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  • #1

Warum trennen sich Männer?

Man hört ja immer, die meisten Scheidungen werden von Frauen eingereicht. Heißt das auch, dass Trennungswünsche meist von Frauen ausgehen? Was, wenn sich der Mann trennt, ohne dass die Frau damit "einverstanden" ist? Wo liegen dann eurer Erfahrung nach die Gründe dafür, dass sich ein Mann aktiv von seiner Frau oder Partnerin, mit der er eine feste Beziehung hatte, trennt? Gibt es für eine Lösung aus einer Ehe andere oder schwerwiegendere Gründe als für eine Auflösung einer Beziehung ohne Trauschein?
 
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  • #2
Hallo,

wenn ich mal eine Beziehung zu einer Frau beendet habe gab es bisher einen der beiden folgenden Gründe:

Variante 1, zum Glück bisher nur bei einer Frau erlebt:
- nette Frau mit kompatiblen sonstigen Interessen traf sich gerne mit anderen Männern, kam immer mal wieder mit Knutschflecken nach hause die nicht von mir waren, wenn das Telefon klingelte und ich ran ging war auffällig oft keiner am anderen Ende der Leitung...

Variante 2, bei bisher zwei Frauen erlebt:
- von morgens bis abend ständiges rumgemeckere, ununterbrochenes (gefühlt) bla, bla, bla, bla, bla, dieses und jenes, nicht endene tägliche Probleme um Belanglosigkeiten die ständig bis ins kleinste analysiert, im Munde rumgedreht und ausgewertet werden mussten. Gerne wurden die Themen auch immer und immer wieder hervor gekramt. Auch nach Wochen, Monaten und Jahtren....
In beiden Fällen haben mich die Frauen dank Kontozugriff um ein paar Tausender erleichtert.

Variante 3, bisher einmal erlebt:
- konsequente Verweigerung einen finanziellen Anteil an irgend welchen Ausgaben (Miete, Strom, Wasser, Telefon, Urlaub, Versicherungen, Auto, Rentenbeiträge, Krankenversicherung, GEZ, Kino, Essen gehen und so weiter zu tragen.
In diesem Fall habe ich die Frau im Laufe der Zeit gedanklich als etwas bezeichnet was auf Grund der Nettikette nicht ins Forum gehört.

Das sind bei mir erlebte Gründe bei denen ich flüchte
Mittlerweile habe ich für mich ausgeschlssen wieder mit einer Frau zusammen zu ziehen. Sich zusammen zu treffen, das Wochenende oder ähnlich zu verbringen ist ok. Einen Schlüssel zu meiner Wohnung oder einen Zugriff auf mein Konto bekommt jedoch keine mehr.

m45+
 
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  • #3
Eine pauschale Antwort auf deine Frage gibt es wohl nicht. Dafür sind die Rahmenbedingungen und die beteiligten Menschen zu unterschiedlich. Trennungswünsche haben Männer auch. Wenn sie glücklich wären, würden nicht so viele fremdgehen. Ich denke dass die Geschlechter sich bei der Umsetzung ihrer Wünsche unterscheiden. Frauen sind konsequenter, wenn es nicht mehr passt. Was so aber auch nicht auf alle zutrifft.

Wenn sich ein Mann trennt, ohne dass die Frau damit einverstanden ist, heißt das lediglich, dass die Trennung nicht einvernehmlich ist. Das Motiv der Frau kann einseitige Liebe sein. Meist steckt jedoch materielles Interesse dahinter. Wenn ein Mann sich trennt ist die Beziehung nicht mehr zu retten. Wie Du richtig schreibst, trennen sich meist die Frauen. Ich finde es konsequent sich zu trennen, wenn die Beziehung keine mehr ist. Das gibt beiden die Chance auf einen Partner, mit dem sie wieder glücklich sind. Klammern und nicht einverstanden sein ändert an der Realität nichts. Ich möchte nicht mit einem Mann zusammen sein, der sich eigentlich von mir trennen will. Das würde mir ein bedürftiges Gefühl vermitteln, denn er ist nicht mehr mit dem Herzen dabei. Solche Konstellationen machen Menschen krank.

Ob Lebensgemeinschaft oder Ehe, die Gründe sind die gleichen. Der verheiratete Mann braucht mehr Zeit für seine Entscheidungsfindung, wenn die Einkommensverhältnisse unterschiedlich waren. Dann kostet ihn das Geld durch den Zugewinnausgleich. Das ist m. E. der hauptsächliche Grund, warum Männer zögerlicher mit der Trennung sind. Viele versuchen es mit einer Affäre als Notlösung und werden selten glücklicher damit. Wenn eine Beziehung unglücklich ist, wird sie auch durch einen Trauschein nicht wieder glücklich. Der Trauschein ist ein Stück Papier mit dem man die eigenen Geschicke in staatliche Hand abgibt. Kommt es zur Scheidung, ist ein Richter unumgänglich. Wenn der sein Handwerk nicht beherrscht, kann der schönste Tag im Leben nachträglich zum Desaster werden, was wohl der schwerwiegendste Grund für die Auflösung einer Ehe ist. Im Umkehrschluss wäre es ein fataler Denkfehler als Lebensgefährte / -gefährtin zu hoffen, dass durch eine Eheschließung die Gefahr des Verlassenwerdens reduziert werden könne. Wer nicht mehr will, den hat man verloren und das ist innerhalb einer Beziehung viel unerträglicher, als wenn man getrennte Wege geht.

w
 
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  • #4
Weil die Beziehung nicht mehr klappte und zwar weder sexuell noch im normalen Alltag. Als ich bspw. einmal einer Freundin von meinen Eheproblemen erzählte (Frau kocht nicht, kümmert sich nicht um den Haushalt, hängt nur herum) meinte sie mit einem Augenzwinkern: Wow, die muss ja "Qualitäten" haben, dass du noch mit ihr zusammen bleibst.
Meine ex-Frau hatte aber keine "Qualitäten". Da war nur Blümchensex unter der Decke im Dunkeln.

m
 
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  • #5
Es trennen sich meiner Beobachtung nach wirklich die meisten Frauen. Für Männer gibt es schließlich keinen Grund, etwas an ihrem Lebensstil zum negativen zu manipulieren. Daheim macht die Frau den Haushalt, versorgt das Kind und der Mann kann trotzdem nebenbei ein freies Leben führen und bei Bedarf fremdgehen wie er will oder auch sonst alles tun, was er will, wenn man sich daheim eh nichts mehr zu sagen hat. Außerdem arbeiten die meisten Männern nun mal von morgens bis abends und sind eh kaum daheim. Also kann ihnen die Frau auch nicht so drastisch auf die Nerven gehen, als dass es stört.

Wenn Männer sich trennen, dann meist, weil sie ein neues Leben mit einer neuen Frau/Geliebte anfangen wollen. Diese Männer sind dann von ihren momentanen überschäumenden Gefühlen geleitet. Und das passiert eher selten und das machen auch nur Männer, die seltener dauerhaft fremdgehen und es ernst meinen, nochmal ein komplett neues Leben mit einer neuen Frau aufzubauen. Einfach ist das nämlich nicht!
Für einen Mann bedeutet eine Trennung, er muss sich vorschreiben lassen, wie und wann er sein eigenes Kind zu sehen hat und er muss dazu auch noch Geld blechen. Das fürchten wohl die meisten Männer, so schikaniert zu werden. Und ohne neue Frau müsste er ja seinen ganzen Haushalt alleine machen. Ich kenne wirklich keinen Mann, der von der Ehe wieder mit den HÄnden über dem Kopf jubelnd in eine Junggesellenbude zieht. Das wäre ja ein massiver Rückschritt, so von wegen Dosenfutter und Wäscheberge.
 
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  • #6
Liebe FS

er meinte er habe sich von seiner Frau getrennt weil seine Ehe die Hölle gewesen sei.
Was genau er meinte hat er aber nicht ausgeführt.
Jedenfalls hat er angeblich seine Frau verlassen. Ist ausgezogen und hat sich eine neue Wohnung genommen. Für mich klang das aber so als hätte sie ihn eventuell des Hauses verwiesen. Wegen wiederholten Fremdgehens. Ich habe ihn bald schon verlassen denn er war sehr widersprüchlich und oft ungerecht zu mir. Mal hat er geklammert, mal hat er weggetreten. Ich weiss nicht ob das für geschiedene Männer typisch ist.
 
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  • #7
Einige Antworten sind kurios - insofern, dass Männer eine Haushaltshilfe benötigen oder eine neue Frau kennen gelernt haben... Kann, aber muss nicht sein!

Bin ein selbständiger Mann und brauche weder eine Haushalthilfe, Köchin, Büglerin, finanziellen Support, noch sonst etwas. Beendete Beziehungen u.a. weil zu wenig Gefühle da waren (mehrfach), Commitment zur Beziehung und Wertschätzung fehlte, die Beziehung nach 10J "geschwistermässig" war, Partnerin jemanden kennen lernte resp. ich betrogen wurde. Heute lasse ich mich definitiv nicht mehr allzu schnell auf eine Beziehung ein. m45
 
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  • #8
Ich kenne wirklich keinen Mann, der von der Ehe wieder mit den HÄnden über dem Kopf jubelnd in eine Junggesellenbude zieht. Das wäre ja ein massiver Rückschritt, so von wegen Dosenfutter und Wäscheberge.

Also ich bemühe mich seit geraumer Zeit um meine eigene Trennung zu erreichen und das obwohl es keine andere Frau bei mir gibt.

Meine aktuell macht mich einfach nervlich so fertig das ich lieber wieder allein leben möchte.
Zukünftig möchzte ich Beziehungen maximal in getrennten Wohnungen und nur nach getaner Tagesarbeit.

Wenn das nicht geht verzichte ich da lieber ganz.
Dann schaffe ich mir lieber einen Hund an. Der freut sich wenigstens ehrlich wenn man nach hause kommt und nervt einen nicht.

Gruß
m45+
 
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  • #9
Wenn Männer sich trennen, dann meist, weil sie ein neues Leben mit einer neuen Frau/Geliebte anfangen wollen. Diese Männer sind dann von ihren momentanen überschäumenden Gefühlen geleitet. Und das passiert eher selten und das machen auch nur Männer, die seltener dauerhaft fremdgehen und es ernst meinen, nochmal ein komplett neues Leben mit einer neuen Frau aufzubauen.

Er hatte über die Trennungen und Liebeswirren von Freunden immer nur den Kopf geschüttelt. Führte eine harmonische, ruhige Beziehung mit meiner besten Freundin, seit 18 Jahren. Vor einigen Jahren hatten sie geheiratet, die beiden Kinder forderten den üblichen Tribut. Im März war die Welt noch in Ordnung, vor ganz kurzem verließ er die Familie. Trennung gegen den Willen seiner Frau. Er hat sich in eine Kollegin verliebt, die für ihn ihren Mann vor die Tür setzte. Auch sie hat Kinder. Kein Eheversprechen - keine Bedenken den betroffenen Kindern gegenüber - konnte diese beiden Menschen davon abhalten, alles über Bord zu werfen.
w-42
 
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  • #10
Ich habe mich auch immer gefragt, warum mein Ex-Mann sich nicht von mir trennt. Er hatte während der 20-jährigen Ehe immer Frauengeschichten. Später erfuhr ich, dass er sogar als wir in der Anbahnung waren, parallel datete. Hätte ich das früher gewusst, hätte ich ihn garnicht geheiratet. Für mich ist das ein deutliches Zeichen, dass ich für ihn nur eine Notlösung war. Ich hätte niemals eine Notlösung geheiratet - aber ich bin ja auch eine Frau.

Obwohl ich meinem Mann nie genügte, trennte er sich nicht. Wie alles, was Einsatz, Intelligenz und Aktivität verlangte, überliess er auch die Trennung mir.
Beruflich war ich immer erfolgreicher als er, sodass die Angst, an mich zahlen zu müssen, ihn nicht gegen seinen eigentlichen Willen festhielt, nur seine Antriebsarmut. Er hatte es doch bequem. Ich verdiente viel mehr als er, machte den Garten, Haushalt, kümmerte mich um die sozialen Kontakte, Familienfeiern etc. Er hatte Angst, sein Leben wirklich zu verändern.

Vermutlich lag es am Sex, der ihm nicht gut genug war. Er hatte durch Billigpornos geprägte Vorstellungen. Ich habe ihm den Weg zu seinen Wünschen freigemacht - gegen seinen Willen.
 
  • #11
1.) Die Partnerin ging immer wieder fremd, weil ihr ein Mann nicht genügte.
Ihre Begründung: Das wäre ihr Recht, denn sie ist ja nicht mit mir oder sonst Jemand verheiratet.
Also überhaupt kein Unrechtsbewusstsein dabei.

Dann erwartete sie von mir ein Auto als Geschenk. (Auch Kleinwagen ok - kein Neuwagen)
Ich habe mich dann von der Frau, und wir Beide von der gemeinsamen, teuren Wohnung getrennt.

2.) Wochenend-Fernbeziehung.
Die Partnerin wollte über jedes Wochende komplett bestimmen und verfügen. Jedes Mal fuhr ich zu ihr.

3.) Die Partnerin nahm während der Beziehung weiter zu, wollte aber nichts daran ändern, auch nicht ihre (m.E. falsche) Ernährung.
Ihre Antwort: Das müsse Jeder so akzeptieren - basta.
Bei geschätzt 180 kg. an ihr, ist mir dann Alles vergangen -> Trennung.

4.) Die Partnerin sorgte mit ihrer inzwischen falschen Kindererziehung dafür, daß ich fortan keine Nacht mehr ausschlafen konnte. Aber wollte nichts daran ändern.
Also Trennung, um wieder aussschlafen zu können. Und meinen Job nicht weiter zu riskieren.
(Diese Frau will mich immer noch heiraten)

Bei soviel Egoismus der Frauen ist es kein Wunder, wenn es zur Trennung kommt.

(m,53)
 
  • #12
Was, wenn sich der Mann trennt, ohne dass die Frau damit "einverstanden" ist? Wo liegen dann eurer Erfahrung nach die Gründe dafür, dass sich ein Mann aktiv von seiner Frau oder Partnerin, mit der er eine feste Beziehung hatte, trennt?
Meine Erfahrungen als Mann sind folgende:
Bevor ich meine Frau kennenlernte, trennt ich mich von meinen vormaligen bisherigen Partnerinnen vor allem deshalb, weil sie schlicht und einfach zu unerotisch und zu unsexy waren, bzw. weil sie sogar (mehr oder weniger bewusst) im Laufe der Zeit unerotischer wurden
 
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  • #13
Liebe(r) FS

er trennte sich wieder weil ihm meine Forderung nach Exklusivität nicht passte.
Ich wollte natürlich eine echte Beziehung, nicht dieses On/Off-Gezappel und seine
Frauen in den Nebenspuren. Er hat dann mit einer seiner Studentinnen weitergemacht.
Die bewunderte ihn schrankenlos und war "unkomplizierter". Zumindest am Anfang.
Dann wollte sich natürlich Kinder, Bindung, usw. - da trennte er sich dann wieder.
Und nahm sich eine Neue. So geht es immer weiter, denn er kann es mit sich selbst allein gar nicht aushalten. Ich konnte ihn nicht aushalten.
 
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  • #14
Viele Frauen versuchen ja, über den Mann zu triumphieren. Bei einem Mann, der um des Friedens willen lieber nachgibt als sich auf den täglichen Kampf einzulassen, führt das irgendwann dazu, daß er und sie kein Paar mehr sind. Für sie ist er der große Sohn, für ihn ist sie die Xanthippe, die ihm sein Leben vermiest. Keiner will dann mehr Sex mit dem anderen, jeder ist nur noch genervt.

Ja, und dann trennt der Mann sich halt. Sein Selbstwertgefühl macht einen Sprung nach oben, und seine nunmehr unerschütterlich gute Laune bewirkt, daß ihm die Frauenherzen nur so zufliegen. (m)
 
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  • #15
Heißt das auch, dass Trennungswünsche meist von Frauen ausgehen?

Das Mag sein, denn Frauen sind generell sprunghafter, entscheiden sich fortwährend um. Wo ein Mann noch versucht, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen, auch wenn er durch Dickicht und Gestrüpp führt, will die Frau gleich die Richtung wechseln. Männer sind in ihrem Denken und Handeln einfach konstanter. Deshalb sieht es so aus, als hätten Frauen häufiger als Männer einen Grund, sich zu trennen. Stimmt aber nicht. Sie geben solchen Ambitionen nur schneller und leichter nach.
 
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  • #16
W46 / 2 Kinder AE

Ich wundere mich hier über diese Antworten und mich schüttelt es regelrecht (ich meine damit nicht die Aussagen der Männer); ich empfinde regelrecht ein gewisses FREMDSCHÄMEN für diese hier genannten Geschlechtsgenossinnen.

Mir ist schon klar, dass die Ausführungen noch ein wenig drastischer formuliert wurden, aber der Grundgedanke der Beweggründe für diese Trennungen ist für mich unvorstellbar.

Anscheinend haben all` diese Frauen keinen Respekt mehr vor fremden Eigentum, oder sind nicht kritikfähig, wollen im Grunde gar keine Beziehung führen. Es heißt doch miteinander und nicht gegeneinander sowie Geben und Nehmen. Eine Beziehung ist für mich eine Bereicherung, Kommunikation das A und O sowie gemeinsame Aktivitäten (natürlich nach Absprache ;-).

Ich habe auch meine "schlechten Erfahrungen" gemacht, nutze diese allerdings als Erfahrung und stecke nicht den Kopf in den Sand.
 
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  • #17
Einer der Gründe war sicher, dass meine Exfrau nicht bereit war, richtig zu arbeiten. Sie hatte es immer darauf angelegt, "Hausfrau" zu sein. So was will und brauche ich aber nicht. Hinzu kam, dass sie sehr unsolidarisch war, wenn es mal Probleme im Betrieb gab und ausgesprochen aggressiv gegenüber unserem Kind und mir.
 
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  • #18
und das obwohl es keine andere Frau bei mir gibt ... Meine aktuell macht mich einfach nervlich so fertig das ich lieber wieder allein leben möchte

Ja, das kenne ich. Mir bleibt zum Abschalten nur noch die Arbeitszeit, denn kaum sind wir zusammen, korrigiert sie an allem rum, was ich mache: sie ändert mir sogar die Belegung meiner Brötchen. Das regt mich natürlich auf, und ich stehe ständig unter Strom deswegen. Aber ich bin zu treu, um warm zu wechseln, und das Zeug aus meiner Junggesellenbude liegt längst auf dem Sperrmüll. Ich werde also wohl auf eine Trennung sparen müssen. Unschön, aber was will man machen?
 
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  • #19
Einer der Gründe war sicher, dass meine Exfrau nicht bereit war, richtig zu arbeiten. Sie hatte es immer darauf angelegt, "Hausfrau" zu sein. So was will und brauche ich aber nicht. Hinzu kam, dass sie sehr unsolidarisch war, wenn es mal Probleme im Betrieb gab und ausgesprochen aggressiv gegenüber unserem Kind und mir.
Apropos Hausfrau: ist dir eigentlich klar, dass es noch für die Generation der heute 70-jährigen selbstverständlich war, dass die Frau nach der Eheschließung mit der Erwerbstätigkeit aufhörte und sich um die Familie kümmerte? Und dies mit nicht schlechtem Ergebnis. Der Großteil der Kinder erlebte im Gegensatz zur heutigen Zeit noch ein wirkliches Elternhaus mit Erziehung. Eine Rollenteilung - die sehr effektiv sein kann - hat es bis vor ein paar Jahrzehnten immer gegeben, selbst in bäuerlichen Familien, wo die Frau hauptsächlich Haus und Hof betreute und die Männer aufs Feld gingen. Die einzige Schicht der erwerbstätigen Frauen waren die Industriearbeiter. Du liegst eigentlich genau im Trend: Frauen werden zu Männern und Männer zu Frauen, es gibt keine Geschlechter mehr, weithin geld-und machthungrige Egozentriker, die jede Verantwortung von sich schieben, und immer weniger Kinder.
 
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  • #20
Apropos Hausfrau: ist dir eigentlich klar, dass es noch für die Generation der heute 70-jährigen selbstverständlich war, dass die Frau nach der Eheschließung mit der Erwerbstätigkeit aufhörte und sich um die Familie kümmerte?

Das ist richtig. Zu der Zeit war es aber auch so, dass die Frau nicht viel zu sagen hatte und sich im Zweifel nicht mal trennen konnte, weil sie ein Anhägsel des Mannes war. Arbeit ohne Erlaubnis des Mannes war verboten und so weiter. "Die gute alte Zeit" war anders, nicht unbedingt besser.

Du liegst eigentlich genau im Trend: Frauen werden zu Männern und Männer zu Frauen, es gibt keine Geschlechter mehr, weithin geld-und machthungrige Egozentriker, die jede Verantwortung von sich schieben, und immer weniger Kinder.

Ja, so ist es. Eine Folge des Überpendelns nach der Emanzipationswelle.

Meine Erfahrung aus meiner gerade gescheiterten Ehe: meine Ex wollte ihre Lebensvorstellung durchdrücken - das arbeiten, was sie will, Arbeitszeit praktisch ohne Bezahlung im "Hobby" Beruf, Haushalt blieb trotzdem liegen. Finanziell dafür geradestehen sollte ich (und darf es nach aktuellem Recht in unserer momentanten Trennungsphase immer noch), im Haushalt mitarbeiten natürlich auch. Kommunikation dazu: sofort abgeblockt. Rosinen picken ist nicht so mein Ding...
Zweiter Grund: sexuell passte es überhaupt nicht mehr. Ich bin nicht der Typ "dann gehe ich eben fremd".

m48
 
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  • #21
Ich kenne wirklich keinen Mann, der von der Ehe wieder mit den HÄnden über dem Kopf jubelnd in eine Junggesellenbude zieht. Das wäre ja ein massiver Rückschritt, so von wegen Dosenfutter und Wäscheberge.

Du kennst mich nicht. Im 21. Jahrhundert gibt es durchaus "moderne" Männer, denen Haushalt führen gar nichts ausmacht. Gekocht habe ich immer schon gerne, Wäsche und saubermachen ist auch nicht so schwer, für letzteres leiste ich mir eine Putzfrau alle zwei Wochen, eine Ehefrau ist teurer.

Vielleicht sollte man allgemeiner formulieren, es wechselt derjenige eher, der alleine problemloser klarkommt. "Fremdgehen wie ich will" halte ich im Gegensatz zu Dir in einer Beziehung auch nicht für normal.

Als Frau kannst Du Dich offensichtlich recht schlecht in die Sichtweise von Männern einfühlen, deren Trennungsgründe hier gefragt wurden. Das ist aber auch ein Punkt, der Männer auf die Palme bringt: manche Frauen müssen immer noch einen draufsetzen und dem Mann sagen, wie er bestimmte Dinge zu sehen hat. Als Mann tut man gut daran, sich schnell zu trennen, wenn man erkennt, das eine Frau derart manipulativ ist. Du hast ja selbst die sonst unausweichlichen Schikanen bei der Trennung beschrieben. Mit "momentan überschäumenden Gefühlen" hat das oft weniger zu tun.

m, 46
 
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  • #22
Ja, das kenne ich. Mir bleibt zum Abschalten nur noch die Arbeitszeit, denn kaum sind wir zusammen, korrigiert sie an allem rum, was ich mache: sie ändert mir sogar die Belegung meiner Brötchen. Das regt mich natürlich auf, und ich stehe ständig unter Strom deswegen. Ich werde also wohl auf eine Trennung sparen müssen. Unschön, aber was will man machen?

Also, wenn ich dieses Gejammer lese, dann werde ich noch vom Pickup-Gegner zum Befürworter. Männer, versucht mal der Übermutter daheim Einhalt zu gebieten, bevor ihr auf Trennungen spart. Da Paartherapeuten-Literatur (wie z. B. W. Schmidbauer, D. Schnarch) von Männern gemieden wird wie das Weihwasser vom Teufel, hier nun das ausgewogenste Werk der Pickup-Szene als heißer Tipp: Lob des Sexismus. Wenn die Frau schon Brötchen für Schatzi neu belegt, muss zu radikalen Maßnahmen gegriffen werden. Wenn ich mich nicht täusche, wird sie euch die neue Gangart danken, sie braucht Hilfe beim Ausstieg aus ihrem Mutti-Schema - von einem Mann, der ihr Grenzen aufzeigt, die sie einhalten muss!
w
 
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  • #23
Apropos Hausfrau: ist dir eigentlich klar, dass es noch für die Generation der heute 70-jährigen selbstverständlich war, dass die Frau nach der Eheschließung mit der Erwerbstätigkeit aufhörte und sich um die Familie kümmerte? Und dies mit nicht schlechtem Ergebnis. Der Großteil der Kinder erlebte im Gegensatz zur heutigen Zeit noch ein wirkliches Elternhaus mit Erziehung. Eine Rollenteilung - die sehr effektiv sein kann - hat es bis vor ein paar Jahrzehnten immer gegeben, selbst in bäuerlichen Familien, wo die Frau hauptsächlich Haus und Hof betreute und die Männer aufs Feld gingen. Die einzige Schicht der erwerbstätigen Frauen waren die Industriearbeiter. Du liegst eigentlich genau im Trend: Frauen werden zu Männern und Männer zu Frauen, es gibt keine Geschlechter mehr, weithin geld-und machthungrige Egozentriker, die jede Verantwortung von sich schieben, und immer weniger Kinder.

Das stimmt so nicht. "Hausfrauen" - ich finde den Begriff schon witzig, Haushalt macht doch jeder -, gab es früher so gut wie nicht. Die Arbeit der Frauen war früher und ist andernorts völlig selbstverständlich. Dass die Kinder von "Hausfrauen" schlechter geraten als die Kinder erwerbstätiger Frauen, ist doch mittlerweile erforscht. Das Argument zieht nicht mehr und nach meiner Beobachtung werden gerade die "Hausfrauen" ganz schnell unattraktiv, unzufrieden und versuchen - weil ansonsten unbedeutend - den Mann zu dominieren. Das ist unweiblich, nicht die fleißigen Bienchen mit eigenem Kopf.
 
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  • #24
meine Ex wollte ihre Lebensvorstellung durchdrücken - das arbeiten, was sie will, Arbeitszeit praktisch ohne Bezahlung im "Hobby" Beruf, Haushalt blieb trotzdem liegen.

Oh ja, dieser Trennungsgrund ist mir wohlbekannt. Erotisch lief alles bestens, emotional und intellektuell auch, aber sie war immer irgendwo am Lernen "für den späteren Beruf", nahm für ihre paar bezahlten Wochenstunden eine Fernbeziehung in Kauf, arbeitete für Kost und Logis ein paar Wochen bei irgend einem Auslandsprojekt mit, ich zahlte für zwei und hatte dennoch nur höchst gelegentlich eine Frau an meiner Seite, die dann auch noch sagte: "staubig wird es in unserer Wohnung ja allein durch dich, ich bin ja fast nie da, warum also sollte ich dir beim Putzen helfen?"

Ja, und dann habe ich mich eines Tages ganz spontan von ihr getrennt. Und es nie nie nie bereut.
 
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  • #25
Apropos Hausfrau: ist dir eigentlich klar, dass es noch für die Generation der heute 70-jährigen selbstverständlich war, dass die Frau nach der Eheschließung mit der Erwerbstätigkeit aufhörte und sich um die Familie kümmerte? Und dies mit nicht schlechtem Ergebnis. Der Großteil der Kinder erlebte im Gegensatz zur heutigen Zeit noch ein wirkliches Elternhaus mit Erziehung. Eine Rollenteilung - die sehr effektiv sein kann - hat es bis vor ein paar Jahrzehnten immer gegeben, selbst in bäuerlichen Familien, wo die Frau hauptsächlich Haus und Hof betreute und die Männer aufs Feld gingen. Die einzige Schicht der erwerbstätigen Frauen waren die Industriearbeiter. Du liegst eigentlich genau im Trend: Frauen werden zu Männern und Männer zu Frauen, es gibt keine Geschlechter mehr, weithin geld-und machthungrige Egozentriker, die jede Verantwortung von sich schieben, und immer weniger Kinder.

Ich (m) willl es nicht in Abrede stellen, dass dieses Modell auch positive Seiten hat.

Ansonsten. - Veto! - Auch wenn es nicht zur Frage gehört. Aber ich kann diesen Hinterwäldertenor hier nicht mehr hören/lesen, dass es selbständige Frauen erst "seit letztem Herbst" gibt. Das mag in den ländlichen Regionen bis etwa 1990 so gewesen sein und in manchen abgelegenen Hölen wird das auch sicher heute noch so geregelt. "Du Frau, ich Mann, Deine Kette reicht zwischen Küche, Bad und Schlafzimmer ..."
Aber. Meine Mutter ist Jahrgang 38 (also ü70 ;-), Medizinerin und war mit meiner Schwester und mir AE und hatte Kolleginnen (mit und ohne Partner), die ebenfalls voll berufstätig waren.

Also bitte einfach mal etwas darüber informieren, seit wann Frauen an Universitäten zugelassen sind.
 
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  • #26
Habt Ihr schon mal mit einem narzisstischen Mann zusammen gelebt? Wenn ja, dann wisst Ihr, dass Ihr irgendwann ausgetauscht werdet, nämlich dann, wenn Ihr ihn nicht den ganzen Tag bewundert, lobt, bewundert und lobt und wenn Ihr Euch nicht ganz und gar für ihn aufgebt. Da er keine Liebe empfinden kann, fällt ihm die Trennung auch nicht schwer. Er ist sofort wieder auf Partnersuche.
Ja, solche Männer gibt es auch. Man muss aufpassen, dass man daran nicht kaputt geht.
 
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  • #27
Das Argument zieht nicht mehr und nach meiner Beobachtung werden gerade die "Hausfrauen" ganz schnell unattraktiv, unzufrieden und versuchen - weil ansonsten unbedeutend - den Mann zu dominieren. Das ist unweiblich, nicht die fleißigen Bienchen mit eigenem Kopf.
Wer sind denn die fleißigen Bienchen mit eigenem Kopf? In diesem Fall meinst du wohl die Frauen, die nichts mit Familie anzufangen wissen und vor allen Dingen nach Anerkennung dürsten, die sie eben aufgrund des gesellschaftlichen Drucks - die Männer haben damit nichts zu tun - zu Hause nicht mehr bekommen. Politisch korrekt ist heute nur noch derjenige, der sich dem Diktat des Staates und der öffentlichen Meinung unterordnet und in gewisser Weise versklavt. Das geht schon so weit, dass selbst Freunde schon strategisch ausgewählt werden, zum eigenen Nutzen.
 
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  • #28
Einige Antworten sind kurios - insofern, dass Männer eine Haushaltshilfe benötigen...

Ich denke, wenn man zusammenlebt, sollte man sich die Aufgaben des Alltags teilen. Mal kocht der eine, mal der andere.
Es gibt aber Menschen (auch Frauen), die nach ein paar Jahren des Zusammenlebens sich völlig gehen lassen und nur noch auf der Couch herumliegen, habe ich selbst erlebt. Ich kann den Haushalt zwar alleine machen, bin aber nicht der Dienstleister für eine faule Partnerin.

m
 
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  • #29
Deine Frage: "Gibt es für eine Lösung aus einer Ehe andere oder schwerwiegendere Gründe als für eine Auflösung einer Beziehung ohne Trauschein?"
AER NATÜRLICH!
Ich (m) war nie verheiratet und es war immer ich, der die Beziehungen gelöst hat, -mindestens bis jetzt 10 - nicht die Frauen! Wäre ich verheiratet gewesen, so bin ich überzeugt, dass es auch Frauen gewagt hätten, sich von mir zu trennen und Punkt. Ich werde niemals heiraten und möchte auch niemals Kinder haben, da ich mich nicht in negative Abhängigkeit bringen möchte, die ich nicht kontrollieren kann, so einfach ist es. Würden die Männer nicht heiraten, so würden sich die Frauen nicht von ihnen scheiden lassen können!
 
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