• #31
Es ist gut, sich selber gut zu kennen.
Der nächste Schritt: Im richtigen Teich angeln!
Wenn du die Matching-Punkte aufmerksam durchliest, wirst du entdecken, dass es auch eine Einstufung bzgl. Nähe-Distanz Verhalten gibt.
Wenn du die Männer danach selektieren magst, kann es sein ...
dass du lieber auf hohe MP verzichtest und dafür den Schwerpunkt der beiderseitigen Nähe wählen magst?
Probiere es doch einfach aus. Du hast jedenfalls interessante Möglichkeiten zu sortieren und zu wählen.
Es macht zwar mehr Arbeit bzgl. Profile Lesen und MP Raster zu vergleichen ... aber Menschen sind ja deine Berufung.
 
  • #32
Heißt das nun, dass ich meiner weniger bewußt bin oder in meinen eigenen Augen weniger Wert habe?
Völlig falsche Frage, Lena.
Du bist in deinen Augen genau das wert, was du dir selbst zugestehst.
Und in meinen Augen?
Machst du leider das, was viele der "niedlichen" Frauen gerne tun. Du reduzierst dich und deine Erfolge bei Männern auf dein Äusseres. Bist du wirklich nur hübsch, zierlich, langhaarig und feminin?
Mach mal was für dein Selbstwertgefühl - denn wenn du selbst dich auf deine Schönheit reduzierst, merken das die Männer. Und reagieren entsprechend.
Insofern - werde dir deiner gesamten Persönlichkeit bewusst.
 
  • #33
Natürlich bin ich das. Das ist jeder, der sich verliebt.
Bedürftig sein ist nicht verliebt sein. Bedürftig sein heißt, dass Dir dieser Mann so wichtig wird, dass Du alles mögliche akzeptierst, nur damit die Beziehung zustande kommt, und dabei Dich und Deine Werte verrätst. Damit würdest Du dieses Bedürfnis nach diesem Mann als Partner über alles stellen, was Dir sonst so wichtig ist, damit würdest Du dann nicht zu Dir selbst stehen. Damit wär Dir auch nicht bewusst, was es mit Dir macht, wenn Du so handelst, FALLS Du mit der selbstgeschaffenen Situation unglücklich wirst, dh. Dich selber verbiegen musst, damit die Beziehung bestehen bleibt. Bsp: Seitensprünge akzeptieren, obwohl es Dich immer unglücklicher und unglücklicher werden lässt. Das Schlimme dabei ist, dass man sich an vieles gewöhnt und vom eigenen Merken abkoppelt. Wie einer, der mit ner Eisenkugel am Fuß lernt rumzulaufen. Manchmal muss man leider so eine Erfahrung machen, bevor man es weiß und nie wieder will.

Wenn jemand gefestigte Werte hat, also z.B. KEINE Untreue, sonst Schluss, steht er zu allererst zu seinen Werten und sagt nicht "na auch egal, wie sehr mich das verletzt, Hauptsache, der Mann bleibt". Falls er umdenken kann, die Beziehung nicht von Lügen durchsetzt ist (also der Seitenspringer es selber erzählt hat und dadurch ein Problem der Beziehung auf den Tisch kommt), und es für ihn okay ist, kann er seinen Wert in Sachen Treue ändern, also z.B. die Beziehung öffnen. Aber Lügen z.B. sind nicht zu akzeptieren, weil dann der Fluss zwischen beiden Partnern unterbrochen wird und man nicht mehr zusammen den einst gewählten Beziehungsweg geht. Wenn es rauskommt, fällt die Illusion, dass man zusammen den Weg gegangen ist, wenn es nicht rauskommt, hat sich trotzdem einer ausgeklinkt und der andere sitzt einer Lüge auf.

War nur ein Beispiel und nicht auf Dich bezogen. Es ging mir nur darum, dass man sich durchaus schon mal was vormacht und seine eigene Motivation nicht durchschaut.
Heißt das nun, dass ich meiner weniger bewußt bin oder in meinen eigenen Augen weniger Wert habe?
Wenn einer sich sagt "so bin ich nunmal" sagt das nichts aus, aus dem man was bzgl. Selbstbewusstsein ablesen kann. Das kann der unbewussteste Mensch sein, der sich nicht mehr ändern will und jeden, der nicht wegkann, mit Nagellackthemen vollquasselt. Oder eben einer, der lieber auf ne Beziehung verzichtet mit einer begeisterungsauslösenden Person, weil er gemerkt hat, das ein entscheidender Punkt für ihn nicht lebbar ist.
Die Wertfrage stellt sich immer dann, wenn Du etwas, das Du für Dich als falsch erkannt hast, "der Liebe wegen" doch tust und versuchst, Dich so zu verbiegen, dass Du es akzeptieren könntest, was nicht funktioniert.
 
  • #34
Leider habe ich nur bei sehr wenigen das Gefühl, dass sie mein Leben bereichern könnten wie @veritar es beschreibt. Und wenn ich dann doch auf so jemanden treffe, dem ich es zutraue, ist er entsprechend wertvoll für mich (da sehr selten).
Da sprichst du mir aus der Seele - ging mir auch immer so. Das macht einen automatisch verletzlicher. Oder “bedürftiger“. Egal, wie sehr man sich selbst schätzt bzw den eigenen Wert kennt. Das ist so und ist nicht zu ändern. Ob das nun als wenig selbstbewusst interpretiert wird oder nicht. - Denkt man denn von jemandem, der tatsächlich überhaupt keine Beziehung mehr will, dass er/sie besonders selbstbewusst sei?
 
L

Lena_34

  • #35
Machst du leider das, was viele der "niedlichen" Frauen gerne tun. Du reduzierst dich und deine Erfolge bei Männern auf dein Äusseres. Bist du wirklich nur hübsch, zierlich, langhaarig und feminin?
Das ist sozusagen die Frucht meiner gesammelten Erfahrungen. Klar habe ich mehr zu bieten. Ich habe eine gewisse Bildung, sollte an sich nicht die Dümmste sein, bin meinen Freunden gegenüber sehr loyal, stehe mit beiden Beinen im Leben, bin gerade (@void) niemand, der andere verbiegen will etc. Das alles war ich auch früher. Wurde ich von der Männerwelt beachtet? Mitnichten, obwohl ich jünger war und laut dem hiesigen Credo einen so wahnsinnig hohen Marktwert hatte. Nur als Beispiel: mit 20 Jahren, ziemlich unsportlich und mit etwas "Übergewicht" (also ca. 58 kg auf 160 cm) sowie mangels Geld und Wissen nicht unbedingt schicken Klamotten wurde ich absolut links liegen gelassen.

Die Aufmerksamkeit kam mit dem durchtrainierten Optimalgewicht (also an der Grenze zum Untergewicht) und erheblichen (v.a. zeitlichen) Investiotionen ins Äußere. Einem ganz eigenen Stil, einer durchdachten Garderobe, passendem Schmuck, glatter Haut, sehr gepflegten Haaren, perfekten Zähnen etc. Nicht dass ich es für die Männer getan hätte. Es war für mich. Ich habe mir einfach einen Spaß daraus gemacht, mich optisch zu perfektionieren. Und es ist nicht so, dass die Männer, die sich nun für mich interessieren charakterlich schlechter sind als die wenigen von früher. Es sind nur eheblich (!) mehr.

@void
So weltumspannend meinte ich jetzt nicht. Nimm doch den einfachen Fall einer Frau, die nach dem 1. Date sehr angetan ist und auf den Anruf des Dates wartet (noch weit, weit weg von irgendwelchen Fragen der Treue etc.). Sie ist insofern "bedürftig", als dass sie etwas von ihm will und zwar sehr. Das Telefon klingelt und ihr erster Impuls ist es natürlich, sofort abzunehmen. Aber sie lässt es erst 3x klingeln, damit er bloß nicht denkt, sie hätte nur darauf gewartet. Schliesslich würde sie damit "bedürftig" wirken und wenig selbstbewusst. Sie handelt gegen ihren Wunsch und gegen ihr Naturell.

Ansonsten finde ich es ziemlich lustig, wenn man anderen unterstellt, sie wären sich der eigenen Motivation nicht bewusst, während es Wildfremde wissen. Und das "Erschreckende" an mir siehst du nur hier, anonym im Internet. Er wird davon ausgehen, dass ich ihn längst vergessen habe. Unsere letzte Unterhaltung habe ich beendet, weil ich zu tun hatte. Habe mich freundlich verabschiedet. Küsschen hier, Küsschen da und bin gegangen.
 
  • #36
Einem ganz eigenen Stil, einer durchdachten Garderobe, passendem Schmuck, glatter Haut, sehr gepflegten Haaren, perfekten Zähnen etc. Nicht dass ich es für die Männer getan hätte. Es war für mich. Ich habe mir einfach einen Spaß daraus gemacht, mich optisch zu perfektionieren. Und es ist nicht so, dass die Männer, die sich nun für mich interessieren charakterlich schlechter sind als die wenigen von früher. Es sind nur eheblich (!) mehr.
Tja, die Qual der Wahl - warum klappts dann dennoch nicht?
Bist du vielleicht eine kleine Perfektionistin?
Manchmal macht ein kleiner Fauxpas eine solch optisch annähernd perfekte Frau erst menschlich.
Überleg dir mal, ob du mit deinem durchgestylten Verhalten einem Mann nicht vielleicht vermittelst: Toll, du bist der 10. der heute abend anruft. Nach dem 12. gehe ich nicht mehr ans Telefon ....
Kann ein Mann DICH noch erkennen?
 
  • #37
Moin @Lena_34 ,
Sie ist insofern "bedürftig", als dass sie etwas von ihm will und zwar sehr. Das Telefon klingelt und ihr erster Impuls ist es natürlich, sofort abzunehmen. Aber sie lässt es erst 3x klingeln, damit er bloß nicht denkt, sie hätte nur darauf gewartet. Schliesslich würde sie damit "bedürftig" wirken und wenig selbstbewusst. Sie handelt gegen ihren Wunsch und gegen ihr Naturell.
das ist schön beschrieben, könnte von mir stammen. Ich selbst habe mir die Diagnose "unsicher gebunden" gestellt. Ja, eine Facette dabei ist mangelnde Selbstsicherheit ("Selbstbewusstsein" geht etwas mehr in Richtung "Selbsterkenntnis"... das meinen wir hier vielleicht nicht?), man stuft sich selbst, zum Teil gegen besseres Wissen, niedriger, unattraktiver ein, als man wirklich ist, oder als einen die anderen finden. Hat im Hinterkopf, der andere könnte denken "was für ein armseliges Würstchen, da sitzt er rum und wartet auf meinen Anruf, hat er nichts anderes zu tun, keine anderen Freunde, keine anderen Verehrerinnen, das setzt mich ja komplett unter Druck, nein danke..."

Meine Freundin ist z.B. so selbstsicher und selbstbewusst, sie würde in so einer Situation ans Telefon hechten und herausposaunen, dass sie jetzt ja schon den ganzen Tag auf den Anruf wartet und wie sehr sie sich freut. Ihr käme keine Sekunde in den Kopf, das könnte bedürftig wirken (und falls doch, lässt sie solche Kompliziertheitsgedanken offenbar nicht zu). Das finde ich sehr stark...

manchmal
 
  • #38
Offenbar weichen Deine Freunde da in ihrer Ansicht von der der Männer im Forum deutlich ab. Für mich liest sich Deine Beschreibung, insbesondere die der "anstrengenden Frauen" eher so, wie Du die männliche Sicht gerne hättest...
Lieber Lebens_Lust, 5 Herren sind sicher nicht das Gros der Männer im Forum, zudem z. B. @Tom26 auch Modeopfer, Emanzen und Jammertrinen als No-Gos genannt hat. @veritar hält eine ähnliche Liste vor.
Mein Post ist nicht mehr als das Ergebnis jahrelangen Zuhörens.
Die Ansichten mögen unter den Männern ebenso vielfältig sein, wie wenn man Frauen befragte, was sie sich unter einem "selbstbewussten Mann" vorstellen.

Aber egal, es ist wie es ist, ich habe meinen Frieden damit gemacht. So bin ich nun mal.
Ich denke, das ist völlig in Ordnung. Sich selbst bewusst zu machen, wie man tickt und was man braucht, ist doch der erste Schritt, sich einen passenden Partner zu suchen, oder?

Es gibt nur einen gewissen Punkt, an dem man hinterfragen sollte, ob die Wünsche nicht vielleicht ungesund oder destruktiv für eine Beziehung sind. Ob sie nicht eventuell einem tieferen Manko Ausdruck verleihen, das der Mann kompensieren soll. Dies zu unterscheiden erfordert sehr viel Selbstreflektion.

Ob das bei dir der Fall ist, vermag ich nicht zu sagen. Ich spreche nur ganz allgemein.
 
  • #39
Ich denke, für jeden Mann anders, weil das Wort sehr interpretierbar ist. Deshalb liste ich meine Gedanken dazu nicht auf, weil es nicht weiter bringt und nur meine subjektiven Ansichten sind so wie bei jedem hier.

Folgenden Satz von Lena fand ich interessant:

Leider habe ich nur bei sehr wenigen das Gefühl, dass sie (die Männer) mein Leben bereichern könnten wie @veritar es beschreibt.

Ich denke man muß sich erstmal selber ansehen, wie man bereichernd für seine Umgebung sein könnte. Meistens ist man als Mensch sehr langweilig und sehr viele gehen konform durchs Leben, auch wenn individuell ein paar Unterschiede vorhanden sind. Wir haben unsere Grundbedürfnisse und die führen wir nun mal aus. Das ist äußerst unspannend. Ein Freund meinte mal zu mir lapidar: Rasieren ist langweilig. Trotzdem mache ich es jeden Tag. Da ist also nichts bereicherndes. Selbst viele äußerlich spannende Menschen können in sich gesehen oder persönlich für viele andere nicht bereichernd sein, weil sie sich die meiste Zeit mit komplett langweiligen Dingen beschäftigen (müssen).

Ich schätze auch, dass man sich die Bereicherung in erster Linie bei sich selber suchen muß. Die Bereicherung, wenn ich mich mit jemanden zusammen tue, ist allenfalls, dass ich mit dieser Person sehr gerne Zeit verbringe. Es ist nicht, um noch wohlhabender zu werden (sprichwörtliche Bereicherung), irgendwelche "Projekte" abzuarbeiten, wo für die eigenen Projektionen der andere möglichst alles mit auszuführen hat, um diese abzuarbeiten oder als einzige Bereicherung man nicht alleine ist. Ein Partner kann zeitweise eine Bereicherung sein, aber er hat keine Bringschuld und wird dies die meiste zeit nicht tun.

Trotzdem hilft das natürlich nicht weiter. Man trifft im Leben nicht unendlich viele Freunde und Partner, die für einen wichtig werden. Ich schätze, um eine selbstbewußte, zufriedene in sich ruhende Person zu werden, muß man sich zuerst mit allen seinen Stärken und Macken akzeptieren. Zufrieden mit sich sein, keine überhöhten Erwartungen, weder an sich noch an seinem Umfeld. Seine Umgebung behandeln, wie man es für sich selber wünscht. Dadurch bekommt man positive Resonanz. Erst dann strahlt man Souveränität aus und wird feststellen, dass viel mehr andere Leute einen freundlich zurück behandeln und sich mit einem beschäftigen, was eine wirkliche persönliche Bereicherung ist. Daraus ergeben sich viel mehr Kontakte und eine größere Wahrscheinlichkeit, jemanden zu treffen, mit dem man gerne Zeit verbringt. Es scheint nicht so einfach zu sein: Die meisten Menschen handeln nicht danach.
 
  • #40
Die Aufmerksamkeit kam mit dem durchtrainierten Optimalgewicht (also an der Grenze zum Untergewicht) und erheblichen (v.a. zeitlichen) Investiotionen ins Äußere. Einem ganz eigenen Stil, einer durchdachten Garderobe, passendem Schmuck, glatter Haut, sehr gepflegten Haaren, perfekten Zähnen etc. Nicht dass ich es für die Männer getan hätte. Es war für mich. Ich habe mir einfach einen Spaß daraus gemacht, mich optisch zu perfektionieren. Und es ist nicht so, dass die Männer, die sich nun für mich interessieren charakterlich schlechter sind als die wenigen von früher. Es sind nur eheblich (!) mehr.
So sieht die Realität aus, und nicht anders. Innere Werte zählen zuerst mal überhaupt nicht! Das kommt, wenn, dann erst viel später. Es lohnt sich also sehr wohl, sich darüber Gedanken zu machen, wie man sich selbst stylen will. Ob perfekt/ lässig/ natürlich/ überpflegt/... Die größte Aufmerksamkeit erlangt man, wenn man sich die größte Mühe gibt. Aber: was für eine Art von Aufmerksamkeit ist das? Möchte man diese? Oder lieber weniger, dafür selbst aktiver werden und selbst jemanden aussuchen? Eine Erfolgsgarantie im Sinne einer echten Beziehung und echter Liebe gibt es nie.
 
  • #41
Selbstbewusstsein heißt also für euch Männer in etwa: Sie sollte eigentlich so sein, wie sie ist. Auch wenn sie eher zu der leiseren Fraktion gehört, aber genau dazu steht, dann ist sie trotzdem selbstbewusst.

Habe ich das richtig verstanden? (Wäre schön, wenn ihr "Ja" sagt:))

Ich habe das auch so oft "gelesen" (so ganz kommt man um so Ratgeber leider doch nicht immer rum), und ich dachte bisher immer, selbstbewusst zu sein bedeutet: Powerfrau, die weiß, was sie will, die wuppt den Laden ganz allein, die ist stark, unabhängig, immer vorn dabei, immer präsent und auffällig und so weiter und so fort ...

Etwas Stillere werden da schon mal übersehen ...
Eigentlich sind es oft die Stilleren, die das größere Selbstbewusstsein haben. Wer sich seiner Stärken und Schwächen bewusst ist, muss das nicht zwangsweise laut und präsent zur Schau stellen.
 
  • #42
Selbstbewusste Menschen sind im Reinen mit sich und den Lebensumständen. Sie hadern nicht ständig und andauernd wenn es mal keinen Partner im Leben gibt und finanziell auch nicht rund läuft. Den Partner kann man schließlich nicht herbeizaubern und gegen finanzielle Nöte gilt es etwas zu tun. Natürlich mit Verstand und meistens auch mit Erfolg. Deshalb muss Frau oder Mann nicht kriminell werden und sich auch nicht prostituieren.

Sie machen ihr eigenes Ding ohne andere zu nerven und fallen denen auch nicht zur Last.

Sie haben eine eigene starke Meinung, die sie gar nicht vehement verteidigen müssen oder wollen. Warum auch? Sie lassen sich nicht beeinflussen und schon gar nicht für dumm verkaufen.

Eigentlich ganz einfach...
 
  • #43
SB heißt auch mit Kritikfähigkeit. Es ist zB belustigend,wie hier jedes Bsp mit Ärzten als den Stars des elitepartner-Weltbildes wegzensiert wird.
Die Ärztin,die fachkulturspezifisch auf 30 Seiten promoviert,sollte sich nicht statusgeil zu sehr aus dem Fenster lehnen.
Unbegründet arrogant ,lächerlich und nicht tough.
Gleiches gilt für die vermeintlichen Großbürger,die Rechtschreibefehler suchen
 
  • #44
Deine Eingangsfrage war, was es heißt, wenn Männer schreiben "sie soll selbstbewusst sein". Jetzt habe ich den Eindruck, Du willst dem Mann diese Eigenschaften demonstrieren (EIndruck, keine Unterstellung), weil Du das Gefühl hast, er würde abspringen, wenn Du Dich so gibst, wie Du bist. Das klingt für mich wie eine weitere Optimierungssache, und auch wenn ich Dir glaube, dass Du es körper- und stylemäßig für Dich gemacht hast, denke ich hier, dass es für die Männer wäre.
Es gibt zwar Fake it till you make it und ich finde es auch gut, sich damit zu befassen, dass man z.B. nicht ans Telefon stürzt, weil das rüberkommen könnte, als hätte man nichts anderes im Leben. Also ein paar Regeln würde ich mir auch ansehen, weil wenn es alle so interpretieren und einer einen noch nicht kennt, hält man sich vielleicht besser dran. Noch besser fänd ich es, wenn man wirklich innerlich gelassener wäre, wenn man einen Mann erst einmal gesehen hat. (Das war wieder keine Unterstellung meinerseits bzgl. Deiner Person. Ich bin übrigens auch schnell begeisterungsfähig, hab aber gelernt, dass so eine Anziehung für einen fast noch unbekannten Mann nichts bedeuten muss. Der kann immer noch total unpassend sein, obwohl er gebildet ist, witzig ist, gut riecht usw.)
Allerdings seh ich es so, dass man das nicht so machen kann wie Muskeltraining und Klamottenstyle. Irgendwo bist Du ja trotzdem noch Du mit Deinen Eigenschaften. Falls das nun alles no gos wären für eine "selbstbewusste Frau" nach Definition irgendwelcher Männer, halte ich es für einen Holzweg, das alles verbergen oder "wegmachen" zu wollen, bloß damit einer dranbleibt, weil das eben doch Verbiegen für den Mann wäre. Wenn Du es für Dich lernen wolltest, echte Gelassenheit zu kriegen (ich unterstelle Dir nicht, dass Du sie nicht doch hast, es kommt für mich hier nur nicht rüber), müsstest Du Dich mit Dir befassen und mit Deiner eventuellen! Neigung, aufgrund falscher Kriterien von einem Mann zu denken, er könne eine Bereicherung für Dein Leben sein.

In Deinem anderen Thread hast Du geschrieben, dass Du alle Männer nur aus Ablenkung gedatet hast, und aber immer nur diesen Vergebenen willst. Falls Du immer noch so empfindest, steht Dir vielleicht im Weg, dass Du noch vergleichst und Dich nicht auf einen anderen Mann einlassen kannst.

Ansonsten finde ich es ziemlich lustig, wenn man anderen unterstellt, sie wären sich der eigenen Motivation nicht bewusst, während es Wildfremde wissen.
Ich wollte nicht so rüberkommen, dass ich Dir was unterstelle oder irgendwas über Dich weiß. Ich schreib Dir nur, was ich denke zu verschiedenen Punkten, und wie irgendwas auf mich wirkt, das Du geschrieben hast.
 
  • #45
Offenbar weichen Deine Freunde da in ihrer Ansicht von der der Männer im Forum deutlich ab.
Sehe ich eigentlich nicht wirklich. Klar, Details sieht jeder anders, je nach dem, wo er selbst steht. So wird den überzeugten Veganer eine Veganerin nicht stören .....
Formulierungen oder die Nomenklatur unterscheiden sich manchmal, aber der Grundtenor ist zumindest sehr ähnlich.
Dass eine selbstbewusste Frau sich ihrer Selbst (Stärken, Schwächen, Wünsche , Ziele, Fehler und Fähigkeiten) bewusst ist, gehört für mich dazu - ist aber nicht wirklich alles.
Und das Fazit - ja, für uns Männer ist meistens eine Frau angenehmer, mit der wir sprechen können wie mit anderen Männern. Ganz einfach, weil Andeutungen zu interpretieren bei Mann wie Frau viel zu viele Fehlerquellen bietet, um diesen Kommunikationsstil wirklich tagtäglich ertragen zu können.
 
L

Lena_34

  • #46
Danke allen nochmal für die Antworten.

Man mag es kaum glauben, aber diese Frage habe ich "einfach so" gestellt, ganz ohne Selbstoptimierungsabsichten und auch ohne welchem Mann auch immer speziell gefallen zu wollen.

Man liest das einfach so häufig, aber wie man hier sieht, versteht jeder etwas völlig anderes darunter. Teils wurden hier Dinge zur Sprache gebracht, an die ich nie gedacht hätte, z.B. die Einstellung, die die Frau zum Feminismus hat oder wie man mit finanziellen Engpässen umgeht.

Was besonders häufig vorkam, war die Definition des Wissens um die eigenen Stärken, Schwächen, also im Grunde eine umfassende Reflexion über sich selber als Person. Finde ich sehr interessant. Aber in RL habe ich das nie festgestellt, dass jemand Wert darauf legte. Anziehend wirkt ein unkomplizertes, freundliches Wesen und ein möglichst gutes Aussehen (was nicht mit Model-like gleichzusetzen ist).


@Tom26
Kleine Rückfrage zur Kommunikation mit der selbstbewussten Frau, die dann wohl wie die mit einem Mann wäre. Klar und ohne Andeutungen. Was wollt ihr Männer uns selbstbewussten oder weniger selbstbewussten Frauen eigentlich mitteilen, wenn ihr in Andeutungen oder unklar kommuniziert? Spricht das dann für einen Mangel an Selbstbewusstsein bei euch?
 
  • #47
ja, für uns Männer ist meistens eine Frau angenehmer, mit der wir sprechen können wie mit anderen Männern
Du meinst ja das Vermeiden von Missverständnissen, und ich denke schon, dass es auch Männer gibt, die das so sehen. Aber verallgemeinert auf alle Männer muss ich das strikt verneinen. Ich kenne das anders. Männer sprechen nicht mit Frauen wie mit anderen Männern, also nicht "augenhöhig". Das ging von Belehren und Bewerten des von der Frau Gesagten, statt auf die Argumente einzugehen oder es einfach als Smalltalkinfo zu nehmen, bis zu extrem unlogischen Aussagen, bloß um Recht zu behalten. Meine Erfahrung ist auch, dass sie nicht haben können, wenn Frauen mal mit ihnen in der selben Art sprechen, wie sie sich immer äußern, und das nicht mal von erhöhtem Standpunkt aus, sondern von gleich zu gleich. Frauen sollen einfühlsamer, nachsichtiger sein, mehr diplomatisch. Hast Du auch selbst irgendwo mal geschrieben. Klare Aussagen von einer Frau werden durchaus von manchen als anmaßend empfunden, insbesondere, wenn es um Kritik am Mann geht und da nicht erst so eine weibliche Schwurbelei mit Augenaufschlag kommt und "Du, Schatz, ähm ..." und so eine halbe Entschuldigung, dass man jetzt was Kritisches sagt. Und man kann es sich ja nicht aussuchen, also mal soll die Frau so reden und mal so. Eine, die Klartext redet, ist nicht an anderer Stelle diplomatisch umschreibend und "weich", um den Mann zu schonen.

Meine Erfahrung ist: Klare Ansagen in "Männerton" beinhaltet die Selbstbewusstseindefinition für Frauen eher nicht, wenn man manche Männer erlebt.
 
  • #48
@Tom26
Kleine Rückfrage zur Kommunikation mit der selbstbewussten Frau, die dann wohl wie die mit einem Mann wäre. Klar und ohne Andeutungen. Was wollt ihr Männer uns selbstbewussten oder weniger selbstbewussten Frauen eigentlich mitteilen, wenn ihr in Andeutungen oder unklar kommuniziert? Spricht das dann für einen Mangel an Selbstbewusstsein bei euch?
Guten Morgen Lena,
ich kann auch nicht für alle Männer sprechen.
Teilweise kann es schon sein, dass Männer auch wenig selbstbewusst im Sinne von "Ich treffe klare Ansagen und stehe auch dazu" sind.
Meine Generation hat ausserdem noch gelernt, Frauen mit Rücksicht, Vorsicht und Höflichkeit zu behandeln.
Je nach Frau versuchen es Männer auch mal in kompliziert, weil die Frau klar und einfach nicht verstehen mag. (Kannst du hier immer wieder nachlesen).
Manche Männer können es auch einfach nicht besser oder sind selbst nervös.
Du siehst, den einen Grund gibt es nicht.
Und zu deinen Anmerkungen - ja, wir Männer freuen uns über hübsche und attraktive Frauen. Sehen aber eher das "Gesamtpaket" als die Details in ihrer Fülle. Und wenn zu viel an deinem Verhalten künstlich durchgestylt ist, dann sehen viele Männer einfach, dass "da was nicht stimmt". Vermuten Mogelpackung und gehen wieder.
 
  • #49
Jetzt habe ich den Eindruck, Du willst dem Mann diese Eigenschaften demonstrieren (EIndruck, keine Unterstellung), weil Du das Gefühl hast, er würde abspringen, wenn Du Dich so gibst, wie Du bist. Das klingt für mich wie eine weitere Optimierungssache, ...
Auch mein Eindruck ist, dass es bei manchen Fragen hier (und diese zählt definitiv dazu!) darum geht, wie man sich verhalten soll, damit der andere einen guten Eindruck bekommt. Das kann man machen, aber es widerspricht natürlich gerade beim Thema "Selbstbewusstsein" eigentlich nicht unbedingt dem Sinn der Sache. Wenn ich mir bewusst werde, dass ich Eigenschaften habe, an denen ich was ändern möchte und das tue, dann passt das. Wenn ich mich so ändere, dass ich anderen gefalle, dann bringt das als "Fake" wenig.
 
  • #50
Nach schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit hatte ich mich zur Zeit meiner Suche beim Kennenlernen immer als fröhliche, lebendige, charmante, leider aber auch äußerst eigenwillige und kratzbürstige Frau präsentiert. Das hilft sehr und trennt schnell die Spreu vom Weizen, ich kann das Vorgehen nur empfehlen. Die Männer, die am Ball geblieben sind, waren einen zweiten Blick wert.
 
  • #51
@Tom26
Kleine Rückfrage zur Kommunikation mit der selbstbewussten Frau, die dann wohl wie die mit einem Mann wäre. Klar und ohne Andeutungen. Was wollt ihr Männer uns selbstbewussten oder weniger selbstbewussten Frauen eigentlich mitteilen, wenn ihr in Andeutungen oder unklar kommuniziert? Spricht das dann für einen Mangel an Selbstbewusstsein bei euch?
Ich will mal anstelle/in Ergänzung zu @Tom26 antworten:

Hier liegt ein Denkfehler vor.
Gerade mit selbstbewußten Frau in einer Partnerschaft kann man ohne größere Bedenken Andeutungen und Zweideutigkeiten machen, OHNE großen Beziehungsschaden zu befürchten, eben gerade weil die Frau nicht zuerst an sich zweifeln wird, sondern eine Zweideutigkeit als solche erkennen und lachen oder anderweitig positiv reagieren wird.

Eine sich realistisch einschätzende Frau, die sich ihrer also tatsächlich selbst bewußt ist, wird z.B. wegen einer Neckerei über ihre Figur keinen Beziehungskrieg anfangen, sondern eventuell in gleicher Manier kontern.
Nur wer sich seiner nicht selbst bewußt ist, wird hinter jeden Satz einen Angriff auf die eigene, ohnehin schon als schwach vermutete Position sehen.
Eine Frau mit, vom Reellen abweichenden Selbstwertgefühl wird daher immer am Kämpfen sein, weil nach ihrer Meinung ihrem eigenen Wert nicht genügend gehuldigt wird.
Eine reeles Selbstwertgefühl gründet immer auf der Anerkenntnis dessen, was ist.

Beispiel: Eine Frau, die von sich weiß und es intellektuell akzeptiert hat, daß ihre Figur etwas mehr Sport (ihr Intellekt etwas mehr Bildung, ihre äußere Erscheinungsform etwas mehr liebevolle Sorge) vertragen könnte, wird sich über eine etwaige Bemerkung in dieser Hinsicht nicht echauffieren.
Eine Frau, welcher diese Einsicht fehlt, wird einen Kampf um die alleinige Geltung ihrer Sicht anfangen.

Fazit: Ein reeles Selbstwertgefühl bei Frauen (und Männern) ist der Garant dafür, daß Auseinandersetzungen nur über tatsächliche, nicht aber über unsinnige, fiktive Probleme statfinden. Folge ist eine entspanntere Beziehung.
 
  • #52
Danke allen nochmal für die Antworten.

Finde ich sehr interessant. Aber in RL habe ich das nie festgestellt, dass jemand Wert darauf legte. Anziehend wirkt ein unkomplizertes, freundliches Wesen und ein möglichst gutes Aussehen (was nicht mit Model-like gleichzusetzen ist).
Meine Erfahrung im RL ist eine andere, übrigens geteilt mit einigen guten Freundinnen. Unkompliziert und freundlich wird sicherlich schneller kontaktiert, es schwindet aber auch schnell wieder das Interesse. Was das gute Aussehen anbelangt, hast Du allerdings recht. Das liegt aber sehr wahrscheinlich an unseren immer noch vorhandenen Steinzeit-Genen ;-)
 
  • #53
Beispiel: Eine Frau, die von sich weiß und es intellektuell akzeptiert hat, daß ihre Figur etwas mehr Sport (ihr Intellekt etwas mehr Bildung, ihre äußere Erscheinungsform etwas mehr liebevolle Sorge) vertragen könnte, wird sich über eine etwaige Bemerkung in dieser Hinsicht nicht echauffieren.
Seh ich auch so, kommt aber auch drauf an, wie der Mann das sieht und was er der Frau vermittelt hat. Wenn er sie so, wie sie ist, sexy findet, nicht der Meinung ist, sie müsste was an sich ändern, und das auch glaubhaft vermittelt hat in verschiedenen Lebenslagen, wird die sb-Frau, wenn er so eine Bemerkung macht, sich nicht angegriffen fühlen. Aber wenn die Neckerei eher ein Spitzenschmeißen oder noch mal in der Wunde bohren ist, dann ist ein Kontern von ihr kein Zeichen mangelnden Selbstbewusstseins, sonder entweder ne Retourkutsche, weil der Mann vielleicht auch nicht gerade muskulös ist, oder eine Abwehr eines Nicht-Scherzes, der so tut, als sei er einer. Wobei ich mich dann aber auch frage, warum eine selbstbewusste Frau mit einem Mann zusammen ist, der sie kleinmachen muss durch Sticheleien.

Wenn ich mich so ändere, dass ich anderen gefalle, dann bringt das als "Fake" wenig.
Genau. Dann wird das exakt das Gegenteil von selbstbewusst.
 
L

Lena_34

  • #54
@veritar

Also wie jetzt? Mann/Frau darf (um authentisch zu bleiben) nur so viel Selbstwertgefühl haben, wie reel da ist? Woran will man das denn messen?

Beispiel: Eine Frau, die von sich weiß und es intellektuell akzeptiert hat, daß ihre Figur etwas mehr Sport (ihr Intellekt etwas mehr Bildung, ihre äußere Erscheinungsform etwas mehr liebevolle Sorge) vertragen könnte, wird sich über eine etwaige Bemerkung in dieser Hinsicht nicht echauffieren.
Eine Frau, welcher diese Einsicht fehlt, wird einen Kampf um die alleinige Geltung ihrer Sicht anfangen.
Ist es nicht genau umgekehrt herum?

Eine Frau mit wenig Selbstbewusstsein (im Sinne von Unsicherheit und einem geringen Selbstwertgefühl) wird sich durch deine Bemerkungen unter Umständen sehr getroffen fühlen, gerade weil sie weiß, dass da ein Körnchen Wahrheit dran ist, sie den Umstand aus welchen Gründen auch immer bisher nicht ändern könnte. Deswegen wird sie sich auch nicht echauffieren, sondern nachts ins Kissen weinen und keine Lust auf Sex mit dir haben.

Eine 130-kg-Frau, die viel Selbstbewusstsein (sie nimmt sich so an wie sie ist und mag sich) hat, wird dir aber was erzählen, wenn du auch nur den Versuch startest, sie verbal zu deklassieren.
 
  • #55
Eine sich realistisch einschätzende Frau, die sich ihrer also tatsächlich selbst bewußt ist, wird z.B. wegen einer Neckerei über ihre Figur keinen Beziehungskrieg anfangen, sondern eventuell in gleicher Manier kontern.
Nur wer sich seiner nicht selbst bewußt ist, wird hinter jeden Satz einen Angriff auf die eigene, ohnehin schon als schwach vermutete Position sehen.
Huch! Also in etwa folgender Dialog:

Er, neckend: Ui, Schatz, warum hast du denn den Rettungsring schon angezogen, wir sind noch nicht im Urlaub?
Sie, mit kokettem Lächeln: Ach weisst du, mein Süsser, ich muss doch deinen nicht mehr vorhandenen Po kompensieren!

"Neckereien" übers Aussehen sind nicht lustige Witzchen, sondern Unverschämtheiten. Und sie führen mit Garantie dazu, dass mit Beleidigungen zurückgeschossen wird. Was für eine Beziehung, wenn man sich gegenseitig seine Makel um die Ohren knallt... Ich hatte mit allen meinen Männern die (stillschweigende) Übereinkunft, dass wir nur das sehen und kommentieren, was uns aneinander gefällt. Fand ich von meinen Männern immer ausgesprochen charmant.

Aber nun zum Thema Selbstbewusstsein: Selbstbewusstsein hat für mich viel mit Mut zu tun. "Mut ist das einzige Mass im Leben" (Kierkegaard). Ein so geiler Spruch, dass er einer meiner Lieblingslebensmaximen ist.

Frau 50
 
  • #56
... leider aber auch äußerst eigenwillige und kratzbürstige Frau präsentiert. Die Männer, die am Ball geblieben sind, waren einen zweiten Blick wert.
Du erreichst so sicher, dass viele Männer flüchten. Darunter sind vermutlich die, die nicht bereit sind, sich auf eine Frau einzustellen. Es sind wohl auch die darunter, die nur "was schnelles" suchen. Ich befürchte aber, Du wirst auch nicht wenig vergraulen, die eben auch problemlos eine Frau finden, die nicht "kratzbürstig" ist. Und wenn Du nicht wirklich so bist, was bringt es, diese zu vergraulen? Du verkleinerst auch Deine Auswahl unnötig und für eine pauschal gute Vorgehensweise halte ich das nicht.
 
  • #57
Bei den verschiedenen Antwort hier und dem Versuch mich persönlich einzuordnen, springe ich von einer Schublade in die nächste.

Ich habe eindeutig das Bewusstsein für mich selbst, dass mir als Frau Selbstbewusstsein fehlt.

Die Erziehung mit dusselige Kuh habe ich überwunden, ich bin ausreichend intelligent. Ich stehe gerade in einem Leben welches ich ohne männliche Hilfe geleistet habe. Kumpelhaft kann ich und mit Männern reden, gerade heraus auch.
Charakterlich und als Mensch kann ich mich gut leiden.

Rein als Frau ist meine bewusste Schwäche aber dass ich: manchmal so wanke und verdammt gerne mal auf den Schoss wollte.
Und ich mich noch nie toll fand.
Ich war und bin nicht in der Lage auf meine Wirkung zu achten und großartig da extrem positiv aufzubauen.
Und das meine ich nicht jammernd...
Ich war in der Schule wohl extrem begehrt...Habe ich 0 wahrgenommen und auch heute wenn ich weggehe, merken meine Freundin interessierte Blicke an mir, nur ich nicht.

Für meine Partnerschaft und nur da heißt es: manchmal bin ich unsicher und klein und muss durchgelobt werden.

Was heißt es jetzt ...Selbstbewusst weil ich ein Bewusstsein für meine Schwäche habe? Selbstbewusst weil ich gerade stehe? Oder nicht Selbstbewusst, weil ich mich nicht für Gottes Gedchenk an die Männer halte und kleine Bestätigungen brauche?
Ich denke Schwachstellen haben alle und wirklich definieren kann das doch keiner.
 
  • #58
Ich habe eindeutig das Bewusstsein für mich selbst, dass mir als Frau Selbstbewusstsein fehlt.
Aus meiner Perspektive hast Du das Selbstbewusstsein, dass Dir Selbstwertgefühl fehlt. Das sind auch nicht nur andere Worte, sondern der Kern dessen, was hier mehrere Männer schreiben (und manche Frauen nicht hören wollen oder unterscheiden).
Du bist Dir bewusst, dass Dir Selbstwertgefühl fehlt. Das ist Voraussetzung dafür, damit umzugehen. Warum nicht dazu stehen, dass du manchmal "durchgelobt" werden musst? Ich finde es toll, dass Du das erkennst und dazu stehst!
 
  • #59
Ehrlich? Es ist mir egal, was "die Männer" unter Selbstbewußtsein verstehen oder nicht und ich hoffe sehr, dass es ihnen auch egal ist, was ich umgekehrt darunter verstehe. Ich bin ich, präsentiere mich so wie ich bin und dann heißt es ganz einfach take it or leave it. Das heißt nicht, dass ich irgendjemanden schlecht oder respektlos behandle, im Gegenteil. In der Vergangenheit habe ich mich bewusst klein gemacht und mein Licht in jeder Hinsicht unter den Scheffel gestellt, alles relativiert, was an mir gut war bloß damit sich mein Gegenüber nicht schlecht fühlt mit mir. Also in allen Lebensbereichen. Habe mich in Gesprächen bewusst mit Argumenten zurück gehalten und eben in Kauf genommen, dass der andere denkt, ich blicke nicht durch. Hauptsache, dem anderen ging es gut.
Heute behandele ich nach wie vor niemanden schlecht und werde es nie tun aber ich achte auf mich und auf das, was für mich und mein gutes Gefühl gut und richtig ist. Der Rest ergibt sich dann von selbst - es passt oder es passt nicht. Aber ich tue nichts, was meinem Innersten widerstrebt. Ich bin zu alt für diese Art von Zeitverschwendung und um mich selbst zu verletzen. Niemandem muss ich etwas beweisen. Auf diese Weise schließe ich am ehesten diejenigen aus, die mich als Therapeutin oder als Blitzableiter für ihren angestauten Frust missbrauchen wollen, egal ob bewusst oder unbewusst.
Als ich Teenager und junge Frau war hat mein Vater mir immer gesagt, ich soll mich darauf gefasst machen, dass ein Mann mich nur nehmen würde wenn ich ihm nützlich bin aber nicht aus Liebe. Diese Rolle hatte ich verinnerlicht. Jetzt habe ich keine Lust mehr, "nützlich" zu sein. Und wer meint, mir böse Spitzen an den Kopf werfen zu müssen, um sich selbst besser zu fühlen, der ist raus. Ob er dann sagt, ich sei schwierig weil ich mich nicht beleidigen, belügen oder betrügen lasse, auch das ist mir egal.
Ich setze für die anderen den Maßstab an, den ich für mich selbst setze, wie ich andere behandele. Ganz einfach. Ich möchte einen Mann, der zu sich selbst stehen kann und es nicht nötig hat, seinen Selbstwert auf Kosten anderer zu polieren. Wenn ich den nicht finde bleibe ich alleine. Alles steht und fällt für Männer und für Frauen mit dieser Entscheidung - kann ich auch alleine sein oder nicht. Meine persönliche Meinung.
 
  • #60
Ich habe eindeutig das Bewusstsein für mich selbst, dass mir als Frau Selbstbewusstsein fehlt.
Seh ich wie @Lebens_Lust : Wenn, dann Du bist Dir bewusst, dass Dir das Selbstwertgefühl fehlt. Klang für mich aber nicht so.
Ich finde es normal, dass man seine Momente hat, in denen ein liebender Partner was Positives sagt. Wer zweifelt denn nie an sich? Aber wenn man keinen Partner hat, muss man ja auch damit fertig werden, dass niemand was Positives sagt.

Wenn das Selbstvertrauen irgendwann da ist, kann man trotzdem gut finden, was man macht, weil es einem selbst gefallen hat. Kritik kann man trotzdem annehmen, aber dann echte. Kein Runterziehen mehr, dass einer nichts anfangen kann mit deiner Sache oder sich gerade abreagieren muss und du seine Meinung wichtiger findest als deine. Es ist doch für manche nichts befriedigender, so eine positive Erwartung richtig schön zu enttäuschen. Man kann sehen, wie der andere zusammenfällt.

Es ist verlockend, nicht zu lernen, sich Stärke und Selbstvertrauen zu geben, wenn man schon lange einen Partner hat, der das gibt.
Ich denke, viele sind ohne das aufgewachsen. Wenn einer nichts sagt, ist es in Ordnung, ansonsten wird rumgenörgelt, kritisiert, runtergemacht, vielleicht noch "bessere" Leute als Beispiel hingestellt.
Naja. Sind Menschen, die von sich sagen, dass sie sich toll finden, denn "selbstbewusst" bzw. haben sie Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl? Ich hab mir das auch schon gesagt, aber das war eher ein Konter gegen das aufkommende Gefühl aus der Vergangenheit, weniger wert zu sein als andere Menschen, weil so viel an mir angeblich falsch war. Ich bin ich. Ich versuche nicht mehr, mich für irgendwas oder irgendwen zu verbiegen. Ob ich mich toll finde, die Frage stellt sich mir nicht. Ich finde andere Leute toll bzw. das, was ich von ihnen sehen kann, und versuch mir dann, ne Scheibe davon abzuschneiden. Das geht nicht immer, weil die ja ne ganz andere Vergangenheit haben als ich, aber vielleicht habe ich etwas, das mir an ihnen gefällt, auch in mir, und lass es nur nicht so stark werden, weil ich in meinem Umfeld genau das verstärkt wahrnehme, was mich in einem anderen, mich vielleicht selbst hemmenden Wesenszug bestärkt, der durch mein Umfeld in der Kindheit stärker ausgeprägt wurde als das andere.

Man sollte schon die Menschen um sich haben, die einem selbst das Gefühl geben, man sei toll in irgendeiner Weise. Oder keine. Weil die anderen Negativen auch bloß ihre Meinung haben, vielleicht sogar ein Minderwertigkeitskomplex-Kompensationsprogramm für ihr Ego fahren und deswegen negativ zu dir reden. Sie gönnen dir nicht das positive Lebensgefühl, das du kriegen könntest, denn sie haben es selbst auch nicht.

Also es ist alles nur ne Meinung von anderen, aber die positive fühlt sich besser an.