• #1

Warum werden Ausschlusskriterien von manchen negativ empfunden?

Viele Teilnehmer formulieren ihre persönlichen Selektionskriterien, wünschen sich z.B. nur Nichtraucher oder kinderlose Partner oder schlanke Kandidaten.

Fast immer kommt dann sofort von anderen der Aufschrei "Was sollen diese No-Gos?"

Ich kann diesen Einwand nicht nachvollziehen. Jeder Mensch sollte sogar wissen, welche Eigenschaften eines Partners harmonieren und welche gar nicht gehen. Jeder Mensch hat das Recht auf seine Vorlieben und darauf, seinen persönlichen Lebensweg mit einem Partner gehen zu wollen, der eben jenen Lebensweg in gleicher Art ebenfalls gehen möchte.

Was ist schlecht daran, zu wissen, was passt und was nicht? Unter Tausenden Menschen, die wir im Leben treffen, passen nur wenige als Partner. Es ist ganz natürlich, dass man erkennt, welche Eigenschaften einen Menschen eher passend machen und welche nicht.

Gerade auch Bereiche wie Nähe-Distanz oder Rationalität-Irrationalität, oder ganz banale Aspekte wie eben Figur (übergewichtig vs. schlank) oder Raucherstatus sind für Kompatibilität und Attraktivität für ganz viele Menschen zu recht entscheidend.

Was meint Ihr, warum über Ausschlusskriterien oftmals so hergezogen wird? Sind sie selbst betroffen und haben deswegen einfach nur Missmut oder ist es eine grundsätzliche pharisäerhafte Einstellung, so zu tun, als ob es nur um Gefühle und nicht um Eigenschaften geht, oder woran sonst könnte es liegen? Wie steht Ihr selbst zu Ausschlusskriterien? Sind sie für Euch selbstverständlich oder stören sie Euch auch?
 
  • #2
Liebe Fredericka,

Grundsätzlich sind KO-Kriterien nichts falsches. Jeder hat Sie, ob bewusst oder unbewusst.

Aber, was mir halt bei vielen hier auffällt ist dass Sie viel zu viele davon formulieren und sich dann wundern dass Sie viele Interessante Manschen gar nicht erst kennenlernen. Findest Du nicht dass es ein gewaltiger Unterschied ist ob jemand wie ich vier absolute Kriterien hat (Nichtraucher, nicht Fett, nicht militant religiös und Sportlich aktiv) oder dem ganzen noch hinzufügt:
Kinderlos,
nie verheiratet,
mindestverdienst,
akademiker,
das richtige Auto,
keine Tatoos (nichtmal ein winziges),
keine Piercings,
kein Motorradfahrer,
beruflich erfolgreich aber bitteschön jeden Abend zu Hause,
keine Schichtarbeit
nicht mehr als 30minuten entfernt,
keine Risikoberufe....

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf vollständigkeit

Kommen Dir diese Kriterien bekannt vor? Das sind so ungefähr Deine bisher geäusserten.

Ziemlich viele, und jedes einzelne davon schliesst eine weitere Gruppe möglicherweise hochinteressanter Menschen aus.

Bei anderen kommen dann noch dazu: Präferenzen an Körpergrösse, Haar und Augenfarben, Kopfbehaarung, Körbchengrösse....

Was viele Meschen daran so stört? Na, ganz einfach. Eine solch technokratische Vorgehensweise hat was vom bestellen eines Kraftfahrzeugs und dabei sollte Liebe doch was magisches, ja auch romantisches sein.
 
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  • #3
Ich halte Ausschlusskriterien in gewissem Rahmen für ehrlich. Ich passe nicht zu jedem und nicht jeder passt zu mir. Da ich vielen Menschen begegne, erkenne ich meine Muster für Sympathie und Anziehung bzw. Desinteresse, wenn ich sie aussprechen kann bin ich ehrlich.

Etwas anderes ist es, wenn der Anschein erweckt wird, dass diese Kriterien in irgendeiner Weise allgemein gültig sind, denn das sind sie nicht.

Wer über Ausschlusskriterien herzieht hat selbst Angst ausgeschlossen zu werden, den Wettbewerb nicht zu bestehen. Es klingt einfach intolerant und so möchte man nicht wahrgenommen werden.
Natürlich sehe ich mit gewissem Neid auf Menschen, die anscheinend bei vielen super ankommen und frage mich dann was mache ich falsch, also was ist das Kriterium, das mich unterscheidet, kann ich es ändern? Nein, natürlich nicht, denn auch wenn ich es greifen könnte, bin ich eine Gesamtkomposition und gefalle nicht jedem.

Wenn ich mich selbst annehme, irritiert mich die No-Go Skala nicht. Ich finde es leichter mit Menschen zu reden, die ähnliche Erfahrungshorizonte haben, denn ich fühle mich besser verstanden und ich glaube den Massstab legen wir häufig unterbewusst an. Für mich sind sie ehrlich ausgesprochene Erfahrungswerte.
 
  • #4
Jedem steht es frei, seine eigenen Massstäbe anzulegen... Ausschlusskriterien beginnen mich persönlich zu nerven, wenn...

- es zu viele werden. Ab einem gewissen Alter hat man Macken, egal, wie das Leben bisher auch war. Wer das nicht sehen will, bleibt blind. Viele verlangen für ihren Einsatz 100% an erwünschten Eigenschaften zurück. Besser 105%, 95 sind aber definitiv zuwenig...Wie will man dem gerecht werden?

-es Ausschluss- statt Einschlusskriterien sind ;) Anstelle von "Suche grossen, blonden Abstinenzler" liest man oft: "Suche Mann, auf keinen Fall klein, dunkelhaarig nicht erwünscht, blooooss kein Alkohol". Wirkt prinzessinenhaft, trotzig, kataloghaft, abweisend.

-sie albern sind. Nichtraucher/Trinker/sportlich/Kinder... alles ok, aber - was man hier oft lesen kann - genügt schon eine falsch sitzende Strähne im Haar, um den Kontakt sofort und rigoros abzubrechen.

- die Kriterien aus kruden Vorurteilen und voreiligen Schlüssen bestehen ( "Sie hat ein Piercing, also poppt sie mit jedem, säuft wie ein Loch und ist pervers"), mit denen man sich selbst im Weg steht

-es ab einem gewissen Punkt Engstirnigkeit und Unflexibilität bedeutet. Keine Kompromisse - Traummann mit "allen erwünschten Fähigkeiten und Eigenschaften" - oder keiner.

-man als potentieller Partner weiss: Wenn bereits am Anfang 25 Kriterien abgecheckt werden, wird sie Dich in der Beziehung verändern wollen. Sie wird an Dir herumdoktern, um Dich so hinzubekommen, wie sie Dich gerne hätte, nicht wie Du bist...

Das wars fürs Erste...;)
 
  • #5
Kommen Dir diese Kriterien bekannt vor? Das sind so ungefähr Deine bisher geäusserten.
Na ja, so in etwa. Ledig, kinderlos, Nichtraucher, schlank. Das sind so etwa wie bei Dir vier Grundkriterien.

Die Liste klingt lang, ist sie aber eigentlich gar nicht, da sich viele Kriterien auseinander ergeben. Wer einen gebildeten, niveauvollen Akademiker sucht, bei dem werden die Nebenkriterien "keine Tattos und Piercings" quasi nur einen sehr kleinen Anteil der Zielgruppe kosten, vielleicht in diesem Falle 2%. Und genau die wären auch in anderen Bereichen höchstwahrscheinlich mit mir inkompatibel, denn das zeigt doch viel über gesellschaftliche Einstellung und das Verhältnis zum eigenen Körper. Wenn es Dich beruhigt: Ich habe noch niemals einen Kandidaten wegen eines Tattoos abgelehnt, einfach deshalb weil noch nie jemand in meinem Beuteschema auch nur auf die Idee gekommen ist. Klar, für eine einfache Frau, deren Beutegruppe aus kräftigen Hafenarbeitern besteht, wäre das gleiche Selektionskriterium ziemlich einschneidend.

Motorradfahrer und Risikoberufe schließe ich nicht zu 100% aus. Natürlich gibt es Männer, die einen Motorradführerschein haben und dennoch ganz normal sind. Das ist doch unstrittig. Aber mich törnt es nicht an und mir macht es Sorgen und ich würde es nicht begrüßen. Soldaten (mit Risiko und Mobilität) schließe ich in der Tat weitestgehend aus, Polizisten wären mir bezüglich der Sorgen, die ich mir um meinen Liebsten machen müsste, auch nicht so recht.

Was viele Meschen daran so stört? Na, ganz einfach. Eine solch technokratische Vorgehensweise hat was vom bestellen eines Kraftfahrzeugs und dabei sollte Liebe doch was magisches, ja auch romantisches sein.
Das schließt sich ja auch nicht aus. Du kennst mich doch schon gut: Plädiere ich nicht immer fürs Verlieben? Bin ich es nicht, die von Wellenlänge und Sympathie spricht?

Ich sage immer: Herz und Kopf müssen zustimmen. Seltsamerweise reden dann alle davon, dass ich den Kopf erwähne, aber dass das Herz an erster Stelle stand, wird überlesen. Natürlich möchte ich mich verlieben. Mit oder ohne Selektionskriterien.
 
  • #6
Kalle ich liebe dich! Deiner Antwort habe ich nicht viel beizufügen denn sie zeigt auf humorvolle Weise was zu viele Ausschlusskriterien sind: Der Beweis einer stark eingeschränkten Bereitschaft das Gegenüber mit dem Herzen sehen zu wollen, seine Ausstrahlung und nicht nur seine Altlasten wahrzunehmen, seine inneren Werte die für das Funktionieren einer Partnerschaft zentral sind zu spüren. Ich würde sogar bei Personen mit ellenlangen Ausschlusslisten der oberflächlichen Art von Beziehungsunfähigkeit ausgehen.

<MOD: Ihre multiplen Fragen dazu wurden nicht gestattet und diese These werden Sie auch nicht in ihren Antworten verbreiten! Bitte respektieren Sie die Moderation!>
 
  • #7
Es dürfte zwei Gründe haben:

Der eine Grund ist die Unfähigkeit, in statistischen Kategorien zu denken. Das äußert sich in der unbewußten Vorstellung, mit der Zahl der No-Gos stiegen die Ansprüche der Suchenden ins Absurde. Irgendein Ausschlußkriterium trifft einen immer auch selbst und das war´s dann mit dem Partnerglück.

Man darf nicht zu dick, aber auch nicht zu dünn sein. Man darf kein Liegefahrrad fahren, nicht zu elegant und nicht zu léger gekleidet sein, muß ein Auto hhaben, das nicht zu alt, nicht zu protzig, aber doch soziale Sicherheit ausstrahlend ist. Man muß sportlich sein, ohne es zu übertreiben. Man darf kein Informatiker (Nerd), Polizist (zu gefährlich), Polizistin (unweiblich), Jurist (kleinkarierter Wichtigtuer), BWLer (noch kleinkarierterer Wichtigtuer), Krankenschwester (hat sich durchs Krankenhaus geschlafen), Arzt (untreu, kriegt eh jede), Handwerker (dumm), Mann im sozialen Beruf (unmännlich, schwul, pädophil), Lehrer (unerträglicher Besserwisser), Ingenieur (uneloquenter Langweiler), Steuerberater (uneloquenter Langweiler), Mathematiker (uneloquenter Langweiler), Naturwissenschaftler (uneloquenter Langweiler), Sozialpädagoge (dauerbetroffener Strickpulliträger), Beamter (hyperkorrekter ehrgeizloser Büroschläfer) sein. Man darf keine Kinder haben, muß welche wollen oder auch nicht und nicht getrennt lebend, geschieden oder verwitwet sein. Man darf nicht rauchen, muß Alkohol konsumieren, ohne eine jeweils unterschiedlich gesteckte Grenze zu überschreiten. Usw., usf.

Was dabei nicht verstanden wird, ist, daß nicht alle dieselben Ausschlußkriterien anlegen. Der eine schließt einen übergewichtigen Partner aus, dem nächsten ist es egal und ein anderer steht drauf. Die Suchraster sind so verschieden wie das Angebot auf dem "Partnermarkt". Gerade deshalb hat jeder eine Chance.

Außerdem glaube ich, spielt eine persönliche Verletztheit mit, wenn das No-Go einen selbst trifft. Der Raucher findet es diskriminierend, daß Raucher als ekelig empfunden werden. Dicke sind gekränkt und unglücklich, weil sie auch gerne begehrt würden, aber lesen müssen, sie gingen so was von überhaupt nicht. Von der Natur nicht mit Schönheit gesegnete empfinden es ungerecht, daß ihr toller Charakter keine Würdigung findet. Wessen ökologisches Gewissen ihn zum Öko gemacht hat, kann nicht begreifen, daß andere ihn nicht toll und verantwortungsvoll, sondern schlicht spaßfrei finden.

Tatsächlich beruhen viele No-Gos auf Vorurteilen. Ich fühle mich aber gar nicht veranlasst, bei meinen Partnerpräferenzen ausgewogen und gerecht zu sein. Ich kann eine in meinen Augen unattraktive Frau nicht deshalb begehren, weil es ungerecht wäre, sie trotz ihres angenehmen Charakters nicht zu begehren. Leute auf Liegefahrrädern kommen für mich nicht in Betracht, obwohl ich dafür keinen besseren Grund angeben kann, als daß ich Liegefahrräder einfach scheiße finde. Ich will (und habe) einfach jemanden, der zu mir und meinen Vorstellungen passt.
 
  • #8
Mit den Selektionskriterien und dem Verlieben ist es wie mit allen Dingen, über die man zu wenig oder zu viel Kontrolle hat/haben will.
Wer wahllos ist und Kontrollverlust erleidet, hat ein Problem. Wer die Kontrolle über jedes Detail beim anderen Menschen behalten will, ebenfalls. Je feinmaschiger die Suchkriterien, desto weniger bleibt hängen. Und es ist noch nicht einmal garantiert, daß die Suchkriterien praktikabel sind, weil sie von Ängsten und Erwartungen des Suchenden diktiert sind. Wenn dann endlich Mr. Right endlich gefunden ist, hat er vielleicht plötzlich den nächsten inakzeptablen Makel oder - oh Schreck! - will gar nicht.
Ich plädiere für ein gesundes Selbstwertgefühl, Offenheit, Neugier, gesunde Flexibilität und Zukunftspläne, die einen Partner mit seinen Bedürfnissen noch mitnehmen können, dann klappt das schon innerhalb annehmbarer Zeit.
 
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  • #9
Die Liste klingt lang, ist sie aber eigentlich gar nicht, da sich viele Kriterien auseinander ergeben. Wer einen gebildeten, niveauvollen Akademiker sucht, bei dem werden die Nebenkriterien "keine Tattos und Piercings" quasi nur einen sehr kleinen Anteil der Zielgruppe kosten, vielleicht in diesem Falle 2%. .

Es ist sicher richtig, dass bestimmte Deiner Ausschlusskriterien bereits durch Deine Einschlussskriterien meist mit abgedeckt wurden, aber Deine Familienstand, Auto, Dialekt, Mode, etc. Ausschlusskriterien sind nicht so unbedeutend und Kleinvieh macht auch Mist. Jeder hat Neigungen und Abneigungen, verstörend find ich es wenn viele Kriterien miteinander kombiniert werden und auf das "niemals" abgehoben wird. Ich mag Tätowierungen wirklich nicht besonders , würde wenn der Rest stimmt aber kein Ding draus machen, Auto ebenso...

Weiterhin stösst mich die blosse Tatsache, dass jemand viele Ausschlusskriterien hat selbst wenn mich keines davon betrifft ab, klingt für mich wenig flexibel, "schleckig"....
 
  • #10
Ich kann eine in meinen Augen unattraktive Frau nicht deshalb begehren, weil es ungerecht wäre, sie trotz ihres angenehmen Charakters nicht zu begehren.

Leute auf Liegefahrrädern kommen für mich nicht in Betracht, obwohl ich dafür keinen besseren Grund angeben kann, als daß ich Liegefahrräder einfach scheiße finde.

@Volljurist: Wie so oft, volle Zustimmung zu diesem tollen Beitrag. Besser kann man es kaum ausdrücken. Ich finde es auch toll, dass Du zu Deinen Präferenzen, ja selbst zu Deinen Vorurteilen a la Liegefahrrad stehst. Das Leben ist nicht fair. Jeder hat das Recht, Vorlieben zu haben, und kann sie ganz oft nicht einmal selbst bewusst beeinflussen.

+ Unfähigkeit, in statistischen Kategorien zu denken
+ persönliche Betroffenheit und daraus abgeleitetes Unverständnis

Wenn das mal bloß alle einsehen würden!
 
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  • #11
Hallo,Forum
#2 kann ich so unterschreiben
Für mich zählen einfach gewisse Eigenschaften ob nun Wesenszüge oder allgemeine
Lebenseinstellung für unabdingbar.
Was nicht passt kann dann auch nicht passend gemacht werden.
Ich und meine Philosophie muss nicht jeder Frau gefallen sondern nur der einen.
Den Teufel werde ich tun und mich dem Mainstream unterwerfen,nur weil Mann/Frau
dann evtl.in eine Partnerschaft/Beziehung eingehen und das böse erwachen folgt.
Wie #2 sehr treffend beschrieben hat Ehrlichkeit sich selbst und dem Gegenüber
ist eine Grundvorraussetzung und nicht "verhandelbar".
(M45)
 
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  • #12
Ich denke auch, dass zuviele Ausschlußkriterieb einen nur selber schaden und man sich die Suche unnötig eineingt. Gewisse Ausschlußkrieterien finde ich aber durchaus richtig und ehrlich, denn z.B. wenn der Partner ein Kind hat mit einer anderen birgt das IMMER Probleme mit sich, wer das nicht von Anfang an sieht ist sehr naiv, und wenn jemand deshalb einen Partner ausschließt finde ich das völlig in Ordnung.

Ich finde, dass man sich auch zuerst selber kritisch betrachten sollte: Was kann ich bieten? Wenn ich selber AE bin dann sollte ich auch einen AE erstmal suchen, denn ich kann nicht erwarten, dass ein Single das akzeptieren kann. Bin ich selber vollschlank oder eher dick? Bin ich attraktiv? (Ich denke jeder der ehrlich in sich hinein horcht weiß um seinen Attraktivitätsfaktor). Gleich und gleich gesellt sich eben gern. Das der Arzt nicht mehr die Krankenschwester, sondern die Ärztin nimmt, ist heute immer mehr Trend. Man muss den "Markt" beobachten, Angebot und Nachfrage bestimmen hier den Preis. Ich persönlich bin in einer langen Beziehung glücklich und würde nur im RL suchen.
 
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  • #13
Liebe Frederika, ich meine, Kalle hat ganz Recht ...
Wir alle haben unsere Ausschlusskriterien, ich habe auch welche (zum allergrößten Teil völlig andere als du), aber bei dir - und ich verfolge deine Beiträge schon seit langem - sind es wirklich viele; ich könnte Kalles Liste noch um einiges verlängern. ;-)
Das ist gerade bei dir wirklich sehr auffallend und zum großen Teil für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Aber es geht mich nichts an.
Allerdings bist du schon länger auf der Suche und manchmal habe ich mich schon gefragt, ob es daran liegt, dass für dich so sehr viele Kandidaten von vornherein nicht in Frage kommen.

Ich hoffe, du nimmst mir meine Offenheit nicht übel. Du schätzt es ja, Tacheles zu reden, also darf ich es wohl wagen. Vielleicht stehst du dir selbst im Weg. Ich kann mir schwer vorstellen, dass eine junge, intelligente, wortgewandte, gebildete, finanziell gesicherte, vielseitig interessierte, sportliche, schlanke, sexuell unverklemmte (die Aufzählung ist nicht vollständig) Frau wie du schon so lange auf der Suche ist. Eine Erklärung wären deine ausgespochen zahlreichen und sehr rigorosen Ausschlusskriterien. Das ist auch schon vielen anderen hier aufgefallen.
 
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  • #14
Wegen mir darf jeder ellenlange No-Go-Listen haben, er kommt dann nur für mich als Partner nicht in Frage. Genau aus dem Grund, weil ich die meisten No-Go`s als Denken in Schubladen und Klischees empfinde. Das lässt für mich prinzipiell zu wenig Raum um den Menschen in seiner Andersartigkeit zu entdecken. Diese Menschen sind mir einfach zu verkopft und zu konservativ im Denken, also auf den Punkt gebracht zu langweilig. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung.

Es ist etwas anderes wenn ich sage o.k. ich will als Nichtraucher keinen Raucher, ich mag als Schlanke keinen übergewichtigen Partner. Aber Berufsgruppen oder Menschen mit Kindern auszuschließen und noch andere völlig abstruse Forderungen empfinde ich prinzipiell immer als übertrieben. Zumal die meisten die einfordern werfen ihre eigenen Macken ja schon gar nicht mehr in die Waagschale. Die treten ja an mit dem Gefühl ich bin perfekt also muss mein Pendant dies auch sein.

Ich denke da siegt einfach der Verstand zu sehr über das Herz. Das Herz hat einfach andere Auswahlkritererien und da stimme ich Kalle absolut zu. Einen Partner zu finden ist kein Tauschgeschäft sondern eine bewußte Entscheidung für einen Menschen mit all seinen Stärken und Schwächen. Wer das noch nicht begriffen hat wird sich auf Dauer selber im Weg stehen und seine No-Go-Listen sicherlich irgendwann nochmal kritisch überarbeiten müssen und auf den Prüfstand stellen.
 
  • #15
Es ist sicher richtig, dass bestimmte Deiner Ausschlusskriterien bereits durch Deine Einschlussskriterien meist mit abgedeckt wurden
Genau so ist es. Es geht doch immer darum, wieviele Kandidaten aus der Gesamtgrundheit übrigbleiben. Es gibt "kleinlich" klingende Selektionskriterien, die in Wahrheit die Zahl der Kandidaten gar nicht merklich senkt (z.B. Piercings) und es gibt eher Mainstream-klingende (weiße Zähne), die in Wirklichkeit bei genauer Betrachtung die Anzahl mehr als halbiert.

Auto, Dialekt, Mode, etc. Ausschlusskriterien sind nicht so unbedeutend
Ich habe keine harten Ausschluskriterien im Bereich Auto, auch wenn ich TT als Schwanzverlängerung empfinde. Wieviele Prozent fahren TT und sind nicht gleichzeitig Prahler oder Blender, wodurch sie ohnehin weggefallen wären?

Dialekt ist zum Beispiel tatsächlich eine stark gefühlte Vorliebe, aber in Norddeutschland, wo ich suche, gar kein Problem. Ich musste noch nie deswegen absagen. Manches klingt einfach härter als es ist. Würde ich in Sachsen oder Bayern leben, könnte ich mir diese Vorliebe wohl kaum leisten, hätte mich umgekehrt vielleicht aber auch längst dran gewöhnt? Vorlieben entstehen doch durch das soziale Umfeld. Hier bei mir wäre ein stark dialektsprechender Mann einfach nicht passend, ein Kind hätte es super schwer. Andererseits habe ich im Ausland schon mal eine Beziehung auf Englisch geführt.

Weiterhin stösst mich die blosse Tatsache, dass jemand viele Ausschlusskriterien hat selbst wenn mich keines davon betrifft ab, klingt für mich wenig flexibel, "schleckig"....
Ja, das glaube ich Dir, aber gehe mal in Dich: Oftmals ist es nur der Eindruck und nicht die wahre Persönlichkeit.

Viele Menschen haben Selektionskriterien und sind sich dessen nur nicht so bewusst. Ich bin halt ein sehr analytischer, pragmatischer, zugegeben auch verkopfter Mensch und weiß daher um meine Vorlieben und formuliere sie auch. Das bedeutet nicht, dass ich mehr Selektionskriterien habe als andere.
 
  • #16
Ich denke da solltest du etwas differenzieren (wobei wir schon beim eigentlichen Punkt wären.) deine geäussersten Ausschlusskriterien sind durchaus legitim, das Problem bei dir ist nur das Absolute. Sicher kann und darf jeder der möchte seine persönlichen Präferenzen haben, wenn jemand Mädchen mit Glatze mag okay, dann soll er sich so eines suchen, wenn jemand lange Haare mag, dann los. Meiner Meinung nach sollte man allersdings diese Ausschlusskriterien niemals Absolut und unveränderlich sehen. Was wenn das Mädel dann doch kurze Haare haben will oder keine Glatze mehr. Ein schönes Beispiel ist deine absolutistsiche Abneigung gegen Tattoos,.. Was wenn der liebe, nette, tolle charmante [etpp.] Mann, nun ein wunderbar gestochenes riesiges Tattoo hat, das er mag und nicht als "Jugendsünde"abtut, das macht ihn nicht weniger liebevoll und er wird dadurch auch kein Knasti oder Schwerverbrecher sondern er bleibt evtl. Richter oder Arzt..

Ebenso kann z.B. bei mir ein Mädel mit raspelkurzen Haaren einfach so faszinierend sein das ich meine Vorliebe für extrem lange Haare über Bord schmeisse und das ignoriere. Ich denke wenn man Ausschlusskriterien und die Ausprägung derer kombiniert werden diese "hard facts" gar nicht mehr als so "hard" wahrgenommen und man stößt seinem Gegegnüber nicht so stark vor den Kopf.
 
  • #17

Für Leute, die pragmatischer an die Suche herangehen, sind "Mitbewerber", die viele Ausschlußkriterien haben, durchaus von Vorteil. Nicht umsonst heißt es, daß die "guten Männer", die "guten Frauen" nur kurze Zeit in Partnerbörsen auftauchen. Da ist schon Entschlossenheit und etwas Mut gefragt ud man darf sich nicht selbst auf den Füßen stehen.
Menschen, die nicht viel Gewese machen und eine Beziehung möchten und nicht in einen Dschungel von NoGos eintauchen wollen, erkennen sich gegenseitig und sind sich relativ schnell einig.
Für mich sind viele Ausschlußkriterien, je länger ich darüber nachdenke, ein Ausdruck von Mangel an Beziehungsfähigkeit. Wer nie lebt, sondern immer Gründe sucht, Leben zu vemeiden, hat vieleicht einfach ganz viel Angst, Fehler zu machen. Und wer handelt, macht nun mal Fehler.
 
  • #18
sind es wirklich viele; ich könnte Kalles Liste noch um einiges verlängern.
Bitte verwechsele nicht Vorlieben mit Ausschlusskriterien.

Eine Erklärung wären deine ausgespochen zahlreichen und sehr rigorosen Ausschlusskriterien.
Nein, insgesamt habe ich viele Dates und bin sehr offen, was Treffen angelangt. Es hat einfach nie gefunkt, auch nicht nach mehreren Treffen, obwohl ich mit einigen durchaus viel Spaß bei Unternehmungen hatte.

Ich glaube aber tatsächlich, dass ich eben nicht Mainstream bin. Ich lehne Esoterik und Religion ab, bin sehr vernunftorientiert, habe keine besonders weiblichen Interessen... und ich verliebe mich einfach nicht so schnell, glaube ich. Ich bin mir aber sehr sicher, dass meine Selektionskriterien den Kandidatenkreis nicht zu stark einschränken.

Aber, bevor das hier entgleitet: Es geht nicht um mich in diesem Thread, sondern ganz allgemein um das Thema von Ausschluskriterien.
 
  • #19
Ein schönes Beispiel ist deine absolutistsiche Abneigung gegen Tattoos,.. Was wenn der liebe, nette, tolle charmante Mann, nun ein wunderbar gestochenes riesiges Tattoo hat, das er mag und nicht als "Jugendsünde" abtut, das macht ihn nicht weniger liebevoll und er wird dadurch auch kein Knasti oder Schwerverbrecher sondern er bleibt evtl. Richter oder Arzt...
Ja, das Beispiel trifft auf mich zu und ich stehe dazu: Kein tätowierter Partner. Geht für mich einfach nicht. Ist wie bei Volljurist mit Liegefahrrädern: Finde ich einfach inakzeptabel. Ich würde mich mit so einem Kerl einfach nirgends zeigen mögen. Schwimmbad, Sauna, Strand mit Tattoo-Kerl an meiner Seite? Sorry, das ist für mich unterschichtig und hochblamabel. Geht einfach gar nicht.

Aber der Punkt muss doch auch hier wieder sein: Wieviele Männer, die bezüglich Bildung, Ansichten und Wertvorstellungen in meine Zielgruppe fallen, haben so ein Tattoo? Weniger als 2%! Es ist also zumindest statistisch schon mal absolut nicht relevant.

Bedenke bitte auch, dass viele meiner Präferenzen einfach nur das sind: Präferenzen. Auch wenn es mal im Einzelfall härter klingt, das meiste sind keine Ausschlusskriterien, sondern nur Vorlieben.
 
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  • #20
Viele Menschen haben Selektionskriterien und sind sich dessen nur nicht so bewusst. Ich bin halt ein sehr analytischer, pragmatischer, zugegeben auch verkopfter Mensch und weiß daher um meine Vorlieben und formuliere sie auch. Das bedeutet nicht, dass ich mehr Selektionskriterien habe als andere.

Es ist sicher richtig, dass wir alle Selektionskriterien haben, viele sich dessen aber nicht bewusst sind , bewusst sein wollen und sich zumindest schämen sie auszusprechen "Liegerad". Es ehrt dich, nicht hinter dem Busch zu halten mit deinen Ausschlusskriterien aber ich finde man kann sich auch ein paar Kriterien abtrainieren, gerade wenn man ein Kopfmensch ist ;-)

Ich kann wirklich gar nix mit Liegerädern anfangen, gar nix! Ich lasse auch keine Gelegenheit aus wenn ich radle über die Dinger zu lästern, aber eine Freundin würde ich deswegen nicht sausen
lassen. Und es gibt auch ganz nette Typen, die halt aus irgendeinem Grund so ein Potenzersatzauto brauchen, jedem Kind seinen Luftballon, Du wirst dir auch ein paar Spinnereien gönnen. Ich gönne mir ein paar Spinnereien und gönne sie auch anderen.
 
  • #21
Ich habe erlebt, dass wenn man Auschlusskriterien ins Profil schreibt. Dass Ich dann genau von diesen Männer angeschrieben werde. Ich kann mir z. B. keine Risikosportler vorstellen. Ebenso kein Motorradfahrer. ... Das ist einfach so. Natürlich habe ich mich schon mit einem Motorradfahrer getroffen. Und gemerkt, dass ein Mann mit diesem Hobby einfach nicht zu mir passt.
Ich erfrage mittlerweile solche No- Go Kriterien beim persönlichen Mailaustausch oder Treffen.
 
  • #22
Ich schließe mich Frederikas Antwort #4 auf Kalles Liste #1 und Volljurist #6 im Wesentlichen an: Ein paar Ausschlußkritereien sollte jede(r) haben, allein um sich klar zu machen , was er eigentlich sucht im Leben. Insofern finde ich Frederikas Liste nicht über die Maßen lang. Auch das Argument mit dem Liegefahrrad teile ich im Prinzip.

Ich seh z.B. rot bei Tatoos, obwohl mir die Jungend von heute versichert, sie seien keine Symbole mehr für Prolligkeit. Mir egal, ich bekomme trotzdem den Würgereiz, wenn ich eins seh.

However: Wie immer im Leben kommt es wohl auf das richtige Maß an. Die Grenze seh ich dann, wenn die Zahl der bewußten Kriterien so groß wird, dass sie die unbewußten Prozesse stören, wenn also der Kopf die Herrschaft über das Herz bekommt. Leute mit sehr vielen Kriterien, die ja dann auch immer spezieller werden, zeigen imho damit, dass sie sehr verkopft sind, dazu tendieren, durch selektive Wahrnehmung die Realität ihren Wünschen anzupassen und nicht in der Lage sind, die Dinge auf sich zu kommen zu lassen und das Schöne an einer Freundschaft einfach zu genießen. Und die stehen dann auf meiner No-Go Liste...
 
  • #23
Hi Frederika,

auch ich habe über Tatoos genauso gedacht wie Du. Bis mir ein ganz bestimmter Mann begegenet ist, mit dem ich eine wunderbare Erfahrung gemacht habe.
Wir hatten nie eine Beziehung, dennoch er war eine Bereicherung für mein Leben.

Plötzlich habe ich eine positive Einstellung dazu. Klar, selber würde ich mir nie im Leben ein Tatoo oder Piercings stechen lassen. Nur, wie gesagt...
 
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Gast

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  • #24
Bezeichnend finde ich schon das Wort Ausschlusskriterium. Mir ist bei meinen Dates immer wieder aufgefallen. Das Profil ansprechend, anschließende Mails machten neugierig und bestätigten das ansprechende Profil. Aber in der Realität beim ersten Date geht es eben genau darum überhaupt nicht. Ich hatte entgegen vieler anderen Forenbeiträge scheinbar Glück, dass die Fotos nicht wirklich von der Realität abwichen, die interessante Person sich bestätigte. Aber es war sofort klar, ein netter Typ, mehr nicht. Ob es funkt oder nicht, erkennt man doch schon in den ersten Minuten, genau wie im richtigen Leben, wenn man jemandem begegnet. Und da spielen diese ganzen Kriterien überhaupt keine Rolle.

Also schönes Beispiel, ein guter Freund von mir, überzeugter Nichtraucher, verliebte sich in eine Frau, Raucherin. Wir konnten es alle nicht fassen, da er immer an uns Freunden rumnörgelte ob des Rauchens. Er hat sich eben verliebt, es freut ihn nicht, dass sie raucht, aber wie sagte er so schön: Er müsste bescheuert sein nur deswegen diese Frau ziehen zu lassen. Sie sind heute verheiratet und haben ein Kind und :) gelegentlich raucht sie immer noch eine, was von ihm seufzend hingenommen wird, denn er ist glücklich mit dieser Frau.
 
G

Gast

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  • #25
Ob es funkt oder nicht, erkennt man doch schon in den ersten Minuten, genau wie im richtigen Leben, wenn man jemandem begegnet.

Nein, das trifft bei mir und vielen, vielen anderen überhaupt nicht zu.
Ich brauche oft Wochen, damit es funkt. Dazu muss ich jemanden erst mal einigermaßen gut kennen! Anders kann ich es mir auch nicht vorstellen. Diese ganze Funkerei auf den ersten Blick ist völlig irrational.
 
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Gast

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  • #26
Frederika, ich habe auch Auschlusskriterien, kann aber aktuell keine Liste (mehr) darüber machen. Intelligenz und Herzlichkeit sowie gepflegtes Äußeres, mit dem ganzen Rest kann ich leben.
In Zeiten, in denen ICH nicht offen war, konnte ich dir ganze Bücher mit NoGo´s füllen. Es lag aber an mir. Du hast viele Dates? Gratuliere. Nicht gefunkt? Kommt vor. Gibst du dem anderen auch die Chance dass es funken darf? Ein Funke braucht viel Sauerstoff und Raum zum funken...
Glaub mir, wenn der Richtige vor dir steht, kannst du mit einem Tatoo leben. Du wirst es nicht einmal sehen.
NoGo´s hat jeder, ob bewusst oder unbewusst und diese sind natürlich legitim. Nur manche übertreiben es wirklich. Man könnte meinen, sie suchen keine Beziehung (also eine Partnerschaft) sondern ein Schmuckstück. Und vielleicht ist das auch so, was auch OK ist für diejenigen, die es so wollen. w.31
 
  • #27
@Creation: Genau das ist ja der nächste Punkt in Sachen Ausschlusskriterien, bzw. Vorlieben: Ab wann kann dieses direkt oder indirekt formuliert werden....Ich selbst stehe z.B auf behaarte große Männer....spricht frau dies eher an, oder versucht sie besser, ihn irgendwie ins Schwimmbad oder in eine Sauna zu locken....denn eine Enttäuschung diesbzgl. ist auch nicht schön....
 
  • #28
genau das ist ja der nächste Punkt in Sachen Ausschlusskriterien, bzw. Vorlieben: Ab wann kann dieses direkt oder indirekt formuliert werden...
Die meisten Ausschlusskriterien ergeben sich ja aus Eckdaten oder können recht leicht in Gesprächen auch vergleichsweise unauffällig ermittelt werden.

Ich selbst stehe z.B auf behaarte große Männer...
Ist das für Dich denn ein hartes Ausschlusskriterim? Wenig Haare gehen gar nicht? Oder nicht doch eher eine Vorliebe, bei der Kompromisse möglich wären, wenn man sich wirklich verliebt?

oder versucht sie besser, ihn irgendwie ins Schwimmbad oder in eine Sauna zu locken
Wenn schon, Schwimmbad. Im Sommer ist das ja immer möglich und auch Männer nehmen gerne Maß.
 
  • #29
Liebe Fredericka

Bedenke bitte auch, dass viele meiner Präferenzen einfach nur das sind: Präferenzen. Auch wenn es mal im Einzelfall härter klingt, das meiste sind keine Ausschlusskriterien, sondern nur Vorlieben

Nun, Deine Frage war ja nach Ausschlusskriterien und nicht nach Präferenzen. Und sorry, in Deinen Posts kamen die ganzen Punkte die ich oben angesprochen habe als KO-Kriterien durch. (man erinnere sich an diverse Treads über Akademiker, Tätowierte etc.)

Es ist durchaus wichtig den Kopf nicht ganz auszuschalten (aus dem Alter bin ich draussen) aber sehr viel wichtiger ist das Bauchgefühl. Und das, das kann ich Dir versichern, ist sehr viel zuverlässiger in Sachen Liebe als jedes Kriterium. Kriterien sind zumindest bei mir einfach meiner Erfahrung geschuldet, ich weiss zum Beispiel einfach dass eine Frau die keinerlei Sport macht mit meinem Lebensstil und Lebenseinstellung nicht lange kann.
Wenn der richtige vor Dir steht werden die allermeisten Dinge völlig unwichtig.

Ich denke es ist genau dieser Punkt: Wie wichtig nimmt man seine Präferenzen?

Aber der Punkt muss doch auch hier wieder sein: Wieviele Männer, die bezüglich Bildung, Ansichten und Wertvorstellungen in meine Zielgruppe fallen, haben so ein Tattoo? Weniger als 2%! Es ist also zumindest statistisch schon mal absolut nicht relevant

Tja, da ich ja öfter mal in Massenduschen unterwegs bin und bei den Marathons laut diverser Untersuchungen der Akademiker-Anteil signifikant höher liegt als in der Normalbevölkerung... Du würdest Dich wundern wieviele Ärtze, Juristen, Ingenieure etc. Tatoos haben die man in Alltagskleidung nicht sieht.
Und ob der fahrer eines TT tatsächlich ein Bleder ist wirst Du durch Deine Kriterien nie erfahren. Ich kenne nur einen- und der braucht mal ganz sicher keine Schwanzverlängerung. Dessen Frau ist eine der schärfsten die ich je gesehen habe- beide Akademiker und erfolgreich- ach ja, und ein Tatoo hat er auch (unsichtbar unter der Kleidung), Du würdest wenn Du mit Ihm sprichst niemals darauf kommen.

Aber das nur als Beispiel.
 
  • #30
Glaub mir, wenn der Richtige vor dir steht, kannst du mit einem Tatoo leben. Du wirst es nicht einmal sehen.
Ja auch mein letzter Partner hat den Rollstuhl gar nicht mehr gesehen, so beeindruckt war er von meiner Ausstrahlung!
Bitte verwechsele nicht Vorlieben mit Ausschlusskriterien.
Aber aus den Vorlieben entstehen ja die Ausschlusskriterien von selbst. Wenn Du einen tollen wunderbaren Naturwissenschaftler kennenlernst, der Dir insgesamt sehr gut gefällt aber auf dem rechten Schulterblatt ein Tattoo hat, dann schiesst Du ihn als Partner aus. Mit einem tätowierten Menschen assoziierst Du eine asoziale und potenziell gewalttätige Persönlichkeit. Jedes Deiner Ausschlusskriterien beinhaltet negative Assoziation, welche bei Dir unbewusste Ängste auslösen - vermute ich. Diese Ängste stehen Dir auch im Weg, Dich zu öffnen und (d)ein Gegenüber vorurteilsfrei kennenzulernen. Damit vergibst Du Dir unzählige Chancen auch wunderbare Individuen kennenzulernen. Im Buch: "Wo bist und wenn nicht warum?" beschreibt der Familien- und Paartherapeut Michael Mary, wie Singles wahre Meister in Ausschliessen sind und dafür selber sorgen dauerhaft Single zu bleiben.
"Auch der Single wählt. Er wählt allerdings nicht aus, sondern ab. Er wählt »diesen nicht« und »jenen nicht« und »den schon gar nicht«. Er wählt sein Alleinsein. Die Frage, wie man es schafft, lange Zeit erfolgreich Single zu bleiben, lässt sich also leicht beantworten: indem man potenzielle Partner konsequent und dauerhaft aussortiert."
Ein Auszug aus dem Vorwort des Buches.

Aus Angst dein Partner könnte mit dem Motorrad verunglücken schliesst Du Motorradfahrer aus, ebenfalls aus Angst schleisst Du Berufssoldaten (verständlich, denn sie kommen meistens aus den Kriegsgebieten auch traumatisiert zurück), aber Polizisten? Dass ihr Job potenzielle Gefahren mit sich bringt, bedeutet das nicht, dass sie häufiger verletzt oder gar umgebracht werden. Statistisch gesehen ist das gar nicht der Fall!
 
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