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  • #1

Warum verlieren meist Männer Umgangsstreit vor Gericht?

Habe mich immer um die Kinder gekümmert, jeden Tag vor und nach der Arbeit, jedes WE. Die Kinder sagen dem Gericht, dass sie mehr zu Papa wollen. Meine Anwältin hat Anwalt des Kindes gewünscht. Interessiert niemand, fragt keiner nach, es wird gemacht, was Mutter sagt. Wie seht Ihr das? Welche Erfahrungswerte gibt es? Haben Männer hier grundsätzlich schlechte Karten, wenn es um Sorgerecht geht?
 
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  • #2
FS,

bist du durcheinander, oder warum schreibst du so komisch?

Ein Umgangsrecht ist was anderes als das Sorgerecht!

Um was geht es bei dir genau? Bitte schreibe deutlich und verständlich.

w
 
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  • #3
Irgendwas stimmt nicht lieber FS. Bin Anwältin in diesem Bereich und wenn Kinder dem Gericht sagen, sie wollen mehr zu Vater, und es gibt auf Seiten des Vaters keine Einschränkungen, bekommst du auch mehr Umgang. Es wird nicht gemacht, was die Mutter sagt. Mache das jetzt schon seit vielen Jahren und gerade in den letzten Jahren sind die Rechte der Väter immer weiter gestärkt worden. Wenn ihr vor eurem Gericht nicht weiterkommt, musst du zum OLG gehen.
Bedenke, Umgang hat mit Sorgerecht nichts zu tun!
 
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  • #4
Weil Männer in dem bereich sehr stark benachteiligt werden!
Gleichberechtigung gilt nur für Frauen.
Der Rosinen - Feminismus sieht die Frauen immer als Opfer und der Mann ist immmer der Täter.
 
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  • #5
@FS

Sie sind doch anwaltlich vertreten - da wird es doch kein Problem sein, entsprechende Anträge bei Gericht einzureichen.

Ihre Info sind auch dürftig . Wie alt sind Kinder und wurde bereits Umgangsregelung gerichtlich per Beschluß geregelt ?

Zu bedenken ist auch, daß verhinderte Umgangskontakte auch kindeswohlschädlich sein können und auch zum Sorgerechtsentzug führen können.
Aber das sollten Sie mit Ihrer RA'in besprechen.


m, 50
 
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  • #6
@2: ich hatte einen einfachen Antrag auf 50% gestellt, weil die Frau den Umgang von 50% reduziert hat auf 30%. Einen Tag vor der Anhörung erhält meine Anwältin ein Schreiben 7 Seiten mit Lügen, Unterstellungen. In weniger als 24 h kann ich nicht zur Anwältin, lesen, Gegenargumente durchdenken und vorbereiten, mit Anwältin abstimmen, Beweise herbeiholen etc. Die Richterin hat Wunsch nach Kindesanwalt ignoriert, selbst Kinder interviewt, und dann nur "Vorurteile" aus den Kindern rausgeholt: Papa geht (im Sommer!) "nur" Eis essen und spielt Nintendo (hatte Frau für Kinder als neues Geschenk vorgeschlagen!), bestätigt aber, dass die Kinder mehr zum Vater wollen. Richterin sagt den Spruch, der wohl oft fällt: die Kinder brauchen erstmal Ruhe! Und empfiehlt es bei 30% zu lassen.
 
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  • #7
@2: ich hatte einen einfachen Antrag auf 50% gestellt, weil die Frau den Umgang von 50% reduziert hat auf 30%. Einen Tag vor der Anhörung erhält meine Anwältin ein Schreiben 7 Seiten mit Lügen, Unterstellungen. In weniger als 24 h kann ich nicht zur Anwältin, lesen, Gegenargumente durchdenken und vorbereiten, mit Anwältin abstimmen, Beweise herbeiholen etc. Die Richterin hat Wunsch nach Kindesanwalt ignoriert, selbst Kinder interviewt, und dann nur "Vorurteile" aus den Kindern rausgeholt: Papa geht (im Sommer!) "nur" Eis essen und spielt Nintendo (hatte Frau für Kinder als neues Geschenk vorgeschlagen!), bestätigt aber, dass die Kinder mehr zum Vater wollen. Richterin sagt den Spruch, der wohl oft fällt: die Kinder brauchen erstmal Ruhe! Und empfiehlt es bei 30% zu lassen.

Hättest du alle Möglichkeiten, also beruflich usw. dein beantrages Umgangsrecht von 50% auch wirklich wahrnehmen zu können?

Deine Zeilen lesen sich, als ob es bei euch noch mehr Probleme gab. Denn wenn die Richterin schon sagt, dass die Kinder erstmal Ruhe brauchen, muss mehr passiert sein.

Das erlebe ich nämlich gerade bei einer Freundin, wo selbst der Richter!, also ein Mann, dem Antrag des Vaters nicht stattgab, weil der Kindesvater am Rad drehte und angeblich alles für seine Kinder tun würde, aber es in den Jahren der Ehe nicht mal 10% getan hat.

w
 
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  • #9
Wie sucht und erkennt man einen guten "Umgangsanwalt"?

FS
 
  • #10
Haben Männer hier grundsätzlich schlechte Karten, ...
FS, Ja Du hast fast uneingeschränkt Recht mit Deiner Aussage! In einem Trennungs-/Scheidungsverfahren, bei dem auch gemeinsame Kids vorhanden sind, haben Väter nahezu immer die schlechteren Karten. Väter sind Elternteile 2.ter Klasse, leider! Kinder gehören nunmal ohne Wenn und Aber zur Mutter und Basta! Eine (von vielen) mögliche Erklärung liegt auch darin, dass die Jugendämter, Familiengerichte und die ganzen Betreuer jedweder Art zu mindestens 90 % mit Frauen besetzt sind, und hier häufig von selbst kinderlosen (oder kinderlos gebliebenen) Frauen. "Eine Krähe hakt der anderen kein Auge aus" wäre sicher zu pauschal und falsch geurteilt, aber zu häufig geht es leider in diese Richtung. Es bedarf schon grosser Ausdauer und Anstrengung, diesen "Institutionen" die Stirn zu bieten, allzuoft schütteln sogar erfahrene Familien Anwältinnen sogar nur noch den Kopf. Als langjähriger Elternklassensprecher habe ich 3 Fälle relativ nahe mit beobachten müssen, und kann nur noch festhalten, dass nachweislich geltendes Recht mit Händen und Füssen getreten wird. Die Kinder selbst sind hierbei nur Spielball und Prellbock, werden durch psychologisch geschickte Fragestellung manipuliert und verunsichert und teils völlig kirre gemacht, wirkliches und echtes Interesse am Kind haben diese Institutionen leider viel zu selten. (M/47)
 
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  • #11
Hier die #2, das sind doch die üblichen Spielchen, einen Tag vor der Anhörung noch etwas zum Gericht zu schicken. Lass dich davon nicht abhalten. Du wirst ein anderes Problem haben, ein sog. Wechselmodell wie ihr es vorher hattet, wird nur dann als sinnvoll angesehen, wenn die Elternebene stimmt. Also geh einen anderen Weg, sieh zu, dass du Elterngespräche einforderst um die Elternebene zu stärken. Belasse es nicht bei diesem Beschluss, wenn die Richterin einen Verfahrensbeistand nicht für nötig befunden hat, in der nächsten Instanz bekommen die Kinder einen. Berate dich gut mit deiner Anwältin über die Strategie, die ihr fahren wollt.
 
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  • #12
#9 Das Problem bei Euch Männern, (entschuldige die Verallgemeinerung) ist wirklich Eure Denke. Gerade mit derartigen Pauschalurteilen und aggressiven Verachtung kommt ihr überhaupt nicht weiter.
Der Grund, warum Richter, Jugendämter, Sachverständige, Verfahrensbeistände etc. häufig große Bedenken haben ein echtes Wechselmodell also wirklich 50 : 50 anzuordnen ist allein im Wohl des Kindes begründet. Keinesfalls hat das damit zu tun, dass diese Menschen denken, dass Kinder ohne Wenn und Aber zur Mutter gehören!!! Ihr macht es Euch damit furchtbar einfach.

Ich geb dir ein schönes Beispiel. Hocke gerade in einem sehr aufwendigen Sorgerechtsverfahren, vorher war das Wechselmodell vereinbart. Der Kindesvater hat immer sofort, wenn etwas nicht so gut lief, Beratungsstellen aufgesucht, die Mutter aufs übelstes beschimpft, das ganze Programm. Die Mutter musste dann ins Krankenhaus. Prompt kam der nächste Antrag, das Kind soll ganz zu ihm. Sachverständigengutachten wurde eingeholt. Sehr ausführlich, sehr gut, keinesfalls einseitig. Ergebnis. Empfehlung, Kind soll zur Mutter, großzügiges Umgangsrecht. Plöftzlich schlägt Vater wieder Wechselmodell vor. Er beschimpft alle damit, er wäre ein "entsorgter Vater"!

Dieser Vater hat sich selber entsorgt! Er hat zu keinem Zeitpunkt auf die echten Bedürfnisse des Kindes geschaut. Es ging ihm lediglich darum RECHT zu bekommen! Die Mutter übrigens hatte damals selber das Wechselmodell vorgeschlagen, und nie den Vater in seiner Existenz als Vater beschnitten.

Und solche Fälle gibt es viele.
 
  • #13
Irgendwas stimmt nicht lieber FS. Bin Anwältin in diesem Bereich und wenn Kinder dem Gericht sagen, sie wollen mehr zu Vater, und es gibt auf Seiten des Vaters keine Einschränkungen, bekommst du auch mehr Umgang. Es wird nicht gemacht, was die Mutter sagt. Mache das jetzt schon seit vielen Jahren und gerade in den letzten Jahren sind die Rechte der Väter immer weiter gestärkt worden. Wenn ihr vor eurem Gericht nicht weiterkommt, musst du zum OLG gehen.
Bedenke, Umgang hat mit Sorgerecht nichts zu tun!

Auch wenn du Anwältin bist: Es ist nicht zielführend, die Praxis (Rechtsprechung) mit der Theorie (Gesetze) widerlegen zu wollen.

In meinem Fall meiner Klage auf Erteilung des Sorgerechtes wegen monatelanger Umgangsvereitelung hieß es rotzfrech von einem Richter des Arbeitsgerichts Kassel: "Sie werden in ganz Hessen keinen Richter finden, der einem Mann (der im übrigen auch nach Auffassung des Gerichts alle Voraussetzungen des Kindeswohls erfüllt, meine Anmerkung) das Aufenthaltsbestimmungsrecht überträgt, nur weil die Kindesmutter permanent den Umgang vereitelt". Ich hätte auch den Namen des Richters genannt, aber das darf man in diesem Forum nicht.

Auch du solltest wissen, zu wie vielen Rechtsbeugungen es jährlich in Deutschland diesbezüglich kommt.
 
  • #14
Es entscheidet das Kindeswohl. Kinder haben meist zur Mutter die engere Bindung, weil die Muttter meist auch den Hauptbeitrag an Betreuung und Erziehung leistet, was auch naturbedingt ist. Der Ausgang des Sorgerechts- und Umgangsstreits spiegelt letztendlich das Familienmodell wieder, das ein Paar vorher gewählt und gelebt hat. Und da kann der Richter nichts dazu.

Ich behaupte nicht, daß alles in diesem Bereich gut und gerecht ist. Aber solange die Erziehungslast bei den Paaren überwiegend bei den Müttern liegt und daher dort auch von den Kindern aus die stärkeren Bindungen wachsen, kann man sich weder darüber wundern noch darüber beschweren, daß die Entscheidungen der Familiengerichte eben auch überwiegend "zugunsten" der Mutter fallen. Wer in der Beziehung als Mann diese Rollenverteilung lebt, wird sie auch nach der Trennung leben. Das ist kein Systemversagen, sondern die eigene Entscheidung.
 
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  • #15
@11: vielen Dank für Deine Erläuterungen. Sie zeigen wohl, wie es auch im Gericht läuft: nicht fragen, nur Vorurteile, dass genau Du an dieser Stelle nicht wahrhaben willst, was hier steht. Die Kinder WOLLEN mehr zu mir! Die Richterin bestätigt dies auch. Die Kinder (Junge + Mädchen, 10 + 7) haben ein inniges Vertrauensverhältnis zu mir und erzählen mit täglich ihre Sorgen, weil sie wissen, dass sie bei mir ein Ohr finden und Orientierung erhalten. Wenn ich sie frage, ob sie auch mit Mama darüber gesprochen haben, sagen sie: die interessiert sich nicht dafür. Diese Frau hat nicht nur die sieben Seiten Lügen vor Gericht gebracht, sie hat auch die Ehe gebrochen, vorher im sozialen Umfeld gemobbt und mich übel verleumdet, das Konto leer gezogen, mein Auto zerstört, mich mit den Kindern zum Auszug aus dem Haus erpresst etc.

Ich habe NICHTS Derartiges getan! Ich habe immer versucht die Beziehungsprobleme zu lösen, Paarberatung organisiert, Mediationen organisiert und einseitig bezahlt. Verhandlungen über die Trennung durchgeführt, psychologische Berater für die Kinder/Familue ermittelt und vorgeschlagen, zum Schluss Jugendamt hinzugezogen.

Ergebnis: Frauen dürfen ALLES und Gerichte sind überlastet und schauen überhaupt nicht wirklich hin. Interessiert einfach gar nicht, die wahre Situation und auch NICHT das wahre Wohl des Kindes. Da muss Mann schon Wahnsinnsglück haben bei solch einer üblen Frau. (Gibt ja auch Andere.)
 
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  • #16
Hättest du alle Möglichkeiten, also beruflich usw. dein beantrages Umgangsrecht von 50% auch wirklich wahrnehmen zu können?

Deine Zeilen lesen sich, als ob es bei euch noch mehr Probleme gab. Denn wenn die Richterin schon sagt, dass die Kinder erstmal Ruhe brauchen, muss mehr passiert sein.

Das erlebe ich nämlich gerade bei einer Freundin, wo selbst der Richter!, also ein Mann, dem Antrag des Vaters nicht stattgab, weil der Kindesvater am Rad drehte und angeblich alles für seine Kinder tun würde, aber es in den Jahren der Ehe nicht mal 10% getan hat.

w

FS, warum beantwortest du nicht die Frage?

Wenn du es hier nicht schaffst, klar und deutlich dich zu artikulieren und zu argumentieren, wirst du es beim Gericht auch nicht schaffen.

Ist dir der Unterschied zwischen Umgangsrecht und Sorgerecht nun klar?

m55
 
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  • #17
weil viel mehr Männer überhaupt um den Umgang streiten müssen. Frauen bekommen ihn sozusagen von Amts wegen gleich mit. Ganz selten, dass eine Frau die Kinder entzogen bekommt, selbst bei Verwahrlosung und "Nicht-Kümmern" wird erst noch abgewartet. Blödsinn, aber Realität.
 
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  • #18
@#11
Du wirst jedoch nicht bestreiten können, dass die Väter per Definition benachteiligt sind. Wir brauchen doch hier nicht zu tun, als wenn die Männer hier im Forum keine Ahnung hätten. Ich jedenfalls habe damals 3 Kreuze gemacht, dass sich mein Kind klar für mich ausgesprochen hat. Nachdem meine Ex anfänglich mit Amt und Gericht gedroht hat, hat sie dann jedoch eingesehen das dies nichts bringt. Ich hatte Glück, dass meine Tochter bereits 14 Jahre alt war. Wäre sie unter 13 gewesen, hätte ich verdammt schlechte Karten gehabt.

@FS
Da bleibt leider nur kämpfen. Und lass dich nicht durch die Tricks der Anwälte kaputtspielen. Viel Glück.
 
  • #19
Ich meinte natürlich Amtsgericht, nicht Arbeitsgericht.
 
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  • #20
Auch wenn du Anwältin bist: Es ist nicht zielführend, die Praxis (Rechtsprechung) mit der Theorie (Gesetze) widerlegen zu wollen.

In meinem Fall meiner Klage auf Erteilung des Sorgerechtes wegen monatelanger Umgangsvereitelung hieß es rotzfrech von einem Richter des Arbeitsgerichts Kassel: "Sie werden in ganz Hessen keinen Richter finden, der einem Mann (der im übrigen auch nach Auffassung des Gerichts alle Voraussetzungen des Kindeswohls erfüllt, meine Anmerkung) das Aufenthaltsbestimmungsrecht überträgt, nur weil die Kindesmutter permanent den Umgang vereitelt". Ich hätte auch den Namen des Richters genannt, aber das darf man in diesem Forum nicht.

Auch du solltest wissen, zu wie vielen Rechtsbeugungen es jährlich in Deutschland diesbezüglich kommt.

Normalerweise sind die Familiengerichte und nicht die Arbeitsgericht mit Umgangssachen betraut.
Völlig unstrittig ist, daß in den allermeisten Fällen zumeist durch die Mütter erst einmal Fakten geschaffen werden - die Kinder werden einfach mitgenommen und den Vätern vorenthalten.

Meist werden die Kinder instruiert und manipuliert und da fangen dann die Probleme für die Väter erst richtig an. In der Regel kommt man in solchen Angelegenheiten nicht umhin, ein Gutachten (oder mehrere) einzuholen, um das Bestmögliche für die Kinder zu gewährleisten.
Aber auch hier gilt - jedes Gutachten hat Schwachpunkte.

Wer da alles seinem Anwalt/in überlässt und sich in die Materie nicht einarbeitet, der hat meist schlechte Karten.
Über die Qualität der Jugendämter braucht man nicht diskutieren - die sind meist eine mittlere katastrophe, wie man in Hamburg kürzlich sah. Und Hamburg ist überall.

@ FS
Sie müssen zu einem Fachanwalt für Familienrecht - das ist die Mindestanforderung.


m, 50
 
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  • #21
zu 12
Ich gehe davon aus, dass Du das Familiengericht, nicht das Arbeitsgericht in Kassel meinst. In der Sache selbst wäre eine derartige Aussage eines Richters ein Grund, einen Befangenheitsantrag zu stellen, wenn nicht manifeste Gründe , wie etwa ein eindeutiges gerichtlich eingeholtes Sachverständigengutachten vorliegen würde. Im Übrigen laufen die Dinge am Familiengericht durchaus differenzierter, als sich das einzelne Betroffene zurechtlegen: Ja, es gibt Fälle, da staunt man auch als Fachmann und fragt sich, wie so etwas passieren kann. Aber grundsätzlich ist festzustellen, dass eine ausgewogene Betrachtung unter Einbeziehung aller Faktoren kindeswohlorientiert vorgenommen wird. Wer glaubt, eine Entscheidung sei falsch, kann diese in einer zweiten Instanz überprüfen lassen.

In dem von Dir geschilderten Fall würde ich das Gericht konkret zu einer Entscheidung zwingen, die ja begründet werden muss, dann kannst Du Deine weitere Vorgehensweise mit Deiner anwaltlichen Vertretung besprechen. Im Übrigen empfehle ich sich in einer geeigneten Beratungsstelle gemeinsam mit der Mutter beraten zu lassen.
 
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  • #22
Es ist unglaublich wie wenig Rechten die Männer haben. Und als Kind sah ich beide Eltern als wichtig, keine war 'wichtiger'. Ich kann mich vorstellen das man dann mal kurz zum Frauen nicht-versteher (um es nett zu sagen) wird. Aber nicht alle Frauen sind so, und 'das System' ist nicht immer ehrlich.

w (28)
 
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  • #23
@11: vielen Dank für Deine Erläuterungen. Sie zeigen wohl, wie es auch im Gericht läuft: nicht fragen, nur Vorurteile, dass genau Du an dieser Stelle nicht wahrhaben willst, was hier steht. Die Kinder WOLLEN mehr zu mir! Die Richterin bestätigt dies auch. Die Kinder (Junge + Mädchen, 10 + 7) haben ein inniges Vertrauensverhältnis zu mir und erzählen mit täglich ihre Sorgen, weil sie wissen, dass sie bei mir ein Ohr finden und Orientierung erhalten. Wenn ich sie frage, ob sie auch mit Mama darüber gesprochen haben, sagen sie: die interessiert sich nicht dafür. Diese Frau hat nicht nur die sieben Seiten Lügen vor Gericht gebracht, sie hat auch die Ehe gebrochen, vorher im sozialen Umfeld gemobbt und mich übel verleumdet, das Konto leer gezogen, mein Auto zerstört, mich mit den Kindern zum Auszug aus dem Haus erpresst etc.

Tut mir wirklich leid, deine Geschichte. Gerne hätte ich die Sicht deiner Frau gelesen. Vielleicht ist sie auch psychisch labil oder deine Wahl, als du sie geheiratet hast, war nicht vorausschauend überdacht und klug.

Komisch, dass solche Frauen immer geheiratet werden und Männer hinterher ihr böses Wunder erleben, während ich, die genau das Gegenteil von deiner Fraue bin, anscheinend zu nett, zu selbstständig, zu anständig, Schwierigkeiten habe, so einen Mann wie dich, der anscheinend sich sehr um das Wohl seiner Kinder bzw. an der Beziehung gearbeitet hat, noch nie kennengelernt habe.

Dabei bin ich weder häßlich, dich und ungebildet....

Ja, Gegensätze scheinen sich anzuziehen und irgendwas muss sie ja gehabt haben, als du ihr den Antrag gemacht hast....

w 48
 
  • #24
Es entscheidet das Kindeswohl. Kinder haben meist zur Mutter die engere Bindung, weil die Muttter meist auch den Hauptbeitrag an Betreuung und Erziehung leistet, was auch naturbedingt ist. Der Ausgang des Sorgerechts- und Umgangsstreits spiegelt letztendlich das Familienmodell wieder, das ein Paar vorher gewählt und gelebt hat. Und da kann der Richter nichts dazu.

Ich behaupte nicht, daß alles in diesem Bereich gut und gerecht ist. Aber solange die Erziehungslast bei den Paaren überwiegend bei den Müttern liegt und daher dort auch von den Kindern aus die stärkeren Bindungen wachsen, kann man sich weder darüber wundern noch darüber beschweren, daß die Entscheidungen der Familiengerichte eben auch überwiegend "zugunsten" der Mutter fallen.
Dein Beitrag erscheint bei Betrachtung der Realität von Familienzerstörungen und den Folgen, als ziemlich weltfremd. Wie ich schon sagte, wenn es nur ums Kindeswohl ginge, hätten wir nicht die Probleme, die wir heute haben bezüglich Kindesentfremdung und Umgangsvereitelung. Zur Verdeutlichung mal folgende simple Tatsachen:

1. Mann trennt sich von Frau und nimmt die Kinder mit. Folge: Sie geht zum Gericht und bekommt sofort per einstweiliger Verfügung die Kinder zurück. Tut er das nicht, wird es als Kindesentzug beurteilt.

2. Frau trennt sich von Mann und nimmt die Kinder mit. Folge bzw. Wirkung: Sie hat sich schlicht getrennt. Der Mann muss den Kindern und in vielen Fällen auch ihr Unterhalt zahlen. Der Vater hat keine Chance, das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu bekommen, selbst dann nicht, wenn er von zuhause arbeitet oder eine Tagesmutter/sonstige Kinderbetreuung organisieren könnte. Wenn der Mann versucht, die Kinder wiederzusehen, hat er keine Chance, diesen Fall als Kindesentzug bewerten zu lassen, denn dafür wurden hohe Hürden gestellt (de facto nur zugunsten der Mütter). Was die Verfolgung von umgangsvereitelnden Müttern betrifft, hat die EU schon zahlreiche Strafzahlungen an Deutschland verhängt. Merkwürdigerweise liest man dazu in der Presse nichts. Diese Rechtspraxis, besser Untätigkeit und Rechtsbeugung deutscher Gerichte, ist mehrfach als menschenrechtswidrig verurteilt worden.

3. Frau wirft Mann raus mittels Gewaltschutzgesetz. Folge: Sie kann einfach behaupten, er würde sie ständig bedrohen. Körperliche Schäden vorzuweisen, sind schon lange nicht mehr nötig. Sie kann ihn erstmal für zwei Wochen des Hauses verweisen und in der Zeit die Wohnung leerräumen.

4. Mann wirft Frau raus mittels Gewaltschutzgesetz: Theoretisch möglich, aber praktisch nicht realisierbar. Die Polizei würde sich nur kaputtlachen. Die Schuld für Gewalt würde höchstens auch ihn abgewälzt. (Frauen tun sowas nicht ohne Grund)

Und bitte nicht wider Rechtspraxis mit Rechtstheorie widerlegen. Auch ein Volljurist sollte sich dessen bewusst sein, dass Urteile für Betroffene maßgeblicher als Gesetze sind.
 
  • #25
#23 Ich denke Du siehst die Sache sehr einseitig und aus deiner Sicht.
zu 1. Es stimmt nicht, dass in dem Fall die Frau sofort die Kinder zurück bekommt. Zieht der Mann mit den Kindern aus und ist die Betreuung gesichert, ist erkennbar, dass der Vater vorher auch schon zumindest in der gleichen Art und Güte die Kinder betreut hat, gibt es keinesfalls sofort eine einstweilige Verfügung, das die Kinder zurückkommen.

zu2. Zieht die Frau plötzlich aus und nimmt einfach die Kinder mit, ist es für den Vater einfach nur wichtig, sofort! zu handeln. Viele Väter warten einfach zu lange. Es ist überhaupt nicht richtig, dass die Väter keine Chance haben.

zu 3. Ist auch so nicht richtig. Wird der Mann mit Sicherheitsverfügung rausgeschmissen, kann Mann sofort handeln über das Gericht.

zu 4. Ist auch völliger Unfug. In unserer Stadt kommt es sogar ab und an vor! Das sich die Polizei kaputtlachen würde, halte ich schlichtweg für eine von dir als Tatsache hingeworfene Vermutung. In unserem Bekanntenkreis gab es so einen Fall, die Frau war psychsich krank und hat Mann mit Messer bedroht. Tragisch, da sie nicht erkannte krank zu sein. Die Frau wurde sofort der Wohnung verwiesen.

Vielleicht hört ihr mal auf auf diesen unglaublichen Seiten entsorgter Väter zu lesen. Viele dieser Väter, nicht alle, sind in ihrer Rechthaberei einfach unerträglich.
 
  • #26
Und bitte nicht wider Rechtspraxis mit Rechtstheorie widerlegen. Auch ein Volljurist sollte sich dessen bewusst sein, dass Urteile für Betroffene maßgeblicher als Gesetze sind.

Dein letzter Satz gefällt mir gut. Dieser Tatsache bin ich mir voll bewußt. Aber so auf den Punkt gebracht, hatte ich es noch nicht gelesen.

Nur widerspricht, was Du inhaltlich schreibst, nicht dem, was ich geschrieben habe. Ich habe nicht Rechtstheorie, sondern die Realität beschrieben. Natürlich stimmt es, was Du schreibst. Die Kinder landen regelmäßig bei der Mutter. Das liegt aber daran, daß regelmäßig die Mütter die Hauptlast in Erziehung und Betreuung tragen und daher zwischen ihnen und den Kindern die stärkeren Bindungen wachsen. Das ist nicht Rechtstheorie, sondern täglich gelebte Praxis der meisten Paare.

Wenn das Gericht nun eine emotionale Bindung kappen muß, in dem Sinne, daß nur einer die Kinder "bekommen" kann und der andere nur ein Umgangsrecht erhält, wird das Gericht in aller Regel die schwächere Bindung kappen und das ist im Normalfall die zum Vater.

Was Du hinsichtlich des von manchen Frauen gerne zu Unrecht erhobenen Gewalt- oder Mißbrauchsvorwurf berichtest, ist leider richtig. Solche Vorwürfe werden tatsächlich gerne mal zu Unrecht erhoben und sodann im Umgangs- und Sorgerechtsstreit instrumentalisiert. Nur was würdest Du als Richter machen, wenn Gewalt- und Mißbrauchsvorwürfe in der Welt sind? Würdest Du das Kind doch zum potentiellen Gewalttäter und Vergewaltiger schicken? Du weißt ja nicht, ob an den Vorwürfen etwas dran ist. Also ordnest Du an, daß die Kinder zur Mutter kommen, der Vater bekommt vom Jugendamt begeiteten Umgang. Damit entfremdet das Kind weiter vom Vater, was ihm hinterher vorgeworfen wird.

Ich habe selbst als Richter nie Familienrecht gemacht (und bin froh darüber). Ich weiß aber, wie sehr meine Kollegen sich in den Einzelfällen bemühen, die Sachverhalte aufzuklären und Lösungen zu finden, bei denen den Kindern wenigstens nicht noch mehr Schaden zugefügt wird. Es waren aber die Eltern, die sich und die Kinder in die Trennungssituation gebracht haben (völlig vorwurfsfrei!). Trennungen mit Kindern sind scheiß Situationen, daran ändert auch ein Sorgerechtsverfahren nichts. Es ist irgendetwas zwischen naiv und anmaßend, zu erwarten, das Gericht könnte die tolle, beide Eltern und Kind zufriedenstellende Lösung anbieten, nachdem die Eltern die Beziehung gegen die Wand gefahren haben, mit unfairen Mitteln kämpfen und oftmals an eine allen gerecht werdenden Lösung gar nicht interessiert sind. Da tut das Gericht unter Hinzuziehung von Sachverständigen das einzig richtige und orientiert sich alleine am Kindeswohl.
 
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  • #27
@13: wahrscheinlich ist es so, wie Du sagst, das sehe ich auch, aber es ist nicht richtig. Richter haben nicht nur beide Seiten anzuhören, sondern sich ein Bild von der individuellen Situation zu machen, ansonsten, wenn es nur nach Schema F geht, dann braucht man keine Anhörung mehr. So, wenn der Richter gar nicht richtig hinsieht und hinsehen will, ist die Anhörung eine Farce und die Richter sind überflüssig, dann können wir auch einfach ins Gesetz ein verfassungswidriges und geschlechtsdiskriminierendes Privileg für Frauen einführen in dem steht, dass Kinder immer zur Mutter kommen.

@15: ja, das habe ich, hielt ich für selbstverständlich, Teilzeit in meiner Firma kein Problem. Der Unterschied ist mir völlig klar, die Moderation hatte meine Originalformulierung verändert.

[Mod: Anweisungen an die Moderation gelöscht.]
 
  • #28
#23 Ich denke Du siehst die Sache sehr einseitig und aus deiner Sicht.
zu 1. Es stimmt nicht, dass in dem Fall die Frau sofort die Kinder zurück bekommt. Zieht der Mann mit den Kindern aus und ist die Betreuung gesichert, ist erkennbar, dass der Vater vorher auch schon zumindest in der gleichen Art und Güte die Kinder betreut hat, gibt es keinesfalls sofort eine einstweilige Verfügung, das die Kinder zurückkommen.
Glaube mir Mörchen, ich habe es selber so erlebt. Mein Sohn war bei meinen Eltern untergebracht, die einstweilige Verfügung war zugestellt und sie rechneten jederzeit damit, dass gleich die Polizei vor der Tür steht. Der Druck war unerträglich. Und die Tränen meines Sohnes natürlich auch.
zu2. Zieht die Frau plötzlich aus und nimmt einfach die Kinder mit, ist es für den Vater einfach nur wichtig, sofort! zu handeln. Viele Väter warten einfach zu lange. Es ist überhaupt nicht richtig, dass die Väter keine Chance haben.
Das ist aber nur eine Behauptung von dir. Außerdem eine, die überhaupt nichts nützt, wenn sie einfach untertaucht, wie bei mir geschehen, als die Polizei meinen Eltern meinen Sohn entrissen hat. Kannst du dir vorstellen, dass ein eigenes Kind seiner Mutter entrissen wird, wenn sie das nicht will? "Sofort zu handeln" klingt einfach nur wie Hohn, weil Mütter sich so ein Gestapo-Verhalten der Exekutive niemals vorstellen kann.
zu 3. Ist auch so nicht richtig. Wird der Mann mit Sicherheitsverfügung rausgeschmissen, kann Mann sofort handeln über das Gericht.
Es nützt ihm nur nichts. Ich wurde zwar nicht eingesperrt, und konnte sofort vors Gericht gehen, bin aber ungelogen von einer feministischen Rechtspflegerin einfach nur ausgelacht worden. Das sind Erlebnisse, die vergisst man nicht.
zu 4. Ist auch völliger Unfug. In unserer Stadt kommt es sogar ab und an vor! Das sich die Polizei kaputtlachen würde, halte ich schlichtweg für eine von dir als Tatsache hingeworfene Vermutung. In unserem Bekanntenkreis gab es so einen Fall, die Frau war psychsich krank und hat Mann mit Messer bedroht. Tragisch, da sie nicht erkannte krank zu sein. Die Frau wurde sofort der Wohnung verwiesen.
Du kannst kein hunderttausendfaches Unrecht mit Einzelfällen widerlegen. In den meisten Fällen ist der Mann der Frau in dieser Lage hoffnungslos ausgeliefert. Sie hat mit dem Gewaltschutzgesetz quasi Narrenfreiheit, was der Mann so nicht hat, oder nur, wenn sie wirklich psychisch krank ist, was in den meisten Fällen vor Ort gar nicht festgestellt werden kann.
Vielleicht hört ihr mal auf auf diesen unglaublichen Seiten entsorgter Väter zu lesen. Viele dieser Väter, nicht alle, sind in ihrer Rechthaberei einfach unerträglich.
Na das ist ja ein ganz tolles Argument. Wieder mal ein kläglicher Versuch, die Praxis mit der Theorie zu widerlegen oder den Diskutanten sonstwie mundtot zu machen...
 
  • #29
Volljurist: Ich hatte über ein Jahr lang kaum Kontakt zu meinem Sohn. Er war schon drauf und dran, sich von mir zu entfremden. Ziemlich hässliche Dinge liefen da ab. Ich glaube, da würden sich selbst Juristen wie dir noch die Nackenhaare sträuben.

Ich will gar nicht in Details gehen. Mir hätte es damals schon gereicht, wenn das richterliche Urteil für die Umgangsregelung einfach nur durchgesetzt worden wäre. Denn was nützt einem Vater das Urteil, wenn es nichts wert ist, weil es nicht durchgesetzt werden kann? In meinem Falle war es ja derart pervers, dass kein Zwangsgeld gegen die Mutter meines Sohnes verhängt werden konnte, weil sie zu der Zeit Hartz IV bezog! Der Richter hat es gar nicht erst verhängt, weil es aus seiner Sicht sinnlos gewesen wäre. Was ist das denn für eine Einstellung? Und eine Erzwingungshaft käme deswegen nicht in Frage, weil wohin dann mit dem Kind? Ja, zu mir natürlich!

Ich weiß auch nicht, warum heute noch ehrbare Menschen Familienrecht als Schwerpunkt praktizieren. Das ist dermaßen verlogen, feministisch und ideologisch, dass einem schlecht wird. Wie kann man als Anwalt so falsch sein, und Rechtsbeugung noch anzufeuern?

Wie gesagt, ich habe es am eigenen Leib erlebt, welche Rechte Mütter haben, und durchsetzen können und wie sie das Menschenrecht des Vaters am Umgang mit dem eigenen Kind mit Händen und Füßen treten können. Ach ja, und das Jugendamt hat eine ganz erbärmliche Vorstellung abgeliefert. Beim zweiten Mal kam eine Vertreterin, die es noch nichtmal für nötig hielt, sich die Akte auch nur anzusehen. Sie schloss sich einfach der Meinung des eigentlichen Sachbearbeiters an, die hieß: Soll alles so bleiben wie es ist... Da platzte selbst dem Richter der Kragen.
 
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  • #30
Übrigens, das ist ein typisch deutsches Phänomen aufgrund der detuschen Geschichte. In anderen Ländern gibt es das Problem erst gar nicht! Es hat also gar nichts mit Männern/Frauen zu tun. Es halt scjon eher etwas mit Unterhalt und Rechtssprechung zu tun.
 
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