• #1

Warum suchen Männer so schnell wieder?

Liebe Community,

Ich bin online schon mehreren Männern begegnet, die gerade erst frisch getrennt sind, gerade ausgezogen (das Schärfste war : Ich bin heute umgezogen, aus der Wohnung meiner Exfreundin) und dann aber beteuern, dass sie eine ernsthafte Beziehung wünschen.
Das ist nicht verwerflich, dennoch verstehe ich es nicht ganz. Wieso lässt man sich selbst keine Zeit, zu verarbeiten und im Leben ohne die Expartnerin anzukommen?
Gibt es dafür gute Gründe?
 
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  • #2
Wieso?
Wenn diese Männer sich eigentlich schon lange trennen wollten, es danach einfach nur noch eine Erleichterung war.
Habe ich auch schon erlebt.

Da gab es einfach nix mehr zu "verarbeiten".

Allerdings habe ich danach erstmal eine gewisse Zeit lang das Singleleben genossen, was allerdings meist daduch beendet wurde, dass die dann von mir eingefädelten Dates sich (indirekt) ohne Ziel einer Beziehung meist nicht auf viel Weiteres eingelassen haben, und
ich einfach auch den Wunsch nach einer festen Partnerin hatte, weil ich mit wechselnden Partnerinnen im Intimleben keine großen Spaß hatte.
 
  • #3
Es kann gut sein, dass der, der das Geschehen verlässt, schon lange fertig ist mit der Geschichte. Mir ging das früher auch so. Wenn ich ging war ich völlig abgenabelt. Dann war es vorbei und fertig. Der Verlassene ist der, der leidet. Nicht der, der geht.
 
  • #4
Liebe Community,

Ich bin online schon mehreren Männern begegnet, die gerade erst frisch getrennt sind, gerade ausgezogen (das schärfste war : Ich bin heute umgezogen, aus der Wohnung meiner Exfreundin) und dann aber beteuern, dass sie eine ernsthafte Beziehung wünschen.
Das ist nicht verwerflich, dennoch verstehe ich es nicht ganz. Wieso lässt man sich selbst keine Zeit, zu verarbeiten und im Leben ohne die Expartnerin anzukommen?
Gibt es dafür gute Gründe?

Weil es schön sein kann, mit einer Frau zusammen zu sein.

Ich habe mich z.B. nicht von meiner Exfau getrennt, um über meine Exbeziehung oder andere Dinge zu meditieren, sondern um jemanden anders kennenlernen zu können ohne fremdzugehen. Worauf sollte ich also nach der Trennung warten?
 
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  • #5
Es gibt auch Männer die können einfach nicht "ohne".
Mein Ex hatte 6 Tage nachdem ich mit ihm Schluss gemacht hatte eine neue Freundin. Er hat sich quasi auf dem Weg zu seinen Eltern schon diverse Datingapps runtergeladen.
Als er dann 4 Tage nach Beziehungsende seine Sachen holte, meinte er auch schon "er könnte ohne Beziehung nicht existieren", "egal was passiert wäre, er hätte nie Schluss gemacht" und seine neue Freundin ist - genau wie ich damals - einfach nur die erstbeste die ihn wollte..
Sie hat er am selben Abend gedatet und 3 Wochen später war schon der erste Pärchenurlaub. Es geht ihm dabei weder um sie, genauso wenig wie es ihm um mich ging. Er will nur den Komfort und die Sicherheit einer Beziehung und passt sich den Frauen immer an wie ein Chamäläon. Mit der Freundin werden jedes mal Optik, Hobbies und Musikgeschmack geändert. Dass er sehr gut aussieht und mit Mitte 30 kinderlos ist, hat ihm natürlich in die Karten gespielt. Mich wundert es ja, dass seine jetzige Freundin - 1,5 Jahre später - noch nicht schwanger ist.
 
  • #6
Die allermeisten Menschen können nicht alleine sein, können nicht alleine leben, können sich selbst nicht ertragen über längere Zeit. Übrigens machen das Frauen genauso wie Männer, deshalb am liebsten und am einfachsten warm wechseln, von einem warmen Bett ins nächste warme Bett und glauben, so die Exbeziehung optimal zu beenden und so zu vergessen und glauben, dass die Exprobleme so bewältigt und so verarbeitet zu haben. Ich würde mit einem solchen Menschen niemals in eine Beziehung gehen, ich bin der Meinung, wenn eine Beziehung zu Ende ist, sollte derjenige erstmal 6 bis 12 Monate alleine bleiben und alleine leben und zeigen, dass er wirklich auch mit sich selber alleine klar kommt und wirklich alleine leben kann, alles andere ist für mich Murks und Schuhflickerei auf Kosten eines anderen Menschen, der dies kompensieren sollte, er würde genau dafür benutzt werden und das ist nicht fair, nach einem Beziehungsende sollte derjenige erstmal reflektieren, was und warum was schief lief, was er nicht mehr möchte und was er wirklich möchte!
 
  • #7
Allerdings habe ich danach erstmal eine gewisse Zeit lang das Singleleben genossen, was allerdings meist daduch beendet wurde, dass die dann von mir eingefädelten Dates sich (indirekt) ohne Ziel einer Beziehung meist nicht auf viel Weiteres eingelassen haben, und
ich einfach auch den Wunsch nach einer festen Partnerin hatte, weil ich mit wechselnden Partnerinnen im Intimleben keine großen Spaß hatte.

Ja genauso sieht das Genießen des Single-Lebens aus wenn man(n) selbst eher ein Beziehungsmensch und kein Beziehungsvermeider ist. Ein unfreiwilliger Ungenuss.

Und wenn z.B. kein Sex ein fester integraler Bestandteil der Endphase der Exbeziehung war und einen das gestört hat macht es keinen Sinn weiterhin keinen Sex aber diesmal als Single zu haben.

Ok mit den richtigen Tricks und Kniffen bekommt man(n) auch häufigen Sex ohne Beziehung hin. Darüber schreiben dann enttäuschte Frauen hier oder man(n) bezahlt. Beides gefällt nicht jederman(n).

Allerdings jetzt bitte keinen Vorwurf, ich reduziere Beziehung auf Sex ;)

Zu @INSPIRATIONMASTER Beitrag, er sieht wieder primär eine negative Motivation.
 
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  • #8
Weil viele Männer einfach nicht allein sein können. Ich bin damals ausgezogen und er hatte 3 Wochen später schon eine neue. Einige Wochen später ist sie eingezogen. Da waren noch nicht mal meine ganzen Sachen abgeholt. 2 Wochen vorher erzählt er noch unserer Tochter, dass seine Freundin niemals bei ihm einziehen würde. Soviel dazu....
Seine Freundin hat den selben Part eingenommen wie ich damals: Waschen, putzen, bügeln und sich ums Haus kümmern. Sie kriegt dieselben Vorwürfe wie ich gemacht und muss seine Wutanfälle ertragen.
Ich denke, dass Frauen einfach besser allein sein können, um vorherige Beziehungen zu reflektieren. Mein Freund wohnt 500 km von mir entfernt und leidet heimlich leise und still unter seiner Einsamkeit, wenn ich nicht da bin. Ich hingegen mache Sport, genieße die Ruhe und beschäftige mich. Mir würde nie einfallen, mich wegen meiner Fernbeziehung zu bemitleiden. Da hab ich Besseres vor.
 
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  • #9
Zu @INSPIRATIONMASTER Beitrag, er sieht wieder primär eine negative Motivation.
Für einige Menschen ist die Realität eine negative Motivation, sie möchten viel lieber nur mit Schönredereien konfrontiert werden, und oder bzw. die Wirkung der Probleme unter den Teppich kehren, da sie meist unfähig bzw. kein Interesse haben, die Ursachen von Problemen anzugehen, um die Lage und die Situation zu verbessern!
 
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  • #10
Ich glaube da sind viele Antworten möglich. Wer einen langen Trennungsprozess hinter sich hat und dann geht...warum soll der zuerst monatelang alleine sein? Wenn zufällig der Richtige kommt...
Und es gibt Menschen, die können in der Tat nicht alleine sein.
Jede Wette, jeder Mann würde eine andere Begründung angeben, würde man sie fragen. Schlussendlich muss es jeder für sich selbst wissen.

Und Frauen sind nicht besser...by the way!!
 
  • #11
Weil viele Männer einfach nicht allein sein können. Ich bin damals ausgezogen und er hatte 3 Wochen später schon eine neue. Einige Wochen später ist sie eingezogen. Da waren noch nicht mal meine ganzen Sachen abgeholt. 2 Wochen vorher erzählt er noch unserer Tochter, dass seine Freundin niemals bei ihm einziehen würde. Soviel dazu....
Seine Freundin hat den selben Part eingenommen wie ich damals: Waschen, putzen, bügeln und sich ums Haus kümmern. Sie kriegt dieselben Vorwürfe wie ich gemacht und muss seine Wutanfälle ertragen.
Ich denke, dass Frauen einfach besser allein sein können, um vorherige Beziehungen zu reflektieren. Mein Freund wohnt 500 km von mir entfernt und leidet heimlich leise und still unter seiner Einsamkeit, wenn ich nicht da bin. Ich hingegen mache Sport, genieße die Ruhe und beschäftige mich. Mir würde nie einfallen, mich wegen meiner Fernbeziehung zu bemitleiden. Da hab ich Besseres vor.

Ja Fernbeziehungen sind ideal für Menschen, die viel Raum für sich brauchen und weniger mit gemeinsamen Aktivitäten anfangen können, aber auch für Menschen, die Parallelbeziehungen mögen.

Solche Paarungen sind nicht selten, wobei der, der viel Zeit für sich braucht, regelmäßig nicht über das Hobby seines Partners informiert ist.

Gefällt mir beides nicht, daher wäre eine Fernbeziehung nichts für mich.

Ich selbst hatte erst die Idee, mit einer neuen Partnerin schnell zusammen zu ziehen. Jetzt fühle ich mich in einer LAT sehr wohl. Auch wegen dem Corona Homeoffice. Allerdings ist das keine Fernbeziehung.

Wenn jemand an einer distanzierteren Beziehung leidet, würde ich ihm eine Trennung empfehlen.

Ebenso halte ich es für richtig, sich dann eine Partnerin zu suchen, wenn man danach das Bedürfnis hat und sich nicht selbst zu Auszeiten zu zwingen.
 
  • #12
Für einige Menschen ist die Realität eine negative Motivation, sie möchten viel lieber nur mit Schönredereien konfrontiert werden, und oder bzw. die Wirkung der Probleme unter den Teppich kehren, da sie meist unfähig bzw. kein Interesse haben, die Ursachen von Problemen anzugehen, um die Lage und die Situation zu verbessern!

Und von manchen Situationen hat auch ein Inspirationmaster einfach keine Ahnung. Mir hat nach Ende der Ehe nichts gefehlt. Was aufzuarbeiten war, habe ich schon während der Ehe erledigt. Mir ging es einfach nur gut, nachdem ich endlich endgültig die Reißleine gezogen hatte. Meine Depression war fast schlagartig weg.

Ich war darauf vorbereitet, allein zu bleiben. Da ich im Grunde auch vorher schon gefühlt mehr oder weniger Single war (nur ohne Ausschau halten nach vielleicht passenden Männern), änderte sich da nicht so sehr viel. Und so war ich dann eben nicht sehr lang wirklich echter Single ...

Deshalb sehe ich die häufigen Predigten "bleib erstmal allein und verarbeite und reflektiere" auch als nicht so unbedingt und immer richtig an. Und ja, wer sich selbst trennt, der weiß (hoffentlich) schon, dass und warum er das "alte" nicht mehr will und hat im Grunde abgeschlossen. Wer dann allein bleiben und sein Single-Leben genießen möchte, der tut das. Und wer wieder einen Partner möchte, der sucht eben ...
 
  • #13
Viele Männer haben einen starken Sexualtrieb. Und in einer Beziehung - in welcher Form auch immer - ist die Chance hoch, dass er regelmäßig befriedigt wird.
Wieso lässt man sich selbst keine Zeit, zu verarbeiten und im Leben ohne die Expartnerin anzukommen?
Nicht nötig - es geht um Sex.

ErwinM, 51
 
  • #14
Erstmal denke ich, dass viele Leute, die sich trennen, gar nicht denken: Jetzt MUSS ich allein bleiben und was verarbeiten.
Sie fühlen sich ja nicht so und merken nicht, dass irgendwas zu verarbeiten wäre. Das kommt dann in der neuen Beziehung, dass sie merken, dass sie sich gar nicht drauf einlassen wollen oder die Ex eben doch sehr vermissen und die neue Frau einfach nicht die Ex ist.

Dann würde ich sagen, empfinden manche, die verlassen wurden, das als Schmach, und sind vielleicht drauf aus, diesen Zustand möglichst schnell wieder zu beenden durch einen neuen Erfolg.
Vielleicht ist es mitunter auch nur die Gewöhnung, dass da "irgendjemand ist". Partner/in man als Mensch mit Erfolg im Leben vielleicht auch einfach.

Ein Mann sagte mal: "Jetzt habe ich einen Job, eine Wohnung und ein Auto, jetzt brauche ich nur noch eine Freundin". Und dann grub er alles, was unverpartnert war, an, ob es nicht seine Freundin werden will. Also NULL "was passt zu mir".

Ich würde auch sagen, wenn einer sich gar nicht groß in einer Beziehung engagiert hat, er die Beziehung gar nicht so im Mittelpunkt ihres Lebens sieht. So würde ich es eher Männer als Frauen zuordnen, und dann sind Partner auch eher Randerscheinungen und mehr oder weniger beliebig.
Eine Frau setzt mE eine Beziehung eher hoch oben auf die Liste er Dinge, bei denen sie sich richtig reinkniet. Bei Männern scheint mir das öfter zu sein, dass die zwar UNBEDINGT eine Beziehung haben wollen, aber eher meinen, das liefe von allein. Also kein Engagement groß, sondern eher wie Wellness-Objekt, das von allein das Leben schöner machen soll.

Ja, und eventuell kommt nach einer Trennung doch hoch, dass man sich noch nach der Ex sehnt, weil man gar nicht wusste, was man an ihr hatte. Also verartbeitet wird dann doch, und es wird klar, dass man eben nicht unbelastet und frei in eine neue Beziehung ging.

Die Frage ist, ob das so verwerflich ist, die alte Beziehung in einer neuen zu verarbeiten. Bei manchen neuen Paaren geht das ja auch gut, dass sie schnell wieder in eine neue Beziehung kommen und dann auch nicht unglücklich sind oder den anderen unglücklich machen.
Auf jeden Fall denke ich, dass solche Reste der Exbeziehung die neue Beziehung aber kaputtmachen können, wenn man am neuen Partner auslässt, was der alte "einem angetan hat".
Naja, und wenn man selbst der neue Partner ist, muss man ja auch drauf achten, was abgeht. Selbst wenn der andere lange Zeit Single war nach seiner Bez., muss das ja noch lange nicht heißen, dass er was verarbeitet hat.

Ich glaube auch, man KANN gar nicht alles allein verarbeiten. Die Nagelprobe wird immer kommen in einer neuen Bez.. Das Gefühl ist ja oft nicht so schnell wie eine Kopferkenntnis. Deswegen denke ich, dass man, obwohl man es gar nicht will, trotzdem noch nach alten Muster reagieren kann in einer neuen Bez.. Das Wichtige ist dann, es zu erkennen und schnellstmöglich abzustellen.
Theorie und dann Anwendung in der Praxis der Verarbeitungserkenntnisse.
 
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  • #15
Setz das doch mal anders um. Du ziehst an dem Tag aus und am selbigen Tag datest Du einen Mann den Du schon als evtl. neuen Partner siehst. Menschen mit genügen Verstand sortieren sich erst mal und lassen diesen endgültigen Schlussstrich auf sich wirken. So erbärmlich emotional kalt kann man nicht sein. Wer so etwas durchzieht kann sein Gegenüber nicht ernst nehmen.
 
  • #16
...dennoch verstehe ich es nicht ganz. Wieso lässt man sich selbst keine Zeit, zu verarbeiten und im Leben ohne die Expartnerin anzukommen? Gibt es dafür gute Gründe?

"Neues" ist halt auch eine Form der "Verarbeitung", um im Leben ohne die Ex "anzukommen" bzw. schneller über einen Verlust oder Scheitern hinwegzukommen.

"Lernen" kann man grob gesagt eben auf 2 Arten.
a) Wer hinfällt, kann z.b. erst einmal liegen bleiben und die möglichen Ursachen hinterfragen, um dann etwaige Änderungen für sich und seine Einstellungen zu überlegen, um künftig möglichst erfolgreicher zu sein. (quasi: "Learning durch Nachdenken")
b) Andere versuchen hingegen schneller aufzustehen und lernen eher durch praktische Erfahrungen, indem sie neue Versuche starten und eher aus dem Bauch heraus Änderungen versuchen, um dann zu gucken, ob man damit vielleicht erfolgreicher ist (quasi: "Learning by Doing").

Jeder hat da halt so seine Lebensstrategien und jeder Weg hat seine Vor- und Nachteile.
 
  • #17
Und so war ich dann eben nicht sehr lang wirklich echter Single ...
Es geht um was ganz anderes, Menschen suchen immer Ausreden für sich selbst und gehen immer den einfachsten Weg, es geht darum, dass du für dich dein Leben erst einmal alleine in einer Wohnung auf die Reihe bringst und zwar über längere Zeit und nicht gleich von einem warmen Bett ins nächste warme Bett wechselst, ich weiß schon genau, was ich sage und warum ich es sage!
 
  • #18
Ich sehe es genauso wie der INSPIRATIONMASTER. Meiner Meinung nach sollte eine Beziehung doch was ganz Besonderes sein. Da frage ich mich, wie eine Beziehung was Besonderes sein kann, wenn man nicht eine Weile alleine sein kann.
Allerdings jetzt bitte keinen Vorwurf, ich reduziere Beziehung auf Sex ;)
Ich mache damit auch niemandem einen Vorwurf der so leben will. Natürlich gehört Sex auch dazu, keine Frage. Das ist aber nicht alles. Ich persönlich würde niemals Sex mit einer Frau haben, die ich nicht liebe.
 
  • #19
Ich reduziere die Beziehung ausschließlich auf echte und wahre Liebe, niemals nur auf Sex, erst nach Liebe kommt bei mir Sex, Sex vor Liebe möchte ich nicht, ich lehne das emotional ab!!
 
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  • #20
dann aber beteuern, dass sie eine ernsthafte Beziehung wünschen.

Das ist dasselbe Paradox wie wenn Frauen, kaum dass sie einen Mann kennengelernt haben und interessant finden, ihm sogleich eine feste Beziehung antragen. Man sollte doch meinen eine langfristige Beziehung setze eine längere vorherige Phase intensiven Kennenlernen voraus.

Eine Französin hat mir einmal gesagt, sie kenne dieses Verhalten von bei sich zu Hause nicht. Da führt der Sex, wenn er gut ist, zu einer lockeren Annäherung und, wenn diese weiterhin aussichtsvoll ist, erst nach einigen Monaten in die Beziehung.

Bei den Deutschen, Männlein wie Weiblein, ist es umgekehrt. Ich halte das für verinnerlichtes Rollenverhalten, das sinnfrei ist. Man glaubt unmoralisch zu sein, wenn man nicht sogleich als verbindlich auftritt. Einen anderen Sinn kann das nicht haben.
 
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  • #21
Ich reduziere die Beziehung ausschließlich auf echte und wahre Liebe, niemals nur auf Sex, erst nach Liebe kommt bei mir Sex, Sex vor Liebe möchte ich nicht, ich lehne das emotional ab!!
Mach das! Das plagt einen Menschen mit niedriger Libido nicht zu sehr. Als ich nach 3 fast sexlosen Jahren aus meiner Ehe raus war, brauchte ich primär nur was fürs Bett. Der Rest ergab sich dann, nachdem ich meinen Sextrieb gestillt habe. Und seit 3 Jahren bin ich wieder in einer liebevollen Beziehung, die auch erst mal erarbeitet werden musste. Will sagen, eine tiefgehende Beziehung zu suchen, beisst sich nicht mit der suche nach sexuellen Abenteuern, insbesondere kurz nach einer Trennung.
M53
 
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  • #22
Es geht um was ganz anderes, Menschen suchen immer Ausreden für sich selbst und gehen immer den einfachsten Weg, es geht darum, dass du für dich dein Leben erst einmal alleine in einer Wohnung auf die Reihe bringst und zwar über längere Zeit und nicht gleich von einem warmen Bett ins nächste warme Bett wechselst, ich weiß schon genau, was ich sage und warum ich es sage!

Du liest nur Schlagworte und haust die immer gleichen Sprüche heraus. Nein, Menschen suchen nicht immer Ausreden und gehen nicht immer den einfachsten Weg. Manchmal gehen sie einfach den für sie passenden. Ich sehe nicht, wieso das für jeden der gleiche sein soll.
 
  • #23
Ich glaube, es gibt einfach zwei Arten von Menschen. Die einen suchen bewusst Beziehungen (benutzen Dating-Apps, Partnerbörsen, gehen in Clubs etc.), die anderen leben einfach vor sich hin und denken, irgendwann ergibt sich halt eine Beziehung von selbst. Bei ersteren geht es dann wahrscheinlich schneller, letztere sind auch schon mal ein oder zwei Jahre alleine, bis zufällig der neue Arbeitskollege oder die neue Sportpartnerin auftaucht ...
Ich z.B. habe noch niemals in meinem Leben aktiv nach Sex oder einem Partner gesucht, doch zur richtigen Zeit kam immer der richtige Mensch in mein Leben und dann war ich auch offen dafür und hab ihn mir aktiv zum Partner gemacht. Früher war ich aber auch länger als so manch anderer ohne Beziehung oder Affäre, eben weil man, wenn man nicht aktiv ausgeht und sucht, nicht einfach so schnell jemanden findet. Und ja, irgendwie wirkt es auf mich schon etwas beliebiger (ohne das zu verurteilen, Menschen sind halt unterschiedlich anspruchsvoll, auch unbewusst), wenn Leute jederzeit schnell jemanden finden. Mir gefallen gar nicht so viele, selbst wenn es nur um Sex ginge. Andererseits ist es wunderschön, wenn man viele Menschen gut finden, lieben und begehren kann. Ich glaube auch, dass viele Menschen faszinierend sein und einen Reiz und Zauber haben können, nur mich persönlich haben auf romantisch-sexueller Ebene insgesamt in meinem Leben nur sehr wenige bisher angesprochen. Die anderen können durchaus schön oder nett oder sogar beides sein, aber nicht mehr.
w25
 
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  • #24
Deshalb sehe ich die häufigen Predigten "bleib erstmal allein und verarbeite und reflektiere" auch als nicht so unbedingt und immer richtig an. Und ja, wer sich selbst trennt, der weiß (hoffentlich) schon, dass und warum er das "alte" nicht mehr will und hat im Grunde abgeschlossen. Wer dann allein bleiben und sein Single-Leben genießen möchte, der tut das. Und wer wieder einen Partner möchte, der sucht eben ...

Es ist immer individuell, und auch kein Thema nur für Männer.
Das ist bei Frauen nicht anders.

Ich denke, es kommt auch mit darauf an, wer beendete bzw. warum.
Als ich meine Ehe beendete, war sie durch, verarbeitet und abgehakt.
Ich habe zwar nicht aktiv gesucht, war aber offen. Alleine war ich schon lange genug vorher gewesen.

Mein jetziger Partner war 2 Jahre alleine, nach Pflege, Begleitung und Tod seiner Frau, bewusst - er nahm sich die Zeit zum Trauern, zum Verabschieden und erst mal für seine Kinder.
Als für ihn der richtige Moment kam, suchte er aktiv... 😊

Ich finde so pauschale Statements bringen wenig.
Homestar, es wird für jeden Gründe geben, bereits in der Beziehung verarbeitet, nicht alleine bleiben wollen.
Du wirst Dir Dein Gegenüber anschauen, zu hören und Deine Schlüsse ziehen.
Gerade getrennt begegnete mir sehr selten, dafür aber regelmäßig Männer, die ausgiebig über die Ex schimpften - ging gar nicht.

Genauso oder sogar noch mit mehr Berechtigung könnte man allerdings auch fragen, warum verharren so viele Menschen in Beziehungen, die sie unglücklich machen.
Frage ich mich hier sehr häufig.
Die Angst vor dem Alleinsein muss eine sehr treibende Kraft sein.

W, 51
 
  • #25
Du liest nur Schlagworte und haust die immer gleichen Sprüche heraus. Nein, Menschen suchen nicht immer Ausreden und gehen nicht immer den einfachsten Weg. Manchmal gehen sie einfach den für sie passenden. Ich sehe nicht, wieso das für jeden der gleiche sein soll.

Je nach Lebenssituation passt außerdem Unterschiedliches.
Single sein, Single mit losen Beziehungen, in verschiedenen Weisen verpartnert - von Fernbeziehung über LAT bis zur klassischen Ehe.

Alles gut, wenn es für den einzelnen passt.
Und manchmal muss man auch erst einmal probieren, was passt.

W, 51
 
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  • #26
Ich persönlich würde niemals Sex mit einer Frau haben, die ich nicht liebe.

Liebe ist ein sehr großes Wort. Viele verwechseln auch Liebe mit Verliebtheit.

Ich habe nur Sex mit Frauen mit denen ich mir eine Beziehung vorstellen kann bzw. anstrebe. Das halte ich für wichtiger als Verliebtheit ;) und ist für mich der eigentliche Weg in Liebe. Verliebtheit ist mir dagegen eher fremd.

Bei mir läuft es auch nicht so, dass ich ich gleich 100 % auf eine Beziehung fixiert bin, ich kenne die Frau ja zu Beginn kaum, aber das Ziel der vertiefenden Kontaktaufnahme inkl. Sex ist für mich immer Beziehungsbildung und nie nur Sex. Was den Sex betrifft bin ich davon überzeugt, dass er besser wird je näher man sich kennen lernt.

Ich meine mich zu erinnern @Jochen1 , dass wenn du dich trennst brichst du, so wie das auch der @INSPIRATIONMASTER es als alleinig richtig predigt, 100 %. Das ist eher der Weg von Menschen die nie eine Familie oder etwas anderes zusammen mit einem Expartner aufgebaut daher auch nie gemeinsam geliebt haben.

Wenn ich in die Vergangenheit blicke spalte ich sie nicht ab denn sie ist ein sinnstiftender Teil meiner Vergangenheit. Wenn ich mich trenne muss ich dies nicht verarbeiten sondern ich trenne mich nach einem angemessen langen Entscheidungsprozess der diese Verarbeitung vorweg nimmt.

Bei einer Trennung will ich keine verbrannte Erde zurück lassen und eine Schutzmauer hoch ziehen sondern jederzeit dem anderen ins Gesicht schauen können.

Es gibt daher für mich keinen Grund, dass ich mich nach einer Trennung nicht sofort einem anderen Menschen zu wende.
 
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  • #27
Wir reden hier von einem klassischen Warmwechseln ,was verschiedene Gründe haben kann ,egal ob Mann oder Frau .

Ich habe beides schon erlebt , habe selbst warm gewechselt , was aber in der Regel schief geht ,falls man keinen Stein als Herz hat , und emotional nicht genug abgebrüht ist , dann geht das in die Hose .

Meist sind es die Verlassenen, um ihr Ego zu pimpen ,oder man hat schon vorher mit der Beziehung oder auch Ehe sich auseinander gesetzt und abgeschlossen ,was dann für die verlassene Person unverständlich rüberkommt und er das nicht versteht .

Andere wiederum können eine Trennungsphase nicht alleine durchstehen ,und suchen sich den nächsten der schon Greifbar im näheren Umfeld gelauert hatte ,oder können mit sich selbst nichts anfangen aus mangelnder Selbstliebe/Selbstwert !

Ich persönlich finde dieses Verhalten einen Betrug in jeglicher Form und recht verantwortungslos , aber jeder wie er es mag .

Das Problem liegt hier in der Selbstreflektion oder auch Feigheit, sich den Problemen zu stellen ,über den eigenen Tellerrand schauen bringt ja viel Arbeit mit sich.

Wer einen Gesunden Menschenverstand hat macht so etwas nicht ,aber man bekommt es hier in diesem Forum immer wieder zu lesen ,und erlebt es selbst .

Eine jede Beziehung hatte mal gute Seiten und fing mit Schmetterlingen im Bauch an , man sollte die Dinge , in ,und während einer Beziehung/Trennung aussprechen und sich dem anderen gegenüber fair verhalten .

Alles andere finde ich Betrug in höchster Form !
 
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  • #28
Und seit 3 Jahren bin ich wieder in einer liebevollen Beziehung, die auch erst mal erarbeitet werden musste
Mmh. Merkwürdig. Passt aber nicht zu Deinem Profilcheck, an den ich mich Dank meines Elefantengedächtnisses für unwichtige Dinge noch sehr gut erinnere.
Oder vielleicht doch? Man schließt schon innerhalb der Beziehung ab, streckt seine Fühler aus und wechselt ganz schnell warm.
Bei Männern kenne ich nur 2 Modelle - den Dauersingle oder den sofortigen Wechsler, dazwischen gibt es selten was. Bei meinem Ex - Mann waren es ganze 6 Wochen, bei meinem Vater waren es nach dem Tod meiner Mutter nach 50 Jahren Ehe mal gerade 3 Monate. Ich finde das aber nicht unbedingt verwerflich. Eher beliebig. Ich glaube bei der Auswahl sind Männer deutlich unkomplizierter als Frauen. Warum auch nicht. Was nicht heißen soll, dass es bei Männern nicht auch den großen Hormonsturz und Blitzeinschlag gibt- sonst würde es sie ja nicht geben, die große Liebe.
W,55
 
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  • #29
Weshalb stellst Du es so dar, als ob dies vor allem Männer betreffe?!?! Ich habe noch nie irgendwo gehört oder gelesen, dass es hier Geschlechter-Unterschiede gibt. Woher hast Du das?

Du klagst es an, so wie du schreibst. Weshalb bist Du hier widersprüchlich und nicht ehrlich, vor allem auch Dir selbst gegenüber?!

Weshalb suchst Du - scheinbar recht verbittert - eine unbedingt feste, FESTE, F - E - S - T - E Beziehung? Du scheinst nach einer Sicherheit zu suchen, die es nicht gibt.

Ich denke, Dein Problem ist, dass Du Dich zu schnell auf einen neuen Mann, bzw. neue Männer einlässt. Ich würde mir "die Sache" mit einem Mann, den ich neu (vor allem online!) kennenlerne doch erstmal ganz in Ruhe über Wochen und Monate anschauen. Ihn daten, alles langsam und zu seiner Zeit passieren lassen, Sex erst, nachdem ich ihn gut kennengelernt habe... Da ist es mir doch vollkommen egal, wann er mit seiner Ex Schluss gemacht hat. Ich kann und möchte doch nicht gleich und sofort zwanghaft in eine feste/ festgezurrte Beziehung mit ihm!
 
  • #30
Ich meine mich zu erinnern @Jochen1 , dass wenn du dich trennst brichst du, so wie das auch der @INSPIRATIONMASTER es als alleinig richtig predigt, 100 %. Das ist eher der Weg von Menschen die nie eine Familie oder etwas anderes zusammen mit einem Expartner aufgebaut daher auch nie gemeinsam geliebt haben.
Mir wurde hier schon oft vorgeworfen, ich würde mich sofort bei jedem Konflikt gleich trennen. Ich weiß nicht, warum mir das schon vorgeworfen wurde. Ich bin 45 und habe mich nur 3mal getrennt. Das ist ja wirklich nicht oft. Mit meiner Frau bin ich jetzt seit 2007 verheiratet. Wir haben eine Familie gegründet. Wie ihr wisst, habe ich einen Sohn, der inzwischen 12 ist.

Ich habe und hatte allerdings überhaupt keinen Kontakt zu Exfreundinnen. Ich liebe meine Frau und Familie. So etwas mache ich auch schon aus Respekt nicht.
Es gibt daher für mich keinen Grund, dass ich mich nach einer Trennung nicht sofort einem anderen Menschen zu wende.
Ich finde, man sollte schon eine Zeitlang alleine sein, bevor man eine neue Beziehung beginnt. Es gibt Menschen, die nicht auch mal eine Zeitlang alleine sein können.

Eine Beziehung zu haben ist doch was ganz Besonderes. Eine Beziehung ist doch dann nichts Besonderes, wenn man von einer gleich in die nächste wechselt.
 
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