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  • #1

Was bedeutet für Euch "Mit beiden Beinen im Leben stehen"?

Den Satz liesst man(n) ja ständig bei den Damen. Abgesehen davon dass ich den Satz sehr klischeehaft finde, irritiert er mich auch. Was genau ist damit gemeint...einer Arbeit nachzugehen, Hobbys zu haben, Freunde zu haben...? Mit beiden Beinen im Leben stehen bringe ich immer damit in Verbindung...überhaupt keine Zeit übrig zu haben für eine Beziehung bzw. der Partner müsste sich exakt in dieses zu 100% vorgegebene Leben intergrieren. Ohne Spielraum für neues.
Mich schreckt dieser Satz sogar ab. Wie definiert Ihr diesen Satz?
 
  • #2
Kurze Sätze mit bekannten Phrasen wirken immer klischeehaft, aber das bedeutet ja nicht, dass der Grundgedanke dahinter nicht sinnvoll und zielführend ist. So auch hier.

"Mit beiden Beinen im Leben stehend" meint in erster Linie wohl tatsächlich, dass der Mann sich und sein Leben im Griff hat. Dazu gehört natürlich ein Job, der ihm gefällt und ihm gerecht wird, eine anständige Wohnung, ein ausgefülltes Leben, eine passende Lebensführung.

Das Gegenteil wäre dann ein Mann, der eher unzufrieden, kleinlaut, unterordnend, wenig selbstsicher ist. Oder natürlich Kerle ohne Job oder nur mit unpassendem Job. Oder auch erwachsene Männer, die immer noch wie ein Student hausen und vegetieren. Oder Kerle, die den Ernst des Lebens noch nicht erfasst habe.

Frauen, die so etwas schreiben, wollen einfach keinen Versager oder Aussteiger oder unreifen Typen, sondern eben einen Mann, "der mit beiden Beinen im Leben steht". Ich kann an der Formulierung nichts negatives erkennen -- außer für jene, auf die es eben nicht zutrifft. Die sind naturgemäß dann pissig.
 
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  • #3
Mich schreckt diese Redensart ebenfalls ab. Gebraucht wird sie gerne von sog. Realisten. Mir steckt darin zu wenig Platz für Traum, Vision, Phantasie; - für das, was möglich, aber noch nicht wirklich ist. Beobachte ich die Welt und ihre Geschichte, stelle ich nicht selten fest: Die Träumer verändern diese Welt, die Realisten verwalten sie. Dass die Realisten in der Überzahl sind, dürfte klar sein.
 
  • #4
Dass die Realisten in der Überzahl sind, dürfte klar sein.
Nun, wenn dem alles so wäre, dann suchen die vielen Realisten offensichtlich ein passendes, realistisches Gegenstück. Kann man ihnen nicht verdenken, oder? Sollen doch die Träumer mit den Träumern glücklich werden... aber sich nicht durchfüttern lassen und hinterher dann zugeben müssen, dass mehr als Träume eben auch nicht waren.

Die Träumer verändern diese Welt, die Realisten verwalten sie.
Ich bin da grundsätzlich anderer Ansicht, aber das hat nichts mehr mit der Titelfrage zu tun.
 
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  • #5
Den Satz "Ich steh mit beiden Beinen im Leben" lese ich häufig auch bei Männern. Wenn mir in einem Profil eine so ausgelutschte Floskel begegnet, frage ich mich, ob derjenige vielleicht auch eigene Gedanken hat. Lese ich etwas derart Abgenutztes, sinkt mein Interesse auf null. Ebenso bei Formulierungen wie "tageslichttauglich" oder dass man mit einem Partner "die schönen Dinge des Lebens genießen" wolle. Gruselig!
 
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Gast

  • #6
"Mit beiden Beinen im Leben" stehen bedeutet für mich folgendes:

- angepasste Lebensform an die Umgebung / Gesellschaft
- souveränes Auftreten
- klar definierte Lebensziele
- finanziell stabile Verhältnisse (d.h. oft Arbeitnehmer)
- vorzeigbarer Freundeskreis
- hohe persönliche Flexibilität (mind. eigenes Auto) und gute Ausbildung

Eine Steigerung wäre hingegen "Erfolgreich mit beiden Beinen im Leben stehend", d.h. zusätzlich

- finanziell unabhängig
- vorzeigbares Vermögen, d.h. ein Macher
- in sehr stabilen sozialen Verhältnissen (z.B. eigene Familie, Haus usw.)

Das Gegenteil wären für mich die klassischen Versager (auch "Tagträumer"), die es in jeder Gesellschaft gibt. m40
 
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  • #7
Ich habe diesen Satz auch im Profil stehen, habe ihn aber auch ein wenig definiert. Grundsätzlich sehe ich es wie #1: Er sollte einen Job haben, mit dem er zufrieden ist, und er sollte auch privat wissen, wohin er gehört, einen eigenen Haushalt führen (können) und - ganz wichtig - eine Meinung haben zum aktuellem Tagesgeschehen, politischen Fragen, sollte wissen, ob er Familie will oder nicht, Hobbys oder Interessen haben.
Was ich nicht als Partner brauche: Jemand, der mit Ü30 noch nicht weiß, in welcher Branche er arbeiten möchte, gerade im 12. Praktikum steckt, jeden Sonntag zu Mutti fährt um zu essen und Wäsche waschen zu lassen, der sich für nichts und niemanden interessiert und nicht in der Lage ist, pünktlich Miete zu zahlen oder Anträge zu stellen.
Natürlich schließt das nicht aus, dass mein Partner Träume haben darf. Auch ein Wechsel in einen ganz anderen Beruf finde ich nicht schlimm. So etwas sollte aber überlegt sein und nicht ständig aus einer Laune heraus geschehen.

Warum Frauen einen Mann, der mit beiden Beinen im Leben steht, suchen? Sie wollen eine Familie gründen und sich dabei darauf verlassen können, dass der Mann (zumindest vorübergehend) die Familie versorgen kann.
 
  • #8
Heisst für mich sein eigenes Geld verdienen, nicht mehr bei Mutti wohnen und wissen, worauf es im Leben ankommt. Was der Besitz eines Personenwagens damit zu tun hat, wie hier jemand behauptet, ist mir hingegen schleierhaft. Ausserdem gehört für mich auch eine gewisse Allgemeinbildung dazu.
 
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  • #9
Für mich sagt dieser Satz aus, daß man im Leben STEHT. Man hat gewisse Ziele erreicht und ist damit zufrieden.Das ist an sich ja auch gut so.
Nur, was ist, wenn sich etwas ändert? Man wird ein Tag oder auch ein Jahr älter und irgendwann ist man gezwungen, sich zu bewegen und steht dann eben nicht mehr mit beiden Beinen im Leben. Oder auch, wenn man etwas in seinem Leben verändern WILL, ohne daß man gezwungen ist.

Was passiert dann?
Dann lösen Partnerschaften, Arbeitsverhältnisse etc..
Gerade dann zeigt sich doch aber, wie jemand mit einer veränderten Lebenssituation umgehen kann oder will.

"Mit beiden Beinen im Leben stehen" ist meiner Ansicht nach ein Allgemeinplatz, der sehr wenig über den Menschen aussagt und für mich eher negativ besetzt ist.
m
 
  • #11
Was ist daran das Problem? Mache ich auch, obwohl bereits 36. Das hat doch nichts mit dem Lebensstandard zu tun. Habe eine 4 Zimmer Eigentumswohnung in Frankfurt und fahre Porsche. Esse trotzdem am Sonntag häufig bei "Mutti". Was nun?

m (36)
finde ich ziehmlich praktisch :) deine mutter dürfte eine nette sein.

ich verstehe den satz: mit beiden beinen im leben stehen...man(n) ist erwachsen und weiß ganz genau was man will und was nicht.und schleppt keine schuldenberge hinterher.
 
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  • #12
@ 5: Deine Ausführungen machen mir Angst. Man bedenke, dass all die hohen Eigenschaften, die Du aufzählst, von wirklich dummen Schicksalsschlägen gewaltsam durchbrochen werden können. Ein sog. vorzeigbarer Freundeskreis, ein erwähnenswert hohes Einkommen und all die anderen edlen Dinge helfen einem herzlich wenig, wenn's mal wirklich eng wird im Leben und man dem Sensemann gerade eben noch von der Klinge springen darf.
 
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  • #13
das gehört zu diesen phrasen, die man oft liest, ähnlich wie "jemanden, mit dem man pferde stehlen kann...." oder auch "ich suche nicht, ich lasse mich finden....". im grunde heißen diese phrasen gar nichts, ich verstehe auch nicht, wie man/frau sowas schreiben kann. nach dem diese phrasen nichts aussagen, ist auch der interpretationsspielraum sehr groß, wie man an den kommentaren hier sieht.
m/45
 
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  • #14
Solche Standardsätze sind eine Hilfe für all jene, die nicht in eigene Wort fassen können, was sie im Leben bewegt und wofür sie brennen. Ein Satz für all die biederen und angepassten Mitbürgerinnen und Mitbürger, die unsere Gesellschaft braucht, damit sie funktioniert.
 
  • #15
das gehört zu diesen phrasen, die man oft liest, ähnlich wie "jemanden, mit dem man pferde stehlen kann...." oder auch "ich suche nicht, ich lasse mich finden....". im grunde heißen diese phrasen gar nichts
Da muss ich jetzt aber doch noch einmal voll zustimmen. Ich finde all diese Plattitüden auch schrecklich.

Viel besser sind individuelle, persönlich formulierte Informationen, die einen von der Masse unterscheiden und gute Ansätze für interessante Kontaktaufnahmen und Fragen bieten. Plattitüden sind letztlich nur Füllwörter. In einem gewissen Rahmen geben sie aber natürlich schon vor, ob man wie in diesem Falle eher Realisten und Macher sucht oder Tagträumer und Lebenskünstler.
 
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  • #16
Ich finde, man sollte differenzieren, ob ein Mann oder eine Frau diesen Satz ins Profil schreibt. Ein Mann, der von sich sagt, mit beiden Beinen im Leben zu stehen, ist sicherlich in der Lage, Verantwortung zu übernehmen und einer Frau bzw. Familie materiell etwas bieten zu können und hat keine Aussteigergedanken.
Eine Frau, die das von sich behauptet, möchte eigentlich sagen: ich bin mit mir selbst und meiner Lebensweise als Single zufrieden und brauche im Grunde genommen keinen Mann. Lege keinen Wert auf gegenseitige Verantwortung.
 
  • #17
... das bedeutet für mich, allein gut zurechtzukommen und nicht BEDÜRFTIG zu sein.
 
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  • #18
Man kann diese Redensart auch so verstehen:
Im eigenen Leben angekommen sein, das eigene Leben leben.
 
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  • #19
Ich finde, man sollte differenzieren, ob ein Mann oder eine Frau diesen Satz ins Profil schreibt. Ein Mann, der von sich sagt, mit beiden Beinen im Leben zu stehen, ist sicherlich in der Lage, Verantwortung zu übernehmen und einer Frau bzw. Familie materiell etwas bieten zu können und hat keine Aussteigergedanken.
Ein Mann hat diesen Satz im Profil, weil die Frau genau das lesen will.
 
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Gast

  • #20
Da muss ich jetzt aber doch noch einmal voll zustimmen. Ich finde all diese Plattitüden auch schrecklich.

...... In einem gewissen Rahmen geben sie aber natürlich schon vor, ob man wie in diesem Falle eher Realisten und Macher sucht oder Tagträumer und Lebenskünstler.
Hallo Frederika, möchte hier aber ergänzen, dass für intelligente Männer diese Phrasen keineswegs aus "Jux und Dollerei" geschrieben werden.
Die Wendung "mit beiden Beinen im Leben stehend" sowie " Pferde stehlen können" sind schon manchmal sehr wichtig. Eine beliebte Steigerung wäre "Erfolgreich mit beiden Beinen ...." sowie " ... Pferde stehlen ohne dass sie es merken". Ich glaube eine Erläuterung ist hier nicht mehr notwendig.
 
  • #21
Genau: "Ehrliche Haut sucht Frau zum Pferde stehen" - habe schon wörtlich so gelesen...

Wer Allgemeinplätze schreibt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er oder sie missverstanden wird. Ich finde solche Profile einfach uninteressant. - Und genau wie #11, jedem Menschen kann plötzlich das Leben aus den Fugen geraten, dann reißt es einem die beiden Beine weg, mit denen man vermeintlich im Leben stand.

w. 43
 
  • #22
Wenn ich das lese, muss ich immer lachen - ich stelle mir gern immer alles bildlich vor, da kommt mir spontan ein stämmiges Mannweib mit Kurzhaarschnitt und Männerhemd in den Sinn, mit strammen Waden breitbeinig dastehend, Arme in die Hüften gestemmt... sorry!

Diese Aussage entdecke ich eher bei Frauen als bei Männern - entweder sie beschreiben sich selber so oder wünschen sich einen ebensolchen Mann.
Schreiben Männer das auch 'rein? Kann mich jetzt nicht erinnern.
Finde ich jedenfalls auch gruselig und abgedroschen, genau wie oben schon genannte Phrasen "Pferde stehlen", "vorzeigbar", tageslichttauglich". Das gab es schon in Zeitungsannoncen, lange bevor Online-Dating in Mode kam. Sowas wird meist gedankenlos übernommen.

Was ich darunter verstehe:
- Es sind die Realisten, bodenständig und pragmatisch, eher die Macher als die Denker
- sie haben ihr Leben im Griff, können gut organisieren
- das Leben läuft eher konventionell ab, Arbeit, Haus, Familie und Kinder - immer der gleiche Ablauf, Urlaub, Grill- und Spieleabende mit Freunden, kaum mal spontan etwas Neues
- Gesprächsthemen drehen sich eher um Alltagsprobleme, aktuelle oder kommunale Ereignisse
- man kann mit ihnen nicht mal eben so herumspinnen oder über "abstrakte Themen" philosophieren, es bleibt kein Platz für Träume und Spontaneität
- sie kennen das Leben (wie weiter oben steht: den "Ernst des Lebens"), dadurch nehmen sie auch alles hin, es wird wenig hinterfragt - typische Aussage: "Das ist nun mal so, kann man halt nichts machen, wir Kleinen können eh' nichts dran ändern..."
- andererseits nutzen sie diese Kenntnis auch aus - bei Problemen weiß man sich gut zu helfen, oder beim Sichern von Vorteilen - wo gibt es was zu holen, wir nehmen alles mit was uns zusteht, sei es angefangen von Schnäppchen bis hin zu legalen Steuertricks.. und, sorry, Männer - das sind dann auch diejenigen die euch nach einer Scheidung bluten lassen weil sie eben ihre Rechte kennen und durchzusetzen wissen!
- allerdings nehmen sie auch die Menschen so wie sie sind, da sie eher Herz- als Kopfmenschen und eher unkompliziert sind
- mal übertrieben gesagt: mit diesen Menschen kann man keine "Revolution anzetteln"
 
  • #23
@RaMonaLisa:
Dein Beitrag hat mich fasziniert, wirklich!
Ich hielt das bislang für eine nichtssagende Platitüde, aber es könnte sich um die Charaktereigenschaft sensing (=primär Fakten wahrnehmend) handeln. Ich beziehe mich auf das MBTI-Spektrum.

Zwischen den Zeilen zu lesen, Intuition, ist deren Stärke nicht. Innovationen sind von diesem Charaktertypus wirklich nicht zu erwarten. Das, was sie können, machen sie mit hoher Gewissenhaftigkeit und auch durchaus zuverlässiger als die sogenannten Tagträumer.

Insofern sollte ich mal in mein Profil reinschreiben: Meine Traumfrau kann auch mal mit nur einem Bein im Leben stehen und fällt trotzdem nicht um. ;)
Mit Kopf- oder Herzmenschen hat sensing nichts zu tun, sondern wie Informationen aufgenommen und verarbeitet werden. Ich als Kopfmensch nehme Menschen durchaus auch so wie sie sind, aber das kann ja wie jede Selbsteinschätzung falsch sein.
m44
 
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  • #24
@15 - warum muss Mann der Frau etwas bieten können? Wenn er mit beiden Beinen im Leben steht, heißt es, er hat ein geregeltes Auskommen und kann sich selbst finanzieren. Für Frauen gilt das gleiche - sie können für sich selbst aufkommen und dann passen beide doch wunderbar zusammen...
 
  • #25
Was ich darunter verstehe:
- Es sind die Realisten, bodenständig und pragmatisch, eher die Macher als die Denker
- sie haben ihr Leben im Griff, können gut organisieren
- das Leben läuft eher konventionell ab, Arbeit, Haus, Familie und Kinder - immer der gleiche Ablauf, Urlaub, Grill- und Spieleabende mit Freunden, kaum mal spontan etwas Neues
- Gesprächsthemen drehen sich eher um Alltagsprobleme, aktuelle oder kommunale Ereignisse
- man kann mit ihnen nicht mal eben so herumspinnen oder über "abstrakte Themen" philosophieren, es bleibt kein Platz für Träume und Spontaneität
- sie kennen das Leben (wie weiter oben steht: den "Ernst des Lebens"), dadurch nehmen sie auch alles hin, es wird wenig hinterfragt - typische Aussage: "Das ist nun mal so, kann man halt nichts machen, wir Kleinen können eh' nichts dran ändern..."
- andererseits nutzen sie diese Kenntnis auch aus - bei Problemen weiß man sich gut zu helfen, oder beim Sichern von Vorteilen - wo gibt es was zu holen, wir nehmen alles mit was uns zusteht, sei es angefangen von Schnäppchen bis hin zu legalen Steuertricks.. und, sorry, Männer - das sind dann auch diejenigen die euch nach einer Scheidung bluten lassen weil sie eben ihre Rechte kennen und durchzusetzen wissen!
- allerdings nehmen sie auch die Menschen so wie sie sind, da sie eher Herz- als Kopfmenschen und eher unkompliziert sind
- mal übertrieben gesagt: mit diesen Menschen kann man keine "Revolution anzetteln"
Der Beitrag gefällt mir, da ich nach den anderen hier genannten Fakten wohl nie mit "beiden Beinen im Leben stehen" werde. Wenn ich Deine Umschreibung lese, dann will ich das vll. auch gar nicht ;)
 
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  • #26
für mich (w53) bedeutet dieser satz, daß der mann weiß was er will oder zumindest daß er weiß, was er NICHT will. das hat nichts zu tun mit einem gutgefüllten bankkonto oder einem biederen job beim finanzamt.

ein für mich (an jahren) interessanter mann ist um die 50 und ein mann in dem alter, der keinerlei vorstellungen vom leben hat, unzufrieden mit sich und der welt ist, damit kann ich nichts anfangen.

wenn er "mit beiden beinen im leben steht" .... weiß er sich selber einzuschätzen und liebt das leben.
 
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  • #27
also ich hätte gern einen Mann, der "mit beiden Beinen im Leben GEHT"

;-)
 
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Gast

  • #28
"Mit beiden Beinen im Leben stehen" heißt nichts anderes als , das man sein Leben im Griff hat und das Leben erfolgreich meistert. Und genau diesen Menschen, egal ob Mann oder Frau, wird man in den gewissen Foren oder Portalen, wo dieser Satz in den Profilen auftaucht niemals finden. WEIL der Mensch ja sein Leben im Griff hat und damit auch einen Partner hat oder mit seinem Alleinsein zufrieden ist.

Eher ist es so, das Menschen, die diesen Satz zum besten bringen, nur eigene Unzulänglichkeiten ausgleichen wollen, weil sie selbst dazu nicht in der Lage sind.

Ansonsten finde ich diesen Satz völlig unangepasst an die derzeitige Gesellschaft. Weil er auch suggeriert, das der(die)jenige ja fehlerfrei (wenn man alles im Griff hat) sein sollte. Und diesen Menschen gibt es nicht.
 
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Gast

  • #29
Das Gegenteil wäre wohl: "nichts im Leben zustande bringen" wäre Dir das lieber?
Dieser Satz bedeutet für mich, dass man bodenständig ist, seine Lebensziele erreicht hat und keine ungelösten Daueraltlasten mit sich noch herumschleppt, also sehr wohl Menschen, die beziehungstauglich sind. Und sei gewiss, wenn man mal richtig verliebt ist wird man immer Zeit für einen Partner finden, auch ein "Bodenständiger" lässt dann mal fünfe gerade sein.
 
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  • #30
Ich sage das oft und möchte damit signalisieren, dass ich kein Weichei bin, dass ich für mich selbst sorgen kann und niemanden ausnutzen möchte. Lieber FS und trotzdem wäre es schön einen Partner zu haben, mit dem man zusammen Verantwortung für das zukünftige gemeinsame Leben trägt. Lass dich davon nicht abschrecken, hinterfrage es, jeder meint das anders.
Alles Liebe