiäre Umfeld allgemein, aber vor allem den Kontakt zu den erwachsenen Kindern, der für Eltern immer einen besonderen Stellenwert einnimmt. Ein Kinderloser kann da oft kein Verständnis aufbringen.

Einem Ledigen in reifen Jahren hätte ich damals, bei der Partnersuche eher das Problem der Beziehungsunfähigkeit unterstellt.
 
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  • #24
Grundsätzlich hätte ich nichts gegen Geschiedene. Ich würde nur darauf achten, wie oft in welchem Alter geschieden. Das wäre für mich ein Kriterium.
 
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  • #25
Liebe FS,

jeder urteilt aus seiner Position und aus seinen Erfahrungen. Und die vielen Geschiedenen hier fühlen sich schlicht angegriffen, wenn Du die Frage stellst, ob Du vorsichtig sein solltest. Sie rechtfertigen und verteidigen sich und ihr Verhalten.

Versuchen wir also objektiv zu bleiben.

1. Es geht nicht um die Frage "bis das der Tot euch scheidet", sondern um das Versprechen "in guten und in schlechten Tagen". Und dies haben die Geschiedenen gebrochen. Sein Wort zu brechen bedeutet eben nicht Charakterstärke. Also Vorsicht.

2. Es gibt absolute Trennungsgründe (Fremdgehen, Sucht, Gewalt, finanzielle und sexuelle Ausbeutung etc.). Dann ist die Scheidung der einzige Ausweg. Die meisten Scheidungen haben jedoch ganz andere, wesentlich profanere Gründe ("Auseinanderleben", "Lust auf was neues", "Umverlieben", "das kann doch nicht schon alles gewesen sein", "Langeweile", "die Luft raus", "Beziehungsstress", "Unglücklichsein", "Vernachlässigung" etc.). Insoweit liegen die Chraktereigenschaften der fehlenden Beständigigkeit, Unzuverlässigkeit, Verantwortungslosigkeit und des mangelnden Durchhaltevermögen vor. Also Vorsicht.

3. Geschiedene sind - wenn sie die Scheidung beantragt haben - in der Regel fürchterliche Egoisten (ich weiß wovon ich rede, ich bin Rechtsanwalt). Also Vorsicht.

4. Es gibt Geschiedene, die ihre Scheidung damit rechtfertigen, sie hätten halt den Falschen geheiratet ("es hat nie richtig gepasst", "Ich habe halt einen Fehler gemacht" etc.). Dies ist entweder eine glatte Lüge, billige Ausrede oder aber diese Menschen haben tatsächlich keinerlei Urteilsvermögen. Also extreme Vorsicht.

5. JEDER Geschiedene hat nicht nur eine Beziehung, sondern eine Familie an die Wand gefahren. Und das ist ein großer Unterschied. Er hat ein wichtiges Ideal verraten und verkauft. Willst Du bzw. kannst Du mit dieser Person eine langfristige Zukunft planen? Also Vorsicht.

6. Die Geschiedenen haben die für eine Partnerschaft alles entscheidende Frage: "willst Du sie lieben, achten, ehren und ihr treu sein" schon einmal mit "JA" beantwortet. Sie haben es aber in der Praxis aber offenbar nicht getan. Also Vorsicht.


Neben diesen Charakterfragen gibt es natürlich noch jede Menge praktische Probleme (Zugewinnsausgleich, Unterhalt, Sorge- und Besuchsrecht, Versorgungsausgleich etc.). Dies kann im Einzelfall sehr belasten für eine neue Beziehung sein. Also Vorsicht.

Der Gesetzgeber und die Rechtsprechung haben Scheidungen sehr einfach und teilweise sogar finanziell lukrativ gemacht. Dementsprechend schnell ist der Entschluss zur Scheidung gefasst. Das freut micht als Anwalt - als Mensch finde ich es bedenklich. Die meisten Scheidungsgründe sind - wie Du es so treffend ausgedrückt hast - objektiv irrsinnig. Willst Du jemanden, der bei Problemen kämpft und sie löst, oder einen, der bei Problemen den vermeintlich leichten Weg geht und letztlich davonläuft?

Ach ja, das Märchen von der glücklichen Zweitehe. Das gibt es tatsächlich. jedoch auch nicht häufiger, also die glückliche Erstehe. Warum auch? Die Zweitehe funktioniert aber in der Regel nur, wenn beide Eheleute vorher geschieden waren. Die Gründe hierfür führen allerdings zu weit (mir hat es mal eine Gerichtspsychologin erklärt).

Was gar nicht geht, sind Geschiedene, die ihren Ehepartner wegen eines neuen Partners verlassen haben (die berühmten "Warmwechsler"). Wenn Du mit so jemanden eine Beziehung eingehst, weißt Du eigentlich schon, wie dieser Mensch charakterlich veranlagt ist. Und er wird sich wegen Dir - allen Lippenbekenntnisse zum Trotz - auch nicht (mehr) ändern können.

Übrigens: es spricht objektiv nichts gegen das Modell des Lebensabschnittsgefährten. Nur sollte man dann nicht heiraten. Eine Ehe ist viel mehr, als nur eine Beziehung. Wer das nicht unterscheiden kann oder will, ist schlicht oberflächlich oder will Unverbindlichkeit und Verbindlichkeit auf einmal.

Es spricht allerdings auch objektiv nichts gegen eine Lebenspartnerschaft.
 
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  • #26
die Posts der Geschiedenen unter uns sind aus ihrer Sicht verständlich, sie wollen nicht als Partnervorschläge zweiter Klasse angesehen werden.
Genauso verständlich sollte es sein, dass Ledige sagen: nein, ich möchte keinen der bei mir zum zweiten mal sagt "bis dass der Tod uns scheidet". Das Ja-Wort IST der Unterschied, vor allem weil es heutzutage nicht mehr unbedingt nötig ist zu heiraten.
Eine Freundin wollte mich verkuppeln. Der Mann hat vier Kinder von 2 verschiedenen Frauen. Und mich lässt er dann wieder mit 2 Kindern sitzen oder wie? Also an einer Trennung sind meist 2 beteiligt. Und es mag Ausnahmen geben, aber in der Regel halten Zweit- und Drittehen immer kürzer. Weil die Menschen eben nichts draus lernen.
 
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  • #27
Bei den Geschiedenen kommt immer und ewig diese Frage nach den Unterhaltszahlungen.
Damit scheinen die Leute hier im Forum bei dem potentiellen neuen Partner ja viel Angst zu haben.

Warum eigentlich?
Weil es in die neue Beziehung besser investiert ist, als in Kinder?

Denkt doch mal daran, dass die Kinder (die man zusätzlich zum Partner kennenlernt) keineswegs eine Belastung, sondern eher als eine Bereicherung zu sehen sind.

Ich bin froh, dass meine neue Partnerin auch 2 Kinder hat. So haben wir zusammen 4, die ich immer haben wollte.
 
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  • #28
@ #27
haha, ja klar siehst DU es als Bereicherung, du bist ja selber geschieden und hast Kinder mitgebracht. Drum redest du dir das auch alles positiv. So wie die anderen Geschiedenen hier. Klar wollt ihr euch nicht eingestehen, dass ihr Belastungen mitbringt, auf die viele einfahc keine Lust haben, zu Recht.
Ich möchte wirklich mal wissen, was an Patchwork eine Bereicherung sein soll. Für alle Beteiligten ist das eine komplizierte Konstellation, sowohl logistisch (Weihnachten) als auch emotional (Kampf um die Gunst).
Klar gibt es alle beschriebenen Charaktereigenschaften und Probleme auch bei Ledigen, aber nicht in dem Ausmaß. Eine langjährige Beziehung zu beenden ist etwas anderes als eine Scheidung.
Ich habe meine NoGos und ich kann sie mir leisten weil ich einen hohen Marktwert habe. Vielleicht werde ich später auch von einem Mann sitzen gelassen und gehöre dann hier zu den Geschiedenen Alleinerziehenden. Dann werde ich ein NoGo weniger haben. Ich freue mich auf eure Unkenrufe.
 
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  • #29
@27

Was hat Dein Post mit der Frage zu tun?

Im übrigen sind Unterhaltszahlungen bei einer neuen Partnerschaft schlicht nicht wünschenswert.

Du hast eine Geschiedene mit zwei Kindern. Das mag passen. Aber für eine kinderlose Ledige kämst Du nicht in Frage.
 
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  • #30
@#28 alleinerziehend ist sicher nicht richtig, ich nenne das lieber gemeinsamerziehend.
Die Bereicherung bei Patchwork liegt eben darin, dass die Familie größer wird.
Und für interessante Menschen steigt der Marktwert, wenn man sozial eingebunden ist.

@29 Ich kam bevor ich meine Partnerin kennenlernte durchaus für einige Kinderlose in Frage. Allerdings merkte ich, dass sie, ob dem Fehlen der Familie, nicht für mich in Frage kommen.
Und das mit dem Kindesunterhalt ist relativ, wennn man genug Geld verdient.
Ansonsten verzichte ich lieber auf das Auto.
 
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