• #31
Doch, es ist ein Pauschalurteil, das Du aufgrund Deiner speziellen Erfahrungen fällst. Ich habe meine Frau z. B. nach 2,5 Jahren Ehe selbst verlassen, nach von mir initiierter Eheberatung. Jetzt hat sie nichts kapiert und hofft immer noch. Ich habe mehrere Freundinnen, die auch nach bis zu 10 Jahren Beziehung "warm" gewechselt haben, als sich dann die Gelegenheit bot.

m, 46
Meistens beendet nur die Frau (oder der Mann) die Beziehung. Die Trennung wird viel häufiger einseitig ausgesprochen - statistisch viel häufiger von der Frau. Der Verlassene war zufrieden und wollte ja kein Ende und versteht oder will es nicht verstehen warum nur die Frau Schluss macht! Du bist insofern eine Ausnahme, weil du derjenige bist, der seine Beziehung beendete und sie verarbeitete und abgeschlossen hatte. Du hast quasi die weibliche Rolle übernommen, genauso wie ich einen alleinerziehenden Vater kenne, der seine alkoholkranke Ehefrau verliess. Dass er nicht von ihr schärmt und sie über den Klee lobt, versteht dich von selbst!

Mein Exemplar ;-) im Januar schwärmte von der Exfreundin, obwohl sie ihn mit den Worten verliess, sie würde ihn nicht mehr lieben. In Gesprächen - und da fühlte ich mich als Psychotherapeutin missbraucht - erklärte ich ihm, er sei selber Schuld, dass sie ihn verliess, weil sie sich nicht geliebt fühlte und keine Sicherheit hatte. Meine Frage an ihn war: "wärest du zu deiner Familie zurückgegangen, wenn dich die Ehefrau zurückwollte?". Er sagte, er hätte es getan, weil er die Familie vermisste. Ich sagte, seine Neue spürte das und seine Unwilligkeit die Scheidung einzureichen auch 7 Jahre nach der Trennung, hat ihre Liebe zu ihm sterben lassen. Immer wieder sagte er ihr, da er die Scheidung nicht wollte, er würde im Moment zufrieden sein und nicht wissen, was morgen sei. Er hielt sie hin und sie befürchtete er würde zurückgehen zu seiner Familie. Genau das kann ich nicht verstehen! Er betrog die Ehefrau mit der Neuen, zog mit ihr zusammen und er hoffte wirklich, die Ehefrau hätte keine Würde und Stolz und würde ihn zurückholen! Unglaublich, was der Mann sich erträumte! Er verlor beide am Ende und bei mir träumte er von der Freundin. "Egal mit welcher Frau du aktuell zusammen bist, weinst du ewig der alten hinterher und du kannst dir sicher sein, keine will das hören und spüren. Entweder du erkennst deine eigenen Fehler, gestehst sie dir ein, schliesst ab mit der Vergangenheit und beginnt wieder bei Null, ganz neu und frisch". Genau das kann ich nicht verstehen.

Ich verliess auch einen Ex, weil er keine Therapie wegen seines übermässigen Alkoholkonsums machen wollte. Vorbei ist vorbei und ich weine ihm nicht nach oder auch anderen, weil es einfach aus verschiedenen Gründen nicht klappte! Ich hänge an keinen Ex!
 
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  • #32
Gast 29 glaubt (oder weiß), dass es ein Männertrick sein KÖNNTE, wenn sie ständig von der bösen Ex sprechen. Damit die aktuellen Frauen es besser machen.

Liebe Frauen,
zieht bitte auch diese Möglichkeit in Betracht, Das Rumgejammer KÖNNTE auch ein Manipulationsversuch sein.Ich z. B. verabscheue Spielchen und Manipulationsversuche zutiefst ...
 
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  • #33
Ich denke auch das es oftmals eine Einbildung und ein Wunschgedanke(meist von Frauen) ist, daß der/die Verlassene vermeintlich hinterhertrauert.
Es gibt sicher einige Männer die so ticken, doch meist bilden sich die Damen ein, an Beachtung durch Mann nie zu verlieren.
Ich kenne auch keinen Mann, der seiner Ex hinterhertrauert, eine Entäuschung ja, ein kurzer Schmerz und dann Schauen sie in die Zukunft.
Sehr viele Frauen verwechseln gemeinsame Pflicht und Ergänzung mit eigener Wichtigkeit, sie sehen nur sich selbst.
Ich verstehe zB nicht, warum der kinderlose Mann nicht von seiner EX und Vergangenheit sprechen darf, wobei die neue Frau durch die Präsenz ihrer Kinder die Akzeptanz ihrer Vergangenheit vom neuen Mann voll erwartet.
Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben, man schaut nicht trauernd zurück, man bewahrt nur die Erinnerung!

52m
 
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  • #34
Ich verstehe das Problem nicht wirklich.

Was hindert dich, liebe FS, und all die, die in diesem Thread einseitig dem Mann (oder der Frau) nachsagen, diese würden über ihre Expartner jammern - und wer klagt letztlich eigentlich bei den zahlreichen Unterstellungen, die man in den Postings der "Bejammerten" hier lesen kann??? - .....

Also.
Was genau hindert dich und euch eigentlich daran, eingangs oder während einer Beziehung klarzustellen, dass man nicht über Exbeziehungen und Expartner sprechen möchte, da man dies zum Aufbau und Erhalt einer stabilen und vertrauensvollen neuen Beziehung für sehr kontraproduktiv hält ?

m35
 
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  • #35
Also.
Was genau hindert dich und euch eigentlich daran, eingangs oder während einer Beziehung klarzustellen, dass man nicht über Exbeziehungen und Expartner sprechen möchte, da man dies zum Aufbau und Erhalt einer stabilen und vertrauensvollen neuen Beziehung für sehr kontraproduktiv hält ?

m35

Ganz einfach, weil ich z.B. mit solchen Männern erst keine Beziehung, Affäre usw. eingehe. Daher kann und muss ich solchen Männern auch mein Verhalten bzw. Denken erklären. Sind doch alt genug die Kerle. Sie müssen halt mit den Konsequenzen ihres Verhalten klarkommen.

Ich hoffe nur, dass immer mehr Frauen solche Kerle schnell erkennen, sich auf sie nicht einlassen.

Warum erzählst du als Mann nicht deinen Freunden, Arbeitskollegen usw. das so ein männliches Verhalten absolut kontraproduktiv und vor allen Dingen kindisch ist?

w
 
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  • #36
Ich denke auch das es oftmals eine Einbildung und ein Wunschgedanke(meist von Frauen) ist, daß der/die Verlassene vermeintlich hinterhertrauert.
Es gibt sicher einige Männer die so ticken, doch meist bilden sich die Damen ein, an Beachtung durch Mann nie zu verlieren.
Ich kenne auch keinen Mann, der seiner Ex hinterhertrauert, eine Entäuschung ja, ein kurzer Schmerz und dann Schauen sie in die Zukunft.
Sehr viele Frauen verwechseln gemeinsame Pflicht und Ergänzung mit eigener Wichtigkeit, sie sehen nur sich selbst.
Ich verstehe zB nicht, warum der kinderlose Mann nicht von seiner EX und Vergangenheit sprechen darf, wobei die neue Frau durch die Präsenz ihrer Kinder die Akzeptanz ihrer Vergangenheit vom neuen Mann voll erwartet.
Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben, man schaut nicht trauernd zurück, man bewahrt nur die Erinnerung!

52m

Ganz einfach, die Kinder der Frau sind ihre Gegenwart und Zukunft. Die Ex des Mannes sollte Vergangenheit sein. Sollte...Wie Ihr Post beweist, schließen Männer nicht ab.
Für Männer ist das Scheitern der Beziehung eine Katastrophe, die sie als persönliches Scheitern ansehen. Noch dazu, wenn Frau sich trennt und das ist beim überwiegenden Teil der Fall. Frauen trennen sich und kommen schneller darüber weg. Ich kenne keine Frau, die ihren Ex noch lange zum Gesprächsthema macht. Anders die verlassenen Männer. Da gibt es auch nach Jahren kaum andere Gesprächsthemen als die böse Ex. Frauen sind eben das stärkere Geschlecht.

m 42
 
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  • #37
Ich denke, du kannst Männer nicht mit Frauen vergleichen. Männer sind von Kindesbeinen auf gewohnt, Probleme ganz anders zu lösen! Männer sind auch jene, die schneller nach einer Trennung alkoholsüchtig werden, Süchten verfallen, risikofreudiger sind oder den Job verlieren. Männer leben häufiger kritischer und verlieren den Boden unter den Füssen, während Frauen von Natur aus vernünftiger, vorsichtiger, verantwortungsbewusster und sozialer sind und daher schneller wieder Anschluss an die Masse finden. Es gibt nur wenige Frauen, die den "einsamen Wolf" machen. Frauen sind von Natur aus gewohnt, mehr zu ertragen ohne zu jammern im Leben. Deswegen jammern Frauen auch wenig, wenn ihnen schlechtes in der Beziehung widerfährt, weil man eben schon Mädchen von klein auf sagt oder vorgelebt wird, das gehört sich so, dass eine Frau das zu ertragen hat!
 
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  • #38
Ich verstehe zB nicht, warum der kinderlose Mann nicht von seiner EX und Vergangenheit sprechen darf, wobei die neue Frau durch die Präsenz ihrer Kinder die Akzeptanz ihrer Vergangenheit vom neuen Mann voll erwartet.
Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben, man schaut nicht trauernd zurück, man bewahrt nur die Erinnerung!
52m

Wenn man nicht differenzieren und nur schwarz-Weiss denken kann, dann versteht man das Thema tatsächlich nicht.

Es geht nicht darum, dass der Mann von seiner Ex und der Vergangenheit nicht sprechen darf, sondern um den richtigen Zeitpunkt und das richtige Mass. Wenn man die Erinnerung so sich negativ auf die nächste Beziehung auswirkt, dann stimmt was nicht.

Ich tische doch nicht jeden Mann, denn ich kennelerne ausführlich, detailiert, mit Tränen, das Scheitern der Beziehung zu meinem Kindesvater. Das ist lange her, längst verarbeitet und geht nur mich was an. Am Rande erzähle ich selbstverständlich, ohne in die abwertende Tiefe und Bösartigkeit zu gehen, sondern mit Sachlichkeit, was damals abgelaufen ist, das wars. Das auch nicht beim esten Daten, sondern vielleicht beim 3. oder 4. Date.

Komischer Weise verhalten sich hier Männer oft ganz anders, also sonst. Sehr verweichlicht, mit Tränen in den Augen, da wird ständig lamentiert, Fragen gestellt an die Next gestellt, Verwunderung geäußert, teilweise sind psychosomatische Erkrankungen vorhanden, die aus der Trennung von der Ex gekommen sind usw. Was sind das für Männer? So einen Mann will ich nicht.

Das letzte Date fing das Date gleich damit an, das er mir erzählte, die Ex erhält so und so viel Unterhalt und hat sich von ihm getrennt, weil sie lesbisch wollte. Ich musst mir so sehr das Lachen verkneifen, habe meinen Cappuccino ausgetrunken, den ich mir alleine bestellen musste, weil er nur mit sich und seinen Ex-Beziehungen am Erzählen war, dann habe ich bezahlt, er gab 10 Cent Trinkgeld für seinen Kaffee, "wow."., alles dauert für mich ne halbe Stunde. Er war ganz irritiert und lief mir sogar noch hinterher und wunderte sich, warum ich so schnell gegangen bin.

Kann man echt mit 51 so dumm, naiv oder was auch immer sein?

w
 
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  • #39
Es wird in diesem Forum laufend geraten, dass man sich einen frei gewordenen, guten Mann 40+ sofort schnappen sollte, weil der Markt durch durch den Frauenüberschuss nix hergibt.

Auf der anderen Seite jammert ihr dann über diese Männer, die ihre EX- Beziehung noch nicht verdaut haben weil sie eben gleich von EUCH geangelt wurden.

Liebe Frauen, das ist ein Widerspruch.
 
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  • #40
Es wird in diesem Forum laufend geraten, dass man sich einen frei gewordenen, guten Mann 40+ sofort schnappen sollte, weil der Markt durch durch den Frauenüberschuss nix hergibt.

Auf der anderen Seite jammert ihr dann über diese Männer, die ihre EX- Beziehung noch nicht verdaut haben weil sie eben gleich von EUCH geangelt wurden.

Liebe Frauen, das ist ein Widerspruch.

Was soll Frau denn deines Erachtens nach tun!? Frauenüberschuss gibt es im übrigen nicht!!
Das ist nur in einigen SB´s der Fall ... u.a. auch bei EP. Draussen in freier Wildbahn schaut es anders aus.
Das habe ich selbst erlebt das es durchaus anders ist.
Sowohl Mann als auch Frau schleppt Altlasten mit sich rum. Die meisten Frauen reflektieren und suchen die Schuld nicht nur beim Ex - hingegen Männer nur von den bösen Ex - Frauen reden. Nach einiger Zeit wird diese dann Idealisiert und auf ein Podest gestellt.

Wer nicht frei ist sollte auch nicht nach einen neuen Partner suchen und das gilt für beide Teile.

W41
 
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  • #41
Es gibt einen akademischen Frauenüberschuss im Verhältnis 2:1, weil Frauen eben auch nach oben daten, deshalb gehen ihnen die Männer aus.

Offensichtlich wurde die Emanzipation nicht klug zu Ende gedacht, deshalb bleiben viele Akademikerinnen über. Die Frauenbewegung hat die Marktverhältnisse geändert, Männer sind in der stärkeren Maktposition (Männermangel), deshalb dürft ihr die Schuld nicht bei den Männern suchen, sondern bei EUCH SELBST und das Beste daraus machen.

Männer haben mit der Frauenbewegung kein Problem, wir daten einfach andere Damen, sucht keinen Schuldigen sondern löst eure EIGENEN Emanzipations-Probleme wie erwachsene Menschen.
 
  • #42
Anders die verlassenen Männer. Da gibt es auch nach Jahren kaum andere Gesprächsthemen als die böse Ex. Frauen sind eben das stärkere Geschlecht.


m 42
Das ist leider so und ich musste mich selbst fragen: "Was soll das Ganze? Warum hat er mir fast pausenlos über sie erzählt, obwohl sie ihn nicht mehr wollte?". Leider geben tatsächlich viele oder fast alle Männer immer den Frauen die Schuld an ihrer Misere.

Und wie der eine Gast schreibst, dass sie suchtkrank werden, dafür können die Frauen auch nichts! Sie entscheiden sich zu besaufen, statt ihre gescheiterte Beziehung zu analysieren und sich zu fragen: "welche Fehler habe ich gemacht, dass sie mich verlassen hatte?" Würden die Männer schon während der Beziehung ihre Partnerinnen erst nehmen, ihre Wünsche und Bedürfnisse respektieren, sich kompromissbereit und kooperativ verhalten, achtvoll und respektvoll miteinander umgehen, so gäbe es für keine Frau einen Grund die Beziehung zu beenden. Was ich nicht verstehen kann und mich echt ärgert ist die Tatsache, dass verlassene Männer beim genaueren Nachfragen doch ihre Fehler sehen und klar erkennen und trotzdem jammern sie, statt sich das einzugestehen i.S.v. "jetzt kenne ich meinen eigenen Anteil am Scheitern aber mit der neuen Frau will ich das nicht noch mal wiederholen, damit sie nicht geht".

Mit einseitiger Schuldzuweisung an die Ex ist weder dem Mann noch der neuen Frau an seiner Seite geholfen. Er vergrault damit schon die Neue bereits beim ersten Date, wie #37 ihre Begegnung mit einem "Jammerlappen" eindrücklich beschreibt und wundert sich, warum sie geht! Jammern und über die Ex schimpfen oder sie auf den Podest stellen - obwohl sie ihn unter keinen Umständen mehr will - und erwarten, dass die Neue ihn mit offenen Armen nimmt? Das geht nicht. Entweder ihr verarbeitet emotional die Trennung und schliest ab oder ihr selber habt keine Chance mehr auf unbeschwertes Glück.
 
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  • #43
Liebe Frauen, wer jammert ist unzufrieden und strahlt dies auf seine Umgebung aus. Einfach freundlicher werden, dann klappt's auch mit dem neuen Partner.
 
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  • #44
Ich date keine Männer aus Kontaktbörsen mehr. Die sind von ihren Frauen verlassen wurden und jammern ohne Ende. Schon so oft erlebt. Ich will keinen Jammerlappen, der seine Schuld an der Trennung nicht kapieren will. Mein Fazit: diese Männer haben durch die Bank einen Schaden und das muss sich keine Frau antun.

w
 
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  • #45
Ganz einfach, weil ich z.B. mit solchen Männern erst keine Beziehung, Affäre usw. eingehe.

Dann ist doch eigentlich alles bestens. Also suche dir einfach jemanden, der nicht so ist, statt verallgemeinernd über Männer abzuledern.

... Daher kann und muss ich solchen Männern auch mein Verhalten bzw. Denken erklären. Sind doch alt genug die Kerle. Sie müssen halt mit den Konsequenzen ihres Verhalten klarkommen. ...
Warum erzählst du als Mann nicht deinen Freunden, Arbeitskollegen usw. das so ein männliches Verhalten absolut kontraproduktiv und vor allen Dingen kindisch ist?

Schräg, was du schreibst.
Veralberst du mich, oder wie kommst du auf die Idee, dass ich für dich mit meinen Geschlechtsgenossen sprechen könne, um DEIN Problem zu lösen?
DU möchtest schließlich einen Menschen als Mann, der nicht von Exparterninnen erzählt und DU beschwerst dich über die, die das tun. Aber gleichzeitig meinst du es nicht nötig zu haben zu sagen, wo deine Grenzen liegen. Das finde ich arg bequem und feige.
Vielleicht ist genau diese Form von Passivität die Ursache, dass dir so oft Männer begegnen, die dir Dinge erzählen, die du nicht hören willst.

Kurz gesagt. Mach´ im entsprechenden Fall deinen Mund auf, oder höre auf dich zu beschweren.
Alles andere finde ich unreif.
 
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  • #46
Der Eindruck, Frauen würden ihrem Ex vergleichsweise weniger nachtrauern ist richtig. Das kommt daher, dass Frauen bereits innerhalb einer Beziehung mit eben dieser abschließen, ihre Männer warmhalten und erst wechseln, sobald ein adäquater Kandidat für einen möglichst fließenden Übergang auftaucht. Der gehörnte Gatte fängt dagegen erst mit der Aufbereitungsphase an, wenn die Beziehung de facto gelaufen ist. In solch einer Verfassung ernsthaft auf Partnersuche zu gehen ist tatsächlich nicht besonders ratsam.

Leider geben tatsächlich viele oder fast alle Männer immer den Frauen die Schuld an ihrer Misere.

Das soll wohl ein Witz sein? Wenn eines der Geschlechter pausenlos und sogar pauschal zum Buhmann gemacht wird, dann ja wohl eindeutig Männer. Frauen suchen die Schuld immer zuerst bei Männern. Im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen allerdings nicht im Einzelfall, sondern gleich allgemein bei "den bösen Männern".

Auch was das Herziehen bzw. schlechte Reden über den / die Ex anbelangt haben Frauen meiner Erfahrung nach als lästerndes Geschlecht (eines der wenigen Geschlechterklischees, welches ich vorbehaltlos unterzeichnen würde) ganz weit die Nase vorn. Selbstredend wird das nicht als Lästern verkauft, sondern als "Erfahrungsaustausch" oder "Faktenbericht" unter Frauen.

Du glaubst mir nicht? Achte mal bspw. im Forum darauf, wie viele Frauen eine Antwort mit "So einen hatte ich auch mal ...", "Mein Ex war auch Narzisst / Soziopath / Peter Pan / whatever ..." oder ähnlichem beginnen, um sich im Anschluss genüsslich und unter tobendem Beifall anderer Frauen über eben diesen auszulassen. Findet man unter den männlichen Beiträgen deutlich seltener. Das ist eine Form des Lästerns über den Ex.

Davon abgesehen: findest du es nicht erstaunlich, wie viele Frauen angeblich mit persönlichkeitsgestörten Männern zusammen waren? Störungen, deren Auftretenswahrscheinlichkeit ziemlich gering ist? Und wer stellt eigentlich die Diagnose? Sind in diesem Forum ausschließlich diplomierte Therapeutinnen unterwegs?
 
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  • #47
Mir ist bisher noch nicht aufgefallen, dass Männer von der Grundveranlagung her objektiv unreflektierter sind, mehr klagen oder von der Persönlichkeit her schwächer sind als Frauen. Man muss sich hier ja nur mal im Forum umsehen.
Also hat es höchstwahrscheinlich eine Ursache, dass Männer eventuell auffallend häufig Schwierigkeiten haben, mit den Expartnerinnen abzuschließen.
Wahrscheinlich liegt es daran, dass Männer bei einer Scheidung weit häuiger als Frauen in mehrfacher Hinsicht verlieren, während Frauen in der Summe profitieren.
Die Frau behält in der Regel den Großteil ihres gewohnten familiären Umfeldes aus der Ehe. Während der Mann nicht nur ohne Parternin ist, sondern auch aus der Nähebeziehung zu seinen Kindern gedrängt wird, wobei er auch noch materiell für den menschlichen Verlust zahlen muss. Das stelle ich mir sehr demütigend vor. Die Veränderung im Leben des Mannes ist viel tiefgreifender als bei der Frau und er wird noch dafür "bestraft".
Ich will mal eine Frau sehen, die weggeschickt von ihren Kinder, die sie nur noch aller paar Tage oder Wochen zeitweise sieht, während sie dem Mann Unterhalt zahlt, selbstreflektiert handelt und dabei objektiv die Beziehung verarbeitet.

Und das ist nur das, was ich mir vorstellen kann, ohne selbst in der Situation zu sein.
 
  • #48
Offensichtlich wurde die Emanzipation nicht klug zu Ende gedacht, deshalb bleiben viele Akademikerinnen über. Die Frauenbewegung hat die Marktverhältnisse geändert, Männer sind in der stärkeren Maktposition (Männermangel), deshalb dürft ihr die Schuld nicht bei den Männern suchen, sondern bei EUCH SELBST und das Beste daraus machen.
Hier fühlt sich offenbar ein Mann von der Fragestellung persöhnlich getroffen. Du vermischt Äpfel mit Birnen! Es liegt nicht an der Emanzipation der Frauen, denn auch wenn beide Partner in einer Beziehung Akademiker sind verlässt die Frau im überwiegenden Teil ihren Mann; ebenfalls wenn die Frau keine Akademikerin ist aber mit einem Akademiker zusammen ist.

Die Emanzipation hat den Frauen das beschert, was vielen Männern auch heute nicht passt: Zugang zu allen Ausbildungsinstitutionen (auch zur Uni) und somit eine gute Ausbildung, damit sie vom Mann finanziell unanbhängig ist. Genau deshalb sind Frauen nicht mehr gezwungen in schlechten Beziehungen zu leben und der Mann sich nicht mehr erlauben kann, sich nicht partnerschaftlich und fair zu verhalten, weil die Frau jederzeit gehen kann. Jetzt muss er sich mehr bemühen und die Frau respekt- und achtvoll behandeln, damit er nicht ewig jammern muss, weil sie ihn verliess und nur ihr die alleinige Schuld in die Schuhe schiebt.

Wäre die Frau in den Industrieländern auch heute alleine vom Mann wirtschaftlich abhängig, so würde sie in der schlechtesten Ehe ausharren müssen.
 
  • #49
Der Eindruck, Frauen würden ihrem Ex vergleichsweise weniger nachtrauern ist richtig. Das kommt daher, dass Frauen bereits innerhalb einer Beziehung mit eben dieser abschließen, ihre Männer warmhalten und erst wechseln, sobald ein adäquater Kandidat für einen möglichst fließenden Übergang auftaucht. Der gehörnte Gatte fängt dagegen erst mit der Aufbereitungsphase an, wenn die Beziehung de facto gelaufen ist. In solch einer Verfassung ernsthaft auf Partnersuche zu gehen ist tatsächlich nicht besonders ratsam.
Dass Frauen sich nachdem die Rettungsversuche - kenne ich aus persönlicher Erfahrung und aus meinem Umfeld (Schwester, Freundinnen, Bekannte) - nichts gebracht haben, beginnen emotional abzuschliessen und sich aus der Beziehung verabschieden ist richtig, während der Mann glaubt alles sei i.O. und dann aus allen Wolken fällt und völlig "ahnungslos" dasteht. Nein, die Männer werden nicht über eine Trennung viele Monate oder gar Jahre darauf vorbereitet, sie wollen nur den Frauen nicht glauben, dass sie es mit der Trennung tot erst meint! Ihr Fehler! Mein verstorbener Vater sagte mir als ich meinen Ersten verliess: "Männer sind arrogant und eingebildet und glauben nicht, dass eine Frau sie verlassen würde". Das glaubte auch mein Erster nicht, als seine frühere Freundin ihn verliess, das glaubte auch mein alkoholabhängiger Exfreund als auch mein Affärenmann im Januar nicht. Er glaubte nicht, dass seine Neue ihn jemals verlassen würde.

Oh nein, es mag Frauen geben, welche erst dann gehen, wenn sie einen besseren gefunden haben, aber wie viel mehr Männer betrügen ihre Ehefrauen, verheimlichen das und gehen erst dann zur Geliebten, wenn die Frau den Betrug selbst entdeckt und ihn hochkant rausgeschmissen hat? Ob die Geliebte (und auch mein Affärenmann wechselte nahtlos das Bett und erwartete die Ehefrau würde ihn zurückholen) ihn dann auch auf Dauer will, ist eine andere Frage.

Frauen "lästern" oder verarbeiten ihre negativen Erfahrungen untereinander auch in diesem Forum aber belasten und belästigen nicht einen Freund/Partner an ihrer Seite. Vielleicht wäre es sogar ratsam, wenn Männer untereinander ihre gescheiterte Beziehung verarbeiten oder auch lästern aber sich nicht bei der Neuen ausweinen. Für mich ist auch klar warum Männer, ihrer Ex ewig hinterher trauern: Weil sie erst als sie alleine geblieben sind, Ihnen richtig bewusst wird, was sie verloren haben. Ich sage: um einen Goldschatz nicht zu verlieren, muss Mann darauf achten!
Warum wird der Gatte "gehörnt"? Weil die Frau ihre Bedürfnisse nach Zuwendung, Nähe und Aufmerksamkeit nicht in ihrer Beziehung/Ehe befriedigt bekam (gilt im umgekehrten Fall natürlich auch für Männer). Die unbefriedigten Bedürfnisse lassen die Frau deprimiert und hoffnungslos zurück und lassen sie nach jemand anders suchen. Eine Katze, die vom Herrchen kein Futter und keine Streicheleinheiten bekommt, sucht sich auch jemand anders.
 
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  • #50
Dann ist doch eigentlich alles bestens. Also suche dir einfach jemanden, der nicht so ist, statt verallgemeinernd über Männer abzuledern.

Schräg, was du schreibst.
Veralberst du mich, oder wie kommst du auf die Idee, dass ich für dich mit meinen Geschlechtsgenossen sprechen könne, um DEIN Problem zu lösen?
DU möchtest schließlich einen Menschen als Mann, der nicht von Exparterninnen erzählt und DU beschwerst dich über die, die das tun. Aber gleichzeitig meinst du es nicht nötig zu haben zu sagen, wo deine Grenzen liegen. Das finde ich arg bequem und feige.
Vielleicht ist genau diese Form von Passivität die Ursache, dass dir so oft Männer begegnen, die dir Dinge erzählen, die du nicht hören willst.

Kurz gesagt. Mach´ im entsprechenden Fall deinen Mund auf, oder höre auf dich zu beschweren.
Alles andere finde ich unreif.

Also hier muss ich als Mann mal eingreifen. Hier werden Tatsachen vertreht. Ich würde, wenn sich mir mir eine Frau so ablästernund wie hier Bezug genommen wird, auch nicht noch was erklären, oder Grenzen sezten wollen. Dazu habe ich keine Lust und das steht mir auch nicht zu. Ich merke halt schnell, dass das eine Frau ist, die für mich nicht in Frage kommt.

Das man über die Ex nicht ewig bei Dates bzw. einer neuen Flamme lammentiert, sollte eigentlich jedem Mann, der halbwegs was im Kopf hat, klar sein. Ist doch logisch, dass ich mit so einem unnötigen Gequatsche keine Frau für mich begeistern kann. Wenn mir anders rum eine Frau beim Daten so kommen würde, wäre ich genauso schnell weg. Das hat nichts mit Passivität, Bequemlichkeit oder so zu tun.

m 45
 
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  • #51
Frauen "lästern" oder verarbeiten ihre negativen Erfahrungen untereinander auch in diesem Forum aber belasten und belästigen nicht einen Freund/Partner an ihrer Seite.

Das ist so nicht richtig. Tatsächlich bin ich im Rahmen meiner Partnersuche auf keine einzige Frau Ende 20 / Anfang 30 getroffen, die sich während des Dates nicht in der ein oder anderen Weise über einen oder gleich mehrere Expartner ausgelassen hätte. Manche haben sogar pauschal die gesamte Männerwelt verteufelt.

Der Eindruck, vorwiegend Männer seien das über Expartner herziehende Geschlecht entsteht meiner Meinung nach nur dadurch, dass Frauen ein viel größeres Mitteilungsbedürfnis haben. Lästert ein Mann beim Date über seine Ex, wird das gleich im gesamten Freundeskreis breitgetreten. Meckert dagegen eine Frau, wendet sich der Mann einfach anderen Kandidatinnen zu ohne das Problem im Bekanntenkreis großartig herumzutragen.

Und bitte, ich habe noch nicht eine einzige Exfrau (also geschiedene) kennengelernt, die irgendetwas gutes über ihren ehemaligen Gatten zu berichten weiß. Nicht eine einzige.
 
  • #52
Das ist so nicht richtig. Tatsächlich bin ich im Rahmen meiner Partnersuche auf keine einzige Frau Ende 20 / Anfang 30 getroffen, die sich während des Dates nicht in der ein oder anderen Weise über einen oder gleich mehrere Expartner ausgelassen hätte. Manche haben sogar pauschal die gesamte Männerwelt verteufelt.
Also mir ist so etwas bei keinen Date in Vergangenheit passiert. Ich schätze dass dies etwas mit dem Charakter und wenig mit dem Geschlecht zu tun hat. Ebenso halt auch mit der Vergangenheitsbewältigung. Wer schlecht über seinen Expartner spricht, der spricht auch über andere Menschen in der Abwesenheit schlecht.
 
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  • #53
Ich denke, dass anderseits magelndes Selbstbewusstsein der Grund ist und darum Gelegenheiten, eine neue kennen zu lernen aus bleiben.Auch der falsche, verletzte Stolz. Manche wollen einfach unglücklich sein und erkennnen es nicht oder leben lieber in der Vergangenheit. Benutzen die Ex als Projektionsfläche, also idealisieren sie, aber werden verbittert, weil sie wissen, dass diese Zeit für immer vorbei ist, meistens zumindest.
Aber dafür muss man sich Klarheit verschaffen, ehrlich ins Gericht mit sich selber gehen, wo es dann an den fehlenden Eiern liegt. Man(n) sollte doch sein eigener härtester Richter sein. Aber da drehe ich die Hand nicht um.Da fehlt es auch vielen Frauen. Das hat was mit rein machen zu tun. Wahrheiten erkennen. Egnorieren und verdrängen ist kurzweilig einfacher, aber auf lange sicht wird der Stein immer größer und schwerer, zurecht :)
Oder in meinem Fall, dass sie mir nicht die Möglichkeit gab, uns nochmals auszutauschen, was die Gründe waren. Was den einen beim anderen störte. Das wir aus unseren Fehlern lernen und es beim nä. Mal besser machen können. Uns nochmals gemeinsam zu reflektieren. Vielleicht Übereinstimmung in seinen erkannten Fehlern mit den, was sie sah, somit richtig i.d. Einsicht zu bewerten. Bei uns scheiterte es nicht a.d. Liebe. Problem war, dass sich andere einmischten und mich meine Dummheiten aus der Vergangenheit einholten. Sie eine Eßstörung und ein gestörten Selbstbild hat. Mein Gefühl sagte mir, das sie kein Mensch ist, der das Leben einfacher macht. Denoch verliebte ich mich sehr schnell in sie. Ich beendete die Beziehung indem ich ihr mitteilte, dass ich sie nicht liebe, was einfach nur dumm war, weil es nicht der Wahrheit entsprach. Ich tat alles in den ersten Tagen sie zurück zu erobern, aber nach einer Woche war bereits der Neue da, mit dem sie nach 6 Wochen nun zusammen zieht. Aber das ist eine ander Geschichte. Ich denke, sie kann einfach nicht alleine sein. Der beste Weg mit dem anderne Geschlecht auszukommen, ist mit sich im Reinen zu sein. Aber da gibt es nicht soviele, zumindest kaum welche unter 30. Fazit: Mit Strategie das erste JAhr versuchen, wenn nicht mehr rüberkommt. Lasst sie in Ruhe ziehen und findet euren Frieden und quält euch nicht mit Illusionen und nervt nicht andere damit
 
  • #54
Weil sie sich ihre eigenen Fehler nicht eingestehen können. Und wenn sie es merken ist es zu spät. Ich w selbst die Frau verlassen. Aber nicht weil ich eine neue hatte. War ein jähr lang allein und wollte das auch. Weil ich meiner Ex, obwohl ich gegangen bin extrem hinterher getrauert habe. Hölle. Sie hatte mich gehen lassen, obwohl ich wollte das sie mich zurück hält. Ich wollte eine Reaktion haben. Doch es kam nicht das erhoffte. Heute bin ich wieder sehr glücklich. Mit einer wunderbaren Frau. Aber meine Ex realisiert jetzt erst was sie verloren hat. Den perfekten Mann mit natürlichen Fehlern, die wir alle haben und verzeibar sind.
 
  • #55
Ein wundervoller Beitrag, der vieles auf den Punkt bringt, was ich auch kürzlich erlebt habe.
Er war zwar schon zwei Jahre getrennt und ich dachte, das passt so von der Zeit, hab mich auf sein Wort verlassen, dass er offen und bereit ist für was neues.
Wir waren ein paar Monate zusammen und er erfuhr, dass seine Exfrau ihn schon während der Ehe betrogen hat.
Konsequenz: Ich wurde abserviert.
Hab also die Prügel bekommen, für das, was eine andere Frau ihn angetan hat.
Ich habe ein sehr sensibles Bauchgefühl was um Menschen herum ist. Bei ihm habe ich bald bemerkt, dass seine Vergangenheit stetig präsent ist, weil viele Dinge nicht geklärt waren.
Darauf wollte ich meine Beziehung, mein Leben, nicht aufbauen und habe an der Fassade gekratzt. Was dann zum Vorschein kam, hat unsere Beziehung leider nicht überlebt.
Beim nächsten werde ich kritischer prüfen und notfalls wieder gehen, wenn ich merke, dass da Dinge aus der Vergangenheit nicht geklärt sind.
 
  • #56
Für mich persönlich teste ich das vorher aus. Spricht er von seiner Ex mit Zorn und fällt bei der Frage "würdest du noch mal mit ihr zusammen kommen " fast vom Stuhl vor Empörung und erzählt dir wie böse die Ex war und er so lieb ... Kannst du schon vergessen und tschüss sagen
 
  • #57
Ist schon toll wie hier einige Frauen zudreschen.

Ja, ja, die bösen Männer hören nicht auf die warnenden Worte der Frau. Leider sprechen die meisten Frauen ihre Wünsche und Probleme nicht an, sie erwarten vom Mann hellseherische Veranlagungen, um ihre nicht ausgesprochenen Anliegen und Wünsche zu erkennen.

So erging es mir und einigen anderen Männern, mit den ich in´s Gespräch kam.

Im Trennungsbrief hat meine Ex voll zugetreten und mir mein Fehlverhalten, was zum Teil ja auch zutraf, geschrieben. Vieles war reinen Pinnepalle und Kinderkram, was man mit einem Gespräch hätte klären können, ohne einen großen Streit vom Zaun zu brechen.

Nur man sollte reden, denn wie heißt es doch so schön? Wer nicht spricht kann nicht gehört werden und das sollten sich die Frauen mal zu Gemüte führen!

Wenn ich bei einer neuen Bekanntschaft "Frau" nur schon Anzeichen von so einem Verhalten mache, war´s das und ich bin weg. Denn das ist Kinderkram, auf der einen Seite die Zähne nicht auseinander bekommen aber dann trennen, nein danke, werte Damen, arbeitet mal an Eurem Verhalten, bevor Ihr immer nur den Männern die Schuldzuweisungen zusprecht.
 
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  • #58
Ja, ja, die bösen Männer hören nicht auf die warnenden Worte der Frau. Leider sprechen die meisten Frauen ihre Wünsche und Probleme nicht an, sie erwarten vom Mann hellseherische Veranlagungen, um ihre nicht ausgesprochenen Anliegen und Wünsche zu erkennen.

So erging es mir und einigen anderen Männern, mit den ich in´s Gespräch kam.

Ich als Frau kann das schon verstehen, weil es mir anders rum ähnlich geht. Das nicht miteinander wertschätzend und klärend kommunizieren können, ist für mich das große Problem.

In den letzten Jahren habe ich sehr sehr viele Männer kennengelernt, beruflich, wie privat, es gab ganz wenige, die klar, selbstbewusst, erwachsen kommunizieren können. Dazu waren es alle wesentlich jüngere Männer. Bei den Männern meiner Generation um die 50 habe ich sowas so gut wie gar nicht erlebt.

Ich möchte einem Mann auch nicht alles erklären müssen. Fängt schon damit an, dass mein Chef, regelmässig wenn er auf das Büro-WC geht, sich hinterher die Hände nie wäscht. Man hört die Spülung und schon geht die Tür auf. Also alles klar.... Wie eklig und unverantwortlich bezüglich Gesundheit im Büro und Vernachlässigung seiner Fürsorgepflicht als Vorgesetzter.

Wenn dazu Mann immer mault, wenn Frau Anliegen und Wünsche ausspricht, der Mann sie also dafür bewusst oder unbewusst bestraft, dann wird Frau aufhören mit ihm kommunizieren zu wollen. Dann kann er also nichts mit ihr klären, selbst wenn er es wollte. Oft ist das dem Mann anscheinend gar nicht bewusst.

Mir fehlt bei vielen Männern, dass sich Selbsthinterfragen, es geht nicht um Schuld, sondern, was ist mein persönlicher Anteil daran, kann es einen geben, dass der Andere sich nicht getraut, mit mir offen zu sprechen.

Dieses Denken habe ich z.B. im Umgang mit meinem Freundeskreis, wo ich auch erst mitbekommen musste, ob jemand nicht kann, oder nicht will und das wir uns es gestatten müssen, ehrlich sein zu dürfen und der Andere daraufhin großen Wert legt, auch wenn es mal "weh" tun kann.

Ich fange mit gesundem Blick also immer erst bei mir an und frage mich, ob ich meinen Anteil habe, so wie es gelaufen ist.

w
 
G

Gast

Gast
  • #59
Leider sprechen die meisten Frauen ihre Wünsche und Probleme nicht an, sie erwarten vom Mann hellseherische Veranlagungen, um ihre nicht ausgesprochenen Anliegen und Wünsche zu erkennen.
Wie es bei Dir ist, weiß ich nicht. Aber ich HABE es angesprochen. Mein Ex war es, der dann entschieden hat, dass es ihn nicht wirklich interessiert bzw. er hat geantwortet, dass er auch Wünsche hat, die nicht erfüllt werden. (mein Wunsch: Öfter ausgiebig küssen, sein Wunsch: Gib deine Lebenspläne auf und zieh zu mir.)

Es ist so, dass fast 100% der Männer, die ich kenne, so tun, als ginge sie die Beziehung nichts an. Das mag nun daran liegen, dass das fast alles Akademiker sind, die entsprechende Frauen haben. Also die Männer machen Karriere und kümmern sich darum und überlassen die Beziehungsführung der Frau, die sie dann dauernd zu irgendwas drängen muss, dass sie zu Hause sein sollen, dass sie gemeinsam was unternehmen sollen, etc. Die Männer haben von sich aus dieses Bedürfnis nicht und erwarten, dass die Frau Vorschläge macht. Wie dieser Typ Frau ist, der sich so einen Mann sucht, steht auf einem anderen Blatt, denn sie wollten ja DIESEN Mann, der eine abgesicherte Zukunft verspricht. Nur wird auch hier dann laut, dass der Mann zu allem hingetragen werden muss.

Was ich damit sagen will: Die Forderung nach "sag mir doch, was du für Wünsche hast" ist lächerlich, wenn sie bedeutet "sag mir doch, dass du mich wenigstens einen Abend in der Woche zu Hause haben willst" oder "sag mir doch, was wir zusammen unternehmen sollen". Dann signalisiert der Mann, dass er eigentlich keinerlei Interesse an der Beziehung hat und ohne die Forderung nur zu Sex und Essen nach Hause kommt.

Frau ist selbst schuld, dass sie diesen Mann wollte, das ist schon richtig. Von daher denke ich, dass sie beide zueinander passen und nur die Frau irgendwann merkt, dass sie mit ihrem Plan "erfolgreicher Mann mit guten finanziellen Aussichten, wird auf Druck heiraten, wird Familie finanzieren" gescheitert ist.
 
M

Meeresrauschen

Gast
  • #60
ich habe mich neulich mit einem deutlich älteren Kollegen über seine Exfrau unterhalten. Er ist schon lang geschieden und hat auch eine sympathische neue Partnerin.
Er zog plötzlich dermaßen über die Ex vom Leder, wirkte hochemotional und extrem gefrustet dabei. Sie führen anscheinend immer noch eine Art Machtkampf. Ich möchte nicht mit der neuen Partnerin tauschen, habe ich nur in dem Moment gedacht. Kann so ein Mann, der noch so heftig über seine Exfrau herzieht überhaupt schon wieder lieben? Mir kam es so vor, als sei er sehr verletzt worden von der Ex und er hat das offenbar nie verwunden. Er schließt nicht mit der Ex ab. Er zeigt sich oft sehr gefrustet und schlecht gelaunt und niemand weiß was der aktuelle Grund ist. Natürlich läßst sich vermuten, dass er wegen dieses jahrelangen Rosenkrieges so unausgeglichen und genervt ist.
 
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