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Gast

  • #1

Warum treibt der Sohn meiner Freundin mich in den Wahnsinn?

Meine Freundin, mit der ich seit einem Jahr zusammen bin, hat einen kleinen Sohn (7 Jahre). Wenn er dabei ist, kann von einem entspannten Zusammensein keine Rede mehr sein. Er sucht ständig nach Aufmerksamkeit das so aufdringlich, dass ich manchmal denke er ist vielleicht hyperaktiv... Ich weiß wirklich nicht wie lange ich das noch durchhalte. Auch meine Freundin ist ständig genervt. Ich habe aber keine Ahnung ob ich ihr das sagen soll oder ob man das irgendwie anders lösen kann!
 
S

Sonnenblume

  • #2
Ist das nicht etwas ungerecht von Dir? Der Junge macht bestimmt eine schlimme Phase durch. Ich weiß ja nicht seit wan dein Freund von der Mutter seines Sohnes getrennt ist aber es ist für ein kleines Kind mit Sicherheit nicht so einfach, erst die Trennung der Eltern zu durchleben und dann einen neuen Menschen an der Seite seines Vaters zu akzeptieren.
Das ist ganz schön viel für so einen kleinen Menschen. Kein Wunder, dass er Aufmerksamkeit sucht!
 
H

helvy

  • #3
Wenn Du mit Deiner Freundin ein jahr zusammen bist ... seit wann kennst Du ihren Sohn?

Ich denke nicht, dass er hyperaktiv ist. Er sieht Dich zum einen als Konkurrenz. Da will mir einer meine Mama wegnehmen bzw. ich muß sie mit jemanden teilen ... :-(. Ich denke, er hat Angst.
Zum anderen wird er Deinen Unmut über sich spüren. Wenn Du ihn nicht magst oder wenn Du ihm gegenüber Vorbehalte hast, dann wird er Dich auch nicht mögen. Er ist ein Kind und Du bist ein Erwachsener. Ich weiß nicht, wie schwer es Dir fallen wird, aber Du mußt ihm zeigen, daß Du ihn respektierst.

Hast Du mal versucht, zu ihm eine Beziehung aufzubauen? Macht ihr viele Dinge gemeinsam mit ihm, wenn er dabei ist? Ausflüge, Spielenachmittage, Schwimmen gehen, Plätzchen backen - wo Du Dich stark mit einbringen kannst? Es ist klar, daß ihr nicht nur für euch sein könnt, wenn er dabei ist. Ihr dürft ihn nicht pausenlos in die Ecke stellen oder immer nur mit ihm schimpfen.

Ich denke, er braucht Sicherheit, Geborgenheit und das Gefühl, daß ihm nichts weggenommen wird.
 
G

Gast

  • #4
Kinder sind sehr sensibel und bekommen mehr mit, als manch Erwachsener denkt. Ich habe eine vierjährige Beziehung mit einer Frau und ihrem Sohn hinter mir. Im Nachhinein betrachtet kann ich nur sagen, daß es ein Geschenk war dieses Kind von seinem sechsten bis zu seinem zehnten Lebensjahr begleiten zu dürfen. Sicher gab es auch bei mir Momente wo mir seine Suche nach Aufmerksamkeit ein bißchen zu viel wurde. Aber ich kann Dir nur raten - nutze die Chance, denn eine Mutter mit Kind (egal ob Sohn oder Tochter) gibt es nun mal nur im Doppelpack. Werte es doch schon mal als Pluspunkt für Dich wenn das Kind sich überhaupt mit Dir abgeben will und Dir nicht von Anfang an ablehnend gegenüber steht. Versucht also gemeinsame Interessen zu finden und Eure Zeit miteinander und nicht gegeneinander zu nutzen. Solltest Du dafür nicht bereit sein, wäre es vielleicht günstiger die Beziehung insgesamt zu überdenken... übrigens wird es auch Deine Freundin registrieren, daß Du sie und Ihren Anhang akzeptierst. Natürlich steht außer Frage, daß ein Paar auch mal Zeit allein braucht - gibt es da keine Möglichkeiten bei Großeltern bzw. dem Vater des Kindes ???
 
G

Gast

  • #5
Hattest du vorher schon mit kindern zu tun? vielleicht ist es für dich nur ungewohnt ein kleines kind um dich herum zu haben. in dem alter suchen die meisten kinder nach aufmerksamkeit. hinzu kommt die neue Situation für den Jungen.
Vielleicht bist du noch nicht reif für ein kind, auch wenn es nicht dein eigenes ist...
 
G

Gast

  • #6
Danke für die Antworten.
Tatsächlich hatte ich bisher noch nicht so intensiv mit Kindern zu tun. Ich weiß, dass ich geduldiger sein muss, darüber habe ich mitlerweile auch mit meiner Freundin gesprochen. Gestern war der Kleine bei uns und da war es wirklich ganz entspannt. Vielleicht ist das ein gutes Zeichen für die Zukunft. Sicher bin ich mir noch nicht, wie und ob ich mich gut in die Vaterrolle fügen werde, aber auf jedenfall werde ich es versuchen...
 
G

Gast

  • #7
Hallo hier ist #3 noch mal ;-) freut mich sehr zu hören, dass es sich scheinbar schon etwas entspannt hat zwischen euch. Eine kleine Anmerkung habe ich noch -versuche dem Kind in erster Linie ein guter Freund zu sein. Denn Du bist ja auch "Mamas neuer Freund" und nicht sein biologischer Vater. Deshalb nicht so sehr den wuchtigen Begriff der "Vaterrolle" im Hinterkopf haben. Wenn das Kind Dir irgendwann so richtig vertraut, kommt der Rest von ganz allein und vielleicht rutscht ihm ja irgendwann mal "Papa" raus. Dann hast Du es geschafft... viel Glück für 2009 und auch die Jahre danach!!
 
G

Gast

  • #8
Aus eigener Erfahrung vermute ich, dass da viel Konkurrenzangst herrscht. Ich nehme mal an, wenn Ihr zusammen seid, geht es Dir vornehmlich um Deine Freundin, und der Sohn läuft dann quasi nebenher. Mein Tipp: Einfach mal was mit dem Lütten allein unternehmen. Interesse zeigen, Dich mit ihm anfreunden, Blödsinn machen. Ansonsten direkt in Eure Zweisamkeit einbeziehen (Spiele spielen etc.). Irgendwann geht er eh ins Bett, da habt Ihr dann alle Zeit der Welt für Euch allein.
Was immer recht problematisch ist, ist das Kuscheln mit der Partnerin vor dem Kind. Wenn man eh nicht so der Kindertyp ist, fällt Kuscheln mit einem "fremden" Kind vermutlich eh etwas schwer (vor allem dann, wenn ihm eventuell noch die halbe Schokolade aus dem Mundwinkel hängt ;o). Dann entweder auf das Kuscheln verzichten, bis man allein ist, oder eben tatsächlich Gruppenkuscheln. Gibt eigentlich kaum ein Kind, das bei Sympathie nicht auf Kuscheln steht.

Oder das Hardcore-Programm: Einfach mit seinen Stofftieren spielen, und die sprechen und Abenteuer erleben lassen. Kann Dir allerdings passieren, dass die Begeisterung so groß ist, dass Du dieses Programm dann den ganzen restlichen Tag durchziehen musst. Dafür kannst Du die Kuscheltiere dann auch zum Händewaschen und Zähneputzen (und später auch ins Bett) schicken. Wirkt fast wie eine Kinderfernbedienung ;o)

Viel Erfolg
deBaer
 
G

Gast

  • #9
nicht zu kuscheln vor dem kind wäre meiner meinung nach falsch. man lebt dem kind ja vor, wie sich mann und frau verhalten und was dabei normal ist.
das kind muss man natürlich nicht kuscheln, küssen was auch immer. die kinder kommen gewöhnlich von alleine wenn sie küsschen verteilen oder jemanden drücken wollen.
der mutter gegenüber würde ich lieber nichts sagen, sie könnte das als angriff gegen ihr kind wahrnehmen und dann alles ganz bewusst beobachten.
und wie schon andere meinten, das kind macht sicherlich einiges durch und hat hoffentlich noch einen vater, den er regelmäßig sehen kann. gemeinsame kindgerechte aktivitäten sind sicherlich der beste weg um dem kind die angst vor dem hintenanstehen zu nehmen. viel glück
 
  • #10
Meine Freundin, mit der ich seit einem Jahr zusammen bin, hat einen kleinen Sohn (7 Jahre). Wenn er dabei ist, kann von einem entspannten Zusammensein keine Rede mehr sein. Er sucht ständig nach Aufmerksamkeit das so aufdringlich, dass ich manchmal denke er ist vielleicht hyperaktiv... Ich weiß wirklich nicht wie lange ich das noch durchhalte. Auch meine Freundin ist ständig genervt. Ich habe aber keine Ahnung ob ich ihr das sagen soll oder ob man das irgendwie anders lösen kann!
Habe ähnliches erlebt mit einer 22 jährigen Mama und einem 3.5 jährigen Sohn. Der Junge einer Alleinerziehenden Mutter nur auf sie fixiert. Er kennt keine anderen Bezugspersonen. Meine Ex freundin meinte "der arme Junge er hat niemand nur mich als Mutter".

Der Sohn war Eifersüchtig und sah mich als Konkurrenzen es fand ein Dauerkampf um Aufmerksamkeit statt, das war schon extrem.

Ein Kind in einer Famile mit Vater und Mutter wird ja von beiden geliebt und braucht nicht um Aufmerksamkeit zu kämpfen.
 
G

Gast

  • #11
Bestimmt würde es helfen, wenn Du dem Jungen ein bißchen Einfühlungsvermögen entgegenbringst. Wenn Du eine Partnerin mit Kind gewählt hast, musst Du auch bereit sein, eine Rolle Du gegenüber ihrem Sohn zu spielen. Der spürt wahrscheinlich, dass Du ihn außen vor lassen willst oder ihn ablehnst und wird deshalb hibbelig, Da könnte es helfen, wenn Du mal was mit ihm spielst, bißchen Fußball oder mal mit ihm redest und ihn kennenlernst. Wenn Du darauf keine Lust hast, solltest Du das Deiner Freundin sagen, denn dann hat das wohl keinen Sinn mit Euch.
 
G

Gast

  • #12
Habe ähnliches erlebt mit einer 22 jährigen Mama und einem 3.5 jährigen Sohn. Der Junge einer Alleinerziehenden Mutter nur auf sie fixiert. Er kennt keine anderen Bezugspersonen. Meine Ex freundin meinte "der arme Junge er hat niemand nur mich als Mutter".

Der Sohn war Eifersüchtig und sah mich als Konkurrenzen es fand ein Dauerkampf um Aufmerksamkeit statt, das war schon extrem.

Ein Kind in einer Famile mit Vater und Mutter wird ja von beiden geliebt und braucht nicht um Aufmerksamkeit zu kämpfen.
Also ich kenne Kinder mit Mama UND Papa, die es nicht zulassen, dass man mit einem der beiden Elternteile REDET. Sie funken ständig dazwischen.
Ich denke, das Problem ist, dass man dem Kind nicht konsequent Grenzen setzt und es nicht daran gewöhnt, auch mal Frustration auszuhalten.
"Ich habe dir doch gesagt, du sollst nicht dazwischenreden" hilft nichts, wenn der Ansage bei Nichtbeachtung keine Konsequenzen folgen.
Von wem sollen sie es lernen, die Grenzen anderer Menschen zu respektieren, wenn nicht von den Eltern?
 
G

Gast

  • #13
Ich denke, das Problem ist, dass man dem Kind nicht konsequent Grenzen setzt und es nicht daran gewöhnt, auch mal Frustration auszuhalten.
Ich denke, das Kind muss schon genug Frustation aushalten als Scheidungskind, da Mutter und Vater sich getrennt haben und die Mutter sich zudem ganz offentlich noch als rege sexuell aktive Frau sieht, die sich gleich einen neuen Partner genommen hat. Mit so etwas können die aller wenigsten Kinder umgehen, da es einfach ihren Horizont übersteigt. Einem Kind kam man so etwas nicht erklären, dass Mutti noch Bedarf an Zuneigung und Geschlechtsverkehrt mit einem neuen Mann hat. Es wäre besser, sich als neuer Mann dem anzupassen und auch ein Stück weit Rücksicht uaf das neue Kind zu nehmen, anstatt sich wie ein Meckerlieschen zu verhalten. Ansonsten sollte man sich als Mann einfach eine weniger anstrengende Frau suchen, wenn man nicht den Biss hat, sich dieser Herausforderung zu stellen.
 
G

Gast

  • #14
Ich denke, das Kind muss schon genug Frustation aushalten als Scheidungskind, da Mutter und Vater sich getrennt haben und die Mutter sich zudem ganz offentlich noch als rege sexuell aktive Frau sieht, die sich gleich einen neuen Partner genommen hat. Mit so etwas können die aller wenigsten Kinder umgehen, da es einfach ihren Horizont übersteigt. Einem Kind kam man so etwas nicht erklären, dass Mutti noch Bedarf an Zuneigung und Geschlechtsverkehrt mit einem neuen Mann hat.
Nein? Kann ein Kind nicht akzeptieren, dass die Mutter auch noch etwas anderes im Leben zu tun hat als rund um die Uhr Aufmerksamkeit für Junior zu liefern, dann muss es das eben lernen.
Was soll denn aus so einem Kind werden, das gelernt hat, dass die Welt sich nur um es dreht?
Gerade alleinerziehende Mütter meinen, das Kind in Watte packen zu müssen und ziehen sich Egomanen heran.