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  • #31
Selbst wenn ich Kohle ohne Ende hätte, würde ich nicht drüber reden. Oder gerade dann nicht.

Da Protzen noch nie meins war, ich keine Neider anziehen möchte (Neid fühlt sich unangenehm an, ich habe das schon in ganz anderen Zusammenhängen am eigenen Leib erfahren) und ich erst recht keinen ungebetenen Besuch á la Aktenzeichen XY erleben möchte, würde ich selbst dann, wenn ich im Reichtum nur so schwelgen könnte, nichts von mir preisgeben.
 
  • #32
Ich orientiere mich am vermuteten Einkommen und wahrgenommenen Lebensstil anderer, z. B. um sie nicht zu brüskieren. Und wenn ich alleine nach Zermatt Ski fahren gehe, schlage ich das in einer Skigruppe mit Freunden nicht vor, wenn ich weiss, dass die sich das nicht leisten können. Und nein, natürlich erzähle ich auch nicht die ganze Woche, dass die Pisten in Zermatt schöner sind als im Allgäu.
Für mich hat die Einschätzung der Lebenssituation anderer also schon auch etwas damit zu tun, was sie verdienen....
Da bin ich natürlich komplett bei dir. Man hat natürlich eine grobe Vorstellung davon, in welchen finanziellen Verhältnissen jemand lebt. Und natürlich werden gemeinsame WE so geplant, dass jeder die Chance hat, mit zu fahren. Das ergibt sich natürlich daraus, was die einzelnen beruflich machen. Dafür brauch ich nicht fragen, was einer verdient. Was ich meine, der Mensch selber hat für mich keinen anderen Wert auf Grund seines Verdienstes.
 
  • #34
Dieser direkte Zusammenhang erschließt sich mir auch nicht. Warum hat jemand, der 5000 netto verdient, automatisch höhere Ausgaben als jemand, der 2500 netto verdient?
Weil man dann vielleicht einen Neuwagen kauft, den man mit 2500 nicht kauft sondern eher gebraucht, weil man mit 2500 in einer oft günstigeren Whg. mit weniger NK lebt statt im Haus mit Garten und automatisch höheren Kosten, weil man sich Privatärzte leistet, die man sich mit 2500 netto nicht leisten würde usw? Also ich zumindest hatte nicht meine jetzigen Kosten, als ich weniger hatte, da es ja nicht gereicht hätte.
 
  • #35
Wenn dein Haus leer steht und du es nicht mal brauchst, hättet du es ja zwei ukrainischen Familien auf der Flucht für ein paar Wochen zur Verfügung stellen können.

Dann hätte dein leeres Haus einen Sinn gehabt.
Siehst Du, sofort wissen andere genau, was ich tun sollte. Das meine ich oben. Sobald in unserer Gesellschaft irgend jemand irgend etwas hat, haben andere sofort eine tolle Idee, wie man es nutzen oder umverteilen könnte.

Habe ich übrigens tatsächlich angefragt. Ein Anruf beim Finanzamt hat ergeben, dass ich davon lieber die Finger lasse. Über die rechtliche Situation habe ich mich dann gar nicht mehr genauer informiert, denn bei der lokalen Verteilerstelle ergab sich kein Bedarf.
Was ich meine, der Mensch selber hat für mich keinen anderen Wert auf Grund seines Verdienstes.
Warum möchtest Du das betonen? Für mich ist das selbstverständlich.
 
  • #36
Die erste Frage ist, was ist denn für Dich ein "normaler Freundeskreis" und in Abgrenzung dazu ein "unnormaler Freundeskreis"?

Wenn dann aber mal gefragt wird, schrecken die meisten davor zurück einfach auszusprechen ...
Ich denke nicht, dass das eine normale Situation in einem normalen Freundeskreis ist. Was ist los in dem Kreis, dass sie sich bei so einer Trivialität scheut. Und warum scheut sich Bettina, nicht aber Dirk?
Da ist nicht das Einkommen das Problem, sondern es gibt in der Gruppierung andere Zwiste.

alle Beteiligten in der Einkommensgruppe der Normalbevölkerung sind: 500-5000 netto.
Weder 500 noch 5000 € netto sind "Normaleinkommen". Ich denke, da liegt das große Problem: über was reden wollen ohne im geringsten Ahnung zu haben und ohne offengelegte Intention ist für die wenigsten ein gutes Gespräch. Darum wird es gemieden.

Woher kommende diese kleinbürgerlichen Komplexe?
Wenn mit Dir jemand über etwas nicht reden will woran Du interessiert bist, dann liegt es an Dir, an Deiner Art, an Deinem Umgang mit Dingen und Menschen und sagt nichts darüber aus, wie derjenige sich ohne Deine Anwesenheit gegenüber anderen verhält.

In Unternehmer Kreisen läuft es deutlich entspannter....
Kenne ich so nicht im Freundeskreis in dem einige Unternehmer sind - man spricht mal über ein gutes oder ein schlechtes Jahr, aber nicht über detaillierte Betriebsergebnisse.
Warum auch, dafür kommmt man nicht zusammen.

Eventell spricht man in der interessierten 2er-Konstellation mal über ein einzelnes auffälliges Detail an dem besonderes Interesse besteht und wenn man sich gegenseitig vertraut, dass so ein Gespräch weiterbringt, nicht nur die pure Sensationslust befriedigt und die Info für missliebige Zwecke weiterverwendet wird.

Dass sich diese Kreise nicht vermischen ist klar
Wieso ist das klar? In unserem Freundeskreis gibt es Leute, die nicht so viel verdienen und andere die es recht dicke haben. Die Sympathie und gemeinsame Interessen entscheiden, wer mit wem befreundet ist, nicht das Geld.
 
  • #37
Hier auch. Steht einfach so leer rum und dient nur als Sparbüchse. Brauch ich gar nicht mal wirklich. Und jetzt?
Ein dummes Vorurteil, dafür gibt es Dienstleister.
Kannst Du aber doch eigentlich gar nicht beurteilen.
Sorry Lebenslust, ich wollte dich nicht angreifen.
Warum soll ich das nicht beurteilen können, wie es bei meinem Exfreund so lief? Ich glaube dir, dass die Situation bei dir eine andere ist. Ich kann auch nur von meiner Perspektive ausgehen. Ich würde nicht mehrere tausend Euro pro Monat fürs Wohnen ausgeben wollen, vor allem, wenn ich den Wohnraum gar nicht brauche/nütze.
 
  • #38
Daher die Frage, warum scheut sich der normale Deutsche sein Gehalt offen anzusprechen?
Weil es keine Notwendigkeit dafür gibt. Bei Normalos kennt ein informierter Mensch die relevante Einkommensrange. Das Detail (200 € mehr oder weniger) braucht man nicht wissen. Wozu auch?
Wenn Du das nicht weißt, dann bist Du uninformiert und wenn man es Dir nicht sagt, dann weil man Dir nicht vertraut, d.h. Du bist garkein Freund.

Außerdem kenne ich das nicht nur aus D so, sondern aus einigen Ländern.
Freunde haben andere Themen miteinander. Wer es im Detail wissen will ist selten ein Freund sondern nur unangenehm neugierig und weckt Fragen "was daran ist warum interessant für Dich?".

Also, Hosen runter - warum willst Du wissen, was wer verdient von Deinen Freunden? Dann können wir Dir sagen, warum sie es Dir nicht sagen.

Ich orientiere mich am vermuteten Einkommen und wahrgenommenen Lebensstil anderer, z. B. um sie nicht zu brüskieren. Und wenn ich alleine nach Zermatt Ski fahren gehe, schlage ich das in einer Skigruppe mit Freunden nicht vor
Genau so läuft es, amn kann es einschätzen und nutzt es um Probleme zu vermeiden - fairer Umgang mit Freunden.
 
  • #39
Allerdings bin ich gerade in Elternzeit, kein guter Zeitpunkt um nach einer Gehaltserhöhung zu fragen, oder? Was meint ihr, wie lange sollte ich schon wieder am arbeiten sein, bevor ich mit Forderungen komme?
Doch, mach das. In meiner letzten Teilzeit wegen Kindererziehung bekam ich eine Erhöhung, auch dieses Jahr (zweites Mal Teilzeit wegen Kinderbetreuung) ist das geplant vom Chef, weil ich innerhalb meiner Arbeitszeit einen guten Job mache.
Dass in Teilzeit die richtig verantwortungsvollen Jobs schwer umzusetzen sind, sehe ich inzwischen auch, aber eine Kollegin wurde sogar im Mutterschutz hochgestuft, weil sie richtig gute Arbeit macht und der Arbeitgeber Wertschätzung zeigen MUSS, um solche guten Leute zu halten.

In meinem Freundeskreis sprachen wir in den letzten Jahren vermehrt über Geld, weil wir alle richtig in den Job einstiegen und Immobilien kauften, da war das zur Info wichtig war, wie andere bestimmte Dinge wie Gehaltsverhandlungen handhaben.
Jetzt will ich aber nimmer mit Freunden drüber reden, weil wir die Basics gelernt haben und ich mit den Freunden eigentlich andere Werte habe, da soll Materielles keine große Rolle mehr spielen, so wie es früher in der Studentenzeit war.
Standardmäßig über Gehalt reden hat für mich was Prolliges und Angeberisches, nicht mein Stil.

W u40
 
  • #40
Nanu, was ist denn hier los, man muss das doch nicht immer im Neid-Protz-Ausfrage-Zusammenhang sehen und ein riesiges Ding draus machen, ich kenne es so, dass man das in normalen Gesprächen unter Verwandten/Freunden bei Gelegenheit mal erwähnt. In meinem Bekanntenkreis reden wir über unsere Bewerbungen und Jobs, besonders gerne natürlich dann, wenn irgendwas Schönes geklappt hat, und da taucht dann auch mal die Frage nach dem Gehalt auf, einfach aus Neugierde und Interesse und weil es sich natürlich im Gespräch ergibt, das hat in dem Moment nichts mit Neid oder Vergleich zu tun, ich lerne gerne was dazu über andere Berufe und was man da so macht und dafür können muss und bekommt, ist doch spannend.

Letzten Dienstag erst in der Uni habe ich jemanden getroffen, den ich länger nicht gesehen habe, und erfahren, dass er eine Promotionsstelle bekommen hat. Ich habe mich sehr für ihn gefreut und mir gleich alle Details zu seinem Thema und von der Bewerbung erzählen lassen und wann es losgeht und ob es eine Teilzeit- oder Vollzeitstelle ist, wo sein Büro sein wird, womit und wie er anfängt, wie viele Jahre Zeit er hat, naja, und auch, wie viel Geld er bekommt, das war einfach Teil des Gesprächs, ich spreche mit Freunden gerne über ihre Berufe und Lebensentscheidungen und allgemein über ihr Leben.

Ich finde, man muss bei dem Thema nicht primär oder zwangsläufig an Neid, Protz und Missgunst denken bzw. das sagt dann ggf. eher etwas über einen selbst und seine Freunde aus.

Wenn ich z.B. mit Onkel @neverever am Wochenende Eis oder Kuchen essen gehe, würde ich ihn definitiv neugierig fragen, wie er angefangen und sein Unternehmen aufgebaut hat, was am schwierigsten war und worauf er am meisten stolz ist, was sich im Laufe der Jahre verändert hat, in der Branche allgemein und für ihn persönlich, was ein guter und was ein schlechter Kunde ist und was seine skurrilsten Erlebnisse bei der Arbeit waren, das ist doch spannend und ich freue mich, wenn Menschen ihre Weisheiten, Geschichten und Erfahrungen mit mir teilen. Und in diesem Gespräch frage ich dann vielleicht auch mal, wie viele Mitarbeiter er eigentlich hat und was so die Material- und Lieferkosten sind und die Miete für die Räume und ob seine Einnahmen konstant und gut planbar oder sehr wechselhaft sind und wie viel eigentlich für ihn selbst am Ende des Monats so übrig bleibt etc., je nach Art des Unternehmens und seiner Stellung darin. Es geht mir dann nicht ums Geld konkret oder den Vergleich (ich mache ja sowieso was komplett anderes und finde das auch alles gut und richtig so), er soll mir das doch auch gar nicht auf den Euro exakt sagen und mir die Unterlagen zeigen (als Tochter würde ich die allerdings bestimmt mal sehen wollen!), sondern ich bin dann einfach allgemein daran interessiert, was der andere so macht, gerne lasse ich mich dann auch in meinen falschen Vorstellungen korrigieren und lerne dazu.
w27
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #42
Sorry Lebenslust, ich wollte dich nicht angreifen.
Habe ich nicht persönlich genommen :)
Warum soll ich das nicht beurteilen können, wie es bei meinem Exfreund so lief?
Kannst Du sicher.
Ich kann auch nur von meiner Perspektive ausgehen. Ich würde nicht mehrere tausend Euro pro Monat fürs Wohnen ausgeben wollen, vor allem, wenn ich den Wohnraum gar nicht brauche/nütze.
Ja, Du schreibst das aber auch so, als sei es allgemeingültig...

Ich denke, die meisten Menschen ziehen um, auch, weil sie sich eine größere Wohnung leisten können und ich bin sicher, auch Du hast das schon getan. Dein fast neues Auto hast Du, weil Du Dir jetzt ein neues leisten kannst. Wohl jeder hier passt den Lebensstil an das Einkommen an. Natürlich nicht für jeden Hunderter und nicht in allen Bereichen. Und auf diese Aussage hast Du ja reagiert.

Und Du siehst ja an einzelnen Reaktionen hier schon, wie Menschen darauf reagieren, dass andere mehr oder weniger haben. #33 ist da typisch. Das Urteil ist nie gar keines oder wenigstens "schön, dass es Dir gut geht", sondern gleich immer "wenn Du mehr hast, kannst Du ja mal was für andere tun." Eine deutsche Grundhaltung. Wer mehr hat, soll es nicht besser haben, er soll abgeben.
Und auf die Diskussionen dazu habe ich persönlich überhaupt keine Lust. Was nichts damit zu tun hat, dass ich alles für mich behalten will. Aber ich mag die zunehmende deutsche Unart nicht, anderen vorzugeben, wie sie sich denn korrekt verhalten sollten.

Aktuelles allgemeines Beispiel: "Alle sollten Putins Gas abdrehen". Statt "Ich komme gerade aus dem Keller, habe die Heizung abgeschaltet und sende jetzt eine letzte Nachricht, bevor ich auch den Strom aus Protest abdrehe." :)
 
  • #43
Du wohnst vermutlich nicht im Wedding sondern in Zehlendorf größer und besser, isst anders, trinkst anders, andere Klamotten. Natürlich lebst du ganz anders.
Trotzdem bleibt das Nettoeinkommen das Nettoeinkommen. Was Du ausgibst um Dich anzupassen liegt einzig bei Dir selbst.

Ich habe mehrmals live erlebt, wie ein ehemals schludriger Student plötzlich im maßgeschneiderten Anzug und teuren Lederschuhen daherkam, weil es jetzt "erforderlich" war.

Das verstehe ich ja noch, aber ob er mit dem Lapierre oder dem Pinarello zur Arbeit fährt und jedem den Markennamen unter die Augen reibt, hat etwas mit der Einstellung zu tun.

Zur Frage. Nein mache ich in der Regel nicht, weil es für mich völlig unwichtig ist, ausser beruflich. Da muss ich manchmal.
 
  • #44
Habe ich übrigens tatsächlich angefragt. Ein Anruf beim Finanzamt hat ergeben, dass ich davon lieber die Finger lasse.
Was hat das Finanzamt oder dein Geld damit zu tun?
Du hast bestimmt genug Geld, um für ein paar Wochen Menschen auf der Flucht vor dem Krieg dein leeres Haus zur Verfügung zu stellen.
Ich kenne genug Familien, die selber ihr Haus mit Ukrainern geteilt haben. Kleider, Lebensmittel, Fahrräder, fehlende Möbel, Geschirr etc. haben die Nachbarn gespendet.
Man hilft aus wo man kann.
Im möblierten Zimmer meines ausgezogenen Sohnes war auch für einige Zeit eine Ukrainerin mit Kind. Die Leute sind so dankbar.

Was ich aber schon oft festgestellt habe: umso reicher die Menschen werden, desto geiziger werden sie.
 
  • #45
Siehst Du, sofort wissen andere genau, was ich tun sollte. Das meine ich oben. Sobald in unserer Gesellschaft irgend jemand irgend etwas hat, haben andere sofort eine tolle Idee, wie man es nutzen oder umverteilen könnte.

Habe ich übrigens tatsächlich angefragt. Ein Anruf beim Finanzamt hat ergeben, dass ich davon lieber die Finger lasse. Über die rechtliche Situation habe ich mich dann gar nicht mehr genauer informiert, denn bei der lokalen Verteilerstelle ergab sich kein Bedarf.

Warum möchtest Du das betonen? Für mich ist das selbstverständlich.
Weil ich den Eindruck hatte, das du mich nicht verstanden hast. Ich fühlte meine Aussage verdreht. Mehr nicht.
 
  • #46
Siehst Du, sofort wissen andere genau, was ich tun sollte. Das meine ich oben. Sobald in unserer Gesellschaft irgend jemand irgend etwas hat, haben andere sofort eine tolle Idee, wie man es nutzen oder umverteilen kann
Seh ich genau so. Ist leider so. Sofort kommt jmd. und möchte indirekt auch was abhaben oder sagt mir, wem ich doch damit besser unterstützen könnte als die, wo ich manchmal von Herzen was gebe usw.
 
  • #48
Weil ich den Eindruck hatte, das du mich nicht verstanden hast. Ich fühlte meine Aussage verdreht. Mehr nicht.
Ja, aber Du wirfst hier zwei meiner Antworten völlig unpassend zusammen...
Sofort kommt jmd. und möchte indirekt auch was abhaben oder sagt mir, wem ich doch damit besser unterstützen könnte als die, wo ich manchmal von Herzen was gebe usw.
So ist es. Die typisch deutschen "Guten" erwarten eine Begründung, warum Du nicht tust, was sie denken. Natürlich mit Druck auf die Drüse des schlechten Gewissens. Alle helfen, nur Du nicht, also rechtfertige Dich:
Was hat das Finanzamt oder dein Geld damit zu tun?
Auch da werde ich Dir nicht mal eine Erklärung liefern.
Du hast bestimmt genug Geld, um für ein paar Wochen Menschen auf der Flucht vor dem Krieg dein leeres Haus zur Verfügung zu stellen.
Du machst irgendwie keinen Unterschied zwischen "Geld" und "Wohnung". Ob Du einem Bettler 5 Euro in den Hut legst, damit er eine Busfahrkarte kaufen kann oder Deine Autoschlüssel, ist eben ein Unterschied.
Ich kenne genug Familien, die selber ihr Haus mit Ukrainern geteilt haben. Kleider, Lebensmittel, Fahrräder, fehlende Möbel, Geschirr etc. haben die Nachbarn gespendet.
Man hilft aus wo man kann.
Im möblierten Zimmer meines ausgezogenen Sohnes war auch für einige Zeit eine Ukrainerin mit Kind. Die Leute sind so dankbar.
Ja, ich bin eben ein schlechter Mensch und kein wohltätiger Christ, während Dein komplettes Umfeld im Garten zeltet, um Platz zu schaffen. (Nur fürs Protokoll: frag als Mann mal, ob eine Ukrainerin mit Kind einziehen möchte...)
Was ich aber schon oft festgestellt habe: umso reicher die Menschen werden, desto geiziger werden sie.
Du kannst also gerne "geizig" zu "kinderfeindlich" hinzufügen.
 
  • #49
Bei uns gibt es das Spiel "Was dürfen die paar Tage kosten" ja regelmässig an Silvester. Oder dann, wenn es um den Kostenanteil für unseren Garten geht. Bisher konnten wir das immer ganz entspannt lösen ......
Etwas geregelter wegen der relativ höheren Kosten geht es in unserer "Werkstatt" zu.
Aber es musste noch nie einer wegen Geldmangel raus aus Gesellschaft. Dann wird halt mal was in den Topf getan und dabei gehofft, dass man nie selber derjenige ist, der Schwierigkeiten hat. "Den Ablass entrichten" wird das genannt. Das Schöne dabei ist - die Freundschaft steht über dem Geld.
Klar, wer Sonderwünsche hat, der zahlt das selbst. An Silvester bspw die Skifahrer ihre Skipässe. Oder wer meint, dass seine Freundin unbedingt Schampus beim Grillen benötigt muss das Zeug selber mitbringen.
Aber eine Inanna und ihre Fragerei ? Sei mir nicht böse, aber von mir würdest du lediglich ein "ausreichend" als Antwort auf die Frage nach dem Einkommen oder Höhe der Geldanlagen bekommen. Ich weiss teilweise Bescheid - aber das wird nicht ausgeplaudert. Darf ich gar nicht.
Im Grunde kommt es doch darauf an, dass man genug hat, um seine Wünsche so zu befriedigen, dass noch ein paar offen bleiben ..... und da gibt dann eben einer so viel Geld im Jahr für Opernbesuche aus, dass es locker für eines meiner Autos reichen würde. Ein anderer macht gerne in Luxushotels Urlaub - würde mir so im Traum nicht einfallen. Das soll Urlaub sein, wenn ich abends im Smoking zum Essen muss ? Sylt ist schön - wenn ein Kumpel da ein Haus hat. Und man so der "Idiotenparade" entgehen kann. Ich halte nämlich gar nichts davon, Leute zu beeindrucken, die ich nicht leiden kann. Für mich ist eben ein gutes Bier der beste Champagner. Ein oder auch ein paar Bier mit einem Freund ist Genuss und Lebensfreude. Roederer Cristall anno tobac ist harte Arbeit incl Zuschlag für Sodbrennen.
Und dumm aus der Wäsche guggen kann ich ganz gut selber - auch ohne Armani T Shirt. Da lacht dann mein Schwabenherzle - wenn ich sehe, was die Dinger kosten. Man gönnt sich ja sonst nix
 
  • #51
So ist es. Die typisch deutschen "Guten" erwarten eine Begründung, warum Du nicht tust, was sie denken. Natürlich mit Druck auf die Drüse des schlechten Gewissens. Alle helfen, nur Du nicht, also rechtfertige Dich:


Ja, ich bin eben ein schlechter Mensch und kein wohltätiger Christ, während Dein komplettes Umfeld im Garten zeltet, um Platz zu schaffen.
Bingo!
Genau SO. Und hier wird mal wieder vorne rum so getan als sei das doch nur eine harmlose Info.
Also in den wenigsten Fällen bleibt diese Info völlig unkommentiert. Irgendwann gibt es ein Gespräch (Geschwätz im Betrieb?) mit 3. und 4. Personen und irgend jemand ist dann dabei, der hinter dem Rücken des eigentlichen Betroffenen seinen Senf dazu abgibt. Garantiert :cool:



(Nur fürs Protokoll: frag als Mann mal, ob eine Ukrainerin mit Kind einziehen möchte...)

Oder -ganz böse- eine Ukrainerin OHNE Kind 🙃
Nur für's Protokoll-Protokoll :cool:
 
  • #52
Wenn ich gefragt werde, erzähle ich es offen.
Dss geht mir auch so. Mich interessiert es in der Regel nicht, wieviel andere verdienen, aber wenn mich jemand fragt, sage ich es. Kann aber bei Beamten sowieso jeder Interessierte selbst nachlesen. Meistens sind es auch Kinder, die fragen.
Ich verstehe auch das Theater nicht, das viele diesbezüglich machen, dass das andere nichts angeht. Klar kann Neid oder Suche nach Vergleich hinter der Frage stecken, aber wenn die Leute sich unbedingt vergleichen wollen, sollen sie es eben tun.
Dieses "Das geht andere nichts an." finde ich ebenso albern wie die die Aussage "Nach dem Alter (meist auf Frauen bezogen) fragt man nicht."
Dahinter stecken wohl mangelnde "S-Werte".
 
  • #53
Trotzdem bleibt das Nettoeinkommen das Nettoeinkommen. Was Du ausgibst um Dich anzupassen liegt einzig bei Dir selbst.



Das verstehe ich ja noch, aber ob er mit dem Lapierre oder dem Pinarello zur Arbeit fährt und jedem den Markennamen unter die Augen reibt, hat etwas mit der Einstellung zu tun.

Zur Frage. Nein mache ich in der Regel nicht, weil es für mich völlig unwichtig ist, ausser beruflich. Da muss ich manchmal.
Das hat nun gar nichts mit Anpassung zu tun, sondern mit dem, was einem Freude macht. Man heult viel besser im Loft als im Plattenbau. Es sei denn, der Plattenbau ist das, was du schon immer wolltest.
 
  • #55
…ein schönes neues Auto, wenn das alte sonst im Winter jeden zweiten Tag nicht anspringt. Es gibt eben Gehaltsgrenzen, ab denen ein Mehrgehalt nicht unbedingt nötig ist. Und Du hast vermutlich zu Studentenzeiten auch nicht mit schönem Auto so logiert, sondern erst: als Du mehr verdient hast. Vielleicht gehst Du dann einmal mehr in Urlaub
Das sind aber alles keine automatischen höheren Ausgaben? Das sind doch persönliche Entscheidungen und kein Muss. Dass jemand, der mehr Geld hat, auch mehr ausgeben KANN, ist ja nun ein Privileg, aber er MUSS eben nicht. Ich habe auch kein Auto, auch wenn ich mehr Geld habe als zu Studentenzeiten. Daher versteh ich die zwingend höheren Ausgaben auch nicht - es ist eben kein Muss. Manche sparen doch extrem trotz hohem Gehalts; natürlich geht das. Würde für mich persönlich keinen Sinn machen, ich will das Geld ja genießen, aber es ist eben nicht vorgeschrieben, was man mit dem Geld macht.
Zur Frage: mich interessiert es nicht sehr, wieviel jemand verdient. Ich sehe ja, ob jemand sehr viel oder kein Geld hat bzw. kann mir das an seinem Job ungefähr denken und lade dann jemanden häufiger mal ein, der wenig hat. Ansonsten ist mir das egal. Bei Unternehmern verstehe ich, dass man über gute oder schlechte Jahre redet; das ist was anderes, da oft schwankend. Bei jemanden mit einem festen Gehalt - warum sollte der das ständig besprechen wollen? Ich denke doch an mein Gehalt nie groß. Wenn mich jemand fragt, sage ich es aber natürlich. Hab es aber auch in anderen Ländern nicht erlebt, dass man über Geld groß redet. Dafür umso mehr in stuttgart, wo Ingenieure groß und breit mit ihrem Gehalt angeben, was ich persönlich nicht so sympathisch fand. Als Thema langweilig und dass man sich über sein Gehalt definiert, finde ich auch irgendwie traurig.
W, 38
 
  • #56
Wenn ich z.B. mit Onkel @neverever am Wochenende Eis oder Kuchen essen gehe, würde ich ihn definitiv neugierig fragen, wie er angefangen und sein Unternehmen aufgebaut hat, was am schwierigsten war und worauf er am meisten stolz ist, was sich im Laufe der Jahre verändert hat, in der Branche allgemein und für ihn persönlich, was ein guter und was ein schlechter Kunde ist und was seine
Onkel 😂😂
Nun, ein Gespräch so wie du es beschreibst ist dann auch was völlig anderes.
Richtig erkannt, dir ginge es dann um mich und die Geschichte dahinter.
Im laufe eines solchen Gesprächs würdest du wissen, wieviel Kuchen und Eis der Onkel bestellen kann.🤮
Das liebe Inanna ist was anderes, wie wenn jemand dich einfach fragt was du so verdienst.
Deine Neugierde ist kein persönlicher Angriff auf meine Privatsphäre.
Die plumpe Frage nach dem Gehalt schon.
Beobachte mal Menschen die so oder so agieren und dann achte jeweils darauf, welchen Eindruck bezüglich ihres Charakter du erkennen kannst.
Dann wirst du verstehen was ich damit meine.☺️
M51
 
  • #58
Weil man dann vielleicht einen Neuwagen kauft, den man mit 2500 nicht kauft sondern eher gebraucht, weil man mit 2500 in einer oft günstigeren Whg. mit weniger NK lebt statt im Haus mit Garten und automatisch höheren Kosten, weil man sich Privatärzte leistet, die man sich mit 2500 netto nicht leisten würde usw? Also ich zumindest hatte nicht meine jetzigen Kosten, als ich weniger hatte, da es ja nicht gereicht hätte.
Ähm... da ist man ja dann selbst dran schuld, wenn man den Hals nicht voll bekommt.
 
  • #59
Das sind aber alles keine automatischen höheren Ausgaben? Das sind doch persönliche Entscheidungen und kein Muss.
Von Automatismus bestimmter Ausgaben hat ja niemand geschrieben. Gemeint ist wohl eher „in der Regel“. Natürlich gibt es Menschen, die nach dem Studium bei gleichem Einkommen und entsprechender Teilzeit bleiben. Meist steigt der Lebensstandard aber eher mit dem Einkommen, oft vermutlich nicht dauerhaft linear.
Manche sparen doch extrem trotz hohem Gehalts; natürlich geht das.
Ja, manche Frugalisten sehen ihren Lebenssinn darin.
Würde für mich persönlich keinen Sinn machen, ich will das Geld ja genießen, aber es ist eben nicht vorgeschrieben, was man mit dem Geld macht.
Für mich auch. Deswegen gebe ich mehr aus, wenn ich mehr verdiene. Mein Einkommen hat sich über meine gesamte Berufstätigkeit vermehrfacht. Da macht es keinen Sinn, wie vor 35 Jahren zu leben.
Zur Frage: mich interessiert es nicht sehr, wieviel jemand verdient.
Da ist dann eher spannend, wie jemand das Leben damit gestaltet.
 
  • #60
Kenne ich nicht. Es gehen aber die Menschen, mit denen ich zu tun habe, damit auch nicht hausieren, weil sie ihr kleines Ego damit kompensieren wollen (bunt durchgemischt von 1.200 netto bis > 5.000). 😉 Es kommt iwann, nebei, zur Sprache. Es wird nicht geprotzt, sondern nur erwähnt, wenn es der Sache dient. Völlig geerdet. Übrigens sind alles Deutsche außer 3. Ich sehe es entspannt und alle anderen auch. 🙏 Such dir einen vernünftigen Freundeskreis, dann hast du das Problem nicht. 🤣 Wobei... sicher ziehst du die Leute an. Du hast ja sowohl zu Materialismus als auch zu Frauen (und natürlich Dirks) ein sehr ungesundes, schädliches Verhältnis.
 
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