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Gast

  • #1

Warum wird fast jede zweite Ehe geschieden? Gründe für Heirat?

Ich frag mich warum so viele Ehen geschieden werden?
Irgendwie hab ich (w30) so den Verdacht, man heiratet ab/in einem gewissen Alter einfach den Partner mit dem man gerade zusammen ist, weil es nach Studium, ein paar Jahre Beruf einfach so in die Lebensplanung passt und überlegt gar nicht ob man wirklich mit dem (möglichen) "richtigen Partner" zusammen ist. Ich beobachte in meinem Umfeld einfach, dass viele Schulfreunde, Studienkollegen, Bekannte etc. heiraten, obwohl die Beziehungen nicht gerade harmonisch verliefen (klar Streit gehört auch mal dazu). Von außen hat man das Gefühl: die passen gar nicht richtig zusammen. Denn ein paar Jahre arrangieren geht schon, aber ein Leben lang???
Frauen wollen unbedingt Kinder - egal ob der Partner richtig passt oder nicht und Männer wollen nach ein paar Jahren im Job endlich eine Familie (vielleicht auch aus Bequemlichkeit?).
Wie seht ihr das?
 
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Gast

  • #2
Ich sehe es genauso wie Du, liebe FS.Und stelle immer wieder fest, dass die meisten Menschen gar nicht um die Bedeutung von LIEBE wissen, die Menschen in guten wie in schlechten Zeiten verbindet, sondern Verliebtheit, Schmetterlinge im Bauch, adäquate Sexualität, Kinderwunsch, usw. für viele ausreichen, um zu heiraten.Das sind oft Ehen, die von vorneherein schon zum Scheitern verurteilt sind, makabarerweise werden viele dieser Ehe auch noch in der Kirche geschlossen und später geschieden...
 
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Gast

  • #3
Wahrscheinlich heiraten immernoch die meisten derjenigen zu früh:
Die Persönlichkeit ist noch nicht gefestigt genug, Berufseinstieg, berufliche Veränderungen etc. oder "weil man es so macht". Wird gar nicht weiter darüber nachgedacht.

Ein Teil heiratet "zu spät" - nur weil andere auch verheiratet sind.

So schön es ist, heute alle Freiheiten zu haben - so destruktiv ist das für den Bestand von Ehen:
Mit zuwenig Disziplin und Selbstkritik rennen die meisten bei kleinsten Schwierigkeiten gleich auseinander.

Gegenfrage: Warum überhaupt heiraten, wenn keine Kinder gewünscht/geplant sind?
Vielleicht halten solche Beziehungen ohne Trauschein ja viel länger und besser, weil sich beide mehr bemühen (wenn Disziplin und Selbstkritik gegeben sind).
 
  • #4
Es ist ein Trugschluss, anzunehmen, dass eine Scheidung eine Konsequenz dessen ist, dass man nicht mit dem richtigen Partner zusammen war. Denn wenn es so viele Scheidungen gibt, liegt der Verdacht nahe, dass jeder irgendwann der falsche Partner ist. Dazu stelle man sich einfach mal vor, der heute richtige Partner wäre zehn Jahre früher in das Leben einer Frau eingetreten. Dann wäre er heute mit Sicherheit auch "der Falsche". Das Grundproblem sind die Lebensabschnittspartnerschaften an sich. Gerade viele Frauen sind irgendwann jeden Mann leid oder wollen sich nicht nachsagen lassen, keinen anderen mehr abzukriegen. Ich nenne dieses Verhalten "erweiterte Torschlusspanik".

So viele Scheidungen wie heute können nicht darin begründet sein, dass dauernd "der Falsche" ausgewählt wurde. Wenn es wirklich so wäre, könnten Millionen Menschen niemals "den Richtigen" finden, weil es so viele Kombinationen gar nicht gäbe.
 
  • #5
Du magst z.T. Recht haben, ich glaube, man ist auch noch zu jung, zu unerfahren, um zu wissen, was dazugehört, damit es ein heutiges Leben lang hält, was heute bedeutend mehr ist als früher, wo man teilweise nur halb so alt wurde. Und selbst mit guter Theorie ist die Praxis noch schwierig. Liebe allein mag auf beiden Seiten vorhanden sein, aber das allein reicht nicht.
 
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  • #6
Wenn Männer eine Familie wollen, dann sicherlich nicht aus Bequemlichkeit !

Für mich als Mann war es immer Enorm wichtig, nicht nur ein Zahlvater zu sein.
Kinder machen ist nicht schwer, aber ich hab das Bedürfniss sie aufwachsen zu sehen, und nichtnur sie alle 2 Wochen mal besuchen zu dürfen.

Vieleicht ist das der Grund warum ich einfach noch Kinderlos bin. Und warscheinlich auch bleiben werde, mangels passender Frau die mich nicht nur als Sperma und Geldschleuder sieht, sondern in mir auch den Menschen warnimmt.
 
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  • #7
Ich denke die Vorstellung von romantischer Liebe, die ein Leben lang glücklich machen soll ist der Fehler! Und: Hätten unsere Großmütter die Freiheiten gehabt, die wir heute haben dann wäre die Scheidungsrate auch so hoch gewesen. Die Hoffnung, dass die Emanzipation uns auch ein " Recht auf dauerhaftes, emotionales Glück" beschert ist falsch!
Wir können den Mann wählen und auswechseln und somit sind wir unersättlich und auf der Suche nach dem allumfassenden Glück. Frustrationen aushalten- dazu haben wir keine Lust.
Dabei tun wir das ja auch im Job, mit unseren Kindern, unserer Figur, all unseren Unzulänglichkeiten...aber der Mann... Der muss perfekt sein.
Reich und studiert, eloquent, humorvoll und erfolgreich.Dazu sollte er viel Freizeit mit uns verbringen und kinderlieb sein. Wenn wir so ein Exemplar treffen, können wir nicht glauben, dass es noch andere Interessentinnen gibt und wir verlangen dass er ab Minute 1 nur noch Augen für uns hat.
Treffen wir einen, der nicht 100% unserer Vorstellung entspricht, und sei es nur die "falsche Musik" oder das falsche Hobby... Dann wandern wir zweifelnd zum. Nächsten...
Heiraten und sich an jemanden binden erfordert Größe und Freundschaft!
Wir sollten liebevoll und freundschaftlich mit dem Lebensmenschen umgehen!
Naivität, Grössenwahn und Perfektionszwang über Bord werfen und das Glück geniessen wenn es da ist, aber auch wissen, dass unser komplettes Leben niemals ein Dauerzustand von Glück sein kann! Mit den Eigenheiten vom Ehemann ist es wie mit den 5 kg zuviel auf unseren Rippen. Es ist realistischer und erfüllender Freundschaft damit zu schliessen! ;-) w38
 
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Gast

  • #8
So viele Scheidungen wie heute können nicht darin begründet sein, dass dauernd "der Falsche" ausgewählt wurde. Wenn es wirklich so wäre, könnten Millionen Menschen niemals "den Richtigen" finden, weil es so viele Kombinationen gar nicht gäbe.
M.E. liegen die Gründe der vielen Scheidungen auch darin, dass viele Menschen über die notwendige emotionale Reife und über eine halbwegs positiven Kommunikationsfähigkeiten nicht verfügen, sowie aus wenig positive Familienverhältnisse kommen, nicht gelernt haben mit Konflikten umzugehen bzw. auch Konflikte auszuhalten.

Hinzu kommen wenig Familienförderne gesellschaftliche Verhältnisse der letzten 20zig Jahre, große gesellschaftliche Veränderungen nach der Wende in Ost und West, regional schlechter Arbeitsmarkt usw.

Ich komme z.B. aus nicht schönen Familienverhältnisse, musste nach der Wende trotz einer Ausbildung plus Studium beruflich neu anfangen, noch mal eine Ausbildung machen, der Arbeitsmarkt war nicht gut, konnte mich zwar halten, aber alles hat dann noch mit Kind viel Kraft gekostet, so das wenig Zeit und Kraft für eine Partnerschaft da war. Heute stehe ich zwar halbwegs gut da, Kind ist schon fast erwachsen, aber jetzt merke ich immer mehr, wieviel Kraft mich die letzten beiden Jahrzehnte gekostet haben und dass ich jetzt viel Ruhe brauche.

Die Erfahrungen mit den Männern in den letzten Jahren waren eher energie raubend und wenig Energie spendend, leider. Daher bin ich sehr vorsichtig, was das Kennenlernen von Männer betrifft. Da es sehr wenige positive denkende und handelnde Männer gibt, werde ich wohl weiterhin Single bleiben.

w 47
 
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Gast

  • #9
Warum ?? Weil Frauen heute sehr viel emanzipierter sind , trotz Kinder einen Job haben , Geld verdienen und nicht mit Scheuklappen durch die Gegend laufen ! Aber genau das stinkt dann wohl auch der Männerwelt , das Frau trotz Kinder auf Ü30 Partys rumhüpft , nette Arbeitskollegen hat , eigene Unternehmungen mit "aufmüpfigen" Freundinnen macht .Und vor 50 Jahren ? Mann = Job , Geld und Frau = Kinder u Haushalt. Das waren andere Zeiten , andere Frauen und teilweise auch andere Gesetze. Aber vor 50 Jahren gab es auch noch nicht das Internet : diese Informations - Möglichkeiten , diese Kontakt - Alternativen und und. Das alles macht heute eine Ehe nicht leichter
m44
 
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  • #10
@ #7

Mir scheint, Du sprichst Da ein ganz erhebliches Problem an.

Einerseits ist es für Frauen furchtbar leicht sich scheiden zu lassen (Zerrüttungsprinzip). Unter kapitalistischen Bedingungen ist eine Scheidung für die Frau finanziell auch durchaus attraktiv (anders als zu DDR-Zeiten).

Ergo lassen sich Frauen oft "nur mal so" scheiden, ohne dass das Problem im Partner begründet liegt. Die Scheidungsgründe gehen eher in die Richtung, dass das Leben allgemein irgendwie kompliziert ist. Du selbst schreibst:

Ich komme z.B. aus nicht schönen Familienverhältnisse, musste nach der Wende trotz einer Ausbildung plus Studium beruflich neu anfangen, ...der Arbeitsmarkt war nicht gut, ... alles hat dann noch mit Kind viel Kraft gekostet, so das wenig Zeit und Kraft für eine Partnerschaft da war.
Danach stellt Frau (und vor allem Mutter) fest, dass eine neue Partnersuche gar nicht mehr so einfach ist wie in jungen (kinderlosen) Jahren. Auch Du stellst fest:

Die Erfahrungen mit den Männern in den letzten Jahren waren eher energie raubend und wenig Energie spendend, leider. Daher ... werde ich wohl weiterhin Single bleiben.
Ich kenne das aus meiner (geschiedenen) Ehe genauso. Meine Ex-Frau hat sich scheiden lassen, weil sie von ihren Gesundheitsproblemen genervt war. An diesen war aber weder ich noch unsere Ehe schuld.
Ich denke, die ausschlaggebenden Gründe für die Scheidung waren, dass sie gedacht hat, eine Abwechslung würde ihr mal gut tun. Außerdem wusste sie, dass sie durch die Scheidung in gewaltigem Maßstab zu Geld kommen würde. Also hat sie sich quasi zur Selbstverwirklichung scheiden lassen.

Das ist nun schon viele Jahre her. Sie hat in all den Jahren nie wieder einen Partner gehabt, ihre Gesundheitsprobleme hat sie natürlich immer noch.

Mir scheint, wenn Frauen eher den finanziellen Verlockungen einer Scheidung widerstehen könnten, und die Scheidung nur auf WIRKLICH zerrüttete Ehen beschränkt blieben, dann wäre schon mal viel gewonnen. Es würden nicht nur die Männer und Kinder profitieren, sondern auch die Frauen.

m
 
  • #11
Zum Thema Scheidung wurde nun schon viel geschrieben, nun aber auch noch etwas zum Grund der Heirat:

Ich heirate bald meinen Traumprinzen, weil ich ihn unendlich liebe, er mein Basislager ist, wir eine wundervolle, respektvolle, liebevolle und zärtliche Beziehung haben und wir zusammen alt werden möchten.
Ich glaube an die Liebe! Sie ist in mir!
 
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Gast

  • #12
Unter den heutigen Voraussetzungen ("Markttransparenz" = Internet, Selbstbewußtsein der Frauen, Frauen mit Job, usw.) hätte es früher genau so viele Scheidungen gegeben. Wenn nicht mehr, denn ich glaube, dass Männer früher wesentlich bestimmender und rücksichtsloser waren, als das heute der Fall ist.

Was mich nachdenklich macht ist die Tatsache, wie leidensfähig frühere Generationen von Frauen waren, welche Demütigungen Frauen hingenommen haben, um ja nicht die "Schmach" einer Scheidung hinnehmen zu müssen. Bestes Beispiel: meine Mutter. Der Mann ist seit 3 Jahrzehnten nur am Wochenende zuhause, da dann dafür cholerisch, nur am nörgeln, schimpfen und schreien und hat seit mindestens 2 Jahrzehnten jede Menge Frauen in anderen Städten ... wovon jeder (inkl. meiner Mutter) weiß. Seit ich denken kann (bin jetzt 33) kein normales Wort, kein Zeichen der Zuneigung zwischen den beiden.

Aber gerade diese Frauen sehen sich dann als gutes Beispiel für "Probleme in der Ehe überwinden und sich nicht gleich scheiden lassen". Na Prost Mahlzeit.

Ich sehe das so: Jeder ist für sein Glück selbst verantwortlich. Ehen entstehen, weil man sich zu einem bestimmten Zeitpunkt bzw. über einen bestimmten Zeitraum liebt. Nach einer Zeit des gemeinsamen Weges ist es aber die REgel, dass man sich unterschiedlich entwickelt. Unterschiedlich im Tempo, den Interessen oder dem Gemüt.
Das ist weder schlecht noch zu bekämpfen oder zu unterdrücken. Sondern einfach hinzunehmen und zu bewerten: Entweder man kann damit leben oder nicht. Und wenn nicht, dann kann man doch auf eine gute Zeit zurückblicken und sich in Freundschaft trennen. Oder nicht? Was sollte daran dann schlecht sein? Man hatte doch immerhin eine schöne Zeit miteinander.
 
  • #13
Was mich nachdenklich macht ist die Tatsache, wie leidensfähig frühere Generationen von Frauen waren, welche Demütigungen Frauen hingenommen haben, um ja nicht die "Schmach" einer Scheidung hinnehmen zu müssen.
Solche Frauen kenne ich auch- und kannte ich, zwei von ihnen sind inzwischen gestorben. Dass ihre extrem dominanten, permanent Psychoterror verbreitenden Ehemänner daran unschuldig sind, glaubt niemand, der die Familien kannte.

Schlimm finde ich Trennungen wirklich, wenn Kinder zu leiden haben. Dann sollten sich die Erwachsenen wirklich am Riemen reissen, ggfs mehrfach einen Anlauf nehmen um an der Beziehung zu arbeiten und, wenn es denn garnicht mehr geht, eine gute Lösung für die Kinder finden. Die leiden immer!
 
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  • #14
Gründe für Heirat?
Bei manchen mag es Liebe allein sein und die Gewissheit, nur mit diesem Menschen den Rest seines Lebens verbringen zu dürfen, ohne ihn nicht sein zu wollen und zu können, weil zusammen alles schöner ist.
Viele heiraten aber auch sicher, weil sie sich grundsätzlich lieben, das gefühl haben zusammenzupassen und Kinder zu wollen - ist ja schließlich auch ein gemeinsames Ziel, eine Familiengründung. Und nicht das schlechteste Ziel und nicht der schlechteste Heiratsgrund.

ICH würde aber sagen, dass es ein himmelweiter Unterschied ist, ob du als Paar zusammenlebst oder die Metamorphose zum Elternsein durchmachst. Die menschen verändern sich dabei zum Guten oder Schlechten oder eben manchmal auch nur so, dass es "danach" nicht mehr so gut zusammenpasst.
Manche Männer durchleben schon die Schwangerschaft zusammen MIT der Frau, andere kapseln sich total ab, manche haben in dieser zeit extrem viel Sex, manche schon ab dem positiven SS-test gar keinen mehr...und die Jahre drauf auch nicht mehr.
Manche Frauen sind nach der Geburt nur noch Mütter und sehen ihren Mann nicht mehr, manche Männer sehen ihre Frau nicht mehr - wieder andere (wie meiner) spielen zuhause den Biedermann und haben parallel ihre Geliebten.

Frauen schubsen die Scheidung eher an als Männer, das stimmt.
Aber dass Frauen sich mit einer Scheidung oder Trennung deswegen leichter tun oder sich gar aus einer Art Unwohlsein, die so rein gar nichts mit dem Manne zu tun hat scheiden lassen, halte ich für ne gewagte These. Ich kenne viele Frauen, die sich jahrelang zusammengerissen haben, bis es eben nicht mehr ging, gekämpft haben, gelitten...
Klar gibt es dann auch noch die Midlife-Crisis bei beiden.
Aber auch wenn Kinder einen für immer verbinden- man verändert sich durch sie und mit ihnen - und die Paarbeziehung kann schöner werden oder eben auch nicht.
Und heute denken eben doch viele irgendwann in ihrer Kompromissbeziehung:
"Ich hab nur das eine Leben" und trennen sich.

DEN einen perfekten Partner gibts nicht, manchmal war es eben perfekt und nun passt es nicht mehr. Das ist aber nicht das Ende des Lebens. Es kommt auch nach der Scheidung Neues! Und Schönes! So ist das Leben!

w,39
 
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  • #15
@ #7

Mir scheint, Du sprichst Da ein ganz erhebliches Problem an.

m
Hier die#7:

Deine Erkenntnisse stehen aber nicht im Kontex zu dem, was ich mit meinen Zeilen ausdrücken wollte. Bei mir geht es um allgemeine gesellschaftliche Bedingungen und nicht darum, dass ich mich aus Lust und Laune hab einfach scheiden lassen. Ich war nämlich nie verheiratet.... und bereue es nicht, also lag nie einem Mann finanziell auf der Tasche und habe bis auf ein knappes Jahr mit Baby nicht gearbeitet.

Ich glaube immer noch nicht, dazu habe ich viel zuviel verlassene Frauen, die nach der Scheidung auf H4-Niveau landeten kennengelernt, dass Frauen einfach mal so sich scheiden lassen.

Also es ist für viele Frauen heutzutage keine Verlockung mehr, sich scheiden zu lassen. Wie hier oft schon wiederholt wurde, gibt es nur wenige Frauen, die mit einer Scheidung einen finanziellen Reibach gemacht haben. Dafür spricht auch, dass die Anzahl der Kinder, die in Deutschland von H4 leben, immer größer werden. Also kann dein Argument nicht stimmen, dass ALLE Frauen durch eine Scheidung immer finanziell profitieren.

w
 
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Gast

  • #16
Ich denke es gibt heute mehr Scheidungen, da man nicht mehr gleich miteinander nach Lösungen, Kompromissen sucht bei Meinungsverschiedenheiten. Ausserdem ist bei vielen den Reiz nach Neuem da. Und somit viel früher aufgibt, wenn es gerade nicht mehr rund läuft. Und viele der Lust nicht standhalten können. Naja, vieles wird ja heute von den Medien mehr oder weniger "vorgelebt". Man hat verschiedene Phasen im Leben. Und man auch bei einem Tief gleich aufgeben, statt gemeinsam daran zu arbeiten.
 
  • #17
Die standesamtliche Ehe scheint ein "breites, stabiles Fundament" um darauf eine feste, dauerhafte Beziehung aufbauen zu können.
Mir scheint, Viele heiraten, um nicht mehr alleine zu sein. Und sehen im Trauring etc. eine Art Sicherheit, daß ihnen der Partner/in nicht davon läuft ?
Oder z.B. der Mann will eine Haushälterin, die Frau will einen Erzeuger + Ernährer für ihre Kinder.
Somit "Geschäftsvertrag" = sie heiraten. Und glauben Trauschein = "Garantieschein".

Die meisten Ehepaare träumen dann anfangs vom idyllischen Familienleben. Vom Stolz in ihren Herzen, und nach außen:"Das ist meine Frau / das ist mein Mann". Und später:"Das sind unsere Kinder".
Viele unterschätzen aber dabei, daß dazu auch viel Arbeit an der Beziehung gehört, und nicht "automatisch" weil man nun vh. ist.

Mehr Scheidungen: Männer werden m.E. eher untreu statt Scheidung = bleiben verheiratet ?
Frauen dagegen eher (schneller ?) Scheidung als früher ? Statt Lösung und Fortsetzung der Ehe ?

Ehepaar lebte getrennt, Kinder erwachsen und aus dem Haus. Die Frau bekam wenig Rente, und war auf Unterstützung durch ihren Ehemann angewiesen - der wollte aber nichts zahlen. Also ließ sich die Frau von ihm scheiden, um dann durch die Gesetze monatliche Unterstützung zu bekommen. Und nicht mehr Willkür durch ihren Mann.

Ehe sind nicht zwei Ringe + Trauschein. Ehe ist etwas, was beide Partner jeden Tag aufs Neue leisten und beweisen. So das Beide überzeugt sind: Ja, das ist der/die Richtige - und kein Andere/r.