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  • #1

Warum verkaufen sich EP-Mitglieder im Profil bewußt unter Wert?

Hallo,

ich hatte kürzlich über EP ein Date, das mir gefallen hat. Nun bin ich - ob man es glaubt oder nicht - tatsächlich per Zufall auf die berufliche Internetseite dieser Dame gestoßen und bin doch sehr überrascht. Diese Dame hat (intellektuell) weitaus mehr zu bieten, als sie in ihrem EP-Profil stehen und als sie mir auch nur in Ansätzen beim Date offenbart hat.

Nun bin ich sehr hin- und hergerissen, wie ich das finden soll. Einerseits bin ich ja selbst ein Freund des Understatements, aber dennoch sollte man doch auch schon irgendwie zu dem stehen, was man bislang im Leben geschafft hat, ohne deswegen damit gleich zu prahlen. Hier wurde ja auch schon oft über Ärztinnen diskutiert, die sich als Krankenschwestern ausgeben, um nicht "zu hoch" für einen Mann zu wirken.
Für mich hat das etwas von ziemlich schwachem Selbstwertgefühl und letztlich auch mangelndem Vertrauen.

An die Damen: was steckt wirklich dahinter? Und wenn Ihr das macht: habt Ihr dann im Umkehrschluß nichts gegen einen Partner einzuwenden, der dann eben nicht auf der echten Augenhöhe mit Euch steht? Damit müßt Ihr dann ja rechnen...?!

Zusatzfrage: soll/kann/darf ich mein Date darauf ansprechen und wenn ja, wie am besten?

Bin sehr gespannt und freue mich auf Antworten.
m/32
 
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  • #2
In der Regel steckt da kein Understatement dahinter sonder schlichtweg zunächst der Schutz der Privatsphäre. Da ich (m) normalerweise sehr direkt und offen bin, konnte ich das zunächst auch nicht nachvollziehen, aber ich habe schon etliche Damen kennengelernt, die äusserst vorsichtig sind im Preisgeben persönlicher Lebensdaten. Viele haben eine ausgeprägte Angst vor Stalking u.s.w. Der Arbeitsplatz scheint bei manchen ebenso privat und damit zunächst für Zufallsbekanntschaften tabu zu sein wie die genaue Anschrift. Alles in allem ist das ja auch keine schlechte Vorgehensweise!
 
  • #3
Weil diese Damen es sicher einfach nicht nötig haben, sich zu verkaufen und ihren persönlichen Wert in anderen Dingen sehen, als in dem was sie erreicht haben. Sie möchten auch nicht als Ware in der Sprache von Kaufleuten gehandelt werden. Ein Mann, der so über eine Frau spricht, wäre mir schon zu Beginn unsympathisch.

Egal, wie andere Männer und Frauen das sehen, diese Frauen werden ihre Gründe haben, sich so zu verhalten. # 1 sieht das ziemlich realistisch, wie ich meine.

Natürlich kannst du sie darauf ansprechen, sofern die berufliche Website öffentlich ist und es dir nichts ausmacht, dass sie dich evtl. als Schnüffler einordnet, auch dann, wenn das nicht der Fall sein sollte. Es ist doch ein gutes Thema, bei dem grundsätzliche Werte und Einstellungen gleich am Anfang abgeklärt werden können.
 
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  • #4
Ich glaube eher, dass das mit den teilweise merkwürdigen Ansichten zu tun hat, die in diesem Forum vertreten werden. Manchmal liest man, die Intelligenz und Bildung einer Frau seien zweitrangig, Hauptsache, die Hülle ist schön oder sogar, dass Frauen, die ernsthaft arbeiten, als kalte "Karrierefrauen" mit weniger Herz als Berufsversagerinnen verunglimpft werden - vermutlich in erster Linie von letzeren selbst oder Männern, für die sie nicht erreichbar sind. Ich denke nicht so und freue mich, wenn eine Frau mehr als Hülle zu bieten hat.
 
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  • #5
Ich würde dazu sagen es ist, um beim Date keine falschen fünfziger anzulocken, denen es nur um Geld oder Status geht... sondern um "den Menschen" beim Date. Zum Date(nicht über EP) bin ich bis jetzt auch meistens mit meinem alten VW Bus gefahren, obwohl ich noch einen Sportwagen in der Garage habe. ;)

M. 40+
 
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  • #6
Haha. Jetzt gehts gleich wieder los:

Dann ist es eine Lüge, NoGo und Kontakt sofort abbrechen :)

Im Ernst: Ich denke die Feinheiten was jemand tut, wie alt, wie groß, wie nett oder was er auch erreicht haben will, kann man doch gerne beim ersten Date diskutieren, rausfinden und entweder dann mögen, oder nicht.

Ich finde es nicht schlimm wenn eine Ärztin meint sie muß im Online Dating Portal erstmal eine Krankenschwester sein. Sie spielt es ja herunten. Hochstaplerei dagegen wäre schlimmer.

m/45
 
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  • #7
Ich z.B. bin Ärztin. Ich habe überhaupt keine Probleme, dieses zu sagen. Dennoch ließt man auch hier in dem Forum immer wieder von der "erfolgreichen, karrieregeilen Frau", die nur Karriere machen will.
Dabei tue ich z.B. auch nur meine Arbeit und freue mich auf die Freizeit. Leider wird das von den Außenstehenden nicht so aufgefasst und ich nur auf den Beruf reduziert.
1x war ich auch kurz davor zu erzählen, ich wäre Krankenschwester, da dieses scheinbar besser bei den Männern ankommt. Aber ich blieb doch lieber bei der Wahrheit. Es kommt doch sowieso irgendwann heraus. Und so kann man kein Vertrauen schaffen.
Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass auch andere Frauen in höheren Positionen fürchten, sie könnten allein wegen ihres Status abgelehnt werden.

zu 1)
Ich denke, dass der FS bereits einige Daten der Frau hat, sonst hätte er ja nicht auf ihrer Homepage surfen können. Soviel zum Thema stalking.
Natürlich gibt man nicht jedem sofort alle Informationen preis. Bei mir hängt es davon ab, wem ich mehr Vertrauen schenke.


w
 
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  • #8
Was dahinter stecken kann: Schutz der Privatspäre und/oder ein STARKES Selbstbewußtsein.
Die Frau möchte mit Ihrer Ausstrahlung punkten und nicht mit ihrem Beruf.

Da Du offensichtlich mit den wenigen Kenntnissen über diese Frau ihren Internetauftritt gefunden hast, scheint ihre Vorsicht mehr als berechtigt!

Wenn Ihr weiter in Kontakt bleibt, wird das Gespräch zwangsläufig auch auf den Beruf kommen. Dann wäre Gelegenheit, die Internetseite zu erwähnen. Vorher würde ich es an Deiner Stelle nicht tun.
 
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  • #9
Eine Freundin von mir ist Ärztin und ganz besonders attraktiv. In Dating-Situationen und auf Single-Treffen hat sie irgendwann aufgehört, ihre genaue Berufsbezeichnung zu nennen, weil bei dem Wort "Ärztin" sofort betretenes Schweigen herrschte und sie - im Gegensatz zu den anderen - nicht weiter zu ihrem Beruf befragt wurde. Sie hatte einfach die Nase voll, als karrieregeil und überehrgeizig und damit als beziehungsunfähig abgestempelt zu werden.
 
  • #10
Ich kenne viele Ärztinen die glücklich verheiratet sind. Niemand den ich kenne ist besonders beeindruckt über ihre Berufswahl. Männer die sich beeindrucken lassen, sind sicher nicht die richtigen Partner, da sie dann nicht auf "Augenhöhe" sind. Wenn ich als Ärztin nicht zu meinem Beruf stehen kann, dann habe ich ein Problem und nehme meinen "Status " viel zu wichtig. Diese Person rezuziert sich selber darauf. Sicherlich ist sie von ihrem Beruf selber sehr beeindruckt und denkt alle würde erstarren vor Erfurcht. Das ist einfach falsch gedacht.
 
  • #11
Eine Bekannte von mir ist irgendwann dazu übergegangen, in Kennenlern-Situationen mit potentiell interessanten Männern ein downgrade von "Rechtsanwältin" auf "Sachbearbeiterin" vorzunehmen. Ihr war es einfach sehr oft passiert, dass Männer (Alter Mitte 30 bis Anfang 40) sich anfangs sehr interessiert zeigten und nach der Nennung ihres Berufs plötzlich auf Abstand gingen. Sie hoffte, durch das "downgrade" zumindest eine echte Chance zum näheren Kennenlernen zu bekommen.
Ich habe diese Taktik nie verstanden. Wer will denn einen Mann, der offensichtlich so wenig Souveränität hat, dass er ein Mäuschen mit Anhimmel-Garantie sucht?
 
  • #12
Es ist witzig- bei meiner Suche wurde mir irgendwann bewusst, dass ich meine richtige Job-Bezeichnung immer sofort nennen konnte, wenn ich den Mann ernst genommen habe. Ansonsten habe ich so etwas wie "Bürojob" gemurmelt, und das wurde dann auch zielsicher Nichts.

Aber ansonsten kann ich solch ein down-grade schon verstehen. Mein Ex erzählte auch etwas von "Außendienst" und "Verantwortung"- nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass der mittelständische Laden ihm gehörte. Er wollte als Person gesehen werden, war auch ansonsten einfach sehr zurückhaltend und sehr, sehr uneitel. Mir ist das sympathisch- sehr viel mehr als diese Gockel mit dem Porsche-Schlüssel auf dem Tisch.
 
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  • #13
Ehrlich gesagt, halte ich diese Dame für sehr intelligent. Sie hat nämlich begriffen, daß eine Frau anders attraktiv definiert wird, als ein Mann. Eine Frau hat als höchste Priorität Jugend und Schönheit zu bieten. Alle anderen Faktoren sind sekundär. Frauen mit sehr hohem sozioökonomischen Status (Ärztin) schrecken viele Männer ab, die sie sich einer solchen Frau nicht gewachsen fühlen, da sie im Attraktivitätsrevier des Mannes wildert. Kaum ein Mann kann damit umgehen, wenn seine Frau mehr verdient oder den höheren Status hat. Durch diese Taktik hat sie die Chance, einen Mann überhaupt erst kennenzulernen, erhöht. Ich denke, man sollte ihr das nicht übel nehmen, sondern anerkennen, daß sie die Spielregeln auf dem Partnermarkt begriffen hat und nicht wie viele andere Frauen mit männlichen Attributen (Geld, Auto, Studium Job) für sich wirbt und dann wundert, daß die Männer ausbleiben.
 
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  • #14
Ist doch völlig offensichtilich warum wir Frauen das machen: wenn wir nämlich ehrlich wären und im Profil unseren Studienabschluß/Promotion/MBA o.ä. angeben würden dann würde uns doch kein Schwein anschreiben. Ich selbst verleugne meinen Beruf (Habilitandin an der Uni im Bereich Biochemie/Molekularbiologie) auch ganz bewußt und gebe mich als biologisch technische Assistentin aus sodaß ich zwar aus meinem Forschungsbereich erzählen kann aber mich nicht als promovierte und hier vielgeschmähte 'Karrierehexe' outen muß. Ich gebe mich bei Dates auch immer etwas naiv und einfach gestrickt (zum Glück sehe ich auch nach einem recht attraktiven Modepüppchen aus sodaß man(n) mir das Theater abnimmt) und fahre mit dieser Nummer recht gut. Die Männer hier und in anderen SB haben die gut ausgebildeten Frauen dahin getrieben daß sie nun ihren Werdegang verleugnen da ja hier immer nach der ungebildeten, etwas einfältigen aber herzensguten Hausmutti gekräht wird - am liebsten aus Osteuropa stammend die dem Mann den Rücken freihält (und nicht selten einen stolzen Preis dafür verlangt:) ).
 
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  • #15
Weil zu viel Schlauheit und Status auch abschreckend sein kann - wenn ich schon vor dem Treffen weiß, dass da eine Frau oder ein Herr Prof Dr Dr "Quantenphysik" ankommt, bestenfalls noch mit Adelstitel und "großem Namen", müsste ich ja die gleichen Voraussetzungen mitbringen um auch nur annähernd den intellektuellen Anforderungen eines solchen Menschen zu befriedigen. Einfach nur Uni-Abschluss reicht dann eben nicht mehr. Ich kenne das übrigens auch umgekehrt und würde mich deshalb nie mehr auf irgendwelche Dating-Plattformen einlassen. Als 08/15 Jurist der seit 14 Jahren so seinen Kram macht, stoße ich bei manchen Nicht-Akademikerinnen auf dermaßen extreme Vorurteile (dabei kümmer ich mich nur um ganz simple Autosachen), dass ich den Beruf einfach weglasse und erstmal mit meinem Hobby-Zweitjob anfange. Unsere Menschenbilder sind vor allem Mediengeprägt - und deshalb kann sich keiner Vorstellen, dass Frau Prof Dr Dr von Quantenphysik auch mal gerne einen Apfelkuchen backt oder auf der grünen Wiese grillt.
 
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  • #16
Ich schreibe auch nicht zu viel über meinen Beruf und wo ich im Ausland studiert habe. Das erwähne ich erst später. Weil ich erfahren habe, dass mich viele Männer genau nur deswegen mich anschreiben. Manch einer hat mir dies auch gleich direkt gesagt. Ich möchte ein Mann der mich als Person,... den Charakter mag. Und nicht das was ich alles schon erreicht habe!
Und da es im Internet Infos über mich gibt. Ich habe eine homepage. Nenne ich den Wohnort nicht vor dem ersten Date.

w35
 
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  • #17
Ich kann mich da meinen Vor-Rednerinnen nur anschließen. Ich habe zwischenzeitlich einen Teil meiner Qualifikation wieder aus dem Profil genommen und habe auch darauf verzichtet mitzuteilen, dass ich mehrere Sprachen spreche. In der Zeit, als ich das drin hatte, nahmen die Kontakte seitens der Männer ab. Offenbar sind die Männer, deren Selbstbewußtesein ausreicht, Kontakt zu einer erfolgreichen, intelligenten Frau aufzunehmen, doch immer noch zu gering gesäht. Schade eigentlich, denn auch beruflich erfolgreiche Frauen haben nicht nur ein Hirn, sondern auch ein Herz.

w, 49
 
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  • #18
Ich bin Unternehmerin mit 60 Mitarbeitern und zwei Studienabschlüssen. Dies einem Mann nicht sofort zu sagen hat zwei Gründe: Der eine wurde schon genannt - Männer haben sofort das Bild der "Powerfrau" im Kopf, das sie abschreckt. Der Andere: Ich möchte nicht als "Goldfisch" gesehen werden, sondern wünsche mir einen finaziell unabhängigen Partner.
Es fällt mir nicht schwer bei Verabredungen mit Männern unkompliziert und sympathisch aufzutreten. Ich bin eine ganz normale Frau und weiß einfach nicht, warum ich weniger weiblich sein sollte als eine Krankenschwester oder Lehrerin. Es ist auch keine Lüge, wenn ich sage, dass ich in einem mittelständischen Unternehmen arbeite. Schwierig finde ich etwas ganz Anderes: Nach etwa drei Monaten, wenn der Mann weiß, wo ich beruflich stehe, setzt eine Mischung aus Minderwertigkeitsgefühl und Neid bei ihm ein. Das ist ganz fürchterlich für mich.

w, 35
 
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  • #19
@12 -- genau --- das sind die , die frau auf jugend und schönheit reduzieren ......... prima, setzen , eins ;-)

auch ich habe einen beruf, den viele sofort als nogo ansehen: lehrerin. aber den mann, der das als nogo ansieht, den brauche ich gar nicht erst kennenlernen. er sollte so viel IQ und EQ besitzen, dass er trotzdem noch sieht, wer ich als frau bin - trotz oder zusätzlich oder mit meinem beruf. genauso verhält es sich ja mit dem alter. wer nicht aushält, wie alt ich bin und eine 20 jahre jüngere sucht, bitte, wenn er sie findet. schön für die zwei. es würde mir doch auch ncihts nützen, wenn ich mich online jünger mache, das ändert nichts an seiner sicht der welt.

ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz die zeilen der frauen hier, die sich völlig zurücknehmen um erst mal zu einem date zu kommen .... was will ich mit so einem mann, der spielchen einer onlinebörse spielt statt wirklich nach einer partnerin zu suchen, die passt. hinterher zu sagen: "ätsch , ich bin aber ... ". wo soll das hinführen.
ich brauche nicht täglich 10 mails in meinem postfach, und dauernd ein date .... mir reicht der, der sich wirklcih einlassen mag .

und wer schreibt eigentlich dann die ganzen enttäuschten frustrierten anfragen im forum, weil es den beteiligten vor lauter spielchen schlecht geht? da hat doch vermutlich gleich am anfang irgendwas nicht gestimmt.
 
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  • #20
Ist doch völlig offensichtilich warum wir Frauen das machen: wenn wir nämlich ehrlich wären und im Profil unseren Studienabschluß/Promotion/MBA o.ä. angeben würden dann würde uns doch kein Schwein anschreiben. Ich selbst verleugne meinen Beruf (Habilitandin an der Uni im Bereich Biochemie/Molekularbiologie) auch ganz bewußt und gebe mich als biologisch technische Assistentin aus sodaß ich zwar aus meinem Forschungsbereich erzählen kann aber mich nicht als promovierte und hier vielgeschmähte 'Karrierehexe' outen muß. Ich gebe mich bei Dates auch immer etwas naiv und einfach gestrickt (zum Glück sehe ich auch nach einem recht attraktiven Modepüppchen aus sodaß man(n) mir das Theater abnimmt) und fahre mit dieser Nummer recht gut. Die Männer hier und in anderen SB haben die gut ausgebildeten Frauen dahin getrieben daß sie nun ihren Werdegang verleugnen da ja hier immer nach der ungebildeten, etwas einfältigen aber herzensguten Hausmutti gekräht wird - am liebsten aus Osteuropa stammend die dem Mann den Rücken freihält (und nicht selten einen stolzen Preis dafür verlangt:) ).
lol, musste herzlich lachen. Ich hoffte nur, dass wenn wir uns dateten, du deine rolle rechtzeitig aufgegeben hättest. ich bin auf der karriereleiter zwar ein paar stufen unter dir, habe aber überhaupt kein problem mit starken erfolgreichen frauen. im gegenteil. das doofe blondchen wollte ich nicht haben. auch das gibts.

ich empfinde das auch nicht als lüge. andersherum ,also hochstapeln, schon.
 
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  • #21
Ich habe damals mehrfach meine Berufsangabe im Profil geändert.
Da ich selbständig bin, war das ohne zu Lügen recht einfach.
Ein Beruf - aber unterschiedliche Berufsbezeichnungen haben ganz verschiedene "Männertypen"
angezogen.
Hänge dieser Frau nicht irgendetwas an, was Du da so hineininterpretierst.
Und das mit der Augenhöhe sehe ich nicht so.
w/45
 
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  • #22
Nach etwa drei Monaten, wenn der Mann weiß, wo ich beruflich stehe, setzt eine Mischung aus Minderwertigkeitsgefühl und Neid bei ihm ein. Das ist ganz fürchterlich für mich.
Ja, natürlich. Weil Du dadurch, dass Du Deine wahre berufliche Situation herunterspielst, die falschen Männer kennen lernst. Was nützt es Dir, dass Dich einer nur so lange toll findet, wie er glaubt, Du seist eine durchschnittliche Angestellte? Das bittere Ende folgt. Möchtest Du nicht einen Mann, der so viel Selbstbewusstsein mitbringt, dass er vornherein toll findet, was Du machst? Jedes Mal nach drei Monate das böse Erwachen - willst Du Dir das nicht ersparen?
 
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  • #23
@21 von 17:

Ja und ich möchte einen Mann kennenlernen, der mich als Mensch will und nicht als Unternehmerin. Der keinen Job sucht, sich kein Geld leihen will, keine Existenzgründungsberatung braucht und mir im Restaurant nicht immer die Rechnung rüberschiebt mit der Begründung "kannst du ja als Geschäftsessen absetzen".
Du meinst also, ich soll von Anfang an sagen, was ich beruflich mache...es funktioniert leider nicht. Vielleicht bin ich mittlerweile auch einfach nur zu misstrauisch.
 
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  • #24
Liebe Karriere - Frauen

Ich als ganz "normaler Mann", der eine Frau sucht hätte kein Problem mit irgendeinem Titel, Rang oder dgl. (Charakter und auch Optik sind wichtig und Optik mgl. oh. viel make up) aber dies alles zusammen heißt Frau hat viel Geld (Charakter??).... stört mich auch nicht und ich komm auch selber über die Runden - das heisst aber widerum ein anderer Lebensstil und da wird doch dann die Beziehung nicht funktionieren. Ich könnte dieser Frau... sei Sie auch nicht arrogant und dafür lieb ect. keine Freude zum Bsp. zum Geburtstag machen, die auf ihrem sonstigen Niveau liegt... so nach dem Motto: Du hast eine halbe Stunde zum packen Schatz wir kommen Sonntag Abend zurück. Falls ich die Frau mal kennen lerne würd ich es vieleicht versuchen aber selbst mit "Großer Liebe" dürfte das schwer werden. Also liebe Damen schreibt das Richtige, wenn ihr den Richtigen erwartet, ansonsten ist es viel verschwendete Zeit. Ich möchte natürlich nicht ausschließen, dass es auch bescheidene Frauen mit viel Geld gibt, die einfach ihren Beruf gern machen, darin aufgehen und keinen Luxus brauchen - dann wäre Sie schon wieder sehr interessant für mich, wenn der "Mensch" dahinter zum Verlieben ist.
m42
 
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  • #25
Ich kann ja verstehen, wenn man sich vor dem ersten Date erkundigt mit wem man es so ungefähr zu tun hat......... Aber wenn dann in aller Ausführlichkeit über den beruflichen Werdegang und womöglich noch über die Familie Informationen eingeholt werden, dann empfinde ich dies als äußerst merkwürdig!!!! Jeder Mensch hat ein Recht auf Privatsphäre und es liegt wahrscheinlich an solchen Männern, warum gerade Frauen sehr vorsichtig sind.
 
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  • #26
Nun bin ich sehr hin- und hergerissen, wie ich das finden soll. Einerseits bin ich ja selbst ein Freund des Understatements, aber dennoch sollte man doch auch schon irgendwie zu dem stehen, was man bislang im Leben geschafft hat, ohne deswegen damit gleich zu prahlen. .......
Für mich hat das etwas von ziemlich schwachem Selbstwertgefühl und letztlich auch mangelndem Vertrauen.

Zusatzfrage: soll/kann/darf ich mein Date darauf ansprechen und wenn ja, wie am besten?
@FS:
Im Gegenteil. Das hat etwas von starkem Selbstwertgefühl und großer Verantwortung sich selbst gegenüber. Mir gefällt das.
Denn es geht dich zu diesem Zeitpunkt schlichtweg nichts an, was und wer diese Frau ist und tut. Was du wissen sollst, wird sie dir schon selbst erzählen. Jetzt schon von mangelndem Vertrauen zu sprechen ist lächerlich - du hast sie "kürzlich" kennengelernt, also was erwartest du!

Wenn du sie auf deine Entdeckung ansprichst kann passieren, dass sie dich als neugierigen Schnüffler und Stalker sieht. Vielleicht packt sie es aber auch mit Humor, was wahrscheinlicher ist.
 
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  • #27
ich musste mich beruflich überdurchschnittlich anstrengen, um in meinem job anerkannt zu werden. ich habe mich ohne studium hochgearbeitet und war jahrzehntelang controllerin in einem amerikanischen konzern.

als ich hier noch suchend aktiv war, habe ich angegeben kfm. angestellte zu sein. irgendwie doch korrekt, oder?

w54
 
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  • #28
[Mod.= Chat gelöscht]
@FS: Als ich meinen Beruf (prom. Zahnärztin) im Profil erwähnte, wurde ich von älteren, gut situierten Herren angeschrieben...was ich nicht suchte. Ich habe dann angefangen, vermehrt Männer anzuschreiben, deren Profil mir zusagte, zudem habe ich Fotos eingestellt, von denen mich eines mit Pudelmütze, über alle vier Backen lachend und einem lustigen Hund daneben zeigte. Sich unter Wert zu verkaufen finde ich schlecht, schliesslich kommt die Wahrheit irgendwann ans Licht, und sich als Pflegefachfrau statt Ärztin auszugeben, ist für mich eine glatte Lüge. Fazit: Wahren Beruf angeben, aussagekräftige Fotos dazu und Profil dementsprechend gestalten. Wenn sich die mit den Vorurteilen nicht melden: Umso besser!
w/38
 
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Gast

  • #29
Es gibt doch immer noch Themen, die wohl noch nicht totgekaut sind... ich erzähle auch nicht alles von mir: Privatsphäre, öffentlicher Bekanntheitsgrad, man möchte nicht von jedem sofort erkannt und angesprochen werden, Selbstschutz vor Stalkern, außerdem finde ich es penetrant, wenn man sein Profil gleich mit allen Details, Vorlieben- und Abneigungen zufüllt und damit einem potentiellen Interessenten entgegentritt. Sowas möchte ich selbst gar nicht wissen oder lesen. Das Geheimnis liegt in Schlichtheit, in der Kürze und man möchte sich ja irgendwo auch interessant halten und für alles offen bleiben. Wenn ich in einem Profil erst lese, dass die Person eine Top 20 Liste mit ihren 20 besten Abneigungen oder Vorlieben auflistet, dann ist bei mir schon der Ofen aus, weil gut 90% gar nicht zu mir passt.
 
M

Mooseba

  • #30
Weil viele Menschen gelernt haben, dass Bescheidenheit ein Pflicht ist. Nur bei der Sparsamkeit und der Bescheidenheit selbst darf man nicht bescheiden sein.