G

Gast

Gast
  • #1

Warum wollen die wenigsten Frauen echte Männerberufe ergreifen?

Warum bewerben sich so wenige Frauen auf echte Männerberufe wie:
Arbeiterin auf der Bohrinsel, Soldatin im Kampfeinsatz, Müllfrau, Atomforscherin,
Astronautin oder Schlachterin ? Scheuen selbst Emanzos diese Jobs weil sie
Ihnen letztendlich doch zu unweiblich sind ?
 
G

Gast

Gast
  • #2
Seufz, ist das jetzt der nächste Versuch, die Emanzipation als gescheitert anzuprangern?
Warum ergreifen so wenige Männer den Beruf des Putzmanns, des Supermarktkassiers, des Friseurs, des Sektretärs (außer natürlich Generalssekretär), des Kranken- und Altenpflegers, des Alte-Eltern-Pflegers, des Tagesvaters ...

Scheuen Männer diese Berufe, weil sie zu unmännlich sind oder weil sie letztendlich doch einfach nur beschissen bis gar nicht honoriert werden, weder monetär noch prestigemäßig?
 
G

Gast

Gast
  • #3
Es ist immer hilfreich, zu durchdenken,was man hier so von sich gibt.
Der Fragesteller scheint überhaupt keine Ahnung von der Bedeutung des Wortes 'Emanzipation' zu haben!

Bleiben wir, um es simpel zu machen, nur bei der Wörterbuchdefinition des Wortes:

'Befreiung aus gesellschaftlichen Abhängigkeiten und der Gewinn von Selbständigkeit'

Fragesteller, merkst Du was?

Warum sollten Frauen, nur um männliche (falsche) Erwartungen zu bedienen, etwas machen, was sie gar nicht wollen - sie würden sich von einer Abhängigkeit in die nächste begeben.

Abgesehen davon, Fragesteller, scheint es auch auf der praktischen Ebene bei Dir zu hapern: wieso soll eine Frau, Berufe wählen, die offensichtlich ihre körperlichen Kräfte übersteigen.

Warum soll ich als Frau Krieg spielen? Ich kann Leben hervorbringen - hab keine Lust, zu lernen, wie man es vernichtet.

In Naturwissenschaften scheinst Du gänzlich verschlafen zu haben, dass Frauen bedeutende Entdeckungen gemacht haben, mit deren Federn sich aufgrund gesellschaftlicher Strukturen in der Vergangenheit meistens Männer geschmückt haben. Sagt Dir z.B. der Name 'Marie Curie' etwas?
Unsere Bundeskanzlerin kennst Du doch auch? Ein promovierte Physikerin, sie hat sich mit dem Forschungsthema Statistische und Chemische Physik von Systemen der Isotopen- und Strahlenforschung' beschäftigt.

Wenn Du, statt dümmliche Bemerkungen zu machen, Deinen Verstand und etliche Informationsmöglichkeiten bemüht hättest, wär diese Frage womöglich auch für Dich überflüssig gewesen.

'Befreiung aus gesellschaftlichen Abhängigkeiten und der Gewinn von Selbständigkeit.'
Also Fragesteller, nochmal zum merken:
Frauen möchten das machen, was SIE wollen - und nicht schon wieder der Erwartung irgendwelcher Männer entsprechen, die nicht von 11 bis Mittag denken können!
 
G

Gast

Gast
  • #4
Wenn man sich Frauen und Männer ansieht dann wird man feststellen das diese beiden Personengruppen nicht dasselbe sind, aus diesem Grund wurde intelligenter Weise eine unterschiedliche Bezeichnung für diese eingeführt. Und da sie nun mal verschieden sind haben sie auch, welch Überraschung, unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse und wenn man ein bisschen darüber nachdenkt kommt man mit ein wenig gesundem Menschenverstand sofort darauf das sich zwangsläufig Berufe herauskristallisieren die von einem Geschlecht lieber ausgeübt werden als vom anderen.
 
G

Gast

Gast
  • #5
Warum bezeichnet man, explizit du, diese Berufe als "echte" Männerberufe?

Es gibt sehr wohl Frauen in all diesen Berufen! Aber eben nicht wirklich viele, denn wie schon vordem erwähnt, ich bringe Leben zur Welt ich hab keine Lust es zu vernichten!

Im Grunde denke ich, diese Frage sollte hier mal wieder eine wütige Diskussion vom Zaun brechen!
 
G

Gast

Gast
  • #7
Als Maschinenbaustudentin im fortgeschrittenen Alter kann ich nur sagen, dass der Frauenanteil stetig steigt.
Das sind keine extremen Emanzen, wir studieren einfach was uns liegt und uns interessiert. Ein Großteil sieht entgegen aller Vorurteile sehr weiblich aus.
So viel dazu an dieser Stelle.
 
G

Gast

Gast
  • #8
Als Frau mit Abschluss in chemischer Technologie arbeite ich in der Kerntechnik. Im meinem Umfeld gbit es 95 % Männer und 5 % Frauen. Ich mache diesen Beruf, weil ich ihn spannend finde, weil es ungeheuer abwechslungsreich ist und nicht zuletzt, weil er mich und meine drei Kinder ernährt, nachdem der Erzeuger dieser Kinder kein Interesse mehr an ihnen hat und mit einer anderen Frau verheiratet ist.

Ich habe nie darüber nachgedacht, ob das ein "weiblicher" Beruf ist oder nicht. Es ist mein Job, das Thema interessiert mich, viele andere Frauen interessiert es vielleicht nicht. Viele Männer interessiert es allerdings auch nicht.

In Summe finde ich es schade, dass so viele Frauen schlecht bezahlte Jobs machen (auch ich habe meine Schwiegereltern-Pflegezeit abgeleistet, unbezahlt versteht sich) und nicht von Männern unabhängig sind.

In meinem Job muss ich niemandem beweisen, dass ich so gut oder besser bin als die Männer. Mir ist wichtig, dass er mich zufrieden macht - und das tut er.
 
Top