• #91
Ich verfolge jetzt schon des öfteren die Threads zu verschiedenen Themen hier im Forum und dabei ist mir etwas aufgefallen:

Männer sind hauptsächlich die unsensiblen, die Machos, die Warmwechsler, die unempfindsamen und die, die sich keine Platte machen, was denn die jeweils andere Person fühlt. Das äußern natürlich nicht alle hier, ist aber dennoch der Tenor.

Es gibt durchaus genug Männer, so auch ich, die sich sehr wohl Gedanken darüber machen, was falsch lief, die aktiv trauern und ihr persönlich möglichstes versucht haben, sowohl in der Beziehung, als auch danach, ob nun als Verlassener oder nicht. Ich zähle mich selbst zu den sensiblen Männern, wobei auch ich mit Sicherheit die eine oder andere marotte habe, die hier als "typisch" Mann dargestellt wird. Es ist aber nicht typisch Mann oder Frau, es ist der einzelne Mensch. Jeder genauso Individuell wie der andere, wohl mit ähnlichen Zügen, aber dennoch nicht einfach typisch.Und der Ex hinterher trauern ist von der Sache her nicht eindeutig definiert, daher wäre es vielleicht gar nicht mal so schlecht, das genauer zu beschreiben, was hinterher trauern bedeutet.

Was ich allerdings wesentlich bemerkenswerter finde: Bei solch einer großen Anzahl von Ausschlusskriterien teilweise schon vor dem ersten Date und den damit einhergehenden Ansprüchen an den ohnehin erstmal "potentiellen" Partner, wundert es mich ehrlich gesagt, dass sich überhaupt noch Leute finden.
Natürlich sollte man gewisse Ansprüche beibehalten, da hat jeder das Recht drauf und schließlich muss es ja passen. Dennoch gibt es für viele Menschen, ob Mann oder Frau, nicht mal im Ansatz eine Chance, einen PERSÖNLICHEN Eindruck zu hinterlassen, wenn von vorne herein schon so krass gefiltert wird.
Das Internet erhöht die Chance und Auswahl mit solchen Plattformen enorm, allerdings nur, wenn man dem Menschen als Mensch eine Chance gibt, auch außerhalb des Netzes er selbst zu sein.

Damit greife ich hier niemand direkt an, ich wollte das nur einfach mal loswerden. So, jetzt attackiert mich :)

Sebastian, 31
 
  • #92
Habe mal in einem schlauen Buch folgenden Satz gelesen: „Frauen leiden in einer Beziehung und Männer danach“. Ich finde es trifft den Nagel auf den Kopf. Ein häufig typisch männliches Phänomen, welches ich selbst erfahren und auch in meinem Umfeld wahrgenommen hab, ist. Getrennte Männer begeben sich unmittelbar nach der Trennung sofort wieder auf die Suche nach einer neuen Frau. Quasi wahllos werden neue Beziehungsanbahnungen vorangetrieben. Möglichst viel Sex zu kriegen und dann kommt bei den Herren erst die Überlegung, ob es mit der Neuen, menschlich überhaupt passt. - Ein Date von mir hat erzählt, er hat schnell gemerkt, dass er nun doch keine Beziehung mit einer Frau führen will, deren Kind noch bei ihr lebt. Hallo, das weiß ich doch bitte vorher.. Die Krönung, er hat selbst noch schulpflichtige Kinder, die natürlich die meiste Zeit bei der Ex wohnen... Ich hatte ihn getrennt lebend bei EP gedatet, die Trennung von seiner Frau lag keine 6 Monate zurück, da hatte er schon zumindest eine „neue“ Beziehung aus genannten Grund wieder beendet....nur mal so als Beispiel. Bin nach 2 Stunden Kopfschüttelnd von Date nach Hause gefahren...— Eine gute Bekannte, 23 Jahre jung, schämt sich irrsinnnig für ihren Vater, 49, der innerhalb von 2 Jahren bestimmt 10 Frauen „verschlissen“ hat ... und wie ein Verrückter Datet und sich benimmt wie ein pubertierender Teenager. Gleiches Verhalten habe ich bei ehemaligen Arbeitskollegen und guten Bekannten mitbekommen. Getrennte Freundinnen haben sich nicht so exzessiv verhalten. Mir ist natürlich bewusst, dass es auch Ausnahmen gibt und ich nicht alles verallgemeinern kann. Aber es ist schon was dran..Vielleicht versuchen diese Männer ihre, durch die Trennung entstandenen depressiven Empfindungen durch Sex zu kompensieren?
 
  • #93
Eine gute Bekannte, 23 Jahre jung, schämt sich irrsinnnig für ihren Vater, 49, der innerhalb von 2 Jahren bestimmt 10 Frauen „verschlissen“ hat ... und wie ein Verrückter Datet und sich benimmt wie ein pubertierender Teenager.

Manche Männer haben eben einen wahnsinnigen Nachholbedarf.
Deine Bekannte hat als Tochter wahrscheinlich nicht mitbekommen, wie sehr ihr Vater in der Ehe den Sex vermisst hat oder wie knapp er gehalten wurde. Nach Ende der Ehe fühlt er sich jetzt anscheinend "wie im Paradies".

Aber es ist schon was dran..Vielleicht versuchen diese Männer ihre, durch die Trennung entstandenen depressiven Empfindungen durch Sex zu kompensieren?

Nicht alle Männer werden depressiv aufgrund einer Trennung.
Bestimmt fühlen sich viele frei und glücklich oder haben eh warm gewechselt.
Sex mit vielen Frauen ist nur dann möglich ist, wenn sich wahllos bedürftige Frauen für den Spaß dieser Männer zur Verfügung stellen.
Bye the way:
In deinem Fall hätte der Mann dir bereits vor eurem Treffen sagen können, dass er erst seit 6 Monaten getrennt ist. Dann hättest du nicht kopfschüttelnd nach Hause fahren müssen …
 
  • #94
Manche Männer haben eben einen wahnsinnigen Nachholbedarf.
Deine Bekannte hat als Tochter wahrscheinlich nicht mitbekommen, wie sehr ihr Vater in der Ehe den Sex vermisst hat oder wie knapp er gehalten wurde. Nach Ende der Ehe fühlt er sich jetzt anscheinend "wie im Paradies".
Das wissen wir nicht, ob er tatsächlich während der Ehe den Sex vermisst oder sehr selten bekommen hat. Und meistens werden Männer verlassen als dass sie selbst ihre Frauen verlassen, und die Einsamkeit zu kompensieren wie auch Sex zu bekommen, wechseln sie die Frauen wie kaputte Glühbirnen. Verlassene Menschen entwickeln depressive Verstimmungen aus Einsamkeit, Traurigkeit. Kenne niemanden, der nach einer Trennung vor Freude springt. Zu Beginn stellt sich eine gewisse Leichtigkeit und die Befreiung ein aber dann kommt das tiefe Loch.

Wenn Männer aber selbst gehen, dann weil sie die Beziehung wirklich nicht mehr wollen und während der Beziehung selbst abgeschlossen haben, wie das meistens die Frauen tun.
Bye the way:
In deinem Fall hätte der Mann dir bereits vor eurem Treffen sagen können, dass er erst seit 6 Monaten getrennt ist. Dann hättest du nicht kopfschüttelnd nach Hause fahren müssen …
Da kann man tatsächlich nur mit dem Kopf schütteln bei diesem hirnlosen Verhalten und wahllosem Jagd nach Frauen! Männer (und manche Frauen) nehmen sich keine Zeit zu reflektieren, welchen ihr Anteil am Scheitern der Ehe/Beziehung war.

Ich kannte einen Mann, mit dem ich ein Date hatte und nachdem die Frau ihn verliess, hat er online hunderte von Frauen, wie in einem Kettenbrief, angeschrieben - wie er mir erzählt hatte - in der Hoffnung, dass er einige Antworten bekommt. Er selbst hatte 2 Töchter, die bei der Mutter lebten und er eine 6-monatige Beziehung mit einer alleinerziehenden Frau hatte und das schien ihn doch zu stören, weil wohl die gemeinsame Zweisamkeit nur dann möglich wäre, als ihre Kinder beim Vater waren. Auch er hatte innerhalb von zwei Jahren mehrere Affären, bis er dann eine Single Frau ohne Kinder kennen lernte, zu ihr ins Haus gezogen ist und ein zweites Mal geheiratet hat. Ob die Ehe noch hält? Keine Ahnung.
 
  • #95
Nein, Du verstehst unsere männliche Rolle nicht.
Wir Männer können im ersten Moment nicht sehr wählerisch sein, denn dann wird man üblicherweise auf keine Erfolgsquote kommen.
Die Frau, bei der alles passt, gibt es entweder gar nicht oder aber man hat keine Chance, z.B. weil will nicht, oder vergeben oder ...etc. .

Nach ein- bis zweimal unglücklich Verliebtsein hat hat man das gelernt. Dürfte bei Frauen ähnlich sein, aber diese sind ben nicht aktiv sondern passiv. Das ist dann schon etwas Anderes.

Wählen können wir Männer deswegen maximal erst im Nachhinein, wenn man erstmal erfolgreich war.

Und wenn man dann gewählt hat, trifft es natürlich hart, wenn diese Wahl sich irgendwann gegen einen entscheidet.
Und man trauert hinterher. Genau wie jeder andere Mensch auch.
 
  • #96
Wir Männer können im ersten Moment nicht sehr wählerisch sein, denn dann wird man üblicherweise auf keine Erfolgsquote kommen.
Nunja, das betrifft doch aber eher die Männer, die erstmal nicht so gut ankommen.
Ich kenne Männer, die wirklich attraktiv, witzig, charmant und wohlhabend sind. Da stehen die Frauen in der Schlange und zicken sich untereinander an, weil jede ihn haben will. Diese Männer können frei wählen, wegen der hohen Auswahl.
Wählen können wir Männer deswegen maximal erst im Nachhinein, wenn man erstmal erfolgreich war.
Hmmm. Daher dann wohl das Warmwechseln. Die Frau, die ok ist, behalten und nebenbei nach einer besseren schauen.
Deswegen trennen sich diese Männer erst, wenn ihre Freiheit eingeschränkt wird, da sie ohne diesen Freiraum nicht suchen können. Klingt logisch.
 
  • #97
Nunja, das betrifft doch aber eher die Männer, die erstmal nicht so gut ankommen.
Ich kenne Männer, die wirklich attraktiv, witzig, charmant und wohlhabend sind. Da stehen die Frauen in der Schlange und zicken sich untereinander an, weil jede ihn haben will. Diese Männer können frei wählen, wegen der hohen Auswahl.
Das stimmt natürlich.
Allerdings sind diese attraktiven, witzigen und charmanten Männer eine sehr kleine Minderheit. Und ja diese können die Frauen oftmals besser wählen. Aber auch sie unterliegen dem Gender- Roleplay und sind daher auch sehr eingeschränkt zur Aktivität verdammt. Sie wollen natürlich dann auch eine sehr attraktive Frau.

Das Groß ist der Menschen ist normal Attraktiv und da trifft meine Erfahrung nunmal Typischerweise so zu.

Hmmm. Daher dann wohl das Warmwechseln. Die Frau, die ok ist, behalten und nebenbei nach einer besseren schauen.
Nein, so habe ich das nicht gemeint.
Gemeint ist der Zeitraum, der nach dem ersten Kennenlernen, also nach den ersten 4-8 Dates, stattfindet, wo man sich gerade zu einer Beziehung zusammenfindet, oder auch nicht.

Darüber lesen wir hier doch jede Woche. Von Menschen, die es sich nach einigen Wochen anders überlegen.

Auch ich kenne diesen Moment, in dem man nochmal überlegt, ob das nun eine gute Wahl war und ob man eine Beziehung mit dieser Frau wirklich will.

Typischerweise ist diese Wahl bei Frauen schon etwas eher erfolgt.

Die Frauen denken einfach nicht daran, dass die Männer bis zu diesem Zeitpunkt erstmal ein ziemlich festgelegtes und gesellschaftlich diktiertes Programm abspielen müssen und nicht viel wählen konnten, sondern erstmal mit Gegebenheiten umgehen müssen, um als möglicher Partner wahrgenommen zu werden. Das Äußerliche zählt bei Frauen nunmal nicht so viel.
 
  • #98
Nicht alle Männer sind gleich. Es gibt Männer, die gefragt sind und sich eine Frau wählen können, die passt. Und dann gibt es die weniger Attraktiven, die können nicht gross wählen und sind froh, eine zu bekommen. Deshalb schielen auch viele vergebene Männer auf andere Frauen, weil es für solche Männer ein Traum bleiben wird, eine attraktive Frau zu bekommen
Im Prinzip ist das so.
Die attraktiven Männer sind aber eine Minderheit; eben nicht der Normalfall. Deswegen läuft es doch nunmal oft so wie ich es schrieb.

Es gibt aber noch eine anderen Aspekt:
Ich hatte oft Schwierigkeiten, überhaupt eine für mich besonders attraktive oder passende Frau überhaupt zu erkennen.
Ich kann das gar nicht richtig ausdrücken:
Also grob gesagt sah ich irgendwie den Wald vor alter Bäumen nicht....Ich sah nur eine Menge ordentlich attraktiver Frauen.

Und irgendwie hatte am Ende alles viel mit Zufall zu tun.
 
  • #99
nehmen sie sich dann auch bei Frauen, die ihnen nicht besonders gefallen, bis sie diejenige Frau finden, die ihnen passt. Ehrlich zugeben wird das kein Mann.
Das ist zu einfach.

Aber ja, grundsätzlich sucht man im Leben das Optimum.
Das ist völlig normal und natürlich und zeigt, dass wir alle Teil der Natur sind

Begrenzt wird diese Suche aber durch Faktoren des eigenen Alters und der Attraktivität, der Verfügbarkeit entsprechenden Frauen (die sich auch wieder verändern), der Lebenumstände, der beruflichen Entwicklung ..etc..

Du vergisst dabei auch, dass wir Männer uns ja verlieben, hieraus Bindungen entstehen und dann gewisse Beharrungszustände auslösen. Alles extrem komplexe Prozesse.

Heraus kommt durch Überlagerung der verschiedenen Einflüsse und Faktoren ein optimaler Bereich (5 % Fraktile) für Männer von 28 bis 38 Jahren. Danach fallen verschiedene Kurven recht steil ab und die Wahrscheinlichkeiten sein "Optimum" zu erreichen, werden sehr klein.
 
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