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  • #61
Das sind aber alles keine automatischen höheren Ausgaben? Das sind doch persönliche Entscheidungen und kein Muss. Dass jemand, der mehr Geld hat, auch mehr ausgeben KANN, ist ja nun ein Privileg, aber er MUSS eben nicht.
Ja so ist das, manchen Millionären sieht man den Reichtum gar nicht an, fahren kein dickes Auto, eher noch der alte Golf, investieren das Geld vielleicht in Dinge die man nicht so sieht, kein Statussymbol darstellen oder sparen alles, gibt es alles.
Manchen sieht man es an, wobei ich denke das ist auch nicht immer so wie es scheint. Kenne da auch jemanden mit einem dicken M6, der dann aber nur bis zum Bahnhof damit fährt weil der Sprit zu teuer ist und dann mit Berufsticket rumfährt.. ist halt irgendwie dumm gelaufen wenn man sein Auto nichtmal fahren kann weil die laufenden Kosten das Budget übersteigen.
Wenn ich z.B. mit Onkel @neverever am Wochenende Eis oder Kuchen essen gehe, würde ich ihn definitiv neugierig fragen, wie er angefangen und sein Unternehmen aufgebaut hat, was am schwierigsten war und worauf er am meisten stolz ist,
Sowas finde ich auch immer super spannend, dem Weg zum großen Erfolg, etwas eigenes geschaffen zu haben.
Ich finde Menschen auch immer beachtlich die es wagen etwas neues zu machen, zum Beispiel ihren sicheren und auch finanziell sicherten Beruf aufzugeben und den Sprung rein in die Selbstständigkeit wagen. Eine befreundete Mutter hat sich nach ihrer Elternzeit selbstständig gemacht mit einer Tagespflege, finde ich auch mega cool und es scheint gut zu laufen.

Man hat es als eher kleines oder mittelständisches Unternehmen zwischen sehr großen Betrieben manchmal sicherlich nicht einfach, ich bekomme in meinen Job auch die ein oder andere Schwierigkeit mit aber man ist eben abhängig davon als Lieferant bei so manch einem Großkonzern gelistet zu sein, für dich ist der Kunde existenziell, du aber nicht unbedingt für den Kunden.
Ich war die letzen Wochen paar mal mit dem GF, Vertiebsleitung bei einem großen, bekannten Unternehmen mit im Gespräch dabei, durfte mitdiskutieren und habe einiges mitbekommen, es war super spannend aber mir wurde bewusst wie schwierig es manchmal für einen GF sein kann mit solch einem Riesen Konzern zu verhandeln.

Also ich weiß nur von ein paar wenigen Freundinnen und meinen Eltern wie viel diese verdienen, es hat sich irgendwann im Gespräch mal so ergeben, konkret gefragt haben wir uns nicht. Bzw. manches ist irgendwie klar wenn man sich zb. über den Elternbeitrag unterhält und der eine dann vielleicht Summe X bezahlen muss und der andere dann mehr.
Als Thema langweilig und dass man sich über sein Gehalt definiert, finde ich auch irgendwie traurig.
So denke ich auch darüber.

W 28
 
  • #62
Außerdem, wozu braucht man als älterer alleinstehender Mensch ein eigenes Haus für sich allein
Wem steht es zu, das zu beurteilen? Sollen wir unser, abbezahltes, Haus verlassen, weil wir mehr oder weniger mit noch zu zweit sind?
Ich mag nicht über meinen Lebensstil diskutieren, da geht es gar nicht um Einkommen, sondern auch so Diskussionen, was kaufe ich, wo kaufe ich, mache ich Urlaub, wo, wie, was esse ich.
Wenn jemand sein Haus leer stehen lässt, ist es so.
Wenn man genau hinterfragt, könnten wir uns die Kugel geben, die Höhe der Produktivität überschritten, dafür Verbrauch von Ressourcen, zu viel Raum, zu viel von allem, noch gesund, aber wer weiß wie lange. Usw.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #64
Weil ich weiss, dass Leute mit weniger Geld glauben würden, ich sei reich in ihren Augen. Und das möchte ich nicht. Denn jemand mit 2500 netto weiss nicht, dass jemand mit 5000 netto halt auch höhere Ausgaben hat und nicht einfach nur 2500 mehr hat
Das war aber die Aussage @Lebens_Lust . Als ob der arme Mensch mit mehr Geld zwangsläufig höhere Ausgaben hat und deshalb nicht „reich“ ist. Der arme Millionär, der dann seine riesige Villa, die Angestellten und den Fuhrpark bezahlen muss? Ähm, klar ist jemand in meinen Augen wohlhabend, wenn er 5000 Euro zur Verfügung hat, egal, wie er sie ausgibt. Er hat sie aber zur Verfügung. Über seine Verhältnisse leben kann jeder, sobald er mehr ausgibt als er einnimmt. Jemand, der 2500 Euro mehr hat als ich, hat aber erstmal mehr Geld und ist daher „reicher“. Wenn er eine viel höhere Miete hat, weil er sich eine gute Wohnung leistet, dann ist das doch auch ein Zeichen für Wohlstand, auch wenn seine (selbstgewählten) Ausgaben höher sind. Nicht nur, wenn er viel Geld über hat am Ende des Monats.
 
  • #65
Ich verstehe auch das Theater nicht, das viele diesbezüglich machen, dass das andere nichts angeht
Meiner Meinung nach ist die Denke im öffentlichen Dienst eine andere als in der Privatwirtschaft. Man weiss um die Eingruppierungen der Kollegen und weiss auch was dahinter steht. Alles transparent und nichts Geheimnisvolles. Bei meinem Wechesl vom öffentlichen Dienst in die Privatwirtschaft und dann auch noch in den HR Bereich, war ich auch ein wenig verwundert.
Ich wusste noch nicht mal von meinen engsten Kollegen, was sie verdienten. Klar, man kannte die Bandeingruppierung, aber exakte Zahlen hätte nie ein Mensch in den Raum geworfen.

Und ja @Sommergold , Du solltest verhandeln. Meiner Erfahrung nach, sind Frauen diesbezüglich deutlich weniger fordernd als Männer. Um nicht zu sagen, zu wenig fordernd. (Ausnahmen gibt es natürlich immer). Frau und auch man sollten nie glauben, dass Erhöhungen automatisch auf einen zufliegen. Auch wenn dies immer gerne von einigen behauptet wird a la " ach ich bin so super, um Gehaltserhöhungen musste ich mich nie kümmern, die kamen von alleine." Ne, Pustekuchen, sag ich mal, nach fast 20 ig jähriger Erfahrung als Personalerin in einem nicht ganz kleinen tarifgebundenen Unternehmen. Die Tarferhöhungen ja, aber da gibts durchaus Bandbreiten, gerade im AT-Bereich.

Selbstverständlich ist dies auch kulturell geprägt. Wie sagt meine libanesische Freundin " man zeigt und sagt gerne, was man hat." Wenn sie alljährlich ihren Geburtstag feiert/e und die Damen aus dem Libanon, Kuwait und was weiss ich woher anrauschten, habe ich mich über deren Offenheit in finanziellen Angelegenheiten auch nur gewundert. Man zeigte/sagte halt, was man hat.
Da hilft manchmal auch eine jahrzehntelange Integration nicht.
Deshalb, direkte Fragen nach dem Verdienst sind zumindest in diesem Kulturkreis:
übergriffig, naiv, plump und haben etwas sehr Kindliches.

Interessanterweise - ich schrieb es hier schon einmal - wurde ich bei meinem Wechsel ins Maklerdasein von Hinz und Kunz gefragt, was ich denn so aufs Konto bekäme. Sehr direkt und von Menschen, die mich dies niemals im Angestelltenverhältnis gefragt hätten. Wie gesagt wurde. Ich antworte darauf nicht mehr. Ich sage dann auch nur, Geschäfte laufen gut, okay oder was auch immer.
Von meinen Kolleginnen kenne ich selbstverständlich die Umsätze, sich daraufhin auszurechnen, was ungefähr auf dem Konto bleibt, da muss ich in dieser Branche kein Einstein für sein. Aber selbst im Maklerwesen -welches nun nicht gerade für feines Understatement bekannt ist - wird nicht mit absoluten Zahlen um sich geworfen.
Ah doch, die absoluten Topzahlen, der Branchenkönige ( über die gesamte Konkurrenz verteilt) kennt man schon. Und hier auch nicht nur den Umsatz. Die sind aber so hoch, dass man sie lieber gleich wieder vergisst.
 
  • #66
umso reicher die Menschen werden, desto geiziger werden sie.
Man wird nicht wohlhabend, indem man sein Geld mit vollen Händen ausgibt.

Und man muss keine traumatisierten Kriegsflüchtlinge bei sich aufnehmen, man kann auch auf andere Art und Weise Gutes tun und spenden. Nur gibt es Menschen, die damit nicht hausieren gehen und jedem auf die Naße binden, ach wie gut sie doch sind. Niemand ist moralisch dazu verpflichtet jemanden aufzunehmen, egal wieviel Platz man hat. Man kann auch keine Familie nach drei Wochen vor die Türe setzen. Wenn vor drei Wochen keine Wohnung verfügbar war, ist sie es drei Wochen später auch nicht. Man tut damit niemandem einen Gefallen.

Jeder gibt, was er kann und will, und wie er das macht, ist seine Sache.

In meinem Leben habe ich die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die immer andere davon in Kenntnis setzen, welche hohen Maßstäbe sie an andere legen, diese selbst nicht erfüllen. Wer ständig kokettiert mit gewissen Attributen und Charaktereigenschaften erfüllt diese oftmals selbst gar nicht und macht sich was vor. Sondern wäre gerne so. Solange ich den Menschen nicht kennengelernt habe, glaube ich erstmal gar nichts von dem, was mir im www erzählt wird.

@ Jakobus: es geht andere schlichtweg nichts an. Weder mein Einkommen, noch die Kosten. Niemand muss für mich aufkommen und ich bin niemandem Rechenschaft schuldig.

In meinem kleinen engen Freundeskreis ist Einkommen niemals ein Thema. Man unterhält sich höchstens über Anschaffungen oder über geplante Urlaube.

Nicht einmal im Kollegenkreis ist das Gesprächsthema. Ich bin so erzogen, dass man über Geld nicht mit anderen spricht.

Und würde mich jemand über meine Einkommenhöhe fragen, würde ich zurückfragen, warum er das wissen will oder die Frage überhören, je nach Situation.

Es gibt sogar Menschen, die neidisch auf Kranke sind und denen ihre Erwerbsminderungsrente oder das Krankengeld nicht gönnen. Habe ich auch schon mitbekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #68
Mein Bruder ist selbstständiger Immobilienmakler in Frankreich. Er verdient wahnsinnig viel Geld, hat fünf Eigentumswohnungen. Er fährt einen uralten klapprigen Golf, lebt bescheiden, gönnt sich keinen Urlaub.
Auf meine Frage, warum er immer noch sein kleines Uralt-Auto fährt meinte er, er könne sich sofort einen Porsche kaufen und bar bezahlen, aber da wo er wohnt werden immer wieder hochpreisige Autos zerkratzt und abgefackelt. Da fährt er lieber seinen Golf bis er Schrott ist.
Er ist bescheiden geblieben.

Ich habe für meinen 90jährigen Vater letzte Woche einen Termin in einer Hautarztpraxis telefonisch ausmachen wollen. Die Dame meinte, sie könne erst in vier Wochen einen Termin für meinen Vater anbieten.
Im Verlauf des weiteren Gespräches fragte sie nach seiner Krankenversicherung. Als sie hörte, dass er privat versichert ist, war - oh Wunder - gleich am Montag ein Termin frei.
Finde ich das gerecht? Nein.
Aber so ist es halt.
Hast du Geld wird nur geschleimt bis zum geht-nicht mehr.
Der Mensch zählt nicht, aber seine richtige Versicherung!
 
  • #69
Nein, das war nie meine Aussage. Kannst Du in #17 und #59 bezogen auf @Lilly75 #2 nachlesen.
Als ob der arme Mensch mit mehr Geld zwangsläufig höhere Ausgaben hat und deshalb nicht „reich“ ist. Der arme Millionär, der dann seine riesige Villa, die Angestellten und den Fuhrpark bezahlen muss?
In der Form sowieso nicht. Man passt schlicht im Laufe der Zeit meist den Lebensstil mehr oder weniger nichtlinear Richtung Einnahmen an. Und nach 5 Jahren würde es dann meist schwieriger von 5000 zurück auf 2500, auch ohne jeden objektiven „Luxus“.
Mit 5000 leistest Du Dir dann vielleicht 2000 Euro Rate fürs Reihenhäuschen oder die etwas größere 90 qm-ETW und mit 2500 Euro sicher nicht. Und das sind dann eben höhere Fixkosten.
Ähm, klar ist jemand in meinen Augen wohlhabend, wenn er 5000 Euro zur Verfügung hat, egal, wie er sie ausgibt.
Mag aus Deiner Sicht sein und das ist sicher auch berechtigt. Das aber in die Ecke „Millionär mit Personal und Fuhrpark“ zu packen, ist überdreht.
 
  • #70
Wenn man genau hinterfragt, könnten wir uns die Kugel geben, die Höhe der Produktivität überschritten, dafür Verbrauch von Ressourcen,
Genau so ist es. Die Kinder sind erwachsen und selbständig, jetzt geht´s ans abdanken!
Am besten, ich fange gleich mal bei mir an, denn ich habe ja gar keine Kinder und verbrenne nur unnötig fossilen Kraftstoff, um daran anschließend für nix im Wald herumzuhirschen. Wenn das mal kein Lebenssinn ist!

Finde ich das gerecht? Nein.
Aber so ist es halt.
Hast du Geld wird nur geschleimt bis zum geht-nicht mehr.
Ja, ein Grundübel. Warum demonstriert niemand dagegen?

ErwinM, 53
 
  • #71
In ungefähr der Hälfte der Arbeitsverträge, die ich unterschrieben haben, war ein Passus das man nicht mit den Kollegen über das Gehalt / den Lohn sprechen darf. Das weitet man dann gerne auf alle aus.
Dann gibt es noch das Problem, dass viele Menschen Brutto und Netto nicht auseinanderhalten können. Mein Kollege mit 2 Kindern hat ein höheres Netto obwohl wir das gleiché Brutto haben. Eigentlich dürfte man nur über das Brutto sprechen.
Dann wird die Arbeitszeit nicht berücksichtig. Ich habe in diesem Monat 195 Stunden. Ich bitte nun die 37,5-Stünder mal auszurechnen wieviele Stunden sie den arbeiten. Ein Großteil meiner Stunden sind Nacht- und Wochenendstunden. Dafür bekomme ich Zuschläge. Diese machen zwischen 600 und 300 € aus. Da ich nach Stunden bezahlt werde habe ich auch unterschiedliche Monatsbezüge. Der Februar ist ein schlechter Monat. Nur 20 Arbeitstage und keine Feiertage. Dieses Jahr sind der Juni, der Oktober und der Dezember meine Großverdiener Monate.
Selbst wenn man dem Gegenüber dies erklärt bleibt doch meist nur das Netto übrig welches sich der Andere merkt. Erzählt er dann das Einkommen an Dritte weiter fallen die Umstände endgültig unter dem Tisch.
Deshalb bin ich vorsichtig geworden.
 
  • #73
Nein, das war nie meine Aussage. Kannst Du in #17 und #59 bezogen auf @Lilly75 #2 nachlesen.

In der Form sowieso nicht. Man passt schlicht im Laufe der Zeit meist den Lebensstil mehr oder weniger nichtlinear Richtung Einnahmen an. Und nach 5 Jahren würde es dann meist schwieriger von 5000 zurück auf 2500, auch ohne jeden objektiven „Luxus“.
Mit 5000 leistest Du Dir dann vielleicht 2000 Euro Rate fürs Reihenhäuschen oder die etwas größere 90 qm-ETW und mit 2500 Euro sicher nicht. Und das sind dann eben höhere Fixkosten.

Mag aus Deiner Sicht sein und das ist sicher auch berechtigt. Das aber in die Ecke „Millionär mit Personal und Fuhrpark“ zu packen, ist überdreht.
Hab ich nicht gesagt. Ich habe auch nicht gesagt, dass das deine Aussage war, sondern die von @Lilly75 .
Ich bin auch reicher als meine ehemaligen Kommilitonen, die im Naturschutz arbeiten. Klar werden die das auch so sehen und das stimmt eben einfach. Ich habe mehr Geld zum Ausgeben, ich leiste mir Sachen, große Urlaube - ich habe diese Ausgaben aber weil ich es so will; nicht automatisch wie von Lilly behauptet. Siehe
Mein Bruder ist selbstständiger Immobilienmakler in Frankreich. Er verdient wahnsinnig viel Geld, hat fünf Eigentumswohnungen. Er fährt einen uralten klapprigen Golf, lebt bescheiden, gönnt sich keinen Urlaub.
 
  • #74
Das war aber die Aussage @Lebens_Lust . Als ob der arme Mensch mit mehr Geld zwangsläufig höhere Ausgaben hat und deshalb nicht „reich“ ist
Man könnte höhere Ausgaben vielleicht besser in dem Fall einen höheren Lebensstandard zuordnen, aber das ist doch auch in Ordnung und legitim sich mehr zu leisten/ gönnen wenn man über die entsprechenden finanziellen Möglichkeiten verfügt, sich dann beschweren man habe viel mehr Ausgaben ist halt dann irgendwie blöd, dafür ist man selber verantwortlich und könnte sich ja auch weniger gönnen.



Mit 5000 leistest Du Dir dann vielleicht 2000 Euro Rate fürs Reihenhäuschen oder die etwas größere 90 qm-ETW und mit 2500 Euro sicher nicht. Und das sind dann eben höhere Fixkosten.
Ja hat man sich aber dann selber so ausgesucht, ist ja auch völlig ok. Man passt sich an und gewöhnt sich schnell an dieses Mehreinkommen und den Luxus den man sich leistet/ leisten kann.

Dann gibt es noch das Problem, dass viele Menschen Brutto und Netto nicht auseinanderhalten können.
Ja, die Steuerklasse zählt auch noch mit rein.

W 28
 
  • #76
Genau wegen einer solchen liebevollen Antwort wissen nur wenige Menschen, was vorhanden ist.
Habe ich denn etwa Unrecht damit? Es wurde behauptet Leute mit höherem Verdienst haben mehr Ausgaben und dann wird mit dem Kauf eines Neuwagens, mit einer gehobeneren Wohngegend etc. argumentiert. Das sucht sich doch jeder selbst aus. Ob nun der mit 2500 oder 5000 netto über seine Verhältnisse lebt. Das bleibt sich doch gleich. Es wird ja geradezu so getan, als ob ein Gebrauchtwagen für 5000 Euro oder mehr für den geringer Verdienenden ein Pappenstiel wäre. Mietwohnungen sind auch mittlerweile extrem teuer. Den 5000 Euro netto Menschen dürfte es allerdings weniger schmerzen.
 
  • #77
Zu der Diskussion passt auch, dass die Abgeordneten im Deutschen Bundestag sich so zieren, ihre Nebeneinkünfte offen zu legen. In anderen Ländern ist das angeblich anders.
 
  • #78
Wer über genügend S" Werte (Speziell hier Selbstwert = der Wert über sich selbst) verfügt, der gibt keinerlei Auskunft über private Dinge, die andere nichts angehen!
Natürlich gehen diese Dinge andere nichts an. Allerdings gehen die den anderen Sehr wohl was an wenn man in einer Beziehung ist und zusammen zieht. Das habd ich ja schon angedeutet, dass man dann gemeinsame Ausgaben hat.
 
  • #79
5000 netto für den Abteilungsleiter? Das wäre durchaus ziemlich wenig, glaube mir.
Ich weiß ja nicht, wo Du Deine Quellen her hast, aber rund 5000 Euro netto für einen Abteilungsleiter ist ziemlich guter Durchschnitt, in brutto wären das 9.000 Euro bei Steuerklasse 1 oder 4. Verdient der Abteilungsleiter mehr, dann ist er wahrscheinlich kein Abteilungsleiter mehr. Kommt aber sicherlich auch auf die Branche an!
 
  • #80
Ich kenne das gar nicht aus meinem Umfeld. Wir reden häufig offen darüber, was wir verdienen. Ob das der Wahrheit entspricht, steht auf einem anderen Blatt. 🤷‍♀️ Ist mir aber eigentlich auch egal. Ich hab Leute im Umfeld, die können sich dreimal im Jahr Malediven leisten und tun das auch, und andererseits kenn ich auch Leute, die nicht wissen, was sie sich morgen aufs Brot schmieren sollen, trotz Vollzeitjob. 🤷‍♀️
 
  • #81
Das war aber die Aussage @Lebens_Lust . Als ob der arme Mensch mit mehr Geld zwangsläufig höhere Ausgaben hat und deshalb nicht „reich“ ist. Der arme Millionär, der dann seine riesige Villa, die Angestellten und den Fuhrpark bezahlen muss? Ähm, klar ist jemand in meinen Augen wohlhabend, wenn er 5000 Euro zur Verfügung hat, egal, wie er sie ausgibt. Er hat sie aber zur Verfügung. Über seine Verhältnisse leben kann jeder, sobald er mehr ausgibt als er einnimmt. Jemand, der 2500 Euro mehr hat als ich, hat aber erstmal mehr Geld und ist daher „reicher“. Wenn er eine viel höhere Miete hat, weil er sich eine gute Wohnung leistet, dann ist das doch auch ein Zeichen für Wohlstand, auch wenn seine (selbstgewählten) Ausgaben höher sind. Nicht nur, wenn er viel Geld über hat am Ende des Monats.
Ja, jedoch zahlt jmd. mit 5T genauso Miete und Auto ect. und hat deswegen nicht zwangsläufig mehr Geld übrig als jmd. mit 2T. Der Lebenstandard erhöht sich einfach nur, mehr Geld ist am Ende des Monats trotzdem nicht übrig. Zumal gewisse Gehälter auch gewisse hohe Ausgaben (Flüge, Hotels, Restaurants, weitere Autofahrten, was mit günstigem Gebrauchtwagen deutlich schlechter geht usw) mit sich bringen...zumindest als Selbständiger. Da kommt man mit nem billigen gebrauchten Auto für 3000 EUR nicht weit.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #82
Zu der Diskussion passt auch, dass die Abgeordneten im Deutschen Bundestag sich so zieren, ihre Nebeneinkünfte offen zu legen. In anderen Ländern ist das angeblich anders.
Da geht es um anderes, es ist schwierig zu vermitteln, wenn manche Abgeordnete mehr über Nebeneinkunfte verdienen als über die Haupttätigkeit, da ergeben sich zwangsläufig Fragen. Davon abgesehen, sind Abgeordnete von uns gewählt und werden von uns bezahlt, wir sind quasi die Arbeitgeber, da möchte ich schon wissen, was der nebenher macht.
 
  • #83
Ich kenne das gar nicht aus meinem Umfeld. Wir reden häufig offen darüber, was wir verdienen. Ob das der Wahrheit entspricht, steht auf einem anderen Blatt. 🤷‍♀️ Ist mir aber eigentlich auch egal.
Für mich sind das keine Freunde, - ich hatte auch schon solche, - wenn man denken muss, dass man im Gespräch nicht die Wahrheit erfährt!
Natürlich gehen diese Dinge andere nichts an. Allerdings gehen die den anderen Sehr wohl was an wenn man in einer Beziehung ist und zusammen zieht. Das habd ich ja schon angedeutet, dass man dann gemeinsame Ausgaben hat.
Ich bin mit mir, mit meiner Beziehung mit meinem Leben insgesamt seit Jahren sehr zufrieden, lebe in der Einheit, bin glücklich. Über Geld zu sprechen, ist für mich kein brennendes Thema, da es von mir mehr abhängig ist, als umgekehrt! Bin großzügig, für mich ist es selbstverständlich, dass derjenige, der über mehr Geld verfügt, sich an den Kosten freiwillig gerne mehr beteiligt. Das Problem vieler Suchender ist, sie kennen sich selbst nicht gut genug, sie können quasi nicht wissen, welcher Partner(in) wirklich gut passt und das Leben bereichern würde. Darum ist es äußerst wichtig, sich selbst mit den "S" Werten besser kennen zu lernen!❗Wer dieses Thema nicht ernst nimmt, der soll weiterhin gerne so leben, wie er bislang gelebt hat.
In einer guten Beziehung gibt es kein verbiegen, auch keine Kompromisse, die sich nicht gut anfühlen, in einer guten Beziehung ist man beidseitig absolut ehrlich, aufrichtig, authentisch echt, verbindlich, zuverlässig und so sein zu können, wie man wirklich von Natur ist. Eine gute Beziehung ist nicht selbstverständlich, sondern ist ein Schatz, auf den man gut aufpassen muss.
 
  • #84
Es wurde behauptet Leute mit höherem Verdienst haben mehr Ausgaben und dann wird mit dem Kauf eines Neuwagens, mit einer gehobeneren Wohngegend etc. argumentiert.
Es wurde geschrieben, dass man meist mehr Geld ausgibt, wenn man mehr Geld hat. Und dass dieses Geld dann eben teilweise auch mal fix verplant ist. Sachliche Feststellung: wer mehr hat, gibt mehr aus.
Von Zwang hat ja niemand geschrieben. Es hat sich auch niemand beklagt, dass die Rate für den Cayenne so hoch und der Champagner in Zermatt so teuer ist. (Ich greife jetzt auch Deinen Beitrag nur beispielhaft heraus)
Mietwohnungen sind auch mittlerweile extrem teuer. Den 5000 Euro netto Menschen dürfte es allerdings weniger schmerzen.
Eigentlich beweist die ganze Diskussion nur, dass es über Geld immer unerfreuliche Diskussionen gibt, bei denen man sich irgendwie rechtfertigen muss, sobald man nicht mit jammert, dass alles so teuer ist. Aber natürlich Bio. Deswegen lässt man die Angaben dann lieber.
Natürlich muss sich niemand rechtfertigen, der nur einen Teilzeitjob hat und dann die hohen Mieten oder die Rentenlücke bemängelt.

Die Reaktion von @Süsse65 auf mein Haus ist im realen Leben übrigens genauso.
Ich persönlich bin der Meinung, dass Mieten bei uns derzeit noch überhaupt nicht teuer sind, wenn man die auf die Kaufpreise bezieht. Und wenn ich so höre, wie die Baukosten und Renovierungsvorgaben explodieren, finde ich völlig logisch, dass die bald steigen werden. Ob sich die Bevölkerung die noch leisten kann, ist eine völlig andere Frage.
Man kann eben nicht Zinsen senken, Baukosten mit z. B. Umweltauflagen drastisch erhöhen, Mieten aber konstant halten. Bei Lebensmitteln wird ja oft einfach argumentiert, die müssten teurer werden. Dann sollen die Leute halt weniger Fleisch essen. Warum also nicht höhere Mieten, damit die Leute kleinere Wohnungen nehmen, die weniger Energie verbrauchen?
Oder einfach mehr arbeiten? In den USA geht das mit dem Drittjob doch auch?

Für mich insgesamt ein Zeichen zunehmender Rücksichtslosigkeit und Bevormundung anderer. Keine gute Entwicklung. Insbesondere die Ideologen sind dabei, das Geld der anderen für ihre Zwecke auszugeben. Mietpreisbremse gegen den „Mietwucher“ vom Bonzenbruder von @Süsse65 (auch nicht persönlich gemeint). Wenn er fünf Wohnungen hat, kann er doch vier kostenfrei an sozial Schwache abgeben. Ob er die noch abzahlt, interessiert niemanden. Scheinheilig mit nem alten Auto rumfahren…😊

Wundert nach der (kleinen) Diskussion hier irgend jemanden, dass Gehälter in Deutschland nicht offen liegen? Mich nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #85
Zu der Diskussion passt auch, dass die Abgeordneten im Deutschen Bundestag sich so zieren, ihre Nebeneinkünfte offen zu legen. In anderen Ländern ist das angeblich anders.
Neben der Tatsache, dass sich Tante Erna dann endlich über den anwaltlichen Stundenlohn von 350 Euro aufregen kannt, geht es hier wohl eher um inhaltliche Abhängigkeiten.

Muss man dann eigentlich dem Arbeitgeber gegenüber auch offenlegen, wenn man abends noch nebenbei kellnert oder morgens Zeitungen austrägt?
 
  • #86
5000 netto für den Abteilungsleiter? Das wäre durchaus ziemlich wenig, glaube mir.
Ich weiß ja nicht, wo Du Deine Quellen her hast, aber rund 5000 Euro netto für einen Abteilungsleiter ist ziemlich guter Durchschnitt, in brutto wären das 9.000 Euro bei Steuerklasse 1 oder 4. Verdient der Abteilungsleiter mehr, dann ist er wahrscheinlich kein Abteilungsleiter mehr. Kommt aber sicherlich auch auf die Branche an!
Ich denke auch es kommt stark auf die Branche und vielleicht auch den Bereich an, die Größe und Verantwortung.
Die Stelle die ich demnächst bekommen soll ist die Stelle eines Abteilungsleiters, ich denke auch 5000€ netto im Monat ist ein ziemlich guter Durchschnitt, ich denke aber in manchen Bereichen kann man auf der Position sehr gut verdienen.

Muss man dann eigentlich dem Arbeitgeber gegenüber auch offenlegen, wenn man abends noch nebenbei kellnert oder morgens Zeitungen austrägt?
Das kommt auf deinen Arbeitsvertrag an, in manchen gibt es eine solche Klausel, ich habe zum Beispiel so etwas in meinem Vertrag, bei einem Zweitjob/Nebenjob müsste ich dem AG anzeigen, dass ich diesen nachgehe/ einen solchen habe.

W 28
 
  • #87
Baukosten mit z. B. Umweltauflagen drastisch erhöhen
Die Baukosten explodieren aufgrund hoher Nachfrage, Niedrigstzinsen, extrem gestiegenen Materialkosten, und einem Mangel an Handwerksbetrieben.
Wer bei uns heute einen Bauauftrag zu vergeben hat, hat Glück, wenn 2023 realisiert.
Umweltauflagen sind es weniger, schau Dir an, was gebaut wird.
Geht es um kleinere Sachen, kommen Mondpreise, für sowas wie Wartung der Heizung, oder Spülkasten.
Die Förderung für neue Heizanlagen ist komplett in die Preissteigerung eingepflegt worden.
 
  • #88
Muss man dann eigentlich dem Arbeitgeber gegenüber auch offenlegen, wenn man abends noch nebenbei kellnert oder morgens Zeitungen austrägt?
Nicht grundsätzlich, aber ggf. schon, bzw. ggf. ist das auch rechtswidrig, z.B. wenn es entsprechende tarifliche Vereinbarungen gibt oder du insgesamt zu viele Stunden arbeitest oder bei der Konkurrenz oder irgendwie geschäftsschädigend für deinen Arbeitgeber. Und im Urlaub sollst du sowieso nicht arbeiten, denn da sollst du dich für deinen Hauptjob erholen. Auch wenn du in deinem Urlaub fahrlässig sehr gefährlichen Extremsport machst und dich dadurch verletzt und daher danach nicht bei der Arbeit erscheinst, kann das theoretisch Auswirkungen auf deine Entgeltfortzahlung haben, oder wenn du krankgeschrieben bist, dich aber nicht entsprechend schonst und erholt, sondern kellnern gehst.
w27
 
  • #89
Ich weiß ja nicht, wo Du Deine Quellen her hast, aber rund 5000 Euro netto für einen Abteilungsleiter ist ziemlich guter Durchschnitt, in brutto wären das 9.000 Euro bei Steuerklasse 1 oder 4. Verdient der Abteilungsleiter mehr, dann ist er wahrscheinlich kein Abteilungsleiter mehr. Kommt aber sicherlich auch auf die Branche an!
Man spricht in der Regel über Brutto. Anders würde das ja auch keinen Sinn machen.
 
  • #90
Wundert nach der (kleinen) Diskussion hier irgend jemanden, dass Gehälter in Deutschland nicht offen liegen? Mich nicht.
Das trifft es punktgenau. Mich nämlich auch nicht.
Gerade den Punkt mit deinem leeren Haus, ich kann das gut verstehen.
Ich habe in der ersten Flüchtlings Welle einige meiner Wohnungen offiziell dem Land für Flüchtlinge die integriert werden müssen, bereitgestellt.
Ich Hirni hab mich auch noch breitschlagen lassen die Mieten auf Null Gewinn Basis zu senken, weil ich ja ach so gut bin.
Die frisch sanierten Wohnungen sahen nach zwei Jahren aus als hätten die hotten totten darin gehaust.
Keinen Cent habe ich für die Reparaturen gesehen, wir reden hier von mehr als 30 Wohnungen die ich gestellt habe. Die waren Kernschrott!!!!
Die Betreuer dieser Familien haben sich einen dreck um diese Menschen und meine Wohnungen gekümmert.
Am Ende stand ich mit dem Schaden alleine dar.
Im Leben nicht mehr.
Es wird gefordert von allen Seiten und das ganze schön einseitig gehalten.
Selbst der Bürgermeister von diesem Ort hat sich von mir öffentlich als hinterfotziges Arschl…. in einer Sitzung betiteln lassen , in der es um die von ihm persönlich ausgesprochene Regulierung ging, die er so nicht mehr einhalten wollte.
Nie wieder werde ich einen Deal eingehen mit Stadt und Land.
Ich krisch schon beim schreiben wieder Blutdruck 😡
Ich verstehe Lebenslust mehr als gut.
M51
 
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