• #31
Hahahaha, na damit dürfte er die allermeisten Frauen wohl verprellen.
Grins ... darum hat V mich sofort gefragt, ob ich gerne lese. Weil sie es hasst, dabei ständig gestört zu werden.
Es kann also auch eher positiv bewertet werden .....
Und ich mag, dass ich weder beim Lesen noch beim Arbeiten gestört werde.
Auch hier - man muss das passende Pendant finden
 
  • #32
Mir hat mal einer, der was von mir wollte, ganz kokett gesagt, er sei manchmal ein "kleiner Langweiler". Dann säße er in seinem Sessel und gäbe auf unbestimmte Zeit plötzlich keine Antworten mehr und würde von sich aus auch nichts mehr sagen.
Bei solchen verharmlosenden Untertreibungen wäre ich ein wenig alarmiert. Er ist natürlich ein gaanz kleiner Langweiler. Das ist so, als wenn ein Psychopat von sich sagt, er sei manchmal etwas schwierig. Diese Leute wissen ganz genau, wo bei ihnen der Schuh drückt, und drücken es dann so aus. Dann besser Klartext als Scheibchentaktik. Irgendwann kommt es raus und dann aber in vollem Ausmaß.

Kommt auch darauf an, wie jemand so etwas sagt. Wirkt er dabei sehr ernst und schaut einem tief in die Augen, senkt die Stimme, schweigt danach noch einen Moment bis es nachwirkt, oder bleibt er in heiterer Stimmung, während er das sagt, und wirkt dabei selbstbewußt und nicht etwa angespannt.

Es gibt hier unterschiedliche Auffassungen, aber ein vollkommener Narzisst ist in der Regel nicht so selbstkritisch. Solche Leute halten sich für vollkommen und wollen sich bei der Außendwelt ebenso verkaufen. Die denken nicht im Traum daran, sich über die eigene Person negativ zu äußern, es beschädigt die Wirkung.

Wenn man das Schwierige mit der Lupe suchen muss, kann es so schlimm nicht sein. Die Zeit wird es zeigen.
 
  • #33
Was ist schwierig? Bei extremen Dingen wie Narzissmus und Eifersucht, kann man sich ggf mehrheitlich einig sein.
Bei anderen Dingen ist es doch subjektiv.
Mein Exfreund fand mich schwierig, weil ich emotional bin und eine gewisse Nähe brauchte. Er fand mich etwas klammrig, weil ich nicht Happy war, sich mal 3 Wochen nicht zu sehen oder er schlecht nette Dinge sagen konnte. Er fand mich einfach, weil ich wie er spontan und unternehmungslustig war. Keine regelmäßigen Wochenenden auf der Couch.
Womit ich wieder schwierig wäre, für einen couchpotatoe.

Mein Exmann war mir viele Jahre allerdings so ähnlich, dass ich in den Punkten für ihn gar nicht schwierig war

Und nun?
Frag ihn oder warte ab;-)
 
  • #34
Verbringe Zeit mit ihm und sehe ob deine Befürchtungen wahr werden oder nicht. Falls nicht kannst du das Verhältnis abbrechen ohne dem ganzen emotionalen Chaos, da er dir ja schon vorhinein sagt er ist nicht einfach
 
  • #35
Da diese Aussage derart unbestimmt ist, kann man wohl unzählige Aspekte in sie hineininterpretieren. Ich würde schlicht und einfach dazu raten, diesen Mann ganz konkret zu fragen. Mit seiner Aussage hat er Ihnen ja den Steilpass dazu geradezu frei Haus geliefert. Ich hätte da gleich ganz konkret nachgehakt.

Psychologisierende bzw. pathologisierende Deutungen (Narzissmus usw.) halte ich für abwegig und nicht zielführend. Solche Diagnosen sollten nur von Fachleuten gestellt werden.
 
  • #36
Aber welche Frau möchte den einen einfachen Mann als Partner.
Ich. Also einfach in sofern, dass er mit sich im Reinen ist, keine offenen Rechnungen mit anderen Frauen hat, kein Kleinmachen der Partnerin braucht, um sich gut zu fühlen, keine Machtspielchen, keine Manipulationen usw..

Was sollte an einem schwierigen Mann interessant und begehrenswert sein ... Dass frau sich beweisen kann, dass sie es schafft, sein Herz zu erobern, sein Vertrauen zu bekommen und seine Macken zu kurieren durch Aufopferung? So "der Mann als Trophäe aus dem seelischen Kuriositätenkabinett"?
 
  • #37
Ich habe tatsächlich mal gelesen, man solle von einem Mann, der sich selbst als schwierig bezeichnet, die Finger lassen. Man sei ja keine Therapeutin.

Im Fall meines Exmannes hätte ich das berücksichtigen sollen. Er sagte mir das auch zu Beginn, konnte aber nicht sagen, in welcher Hinsicht. Das macht für mich den Unterschied. Wenn jemand sagt, er sei schwierig beim Essen, im Urlaub, beim Klamottenkauf, eweil sein Job an erster Stelle steht etc. so sind das klar umrissene Bereiche, und man kann sich überlegen, ob man damit klarkommt. Aber was bedeutet ein schwammiges allgemein schwierig sein?

Bei meinen Ex bedeutete es Nörgelei, nichts recht machen können, verbale Angriffe unter der Gürtellinie, Aggression, etc. Und ich befürchte, wenn ein Mann nur sagt, er sei schwierig, ohne zu sagen wo genau, hat er immer eine Ausrede parat für schlechtes Verhalten.
 
  • #38
So Mancher, der sich aks einfach bezeichnet, zeigt sich dann
Als einfach gestrickt, mit einem gleichförmigen Leben, engem Horizont und kleinem Denken.

Das Gegenteil von einfach ist nicht unbedingt schwierig.

W,50
 
  • #39
Aber welche Frau möchte den einen einfachen Mann als Partner.
Ich und zwar sowas von ganz unbedingt, das kann sich kaum jemand vorstellen. Ich nutze meine Energie gern für etwas anderes als für einen "schwerigen Partner". Was immer schwierig beinhalten mag, es klingt in meinen Ohren nicht erfreulich.

Erst wenn der Partner schwierig wird, dann ist er interessant und nicht vorher.
Stimmt nicht. Mein Mann ist sowas von "unschwierig" und so interessant im positiven Sinn.
Wenn er schwierig würde, dann würde ich das zwar auch interessant finden, aber eben im negativen Sinn. Sorry, aber da kann ich mein Leben besser verbringen, als mich mit einem schwierigen Mann rumzuärgern.

Das hat aber wohl damit zu tun, dass ich mein Leben mit Inhalten füllen kann und mir nicht irgendwas an künstlicher Spannung konstruieren muss, um überhaupt Lebensinhalt zu haben, wo dann permanenter Kampf mit dem Partner beser zu sein scheint, als an seiner eigenen Phantasielosigkeit und seinem Desinteresse zugrunde zu gehen.

Das Gegenteil von einfach ist nicht unbedingt schwierig.
Wenn sich selber jemand als schwierig bezeichnet, dann wird er wohl entsprechende Rückmeldungen von anderen Menschen bekommen oder sich selber so erlebt haben. Ich verstehe unter schwierigen Menschen Streithammel, Prinzipienreiter, immer auf Konfrontationskurs, egal worum es geht, d.h. schwierig im Umgang mit allen Menschen. So habe ich Menschen erlebt, die damit kokettierten, schwerig zu sein.

Mich selber nehme ich nicht als einfachen Menschen wahr - aber auch nicht als schwierig. Das hat mir übrigens auch noch nie jemand gesagt.
Mein Mann findet mich total einfach, nicht im Sinne von dummm oder schlicht gestrickt, sondern von transparent und berechenbar.
 
  • #40
Ich und zwar sowas von ganz unbedingt, das kann sich kaum jemand vorstellen. Ich nutze meine Energie gern für etwas anderes als für einen "schwerigen Partner". Was immer schwierig beinhalten mag, es klingt in meinen Ohren nicht erfreulich.
Ich sehe das umgekehrt genauso. Was soll ich mit einer Partnerin, die sich selbst als "schwierig" charakterisiert. Ich muss mein Leben nicht irgendwie kompliziert gestalten, wenn ich die Auswahl habe. Letztlich ist das Energieverschwendung.