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  • #1

Was bedeutet gläubig, aber nicht religiös?

Wenn jemand über sich schreibt, er sei gläubig, aber nicht religiös. Was bedeutet dies? Heisst dies er praktiziert den z. B. christlichen Glauben nicht? Aber glaubt an Gott? Oder kann dies sehr unterschiedlich aussehen?
 
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  • #2
Diese Aussage würde ich tendenziell eher so deuten, dass diese Person zwar an Gott glaubt, jedoch keiner spezifischen Glaubensrichtung (ergo Kirche) angehört.

Die Person übt den Glauben einfach für sich selber aus.
 
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  • #3
Das kann bedeuten, dass er oder sie keiner bestimmten Religion bzw. Religionsgemeinschaft angehört, aber an Gott glaubt und einen ganz persönlichen inneren Weg geht.

Einfach fragen. Ist doch ein guter Einstieg. Da kannst du einiges über einen Menschen erfahren -
sein Wertesystem vielleicht, was ihm im Leben wichtig ist, was Partnerschaft für ihn bedeutet etc.
 
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  • #4
Genau. Er glaubt an eine höhere Macht, ordnet sich aber keine Religionsgemeinschaft und deren Grundsätzen unter.
 
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  • #5
Gläubig = von der Existenz einer höheren Macht überzeugt.
Religiös = einer Kirche zugehörig und deren Auffassung teilend.
 
  • #6
Er glaubt daran, aber z.B. besucht keine Gottesdienste, etc. - Oder ist sogar kein Mitglied einer Kirche/Konfession,
Oder er glaubt an eine höhere Macht, aber nicht so, wie die versch. Religionen es formulieren.
 
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  • #7
natürlich! Ich bin auch gläubig, heißt, ich glaube an unseren Gott Jesus christus, renne dafür aber nicht Sonntags zum 'Gottesdienst. Gläubig heißt wirklich eine Beziehung zu Gott zu pflegen(im Gespräch sein, sich mit allem an ihn zu wenden), ohne andere zu nerven und es großartig nach außen zu tragen. Viele Pharisäer laufen Sonntags scheinheilig in die Kirche und glauben ach so fromm zu sein.

w44
 
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  • #8
Das heißt, dass man (an welchen Gott auch immer) glaubt, sich aber nicht unbedingt einer bestimmten Religion zurechnet und dementsprechend auch keine Kirchen u.ä. besucht.
 
  • #9
Der Glaube bezieht sich auf Gott.
Religion ist das was die Menschen daraus gemacht haben.

Sprich die Bibel kann man lesen, glauben, aus ihr lernen und nach den Lehren Leben das alles fällt unter glauben.

Aus dem gelesen kann man Dinge ableiten, in dem man Dinge interpretiert zb. Jesus hat keine Frauen berufen schluss der kath.Kirche er wollte keine Frauen als Prister -> keine Pristerinnen. Es gibt in der Bibel kein Weihnachten an keiner Stelle feiert Jesus Geburtstag.
Das ist Religion.
 
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  • #10
Dem nicht religiösen oder nicht gläubigen Menschen wird ja gerne unterstellt, daß ihm Ethik und Moral, wie sie von den christlichen Kirchen propagiert werden, am Allerwertesten vorbei gehen. Andererseits sind Gottesdienstbesuch und zum Kreuz Beten auch nicht jedermanns Sache. Insofern halte ich „gläubig“ für eine Umschreibung, die beide Extreme ausschließt.
 
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  • #11
religiös = Mitglied einer Religionsgemeinschaft
gläubig = meint die Akzeptanz persönlicher Überzeugungen und Schlussfolgerungen, die aber nicht logisch zwingend oder beweisbar sein müssen im Sinne einer naturwissenschaftlichen Begründung. Bei spirituellen Überzeugungen ist das in aller Regel der Fall (z.B. Glaube an ein Jenseits oder Wiedergeburt).

Ethik und Moral haben damit zunächst gar nichts zu tun, denn das sind Normen und Vereinbarungen innerhalb von Gesellschaften oder Gemeinschaften, die sich allerdings z.T. auf spirituelle Wurzeln beziehen.
 
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  • #12
Gläubig = von der Existenz einer höheren Macht überzeugt.
Religiös = einer Kirche zugehörig und deren Auffassung teilend.
meiner Meinung nach trifft diese Interpretation zu.

obwohl ich mit 24 Jahren aktiv aus der katholischen Kirche ausgetreten bin, kann ich mich trotz meiner sehr pragmatischen und wissenschaftlichen Denkweise nicht ganz davon befreien, dass es eventuell eine höhere Macht gibt.
auch wenn sich das ganze auch auf rein mathematischem Wege (Wahrscheinlichkeitsrechnung) ganz leicht erklären lassen würde, so hat meine Auffassung von "realistischer/praxisorientierter" Wahrscheinlichkeit gewisse Grenzen.
und an die Stoße ich, wenn ich mir klarmache, wieviel Glück ich in meinem Leben schon hatte.

ich bin also "zweifelnd/vorsichtig gläubig", aber keinesfalls religiös.

zur Kirche sage ich nur: wenn man nix gutes sagen kann, sagt man besser gar nichts ;)
 
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