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Fiona72

  • #1

Warum werden Kinder gerne als "Altlasten" betitelt?

Ich wundere mich immer, wie hier so über die Kinder des anderen gesprochen wird. Gut man kann ja der Meinung sein, dass man keinen Partner mit Kindern möchte, aber dann die Kinder als Altlasten anzusehen, finde ich schon sehr abstoßend. Oft kommt mir da als 1. der Gedanke, wie würden den diejenigen reagieren, wenn man sie damals im Kindesalter auch als "Altlasten" bezeichnet hätte.

Sind wir bei den ganzen Scheidungen nicht dann bald ein Volk von ehemaliger Altlasten?

Als Altlasten werden in der Regel eher die Umweltschäden betrachtet. Sind dann demzufolge Kinder wiederum auch nur Umweltschäden?

Also warum betitelt man dann die Kinder so abwertend hier?

Vielen Dank für eure Antworten.

P.S.: Würde z.B. ein Mann meine beiden Kinder als "Altlasten" betiteln, dann würde ich wohl meinen Sternzeichen(Löwe) sehr gerecht.:)
 
  • #2
Mir ist das auch schon sehr aufgestossen.

Ich habe das Gefühl, es ist typisch deutsch: ein genussfernes Volk!
Egal ob es um Kinder, Essen, Weiblichkeit, Kleidung, Komplimente, Flirten geht, es darf nie teuer oder einfach schön sein. Es muss immer ein Sinn dahinter stehen, es wird immer aufgerechnet und abgewertet. V.a. rechnen muss sich das. Und weil Kinder Geld und Emotionen kosten, nennt man sie nicht "Kind" (das wäre ja schön), sondern "Altlast" (wie Sondermüll). Und die dazugehörige Frau wird damit auch abgewertet. Nein, Komplimente sind hier wirklich sehr fremd….und Verantwortung für die Gesellschaft auch.

Das ist wirklich bei ganz vielen Dingen so, wenn man mal mit anderen Kulturen vergleicht.
 
  • #3
Kinder sind in einer Form eine Last. Man kann sie lieben und sie sind toll, aber sie machen einen Haufen Arbeit.

Die eigenen Kinder sind "Neulasten". Ein Belastung die es vor der Geburt nicht gab.

Was soll immer diese Begriffshaderei? Das ändert an der Realität kein Stück. Ob man Kinder nun Freudenbündel oder Altlast nennt, die Kindererziehung ist genauso hart.

Es gibt verschiedene soziale Konventionen, um bestimmte soziale "Gegebenheiten" zu verschleiern.

Alleinerziehende benutzen oft das Mantra "Es hat schon einen Vater, ich suche einen Partner" und das Gegenstück der Menschen ohne Kinder ist das Wort "Altlast".
Der neue Partner wird spätestens beim Zusammenziehen
Geld, Zeit und Nerven in das Kind stecken müssen.

Nette Verschleierungstaktik vs. schonunglose Wahrheit.
Bloß das niemand sich über das Mantra "Es hat schon einen Vater" aufregt.

Mir ist die schonungslose Variante lieber, das ist ehrlicher. Nur weil die Leute das Wort Altlast seltener in den Mund nehmen, heißt es nicht, dass sie ihr Urteil über Alleinerziehende ändern. Sie werden halt nur indirekter im persönlichen Kontakt.
 
  • #4
Als Altlasten werden in der Regel eher die Umweltschäden betrachtet. Sind dann demzufolge Kinder wiederum auch nur Umweltschäden?

Das würde ich jetzt nicht so eng sehen. Es wird heutzutage so viele Begriffe im Dating zweckentfremdet und ehemalige positive Eigenschaften sind dann auf einmal negativ. Vielleicht ist dies ja auch nur ein wenig satirisch gemeint und wie bei jeder Satire ist auch ein Körnchen Wahrheit versteckt.

Dass man aber jede AE-Frau und Männer mit Kindern aus vergangenen Beziehungen, diese Kinder als Altlasten bezeichnet, finde ich auch nur noch verwerflich. Eventuell ist es ja den betreffenden Mitmenschen gar nicht so bewusst, wie sie andere damit verletzten und beleidigen. Auch wieder so ein Indiz wie unsere Welt mittlerweile so verroht ist.
 
  • #5
Warum fällt es Müttern so schwer zu verstehen, dass ihre Reproduktionsprodukte allenfalls für sie selbst ein Geschenk des Himmels sind. Für (fast) alle anderen sind es nervtötende, lärmende Plagen der übelsten Sorte. Altlast finde ich da noch moderat. Insbesondere wenn von mehr als einem Kind und/oder Kindern unter zwölf die Rede ist. Um solche Frauen machen Kinderfreie am besten einen großen Bogen. Bei Männern, die selber Kinder haben, wäre die Wortwahl allerdings tatsächlich befremdlich.
 
  • #6
Weil sie aus einer vergangenen Beziehung stammen (alt) und für den neuen Partner eine Beeinträchtigung (Last) in der Beziehungsgestaltung darstellen - zeitlich, finanziell, räumlich, Tagesgestaltung und vielen weiteren Aspekten des Lebens. Die positiven Aspekte sind meistens überschaubar bis garnicht vorhanden.
Mit Altlasten sind nicht nur Kinder gemeint, sondern alle negativen Nachwirkungen aus der oder den vorhergegangenen Beziehung/en. Das kann eine stalkende, üble Nachrede ausübende Ex genauso sein, wie Schulden, geringes Einkommen wegen Unterhaltszahlungen, mangelnde finanzielle Rücklagen wegen Zugewinnausglich, drohende Altersarmut wegen Versorgungsausgleich oder auch ein schlechter Lerneffekt/Vorurteile.

Letzteres ist in meinem Fall sehr ausgeprägt. Meine Altlasten sind die schlechten Erfahrungen mit meinem Ex, die meine NoGo-Liste endlos lang gemacht haben:
- nie wieder ein Mann mit Bildungsabschluß unter Universitätsstudium
- nie wieder ein beruflich unengagierter Mann
- nie wieder einen Kulturbanausen
- nie wieder einen unsportlichen Mann
- nie wieder einen Fremdgänger
- nie wieder einen Mann, der Sexualpraktiken ausüben will, die ich mit ihm nicht will
- ....
Das sind alles Dinge aus meiner Ehe, mit denen ein neuer Partner leben müsste - Giftmüll für die Beziehungsanbahnung. Na und? Entweder bin ich ihm das wert oder nicht. Ich habe schonmal einen getroffen, der wollte trotzdem.

Mich stört der Begriff Altlasten nicht - ich finde ihn sehr bezeichnend und halte viel davon, die Dinge beim Namen zu nennen, statt sie zu verklausulieren und nicht verstanden zu werden.

P.S.: Würde z.B. ein Mann meine beiden Kinder als "Altlasten" betiteln, dann würde ich wohl meinen Sternzeichen(Löwe) sehr gerecht.:)

Bin ich auch und ich wüsste nicht, warum ich ein Drama draus machen sollte, wenn der Mann meine Altlasten als solche benennt. Ich kann mit einem freundlichen "passt nicht zwischen uns" die Sache sehr frühzeitig beenden - souveränes Verhalten.

Kinder sind für mich die größte Altlast, weil sie so lang anhaltende und weitreichende Nachwirkungen haben. Na und? Es gibt Millionen Frauen und Männer, die Patchwork in zweiter Ehe leben. Dann war der Partner wohl so toll, dass der/die Neue die Altlasten gern in Kauf nimmt. Ist doch schön und "Altlast" muss nur der fürchten, der nicht gut genug ist.
 
  • #7
Im Grunde gebe ich Dir recht, allerdings werden aber nicht individuelle Menschenkinder damit tituliert, sondern das soll eher eine Zustandbezeichnung für eine Situation sein.

Politisch korrekt sollte es heißen "Eine neue Beziehung belastende personelle Hinterlassenschaft aus einer alten Beziehungen" (oder so), aber wer schreibt das schon aus?

Kann Man(n) oder Frau anstoßend finden, da hat jeder seine individuelle Einstellung zu. Ich persönlich würde es eher abstoßend finden, wenn jemand mit diesen drolligen Sternzeichen sich selbst, andere und die Welt erklärt, weil man mit Millionen anderer Menschen an einem gleichen Tag geboren wurde.
 
M

Meeresrauschen

  • #8
Ich störe mich auch an dem Begriff und finde es auch abwertend. Die Kinder können nichts dafür dass die Ehe der Eltern auseinander geht und dass beide sich neue Partner suchen. Ich habe auch nichts gegen einen Mann mit Kindern, ganz im Gegenteil. Eine Frau über 30, die keine eigenen Kinder bekommen, kann ist manchmal auch offener für einen Mann mit Kindern. Natürlich kann sie den fremden Kindern keine Mutter sein, aber sie kann trotzdem für die Kinder da sein und den Mann im Alltäglichen unterstützen.
Problematisch finde ich eher eine Ex, die den Mann nicht loslassen will und ihm seine neue Beziehung nicht gönnt- das ist für mich eine Altlast.
 
  • #9
Ach - ist doch egal!
Altlasten sind auch Expartner, lange Trennungen, Exfrauen/Exmänner, Beziehungstraumatas...
Wenn sich ein Mann in Dich verliebt, ist es ihm sch...egal, ob Du Kinde hast. Ich habe 2 Kinder und die Kinder waren nie, wirklich nie das Problem oder Grund einer Trennung.
Und ich verstehe, dass Männer erst mal eine Frau ohne Kinder bevorzugen. Ich will auch keinen Mann mit Kind.
Aber im individuellen Fall ist dann sowieso alles anders - wenn ich den Mann toll finde, dann interessiere ich mich plötzlich für Dinge, die mir vorher egal waren. Das kann der Radrennsport sein, Golf, Kitesurfen, Fußball, Finanzen und Börse oder Weine... wenn mich der Mann als Mensch interessiert, dann interessieren mich auch seine Leidenschaften. Und falls er dann eben Kinder hat, dann interessieren auch die mich, weil ich gerne Teil seines Lebens sein möchte und er (inkl. Kinder) Teil meines Lebens werden soll.
Manchmal sagt man das auch einfach nur so, weil man negative Erfahrungen in der Ex-Beziehung mit "Altlasten" hatte.
Es gibt auch Menschen, die haben die Kinder zu ihrem einzigen Lebensmittelpunkt gemacht, sowas will man nicht wiederholen...
Häng Dich nicht zu sehr an einem Wort auf - wenn ein Mann Dich treffen will, weiß er ja, ob/ dass Du Kinder hast - ergo lässt er sich ja drauf ein. Was ihr draus macht, hat nix mit den Kids zu tun, sondern nur mit Euch! :)
 
A

Ars_Vivendi

  • #10
Der Begriff ist einprägsam und ich mag solche klaren Begriffe eigentlich, auch wenn sie etwas technokratisch klingen.

Ich denke aber, dass damit meist die Summe der "Folgeschäden" aus vergangenen Beziehungen gemeint ist, weniger (nur) die Kinder.
Mir fällt auf, dass der Begriff meist von Frauen verwendet wird. Die möchten möglichst einen Mann, der finanziell leistungsfähig ist (das ist er mit Kindern und Ex-Frau weniger) und sich möglichst mit seiner vollen Aufmerksamkeit ihnen widmen kann, #5 beschreibt die Ansprüche der modernen Frau in dieser Richtung treffend. Wenn hier ein Mann bei einer AE mit Kindern von "Altlasten" schreiben würde, wäre der Mob am Toben, Du, liebe FS schreibst das ja auch schon klar.
 
  • #11
Diesen Ausdruck finde ich auch extrem befremdlich. Das sagt viel aus über den, der ihn benutzt. Vor allem, da in unserer Altersklasse Kinder eher der Normalfall sind. Von daher können Altlasten in diesem Fall genauso gut das Gegenteil sein, die Einsicht, dass keine Kinder zu haben auch als Verlust erfahren werden kann. Schlimm genug, wenn jemand so was privat denkt, aber dass es einen Konsens darüber, solche Begriffe im Zusammenhang mit Menschen öffentlich verwenden zu können, finde ich problematisch. Was ist mit dem pflegebedürftigen Vater, auch Altlasten?
Ein bisschen mehr Gelassenheit mit Kindern und Lebensmodellen aller Art wäre hilfreich.
 
  • #12
Das spiegelt die Kinderfeindlichkeit der deutschen Gesellschaft im Allgemeinen wieder. Wo schon Kinderlachen als Lärm empfunden wird, da sind auch keine netten Worte für und über Kinder zu erwarten.

Um Menschen, die solche Begriffe von sich geben, würde ich einen großen Bogen machen. Im realen Leben habe ich diesen Ausspruch auch noch nie gehört.
 
  • #13
Kinder als nervtötende, lärmende Plagen der übelsten Sorte zu bezeichnen und reine Reproduktionsprodukte wie Gast 28 ist eine Unverschämtheit sondergleichen.

Normalerweise werden Beleidigungen hier nicht gestattet, aber Kinder darf man hier so übel titulieren? Ich bin entsetzt über manche Menschen. Gast 28, schon mal dran gedacht dass du ebenfalls mal so eine "nervtötende Plage" warst? Kinder sind etwas Wunderbares, und mir tun Menschen leid die so abwertend urteilen.
 
G

Gast

  • #14
Das spiegelt die Kinderfeindlichkeit der deutschen Gesellschaft im Allgemeinen wieder. Wo schon Kinderlachen als Lärm empfunden wird, da sind auch keine netten Worte für und über Kinder zu erwarten.

Also Kirche Dorf, Dorf Kirche!

Gegen Lachen habe ich noch nie was gehört! Nur wenn Kinder brüllen wie am Spieß, auf den Boden der Wohnung einprügeln oder mit ihrem Boubycar über den Boden schrabben, dann haben Lachbarn die drunter leben müssen kein Vergnügen an ihrer Wohnung.

FS, keine Sorge, kein Mann wird im RL Deine Kinder so betitelt. Er wird nur die Beine in die Hand nehmen und rennen, wenn er das über Dich und Deine Kinder denkt.

Kinder können toll und süß sein aber so sind nicht automatisch alle Kinder, nur weil es Kinder sind! Aber das wird hier gerade so dargestellt. Natürlich waren wir alle mal Kinder. Einige von uns haben aber eine Erziehung genossen und haben nicht automatisch alles in ihrer Umgebung terrorisiert.

FS, wenn Du mit dem Begriff nicht leben kannst, dann ist das halt so. Darum müssen sich Dir nicht alle unterordnen.

Es gibt halt Menschen, für die sind auch Deine Kinder eine Altlast und fertig. Es zwingt Dich keiner so einen Mann als Partner zunehmen. Du kannst ihn dann auch gerne so betiteln, wie Du magst aber er hat das Recht, sich dieser Begriffes zu bedienen.
 
  • #15
Das ist doch nun wirklich leicht zu erkennen, dass hier keineswegs die Kinder persönlich gemeint sind.
Es geht um einen für den neuen Partner potentiell belastende Situation und mit "Altlasten" ist viel mehr der ganze Rattenschwanz gemeint, der damit einher geht, wie die hier erwähnten Unterhaltszahlungen, Versorgungsausgleich, Abstimmen mit Expartner(innen), die mal unzuverlässig, mal unkooperativ, im schlimmsten Fall nervend sind, zeitlichen Einschränkungen etc. Das ist für den neuen Partner eine Last, Punkt.

Auch amüsant immer wieder zu lesen, dass selbst AEs lieber einen Mann ohne Kinder haben wollen.
Sich dann aber über solche Begriffe aufregen *kopfschüttel*
 
  • #16
Ich finde den Begriff Altlasten für Kinder einfach nur menschenverachtend. So würde ich niemals das Kind meines Partners bezeichnen und er würde so niemals über meine Kinder reden.
@ bigger: Ich habe meine Kinder nie als Last empfunden. Meine Kinder bereichern mein Leben.
Aber ich habe hier im Forum sehr viel gelernt. Ich bin ein wandelndes NOGO. Ü50, zwei Kinder, noch nie Unterhalt vom Erzeuger bekommen, Konfektionsgröße mehr als 36, schon ONS gehabt......wieso habe ich bloß einen Partner gefunden, der auch noch jünger ist als ich und auch noch Geld hat.
Ich bin einfach jemand der auf sein Herz hört. Und das einzige, was ich für meine und sein Kind empfinde, ist Liebe.Das scheinen hier viele nicht zu kennen.
 
G

Gast

  • #17
Hallo FS,

also ich lese hier im Forum intensiv mit und lese relativ wenig darüber, dass Kinder so negativ als Altlasten bezeichnet werden. Es gibt dazu positive "Altlasten" und negative Altlasten.

Vielleicht ist deine Wahrnehmung so, dass du selber Kinder so siehst und daher die Zeilen der anderen Foristen ebenso verstehst bzw. interpretierst?

w
 
  • #19
Habe ich hier noch nie wahrgenommen, dass explizit Kinder als Altlast bezeichnet werden. Kann es sein, dass es sich um eine selektive Fehlwahrnehmung deinerseits handelt?

Als Altlasten werden vielfach Verpflichtungen bezeichnet, die durch vorangegangene Beziehungen entstanden sind. Das einhalten von Scheidungsvereinbarungen, finanzielle Verpflichtungen, Zeit & Aufwand für Familienmitglieder mit denen man nicht mehr zusammen lebt.
 
G

Gast

  • #20
Wo liest du das so oft? Ich selber habe es z.B. nie geschrieben.

AE

Du hast es vielleicht nicht geschrieben aber ich habe hier solche Behauptungen auch von AE gelesen.

Ich habe z.B. bisher noch nie gelesen, dass explizit nur Kinder als Altlasten bezeichnet werden.

Ich denke, kein Mensch empfindet eigene Kinder als Altlasten. Eigene Kinder werden hoffentlich auch selten als Last überhaupt empfunden. Fremde Menschen, die Dich vielleicht gerne haben, müssen aber nicht automatisch so über Deine Kinder denken, dass sie nur Freunde und Glück bereiten.

Fremde Kinder sind einfach fremde Kinder und ich kenne nur sehr wenige Kinder, die so bezaubernd sind, dass man sie einpacken könnte.
 
G

Gast

  • #21
Nun, wenn wir Langweile haben, verbringen wir doch ein wenig Zeit damit, uns über gewisse Begriffe aufzuregen. Beziehungsmaterial, menschenverachtend, Marktwert, ganz böse. Altlasten? Geht gar nicht.

Immerhin können wir so von ganz anderen Problemen in der Welt ablenken, ist doch auch schön.

Ironie mal off: Ich finde, es macht schon einen ziemlichen Unterschied, ob ich jemanden kennen lerne, der frei ist, mit mir um die Welt zu reisen oder ob da noch ein Gerichtsverfahren anhängig ist, die nächsten zehn Jahre noch ordentlich Stress auf dem Programm stehen und und und. Man darf das ruhig nüchtern besprechen und beim Namen nennen. Kinder sind toll, aber eben auch manchmal eine Last. Z.B. dann, wenn Eltern einfach nicht merken, dass hier und da auch mal etwas Erziehung angebracht wäre, dass man den Kleinen auch mal sagen könnte, dass sie jetzt nicht den ganzen Tag im Garten rumschreien müssen, weil es auch noch andere Bewohner im Haus gibt, die sich über etwas Erholung freuen würden. Den Kindern werfe ich dabei nichts vor, zur Last werden sie manchmal erst durch unfähige Eltern.
 
M

MissFourty

  • #22
Der Verwender der Begrifflichkeiten *ohne Altlasten* lässt für mich Rückschlüsse zu auf eine enorme Überheblickeit sowie eine narzisstische Selbsterhöhung.

Ein No-Go :)
 
G

Gast

  • #23
Das Wort "Altlasten" ist mit Sicherheit nicht schön. Ich finde ebenfalls, dass man es nicht verwenden sollte.
Aber:
Bei der Benutzung dieses Begriffs geht es ja um einen bestimmten Sachverhalt.
Ich glaube weniger, dass die FS und viele andere Menschen (vor allem Frauen), der Begriff selbst stört. Sondern eher ein damit verbundener Umstand.
Ihr müsst endlich akzeptieren, dass die meisten Männer nicht den Nachwuchs fremder Männer aufziehen bzw. ihre Energie in diese stecken wollen! Weder materiell noch emotional oder sozial. Das liegt nicht in unserer Natur.
Frauen sortieren ja auch aus. Und zwar gnadenlos. Vor allem wenn sie jung und attraktiv sind. Und nach ganz anderen Gesichtspunkten wie z.B. Größe, Haarfarbe, sozialer Status (in welchen Gruppen auch immer)....
Warum dürfen dann wir Männer nicht auch irgendwann mal aussortieren? Das ist nicht boshaft gemeint, sondern entspricht nur unseren Wünschen und unserer Natur. Ein vorhandenes Kind ist ja auch was ganz anderes, als "blond und nicht schwarzhaarig"!
Was mir übrigens auffällt: als Single-Mann werden mir immer wieder Verkuppelungsversuche mit AE-Frauen angeboten. Von deren Freundinnen. Würde ja angeblich passen, weil ich ja so nett wäre...... Wenn ich verneine, dann werde ich schief angeschaut: "Wie kannst du nur so hart sein....., Sie kann ja auch nix dafür.......,Hast du was gegen Kinder?.... Warum bist du so hart....., usw."
Ich habe mir dann mal den Spaß gemacht, diese Freundinnen zu fragen, ob für sie denn auch ein AE-Mann in Frage käme, wenn sie denn Single wären.... Dann war schnell Schluss.... Da wird mit zweierlei Maß gemessen! Wir Männer sollen nämlich AE-Frauen akzeptieren, schließlich sind Mütter ja heilig und was besonderes. Und Sie können ja schließlich nichts dafür, denn die bösen Männer sind immer Schuld. Ein getrennter Mann mit Kindern hingegen, ist für die meisten Frauen einfach nur ein Versager, der es nicht hin bekommen hat. Und deshalb vermutlich entsorgt wurde. Und als Versorger und neuer Beziehungspartner nicht geeignet, da seien Ressourcen anderweitig bereits gebunden sind, und sein Status vermutlich zu gering ist.....
 
  • #24
Bisherige Kinder aus anderen Beziehungen = "Alt....."
Last statt Lust = ".....last"

Für Leute,
- die keine Kinder mögen
- die nur die eigenen leiblichen Kinder mögen (z.B. manche Männer)
= nicht die Kinder von anderen Männern akzeptieren können.
- eigenen Nachwuchs haben wollen, und ihre Ressourcen nicht durch andere Kinder (Altlast) geschmälert.
- Kinder kosten Geld = Unterhalt - der dem Zahlenden dann woanders fehlt = finanzielle "Altlast"

Kinderlose haben andere Freizeitinteressen und Lebensformen.
Und wollen das nicht geschmälert haben, weil der Partner/in für (seine) Kinder aufkommen muß. Oder gar einen Teil seiner Freizeit für seine Kinder verwendet. Was den kinderlosen Partner/in beeinträchtigt. Obwohl er solche Beeinträchtigungen nicht haben will, und z.B. deswegen kinderlos ist.
("Was interessieren mich Kinder ? Von Anderen ? ")

Wer Kinder als "Altlast" bezeichnet, anstatt als Mitmenschen betrachtet, ist vielleicht auch sonst sozial inkompetent ?
 
F

Fiona72

  • #25
nie wieder ein Mann mit Bildungsabschluß unter Universitätsstudium
Dies würde ich nicht so pauschal betrachten. Es gibt Menschen, die ohne Universitätsabschluss mehr erreicht haben als diejenigen mit Universitätsabschluss. Günter Grass hat auch ohne diesen Abschluss den Nobelpreis erhalten.:)
Da ich aber selber als Medizinerin diesen Abschluss habe, verabscheue ich gerade diese Betrachtungsweise.

Vielleicht ist deine Wahrnehmung so, dass du selber Kinder so siehst und daher die Zeilen der anderen Foristen ebenso verstehst bzw. interpretierst?

Würde ich jetzt nicht direkt unterschreiben.
Als ich noch keine Kinder hatte, kam ich auch nie auf die Idee so menschenverächtlich zu agieren.Eventuell hat dies ja auch etwas mit dem eigenen Charakter zu tun.

Wenn ich aber hier so die Antworten lese, dann scheint es wiederum eher v. Geschlecht abhängig zu sein. Frauen sehen Kinder eher als eine Gabe und Männer als eine Altlast. Sind dann aber beide Geschlechter selber kinderlos, dann ist es für beide eine Altlast.

Am Ende ist diese Bezeichnung dann auch wiederum nur ein Indiz, dass diese Menschen noch nie in der Lage waren, selber Verantwortung zu übernehmen. Mir persönlich ist mit Ü40 ein Mann in meinem Alter mit Kindern 100 x lieber als ein Mann ohne Kinder. Der Mann mit Kindern hat auf jeden Fall schon einmal gezeigt, dass er in der Lage ist, Verantwortung zu übernehmen und nicht so selbstverliebt ist. Gut man könnte auch sagen, dass ein Mensch ohne Kinder auch Verantwortung übernommen hat, aber nur weil man etwas unterlässt, hat man doch auch noch keine Verantwortung übernommen.

Und das mit dem Sternzeichen war eher als Joke gedacht, aber ich habe wohl vergessen wie dies hier mit dem Humor so ist.:)
 
  • #26
Ich finde den Begriff Altlasten für Kinder einfach nur menschenverachtend. So würde ich niemals das Kind meines Partners bezeichnen und er würde so niemals über meine Kinder reden.
@ bigger: Ich habe meine Kinder nie als Last empfunden. Meine Kinder bereichern mein Leben.
...stimmt, ich habe MEINE Kinder auch nie als "Last" empfunden - aber: meine Kinder sind aus dem Haus (bin 50+).
Für mich ist das Kapitel Kinder damit durch, ich geniesse meine Freiheiten "ohne" - und die kleinen Kinder eines Mannes (und es gibt nicht wenige Männer ü50 mit Kindern u10 - wären sehr wohl eine "Last" für mich, die ich NICHT mehr tragen möchte.
Ich will diese Einschränkungen nicht mehr, die kleine Kinder mit sich bringen. Daher für mich "Last".
 
  • #27
Zitat von Fiona72:
Wenn ich aber hier so die Antworten lese, dann scheint es wiederum eher v. Geschlecht abhängig zu sein. Frauen sehen Kinder eher als eine Gabe und Männer als eine Altlast. Sind dann aber beide Geschlechter selber kinderlos, dann ist es für beide eine Altlast.

Ich selbst verwende solche Worte nicht, sehe in einer Diskussion darum aber mehr Wortklauberei als Nutzen.
Schließlich würde wohl kaum jemand einen Menschen als Partner haben wollen, der "mitgebrachten" Kinder als permante Last im negativen Sinne betrachtet.

Zitat von Fiona72:
Am Ende ist diese Bezeichnung dann auch wiederum nur ein Indiz, dass diese Menschen noch nie in der Lage waren, selber Verantwortung zu übernehmen. Mir persönlich ist mit Ü40 ein Mann in meinem Alter mit Kindern 100 x lieber als ein Mann ohne Kinder. Der Mann mit Kindern hat auf jeden Fall schon einmal gezeigt, dass er in der Lage ist, Verantwortung zu übernehmen und nicht so selbstverliebt ist.

Ich finde es bspw. nicht sehr verantwortungsvoll dem künftigen Kind gegenüber, wenn Frauen Panik haben endlich schwanger zu werden, weil sie meinen, dass ihre innere Uhr tickt. Weswegen sich dann so manche vom nächsten optimal passenden, aber beziehungsunwilligen Mann schwängern lässt und dann im Nachhinein die Männer anklagt, dass sie unreife, verantwortungslose Menschen wären, weil sie sie als Partnerin ausschließen. In Derartigem sehe ich weit mehr Egozentrismus und Eitelkeit als Verantwortung.
Davon abgesehen ist es logisch, dass dir Männer mit Kindern angenehmer sind. Gesellschaftswissenschaftlich ist es ein alter Hut, dass sich Menschen oft umso sympathischer sind, je mehr Bereiche es gibt, in denen sie sich gleichen.
Das hat etwas mit Wiederkennung und Identifikation der eigenen Person im Gegenüber zu tun.

Zitat von Fiona72:
Gut man könnte auch sagen, dass ein Mensch ohne Kinder auch Verantwortung übernommen hat, aber nur weil man etwas unterlässt, hat man doch auch noch keine Verantwortung übernommen.
Mit dem Bewusstsein Kinder zu wollen und zu mögen, aber gegenwärtig nicht die Verantwortung für ein Kind übernehmen zu können, auf die eigene Verhütung zu achten, damit es nicht zu einer Schwangerschaft kommt, ist nicht verantwortungsvoll?
Aber es ist eventuell ja auch so eine Sache, wenn man nicht mehr allein dem Mann die Verantwortung für die eigene Schwangerschaft in die Schuhe schieben kann ...

m/36
 
G

Gast

  • #28
Ihr müsst endlich akzeptieren, dass die meisten Männer nicht den Nachwuchs fremder Männer aufziehen bzw. ihre Energie in diese stecken wollen! Weder materiell noch emotional oder sozial. Das liegt nicht in unserer Natur.
Frauen sortieren ja auch aus. Und zwar gnadenlos. Vor allem wenn sie jung und attraktiv sind.

Warum dürfen dann wir Männer nicht auch irgendwann mal aussortieren? Das ist nicht boshaft gemeint, sondern entspricht nur unseren Wünschen und unserer Natur.

Gleiches Recht für Alle.

Ich als Frau Ü40, Kind fast aus dem Haus, sortiere Männer meines Alters bzw. Ü50 mit kleinen Kindern bzw. Kinder im Teenie-Alter gnadenlos aus. Warum? Früher wurde ich von denen als AE-Mutter gnadenlos aussortiert, dann haben diese Männer Schiffbruch Beziehungsmässig, wie ich erlitten, und jetzt, wo ich nicht mehr AE-Mutter bin, finanziell durch eigene Berufstätigkeit (schon immer) auf stabilen Beinen stehe, bin ich wieder interessant. Tja, der Zug ist abgefahren, liebe Männer. Gerne könnt ihr euch den viel jüngeren, unerfahrenen (naiven) Frauen/Mädels zu wenden.

So ist nun mal die Natur, egal ob Mann oder Frau.
 
G

Gast

  • #29
Ich schliesse mich Gast Nr. 25 an:
Für mich ist das Kapitel Kinder damit durch, ich geniesse meine Freiheiten "ohne" - und die kleinen Kinder eines Mannes (und es gibt nicht wenige Männer ü50 mit Kindern u10 - wären sehr wohl eine "Last" für mich, die ich NICHT mehr tragen möchte.
Ich will diese Einschränkungen nicht mehr, die kleine Kinder mit sich bringen. Daher für mich "Last".

Mein Sohn, bald 20 Jahre alt, war keine Last. Hätte mein jetziger Partner (47) noch Kinder, welche ü14 oder so wären, dann wäre dies auch keine Last für mich.
Kleinere Kinder, nein, da möchte ich mich nicht mehr darum kümmern, und würde es als Last empfinden. Die Pause zwischen Muttersein und Grossmuttersein wäre mir dann auch zu kurz. Unnnnddd...ich mag mein unabhängiges Leben als Paar
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  • #30
Was mir übrigens auffällt: als Single-Mann werden mir immer wieder Verkuppelungsversuche mit AE-Frauen angeboten. Von deren Freundinnen. Würde ja angeblich passen, weil ich ja so nett wäre...... Wenn ich verneine, dann werde ich schief angeschaut: "Wie kannst du nur so hart sein....., Sie kann ja auch nix dafür.......,Hast du was gegen Kinder?.... Warum bist du so hart....., usw."
Ich habe mir dann mal den Spaß gemacht, diese Freundinnen zu fragen, ob für sie denn auch ein AE-Mann in Frage käme, wenn sie denn Single wären.... Dann war schnell Schluss.... Da wird mit zweierlei Maß gemessen!

Genau darum geht es bei dieser Diskussion. Die Fs stört sich kein bißchen daran, wenn Frauen AE-Männer mit ihren "Altlasten" ablehnen. Ok, man ist taktvoller bei den Begriffen, aber es kommt auf das gleiche raus.

Es geht alleine darum, AE-Frauen in einem besseren Licht dastehen zu lassen.
 
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