• #1

Warum will er sich nie bei mir treffen?

Liebe Community,

kurz zu mir und meiner Beziehung: ich (27) bin seit ca. 10 Monaten mit meinem Freund (33) zusammen. Wir lieben uns, haben Spaß zusammen und verstehen uns immer sehr gut wenn wir zusammen sind. Er wohnt am Land in einem Haus, ich wohne 1.5 h von ihm entfernt in einer Wohnung in der Stadt, wo auch sein Arbeitsplatz ist. Grundsätzlich ist er aber relativ wenig im Büro. Wir sehen uns deswegen hauptsächlich am Wochenende (fast jedes, manchmal jedes zweite) und fast immer fahre ich mit dem Zug zu ihm und er ist eher nur unter der Woche mal eine Nacht bei mir, wenn er sowieso beruflich in der Stadt ist.

Und genau da ist mein Problem: er will sich wirklich überhaupt nicht bei mir treffen und weigert sich fast am Wochenende mal herzufahren. Seine Begründung ist, dass ihm das Autofahren zu anstrengend ist, dass er bei sich zuhause viel zu tun hat, dass es ihm bei sich im Haus besser gefällt als bei mir oder dass er am Wochenende lieber bei sich entspannen möchte weil er beruflich unter der Woche öfter mal für ca 2 Tage woanders sein muss, etc. Ich finde es schon in Ordnung, wenn wir generell 80% unserer Zeit bei ihm sind als bei mir, aber wenn ich dann mal vorschlage, dass er eine Nacht einfach so herkommt finde ich es irgendwie frech, dass er immer ablehnt bzw. nie ohne vorher zu jammern zusagt.

Dazu kommt, dass er meistens müde ist und bei sich zuhause bleiben will, wenn ich dann bei ihm bin. Ich muss ihn dann oft überreden etwas mit mir zu unternehmen (auch für Sex). Bei den gemeinsamen Unternehmungen nehme ich immer Rücksicht auf seine Interessen und es war noch nie etwas dabei was ihn nicht interessiert. Ich habe sogar mit dem gleichen Sport angefangen, den er gerne macht. Aber wenn es darum geht, dass er am Abend unter der Woche oder Wochenenden lange bei Freunden ist und mit denen trinkt oder mit Freunden Sport macht, damit hat er nie ein Problem. Im Gegenteil: Er war sogar kürzlich mit ihnen für ein paar Tage auf Sauf-Party-Urlaub.

Wenn er das will, komme immer mit zu seinen Freunden, obwohl es mich auch nicht immer interessiert. Zu seiner Familie komme ich immer gerne mit, aber wenn es darum geht mit meinen Freunden oder Familie was zu machen, was ich ihm eh schon relativ selten „zumute“ – es ist ihm zu anstrengend und er jammert herum.

Ich hab ihn das auch schon öfter so gesagt. Er sieht es auch ein, gelobt Besserung, bemüht sich beim folgenden Mal, aber es ist relativ schnell wieder wie vorher. Er fühlt sich dann recht schnell von mir total angegriffen, weil ich ihm ja „vorwerfe, dass er wenig für mich tut und sich nicht bemüht“. Zuvor hab ich immer versucht verständnisvoll zu sein. Aber seit das mit diesem Männer-Urlaub war, kann ich einfach kein Verständnis mehr aufbringen, vor allem weil er der Initiator und Organisator war.

Ich hab inzwischen ziemliche Zweifel. Wie seht ihr diese Situation? Habt ihr Tipps, wie ich mich da verhalten soll, damit sich das endlich bessert?

Danke und Liebe Grüße
 
  • #3
und fast immer fahre ich mit dem Zug zu ihm und er ist eher nur unter der Woche mal eine Nacht bei mir, wenn er sowieso beruflich in der Stadt ist.
Er hat dich gut dahin erzogen und macht es sich äußerst bequem, nach dem Motto: warum soll er sich für dich den Hintern heben, wenn du doch das gerne für ihn machst, du dich nicht getraust, ihm zu sagen, dass du das nicht mehr mitmachst, du uns fragen musst, das sagt doch einiges über die Beziehung aus, so wie man es einführt, so hat man es!
Und genau da ist mein Problem: er will sich wirklich überhaupt nicht bei mir treffen und weigert sich fast am Wochenende mal herzufahren. Seine Begründung ist, dass ihm das Autofahren zu anstrengend ist, dass er bei sich zuhause viel zu tun hat, dass es ihm bei sich im Haus besser gefällt als bei mir oder dass er am Wochenende lieber bei sich entspannen möchte weil er beruflich unter der Woche öfter mal für ca 2 Tage woanders sein muss, etc. Ich finde es schon in Ordnung, wenn wir generell 80% unserer Zeit bei ihm sind als bei mir, aber wenn ich dann mal vorschlage, dass er eine Nacht einfach so herkommt finde ich es irgendwie frech, dass er immer ablehnt bzw. nie ohne vorher zu jammern zusagt.
Dieser Mann führt dich eiskalt an der Nase rum, seine Argumente sind nur blabla Vorwände, ich glaube nicht, dass er dich liebt, du ihn schon, ein Ungleichgewicht! Du schreibst, du verstehst ihn, ich nicht, dann jammere nicht!
Dazu kommt, dass er meistens müde ist und bei sich zuhause bleiben will, wenn ich dann bei ihm bin. Ich muss ihn dann oft überreden etwas mit mir zu unternehmen (auch für Sex).
Mensch Frau, hast du das so bitter nötig, such dir einen Mann, der gern mit dir zusammen ist, alles andere geht doch gar nicht, er ist es nicht!
Bei den gemeinsamen Unternehmungen nehme ich immer Rücksicht auf seine Interessen und es war noch nie etwas dabei was ihn nicht interessiert.
Klarer Beweis! Trenne dich oder leide weiterhin.
Aber wenn es darum geht, dass er am Abend unter der Woche oder Wochenenden lange bei Freunden ist und mit denen trinkt oder mit Freunden Sport macht, damit hat er nie ein Problem. Im Gegenteil: Er war sogar kürzlich mit ihnen für ein paar Tage auf Sauf-Party-Urlaub.
Mensch kapierst du immer noch nicht, er ist nicht gern mit dir zusammen, wie deutlich willst du das hören?
Ich hab inzwischen ziemliche Zweifel. Wie seht ihr diese Situation? Habt ihr Tipps, wie ich mich da verhalten soll, damit sich das endlich bessert?
Mit recht hast du Zweifel! Das wird sich niemals verbessern, das wird sich nur noch verschlechtern, du kommst ihm zu sehr entgegen, absoluter Fehler.
 
  • #4
Und genau da ist mein Problem: er will sich wirklich überhaupt nicht bei mir treffen und weigert sich fast am Wochenende mal herzufahren. Seine Begründung ist, dass ihm das Autofahren zu anstrengend ist, dass er bei sich zuhause viel zu tun hat, dass es ihm bei sich im Haus besser gefällt als bei mir oder dass er am Wochenende lieber bei sich entspannen möchte weil er beruflich unter der Woche öfter mal für ca 2 Tage woanders sein muss, etc.
Aber du musst das auf dich nehmen. Das würde ich nicht mitmachen. Man sollte sich schon abwechseln. Fahr einfach mal nicht zu ihm.

Dazu kommt, dass er meistens müde ist und bei sich zuhause bleiben will, wenn ich dann bei ihm bin. Ich muss ihn dann oft überreden etwas mit mir zu unternehmen (auch für Sex).
Das wäre mir auch zu langweilig. Jeder muss mal etwas entspannen und ausruhen. Wenn das allerdings jedes Wochenende so ist, wäre das kein Leben für mich. Ich will an Wochenende auch mal was unternehmen.
Wenn er das will, komme immer mit zu seinen Freunden, obwohl es mich auch nicht immer interessiert.
Wenn du das nicht willst verstehe ich nicht warum du mit zu seinen Freunden gehst. Da ist er dann komischerweise nicht zu müde.

Natürlich sollte man auch seinen Freunden die Partnerin bzw den Partner mal vorstellen. Trotzdem stehen Freunde nicht an erster Stelle.

Kennt er auch deine Freunde.

1.5 Stunden mit dem Auto zu dir zu fahren ist wirklich machbar.
 
  • #5
Teilweise verstehe ich ihn ....
Ein Haus mit viel Platz vs einer engen Wohnung
Garten vs Balkon
Die Ruhe auf dem Land vs der Hektik und Enge in der Stadt
.......
Ich weiss nun nicht, wie und was bei dir zutrifft. Wie schaut es denn bei dir aus ? Bist du gerne in seinem Haus ? Kannst du deine Freunde auch zu ihm einladen - zur Grillparty bspw ? Holt er dich am Bahnhof ab ?
Vielleicht überlegst du mal in diese Richtung ....
 
  • #6
Ich hab ihn das auch schon öfter so gesagt. Er sieht es auch ein, gelobt Besserung, bemüht sich beim folgenden Mal, aber es ist relativ schnell wieder wie vorher. Er fühlt sich dann recht schnell von mir total angegriffen, weil ich ihm ja „vorwerfe, dass er wenig für mich tut und sich nicht bemüht“.
Das wäre für mich ein Trennungsgrund. Du hast angesprochen, dass es dir nicht gut geht, er sagt er sieht es ein, aber Änderung erfolgt nicht. Im Gegenteil: er nutzt das, was du ihm sagst, für einen Angriff. Konfliktfähigkeit also inadäquat bis destruktiv.

Ansonsten liest es sich so, dass du dich ganz schön anpasst, um die Beziehung zu halten. Seinen Sport machen, mit zu seinen Freunden gehen, obwohl du nicht so Lust drauf hast, die Fahrtwege. Da er ja nicht auf ein ausgewogenes Geben und Nehmen aus ist, geht das so lange so weiter, bis von dir nicht mehr viel übrig ist. Du entscheidest, wann du davon genug hast. Denn ändern wird sich nichts, das hat er dir zu verstehen gegeben - und das darfst du ihm auch glauben.

Mach nicht den Fehler zu denken, er müsste doch auch ein Interesse an einer ausgewogenen Beziehung haben, weil du es hast. Wenn er es hätte, würde er das so praktizieren. Alles Gute dir....
 
  • #7
Die Lebensgefährtin meines Bruders hat das 25 Jahre mitgemacht. Mit Kind von ihm. In deren Stadt, 35.000 Einwohner, war weitestgehend nicht bekannt, dass sie ein Paar sind, ein Haus haben, ein Kind haben, auf familiy machen. Er ist immer mit seinen Kumpels um die Häuser gezogen, Sauftouren, Fussballflüge irgendwohin.
Nach deren Trennung, nach 20 Jahren Hoffnung für sie auf Ehe und Verbindlichkeit, fliegt nach und nach auf, dass er mit seinen Kumpels in Puffs war, Fremdgänger war, gesoffen hat ohne Ende mit Frauen zu tun, und, und, und ... ein Drama. Eine Inszenierung, natürlich auch unterstützt durch ihr Trauma, nämlich nicht wie ihre Mutter mit einem "unehelichen" Kind zurückgelassen zu werden. Die Emanzipation erfolgt erst jetzt, mit über 50 Jahren ganz langsam. Als Schwester eines Machos durfte ich mir das Jahrzehnte mit ansehen. Das Verhältnis ist schlecht, weil ich sie tröstetet, davor Frauen tröstete und mal sehen, was noch kommt. Interessanterweise, war und ist er so manipulativ, dass die aktuellen Frauen nie an mich und ich nie an sie herankamen und herankommen. Leider.
 
  • #8
Er ist egoistisch und hat bemerkt, dass er es mit Dir machen kann. Mein Ex war ähnlich. Zu allem, was ICH vorschlug, an Freizeitaktivitäten und Reisezielen sagte er "Nein". Ich hingegen lenkte bei seinen Vorschlägen stets ein ihm zuliebe. Lange Zeit bemerkte ich das nicht so deutlich wie Du jetzt. Dahinter steckt purer Egoismus und Bequemlichkeit. Er wird sich auch nicht ändern. Er lullt Dich immer wieder ein, das hängt auch mit dem Altersunterschied zusammen. Dieser Egoismus wird sich auch in anderen Bereichen wie Ehe und Kinder fortsetzen. Du bist so jung, such Dir einen Mann, der Dich auf Händen trägt. Den hier, lasse fallen.

W31
 
  • #9
Ich bin der gleichen Meinung wie die Vorschreiber. Er gibt sich viel zu wenig Mühe, das zeigt dass zu wenig oder keine Liebe vorhanden ist. Noch eins: Wenn Sie jedes WE mit der Bahn zu ihm fahren, das geht ganz schön in's Geld. Ihr Geld. Er hingegen hat überhaupt keine zusätzlichen Fahrtkosten.
 
  • #10
Ich denke, er ist einfach bequem und wenig an dir und deinem Leben interessiert. Also möchte er alles so wie es für ihn am schönsten ist.

Dein Fehler ist dass du das nicht nur mit machst sondern sogar noch förderst, zB. den gleichen Sport anfängst.

Das klingt für mich so als würdest du dein ganzes Leben nach ihm ausrichten. Das macht es für ihn bequem. Aber gleichzeitig macht es dich auch uninteressant, weil bei dir ja dadurch nichts Spannendes passiert.

Mein Rat wäre es, mehr für dich allein zu machen, dich nicht so berechenbar und durchschaubar zu geben.

Wenn er nicht zu Dir kommen will, dann fahr auch nicht zu ihm. Sag einfach, dass du auch zu müde bist.

Oder unternimm einfach gutgelaunt was anderes, ohne ihm darüber genauestens im Voraus Rapport zu geben.

Wenn er dennoch sich nicht ändert und mehr Interesse zeigt, würde ich dann doch über eine Trennung nachdenken.

Denn so führst du nur eine Statistenrolle in seinem Leben.
 
  • #11
Er will sich nicht bei dir treffen, weil das Aufwand-Nutzen-Verhältnis aus seiner Sicht zu seinen Ungunsten ausfällt. Wenn du angetanzt kommst, dann geht das gerade noch. Er hat keinen Aufwand und irgendetwas findet er wohl auch an dir liebenswert. Aber extra wegen dir eine Autofahrt auf sich zu nehmen? Nein! Da liegt er lieber auf der Couch.
Das gefällt dir nicht? Dabei will doch jeder seinem Partner/Freund/... so richtig unwichtig sein.
 
  • #12
Der Mann hat wenig Intresse an deinem Leben und nimmt deine Bedürfnisse weniger ernst als seine. Höre um Himmens willen mit den Diskussionen auf, damit erreichst du nichts, außer eine schleichende Einordnung als "Nörgeltante".
Halte dich doch mal eine Weile komplett zurück: Besuche bei seinen Eltern und Freunden? Nö, du hast selbst genug zu tun. Am Wochenende hast du immer mal wieder etwas hochinteressantes in der Stadt vor - wenn er dich sehen will, muss er den Hintern hochkriegen. Sex? Er ist dran mit verführen, nicht du. Und so weiter.
Du bist bereits maximal angepasst an ihn, wo soll er denn die Motivation hernehmen, sich um dich zu bemühen? Leider kann es sein, dass er die "Mühen" scheut und die Beziehung abbricht, aber dann hast du wenigstens keine Jahre mit ihm verloren und kannst versuchen, einen Mann zu finden, dem dein Wohl wirklich am Herzen liegt.
 
  • #13
Seine Bedürfnisse sollen gedeckt sein , deine sind, wenn überhaupt, zweitrangig.
Er ist ein bequemer, der nicht mehr macht, wie sein muss.
Teilweise versteh ich ihn, sein Haus macht viel Arbeit und ist sicher komfortabler.
Wenn ihm was an dir liegen würde, wäre er aber an deinem Leben und deinem Umfeld, Freunden und Familie, interessierter.
Inwiefern geht er sonst auf deine Bedürfnisse ein, darauf würde ich mal achten.
Zeigt er irgendwie anders seine Liebe zu dir?
Viel kann es deiner Schilderung nach nicht sein?!
 
  • #14
Naja, er kommt ja einmal unter der Woche zu dir. Das ist doch gut. Fang nicht an etwas zu zerstören, was eigentlich gut läuft. Freunde sollte man haben dürfen und auch die Freiheit "Nein" zu sagen.

Viele Grüße
 
  • #15
Und genau da ist mein Problem: er will sich wirklich überhaupt nicht bei mir treffen und weigert sich fast am Wochenende mal herzufahren
Sowas kann ich bei Fernbeziehungen überhaupt nicht leiden. Einer schwingt zu 100 % das Pendelbein und der Andere lehnt sich gemütlich zurück. Ne, danke. Was würde denn passieren , wenn Du ihm sagen würdest , dass Du keine Lust, keine Zeit, kein Geld oder was auch immer hast um zu ihm zu fahren? Ich kanns Dir sagen- nichts würde passieren.
Wir lieben uns, haben Spaß zusammen und verstehen uns immer sehr gut wenn wir zusammen sind
Sorry Blümchen, da kann ich aber auch gar nichts in Deiner Beziehungsbeschreibung wiederfinden. Du springst und machst und er macht sein Ding. Wie @realwoman schon geschrieben hat, ab in die Wüste mit ihm, am besten pronto. Man kann ihm ja noch nicht mal vorwerfen, dass er nur Sex will, selbst den will er ja noch nichtmal.
W,54
 
  • #16
Auf der einen Seiten denke ich schon, dass manche Leute so einen stressigen Job haben, dass sie am WE gern auf dem Sofa hocken wollen, auf der anderen Seite kann er ja z.B. mit seinen Kumpels was unternehmen.

Mein Eindruck ist, dass er ein bestimmtes Bild von Beziehungen und Frauen hat. Es ist was Peripheres in seinem Universum und wenn die Frau sich nicht einfügt, dann passt es nicht. Zumal er ein Haus hat, also ne Wurzel geschlagen hat.
dass es ihm bei sich im Haus besser gefällt als bei mir
Das ist wohl die ehrliche Antwort. Ich denke schon auch, dass er am Haus was zu tun hat, aber für Freunde geht es ja auch.

Er sieht es auch ein, gelobt Besserung, bemüht sich beim folgenden Mal
Immerhin. Aber ausgewogen ist es nicht.
Aber seit das mit diesem Männer-Urlaub war, kann ich einfach kein Verständnis mehr aufbringen, vor allem weil er der Initiator und Organisator war.
Und die Beziehung ist Dir überlassen, aber soll so sein, dass sie ihn nicht zu sehr stört.

Habt ihr Tipps, wie ich mich da verhalten soll, damit sich das endlich bessert?
Nee, eigentlich nicht. Ich hätte Tipps, wie ER sich verhalten sollte. Das mit dem Haus - ok. Aber der Rest stimmt ja auch nicht, bei seinen Freunden zeigt er viel mehr Initiative. Vielleicht könntest Du mal versuchen, nicht nachzugeben und dann eben auf die Paarzeit zu verzichten. Also Du sagst, ihr wollt dies und das machen (was, das DIR Spaß macht) und wenn er jammert oder nicht will, dann sag "ok" und dass Du allein gehen wirst. Wenn er dann doch mit will, gut, aber er sollte keinesfalls rumjammern.
Und so würde ich es immer machen, ich würde an Deiner Stelle nie wieder auf irgendwas bestehen, das er nicht will. Dann gehst Du eben allein.

Hätte ich ehrlich gesagt keine Lust drauf.
 
  • #17
Na ja, Menschen sind eben mehr oder weniger bereit, ihr gewohntes Leben für einen Partner zu verändern oder anzupassen.
Dein Partner gehört wohl zu denen, die weniger bereit dazu sind. Dagegen kannst du wahrscheinlich wenig tun. Er braucht die Beziehung nicht so sehr, er ist auch ohne dich relativ zufrieden, da für sein Glück Dinge wie Sauf-Party-Urlaub mit Kumpels offenbar eine größere Rolle spielen, als eine gute Beziehung und die Zufriedenheit seiner Freundin.
Solange du dich nicht beschwerst, ihn nicht mit Wünschen und Ansprüchen nervst und ihn sein Leben so leben lässt, wie er es will, bzw. dich in sein Leben einordnest, ohne ihn zu stören, werdet ihr eine schöne Zeit miteinander haben.
Ich verstehe dein Problem damit gut und es tut mir echt leid, weil sowas immer frustrierend ist. Aber mit 33 wird sich in diesen Dingen niemand mehr grundsätzlich ändern, höchstens ein wenig.

Aus Erfahrung sage ich: Wenn du dich nicht dauerhaft seinem Leben, seinen Routinen, seinen Bedürfnissen unterordnen willst, sondern von einem Partner auch deine Bedürfnisse und Alltagsabläufe gerne gesehen und einbezogen haben willst, dann wirst du dich wohl trennen müssen und dir einen besser passenden Partner suchen müssen.

w54
 
  • #18
Du bist offenbar verzichtbares Beiwerk in seinen bereits vollständig ausgefüllten Männer-Partyleben. Selbst Sex ist ihm eher unwichtig. Wahrscheinlich ist ihm einen trinken wichtiger.

Daran wird sich kaum etwas ändern lassen. Daher stör ihn nicht weiter und trenn dich.
 
  • #19
Natürlich sollte man auch seinen Freunden die Partnerin bzw den Partner mal vorstellen. Trotzdem stehen Freunde nicht an erster Stelle.

Deine Einstellung hat mich letztens im Nachbarthread schon richtig geärgert. Freunde sind neben dem Partner gleichberechtigt das Wichtigste auf der Welt! Sie gehen mit dir ein Leben lang durch dick und dünn, man entwickelt sich gemeinsam, man erlebt Dinge gemeinsam, sie fangen dich auf, wenn es dir schlecht geht und sind mit dir glücklich, wenn du glücklich bist. Sie stehen dir mit Rat und Tat zur Seite, sie begleiten alle Lebensphasen, oder zumindest viele Lebensphasen. Sie bleiben länger, als so manche Partnerschaft, im Idealfall ist die Partnerschaft in das Sozialleben integriert.

Was bringt es dir, ach so toller Familienmensch zu sein, wenn dann deine Familie oder Partnerin oder Ehefrau weg ist und du alleine und total sozial isoliert dastehst? Niemanden hast? Freundschaft zu führen bedeutet auch immer Entwicklung der sozialen Persönlichkeit, wer keine Freunde hat, steht diesbezüglich still. Das kann weder gesund, noch vernünftig sein.

Um Freunde muss man sich eben auch ab und zu kümmern, Freundschaften pflegen, sonst ist das soziale Umfeld halt einfach mal irgendwann nicht mehr existent.

Wenn der Partner der FS nun mal einen anstrengenden Job hat (ich gehe jetzt mal von Vollzeit mit gelegentlichen Überstunden aus), und dann noch diese horrend langen Arbeitswege (3 Stunden alleine nur Fahrtzeit ist doch pure Zeitverschwendung) und dazu noch Freunde im Heimatort hat, dann ist doch eigentlich klar, dass die Partnerschaft da auf Dauer anders organisiert werden muss.
Die FS tut ihrerseits zumindest sehr viel dafür, ihre Partnerschaft zu pflegen, was auch gut ist. Warum er trotzdem im Gegenzug nicht dasselbe für sie tut, weiß nur er. Vermutlich setzt er da andere Prioritäten und es reicht ihm so, wie es ist. Schön ist das nicht für die FS, aber in diesem Fall ist es wahrscheinlich wie so oft: love it or leave it.
 
  • #20
Ich schliesse mich Tom an:
Ich lebe auch auf dem Land und arbeite in der Stadt.
Ich bin dann soo froh, wenn ich am Wochenende nicht Auto fahren muss und geniesse total die Ruhe hier am Waldrand.
Die Vorstellung, dann auch am Wochenende noch in die hektisch laute Stadt zu fahren, dann noch in ner Bude der Groesse einer Studentenbude wo man sich auf die Fuesse tritt..waere Horror für mich.
Ich kann Deinen Freund verstehen.
So sehr könnte ich garnicht verliebt sein, dass ich mir das antue....

Es kann natürlich sein, dass auch fehlendes Interesse dahinter steht. Ich würde das aber nicht sofort unterstellen.
Er ist offensichtlich ein ruhebeduerftiges Landei (wie ich). Du eher Stadt Mensch. Ist die Frage ob ihr Euch da einigen könnte.
Auch dass er mit Freunden was unternimmt find ich normal. Man lässt Kumpeln oder Freundinnen nicht links liegen sobald man verpartnert ist. Freunde sind grad heutzutage sauwichtig.

Was ich bedenklich finde, ist dass Du Dich so sehr anpasst. Sogar seine Hobbys uebernimmst? Klar dass Dich das dann wurmt wenn Du im Umkehrschluss merkst, dass er nicht seine elementaren Beduerfnisse wie Erholung am Wochenende zuhause oder Freunde Dir opfert.
Ich finde seine Einstellung aber die gesündere!

Vielleicht kannst Du was von ihm lernen..
 
  • #21
Manchmal ist es einfach so: da findet man es bei sich zu Hause (egal, wo das ist) schöner, als anderswo. Besonders wenn einer in der Stadt, der andere auf dem Land - und das relativ gut erreichbar - lebt.
Wäre dies bei meinem Lebensmann und mir so, würde ich liebend gerne an den Wochenenden zu ihm raus fahren. Und mich freuen, dass ich zwischen Gräsern, Bienen, Landluft entspannen könnte. Jedes »Aufrechnen« läge mir fern.

Wenn er dir wirklich wichtig ist, komme ihm entgegen. Sobald er merkt, dass du dich auf ihn und seine Umgebung schon auf dem Weg dorthin freust, muss er nicht mehr (scheinbar?) um dieses Vorrecht kämpfen und wird zwischendurch auch mal nach der Arbeit bei dir in der Stadt bleiben.
 
  • #22
@blümchen2
Ja, das kenne ich. So eine Beziehung hatte ich auch in deinem Alter. Allerdings haben wir an den Wochenenden immer etwas unternommen, Sport in der Narur oder mit der Familie im Garten, ins Restaurant. Ich bin gependelt. Unter der Woche kam er vorbei zum Übernachten, wenn es für ihn passte, z.B. wenn er zum Segelfliegen fuhr, da lag meine Wohnung günstiger. Die Beziehung hielt 3 Jahre. Ich wurde warmgehalten mit Kinderwunsch und Heiratsversprechen... Nie im Leben würde ich sowas in deinem Alter wieder machen! Warum suchst du dir nicht einen interessierteren Freund in deiner Stadt, mit dem du dir eine Wohnung teilen und ein Leben führen kannst. Dein jetziger Freund will nicht mehr als unverbindlich Zeit totschlagen und Sex haben mit einer hübschen jüngeren Frau. Mehr wird da nicht kommen! Und in 1-2 Jahren wirst du ausgewechselt gegen eine Neue, die brav hin und her fährt und keine Ansprüche ans Leben stellt. Du verpasst was mit ihm - deine schönste Zeit im Leben Ist jetzt! Buche besser einen Städte Trip mit einer Freundin, gehe zum Tanzen, fahre MountainBike in der Natur am Wochenende! Es wird Zeit, dass du wieder neue Leute triffst.
 
  • #23
Ja, den Typen endlich in die Wüste schicken. Du hast es richtig eingesehen - für seinen Spaß ist er nie zu müde.
Ein Haus mit viel Platz vs einer engen Wohnung, Garten vs Balkon
Ja, Gartenarbeit kann Spaß machen. Im Grunde genommen geht es aber wohl um etwas anderes: die Wohnung der Fragestellerin ist für ihn einfach nur eine fremde Wohnung ohne jegliche Inspiration, sprich: langweilig.

Ich kenne das noch aus meiner eigenen Fernbeziehungszeit: wochentags arbeiten, die Hausarbeit erledigen und den Garten schön herrichten, am Wochenende mit der Freundin in deren winzigem Studentenzimmer hocken und hauptsächlich den beiden Beschäftigungen nachgehen, die mit „f” anfangen. Bei mir zuhause wäre für uns beide angenehmer und erholsamer gewesen, aber sie empfand halt die zweieinhalbstündige Fahrt als zu große Belastung. Hier sind es eineinhalb Stunden.
 
  • #24
Die Antwort auf deine Frage kennst du sicher schon selber: Er ist einfach faul. Und ein Landei, wahrscheinlich mit der traditionellen Landei-Einstellung, dass "die Frau" dann eben später zu ihm zu ziehen hat. Für 33, dazu noch unverheiratet, ein ganz schön alter Mann. 10 Monate sind nun wirklich erst der Anfang einer Beziehung, das hätte ich nicht so lange mitgemacht. Du kannst jetzt entscheiden, ob du dir mit 27 fürs nächste Dorffest eine Dauerwelle beim Dorffriseur legen lässt oder noch mal überlegst, ob du eine Stadtpflanze bist, die noch was vom Leben und einen motivierteren Mann haben möchte. Je nachdem in welcher Stadt du bist und wie man vom einen Ende zum anderen kommt, kann man auch dort über eine Stunde zum Anderen brauchen. Auch, oder gerade mit dem Auto. Das ist also absolut kein Argument. Hinweis: Ein Mann der mit 33 Jahren jammernd ablehnt, eine Nacht bei seiner Freundin zu verbringen ist wirklich mehr als langweilig und desinteressiert. Normalerweise müsste er mit qualmenden Sohlen gerannt kommen. Es gibt Männer die reisen für einen Nachmittag quer durch Deutschland. w52
 
  • #25
Hallo Blümchen,
deine Zeilen könnten ganz genau von mir stammen, ich habe Haar genau das gleiche erlebt. Ich war damals 50 und er 44, er ein Haus auf dem Land, wenn man überhaupt von Einrichtung sprechen kann, einfach nicht gemütlich und schön eingerichtet, ich habe eine ruhige schöne Wohnung in der Stadt, 20 Minuten entfernt. Wir waren ein Jahr zusammen und ich bin bis auf ein mal, da hatte ich Geburtstag immer zu ihm gefahren, ich dachte mir oke ein Haus ist besser als eine Wohnung, kann man ja noch nachvollziehen.Aber er war auch nicht bereit, dass Haus oder den Garten mit Kleinigkeiten etwas wohnlicher zu gestalten. Alles war ihm zu viel, er war stinkend faul, aber mit Freunden oder dem Nachbarn saufen, dazu hatte er auch Lust. Also deiner scheint das gleiche Exemplar zu sein, den kannst du getrost in die Wüste schicken, dass wird im Alter noch viel schlimmer, braucht kein Mensch.
 
  • #26
Hallo,

das ist ein großes Alarmzeichen. Wenn dein Partner lieber Zeit mit seinen Freunden verbringt als mit dir, dann stimmt etwas nicht. Hast du irgendeine Veränderung bei ihm gemerkt? Wie war es denn vorher, als ihr noch nicht so lange zusammen wart? Ich tippe mal darauf, dass seine Verliebtheitsgefühle abgeschwächt sind und du nicht mehr die Priorität für ihn bist. Wenn du etwas verändern willst, dann versetze diesem Mann einen Weckruf und zwar in Form eines Ultimatums. Heißt, klär ihn in einem letzten Gespräch darüber auf, wie du dich fühlst und dass das nicht so weitergeht, dass er dich so spärlich behandelt, ansonsten ist es Aus. Wenn reden nichts bringt und derjenige sein Verhalten nicht ändern will, dann spricht man gegen eine Wand. Hab genug Erfahrung damit. Beziehung beenden und gut ist. Es wird sich jemand finden, der sich nicht zu schade ist, dich zu besuchen und dich respektvoll zu behandeln. Da bin ich mir ganz sicher. Alles Gute :)
 
  • #27
Mir fällt noch auf, dass du nach 3 Monaten Beziehung schon unglücklich warst. Wie lange möchtest du eigentlich warten, dass sich was ändert? Ich kann mir vorstellen, dass du denkst : oh mann, jetzt hab ich so viel Energie in diese Beziehung gesteckt - soll das denn alles umsonst gewesen sein?

Ist es nicht. Es ist deine Lernaufgabe. Beziehungen in denen du dich verbiegst und der Partner nicht interessiert ist, auf dich zuzugehen (im Handeln) stärken dein Abhängigkeitsgefühl. Wichtig wäre, du könntest dich auf unabhängige Weise an jemanden binden. Dass du das irgendwann kannst, dafür musst du aber sorgen, das nimmt dir niemand ab...
 
  • #28
Deine Einstellung hat mich letztens im Nachbarthread schon richtig geärgert. Freunde sind neben dem Partner gleichberechtigt das Wichtigste auf der Welt! Sie gehen mit dir ein Leben lang durch dick und dünn, man entwickelt sich gemeinsam, man erlebt Dinge gemeinsam, sie fangen dich auf, wenn es dir schlecht geht und sind mit dir glücklich, wenn du glücklich bist. Sie stehen dir mit Rat und Tat zur Seite, sie begleiten alle Lebensphasen, oder zumindest viele Lebensphasen. Sie bleiben länger, als so manche Partnerschaft, im Idealfall ist die Partnerschaft in das Sozialleben integriert
Meine Freunde sind mit selbstverständlich sehr wichtig. Nur wenn man in einer Beziehung oder verheiratet ist kann man nicht mehr so wie früher jedes Wochenende um die Häuser ziehen. Ich mache das einmal im Monat. Freunde die nicht akzeptieren können, dass man nicht jedes Wochenende was unternehmen kann sind such keine Freunde.

Anderseits hast du natürlich recht. Man darf seine Freunde auch nicht vergessen. Man sollte sich trotzdem regelmäßig treffen. Wenn sie weggezogen sind sollte natürlich auch nicht der Kontakt abbrechen. Ich mache natürlich trotzdem mit meinen Kumpels Männerabend.

Meine Freunde können sich übrigens bei mir zu jeder Uhrzeit melden. Ein Kumpel hatte mal einen heftigen Streit mit seiner Frau. Er hat mich gefragt ob er kommen kann um zu reden. Da war es übrigens Mitternacht. Also so ungefähr gegen 24 Uhr. So was ist bei uns auch selbstverständlich.

Wenn allerdings die Freunde an erster Stelle stehen muss man sich nicht wundern wenn der Partner bzw die Partnerin sich irgendwann trennt.
 
  • #29
Sie gehen mit dir ein Leben lang durch dick und dünn, man entwickelt sich gemeinsam, man erlebt Dinge gemeinsam, sie fangen dich auf, wenn es dir schlecht geht und sind mit dir glücklich, wenn du glücklich bist. Sie stehen dir mit Rat und Tat zur Seite, sie begleiten alle Lebensphasen, oder zumindest viele Lebensphasen. Sie bleiben länger, als so manche Partnerschaft, im Idealfall ist die Partnerschaft in das Sozialleben integriert.
Richtig alles. Aber auch nur, weil mit solcher Einstellung der Partner überhaupt keine Chance hat, sich zu bewähren. Im Zweifel entscheidet man sich für die Freunde, weil "
, sie fangen dich auf, wenn es dir schlecht geht und sind mit dir glücklich, wenn du glücklich bist. Sie stehen dir mit Rat und Tat zur Seite, sie begleiten alle Lebensphasen, oder zumindest viele Lebensphase
, nicht wahr? Der Partner schaut sich das eine zeitlang an und dann geht er, weil er natürlich keine Chance hat, all die jahrelange Hilfsbereitschaft aufzuholen.
 
  • #30
Hallo @blümchen2

Du kannst ihn doch folgenden Vorschlag machen:

Mind. 1 WE im Monat seid ihr bei dir, bzw. schlaft ihr bei dir.
Diesen WE nutzt ihr dann gezielt um etwas zu unternehmen, immerhin wohnst du in der Stadt dort kann man sicherlich gut ausgehen.
Auch Regentagen bieten gewöhnlich mehr Alternativen in der Stadt (Museum, Ausstellung, Theater, Bars, tolle Restaurants etc.)

Die anderen WE's verbringt ihr dann bei ihm. In seinen Häuschen entspannen, im Garten rumwurschteln oder tolle Grillabende veranstalten.

Ich kann dein Anliegen gut nachvollziehen, jedes WE hätte ich auch kein Bock auf den Land zu verbringen. Das wäre mir zu langweilig und eintönig. Zudem kann diese wöchentliche Zugfahrt auch ganz schön nerven.

Redet in Ruhe miteinander. Ihr findet schon ein Kompromiss, ansonsten bleib öfters mal zu Hause und ziehe mit deinen Freunden um die Häuser…. vielleicht triffst du dann auf aktivere Männer ;)

W, 26
 
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