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  • #31
Meine Frage an Dich ist jetzt, ob Du schon jemals richtig verliebt gewesen bist? Was Du oben beschreibst, ist nicht verlieben.
Ich hoffe, dass das, was ich für meinen Ex Freund empfunden habe Liebe war. Allerdings kann ich dir das erst sicher beantworten, wenn es mich mal noch mehr erwischen sollte als bei ihm und ich sagen kann "ok, das damals war sicher keine Liebe". Bis dahin würde ich die Frage mal mit "ja" beantworten :)

Aber wenn es so häufig vorkommt, dann liegt es sicher sehr an Dir, was es auch immer ist.
Ja, davon gehe ich mittlerweile auch aus...

Aber was um Gottes Willen war denn die Therapie?
Die Beziehung zu meinem Ex Freund, in der mein Selbstwertgefühl sehr stark in den Keller gegangen ist und ich nach der Trennung die Welt nicht mehr verstanden habe. Das ist jetzt aber alles wieder grade gerückt und ich habe auch noch ein paar Sachen erfahren, die wohl ein Thema bei mir sind, an denen ich aber auch gearbeitet habe und natürlich auch weiter arbeiten werden. Aber es ist soweit alles gut, ich bin also grade nicht instabil oder irgendwas ;)

Du schreibst aber anderseits, dass es zum küssen und Sex gekommen ist. Wahrscheinlich kann es sein, dass es noch viel zu früh war. Ich würde damit eher noch warten und nicht allzu viel Gas geben. Das heißt jetzt natürlich nicht, dass du überhaupt nichts tun sollst. Ansonsten verlieren die Männer mit Recht das Interesse. Ich spreche hir nur vom Sex und küssen.
Hier ist es immer unterschiedlich, wie lange es dauert, bis es zu Sex oder küssen kommt. In der Regel sind es schon ca. 3 Dates bis zum küssen. Da ging es aber auch immer von den Männern aus, weil ich da schon eher altmodisch bin und mir wünsche, dass der Mann den ersten Schritt macht.
 
  • #32
Neue Spekulation: Du siehst so aus, als bräuchtest Du keinen Mann in dem Sinne, dass er Dein Held sein könnte. Das klingt erstmal doof, aber es ist vielleicht doch so, dass viele Männer gern beschützen wollen, wenigstens ein bisschen?
Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Ein guter Punkt. Ich musste in meiner Teenager Zeit schon alleine mit schwierigen Themen klarkommen, ohne die Hilfe meiner Eltern. Und auch im späteren Leben habe ich mich um meine Themen eigentlich immer größtenteils alleine gekümmert (wenn ich etwas machen oder erreichen wollte). Es kann also gut sein, das ich sehr unabängig bin. Ich bin auch gut darin alleine zu sein und weiß, dass ich keinen Mann brauche (mir aber einen wünsche), denn bisher hab ich auch alles alleine geschafft. An sich finde ich das Single Leben auch gar nicht schlecht nur wird der Wunsch nach einem Partner immer größer und natürlich mache ich mir Gedanken über diesen immer gleichen Ablauf mit Männern.

Auch das Thema Weiblichkeit scheint mir ein sehr guter Punkt zu sein. Als Teenager wollte ich kein Mädchen mehr sein, weil ich oft Sachen nicht machen durfte (z.B. lange wegbleiben) oder Sachen machen musste (z.B. mehr im Haushalt helfen) mit der Begründung "weil du ein Mädchen bist". Eventuell kommt es auch dacher, dass ich mich mehr für "männliche" Themen interessiert habe. Kein Ahnung. Allerdings habe ich das Mädchen sein eine Zeitlang abgelehnt.

Irgendwann hat sich das natürlich wieder gewendet und ich finde es mittlerweile toll eine Frau zu sein und bin das auch gerne. Nur glaube ich diese "typisch weiblichen" Verhaltens- und Denkweisen haben sich nie so richtig eingestellt. Also könnte es wirklich gut sein, dass ich zu männlich wirke vom Charakter oder zu viel "männliche Energie" ausstrahle. Irgendwelche Tipps, wie man mehr in seine Weiblichekeit finden und kommen kann bzw. das Weibliche in sich "wecken" kann? :)
 
  • #33
Hallo, da ich eine Frau in deinem Alter bin, kenne ich das von mir und von Freundinnen nur zu gut. Du bist also nicht alleine.

Unsere Erfahrungen: Die Männer, die zwar Dates wollten und Interesse gezeigt haben, dann aber meinten, der Funke sei nicht übergesprungen, haben nicht wirklich was Festes gesucht. Die haben Tinder Dates ohne Ende und sind nach Jahren gleich weit wie zuvor. Sie sind Suchende und mit nichts zufrieden. Wenn du den Männern nicht gefallen hättest, hätte es ja wohl kaum ein zweites Date oder Intimitäten gegeben, oder? Also wenn mir jemand nicht gefällt oder ich merke, es passt nicht, dann bleibt es doch normal bei einem Date!?

Meine Empfehlung: Achte mal auf dein Beuteschema. Suchst du dir evtl. immer den gleichen Typus Mann aus? Bei einem topverdienenden Ingenieur mit neuer Eigentumswohnung in München und attraktivem Modelaussehen ist es wahrscheinlicher, da dieser natürlich die Auswahl und damit hohe Ansprüche hat. Gib doch auch mal unscheinbaren Männern eine Chance, die evtl. auf den ersten Blick nicht so spannend wirken. Diese haben für eine feste Beziehung oft die besseren Qualitäten.
 
  • #34
Irgendwelche Tipps, wie man mehr in seine Weiblichekeit finden und kommen kann bzw. das Weibliche in sich "wecken" kann?
Ich glaube nicht, dass du dich da ändern solltest. Warum willst du dich selber wieder in die Klischee-Mädchenrolle reindrängen?
Tatsächlich gibt es mehr als genug Männer (mich eingeschlossen) die ein Hauch Männlichkeit eher gut finden. Das zeugt zum einem von Selbstbewusstsein und ich als Mann empfinde die Kommunikation dann eher als "auf Augenhöhe", heißt, ich kann freier und offener reden.
Wenn sich eine Frau für "männliche" Themen interessiert, dann findet das Mann in der Regel toll! (s. Videospiele bei @mokuyobi)

Der Wechsel von einem zum anderen erscheint mir eher problematisch:
Wenn ich einen Mann echt gut finde oder merke, dass das mehr für mich ist als Freundschaft, dann werde ich eher schüchtern,
Sobald die Fronten geklärt sind, ändert sich das auch wieder und ich werde proaktiver.
Ich würde dir raten zu probieren, dich von Anfang an so zu geben, wie du wirklich bist, dann entsteht kein falsches Bild von dir.
 
  • #35
. Nur glaube ich diese "typisch weiblichen" Verhaltens- und Denkweisen haben sich nie so richtig eingestellt. Also könnte es wirklich gut sein, dass ich zu männlich wirke vom Charakter oder zu viel "männliche Energie" ausstrahle
Hör auf, darüber nachzudenken, Du könntest nicht "weiblich" genug sein.

Das ist das Klischeedenken, dass Dich da einholt - die Frau, das "schwache Weib".
Was ist "typisch" weiblich? Willst Du so sein?
Ich wollte dieses klischee-typische nie sein.

Mir geht es immer auf den Keks, wenn es heißt, das kann Frau nicht... Oder dafür braucht man einen Mann.

Du bist auch weiblich, wenn Du Dich als Frau fühlst. Du bist Du, mit Deinen Erfahrungen, mach Dir Deine Stärken bewusst.
Du redest zuviel von - aber.
Ich bin attraktiv, habe ABER kleine Brüste... Ja, und? Du bist schlank.
Ich kann dies und jenes, ABER ich bin nicht..
Lass das Aber.
Du willst keinen Partner, der Dich ab morgen umsorgt, in Watte packt.
Anlehnen kann Frau sich trotzdem - oder mal um Hilfe bitten bzw. annehmen.
Das widerspricht sich nicht.

Wenn man immer alles alleine hinbringen musste, fehlt es an der Bestätigung von außen, und dann geht es trotz Erfolg zu Lasten des Selbstwertes und man zweifelt.

Schau Dir an, wer Du bist, was Du kannst, was Du erreicht hast. Mach Dir Positivlisten.
Überlege Dir was Du willst. Definiere Deine Grenzen - das, was Du nicht willst.
Du bist eine tolle Frau, verinnerliche das.
Und dann wirst Du authentisch, mit der entsprechenden Ausstrahlung - ziehst die richtigen Männer an.

Es ist nicht einfach, aber Schritt für Schritt wird es.

W, 51
 
  • #36
Hier ist es immer unterschiedlich, wie lange es dauert, bis es zu Sex oder küssen kommt. In der Regel sind es schon ca. 3 Dates bis zum küssen. Da ging es aber auch immer von den Männern aus, weil ich da schon eher altmodisch bin und mir wünsche, dass der Mann den ersten Schritt macht
Das könnte auch der Grund sein. Wenn es so ist dann kann es sein, dass die Männer das Interesse verloren haben. Sorry ich will ehrlich sein. In dem Fall haben die Männer zu Recht das Interesse verloren. So eine Einstellung ist altmodisch. Ich sage dazu immer wir leben nicht mehr im Mittelalter. Ich würde da auch das Interesse verlieren wenn eine Frau erwartet, dass immer nur der Mann den ersten Schritt machen soll.

Ich will dir wirklich nicht zu nahe treten. Die Männer denken in so einem Fall auch, dass du kein Interesse hast.
 
  • #37
Wer in jungem Alter schon eine Therapie hinter sich hat, ist leider nicht ausgeglichen - rege dich nicht auf, ich spreche aus Erfahrung und meine es nicht böse.
Dass du Ausgeglichen- und Entspanntheit vor dir herträgst wie eine Monstranz, weist zusätzlich daraufhin, dass es sich eben ganz anders verhält.
Ich verweise auf @INSPIRATIONMASTER , der ebendies mit seinem Dauerknüller Selbstwert zu transportieren versucht.
Den er eben nicht hat.
 
  • #38
FS, Du bist voller Widersprüche, aber das weißt Du schon.
Verbiege Dich nicht, sondern lebe Deinen Typ. Du wirst phantastisch Aussehen, Du siehst ja Deine Wirkung auf die Männer - fast alle wollen Dich wieder treffen und mit Dir über kurz oder lang ins Bett. Und Du wirkst auch sonst eindeutig weiblich genug - sonst würden sie nicht mit Dir ins Bett wollen!
Dein tendenziell männlicher Charakter ist ein Bonus, zumindest für mich. Wäre ich 20 Jahre jünger, wärst Du nach der Beschreibung absolut mein Typ.
Jetzt das Aber:
Wieso lässt Du Dich auf Sex mit Männern ein, auf die Du nicht wirklich stehst? Wenn es Dir um Sex und Befriedigung geht, ist das ok (wie empfindest Du den Sex mit diesen Männern eigentlich?). Aber ist es für Dich ok, dass dann daraus nichts weiteres wird? Diesen Eindruck habe ich nicht, denn genau das ist Dein Problem.
Oben hast Du auf meine Frage geantwortet, aber von Liebe geschrieben. Ich habe "nur" nach Verliebtheit gefragt. Das ist doch etwas anderes. Was empfindest Du, wenn Du diese Männer ein zweites, drittes Mal triffst? Freust Du Dich aufs neue Treffen, kribbelt es bei Dir, schlägt Dein Herz höher, wenn sich das Date nähert. Oder ist es einfach ok, ich treffe einen Mann, vielleicht hat er ja Interesse an mir. Wie ist Dein Interesse an dem Mann?
Du kommst als absolut beziehungstaugliche Frau rüber, aber irgendwo hackt es!
ErwinM, 51
 
  • #39
Ich würde da auch das Interesse verlieren wenn eine Frau erwartet, dass immer nur der Mann den ersten Schritt machen soll.
Die FS bezieht sich aber auf das Intimer-Werden. Also der erste Kuss, der erste Sex. Der natürlich beidseitig gewünscht sein sollte. Und trotz allen Emanzipations-Diskussionen fühlen sich Frauen wohler, wenn der Mann hier "den ersten Schritt" macht (ist das denn eigentlich der richtige Ausdruck beim Kuss?)

Frauen sind - gerade was erste Intimitäten angeht - um einiges verletzlicher. Um nicht zu weit vom Thema abzugleiten, führe ich die Gründe hier nicht auf. Ich nehme an, die meisten wissen, was ich meine.
Verliebte Frauen trauen sich oft nicht, "zu" forsch zu sein.
 
  • #40
Ich verweise auf @INSPIRATIONMASTER , der ebendies mit seinem Dauerknüller Selbstwert zu transportieren versucht.
Diesen sogenannten Selbstwert hat aber auch nicht, denn wenn er ihn hätte, dann würde er nicht ständig damit hausieren gehen.
Wer einen hohen Selbstwert hat, der schreibt es nicht immer.

Frauen, die zu forsch sind, sind eher negativ für mich, aber vielleicht habe ich ja keinen sogenannten Selbstwert. Wenn eine Frau eher langsam ist, dann kann ich mit meinen nicht vorhanden Selbstwert gut umgehen.
 
  • #41
Meine Empfehlung: Achte mal auf dein Beuteschema. Suchst du dir evtl. immer den gleichen Typus Mann aus? Bei einem topverdienenden Ingenieur mit neuer Eigentumswohnung in München und attraktivem Modelaussehen ist es wahrscheinlicher, da dieser natürlich die Auswahl und damit hohe Ansprüche hat. Gib doch auch mal unscheinbaren Männern eine Chance, die evtl. auf den ersten Blick nicht so spannend wirken. Diese haben für eine feste Beziehung oft die besseren Qualitäten.
Ich würde schon sagen, dass gewisse Unterschiede da waren. Was allerdings an allen gleich war, war eine Freiheitsliebe. Also im Sinne von nicht 24/7 mit dem Partner verbringen müssen, auch sein eigenes Leben haben wollen und alleine was mit Freunden unternehmen können und gerne reisen. Allerdings muss ich dazu auch sagen, dass ich da genauso denke/bin. Ich finde ein Partner sollte eine Ergänzung zum Leben sein und nicht das eigene Leben einnehmen. Das klingt jetzt vielleicht erstmal negativ, aber so meine ich das nicht. Klar möchte ich so viel Zeit wie möglich mit dem Partner haben und ich nehme mir auch gerne die Zeit für den Menschen, den ich liebe. Aber ich will nicht dieses aneinander kleben.

Ich glaube nicht, dass du dich da ändern solltest. Warum willst du dich selber wieder in die Klischee-Mädchenrolle reindrängen?
Was ich mit weiblicher sein meinte ist nicht, dass ich zum kleinen schutzlosen Mädchen werden will. Ich will schon meinen Vorlieben nachgehen und das alles. Was ich meine ist dieses Gefühl sich einfach weiblich und vollständig als Frau zu fühlen.

Du bist auch weiblich, wenn Du Dich als Frau fühlst.
Siehe Kommentar darüber. Ich fühle mich ja oft NICHT weiblich und sexy. Ich will nicht, dass mich jemand in Watte packt oder wie das kleine hilflose Mädchen behandelt. Aber ich würde mich gerne weiblich und mehr als Frau FÜHLEN wollen.
 
  • #42
Wer in jungem Alter schon eine Therapie hinter sich hat, ist leider nicht ausgeglichen - rege dich nicht auf, ich spreche aus Erfahrung und meine es nicht böse.
Dass du Ausgeglichen- und Entspanntheit vor dir herträgst wie eine Monstranz, weist zusätzlich daraufhin, dass es sich eben ganz anders verhält.
Mit Entspannt meine ich, dass ich mich nicht oft über Dinge aufrege, wo jeder andere wahrschicnlich schon 2x auf 180 wäre. Auch habe ich viele Sichtweisen, wo ich im Vergleich zu vielen anderen entspannt bin. Z.B. wenn mein Partner eine beste Freundin hat und sich alleine mit ihr trifft, dann habe ich damit kein Problem und bleibe entspannt. Alle Frauen in meinem Umfeld wären da schon eifersüchtig. Auch wenn ich in Problemsituationen bin, drehe ich oft nicht druch, sondern bleibe ruhig und suche nach einer Lösung. Sowas meine ich, wenn ich mich als "entspannt" beschreibe.
Die Therapie hat mir ja grade geholfen ausgeglichener zu werden, weil ich dadurch vieles über mich selbst gelernt habe, was ich dann aufarbeiten und akzeptieren lernen konnte. Manchmal brauch man halt jemanden, der einem den Spiegel vor hält und bei mir war es eben meine Therapeutin.

Die FS bezieht sich aber auf das Intimer-Werden. Also der erste Kuss, der erste Sex. Der natürlich beidseitig gewünscht sein sollte. Und trotz allen Emanzipations-Diskussionen fühlen sich Frauen wohler, wenn der Mann hier "den ersten Schritt" macht (ist das denn eigentlich der richtige Ausdruck beim Kuss?)

Frauen sind - gerade was erste Intimitäten angeht - um einiges verletzlicher. Um nicht zu weit vom Thema abzugleiten, führe ich die Gründe hier nicht auf. Ich nehme an, die meisten wissen, was ich meine.
Verliebte Frauen trauen sich oft nicht, "zu" forsch zu sein.
Danke, du hast mich verstanden :) genau so meine ich das. Natürlich lasse ich mich nur auf einen Kuss ein, wenn ich das auch will. Aber bin zu schüchtern hier den ersten Schritt zu machen. Das ich den Kuss dann erwider zeigt ja auch mein Interesse. Und davor versucht ich dem Mann natürlich auch zu zeigen, dass ich ihn mag, indem ich gerne Kontakt zu ihm habe, mich immer wieder mit ihm treffe usw.
 
  • #43
Liebe Zebra

Mir scheint Du machst alles richtig. Deshalb würde ich mal eine spirituell seriöse!!! arbeitende Person aufsuchen, ob sie den "Knopf" lösen kann. Oder noch besser: Eine Kinesologin. Sie soll fragen ob es allenfalls noch mit Dingen aus früheren Leben zu tun hat.

Wichtig für das Bewusstsein ist einfach, dass Du Dir bewusst bist, dass der Mann keine Lücke füllen darf bei Dir.
Vielleicht würde sich auch alles nur schon ändern, wenn Du nach oben bittest, dem Mann zu begnen, der Dich im Herz glücklich machen kann und für Dich bestimmt ist in diesem Leben. Liebe ist aber immer auch lernen, sei also nicht enttäuscht wenn dann diese Phase kommt.

Alles Gute!
 
  • #44
Wer in jungem Alter schon eine Therapie hinter sich hat, ist leider nicht ausgeglichen
Da ist viel dran.
Ich bin auch erstaunt, wie negativ behaftet Weiblichkeit bei den meisten zu sein scheint.

Wenn man von Weiblichkeit und Männlichkeit spricht, dann sind damit im Wesentlichen gewisse Attribute gemeint, die jeder Mensch in sich ausbalanciert haben sollte.

Ein Mann, der zu stark von seiner Willenskraft getrieben ist und in sich keinen entsprechenden Gegenpol ( Mitgefühl ) etabliert hat, der wird schnell dominant rücksichtslos seinen Mitmenschen gegenüber agieren. Und aus einer Tugend ist dann ganz schnell ein Laster geworden.

Wenn ich einem Mann nur platonische Gefühle entgegenbringen kann, dann liegt das vor allem daran, dass er mir „zu weiblich“ ist. Aber schlussendlich obliegt das auch immer der Beziehung zwischen zwei Menschen. Denn dieselben Männer werden von anderen Frauen durchaus anders eingeschätzt.
 
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  • #45
Mit Entspannt meine ich, dass ich mich nicht oft über Dinge aufrege, wo jeder andere wahrschicnlich schon 2x auf 180 wäre. Auch habe ich viele Sichtweisen, wo ich im Vergleich zu vielen anderen entspannt bin. Z.B. wenn mein Partner eine beste Freundin hat und sich alleine mit ihr trifft, dann habe ich damit kein Problem und bleibe entspannt
Dann bist du aber vielleicht rationeller als die Männer, die du datest ;) viele wollen diese Emotionalität bei Frauen, weil sie sich selbst damit männlicher vorkommen.

Wenn man eine Therapie hinter sich hat und dadurch reflektierter durchs Leben geht, dann minimiert das die Auswahl an potenziellen Partnern enorm. Denn viele agieren sehr unbewusst und haben kein Interesse daran, sich zu hinterfragen.
 
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  • #46
Aber ich würde mich gerne weiblich und mehr als Frau FÜHLEN wollen.
Das geht nur, wenn Du Deine Stärken nicht mit aber abwertest, und aus den Klischees kommst.
In dem Du Dich annimmst als Frau, fühlst Du Dich als Frau.
Überlege Dir, was macht für Dich Frau sein aus?
Mach Dir doch mal eine Liste und schreibe es auf und vergleiche es mit Dir?

Ich habe mich dadurch, dass ich gelernt habe, mich zu akzeptieren und zu mögen, auch gelernt, mich als Frau zu fühlen, durch und durch - und weg mit den Klischees.

Wenn Du mal so eine Liste erstellst, findest Du vielleicht auch das Gefühl für Dich?

W, 51
 
  • #47
Ich muss mal grübeln. Wie habe ich meine Weiblichkeit entdeckt. Da war auch einiges unterdrückt durch äußere Einflüsse.
Ich hatte in der Schule eine in meiner Klasse, die fast alle Jungen um den Finger wickeln konnte. Und gerade die Begehrten hat sie alle "gekriegt" (wollte aber nur einen, also sie war nicht wahllos). Sie hat denen stets ein gutes Gefühl gegeben, über deren Bemerkungen gelacht, viel gelächelt, am Arm wie zufällig berührt, und ich glaube, bei ihr war das ne natürliche Geste. Ich habe es mir von ihr abgeguckt und später dann auch mal gemacht. Und gemerkt, wie sich der Armmuskel unter dem Pullover anspannte ...
Das gibt dem Mann einfach ein positives Gefühl bis hierher und er - wenn er interessiert ist - macht den nächsten kleinen Schritt, würde ich sagen.

Das Mädchen aus meiner Klasse war nicht sonderlich hübsch, aber sie hatte eine sehr hübsche, ein Jahr jüngere Schwester (dass die hübscher war, wusste sie auch, weil die stets mehr Aufmerksamkeit erregte). Dh. sie musste schon früh was entwickeln, das sie gegen sie bestehen lässt, und das war verführerische Weiblichkeit - leider ohne Selbstwertgefühl, weil sie auch ne ausgemachte Neiderin war und extrem konkurrenzbetont, was andere Frauen anging. Die Schwester dagegen war wesensmäßig ein bisschen wie ein Kerl, weil sie ja auch mit ihrer Schwester klarkommen wollte. Und weil sie sicher auch nicht von anderen angesehen werden wollte wie ein Sahnestückchen. (vielleicht klingelt jetzt was in Deinem Gehirn? Ich meine so in Richtung aufs Äußere reduziert werden und niemand traut Dir was zu oder bzgl. Konkurrenz? Gibt auch Mütter, die mit Töchtern konkurrieren, woraufhin die Töchter die Entwicklung ihrer Weiblichkeit blockieren)

Allgemein würde ich sagen: Erstmal ist es ja hilfreich, alles abzulegen, was sich erhebt über das Weibliche. Es gilt ja bei bestimmten Menschen als schwach, hysterisch, kann nicht rational denken, ist gefühlsduselig ... Frauen werden so von so denkenden Männern gesehen und behandelt und manche Frauen denken genauso. Es werden "Tussis" abgelehnt, "weibliche" Themen wie Make Up usw.. "Ich bin genauso cool wie ein Mann", das ist Bestandteil des Selbst-Aufwertungsgefühls für diese Frauen.
Das muss alles weg aus dem Kopf, denn wenn Du denkst, dass Weiblichsein eigentlich was Unterlegenes ist, willst Du es ja nicht rauskehren, um nicht "unterlegen" usw. zu wirken.
Nun ein Aber: Du kannst damit SPIELEN, WENN Du Dich nicht mehr drüber definierst und es willst. Denn wenn ein Mann sich z.B. toll fühlt, wenn er was für Dich tun kann, weil er dann Dein Held ist, schwingt ja auch immer mit, dass er denkt, er tut Dir einen Gefallen, weil Du jetzt keinen Spaß dran hättest, es selbst zu tun. Das kann aber ne Falle werden, z.B. dass er denkt, Du könntest es wirklich nicht. Also es geht nicht darum, das "kleine Mädchen" zu werden für ihn.

Wie fühlst Du Dich, wenn Du jemanden um was bittest? Ist Dir das unangenehm, fühlst Du Dich in der Bringeschuld, schwach oder so?
 
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  • #48
Deinen Kleidungsstil hast Du ja gefunden, denke ich, also brauchst Du hier eigentlich nichts mehr zu ändern. Was anderes wäre es, wenn Du Angst vor Sexualität hättest und Dich deswegen "verhüllend" kleiden würdest.
Oder, aufs Verhalten bezogen, eben auch deshalb z.B. Weiblichkeit unterdrücken würdest, weil Du damit verbindest, dass die Situation für Dich gefährlich werden kann, wenn Du schon Übergriff(e) erlebt hast.

Außerdem machen Klamotten gar nicht viel bei Männern, glaube ich, was das angeht, was Du suchst. Es geht ja um ein Ansprechen auf einer anderen Ebene als über optische, sex., absichtlich rausgekehrte Reize. Jedenfalls haben mit mir schon Männer geflirtet, da hatte ich Sachen an, die NIEMALS als sexy durchgehen würden.

Vielleicht hat Weiblichkeit beim Flirten immer etwas Manipulatives? Es soll ja in bestimmten Momenten zum Handeln aufgefordert werden, statt selbst zu handeln. Die Frau lockt auf eine Weise, dass der Mann weiß, was sie will, und entscheiden kann, ob er das auch will. Also wenn es zu einer Situation kommt, in der ein Kuss stattfinden könnte und Du das willst: Befass Dich innerlich nicht damit "soll ich, soll er, ich trau mich nicht", sondern habe im Kopf, dass Du es Dir sehr, sehr wünschst und dann sieh ihn an mit diesem Wunsch in Gedanken. Rück vielleicht noch ein Stück näher, wenn gerade nichts passiert, und halte den Blickkontakt. So würde ich das mal versuchen. Also Dich aus Deiner "ich mach alles tough allein"-Rolle zu begeben in die "ich ZEIGE dir, was ich mir gerade wünsche".

Ich habe in jungen Jahren ein paar Bücher zu dem Thema gelesen. In einem stand sowas drin wie "die erotischen Frauen verheißen etwas" (ohne dass sie fest zusagen, es einzulösen). Also nur weil DU Lust auf einen Mann hast und ihn so ansiehst, musst Du das noch lange nicht einlösen, wenn Du selbst denkst, es sei zu früh. Soll heißen: Du kannst das splitten, und das ohne Schüchternheit rüberbringen, dass Du es Dir vorstellen könntest.
Nur zum Verständnis: Ich meine hier nicht, den Mann lasziv anzubaggern und sich mit Kleidung so zu präsentieren, als sei man auf Sex aus, denn sowas kann widersprüchliche Signale senden, die falsch verstanden werden, sondern nicht zurückzuhalten IN GEDANKEN und IM BLICK, wenn man ihn sexuell anziehend findet. Wenn die Spannung zu stark ist, beim Blickkontakt und Du dann die Augen niederschlägst und ihn dann wieder ansiehst, denke ich schon, dass was ankommt. Das ist - zumindest so wie man das allgemein hin kennt - weibliches Verhalten. Und es ist eine Alternative zu "soll ich ihn jetzt küssen, ach, ich trau mich nicht" und "ich mach gar nix, er muss mich küssen", obwohl Du ja wirklich nicht das aktiv tätest in der Situation, was Du haben willst. Du lockst ihn, es zu tun, und gibst ihm dabei das Gefühl, dass er es nicht falsch macht, wenn er sich traut. Das ist dieses Signalesenden. Die natürlich der Mann auch verstehen sollte. Aber einer, der sexuell an Dir interessiert ist, kriegt das schon mit.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #49
Ich muss mal grübeln. Wie habe ich meine Weiblichkeit entdeckt.
Ich musste mir auch gerade überlegen, was wäre für mich ein Ausdruck von Weiblichkeit, was von Männlichkeit.
Und ich finde, @void hat es sehr schön beschrieben, was sich auch mit meiner Einschätzung deckt:
Die Frau lockt auf eine Weise, dass der Mann weiß, was sie will, und entscheiden kann, ob er das auch will.
"lockt" ist vielleicht schon etwas zu viel, ich würde es eher als, sie gibt ihm die Möglichkeit etwas für sie zu tun, was sie selbstverständlich auch selbst tun könnte.
Beispiel: Bei einem Date die Tür aufmachen/aufhalten. Natürlich kannst du das auch selber tun und schnurstracks reinlaufen. Oder du wartest einen Moment, gibst ihm die Möglichkeit, dass er zuerst reingehen kann und dir evtl. die Tür aufhält. Ebenso beim Stuhl/hinsetzen, Aufstehen/Hand reichen etc.
Das wäre schon für mich ein Teil von Weiblichkeit ohne gleich als bedürftiges Mädchen darzustehen. Ebenso kann dann der Mann die Signale aufnehmen und entsprechend männlich reagieren.
Du lockst ihn, es zu tun, und gibst ihm dabei das Gefühl, dass er es nicht falsch macht, wenn er sich traut.
Genau das! :)

Außerdem machen Klamotten gar nicht viel bei Männern, glaube ich, was das angeht, was Du suchst. Es geht ja um ein Ansprechen auf einer anderen Ebene als über optische, sex., absichtlich rausgekehrte Reize.
Da bin ich ein bisschen anderer Meinung. Bei einem Date fände ich es schon schön, wenn die Frau elegant angezogen ist, heißt eher Kleid als Jeans. Also das Optische zählt da schon mit dazu. Wäre für mich auch ein Teil von Weiblichkeit.
Ich als Mann ziehe entsprechend auch Sachen an, die meine Reize (z.B. Muskeln) nicht direkt zeigt, aber erahnen lässt.

m,33
 
  • #50
Wenn Du mal so eine Liste erstellst, findest Du vielleicht auch das Gefühl für Dich?
Danke, ich werde mir Gedanken dazu machen :)

Gibt auch Mütter, die mit Töchtern konkurrieren, woraufhin die Töchter die Entwicklung ihrer Weiblichkeit blockieren)

Wie fühlst Du Dich, wenn Du jemanden um was bittest? Ist Dir das unangenehm, fühlst Du Dich in der Bringeschuld, schwach oder so?
Danke Void für deine ausführliche Antwort. Ich habe in der Tat einen Konkurrenzkampf mit meiner Mutter geführt. Jetzt nicht unbedingt darüber wer hübscher ist oder ähnliches, es war eher, dass ich mich als Kind und Teenager nicht immer sofort um alles gekümmert habe, was sie von mir verlangt hat. Außerdem wollte sie mir ihren Glauben aufzwängen. Ich habe angefangen dagegen zu rebellieren und so hatten wir über Jahre hinweg fast täglich Streit. Außerdem hat sie mich immer lauthals vor meinen Freundinnen verglichen, indem sie immer gesagt hat wie toll geschminkt und hübsch zurecht gemacht sie aussehen und ich im Vergleich dazu ein Penner wäre. Sie wollte auch nicht, dass ich die berufliche Richtung einschlage, für die ich mich entschieden habe. Ich mag meinen Job und bin froh auch in diesem Punkt gegen meine Mutter rebelliert und mein Ding durchgezogen zu haben. Ich habe das auch alles bereits aufgearbeitet und weiß, das vieles auch aus einem Mangel bei ihr entstanden ist (natürlich hatten meine Rebellionen zu einem gewissen Teil auch dazu beigetragen). Aber ich denke diese Zeit hat mich sehr geprägt, vor allem darin mich "richtig weiblich" zu entwickeln.

Jemanden um etwas zu bitten ist mir tatsächlich sehr lange unangenhem gewesen, selbst bei Klienigkeiten. Ich habe meistens alles allein versucht zu schaffen. Mittlerweile kommt es stark darauf an, wen ich bitte und um was es geht. Große Sachen sind immer noch schwierig für mich, aber um kleinere kann ich aktuell sehr gut bitten ohne schlechtes Gewissen.

Insgesamt denke ich das sind wirklich ein paar Themen, an denen ich noch Arbeitsbedarf habe. Danke für die Hilfe!
 
  • #51
was wäre für mich ein Ausdruck von Weiblichkei
Ich würde bei mir selbst anfangen - das Andere ist, wie lasse ich Mann den Raum.

Ich habe gelernt, mich zu mögen und meinen Körper. Nicht zu groß, zu dick, etwas Unpassend... Wir Frauen sind mit uns selbst gnadenlos. Ich mag mich, meinen Gesicht, meine Brüsten, meinen Hintern.
Ich glaube, wir Frauen müssen lernen, uns selbst zu loben.
Ich bin nicht der Typ für Kleidchen und Pumps, etc. Aber als sportlich schlanke Frau der Typ für lange, schlichte Kleider - oder figurbetonte enge Jeans, und trotz Größe mit entsprechendem Absatz. Dann komme ich auf 1.80m.
Da zweifelt niemand, ob Frau. Unauffällig bin ich dann nicht mehr - Lächeln im Gesicht - da kommt eine Frau, niemand zweifelt.
Zebra, Du beschreibst Dich ähnlich, Du bist noch etwas größer. Mach was aus dem Typ der Du bist.

Und im Außen, gib dem Mann den Raum Mann zu sein. Nimm Komplimente an, freue Dich, wenn er Dich einlädt - oder lass Dir mal helfen.

Ich kann vieles selbst im Haus erledigen, und freue mich trotzdem, wenn mein Partner mit Werkzeug ankommt, und was richtet. Er weiß, dass ich es kann, und er weiß, dass ich mich freue, wenn ich nicht muss.

Ich finde, der Punkt die persönliche Weiblichkeit zu erkennen, liegt nur daran, ich selbst zu mögen wie man ist, und sich selbst als Frau zu definieren.

Und manche bissigen Kommentare anderer Frauen - die eben anders weiblich sind - zu ignorieren.

Bei Männern ist es, denke ich, selbstverständlicher - manche zweifeln zwar auch, aber nicht in diesem Maße. Da ist Mann Mann, ob Macho oder eher der weichere Typ.

W, 51

W
 
  • #52
Da bin ich ein bisschen anderer Meinung. Bei einem Date fände ich es schon schön, wenn die Frau elegant angezogen ist, heißt eher Kleid als Jeans.
Da stimme ich Dir zu. Ein Kleid ist auf jeden Fall ein weiblicheres Kleidungsstück als eine Jeans. Und man sollte sich schon in Schale werfen bei einem Date, weil sich natürlich sonst der andere fragt, warum man sich keine Mühe gibt.
Ich meinte eigentlich das Phänomen, dass Männer z.B. mit mir flirteten, wenn ich in meiner dunklen Regenjacke bin, die gar keine Figur zeigt. Neulich habe ich im Garten Laub zusammengetragen und hatte einen Männerpullover an, die Haare ungekämmt hochgefasst und barfuß in Badelatschen. Es war wohl die Situation, also wie wir miteinander geredet hatten und was ich tat (einmal vom Fahrradschloss schließen wieder hochkommen und dabei Haare zurückwerfen, einmal am Gartenzaun gutgelaunt kurz plaudern).

So würde ich definitiv nicht zu einem Date gehen, und ich hätte aber nie damit gerechnet, angeflirtet zu weden. In der Jacke ist mir das schon mal passiert mit völlig nassen Haaren, und der Mann war, wie auch der am Gartenzaun, ein jüngerer, wirklich heißer Feger.

Ich vermute, es liegt dann an der entspannten Ausstrahlung und dass man über was anderes als die optische Erkenntnis "dieser Mensch ist attraktiv" sozusagen aktiviert wird.

Es ist schwer zu beschreiben.
Sobald man sich schick gemacht hat, sieht man vielleicht schon nicht mehr so entspannt aus (ich bin es ja dann trotzdem noch, aber es sieht so aus, als sei es Absicht, anderen zu gefallen. Die Absicht ist erkennbar und der andere fängt an, optisch abzuchecken und attraktiv zu finden (oder eben nicht)).

Ich glaube, das funktioniert bei mir auch. Ein Mann in Alltagsklamotten und fröhlich drauf, wirkt auf mich anders (nicht besser oder schlechter), als wenn er sich angezogen hat, offensichtlich, um ner Frau zu gefallen, und entsprechend schick aussieht, von seiner Figur zeigt usw.. Da sehe ich ihn mir "von außen" an und mache mir ein Bild von der Attraktivität. In der anderen Szene erwischt es mich eher "von hinten durch die Küche". Ich kann mich nicht vorher fragen, ob ich ihn sexy finde, das passiert unbewusst. Beim Sehen, dass er seine Vorzüge zeigt, passiert es bewusst.

Was ich eigentlich sagen wollte ist: Wenn man gerade nicht top gekleidet ist, weil man mit einem Flirt gar nicht rechnete, sollte das trotzdem keine Barriere sein, wenn man angeflirtet wird. Also nicht denken "ich seh heute ungestylt aus und mich KANN gar keiner sexy finden, also verkrieche ich mich innerlich".

Die Beispiele mit dem kurz warten wegen der Tür und so weiter, sind super. Das kann man ganz subtil machen.
 
  • #53
Außerdem hat sie mich immer lauthals vor meinen Freundinnen verglichen, indem sie immer gesagt hat wie toll geschminkt und hübsch zurecht gemacht sie aussehen und ich im Vergleich dazu ein Penner wäre.
Boah, das ist hart. Und ich finde, hier liegt ja schon mal ein möglicher Grund vor. Ich habe auch Vergleiche gehört, da ging es aber um was anderes, und ich habe auch dagegen rebelliert und es nicht gemacht. Weil ich die Nicht-Anerkennung meiner Person gemerkt habe. In dem Moment fand mein Vater die "fleißigeren Kinder" ja besser als mich, denn ich schnitt ja schlechter ab in seinen Augen. Und das erzeugte Widerstand. Weil ich nicht dafür arbeiten wollte, dass er mich liebt hat, denke ich mal. Oder weil ich es illoyal von ihm fand. Und vielleicht, weil es auch total verletzend ist, was rüberkommt (wollte lieber ein Kind wie das andere). Aber da war sowieso schon der Grundstein gelegt dafür, dass so eine Sache Widerstand erzeugt. Die ganze Zeit über war ich "nicht richtig", wie ich war, immer gab es was zu krisieren und was gut gefunden wurde nie. Ich denke mal, er würde sagen, dass das ja selbstverständlich ist, dass auch mal was gut gefunden wird, und man das nicht erst sagen müsste. Aber diesbezüglich wurde eben NIE was gesagt, das andere allerdings ausgiebig. Und es stimmt auch nicht, dass hier so eine relaxte Haltung da wäre, denn solche Leute beißen sich lieber auf die Zunge, als dass sie sagen, was sie positiv finden.

Es ist ja nicht Liebe, sondern "Bewertung", was man da von den Eltern hört. Und Nicht-Erkennen, wie das eigene Kind ist, und es in eine Richtung drängen zu wollen.
Es soll motivieren (ja, soll es echt), aber es heißt ja "mach dich mehr so, dass ich dich richtig finden kann", und das, wo schon vorher dauernd rumgemäkelt wurde und man das GEfühl vermittelt bekam, "falsch" zu sein, nicht angenommen zu werden, wie man ist.

Heute machst Du es ja nicht mehr, um Deiner Mutter zu gefallen, wenn Du Deine Weiblichkeit zelebrieren würdest (bei der es ja vielleicht überhaupt nicht ums Schminken geht). Und sie ist auch nicht mehr als wegbeißende Konkurrentin in Deinem Umfeld (deswegen könnte es ja sein, dass Du die "weiblichen Themen" erst gar nicht angegangen bist bei Deiner Entwicklung) und auch nicht als Kritiküberin, wie Du Dich zurechtgemacht hast oder nicht, weil sie ihren Anteil ja gar nicht sieht, WARUM Du Dich nicht weiblicher fühlst.

Du bist frei zu tun, was Du willst, was das alles angeht. Kein Bewerter mehr da, niemand, der Dich vor anderen vergleicht und Dich gleichmachen will mit Leuten, die gar nicht wie Du sind.
 
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  • #54
Es geht um das Thema, dass Du vielleicht falsche Glaubenssätze und damit verbundene Verhaltensweisen aus Deiner Kindheit gespeichert hast. Vermutlich hast Du als Kind kaum Wrtschätzung und musstest um die Liebe und Aufmerksamkeit der Eltern unbewusst kämpfen. Also ziehst Du Männer an die wie sie eigentlich nicht wirklich offen zu Dir sind. Du merkst das gar nicht da Du es nicht anders kennst.
So was kann man durchbrechen...
 
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  • #55
Ich vermute, es liegt dann an der entspannten Ausstrahlung und dass man über was anderes als die optische Erkenntnis "dieser Mensch ist attraktiv" sozusagen aktiviert wird.

Es ist schwer zu beschreiben.
Sobald man sich schick gemacht hat, sieht man vielleicht schon nicht mehr so entspannt aus (ich bin es ja dann trotzdem noch, aber es sieht so aus, als sei es Absicht, anderen zu gefallen. Die Absicht ist erkennbar und der andere fängt an, optisch abzuchecken und attraktiv zu finden (oder eben nicht)).
Ich habe eine Idee, was du meinst :)
Ich muss Zebra recht geben, deine posts zu lesen ist immer interessant. Du kannst Gegebenheiten gut in Worte verpacken ;)

Aber wenn ich es richtig verstanden habe, muss man selber "offen" dafür sein. So in der Art:
Man ist selber Burgherr und hat die Tore offen mit einem "Herzlich Willkommen"-Schild oder eben geschlossen mit einer misstrauischen Wache davor, die den "Eindringling" erstmal durchcheckt. Der erste Besucher wird gerne eintreten, der zweite überlegen, ob er nicht direkt umkehrt.

Mittlerweile kommt es stark darauf an, wen ich bitte und um was es geht. Große Sachen sind immer noch schwierig für mich, aber um kleinere kann ich aktuell sehr gut bitten ohne schlechtes Gewissen.
Klingt so ein bisschen danach... du hast innerlich eine "Mauer" aufgebaut, um nicht verletzbar zu sein?
 
  • #56
Es geht um das Thema, dass Du vielleicht falsche Glaubenssätze und damit verbundene Verhaltensweisen aus Deiner Kindheit gespeichert hast. Vermutlich hast Du als Kind kaum Wrtschätzung und musstest um die Liebe und Aufmerksamkeit der Eltern unbewusst kämpfen. Also ziehst Du Männer an die wie sie eigentlich nicht wirklich offen zu Dir sind. Du merkst das gar nicht da Du es nicht anders kennst.
So was kann man durchbrechen...
Die Idee hatte ich am Anfang eingebracht. @Zebra05 hatte damit gekontert, dass sie ihre Männer nicht nach einem bestimmten Muster aussucht sondern immer sehr unterschiedliche Typen kennenlernt.

Falsche Glaubenssätze würden aber mit so einem Muster korrelieren aber vielleicht ist das Muster nur sehr schwer zu erkennen.

Immer wieder Männer die nicht wollen und daher erst überzeugt werden müssen was dann scheitert.

Es gibt garantiert Männer die sich für sie interessieren aber von ihr abgelehnt werden. Vielleicht eher weibliche Männer die die eher männlichen Eigenheiten der FS ergänzen und mit ihr nicht konkurrieren, so wie der Letzte der sein Studium mit einem Bachelor abgeschlossen hatte während die FS in einem ähnlichen Fach per Master schon einmal eine gewisse Überlegenheit demonstrierte.

Eher zu Dominanz neigende Männer turnt so ein "Ungleichgewicht" ab. Sie fühlen sich dann zu sehr unterlegen. Andere Männer sind der FS dagegen vielleicht zu undynamisch o.ä. weil sie eigentlich auch einen "überlegenen" Beschützer haben möchte.

Deswegen haben es viele große Frauen auch schwerer als kleine Frauen.
 
  • #57
Deswegen haben es viele große Frauen auch schwerer als kleine Frauen.
Ich weiß nicht. Zwar hatte ich nach meinen persönlichen Erfahrungen früher (!) auch häufiger diesen Eindruck. Heute beobachte ich etwas anderes, und ich weiß von einigen Foristinnen hier um die 1,80 cm (mit und ohne Absatz), dass sie schon sehr glückliche Beziehungen haben/hatten.

Wenn ein Mann sich unbedingt überlegen fühlen will und dieses Gefühl nur mit einer wesentlich kleineren Frau erreichen kann (Stichwort Beschützerinstinkt) - dann ist er doch eher möchtegern-dominant.
 
  • #58
Ich weiß nicht. Zwar hatte ich nach meinen persönlichen Erfahrungen früher (!) auch häufiger diesen Eindruck. Heute beobachte ich etwas anderes, und ich weiß von einigen Foristinnen hier um die 1,80 cm (mit und ohne Absatz), dass sie schon sehr glückliche Beziehungen haben/hatten.

Wenn ein Mann sich unbedingt überlegen fühlen will und dieses Gefühl nur mit einer wesentlich kleineren Frau erreichen kann (Stichwort Beschützerinstinkt) - dann ist er doch eher möchtegern-dominant.
Jein denn auch beim Mann geht es um die berühmten Glaubenssätze. Es geht um das männliche Rollenmodell und darum was ihm als Kleinkind vermittelt wurde z.B. "Indianer weinen nicht"

Ist man(n) oder Frau sich der inneren Glaubenssätze bewusst kann er versuchen mit ihnen bewusst umzugehen. Wenn nicht dann nicht. Das hat nichts mit Möchtegern zu tun.

So wie über 50 % der Frauen einen Versorger/Beschützer für ihre künftige Familiengründung suchen (selbst wenn sie offiziell vor sich her tragen "ich will keine Kinder"), suchen über 50 % der Männer als Egopush Frauen die sie bewundern und auf keinen Fall auf sie herab schauen (z.B. als Master auf den Bachelor oder mit 175 cm mit Absatzschuhen auf 175 cm ohne Absätze).

Der physische Größenunterschied wird übrigens dramaturgisch interessant im Film Tennet gebrochen. Die "beschützenswerte" Heldin schaut gefühlt zwei Köpfe auf den Protagonisten (so wird der Held genannt) herab und erledigt am Ende einen wichtigen schmutzigen Part selbst.

Ich breche z.B. diesen Rollenbild auch in dem ich keinen PKW besitze und stattdessen gelegentlich Car Sharing Kleinwagen fahre.

Frauen die mich zuvor wegen meiner körperlichen Erscheinung und meines Auftretens merklich als attraktiv einstufen und flirten wollen beenden das Flirten sobald sie von meiner Autolosigkeit erfahren.

Ein möglichst fettes Auto ist egal wieviel Liquidität dahinter steckt ein typisches Attribut für Männlichkeit. Das sehen selbstverständlich nicht alle aber doch viele Frauen so.

Deswegen sollte man(n) sich jedoch nicht grähmen sondern es einfach wie ein Mann nehmen ;)
 
  • #59
Frauen die mich zuvor wegen meiner körperlichen Erscheinung und meines Auftretens merklich als attraktiv einstufen und flirten wollen beenden das Flirten sobald sie von meiner Autolosigkeit erfahren.
Ernsthaft? Ich bin wahrscheinlich aus einer anderen Gruppe. Als ehemalige Biologiestudentin war "kein Auto" für mich und meine Freundinnen eigentlich eher immer was positives :D Ist es noch. Mein Freund hat kein Auto und ich find das super. Wenn ich so drüber nachdenke, hatte ich noch nie einen Freund mit Auto... . Ich fand Männer mit dicken Autos immer eher suspekt, dass einem sowas so wichtig sein kann; genau wie teure Uhren oder andere Statussymbole. Aber kann schon sein, dass viele Frauen auf sowas achten oder auf das Geld, was der Mann besitzt. Mir ist da eher wichtiger, dass ich selbst nen guten Job hab und mich selbst versorgen kann.
Zum kleine-große Frauen-Problem: Ich kenne schon mehr Männer, die kleine süße zierliche Frauen mögen, als sehr große, oder zumindest größere als sie selbst. Sicher hat das auch instinktive Gründe. Ich selbst wollte gern früher immer kleiner und zierlicher sein, aber dafür wird meine eine Freundin aufgrund ihrer Größe leider oft nicht so ernst genommen, leider. Alles hat eben Vor- und Nachteile :)

Ich möchte hier auch nochmal sagen, dass ich die Texte von @void immer super und sehr durchdacht finde und sie gern lese.
 
  • #60
Ich finde, der Punkt die persönliche Weiblichkeit zu erkennen, liegt nur daran, ich selbst zu mögen wie man ist, und sich selbst als Frau zu definieren.
Danke :)

Es geht um das Thema, dass Du vielleicht falsche Glaubenssätze und damit verbundene Verhaltensweisen aus Deiner Kindheit gespeichert hast. Vermutlich hast Du als Kind kaum Wrtschätzung und musstest um die Liebe und Aufmerksamkeit der Eltern unbewusst kämpfen. Also ziehst Du Männer an die wie sie eigentlich nicht wirklich offen zu Dir sind. Du merkst das gar nicht da Du es nicht anders kennst.
So was kann man durchbrechen...
Ja falsche Glaubenssätze hatte ich einige, die habe in in meiner Therapie erkannt und bearbeitet. Aber vielleicht sollte ich da noch etwas nacharbeiten.

Klingt so ein bisschen danach... du hast innerlich eine "Mauer" aufgebaut, um nicht verletzbar zu sein?
Hm...gut möglich. Ist auf jeden Fall ein Punkt, den ich mal mitnehmen. Danke :)

@Zebra05 hatte damit gekontert, dass sie ihre Männer nicht nach einem bestimmten Muster aussucht sondern immer sehr unterschiedliche Typen kennenlernt.
Um hier noch etwas Klarheit zu schaffen: Also die Männer, die ich gedatet habe waren wirklich unterschiedlich.
Optisch: Sowohl größer als ich, als auch kleiner als auch ungefähr gleichgroß. Blond und dunkelhaarige waren dabei. Einige mit toller Haarpracht, andere mit schüttem Haar, einer auch mal mit Glatze. Alle möglichen Augenfarben. Manche groß und schlank, andere trainierter und auch der ein oder andere "Teddy"-Typ war dabei.
Charakterlich: Von eher "männlichen" Macho ähnlichen Typen, über "den netten Kerl" alles dabei. Vom Typen mit großer Klappe bis zum eher ruhigeren und ausgeglichenen. Die einen Herren haben viele Interessen etc. mit mir geteilt, die anderen weniger. Manche fand ich attraktiv und andere dann nicht so (mit denen gab es dann natürlich auch nur ein oder höchstens zwei dates). Also ich glaube hier liegt wirklich nicht das Problem ;) Optisch wäre mein Typ Herren die in Richtung Hugh Jackman gehen, aber im Endeffekt ist mir das Charakterliche wichtiger, da kann der Herr dann auch von mir aus blond oder rothaarig sein...
 
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