G

Gast

  • #1

Warum vermisse ich ihn noch?

Ich habe mich vor 3 Monaten von meinem Freund getrennt, weil ich heraus bekommen habe, dass er schon eine Weile eine Affäre hatte. Ich war sehr enttäuscht, wütend und traurig, konnte aber unter diesen Umständen keine Beziehung weiter führen. Benutzter kann man sich nicht fühlen und ich verstehe nicht, wie er mir überhaupt noch in die Augen schauen konnte, mir sagen konnte, dass er mich liebt...Wir haben seitdem keinen Kontakt mehr. Obwohl ich weiß, dass er ein egoistisches Ar****** ist, der nur an sich denkt, vermisse ich ihn zeitweise so stark, dass ich nur noch heulen kann. Aber warum vermisse ich ihn noch? Ich müsste doch froh sein, solch einen Mensch nicht mehr um mich zu haben... w,28
 
G

Gast

  • #2
Berechtigte Trennungsgründe und Gefühle sind zwei verschiedene Dinge.
Du wirst ja im Alltag immer daran erinnert, dass Ihr jetzt dies und jenes zusammengemacht hättet. Du warst eben bis zu dem Zeitpunkt, an dem Du das mit der Affäre rausgefunden hast, glücklich mit ihm, für Dich fand kein Auseinanderleben statt - natürlich fehlt er Dir.
Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis Du Dich "entliebt" hast. Es hilft ein wenig, die Wut auf den anderen zuzulassen. Entscheidend ist aber, dass Du gezeigt hast, dass Du nicht alles mit Dir machen lässt. Obwohl Du ihn liebst.
 
G

Gast

  • #3
Tja mei, weil Kopf und Herz so manches Mal nicht parallel gehen. Dein Kopf weiß zwar, dass es das Beste ist, aber das Herz benötigt noch seine Zeit. Das ist ganz normal, Du bist zu Recht verletzt, das muss erst heilen.
 
G

Gast

  • #4
Ich sag jetzt mal a bisserl von oben herab: Man muss ja auch net gleich die Flinte ins Korn werfen, wenn's mal kriselt! Immerhin ist unser Menschsein so eingerichtet, dass wir dann und wann auch mal der Verzeihung bedürftig sind (sowohl als gebender wie auch als empfangender). Man geht in der Regel nicht fremd, wenn's einem in der Beziehung so richtig prächtig warm ums Herzerl is. Eine gewisse Krisenlage aber dürfte bei Euch vermutlich schon vorhanden gewesen sein. Wenn's aber kriselt, dann muss man: Miteinander reden - will heißen: Probleme erfassen und nach Lösungen Ausschau halten! --- Dazu ist es nach einem viertel Jährle fei noch net zu spät!

Alles Gute!
 
G

Gast

  • #5
#3 Finde ich überhaupt nicht! Der Mann hatte eine Weile schon eine Affäre - wann hat der denn mal versucht, mit der FS zu sprechen? Und das nächste mal, wenn ihm nicht warm ums Herzerl ist in der Beziehung, wird der doch dasselbe wieder machen.
Neeee, sorry, das Verhalten geht gar nicht. Das ist nicht nur "kriseln", das ist handfester Betrug. Ich könnte so einem nicht mehr vertrauen, selbst wenn ich es wollte.
Dass das Herz dem Verstand bei der Trennung erst noch folgen muss, kenne ich auch und ist ganz normal. Muss man durch und aushalten, gehört zur Verarbeitung.
 
G

Gast

  • #6
@3 Spar dir dein zynisches Geschwafel. Das ist und bleibt Betrug und der fremdgehende Mann, der es nicht geregelt bekommt, ist schwach, unreif und verantwortungslos. (Und entscheide dich bitte, ob du bayrischer oder schwäbischer Provenienz sein willst.)
 
G

Gast

  • #7
Hm, möglicherweise war da überhaupt keine Affäre, und er ist genauso wütend und verletzt, daß Du ihm so etwas unterstellst. Vor ein paar Jahren habe ich über drei Ecken erfahren, daß eine Frau sich von mir getrennt hat, weil ich ihr untreu war. Ich habe diese Trennung nie verstanden, da war plötzlich irgend etwas, über das sie nicht sprechen wollte. Und selbstredend hatte ich keine andere Frau auch nur angerührt. Was bei mir zurückblieb ist das Gefühl, daß Treue die unangenehme Eigenschaft hat, den Blick zu verstellen für das, was ein Hallodri auf Anhieb durchschaut hätte.